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Strom & Gas

Gasanbieter wechseln: So einfach kommen Sie zum günstigen Gastarif

Zögern Sie nicht, Ihren Gasversorger zu wechseln: Schon ein Cent Preis­unterschied pro Kilowattstunde bringt bei einer größeren Wohnung 100 € pro Jahr. Wir erklären Ihnen, wie Sie den günstigsten Gasanbieter finden, und wie der Gasanbieter­wechsel reibungslos funktioniert.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wie kann ich den Gasanbieter wechseln?

      Den Gasversorger wechseln Sie in drei einfachen Schritten.

      1. Die Gasanbieter vergleichen. Das geht ganz einfach über unseren Gasvergleich. Zur Hand haben sollten Sie den bisherigen eigenen Tarif, um die Konditionen konkret vergleichen zu können.
      2. Die Entscheidung für den Wunschtarif. Dieser kann neben dem günstigsten Preis individuelle Besonderheiten haben. Etwa ein Abschluss von Ökogastarifen, Biotarifen oder Klimatarifen. Oder Sie wünschen besonders gute Verbraucherbewertungen des Anbieters.
      3. Der Vertragsabschluss. Häufig übernimmt beim wechseln des Gases der neue Anbieter die Kündigung des alten Vertrags. Sie können also online, per Fax oder Brief den neuen Vertrag abschließen. Der neue Versorger kümmert sich um den Rest.

      Wie wechselt man den Gasanbieter?

      Der neue Gasversorger benötigt Informationen wie den Namen des bisherigen Versorgers und die dortige Kundennummer. Beide Angaben finden Sie auf Ihrer Gasabrechnung. Auch die Gaszählernummer wird benötigt. Diese steht entweder in der letzten Gasrechnung oder auf dem Gaszähler, der entweder in der Wohnung, im Treppenhaus oder Keller angebracht ist. Falls Sie ihn als Mieter nicht finden, fragen Sie den Vermieter oder Hausverwalter.

      Für wen lohnt es sich den Gasanbieter zu wechseln?

      Ob sich der Wechsel lohnt, finden Sie durch den einfachen Preisvergleich heraus. In der Regel werden Sie einen Gasanbieter finden, der ein günstigeres Angebot bietet als ihr bisheriger Tarif. Denn durch den seit der Liberalisierung am Gasmarkt gewachsenen Konkurrenz­kampf gibt es immer wieder günstige Gaspreise. Sinnvoll ist es daher, einmal im Jahr den Tarif zu überprüfen. Oft gibt es zudem attraktive Wechselprämien.

      Manche Kunden schätzen ihren Versorger etwa wegen des guten Kundendiensts oder der guten Ökobilanz. Auch solche Kriterien können Sie in einem Vergleich auswählen.

      Wie attraktiv sind beim Gasanbieter Wechseln Angebote mit Prämie?

      Den Gasanbieter zu wechseln und dafür auch noch eine Prämie zu kassieren klingt auf Anhieb verlockend. Doch dabei gibt es einiges zu beachten: Ein Neukunden­bonus etwa wird meist nach Ende der Laufzeit ausgezahlt. Sie müssen dann prüfen, ob das Geld tatsächlich kommt. Wenn Sie bei solchen Tarifen frühzeitig kündigen – etwa wegen einer Preiserhöhung –, verfällt der Bonus. Falls Sie die Kündigung zum regulären Vertragsende verpassen, bekommen Sie zwar den Bonus, aber oft verlängert sich der Vertrag zu dann meist deutlich schlechteren Konditionen. Sofort- oder Direktbonus werden zwar schneller ausgezahlt, aber auch hier gilt, dass die Angebote vor allem durch den Bonus attraktiv sind. Wegen der höheren Verbrauchs­preise ist der Tarif dann spätestens ab der automatischen Verlängerung eines nicht gekündigten Vertrags teuer.

      Fazit: Prämien lohnen sich für alle, die bereit sind, ihren Vertrag regelmäßig zu wechseln!

