Strompreise 05/2022: Das kostet Strom aktuell in Deutschland

Die Strompreise steigen auch 2022 wieder an, obwohl die Öko­strom-Um­lage sinkt. Wir zeigen Ihnen, was Strom aktuell kostet, warum es zu immer neuen Strom­preis­stei­gerungen kommt, wo Strom beson­ders teuer wird und wie Sie den Anbie­terwett­bewerb für Ihren Strom­preis­vergleich nutzen!

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Was kostet 1 kWh Strom 2022 in Deutschland?

Der aktuelle Strom­preis liegt laut Bundes­verband der Energie- und Wasser­wirt­schaft (BDEW) bei 36,19 Cent/kWh (Stand Januar 2022). Damit zahlt ein Haus­halt mit einem Ver­brauch von 3.500 kWh pro Jahr ca. 1.167 € an Strom­kosten. Bei diesem Strom­preis handelt es sich um einen Durch­schnitts-Wert. Denn Strom­preise unter­scheiden sich sowohl regio­nal als auch nach der Verbrauchs­menge und hängen auch stark vom gewähl­ten Tarif ab. So sind Tarife in der Grund­versorgung deutlich teurer als Tarife bei alter­nativen Anbie­tern. Die günstigsten Strompreise finden Sie in unserem Strompreisvergleich.

In der folgenden Tabel­le zeigen wir Ihnen, wie unter­schied­lich die Strom­kosten eines Beispiel­haus­halts in Berlin je nach Strom­verbrauch und Tarif aus­fallen können – berechnet jeweils im güns­tigsten Öko­strom-Tarif und dem güns­tigsten konven­tionel­len Strom­tarif ohne Einrech­nung von Boni des Anbie­ters. In der rechten Spalte sehen Sie einen Vergleich der jährlichen Stromkosten zwischen Öko- und konventionellen Strom.

Aktuelle Strompreise im Mai 2022 pro kWh für Haushalte in 10409 Berlin

Stromverbrauch im JahrStrompreis im günstigsten ÖkostromtarifStrompreis im günstigsten konventionellen TarifStromkosten pro Jahr
2.000 kWh39,04 Cent/kWh38,14 Cent/kWh780,80 € vs. 762,80 €
3.000 kWh36,96 Cent/kWh36,36 Cent/kWh1.108,80 € vs. 1.090,80 €
3.500 kWh36,37 Cent/kWh35,85 Cent/kWh1.272,80 € vs. 1.254,80 €
4.500 kWh35,67 Cent/kWh35,07 Cent/kWh1.605,30 € vs. 1.578,30 €
5.000 kWh35,40 Cent/kWh35,04 Cent/kWh1.769,80 € vs. 1.751,80 €

Quelle: Vergleich.de, Stand: 02.05.2022

Strompreis bricht Rekorde - das sind die Gründe!

Die Gründe für den starken Anstieg des Strompreises zum Jahreswechsel 2021/2022 waren vielfältig. Zum einen stiegen die CO2-Abgaben. Zum anderen herrscht auf dem Weltmarkt eine starke Nachfrage, da in vielen Ländern das wirtschaftliche Wachstum nach den Einbrüchen infolge der Corona-Pandemie wieder anspringt.

Hinzu kamen Probleme bei Frankreichs Atomreaktoren. Da wegen Wartungs­arbeiten mehrere Reaktoren ausfallen, muss Frankreich Strom in Deutschland und anderen europäischen Ländern einkaufen. Das erhöhte zusätzlich die sowieso schon hohe Nachfrage. Stromanbieter müssen deshalb extrem hohe Preise an den Strombörsen zahlen, die sie an die Verbraucher weitergeben. Infolge des Ukraine-Krieges sind die Strompreise weiter gestiegen.

Zum Artikel Energiekrise

Das bietet der Strompreisvergleich

Wir stellen Ihnen unseren Strom­rechner in Koopera­tion mit Verivox zur Ver­fügung. Das bietet er Ihnen:

  • unabhängige Anbieterauswahl
  • Vergleich von mehr als 20.000 Strom­tarifen
  • tagesaktuelle Tarife
  • Zuverlässigkeit und Transparenz
  • optionale Vorauswahl durch Such­filter­einstellungen
  • einfache Bedienung

Wie unterscheiden sich Stromkosten nach Haushaltsgröße?

Ein Faktor, der die Höhe der Strom­kosten bestimmt, ist die Anzahl der Personen im Haus­halt. Vier Personen ver­brau­chen mehr Strom als eine Person. Doch es kommt auch auf die Wohn­form an.

