Strompreise 2026 in Deutschland: Was kostet Strom aktuell?

Die Strom­preise sind auch 2026 von Schwankungen geprägt. Wir erklären, was 1 kWh Strom der­zeit kostet, welche Preis­entwicklungen sich ab­zeichnen, welche Einfluss­faktoren es gibt und warum Preise steigen oder fallen können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Ihre Strom­kosten einfach senken können.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der durch­schnittliche aktuelle Strom­preis für einen Neukunden­stromtarif liegt bei 22,7 Cent/kWh bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh). (Stand: 02.01.2026)
  • Die Strom­preise in Deutsch­land unter­scheiden sich sowohl regional als auch nach der Verbrauchs­menge und dem gewählten Tarif.
  • 2026 werden die Strom­preise voraus­sichtlich leicht sinken. Schwan­kungen sind aber durch Einfluss­faktoren wie bspw. Beschaffungs­kosten, Steuern, Abgaben, Netz­entgelte und globale Ereignisse möglich.
  • Ihre voraus­sichtlichen Strom­kosten können Sie mit der Formel „aktueller Strompreis pro kWh x Jahresverbrauch“ berechnen.
  • Mit einem Anbieter­wechsel können Sie oft deutlich sparen. Ein Tarif­vergleich zeigt schnell passende und günstige Angebote für Ihren Verbrauch und Ihren Wohn­ort.

Was kostet 1 kWh Strom derzeit?

Zuständige Redakteurin für die Bereiche Strom & Gas und DSL & Handy
Stand: 02.01.2026

Der aktuelle Strom­preis für Neu­kunden liegt laut Strom-Report bei 22,7 Cent/kWh bei einem Jahres­ver­brauch von 4.000 kWh (Stand: 02.01.2026). Damit zahlt ein Haus­halt im Jahr ca. 908 € an Strom­kosten. Hierbei handelt es sich um einen bundes­weiten Durch­schnittswert. Die Strom­preise in Deutsch­land unter­scheiden sich einer­seits sowohl regio­nal als auch nach der Verbrauchs­menge und hängen anderer­seits stark vom gewähl­ten Tarif ab. Die aktu­ellen Strom­preise für Ihren Wohn­ort finden Sie jeder­zeit in unserem Strom­preis­vergleich.

In der folgenden Tabel­le zeigen wir Ihnen, wie unter­schied­lich die Strom­kosten eines Beispiel­haushalts in Berlin je nach Strom­verbrauch und Tarif aus­fallen können – berechnet jeweils im güns­tigsten Öko­stromtarif und dem güns­tigsten konven­tionel­len Strom­tarif mit Einrech­nung von Boni des Anbie­ters. In der rechten Spalte sehen Sie einen Vergleich der jähr­lichen Strom­kosten zwischen Öko- und konven­tio­nellem Strom.

Aktuelle Strompreise im Januar 2026 pro kWh in 10409 Berlin

Stromverbrauch im Jahr

Strompreis im günstigsten Ökostromtarif

Strompreis im günstigsten konventionellen Tarif

Stromkosten pro Jahr

1.500 kWh

25,64 Cent/kWh

25,93 Cent/kWh

385 € vs. 389 €

2.000 kWh

24,84 Cent/kWh

23,64 Cent/kWh

497 € vs. 473 €

2.500 kWh

22,98 Cent/kWh

21,93 Cent/kWh

575 € vs. 548 €

3.000 kWh

23,81 Cent/kWh

22,93 Cent/kWh

714 € vs. 688 €

3.500 kWh

24,40 Cent/kWh

23,20 Cent/kWh

854 € vs. 812 €

4.000 kWh

24,85 Cent/kWh

23,63 Cent/kWh

994 € vs. 945 €

4.500 kWh

24,91 Cent/kWh

23,28 Cent/kWh

1.121 € vs. 1.048 €

5.000 kWh

25,63 Cent/kWh

24,35 Cent/kWh

 1.282 € vs. 1.218 €

6.000 kWh 26,31 Cent/kWh 24,25 Cent/kWh 1.579 € vs. 1.456 €

Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de, Stand: 02.01.2026

Für Ihren Wohn­ort können die aktuellen Strom­preise deutlich von den Durchschnitts­werten abweichen. Ursache dafür sind regionale Unterschiede, etwa:

  • die Netzent­gelte für Ihr Versorgungs­gebiet
  • von der Region abhängige Abgaben, z.B. Konzessions­abgaben
  • der lokalen Anbieter­wettbewerb
  • der Ausbau erneuer­barer Energien

Im Abschnitt „Was beeinflusst den Strom­preis?“ erklären wir die einzelnen Punkte im Detail.

Was kostet Strom aktuell in meinem Bundesland?

Die Strom­preise unterscheiden sich je nach Bundes­land deutlich. Der Haupt­grund dafür sind die regional unter­schied­lich hohen Netz­entgelte, die sich u. a. an der Bevölkerungs­dichte orientieren. Dadurch zahlen Ver­braucher bspw. im länd­lichen Raum in der Regel mehr als Ver­braucher in der Stadt, und auch im Osten sind die Netz­entgelte deshalb in der Regel höher als im Westen. Genauso spielen aber auch der Netz­ausbau und nötige Stabilisierungs­maßnahmen hierbei eine große Rolle, da die Netz­betreiber anfallende Kosten ebenfalls in den Strom­preis einfließen lassen.

Im 1. Halbjahr 2025 lag laut des Statistischen Bundesamtes der bundes­weite Durchschnitts­strompreis bei 39,92 Ct/kWh. Ein Muster­haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 3.500 kWh muss hierbei also mit Strom­kosten von rund 1.397 € rechnen. Dieser Durchschnitts­wert bietet Ihnen einen guten Vergleichs­maßstab, um die aktuellen Strom­preise in Ihrem Bundes­land einzu­ordnen.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie viel eine kWh Strom je Bundes­land kostet und welche Strom­kosten bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh anfallen. Grund­lage ist hierbei jeweils der Tarif des günstigsten Anbieters. Am teuersten ist der Strom demnach aktuell in Baden-Württemberg und in Hamburg. Am billigsten dagegen fahren die Kunden derzeit in Bremen und Bayern (Stand: Januar 2026).