      Wie läuft ein Gasanbieterwechsel ab?

      Sobald Sie einen Anbieter ausgewählt und den Vertrag abgeschlossen haben, übernimmt der neue Anbieter alles Weitere. Sie erhalten eine Bestätigung und die Vertrags­unterlagen. Zum Wechsel­stichtag müssen Sie dann noch den aktuellen Gaszähler­stand ablesen. Diesen können Sie an den Netzbetreiber – in der Regel der kommunale Grundversorger – übermitteln. Ihr alter Anbieter wird Ihnen innerhalb der folgenden 6 Wochen die Schluss­rechnung zuschicken.

      Gas wechseln: Muss ich den alten Gasanbieter kündigen?

      Häufig erledigt der neue Versorger bei Online­abschlüssen die Kündigung des Gasanbieters gleich mit. Beachten Sie unterschiedlich lange Kündigungs­fristen: Haben Sie noch einen alten Vertrag bei ihrem kommunalen Grundversorger, sind es 2 Wochen, innerhalb derer Sie aus dem Vertrag kommen. Haben Sie aber in der Vergangen­heit schon einmal einem Gasanbieter gekündigt, prüfen Sie die restliche Vertrags­laufzeit. Oft binden Sie sich für mindestens 1 Jahr.

      Falls ihr Anbieter den Preis verändert, haben Sie immer ein Sonder­kündigungsrecht – in diesem Fall ist eine schnelle eigene Kündigung sinnvoll. Dann kann der neue Versorger zum Zeitpunkt der Preisänderung die Versorgung übernehmen. Auch wenn Sie nur noch wenige Wochen bis zum Auslaufen eines Vertrags haben und keine automatische Verlängerung riskieren wollen, kündigen Sie am besten selbst.

      Wie kann ich einen Gasanbieter kündigen?

      Wenn Sie Ihrem alten Gasanbieter selbst kündigen möchten, muss das immer schriftlich erfolgen. Häufig geht das per Mail, ansonsten per Post oder Fax. Die „Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt für Vertrag XY“ sollten Sie mit der Bitte um Rück­bestätigung versenden. Der bisherige Versorger wird Ihnen mitteilen, zu welchem Zeitpunkt der Vertrag endet. Sie müssen dann aber selbst daran denken, vor diesem Termin einen neuen Anbieter zu suchen und den Vertrag abzuschließen. Ihre Versorgung ist zwar immer garantiert. Aber falls Sie den neuen Vertrags­abschluss verpassen, tritt der Grund­versorger ein – und das mit einem in der Regel teureren Preis.

      Den Gasanbieter wechseln – die besten Tipps

      Möchten Sie den Gaslieferenten wechseln, sind Sie natürlich in erster Linie auf der Suche nach dem günstigsten Preis. Sie sollten aber außerdem noch weitere Punkte beachten:

      • Die Kündigungsbedingungen. Möglichst kurze Kündigungszeiten sind ideal. 4 Wochen Kündigungsfrist sind gut, alles über 6 Wochen hinaus ist nicht empfehlenswert.
      • Die Vertrags­laufzeiten: Es gibt Angebote mit 4-wöchiger Mindest­laufzeit. Das ist ideal, um schnell reagieren zu können. 3 und 6 Monate sind auch attraktive Laufzeiten. Alles was über 1 Jahr hinausgeht, sollten Sie gar nicht erst erwägen.
      • Preisgarantie. Viele Anbieter werben mit einer Preisgarantie für bestimmte Zeiträume. Damit sichern Sie sich einen bestimmten Gaspreis, auch wenn die Preise in dem Zeitraum steigen sollten (was Sie derzeit tun). Auf der anderen Seite können Sie nicht von sinkenden Preisen profitieren. Falls Sie eine kurze Vertrags­laufzeit gewählt haben, benötigen Sie eher keine Preisgarantie.
      • Paketpreise. Finger weg von Paketangeboten. Falls ihr Verbrauch unterhalb des gekauften Pakets bleibt, verlieren Sie den Wert des Rests. Alles was über den vereinbarten Verbrauch geht, ist aber oft deutlich teurer – angesichts der auch von der Witterung abhängigen Verbrauchs­schwankungen ein unattraktives Lockmittel.
      • Gasanbieter Tests. Regelmäßig werden die Anbieter unabhängig getestet, etwa von der Stiftung Warentest. Orientieren Sie sich auch an diesen Tests.

