Können wir helfen?
Kostenlos, Mo. bis Fr. von 8 bis 18 Uhr
Immobilienfinanzierung

Passendes Baudarlehen wählen: So finden Sie einen günstigen Baukredit

Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, benötigen Sie das richtige Baudarlehen. Was Sie beim Abschluss eines Baukredits unbedingt beachten sollten und welche unterschiedlichen Arten von Baufinanzierungen es gibt, erklärt Vergleich.de.

Was ist ein Baudarlehen?

Bei einem Darlehen handelt es sich um eine Baufinanzierung, die ab einer Darlehenshöhe von 50.000 € startet. Im Gegensatz zu einem Ratenkredit sind Baudarlehen einzig und allein für die Realisierung eines Bauvorhabens oder dem Kauf einer Immobilie bestimmt. Die Laufzeiten von Baukrediten reichen von 5 bis 35 Jahren. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage lohnt sich eine Baufinanzierung aktuell besonders, denn die Bauzinsen sind so niedrig wie seit Jahren nicht. Bei der Wahl des Baukredits sollten Sie jedoch nicht überstürzt handeln. Kalkulieren Sie Ihre Baufinanzierung im Vorwege gründlich durch und führen Sie vor Abschluss immer einen Baugeld Vergleich durch. Nur so finden Sie ein günstiges Baudarlehen, das auf Ihre individuelle Lebenssituation zugeschnitten ist.

Das sollten Sie beim Abschluss eines Baukredits beachten

Eine Baufinanzierung ist eine große Investition, die einer sorgfältigen Planung bedarf. Vor Abschluss des Baudarlehens sollten Sie deshalb folgende wichtige Punkte beachten:

Vereinbaren Sie eine möglichst lange Sollzinsbindung

Bei günstigen Bauzinsen sollten Sie mit Ihrer jeweiligen Bank eine möglichst lange Sollzinsbindung von mindestens 12 Jahren und länger für Ihren Baukredit vereinbaren. Damit sichern Sie sich den bei Vertragsabschluss vereinbarten Zinssatz für die Dauer einer festen Zinsperiode, die je nach Zinsfrist zwischen 5 und 30 Jahren läuft.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen

Wie viel Haus können Sie sich leisten? Die Höhe des Baudarlehens richtet sich nach der Größenordnung des jeweiligen Bauvorhabens, den anfallenden Nebenkosten und dem Budget der Bauherren. Vor Abschluss eines Baukredits sollten Sie sich deshalb erst mal einen Überblick über Ihre Finanzen verschaffen. Welche Einkünfte haben Sie und wie hoch ist die monatliche Belastung durch laufende Betriebskosten wie Miete, Nebenkosten und Versicherungen? Ziehen Sie anschließend alle Ausgaben vom Nettoeinkommen ab. Heraus kommt die Summe, die Ihnen zur monatlichen Tilgung des Baudarlehens zur Verfügung steht.

Unser Tipp: Kalkulieren Sie bei der Festsetzung der monatlichen Tilgungsrate für Ihr Baudarlehen nicht am Limit Ihrer Möglichkeiten, sondern planen Sie in jedem Fall einen finanziellen Puffer für Notfälle mit ein. Eine hohe Tilgungsrate sorgt zwar für eine schnelle Entschuldung, allerdings kann sich diese hohe monatliche Belastung nicht jeder Haushalt leisten.

Mit Sondertilgungen und KfW-Darlehen Kreditbetrag verringern

Erfragen Sie bei Ihrer Bank, ob Ihre Baufinanzierung die Möglichkeit von Sondertilgungen mit einschließt. Eine Sondertilgung bietet den Vorteil, dass der Darlehensnehmer bei Sondereinnahmen wie einer Erbschaft oder der Auszahlung eines Bausparvertrags einen Teil der Schuld in einem Rutsch abtragen kann, dadurch verkürzt sich die Kreditdauer erheblich. Eine weitere Möglichkeit Ihren Kreditbetrag zu verringern, ist die Kombination des Baudarlehens mit einem KfW-Kredit. Das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Immobilienbesitzer mit zinsgünstigen KfW-Darlehen beim Bauvorhaben. Ihre finanzierende Bank gibt Ihnen auf Anfrage Auskunft über die Fördermöglichkeiten durch die KfW-Bank.

Die verschiedenen Arten des Baudarlehens

Bei der Immobilienfinanzierung handelt es sich bei den meisten Baudarlehen um ein Annuitätendarlehen. Es gibt jedoch noch weitere Darlehensformen. Erfahren Sie im Folgenden, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Baukredite mit sich bringen.

Bausparvertrag: Der Baukredit von der Bausparkasse

Wer einen Bausparvertrag abschließt, vereinbart mit dem Vertragspartner eine Bausparsumme, die der Bausparer dann zu einem festgelegten Prozentsatz anspart. Wird die Vertragssumme nach Ablauf der Mindestsparzeit für den Erwerb von Wohneigentum oder für Renovierungsarbeiten einer Immobilie in Anspruch genommen, kann der Bausparer nach Zuteilung seines Bausparvertrages bei seiner Bank ein Bauspardarlehen beantragen. Dessen Höhe ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und Sparleistung.