Strompreis und Stromkosten aktuell nach Bundesländern

Bundesland

Strompreis im Tarif des günstigsten Anbieters

Stromkosten/Jahr

bei 3.500 kWh/Jahr

Baden-Württemberg

23,81 Cent pro kWh

833 €

Bayern

21,45 Cent pro kWh

751 €

Berlin

23,27 Cent pro kWh

814 €

Brandenburg

21,78 Cent pro kWh

762 €

Bremen

20,58 Cent pro kWh

720 €

Hamburg

26,60 Cent pro kWh

931 €

Hessen

22,23 Cent pro kWh

778 €

Mecklenburg-Vorpommern

21,68 Cent pro kWh

759 €

Niedersachsen

21,73 Cent pro kWh

761 €

Nordrhein-Westfalen

23,50 Cent pro kWh

823 €

Rheinland-Pfalz

23,47 Cent pro kWh

821 €

Saarland

23,34 Cent pro kWh

817 €

Sachsen

21,88 Cent pro kWh

766 €

Sachsen-Anhalt

21,95 Cent pro kWh

768 €

Schleswig-Holstein

22,89 Cent pro kWh

801 €

Thüringen

21,69 Cent pro kWh

759 €

Quelle: Stromauskunft.de und Stromvergleich auf Vergleich.de, Stand: 02.01.2026

Wichtig zu wissen: Es handelt sich bei den in der Tabelle genannten Preisen um eine Moment­auf­nahme, die einen einfachen Ver­gleich zwischen den einzelnen Bundes­ländern ermög­licht. Aktuelle Preise können auf Grund der schnellen Ent­wicklung am Markt abweichen.

Strom selbst produzieren als Alternative

Wer seinen Strom mit Photo­voltaik – z. B. mit einer PV-Anlage auf dem eigenen Dach – selbst her­stellt, umgeht die hohen Strom­preise. Unser PV-Rechner zeigt Preise und Anbieter in Ihrer Region. Mieter oder Eigen­tümer einer Wohnung können zu kleinen, kompakten Balkon­kraftwerken greifen. Diese werden von Start-ups wie z.B. Enpal* oder von bekannten Firmen wie Licht­blick, aber auch von tradi­tio­nellen Energie­unternehmen wie Vatten­fall angeboten.

Wie hat sich der Strompreis für Neukunden entwickelt?

Die Strom­preise für Neu­kunden haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Lag der durch­schnittliche Strom­preis bei einem Jahres­verbrauch von 4.000 kWh zu Jahres­beginn 2025 noch bei 28,26 Cent/kWh, zahlen Neu­kunden im Januar 2026 derzeit nur noch rund 22,7 Cent/kWh. Schaut man sich zudem die Preis­verlaufskurve an, wird deutlich, dass sich im Jahr 2025 die Neukunden­strompreise im Vergleich zu den Preis­sprüngen und -schwankungen zu Zeiten der Energie­krise stabilisiert haben. Zu deren Höhe­punkt im Jahr 2022 erreichten die Strom­preise Maximal­werte von 70 Ct/kWh.

Vergleicht man den aktuellen Strom­preis für Neu­kunden – 22,7 Cent/kWh (Stand: 02.01.2026) – mit dem durch­schnittlichen bundes­weiten Strom­preis fürs 1. Halbjahr 2025 – 39,92 Ct/kWh – wird ebenso deutlich, dass die Strom­preise derzeit vergleichs­weise niedrig sind. Wer also jetzt seinen Strom­tarif ver­gleicht und zu einem anderen Anbieter wechselt, kann sich durchaus güns­tige Tarife sichern. Unser Strom­ver­gleich hilft schnell und einfach dabei, ein passendes Angebot zu finden.

Wenn Sie nicht selbst die günstig­sten Strom­preise für Ihren Wohn­ort suchen wollen, unterstützt Wechsel­pilot Sie dabei. Das Unter­nehmen filtert das Ange­bot nach Ihren Vor­gaben und empfiehlt Ihnen den für Sie pas­senden Tarif­vertrag – und das in jedem Jahr aufs Neue.

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Warum sind die Strompreise für Neukunden so unterschiedlich?

Dass gerade bei Neukunden­tarifen die Strom­preise so stark schwanken, liegt vor allem daran, dass die Anbieter so schneller auf die aktuellen Beschaffungs­kosten, saisonale Einfluss­faktoren und Änderungen bei Steuern und Abgaben reagieren können, als bei Bestands­kunden­verträgen. Sinken die Preise, ist das meist auf gesunkene Beschaffungs­kosten und eine höhere Einspeisung von erneuer­baren Energien, z. B. über Wind- oder PV-Anlagen, zurückzuführen. Anders­herum lassen steigende Preise auf höhere Beschaffungs­kosten, geringe Einspeisungen (z. B. im Winter) oder andere Einfluss­faktoren wie geo­politische Ereignisse schließen.

Wie haben sich die Stromkosten historisch entwickelt?

Seit der Liberalisierung des Strom­marktes im Jahr 1998 sind die Strom­preise in Deutsch­land enorm gestie­gen. Damals lag der Strom­preis pro kWh bei umge­rechnet 17,11 Cent. Aufgrund des Anbie­terwett­bewerbs fiel er bis zum Jahr 2000 auf 13,94 Cent und verteu­erte sich dann dras­tisch, denn damals führte die Bundes­regierung fünf verschie­dene neue Umla­gen zur Finan­zierung der Energie­wende ein. 2012 lag der durchschnittliche Preis pro kWh schon bei 24,93 Cent.

