Was ist Festgeld und wie funktioniert die Geldanlage?

Festgeld ist eine Geld­anlage mit festem Zins­satz und fester Lauf­zeit. Das Kapital ist bis zum Lauf­zeit­ende meist gebunden. Hier erfahren Sie, wie Festgeld und Termin­geld funktio­nieren, worauf Sie vor dem Abschluss achten sollten und wo Sie Ange­bote und Erträge vergleichen können.

Festgeld Vergleich

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Das Wichtigste in Kürze

  • Festgeld wird für eine feste Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt. Das Geld ist während der Laufzeit meist nicht verfügbar.
  • Termingeld ist der Oberbegriff für zeitlich gebundene Einlagen. Festgeld und Kündigungsgeld sind unterschiedliche Varianten.
  • Die passende Laufzeit richtet sich danach, wie lange Sie auf das Geld verzichten können. Ein höherer Zinssatz spricht nicht automatisch für eine längere Bindung.
  • Wie sicher Festgeld ist, hängt unter anderem von der Bank, ihrem Sitzland, dem Anlagebetrag und der geltenden Einlagensicherung ab.

Was ist Festgeld und was ist ein Festgeldkonto?

Zuständige Redakteurin für den Bereich Geldanlage
Stand: 05.10.2026

Festgeld ist eine Geld­anlage mit einer festen Lauf­zeit und einem festen Zins­satz. Sie legen dabei einen bestimmten Betrag für einen vorher vereinbarten Zeitraum bei einer Bank an. Der Zins­satz ist für diese Lauf­zeit vertrag­lich fest­gelegt und verändert sich grund­sätzlich nicht – auch dann nicht, wenn sich das allge­meine Zins­niveau ändert.

Während der Lauf­zeit ist das ange­legte Geld meist nicht verfügbar. Festgeld eignet sich des­halb vor allem für Geld, das Sie bis zu einem bestimmten Zeit­punkt nicht benötigen.

Was ist ein Festgeldkonto?

Das Festgeldkonto ist das Konto, auf dem die Anlage geführt wird. Es dient in der Regel nicht dem täg­lichen Zahlungs­verkehr und Sie können normaler­weise keine laufenden Über­weisungen oder Last­schriften aus­führen. Das Festgeld­­konto ist damit nicht mit einem Girokonto oder einem täglich verfüg­baren Tages­geld­konto gleich­zusetzen.

Wie die Konto­eröffnung, Ein­zahlung, Zins­gut­schrift und Aus­zahlung konkret ablaufen, hängt von den Vertrags­bedingungen der jewei­ligen Bank ab und wird im Abschnitt „Wie funktioniert eine Festgeld­anlage?" erklärt.

Das folgende Video zeigt, was ein Festgeld­konto ist und wie Sie darauf Geld anlegen. Ebenso erfahren Sie, welche Vor- und Nach­teile Festgeld hat und was Sie vor einer Festgeld­anlage beachten sollten.

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Wie unterscheidet sich Festgeld von Tagesgeld?

Festgeld und Tagesgeld sind zwei unter­schied­liche Anlage­formen. Der wichtigste Unter­schied besteht darin, dass Fest­geld für eine bestimmte Lauf­zeit gebunden ist, während Sie über Tages­geld in der Regel jeder­zeit verfügen können. Beim Festgeld ist der Zinssatz für die verein­barte Lauf­zeit fest­gelegt; beim Tages­geld kann sich der Zins­satz ändern. 

Festgeld eignet sich daher vor allem für Geld, das Sie bis zum Laufzeit­ende nicht benötigen und zu einem plan­baren Zins­satz anlegen möchten. Tages­geld bietet dagegen mehr Flexi­bilität, ist aber nicht mit derselben Zins­sicher­heit für einen längeren Zeit­raum verbunden.

Welche Anlage­form zu Ihrer Situation passt, hängt vor allem davon ab, ob Ihnen die feste Verzin­sung oder die kurz­fristige Verfüg­barkeit wichtiger ist. Eine ausführ­liche Abwägung finden Sie im Ratgeber „Tagesgeld oder Festgeld?“.

Was bedeutet Termingeld?