Wir zeigen Ihnen drei Beispiel­haus­halte vom Single-Haushalt bis zur Klein- und Zwei-Kind-Familie in verschie­denen Wohn­formen in der Mitte von Deutsch­land (53111 Bonn).

Strom Preisvergleich nach Haushaltsgröße

Personen im HaushaltWohnformStromverbrauchStrompreis / Jahr in einem günstigen Tarif
SingleWohnung1.500 kWh679,69 €
Eltern + 1 KindZweifamilienhaus3.500 kWh1.446,30 €
Eltern + 2 KinderEinfamilienhaus4.250 kWh1.727,30 €

Quelle: Strom­preis­vergleich, Ver­gleich.de mit empfohlenen Einstel­lungen ohne Bonus-Einrech­nung, Stand: 02.05.2022

Ratgeber zum Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Strompreisvergleich: Wie unterscheiden sich Stromkosten nach Tarif?

Die Strompreise fallen je nach Tarif verschieden hoch aus. Unter­nehmen verlangen vor allem in der Grund­versor­gung deutlich mehr als alter­native Strom­an­bieter auf dem freien Markt. Ein Strom­vergleich lohnt sich daher!

Der kWh-Preis für Strom sinkt in den verschie­denen Tarifen auch mit stei­gendem Ver­brauch. Daher ver­gleichen wir in der folgen­den Tabel­le die durch­schnitt­lichen Strom­preise pro kWh gestaffelt nach Jahres­verbrauch jeweils im Taif der Grundversorgung und im Tarif beim güns­tigsten konven­tionellen Anbie­ter:

Aktuelle Strompreise in Deutschland nach Tarif und Jahresverbrauch
Stromverbrauch im JahrStromkosten im Tarif der GrundversorgungStromkosten im Tarif des günstigsten Versorgers
1.500 kWh598 € / Jahr598 € / Jahr
2.500 kWh931 € / Jahr927 € / Jahr
3.500 kWh1.263 € / Jahr1.255 € / Jahr

Quelle: Vattenfall und Strompreis­vergleich, Vergleich.de mit empfoh­lenen Einstel­lungen ohne Bonus-Ein­rechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.05.2022

Strompreise im Öko-Tarif: Wie teuer ist der grüne Strom?

Die Strompreise von Öko­strom-Anbie­tern liegen mittler­weile nicht mehr zwingend höher als die vieler konventio­neller Anbie­ter und in der Regel deut­lich unter den Strom­kosten der Grund­versor­gung. Außerdem unter­stützen Sie mit einem solchen Tarif aktiv die Energie­wende. Denn Öko­strom ist Strom aus erneuer­baren Energie­quellen wie Wasser, Wind, Sonne oder Bio­masse.

Mit unserem Strom­preis­vergleich können Sie unterschied­lichen Strom­preise direkt verglei­chen. Dabei haben Sie die Möglich­keit, sich auch nur Öko­strom-Tarife mit Güte­siegel anzei­gen zu lassen. Mit dem Güte­siegel ist gewähr­leistet, dass der jeweilige Anbie­ter ausschließ­lich regene­rative Energie­quellen nutzt und es sich nicht um einen Mix aus alten und neuen Energie­quellen handelt.

Die Tabelle gibt Ihnen einen ersten Über­blick über mög­liche Mehr- oder Minder­kosten von Ökostrom-Anbie­tern im Ver­gleich mit dem Tarif der Grund­versor­gung. Ausge­wählt haben wir den güns­tigsten Öko-Tarif mit Güte­siegel (ohne Bonus).

Ökostrom vs. konventioneller Strom im Preisvergleich

Stromverbrauch im JahrStromkosten GrundversorgungGünstigster Ökostromtarif mit Gütesiegel
1.500 kWh598 € / Jahr617 € / Jahr
2.500 kWh931 € / Jahr945 € / Jahr
4.250 kWh1.513 € / Jahr1.523 € / Jahr

Quelle: Vattenfall und Strompreisvergleich, Vergleich.de mit empfohlenen Einstel­lungen ohne Bonus-Einrech­nung für 10409 Berlin, Stand: 02.05.2022

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Strompreise regional vergleichen: Was kostet Strom in meinem Bundesland?

Je nach Wohnort ist Ihr Strompreis höher oder niedriger. Der Hauptgrund dafür sind die regional unterschiedlich hohen Netz-Nutzungsentgelte. So zahlen Verbraucher im ländlichen Raum in der Regel mehr als Verbraucher in der Stadt.