Die fol­gende Grafik zeigt Ihnen die Strom­preisent­wicklung der vergan­genen 20 Jahre. Darge­stellt ist jeweils der durch­schnitt­liche Strom­preis pro Jahr für einen Haus­halt mit einem Jahres­verbrauch von 3.500 kWh.

Diagramm, das doe Strompreisentwicklung in den letzten 20 Jahren zeigt. Weitere Details finden Sie in der Bildbeschreibung unter der Grafik.
  • Ein Säulendiagramm zeigt die Ent­wicklung des Strom­preises in den ver­gangenen 20 Jahren auf Basis von Daten des BDEW. Zwischen 2004 und 2014 stieg der durch­schnitt­liche Strom­preis von rund 18 Cent pro Kilo­watt­stunde auf knapp unter 30 Cent pro Kilo­watt­stunde. In den Jahren bis 2021 gab es kleine Schwan­kungen nach oben und unten, der Strom­preis lag in dieser Zeit immer bei rund 30 Cent pro Kilo­watt­stunden. Im Jahr 2022 gab es einen deut­lichen Anstieg auf ca. 38 Cent pro Kilo­watt­stunde. 2023 erreichte der Strompreis seinen Höchst­wert mit rund 45 Cent pro Kilo­watt­stunde. Im Jahr 2024 sank der Strom­preis wieder auf 40 Cent pro Kilo­watt­stunde.

Besonders auffällig ist der starke Preis­anstieg der Energie­preise ab 2022. Grund dafür ist insbe­sondere der Krieg in der Ukraine, der für eine Ver­teue­rung von Gas und anderen Roh­stoffen gesorgt hat. Dadurch stiegen auch die Preise an den Strom­börsen, was wiederum zu teureren Beschaffungs­kosten für Energie­ver­sorger führte. Das Resultat: heftige Strom­preis­erhöhungen für Privat­ver­braucher.

Zwar konnten die steigenden Strom­kosten durch verschie­dene Maß­nahmen wie die Strom­preis­bremse oder die Ab­schaffung der EEG-Umlage zwischen Juli 2022 und Ende 2023 etwas abge­federt werden. Dennoch liegen die aktuellen Strom­preise 2026 nach wie vor über dem Niveau vor Beginn der Energiekrise.

Strompreis-Prognose: Wie entwickelt sich der Strompreis in Zukunft?

Die zukünftige Entwicklung der Strom­preise hängt von verschiedenen wirt­schaftlichen, politischen und energie­wirtschaftlichen Faktoren ab. Im Jahr 2025 ist der durch­schnittliche Strom­preis im Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Cent gesunken, berichtet der Energie­verband BDEW .

Dieser Trend wird sich laut aktueller Ein­schätzungen, u. a. vom Strom-Report, auch im Jahr 2026 weiter fortsetzen – und zwar sowohl für Neu- als auch für Bestands­kunden. Dennoch bleibt der Markt volatil, sodass kurz­fristige Ausschläge – etwa durch saisonale Effekte oder veränderte Beschaffungs­kosten – jederzeit möglich sind.

Ab Januar 2026 sollen die Netz­entgelte in zahl­reichen Regionen sinken und dies über die Strom­preise an Millionen Strom­kunden weiter­gegeben werden. Im Schnitt sollen die Netz­entgelte um 17,6 %, bzw. um­gerechnet ca. 1,95 Ct/kWh, sinken. Eine durch­schnittliche 4-köpfige Familie kann so pro Jahr bis zu 75 € sparen. Allerdings sinken die Netz­entgelte nicht in jedem Bundes­land gleich stark, sodass regionale Unterschiede weiterhin deutlich spürbar sein werden.

Ebenso haben die Großhandels­preise direkten Einfluss auf die Strom­preise. Für 2026 zeigen die Langzeit­trends ebenfalls leicht sinkende oder zumindest stabile Strom­preise. Gleich­zeitig gewinnt der Ausbau erneuer­barer Energien weiter an Bedeutung: Hohe Wind- und Solar­strom­erzeugung kann dämpfend auf die Preise wirken, während Phasen geringer Einspeisung zu Anstiegen führen können.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strom­preis setzt sich aus den folgenden Bestand­teilen zusammen:

  • Strom­beschaffung und Vertrieb
  • Netz­entgelte
  • Steuern, Abgaben und Umlagen

Den größten Anteil mit rund 40 % hat dabei die Strom­beschaffung. Die folgende Grafik ver­anschaulicht die durch­schnittliche Zusammen­setzung des Strom­preises bei einem Jahres­verbrauch von 3.500 kWh.

Diagramm, das zeigt, wie sich die Strompreise zusammensetzen. Weitere Details finden Sie in der Bildbeschreibung unter der Grafik.
  • So setzen sich die Strompreise zusammen
    Bestandteil Anteil Strompreis
    Strombeschaffung, Vertrieb 40,5 %
    Steuern, Abgaben und Umlagen 32 %
    Regulierte Netzentgelte inkl. Messung und Messstellenbetrieb 27,5 %

    Quelle: BDEW, Stand: März 2025

Der Strom­preis ist keine fixe Größe. Für die jähr­liche Preis­berechnung verant­wort­lich sind Staat, Netz­betreiber und Strom­anbieter. Diese tragen jeweils unter­schiedliche Kosten, die ihrer­seits Schwan­kungen unter­liegen. Ändern sich diese Kosten, verändert sich auch der Strom­preis.

Tatsächlich haben Strom­an­bieter nur auf die Kosten zur Strom­beschaffung und für den Ver­trieb Ein­fluss. Sie machen in der Regel rund die Hälfte des Strom­preises aus. Je nach Tarif fällt dieser Posten geringer aus und wird über güns­tigere Preise an die Ver­braucher weiter­gegeben – oder eben nicht. Letz­teres ist vor allem bei Grund­ver­sorgertarifen der Fall.

Was beeinflusst die Strompreise?