Termingeld ist ein Oberbegriff für Geld­anlagen, bei denen das Kapital für einen bestimmten Zeit­raum gebunden ist. Während dieser Zeit können Sie in der Regel nicht oder nur einge­schränkt über das Geld verfügen. Welche Bedingungen gelten, hängt von der jewei­ligen Produkt­art und der Bank ab.

Häufig wird Termingeld auch als Synonym für Fest­geld verwendet. Im engeren Sinne ist Fest­geld jedoch eine konkrete Form des Termin­gelds. Bei Festgeld stehen die Lauf­zeit und der Zins­satz grund­sätzlich bei Vertrags­abschluss fest. Daneben gibt es beispiels­weise Kündigungs­geld, bei dem die Aus­zahlung von einer Kündi­gungs­frist abhängt. 

Was ist Kündigungsgeld?

Beim Kündigungs­geld verein­baren Sie mit der Bank, wie lange die Kündi­gungs­frist beträgt. Möchten Sie über das Gut­haben verfügen, müssen Sie die Anlage zunächst kündigen. Erst nach Ablauf der Frist wird das Geld ausgezahlt.

Kündigungsgeld ist daher nicht mit täglich verfüg­barem Tages­geld gleich­zusetzen. Während Tages­geld in der Regel jeder­zeit verfügbar ist, bleibt das Geld beim Kündigungs­geld bis zum Ablauf der Kündigungs­frist gebunden. Die konkrete Verzinsung, Mindest­anlage und Kündigungs­frist ergeben sich aus dem jeweiligen Vertrag.

Der wichtigste Unterschied zu Fest­geld besteht darin, dass bei Fest­geld der Rück­zahlungs­termin grund­sätzlich bereits bei Vertrags­abschluss fest­steht. Beim Kündigungs­geld hängt der Zeit­punkt der Aus­zahlung davon ab, wann Sie kündigen und wie lang die verein­barte Kündi­gungsfrist ist.

Warum die Bezeichnung „Termingeld“ allein nicht ausreicht

Banken verwenden den Begriff „Termin­geld“ nicht immer ein­heitlich. Teil­weise bezeichnen sie damit allge­mein zeitlich gebundene Einlagen, teil­weise wird Termin­geld als Synonym für Festgeld verwendet.

Prüfen Sie bei einem konkreten Angebot deshalb, ob ein festes Laufzeit­ende oder eine Kündi­gungs­frist gilt, wie lange der Zins­satz fest­geschrieben ist und wann Anlage­betrag und Zinsen ausgezahlt werden.

Maßgeblich sind immer die Vertrags­bedingungen der jewei­ligen Bank. Aus dem Begriff „Termin­geld“ allein lässt sich nicht zuver­lässig ableiten, wann Sie über Ihr Geld verfügen können.

Wie funktioniert eine Festgeldanlage?

Eine Festgeldanlage folgt einem festen Ablauf: Sie wählen den Anlage­betrag und die Lauf­zeit aus, eröffnen ein Festgeld­konto, über­weisen das Geld und erhalten es am Ende der Lauf­zeit zusammen mit den Zinsen zurück. Die konkreten Bedingungen, Fristen und Auszahlungs­termine ergeben sich aus dem Vertrag mit der jewei­ligen Bank. Die folgende Über­sicht fasst die einzelnen Schritte einer Fest­geld­anlage zusammen.

  • Überlegen Sie zunächst, wie viel Geld Sie anlegen möchten und für welchen Zeitraum Sie darauf verzichten können. Die Lauf­zeit sollte zu Ihrem persön­lichen Liquiditäts­bedarf passen. Legen Sie nur einen Betrag an, den Sie während dieser Zeit voraus­sichtlich nicht benötigen. Aktuelle Ange­bote können Sie im Festgeld Vergleich anhand von Anlage­betrag und Lauf­zeit prüfen

  • Haben Sie ein passendes Festgeld­angebot ausgewählt, stellen Sie bei der Bank den Antrag auf Eröffnung eines Festgeld­kontos. Dafür geben Sie unter anderem Ihre persön­lichen Daten, den gewünschten Anlage­betrag und die Lauf­zeit an. Außerdem hinterlegen Sie Ihr Referenz­konto, über das der Anlage­betrag eingezahlt wird und auf das die Aus­zahlung des Guthabens erfolgt.