Das liegt an unterschiedlich hohen Investitionen in den Netzausbau. Laut „Verivox“ trägt aber auch die Energiewende dazu bei. Wenn im Norden beispielsweise viel Windenergie erzeugt wird, muss der Netzbetreiber teure Stabilitätsmaßnahmen ergreifen. Diese fließen dort in den Strompreis.

Die Tabelle zeigt Ihnen, wie viel Strom wo kostet: Am teuersten ist der Strom demnach in Nordrhein-Westfalen, in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland. Am billigsten dagegen fahren die Kunden in Bremen.

Strompreise nach Bundesländern

 Strompreis im Tarif des lokalen AnbietersStrompreis im Tarif des günstigsten Anbieters
Baden-Württemberg38,71 Cent/kWh32,88 Cent/kWh
Bayern36,24 Cent/kWh32,24 Cent/kWh
Berlin36,06 Cent/kWh33,67 Cent/kWh
Brandenburg36,70 Cent/kWh35,44 Cent/kWh
Bremen29,66 Cent/kWh32,96 Cent/kWh
Hamburg37,10 Cent/kWh30,65 Cent/kWh
Hessen37,46 Cent/kWh33,54 Cent/kWh
Mecklenburg-Vorpommern43,27 Cent/kWh36,65 Cent/kWh
Niedersachsen33,46 Cent/kWh33,74 Cent/kWh
Nordrhein-Westfalen44,04 Cent/kWh34,05 Cent/kWh
Rheinland-Pfalz35,35 Cent/kWh34,26 Cent/kWh
Saarland36,33 Cent/kWh35,40 Cent/kWh
Sachsen41,96 Cent/kWh32,61 Cent/kWh
Sachsen-Anhalt34,11 Cent/kWh33,01 Cent/kWh
Schleswig-Holstein39,21 Cent/kWh38,41 Cent/kWh
Thüringen37,50 Cent/kWh32,44 Cent/kWh

Quelle: Stromauskunft.de, Stand Januar 2022

Es handelt sich bei den in der Tabelle genannten Preisen um eine Momentaufnahme, die einen Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern ermöglicht. Aktuelle Preise können auf Grund der schnellen Entwicklung am Markt davon abweichen.

Schock für Kunden: Viele tausend Verträge kurzfristig gekündigt

Mehrere Strom- und Gasanbieter kündigen seit einigen Wochen die Liefer­verträge mit ihren Kunden oder haben sogar Insolvenz angemeldet. Sie können bei den stark gestiegenen Einkaufspreisen zu den bisher günstigen Tarifen nicht weiter liefern. Kunden müssen sich aber keine Sorgen machen: Die Versorgung mit Strom und Gas übernimmt automatisch der Grund­versorger. Da diese oft sehr teuer sind, empfiehlt die Verbraucher­zentrale einen raschen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Dafür können Sie unseren Stromvergleich nutzen.

Warum sinken und steigen Strompreise?

Der Strompreis ist keine fixe Größe. Für die jährliche Preis­berechnung verant­wort­lich sind Staat, Netz­betreiber und Strom­anbieter, die ihrerseits Kosten haben, welche Schwan­kungen unter­liegen. Diese Kosten treiben den Strom­preis:

  • Kosten für Strom­beschaf­fung und Vertrieb (Versorger)
  • Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen (Staat)
  • Kosten für den Transport durch die Netze, Messung und Abrech­nung (Netzbetreiber)

Ent­sprechend der Dynamik dieser Kosten ändert sich am Ende auch der Strom­preis. Als zweiter Faktor tritt letztlich der Strom­markt hinzu: An der Leip­ziger Strom­börse schwankt der Preis pro kWh entsprech­end Ange­bot und Nach­frage. Im komplexen Zusammen­spiel all dieser Fakto­ren steigt und fällt am Ende auch Ihr Strom­preis.

Wie haben sich die Stromkosten in den vergangenen Jahren entwickelt?

Seit der Liberalisierung des Strom­marktes im Jahr 1998 sind die Strompreise in Deutsch­land um ca. 70 % gestie­gen. Vor 20 Jahren lag der Strom­preis pro kWh bei umge­rechnet 17,11 Cent. Aufgrund des Anbie­terwett­bewerbs fiel er bis zum Jahr 2000 auf 13,94 Cent und verteu­erte sich dann dras­tisch, denn damals führte die Bundes­regierung fünf verschie­dene neue Umla­gen zur Finan­zierung der Energie­wende ein.