Die Strom­preise werden vor allem durch zwei Faktoren beeinflusst: den Netz­entgelten und den Beschaffungs­kosten der Energie­versorger. Dazu kommen weitere Punkte wie bspw. der lokale Anbieter­wettbewerb oder geo­politische Ereignisse, die Einfluss auf den aktuellen Strom­preis nehmen können. Im Folgenden erklären wir einzelne Faktoren noch einmal genauer.

  • Netz­entgelte werden für den Betrieb, die Instand­haltung und den Aus­bau der Strom­netze erhoben. Diese Gebühren unter­scheiden sich regional und können je nach Netz­struktur und Ausbau­bedarf deutlich variieren. Auch staatlich fest­gelegte Steuern, Abgaben und Umlagen – etwa die Strom­steuer, die Konzessions­abgabe oder die Umsatz­steuer – beeinflussen das Preis­niveau und machen einen großen Teil des Strom­preises aus.

    Die meisten Anbieter geben diese Kosten über den Strom­preis direkt an den Kunden weiter­. Steigen die Netz­entgelte, entstehen also Mehr­kosten für die Verbraucher. Sinken dagegen die Netz­entgelte, wie es bspw. für 2026 geplant ist, können Verbraucher von sinkenden Strom­preisen profitieren.

  • Die Beschaffungs­kosten haben einen wesentlichen Ein­fluss auf die Strom­preise. Sie richten sich nach den Preisen an den Großhandels­märkten, die wiederum stark von Gas- und Kohle­preisen, der Einspeise­menge erneuer­barer Energien sowie der all­gemeinen Markt­lage abhängen. Steigen die Börsen­preise, erhöht sich in der Regel auch der Endkunden­preis – insbesondere bei Neukunden­tarifen.

    An der Leip­ziger Strom­börse schwankt der Preis pro kWh entsprech­end Ange­bot und Nach­frage. Als Erstes wird dort der Strom der günstigsten Strom­produ­zenten – in der Regel Solar- und Wind­kraft­anlagen sowie Atom- und Braunkohle­kraftwerke – versteigert. Sind diese Mengen verkauft, wird der teurere Strom gehandelt. In vielen Fällen handelt es sich dabei um gasge­triebene Kraft­werke.

    Bei der endgültigen Preisfest­legung wird an der Börse ein Ver­fahren ange­wendet, das sich „Merit Order“ nennt. Demnach richtet sich der Preis, den die Strom­anbieter an die Strom­produ­zenten zahlen müssen, immer nach den Betriebs­kosten des letzten Kraft­werks, dessen Strom zur Deckung des Strom­bedarfs noch not­wendig ist. Das treibt wiederum den Preis für die Beschaffung in die Höhe. Diesen geben die Versorger an die Ver­braucher weiter – und das bedeutet stei­gende Preise für die Kunden.

  • Je mehr regionale Strom­anbieter es gibt, desto größer ist der Wett­bewerb. Dies kann sich auf die Strom­preise aus­wirken, da einige Anbieter günstigere Tarife anbieten, um mehr Kunden für sich zu gewinnen. Gibt es dagegen eher weniger Anbieter in einer Region, verlangen diese meist höhere Preise, weil bspw. Gebühren wie die Beschaffungs­kosten und Netz­entgelte auf weniger Kunden um­gelegt werden können.

  • Wie viel Sonnen- und Wind­energie ein­gespeist wird, beeinflusst ebenfalls die Strom­preise. Je größer die Menge an Strom- und Wind­energie ist, die ins Netz eingespeist wird, desto geringer sind die Preise an der Börse. Das schlägt sich in günstigeren Strom­preisen für die End­kunden nieder. In Zeiten geringer Ein­speisungen, etwa im Winter oder während der so­genannten Dunkel­flauten – also Zeiten mit wenig verwendbarer Sonnen- oder Windenergie –, können die Kosten dagegen steigen.

Wie unterscheiden sich die Stromkosten nach Tarif & Verbrauch?

Welche Strom­kosten für Sie anfallen, lässt sich nicht pauschal berechnen. Abhängig ist dies sowohl vom gewählten Tarif als auch dem Jahres­verbrauch. Im Folgenden erklären wir für verschiedene Szenarien, wie sich die Strom­preise und die damit verbunden Strom­kosten unterscheiden können.

Strompreisvergleich nach Haushaltsgröße

Mit welchen Strom­kosten Singles, Paare oder Familien rechnen müssen ist abhängig von mehreren Faktoren: dem Tarif, dem Jahres­verbrauch, der Wohn­form und der Haushalts­größe. Beim Tarif kommt es einerseits darauf an, ob Sie einen Grund­versorger­tarif nutzen, oder ob Sie einen alternativen Strom­vertrag abgeschlossen haben. Letztere sind oft günstiger als die Grund­versorgung.

Anderer­seits wirken sich der Arbeits- und der Grund­preis auf die Strom­kosten Ihres Haushalts aus. Dabei gilt: je höher der Strom­verbrauch, desto stärker wirkt sich ein günstiger Arbeits­preis aus. Umkehrt profitieren kleinere Single­haushalte oft von einem niedrigeren Grund­preis.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeits- und Grundpreis?

Der Arbeits­preis ist der reine Strom­preis. Er bezeich­net die Kosten für den Ver­brauch von 1 Kilowatt­stunde (kWh). Je nach Verbrauchs­menge fällt dieser Preis höher oder nied­riger aus.

Beim Grundpreis handelt es sich um einen festen Betrag, den Ihr Anbie­ter pauschal für den Strom­anschluss verlangt. Er wird monat­lich oder jähr­lich abge­rechnet und muss unab­hängig von der ver­brauchten Strom­menge gezahlt werden.