      Wie informiere ich mich über Gasanbieter?

      Bevor Sie den Gasanbieter wechseln, lesen Sie sich am besten die Bewertungen und eventuell Beschwerden über den Anbieter durch. In den Kommentaren gibt es oft hilfreiche Hinweise. Etwa die Beschwerde, dass der Kunden­dienst über einen unzumutbar langen Zeitraum nicht auf eine Anfrage reagiert. Geht es um den Verdacht auf unseriöse Praktiken, schaltet sich auch die Bundes­netzagentur ein. Diese veröffentlicht eine Liste ihrer laufenden Verfahren und aktualisiert diese regelmäßig. Allerdings ist das eine Gesamt­übersicht über alle Aufgaben­gebiete der Bonner Kontroll­­behörde – damit ist die Liste etwas unübersichtlich.

      Wann sollte ich am besten den Gasanbieter wechseln?

      Am besten sofort! Im Prinzip lohnt es sich immer den Gasanbieter zu wechseln. Saisonal hingegen sind der September und Oktober die idealen Wechsel­monate. Die Heizsaison beginnt danach. Nun sollten Sie also den günstigsten Preis suchen, damit Sie für die Winterzeit preiswert versorgt sind.

      Natürlich müssen Sie dabei die Kündigungsfrist ihres bisherigen Vertrags berücksichtigen. Sind Sie noch bei Ihrem Grund­­versorger, können Sie bis Mitte September kündigen und haben dann wegen der 2-wöchigen Kündigungs­frist ab Anfang Oktober den neuen Vertrag.

      Sollten Sie einen Vertrag mit mehr­monatiger Vertrags­laufzeit haben, wechseln Sie am besten 6 bis 8 Wochen vor Ablauf den Tarif. Dann hat der neue Anbieter ausreichend Zeit sich um die Kündigung zu kümmern.

      Gas wechseln wegen Umzug: Was muss ich beachten?

      Möchten Sie den Gasanbieter im Zuge eines Umzugs wechseln? Sind Sie bisher beim Grundversorger, können Sie mit Hinweis auf ihren bevorstehenden Auszug mit einer 2-wöchigen Frist kündigen. Für Ihr neues Zuhause schließen Sie dann den neuen Vertrag. Haben Sie bereits einen Vertrag bei einem anderen Anbieter, gilt diese 2-Wochen-Frist nicht. Dann müssen Sie sich nach den AGBs ihres Gaslieferanten richten, die in der Regel eine Umzugs­klausel beinhalten. Diese kann ein Sonder­kündigungsrecht umfassen. Dann können Sie mit Hinweis auf den Umzug selbsttätig kündigen.

      Das sollten Sie rechtzeitig erledigen, idealerweise mindestens 6 Wochen vor Auszug. Zu dieser Zeit sollten Sie auch den neuen Gaslieferanten beauftragen. Das Sonder­kündigungsrecht hat allerdings Grenzen. Wenn ihr bisheriger Anbieter auch am Ort ihrer neuen Wohnung einen Netzvertrag hat, kann er je nach Formulierung der AGBs auf ein Fortbestehen des bisherigen Vertrags bestehen. Sollte er am anderen Ort allerdings höhere Preise verlangen, haben Sie ein Sonder­kündigungsrecht wegen der höheren Preise.

      FAQ zum Gasanbieterwechsel

      • Was ist ein Grundversorger?

        Der Grundversorger ist das Energieversorgungs­unternehmen, das in ihrem Netzgebiet die meisten Haushalts­kunden mit Gas beliefert. Häufig sind das etwa in Großstädten die jeweiligen Stadtwerke.