    Vor der abschließenden Konto­eröffnung muss die Bank Ihre Identität prüfen. Je nach Anbieter erfolgt dies beispiels­weise über Postident oder Videoident. Erst wenn die Identitäts­prüfung erfolgreich abge­schlossen ist, kann die Festgeld­anlage eingerichtet werden.

  • Nach der Kontoeröffnung über­weisen Sie den verein­barten Betrag vom Referenz­konto auf das Festgeld­konto. Beachten Sie dabei die von der Bank vorge­gebene Einzahlungs­frist. Die Festgeld­anlage beginnt in der Regel erst, wenn der voll­ständige Betrag bei der Bank einge­gangen und die Anlage bestätigt worden ist. Bewahren Sie die Bestätigung und die Vertrags­unterlagen auf.

  • Für die Festgeldanlage gilt der Zinssatz, den Sie bei Vertrags­schluss verein­bart haben. Wie und wann die Zinsen gut­ge­schrieben werden, hängt von den Vertrags­bedingungen ab. Möglich ist eine jährliche Zins­zahlung oder eine Gut­schrift am Ende der Laufzeit. 

  • Während der vereinbarten Laufzeit ist der Anlage­betrag meist nicht verfügbar. Eine vor­zeitige Verfügung hängt von den Bedingungen der jewei­ligen Bank ab. Teilab­hebungen oder zusätzliche Ein­zahlungen sind bei Festgeld in der Regel nicht vorge­sehen. Ob eine vor­zeitige Kündigung möglich ist, welche Fristen gelten und ob dadurch Zinsen verloren gehen, ergibt sich aus dem Vertrag. Prüfen Sie diese Regelungen am besten schon vor der Anlage.

  • Zum vereinbarten Laufzeitende zahlt die Bank den Anlage­betrag und die gut­geschrie­benen Zinsen ent­sprechend den Vertrags­bedingungen aus. Die Aus­zahlung erfolgt normaler­weise auf das hinter­legte Referenz­konto. 

    Einige Banken verlängern die Festgeld­anlage auto­matisch, wenn Sie nicht recht­zeitig kündigen oder einer Verlänge­rung widersprechen. Für die neue Lauf­zeit kann ein anderer Zins­satz gelten. Prüfen Sie deshalb die Verlängerungs­bedingungen und die dafür geltenden Fristen bereits bei Vertrags­abschluss.

Welche Vorteile und Nachteile hat Festgeld?

Festgeld verbindet einen festen Zinssatz mit einer festen Lauf­zeit. Daraus ergeben sich klare Vorteile bei der Plan­barkeit, aber auch Einschrän­kungen bei der Verfüg­barkeit. Ob diese Anlage­form zu Ihnen passt, hängt deshalb nicht allein von der Zins­höhe ab, sondern auch davon, wie lange Sie auf das Geld verzichten können. 

Vorteile von Festgeld

  • fester Zinssatz: Der bei Vertrags­abschluss verein­barte Zins­satz bleibt während der Lauf­zeit grundsätzlich unverändert.
  • hohe Planbarkeit: Anlagebetrag, Laufzeit und Zins­satz stehen von Beginn an fest. Der voraus­sichtliche Ertrag kann deshalb bereits vor der Anlage berechnet werden.
  • keine Kursschwankungen wie bei Wertpapieren: Anders als bei Aktien oder ETFs verändert sich das Guthaben auf dem Festgeldkonto normalerweise nicht durch täg­liche Bewegungen an den Kapital­märkten.
  • einfache Produktlogik: Für die Beur­teilung eines Ange­bots sind vor allem Anlage­betrag, Lauf­zeit, Zins­satz und Auszahlungs­bedingungen relevant. Nach dem Abschluss sind in der Regel keine laufenden Anlage­entschei­dungen erforder­lich.
  • unter bestimmten Bedingungen höhere Verzinsung als bei täglich verfügbaren Einlagen: Banken können für die einge­schränkte Verfüg­barkeit häufig einen höheren Zins­satz als für Tages­geld oder andere täglich verfüg­bare Einlagen anbieten. Das gilt jedoch nicht auto­matisch für jedes Angebot und jede Laufzeit.