Neben dem Tarif spielen auch der Ver­brauch und die Wohn­form eine wichtige Rolle. Vier Personen in einem Ein­familien­haus ver­brauchen mehr Strom als ein spar­samer lebender Single in einer 1- oder 2-Zimmer-Wohnung. Weitere Informationen und zahl­reiche Rechen­beispiele und Durchschnitts­werte für verschiedene Haushalts­größen finden Sie in unserem Ratgeber Strom­verbrauch berechnen.

Die folgende Tabelle veran­schaulicht einige Beispiele zu aktuellen Strom­preisen nach Haushalts­größe in verschiedenen Wohn­formen sowie nach Tarif und Jahres­verbrauch. Alle Beispiele wurden für 10409 Berlin berechnet; mögliche Boni der Anbieter haben wir nicht mitein­gerechnet.

Strompreisvergleich nach Haushaltsgröße

Haushaltsgröße

Wohnform

Stromverbrauch

kWh-Preis im günstigsten Tarif

Stromkosten pro Jahr

1 Person

Wohnung

1.000 kWh

36,30 Cent/kWh

363 €

1 Person

Wohnung

1.500 kWh

33,88 Cent/kWh

508 €

2 Personen

Wohnung

2.500 kWh

31,86 Cent/kWh

797 €

2–3 Personen

Wohnung / Zweifamilienhaus

3.000 kWh

31,27 Cent/kWh

938 €

3–4 Personen

Zweifamilienhaus

3.500 kWh

30,51 Cent/kWh

1.068 €

4 Personen

Einfamilienhaus

4.000 kWh

30,03 Cent/kWh

1.201 €

Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026

Ratgeber zum Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Grundversorgung vs. Alternativer Stromtarif

Haben Sie noch keinen eigenen Strom­vertrag abgeschlossen oder keinen aktiven Anbieter­wechsel vor­genommen, beziehen Sie Ihren Strom über die Grund­versorgung. Dieser Tarif wird i. d. R. von den lokalen Stadt­werken angeboten und ist dank einer kurzen Kündigungs­frist von 2 Wochen flexibel kündbar.

Allerdings ist die Grund­versorgung in den meisten Fällen teurer als alternative Strom­tarife, da Preis­anpassungen oft schneller weiter­gegeben und die Tarife weniger wettbewerbs­orientiert kalkuliert werden. Alternative Strom­tarife bieten dagegen häufig günstigere Preise, Preis­garantien und teil­weise zusätzliche Vorteile wie Neukunden­boni, mit denen Sie beim Tarif­abschluss sparen können.

Die folgende Tabelle veran­schau­licht die unter­schied­lichen Kosten in der Grund­ver­sorgung im Ver­gleich mit dem Strom­preis des aktuell güns­tigsten Anbieters für ver­schie­dene Jahres­ver­brauchs­werte für 10409 Berlin, jeweils ohne Bonus-Ein­rechnung. Hierbei wird deutlich: Bei einem Wechsel des Stroman­bieters können Sie zwischen 200 und 700 € sparen!

Aktuelle Strompreise Grundversorgung vs. alternativer Stromtarif

Stromverbrauch pro Jahr

Strompreis Grund­versorgung

Strompreis günstigster Anbieter

Stromkosten pro JahrGrundversorgung vs. Tarif des günstigsten Anbieters

Ersparnis pro Jahr

1.000 kWh

58,31 Cent/kWh

36,30 Cent/kWh

583 vs. 363 €

220 €

1.500 kWh

53,67 Cent/kWh

33,88 Cent/kWh

805 vs. 508 €

297 €

2.000 kWh

51,35 Cent/kWh

32,74 Cent/kWh

1.027 € vs 655 €

372 €

2.500 kWh

49,95 Cent/kWh

31,86 Cent/kWh

1.249 € vs. 797 €

452 €

3.500 kWh

48,36 Cent/kWh

30,51 Cent/kWh

1.693 € vs. 1.068 €

625 €

4.000 kWh

47,87 Cent/kWh

30,03 Cent/kWh

1.915 € vs. 1.201 €

714 €

Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026

Klassischer Stromvertrag vs. Wärmepumpenstrom

Es gibt große Unter­schiede bei den Strom­preisen eines klassischen Strom­vertrags und eines Wärmepumpen­stromtarifs. Beim Einsatz einer Wärme­pumpe ist der Strom­bedarf zwar grund­sätzlich höher und auch saisonal stärker schwankend, da Wärme­pumpen insbesondere im Winter mehr Energie benötigen.

Dafür sind die Strom­tarife für eine Wärme­pumpe jedoch in der Regel deutlich günstiger: Der Preis liegt oft 5–10 Cent unter dem regulären Haushalts­stromtarif, ist aber abhängig vom Wohnort. Dennoch lohnt sich für Wärmepumpen­besitzer in der Regel ein spezieller Wärmepumpen­tarif, da er langfristig Strom­kosten spart. Passende Tarife finden Sie in unserem Heiz­strom Vergleich. Voraus­setzung hierfür ist ein zweiter Stromzähler.

Die folgende Tabelle zeigt für 10409 Berlin, mit welchen Strom­kosten Sie bei unter­schiedlichem Jahres­stromverbrauch jeweils im günstigsten konventionellen Tarif und im günstigsten Heiz­stromtarif rechnen können. Mögliche Boni haben wir nicht mitein­gerechnet.