      • Bekomme ich einen neuen Zähler, wenn ich den Gasanbieter wechsle?

        Nein. Der Gaszähler bleibt unverändert.

      • Warum gibt es unterschiedliche Gaspreise?

        Der Gaspreis setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen, die die Gaslieferanten bei ihrer Preis­kalkulation einbeziehen. Ein wesentlicher Faktor ist natürlich der Marktpreis, zu dem der Lieferant selbst sein Gas einkauft – große Abnehmer profitieren hier mehr von Rabatten als kleine. Ein anderer Faktor ist die Struktur des Lieferanten. Ein reiner Internet­anbieter ohne Service­fillialen kann ähnlich einer Direktbank hier günstigere Preise einkalkulieren als ein Unternehmen, das Vor-Ort-­Beratung macht.

      • Wie oft kann ich den Gasanbieter wechseln?

        Es gibt keine Obergrenze für einen Anbieterwechsel. Die Wechsel­möglichkeit hängt zuerst an ihrer Vertrags­laufzeit. Schließen Sie nur Monats­verträge ab, können Sie jeden Monat wechseln. Auch wenn ihr Anbieter kurz nach Vertrags­abschluss den Preis erhöht, können Sie mit ihrem Sonder­kündigungsrecht sofort kündigen und wenn ihnen dasselbe beim nächsten Lieferanten passiert, können Sie wieder kündigen.

      • Bei welchen Anbietern bekomme ich Ökogas?

        Eine Reihe von Anbietern werben mit Ökogastarifen. Der Nutzen ist aber zweifelhaft, es gibt laut der Verbraucherzentrale Bundesverband keine zuverlässige Orientierung mit Siegeln. Ökogastarife teilen sich in drei Gruppen auf:

        • Biomethan. Das ist Biogas aus Biomasseanlagen, das für die Einspeisung ins Gasnetz aufbereitet wird. Klimafreundliches Biomethan ist aber nur selten in Deutschland.
        • Kompensation. Hier wird herkömmliches fossiles Erdgas als öko verkauft, weil die Anbieter mit dem Preisaufschlag eine CO2-Kompensation für das Heizen finanzieren, etwa das Pflanzen von Bäumen.
        • Power-to-Gas (Strom zu Gas): Dem fossilen Erdgas wird Wasserstoff beigemischt, der mithilfe von Elektrizität aus Wasser gewonnen wird. Dies Elektrolyse benanntes Verfahren soll ökologisch sein, da Strom aus erneuerbaren Quellen eingesetzt wird, der sonst ungenutzt bliebe.
      • Kann man als Mieter den Gasanbieter wechseln?

        Das hängt davon ab, ob Sie einen eigenen Gaszähler haben. Falls ja, sollten Sie Ihren Vermieter bitten, den Gasvertrag auf ihren Namen laufen zu lassen. Dann können Sie unabhängig den Gaslieferanten wechseln. Aber auch falls der Vertrag auf den Vermieter läuft, können Sie mit einem eigenen Gaszähler dann den Vermieter beauftragen, den Anbieter zu wechseln. Schwieriger wird es, wenn etwa in einem Mehrfamilienhaus die Gaskosten für alle Wohnungen über einen Zähler ermittelt werden. Dann bleibt Ihnen nur, den Vermieter auf Einsparpotenziale hinzuweisen und ihn um einen Anbieterwechsel zu bitten.

      Tragen Sie sich einen vierteljährlichen, halbjährlichen oder mindestens jährlichen „Tariftag“ in ihren Kalender im Smartphone ein und lassen sich automatisch erinnern. An diesem Tag prüfen Sie dann ihren Gas- oder auch Stromtarif und bringen den Anbieterwechsel auf den Weg. Solch ein „Tariftag“ sollte möglichst in einer für Sie entspannten Zeit im Jahr liegen und natürlich auch zu den Kündigungsfristen passen.

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