Pro: Die Verzinsung des Bausparvertrags wird für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Beim Bausparvertrag handelt es sich damit um eine sichere Anlageform, die von Zinsschwankungen am Kapitalmarkt unabhängig ist. Je nach Tarif und der aktuellen Kapitalmarktsituation haben Sie nach der Zuteilung die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Baudarlehen bei Ihrer Bausparkasse abzuschließen. Abhängig vom jeweiligen Einkommen, können Sie während der Laufzeit auch von staatlichen Förderungen wie der Wohnungsbauprämie oder der Arbeitnehmersparzulage profitieren.

Contra: Bei Abschluss eines Bausparvertrags fordern viele Bausparkassen hohe Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren. Für Bausparer, die nicht von den staatlichen Förderungen und Zulagen profitieren, verliert das Darlehen schnell an Attraktivität. Beim Bausparen ist die monatliche Tilgungsrate recht hoch, folglich ist die Belastung auch höher als bei anderen Darlehensformen. Ein weiterer Nachteil von Bausparen: Sie haben erst Anspruch auf Ihr Bauspardarlehen, wenn Ihr Bausparvertrag die Zuteilungsreife erlangt hat. Bausparkassen ist es jedoch untersagt, über den genauen Zeitpunkt der Zuteilung Auskunft zu geben.

Vollfinanzierung: Die Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Bei einer Vollfinanzierung setzt der Darlehensnehmer kein Eigenkapital ein. Die Immobilie wird also komplett durch ein Baudarlehen finanziert. Neben dem reinen Kaufpreis finanziert die Bank auch die Nebenkosten wie Maklergebühren und Notarkosten. Eine Vollfinanzierung ist für die finanzierende Bank mit einem hohen Risiko behaftet, deshalb erheben Kreditinstitute meist hohe Risikozuschläge, einen hohen monatlichen Tilgungssatz oder weitere Sicherheiten.

Pro: Sie können Ihr Bauvorhaben ohne den Einsatz von Eigenkapital in Angriff nehmen.

Contra: Nicht nur für Sie, sondern auch für die Banken ist eine solche Finanzierung mit einem hohen Risiko behaftet. Deshalb erheben Kreditinstitute für eine Vollfinanzierung meist hohe Risikozuschläge, weitere Sicherheiten oder einen hohen monatlichen Tilgungssatz. Vergleich.de rät Ihnen von einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital ab, denn auch wenn Sie einen guten Finanzierungsplan mit Ihrer Bank aufgestellt haben, können unvorhergesehene Kosten wie Nachzahlungen Sie schnell in finanzielle Bedrängnis bringen. Eigenkapital in Höhe von 20 Prozent der Finanzierungssumme ist bei einem Baudarlehen zu empfehlen.

Familienhypothek: Immobilienfinanzierung für Familien

Die sogenannte Familienhypothek richtet sich an Familien mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt. Je nach Anzahl der Kinder gewährt die Bank in den ersten 5 Jahren einen Zinsabschlag von 0,25 Prozent. Pro Kind wird ein Darlehensbetrag von höchstens 75.000 € gefördert. Wie beim Annuitätendarlehen können Darlehensnehmer sich den günstigen Zinssatz für eine Zeitspanne zwischen 5 bis 30 Jahren sichern. Außerdem kann die Familienhypothek sowohl für den Bau oder Kauf einer Immobilie als auch für eine Umschuldung in Anspruch genommen werden.

Pro: Als Darlehensnehmer profitieren Sie von einem besonders günstigen Zinssatz. Der Vorteil: Durch die niedrigen Zinsen der Darlehensform steigt der Tilgungsanteil schneller als bei vergleichbaren Baudarlehen. Das verringert die Restschuld zum Ende der Zinsbindungsfrist deutlich. Des Weiteren bietet eine Familienhypothek neben der Änderung des Tilgungssatzes während der Sollzinsbindung ein jährliches Sondertilgungsrecht von 10 %.

Contra: Ein Nachteil der Familienhypothek ist die Begrenzung des Darlehensbetrages auf 75.000 € je Kind. Übersteigt die Finanzierung den maximal geförderten Betrag, muss die Differenz über ein normal verzinstes Annuitätendarlehen aufgenommen werden.

Vergleich.de Tipp

Achten Sie beim Abschluss einer Baufinanzierung auf eine ausreichend hohe Tilgungsrate von mindestens 2 Prozent und den Einsatz von genügend Eigenkapital an der Gesamtsumme Ihres Baudarlehens. Hier empfehlen sich circa 20 Prozent der Gesamtsumme. Ein günstiges Zinsniveau sichern Sie sich durch die Vereinbarung einer möglichst langen Sollzinsbindung von mindestens 12 Jahren und länger.

 

Vergleich.de verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.