Strompreis und Stromkosten Haushaltsstrom vs. Heizstrom

Stromverbrauch pro Jahr

Strompreis günstigster Haushalts­strom­tarif

Strompreis günstigster Heiz­stromtarif

Stromkosten pro Jahrgünstigster Haushalts­stromtarif vs. Heiz­stromtarif

Ersparnis pro Jahr

3.000 kWh

31,27 Ct/kWh

24,50 Ct/kWh

938 € vs. 735 €

203 €

4.000 kWh

30,03 Ct/kWh

23,27 Ct/kWh

1.201 € vs. 931 €

270 €

5.000 kWh

29,54 Ct/kWh

22,54 Ct/kWh

1.477 € vs. 1.127 €

350 €

6.000 kWh

29,15 Ct/kWh

22,05 Ct/kWh

1.749 € vs. 1.323 €

426 €

7.000 kWh

28,34 Ct/kWh

21,70 Ct/kWh

2.026 € vs. 1.519 €

507 €

Quelle: Stromvergleich und Heizstromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026

Konventionelle Stromtarife vs. Ökostrom-Tarife

Preislich liegen Ökostrom­angebote heute häufig auf einem ähnlichen Niveau wie konventionelle Tarife. Ein Umstieg auf Öko­strom ist daher ohne Mehr­kosten problem­los möglich. Unter­schiedliche Tarif­optionen wie Preis­garantien, Bonus­modelle oder flexible Vertrags­modelle gibt es ebenfalls in beiden Stromtarif­varianten, sodass Sie auch beim Ökostrom-Tarif keine Abstriche machen müssen. Außerdem unter­stützen Sie mit einem solchen Tarif aktiv die Energie­wende, denn Öko­strom ist Strom aus erneuer­baren Energie­quellen wie Wasser, Wind, Sonne oder Bio­masse.

Mit unserem Strom­preis­vergleich für Ökostrom haben Sie die Möglich­keit, sich nur Öko­strom-Tarife mit Güte­siegel anzei­gen zu lassen. Mit dem Güte­siegel ist gewähr­leistet, dass der jeweilige Anbie­ter ausschließ­lich regene­rative Energie­quellen nutzt und es sich nicht um einen Mix aus alten und neuen Energie­quellen handelt.

Die Tabelle gibt Ihnen einen ersten Über­blick über mögliche Strom­kosten bei Ökostrom-Anbie­tern im Ver­gleich mit dem Tarif der Grund­versor­gung sowie dem aktuell günstigsten konventionellen Tarif. Ausge­wählt haben wir dafür den güns­tigsten Öko-Tarif mit Güte­siegel (ohne Bonus) jeweils für 10409 Berlin.

Ökostrompreise im Vergleich

Stromverbrauch im Jahr

Strompreis Grund­versorgung

Strompreis günstigster alternativer Anbieter

Strompreis günstigster Ökostrom-Anbieter

Stromkosten pro Jahr Grundversorgung vs. günstigster Anbieter vs. günstigster Ökostrom-Anbieter

1.500 kWh

53,67 Cent/kWh

34,19 Cent/kWh

33,88 Cent/kWh

805 € vs.

513 € vs.

508 €

2.000 kWh

51,35 Cent/kWh

32,74 Cent/kWh

32,94 Cent/kWh

1.027 € vs.

655 € vs.

659 €

2.500 kWh

49,95 Cent/kWh

31,86 Cent/kWh

31,95 Cent/kWh

1.249 € vs.

797 € vs.

799 €

3.000 kWh

49,03 Cent/kWh

31,29 Cent/kWh

31,27 Cent/kWh

1.471 € vs.

939 € vs.

938 €

4.000 kWh

47,82 Cent/kWh

30,03 Cent/kWh

30,04 Cent/kWh

1.915 € vs.

1.201 € vs.

1.201 €

5.000 kWh 47,17 Cent/kWh 29,80 Cent/kWh 29,54 Cent/kWh

2.359 € vs.

1.490 € vs.

1.477 €

6.000 kWh 46,71 Cent/kWh 29,43 Cent/kWh 29,16 Cent/kWh

2.803 € vs.

1.766 € vs.

1.749 €

Quelle: Stromvergleich und Ökostrom Vergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026

Klassischer Stromtarif vs. Dynamische Stromtarife: Was ist der Unterschied?

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Strom­anbieter neben klassischen Strom­tarifen auch dynamische Strom­tarife anbieten. Klassische Strom­tarife zeichnen sich durch einen festen Arbeits­preis aus, der über einen längeren Zeit­raum stabil bleibt. Viele Anbieter bieten außerdem Preis­garantien an, die Strom­kunden vor kurz­fristigen Marktpreis­schwankungen schützen. Dadurch sind die monatlichen Kosten gut planbar – unabhängig davon, zu welcher Tages­zeit der Strom verbraucht wird.

Dynamische Strom­tarife basieren dagegen auf den viertel­stündlich wechselnden Börsen­strompreisen. Der Preis pro kWh kann somit täglich variieren und hängt stark von der aktuellen Einspeise­situation, der Nach­frage und der Großhandels­marktlage ab. Um solche Tarife nutzen zu können, ist daher ein Smart Meter erforderlich.

Empfehlens­wert sind dynamische Strom­tarife vor allem für Haus­halte, die ihren Verbrauch zeitlich flexibel steuern können, etwa wenn sie ein E-Auto oder eine Wärme­pumpe nutzen. Sie profitieren dann besonders von niedrigen Preisen in Zeiten hoher Wind- und Solar­stromp­roduktion.

Was ist ein Smart Meter?

Smart Meter sind intelligente Mess­systeme, die den Strom­verbrauch digital erfassen und täglich die Verbrauchs­daten an den Mess­stellen­betreiber übermitteln. Sie ersetzen den herkömmlichen analogen Strom­zähler, wodurch auch das jährliche Stromzähler­ablesen entfällt.

Seit Jahresbeginn 2025 sind Smart Meter für Haushalte mit einem Jahres­strom­verbrauch von über 6.000 kWh sowie für Betreiber von Photo­voltaik-Anlagen mit mehr als 7 kWp Pflicht. Bis 2032 sollen die meisten Strom­zähler durch Smart Meter ersetzt werden. So sieht es das 2023 verabschiedete „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energie­wende“ vor. Auch die jährliche Preis­obergrenze für intelligente Mess­systeme ist gesetzlich geregelt und liegt abhängig vom Strom­verbrauch zwischen 30 € und 140 €.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei klassischen und dynamischen Stromtarifen?