Die Kosten für Steuern und Umla­gen sanken zuletzt zwar wieder. Dafür stiegen wie schon die Jahre davor die Kosten für Beschaf­fung und Vertrieb sowie die Ent­gelte zur Nutz­ung und den Aus­bau des Strom­netzes. In der Summe liegt der Strom­preis somit 2021 abermals 0,3 % höher als im vergan­genen Jahr.

Die fol­gende Tabelle zeigt Ihnen die Strom­preisent­wicklung der vergan­genen 20 Jahre bis heute.

Strompreisentwicklung in den vergangenen 20 Jahren

JahrStrompreis in kWh
200417,96 Cent/kWh
200619,46 Cent/kWh
200821,65 Cent/kWh
201023,69 Cent/kWh
201225,89 Cent/kWh
201429,14 Cent/kWh
201628,80 Cent/kWh
201829,42 Cent/kWh
202031,37 Cent/kWh
202132,16 Cent/kWh

Quelle: BDEW, Stand: Januar 2022

Strompreisentwicklung: Wie entwickelt sich der Strompreis 2022?

Die Prognose lautet leider: Die Strom­preise werden 2022 immer weiter steigen.

Gründe für den weiteren An­stieg sind haupt­sächlich erhöhte CO2-Abgaben für die Energie­wende, sowie gestie­gene Netz­gebühren und Beschaf­fungs­kosten. Damit ist der Preis für den Strom­einkauf an der Leip­ziger Strom­börse gemeint, den die Versor­ger selbst zahlen müssen. Laut Branchen­verband BDEW (Bund der Energie­wirt­schaft) stiegen die Beschaf­fungs­kosten in den vergan­genen 2 Jahren um mehr als die Hälfte.

Wechsel des Anbieters kann sich lohnen

Die Strompreise werden in Zukunft vermut­lich weiter steigen. In jedem Netz­gebiet konkurrie­ren jedoch laut Bundes­netz­agentur bis zu 112 Stroman­bieter. Nutzen Sie den Wett­bewerb mit Strom­preis­vergleichen und wechseln Sie jährlich den Anbie­ter. So können Sie den Strom­preis­anstieg teilweise ausgleichen.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strom­preis besteht aus mehre­ren Bau­steinen, die jeweils größe­ren oder klein­eren Anteil an der Preis­bildung haben. So machen nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Steuern, Umlagen und Abga­ben heute ca. 51 % des Strom­preises aus, Netz­entgelte ca. 24 % und die eigent­liche Strom­erzeu­gung und -beschaf­fung ca. 25 %. Der Ein­fluss der Stroman­bieter auf den Preis ist also relativ beschränkt.

Aus folgen­den Komponen­ten setzt sich der Strom­preis zusammen:

  • Stromsteuer: Sie besteuert seit 1999 den Energie­verbrauch und wird auch Energie­steuer genannt.
  • Umsatzsteuer: Strom wird in Deutsch­land mit 19 % Umsatz­steuer belegt.
  • Konzessions­abgabe: Kommunen erhalten regional unterschied­lich hohe Konzessions­abgaben dafür, dass ihre Straßen und Wege für den Betrieb von Strom­leitungen benutzt werden dürfen.
  • EEG-Umlage: Diese Umlage finanziert den Aus­bau und die Erzeu­gung von Strom aus Erneuer­baren Energien.
  • KWK-Umlage: Diese Umlage finanziert den Strom aus Kraft-Wärme-Koppelung (KWK), zum Beispiel aus Block­heiz­kraftwerken, die gleich­zeitig Strom und Wärme produ­zieren.
  • § 19 Umlage: Genauer heißt sie „§ 19 Abs. 2 StromNEV-Umlage“. Sie entlas­tet die Indus­trie bei den Netz­ent­gelten.
  • Offshore-Netzumlage: Die vormalige „Offshore-Haftungs­umlage“ finan­ziert die Kosten für die Netz­anbindung von Offshore-Wind­parks.
  • Erzeugung/ Vertrieb: Das sind die Kosten, die den Versor­gern entstehen, inklusive Strom­produktion, Services und Dienst­leistungen.
  • Netzentgelte, Messung, Abrechnung: Diese Kosten entstehen für den Trans­port des Stromes durch die Netze, deren Aus­bau und Unter­halt sowie Messungen und Abrechnungen durch die Netz­betreiber.