Nachteile von Festgeld

  • eingeschränkte Verfügbarkeit: Das angelegte Geld ist während der Lauf­zeit meist nicht frei verfügbar. Festgeld eignet sich des­halb nicht für Beträge, die kurz­fristig für Notfälle oder größere Aus­gaben benötigt werden.
  • steigende Marktzinsen können nicht unmittelbar genutzt werden: Der feste Zins­satz schützt vor sinkenden Zinsen, verhindert aber meist eine Um­schichtung zu besseren Kondi­tionen während der Laufzeit. Zins­sicher­heit und Flexi­bilität stehen dadurch in einem Spannungs­verhältnis.
  • automatische Verlängerung: Wird einer Verlängerung nicht recht­zeitig wider­sprochen, kann sich die Anlage für eine weitere Lauf­zeit verlängern. Für diese neue Anlage können andere und möglicher­weise ungüns­tigere Kondi­tionen gelten.
  • Inflationsrisiko: Der verein­barte Zins­satz beschreibt nur die nominale Verzinsung. Liegt die Inflation über dem Zinssatz, kann die Kauf­kraft des Guthabens trotz Zins­gut­schrift sinken.
  • keine automatische Risikofreiheit: Festgeld unterliegt zwar normaler­weise keinen Kurs­schwan­kungen wie das z. B. bei Wertpapieren der Fall ist. Daraus folgt aber nicht, dass jede Anlage unabhängig von Bank, Land, Einlagen­siche­rung und Inflation risikofrei ist.

Wie sicher ist Festgeld?

Festgeld gilt durch die gesetz­liche Einlagen­sicherung als vergleichs­weise sichere, aber nicht risiko­freie Geldanlage. Guthaben auf Festgeld­konten sind inner­halb der gesetz­lichen Grenzen bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt – unab­hängig davon, auf wie viele Konten bei dieser Bank das Gut­haben verteilt ist. (Quelle: BaFin, Stand: September 2026). Die gesetz­liche Einlagen­sicherung schützt somit nicht jeden Betrag unbe­grenzt und sagt außer­dem nichts darüber aus, ob Sie während der Laufzeit vorzeitig über Ihr Fest­geld verfügen können.

Manche Banken gehören zusätzlich einem frei­willigen oder institutions­bezo­genen Sicherungs­system an, was den Schutz über die gesetz­liche Grenze hinaus erweitern kann. Welche Voraus­setzungen gelten und welcher Betrag geschützt ist, hängt vom jeweiligen Sicherungs­system und der Bank ab. Ausführ­liche Infor­mationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Einlagensicherung.

Wie sicher ist Festgeld bei ausländischen Banken?

Bei ausländischen Banken sollten Sie prüfen, welchem natio­nalen Einlagen­sicherungs­system das Institut unterliegt. Inner­halb der Euro­päischen Union gelten gemein­same Mindest­standards für die Einlagen­sicherung. Zuständigkeit, Abwicklung und prak­tische Entschädi­gung können sich dennoch danach richten, in welchem Land die Bank ihren Sitz hat und welchem Sicherungs­system sie angehört.

Bei Banken außerhalb der EU sollten Sie das zuständige Sicherungs­system, die geltende Sicherungs­grenze und die Bedingungen für eine Ent­schädigung besonders sorg­fältig prüfen. Ein Länderrating kann bei der Einord­nung helfen, ersetzt aber nicht die Prüfung der konkreten Einlagen­siche­rung und der Vertrags­bedingungen. Prüfen Sie vor der Anlage außerdem, ob der Anlage­betrag die geltende Sicherungs­grenze über­steigt und ob für das konkrete Angebot besondere Bedingungen gelten.

Welche Laufzeit passt zu einer Festgeldanlage?