Sowohl klassische als auch dynamische Stromtarife haben jeweils Vor- und Nachteile. Beides haben wir hier einmal gegenübergestellt.

Klassischer Stromtarif

  • hohe Planungssicherheit
  • ohne technische Voraussetzungen nutzbar
  • Preissenkungen während der Preisgarantie kommen nicht automatisch beim Kunden an
  • weniger Flexibilität
  • Strompreise meist etwas höher

Dynamische Stromtarife

  • Stromverbrauch kann gezielt in Zeiten mit günstigeren Preisen gelegt werden
  • Kosten lassen sich gezielt beeinflussen
  • bessere Integration von erneuerbaren Energien: liefern Anreiz, Strom dann zu nutzen, wenn viel Wind- oder Solarstrom verfügbar ist
  • erfordern aktives Verbrauchsmanagement
  • Preisspitzen zu Zeiten hoher Nachfrage

Für wen eignet sich welche Tarifart?

Klassische Strom­tarife sind für nahezu alle Haushalte geeignet. Besonders empfehlens­wert sind sie jedoch für Haushalte mit einem konstanten Jahres­stromverbrauch, sowie für alle, die mit stabilen Strom­preisen länger­fristig planen wollen.

Dynamische Strom­tarife sind dagegen vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihren Strom­verbrauch konstant im Blick haben und flexibel anpassen möchten. Auch wenn Sie ein E-Auto zuhause laden möchten oder eine Wärme­pumpe betreiben, sind dynamische Strom­tarife empfehlens­wert, da sich der Betrieb solcher Geräte in Zeiten von niedrigen Strom­preisen verlegen lässt, etwa auf die Nacht­stunden.

Wie finde ich einen dynamischen Stromtarif?

In unserem Stromvergleich können Sie gezielt nach dynamischen Strom­tarifen suchen. Öffnen Sie dazu über die Schalt­fläche „Weitere Einstellungen“ das Filter­menü. Setzen Sie anschließend den Filter bei „Dynamische & Fixpreistarife“ auf „nur dynamische Tarife“. Nun werden Ihnen in der Angebots­liste nur Tarife angezeigt, die dieses Kriterium erfüllen. Genauso können Sie auch nur nach klassischen Strom­tarifen suchen. Wählen Sie hierbei einfach stattdessen „nur Fixpreistarife“ im Filter aus.

Stromanbieterwechsel: Wie profitiere ich von günstigen Strompreisen?

Wer in der Grund­versorgung oder einem teuren Alt-Strom­vertrag steckt, kann derzeit mit einem Strompreis­vergleich von günstigen Strom­preisen profitieren. Preis­garantien und Neukunden­boni geben ebenso Anreiz für den Anbieter­wechsel, da Sie einerseits Ihre Strom­kosten lang­fristig planen und andererseits zusätzlich sparen können.

Wie funktioniert der Stromanbieterwechsel?

Der Wechsel des Strom­anbieters ist mithilfe unseres Strom­vergleichs schnell und einfach erledigt. Folgen Sie einfach diesen Schritten:

  1. Angebote anhand des Wohnorts und des Jahres­verbrauchs ver­gleichen
  2. Passenden Strom­tarif wählen
  3. Vertrags­wechsel beauftragen

Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung bei Ihrem bisherigen Versorger, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen. Einzig wenn Sie ein Sonder­kündigungs­recht nutzen wollen – etwa bei einer Preis­erhöhung – müssen Sie den Strom­vertrag selbst kündigen. Und keine Sorge: Sie bleiben durch­gängig mit Strom versorgt, selbst wenn beim Vertrags­wechsel etwas schief­gehen sollte. In diesem Fall springt die Grund­versorgung ein, sodass Sie keinesfalls im Dunkeln sitzen.

Wie viel kann ich mit einem Wechsel des Stromanbieters sparen?

Derzeit sind die Strom­preise für Neukunden vergleichs­weise günstig. Der aktuelle Strom­preis für einen Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr für Neukunden­verträge liegt bei 22,7 Cent/kWh (Stand: 02.01.2026). Bestands­kunden zahlen dagegen laut Strom-Report derzeit im Schnitt 32,9 Ct/kWh (Stand: 02.01.2026); die Preise für die Grund­versorgung können sogar noch höher ausfallen.

Das bedeutet also, dass ein Muster­haushalt mit 4.000 kWh Jahres­strom­verbrauch in einem durch­schnittlichen Bestands­kundenvertrag rund 1.316 € zahlt. In einem durch­schnittlichen Neukunden­vertrag zahlt der gleiche Muster­haushalt dagegen derzeit nur 908 €. Er würde bei einem Wechsel also 408 € pro Jahr sparen!

Fazit: Die Strompreise im Blick zu behalten, lohnt sich!

Die Strom­preise bleiben auch 2026 von zahlreichen Einfluss­faktoren geprägt und entwickeln sich regional sowie tarif­abhängig sehr unterschiedlich. Besonders wichtig sind dabei die Entwicklungen an den Großhandels­märkten, regionale Netz­entgelte und die Ein­speisung erneuer­barer Energien.

Zukunfts­prognosen deuten zwar auf eine stabilisierte Entwicklung der Strom­preise hin, dennoch bleiben kurz­fristige Schwankungen möglich. Gerade Neukunden­tarife reagieren dabei schnell auf Markt­veränderungen und bieten daher häufig attraktive Konditionen. Daher lohnt sich ein regelmäßiger Tarif­vergleich, um Spar­potenziale aufzudecken und von günstigen Strom­preisen zu profitieren.

FAQ: Wichtige Fragen zum Strompreis 2026

  • Um Ihre Stromkosten zu berechnen, multi­pli­zieren Sie den aktu­ellen Strom­preis pro kWh mit Ihrem Jahres­verbrauch. Welche Strom­kosten aktuell auf Sie zukommen, hängt immer von Ihrem Strom­tarif und Ihrem Ver­brauch ab. Aber auch Ihr Wohnort beein­flusst den Preis pro kWh. Die grund­sätz­liche Strom­preis­berechnung erfolgt üblicher­weise jähr­lich von Ihrem Strom­anbieter und wird Ihnen per Jahres­abrech­nung mit­geteilt. Daraus ergibt sich dann die von Ihnen zu leistende monat­liche Abschlags­zahlung.