Wie sich diese Bausteine jeweils anteilsmäßig auf den Strom­preis im Ganzen aus­wirken, zeigt folgen­des Schaubild:

Infografik: So setzen sich die Strompreise zusammen

FAQ: Wichtige Fragen zum Strompreis 2022

Ihre wichtigsten Fragen zum Strompreis beantworten wir hier in Kurzform.

  • Wie berechnen sich die monatlichen Abschläge meines Stromanbieters?

    Die Abschlags­zahlungen orien­tieren sich jeweils am Strom­verbrauch im alten Verbrauchs­jahr. Sprich: Je nachdem wie hoch Ihr Ver­brauch im Vorjahr war, fallen die Ab­schläge für das kommende Vertrags­jahr nied­riger oder höher aus. Gibt es noch keinen Vor­jahres­verbrauch, zum Beispiel, weil Sie Ihr neuge­bautes Haus erst­mals bezie­hen, schätzt Ihr Versor­ger den Ver­brauch. Zu viel oder zu wenige bezahlte Ab­schläge werden am Ende des Vertrags­jahres verrech­net. Daher gibt es pro Jahr nur 11 Abschläge. Der „12. Ab­schlag“ ist die Jahres­end­rechnung.

  • Was ist ein Grundversorger?

    Grund­versorger sind meist die ört­lichen Stadt­werke. Vor der Deregu­lierung des Mark­tes 1998 hatten sie das Mono­pol auf die Strom­versor­gung. Heute sind die Strom­preise der Stadt­werke eher über­durch­schnitt­lich hoch, auch wenn sich unter den Tari­fen manch­mal positive Über­raschungen finden lassen. Wer keinen Vertrag bei einem anderen Strom­anbieter abschließt – zum Bei­spiel beim Ein­zug in ein neues Haus – fällt auto­matisch in die Grund­versorgung.

  • Was ist der sogenannte Arbeitspreis bei Strom?

    Der Arbeits­preis ist der reine Strom­preis. Er bezeichnet die Kosten für den Ver­brauch von 1 Kilowatt­stunde (kWh). Je nach Verbrauchs­menge fällt dieser Preis höher oder nied­riger aus. Daneben gibt es noch den Grund­preis, den Ihr Anbie­ter pauschal für den Strom­anschluss verlangt.

  • Was ist mit Discounter- oder Billigstrom gemeint?

    Spricht man von Discounter- oder Billig­strom, sind sehr günstige Strom­tarife gemeint, die den Fokus klar auf Niedrigst­preise setzen. Unter diesen Anbietern tummeln sich viele schwarze Schafe, deren verbraucher­feind­liche Strategien regel­mäßig die Gerichte beschäf­tigen. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie den Strom­anbieter wechseln.

  • Meine Stromrechnung ist plötzlich sehr hoch – warum?

    Wenn Ihre Strom­rechnung sprung­haft gestiegen ist, kommen mehrere Ur­sachen in Frage:

    1. Sie haben einen höheren Ver­brauch, eventuell durch neue oder defekte Geräte. Strom­klau kommen Sie auf die Schliche, indem Sie alle Sicher­ungen aus­schalten und beobach­ten, ob Ihr Zähler dennoch weiter­läuft.
    2. Es handelt sich um einen Abrechnungs­fehler. Checken Sie alle Rechnungs­details von der Zähler­nummer über die von Ihnen gemel­deten Zähler­stände.
    3. Ihr Anbie­ter hat die Preise erhöht. Dies darf er jedoch nur nach vorheriger Ankündi­gung! Dabei haben Sie immer ein Sonder­kündigungs­recht.
  • Habe ich ein Sonderkündigungsrecht bei einer Strompreiserhöhung?

    Ja, bei einer Preis­erhöhung durch den Versor­ger haben Sie ein Sonder­kündigungs­recht für Strom. Wir empfeh­len Ihnen in diesem Fall über einen Strom­preis­vergleich zu ermit­teln, ob Sie bei einem anderen Anbie­ter einen güns­tigeren Strom­preis bekommen und dann konse­quent zu wechseln.

    Gut zu wissen: Im Fall einer Strom­preis­erhöhung hat Ihr Anbie­ter die Pflicht, Sie auf die Möglich­keit der sofor­tigen Kündi­gung aufmer­ksam zu machen. Unter­lässt er den Hin­weis auf das Sonder­kündigungs­recht, gilt die Preiser­höhung als unwirksam!

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