Die passende Festgeld­laufzeit richtet sich vor allem danach, wann Sie das ange­legte Geld wieder benötigen. Eine kurze Lauf­zeit bietet mehr Flexi­bilität, während eine lange Lauf­zeit den vereinbarten Zins­satz länger sichert. Entschei­dend ist des­halb nicht allein, welcher Zins­satz am höchsten ist, sondern wie lange Sie sicher auf den Anlage­betrag verzichten können. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich kurze und lange Lauf­zeiten bei Flexi­bilität und Zins­sicherheit unter­scheiden.

Kurze oder lange Laufzeit beim Festgeld?

Kriteriumkurze Laufzeitlange Laufzeit
VerfügbarkeitDas Geld wird früher wieder verfügbar.Das Geld bleibt länger gebunden.
ZinssicherheitDer Zinssatz ist für einen kürzeren Zeitraum gesichert.Der Zinssatz ist länger gesichert.
Reaktion auf veränderte ZinsenEine neue Anlageentscheidung ist früher möglich.Während der Laufzeit ist eine Anpassung meist nicht möglich.
passend, wenn …… der Verwendungszweck des Geldes näher liegt oder Flexibilität wichtig ist.… das Geld langfristig nicht benötigt wird und Zinssicherheit im Vordergrund steht.
zentrale AbwägungMehr Flexibilität kann mit einem niedrigeren Zinssatz verbunden sein.Mehr Zinssicherheit bedeutet eine stärkere Kapitalbindung.

Die Laufzeit muss zum Liquiditätsbedarf passen

Wählen Sie die Laufzeit so, dass Sie den Anlage­betrag bis zum Ende der Bindung voraus­sichtlich nicht benötigen. Planen Sie dabei nicht nur bekannte Aus­gaben ein, sondern auch einen aus­reichenden finan­ziellen Puffer für uner­wartete Kosten.

Ein höherer Zins­satz recht­fertigt nicht auto­matisch eine längere Laufzeit. Entscheidend ist, ob der zusätz­liche Zins­ertrag die geringere Flexi­bilität für Sie aufwiegt. Wenn der Zeitpunkt, zu dem Sie das Geld benötigen, unsicher ist, kann eine kürzere Laufzeit oder eine Tages­geld­anlage besser geeignet sein.

Was ist eine Festgeldtreppe?

Bei einer Festgeld­treppe teilen Sie den Anlage­betrag auf mehrere Festgeld­anlagen mit unter­schied­lichen Lauf­zeiten auf. Dadurch enden die einzelnen Anlagen zu verschie­denen Zeitpunkten und ein Teil des Geldes wird so regel­mäßig wieder verfügbar. Es kann dann entweder ausge­zahlt oder zu den dann geltenden Kondi­tionen neu angelegt werden. Die folgende Grafik veran­schaulicht das Prinzip anhand von drei verschie­denen Anlagezeiträumen.

  • Die Grafik veranschaulicht die Treppenstrategie bei Festgeldanlagen. Sie zeigt ein Balkendiagramm mit 3 übereinander angeordneten Balken, wobei jeweils ein Balken einer Festgeldanlage entspricht. Die Balken sind auf einer x-Achse zeitlich verortet, was den Anlagezeitraum wiedergibt. Die 3 Festgeldanlagen beginnen zum selben Zeitpunkt. Die Laufzeit der einzelnen Festgelder beträgt bei der 1. Anlage 1 Jahr, bei der 2. Festgeldanlage 2 Jahre und bei der 3. Anlage 3 Jahre. Die Laufzeiten enden im Abstand von jeweils 1 Jahr voneinander. Somit wird in jedem Jahr eines der 3 Festgelder fällig. Dieses wird dann wieder neu als Festgeld mit einer Anlagedauer von 3 Jahren angelegt.

Eine Festgeldtreppe kann die Abhängig­keit von einem einzigen Laufzeit­ende verringern. Sie bietet jedoch keine Garantie für einen höheren Zins­ertrag und schützt nicht auto­matisch vor sinkenden Zinsen. Außer­dem müssen Sie mehrere Anlagen, Lauf­zeiten und Auszahlungs­termine im Blick behalten.

Wo finden Sie aktuelle Festgeldzinsen und Angebote?