  • Die Strompreisbremse, mit der Haus­halte von den hohen Strom­preisen ent­lastet wurden, lief Ende 2023 aus. Die Bundes­regie­rung begründet das mit den aktu­ellen Preisen, die unterhalb des durch die Bremse garan­tierten Preis­niveaus liegen. Dadurch gebe es für Privat­personen und Unter­nehmen die Möglich­keit, von teuren in güns­tigere Tarife zu wechseln.

    Die Strom­preis­bremse wurde auch als Strom­preis­deckel bezeich­net. Der Bund über­nahm mit dieser Maß­nah­me einen An­teil der Kos­ten für Strom. Die Decke­lung der Strom­prei­se galt seit Janu­ar 2023, wurde mit Rück­sicht auf die Um­set­zung bei den Versor­gungs­unter­neh­men aber erst ab März 2023 aus­ge­zahlt. Die Finan­zie­rung der Strom­brem­se lief über den Wirt­schafts- und Sta­bili­sierungs­fonds (WSF). Das gleiche Ver­fah­ren wurde für Gas­preise mit der Gas­preis­bremse ein­ge­setzt.

    Die Strom­preis­bremse sollte ur­sprüng­lich bis April 2024 gelten. Wegen der ange­spannten Haus­halts­lage lief sie aber bereits zum Jahresende 2023 aus.

  • Der Strompreis be­trug nach Inkraft­tre­ten der Strom­preis­brem­se im Januar 2023 für einen Basis­ver­brauch nicht mehr als 40 Ct/kWh. Der Strom­an­bieter berech­nete das Kontin­gent von 80 % des Ver­brau­ches anhand des Vor­jahresverbrauchs. Das ge­schah auto­ma­tisch; Kunde mus­sten nichts unter­neh­men. Für die übri­gen 20 % mussten Ver­brau­cher den aktuell vom Anbie­ter gefor­der­ten regu­lä­ren Strom­preis bezah­len. So sollte der An­reiz zum Spa­ren beim Strom­ver­brauch für jeden Haus­halt erhal­ten blei­ben.

    Eine Extra­rege­lung gab es für Unter­neh­men, die mehr als 30.000 Kilo­watt­stun­den pro Jahr ver­brau­chen. In diesem Be­reich lag der Preis­deckel bei 13 Ct/kWh für 70 % des Ver­brau­ches.

  • Ja, an den europäischen Strom­börsen entstehen negative Strom­preise, wenn es ein Über­angebot an Strom gibt, z. B. wenn besonders viel Strom aus erneuer­baren Quel­len zur Ver­fügung steht und gleich­zeitig wenig ver­braucht wird. Das kommt an einigen Tagen im Jahr vor, etwa an Wochen­enden. In diesem Fall sinkt der Beschaffungs­preis für eini­ge Stunden unter null.

    Wer kann davon profi­tieren? Für die aller­meisten Ver­braucher sinkt dadurch der Strom­preis nicht, weil sie lang­fristige Verträge zu Fest­preisen mit ihrem Strom­anbieter einge­gangen sind. Nur bei einem dyna­mischen Strom­tarif ändert sich der Preis je nach Tages­zeit. Aller­dings besteht bei diesen Tarifen die Gefahr, dass die Preise auch steigen können und Ver­braucher dann mehr bezahlen müssen.

    Stromkunden können die Zeiten geringer Preise aber nutzen, um große Strom­verbrau­cher einzu­schalten und so z. B. beim Laden ihres E-Autos zu sparen. Voraus­setzung ist dafür der Einbau eines digitalen Strommess­gerätes und das Nutzen einer speziellen App des Stroman­bieters.

  • Spricht man von Discounter- oder Billig­strom, sind sehr günstige Strom­tarife gemeint, die den Fokus klar auf Niedrigst­preise setzen. Unter diesen Anbietern tummeln sich viele schwarze Schafe, deren verbraucher­feind­liche Strategien regel­mäßig die Gerichte beschäf­tigen. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie den Strom­anbieter wechseln.

  • Wenn Ihre Strom­rechnung sprung­haft gestiegen ist, kommen mehrere Ur­sachen in Frage:

    1. Sie haben einen höheren Ver­brauch, eventuell durch neue oder defekte Geräte. Strom­klau kommen Sie auf die Schliche, indem Sie alle Sicher­ungen aus­schalten und beobach­ten, ob Ihr Zähler dennoch weiter­läuft.
    2. Es handelt sich um einen Abrechnungs­fehler. Checken Sie alle Rechnungs­details von der Zähler­nummer über die von Ihnen gemel­deten Zähler­stände.
    3. Ihr Anbie­ter hat die Preise erhöht. Dies darf er jedoch nur nach vorheriger Ankündi­gung! Dabei haben Sie immer ein Sonder­kündigungs­recht.
  • Ja, bei einer Preis­erhöhung durch den Versor­ger haben Sie ein Sonder­kündigungs­recht für Strom. Wir empfeh­len Ihnen in diesem Fall, über einen Strom­preis­vergleich zu ermit­teln, ob Sie bei einem anderen Anbie­ter einen güns­tigeren Strom­preis bekommen, und dann konse­quent zu wechseln.

    Gut zu wissen: Im Fall einer Strom­preis­erhöhung hat Ihr Anbie­ter die Pflicht, Sie auf die Möglich­keit der sofor­tigen Kündi­gung aufmer­ksam zu machen. Unter­lässt er den Hin­weis auf das Sonder­kündigungs­recht, gilt die Preiser­höhung als unwirksam!

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