Festgeldzinsen und Angebote ändern sich regel­mäßig. Die aktuellen Kondi­tionen hängen unter anderem von der Lauf­zeit, dem Anlage­betrag und dem Anbieter ab. Auch die Bedingungen zur Zins­zahlung, Aus­zahlung und Einlagen­sicherung können sich unterscheiden. In unserem Festgeld Vergleich können Sie aktuelle Ange­bote anhand Ihres Anlage­betrags und der gewünsch­ten Laufzeit prüfen und die relevanten Kondi­tionen mitein­ander vergleichen.

Unsere aktuell besten Festgeldzinsen

Laufzeit: 1 Jahr, Anlagebetrag: 10.000 €

zum Festgeld Vergleich

Fazit: Für wen Festgeld geeignet ist

Festgeld eignet sich für Geld, das Sie bis zum Ende der verein­barten Lauf­zeit nicht benötigen. Der feste Zins­satz schafft Plan­barkeit, setzt aber voraus, dass Sie die Lauf­zeit, die Einlagen­sicherung und die Vertrags­bedingungen geprüft haben. Eine bestimmte Lauf­zeit oder ein bestimmtes Ange­bot lässt sich daher nicht pauschal empfehlen. 

Wenn Sie kurzfristig auf Ihr Geld zugreifen müssen, kann Tages­geld besser zu Ihrer Situation passen. Die Unter­schiede zwischen beiden Anlage­formen erläutert der Ratgeber „Tagesgeld oder Festgeld?“. Für den lang­fristigen Vermögens­aufbau sind andere Anlage­formen wie zum Beispiel ETFs oder Aktien sinnvoll; diese sollten aber einer sepa­raten Betrach­tung unter­zogen werden. Suchen Sie ein konkretes Festgeldangebot, können Sie mit dem Festgeld Vergleich verschie­dene Angebote vergleichen.

Häufige Fragen zu Festgeld

  • Viele Banken legen einen Mindest­betrag für die Festgeld­anlage fest. Die Höhe unter­scheidet sich je nach Anbieter und Angebot. Im Festgeld Vergleich können Sie prüfen, welcher Mindest­betrag für die jeweilige Anlage gilt.

  • Die genaue Steuerlast hängt von Ihrer persön­lichen Situation ab. Auf Zins­erträge fallen jedoch grund­sätzlich 25 % Abgeltungs­steuer sowie Solidaritäts­zuschlag und ggf. Kirchen­steuer an. Mit einem Freistellungs­auftrag können Sie den Sparer­pausch­betrag nutzen, sodass Zins­erträge bis zu dessen Höhe steuer­frei bleiben können. Ob und in welcher Höhe Steuern anfallen, hängt unter anderem davon ab, ob Sie den Sparer­pausch­betrag bereits für andere Kapital­erträge nutzen. 

  • Ob ein Festgeldkonto gemein­schaftlich geführt werden kann, hängt von der Bank und dem jeweiligen Konto­modell ab. Bei einem Gemeinschafts­konto können sich sowohl bei der Einlagen­sicherung als auch bei der steuer­lichen Behand­lung Besonder­heiten ergeben. Prüfen Sie daher vor Abschluss immer die Vertrags­bedingungen und die geltenden Regeln für Gemeinschafts­konten.

  • Die Zinsen werden je nach Vertrag entweder jährlich oder am Ende der Lauf­zeit gutge­schrieben. Welche Variante günstiger ist, hängt unter anderem davon ab, ob Sie die ausge­zahlten Zinsen wieder anlegen können und zu welchen Kondi­tionen dies möglich ist. Ein Zinses­zins­effekt entsteht nicht auto­matisch durch eine jährliche Zinsaus­zahlung. Dafür müssen die gutgeschrie­benen Zinsen tatsäch­lich wieder­angelegt und mit­verzinst werden.

  • Eine Insolvenz der Bank gilt als Sicherungs­fall. Dann greift die gesetz­liche Einlagen­sicherung inner­halb ihrer geltenden Grenzen. Geschützte Einlagen werden bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank berücksichtigt. Welche Voraus­setzungen gelten und wie die Entschä­digung abgewickelt wird, hängt vom zustän­digen Einlagen­sicherungs­system ab.

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