Das Wichtigste in Kürze
- Der durchschnittliche aktuelle Strompreis für einen Neukundenstromtarif liegt bei 22,7 Cent/kWh bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh). (Stand: 02.01.2026)
- Die Strompreise in Deutschland unterscheiden sich sowohl regional als auch nach der Verbrauchsmenge und dem gewählten Tarif.
- 2026 werden die Strompreise voraussichtlich leicht sinken. Schwankungen sind aber durch Einflussfaktoren wie bspw. Beschaffungskosten, Steuern, Abgaben, Netzentgelte und globale Ereignisse möglich.
- Ihre voraussichtlichen Stromkosten können Sie mit der Formel „aktueller Strompreis pro kWh x Jahresverbrauch“ berechnen.
- Mit einem Anbieterwechsel können Sie oft deutlich sparen. Ein Tarifvergleich zeigt schnell passende und günstige Angebote für Ihren Verbrauch und Ihren Wohnort.
Was kostet 1 kWh Strom derzeit?
Der aktuelle Strompreis für Neukunden liegt laut Strom-Report bei 22,7 Cent/kWh bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh (Stand: 02.01.2026). Damit zahlt ein Haushalt im Jahr ca. 908 € an Stromkosten. Hierbei handelt es sich um einen bundesweiten Durchschnittswert. Die Strompreise in Deutschland unterscheiden sich einerseits sowohl regional als auch nach der Verbrauchsmenge und hängen andererseits stark vom gewählten Tarif ab. Die aktuellen Strompreise für Ihren Wohnort finden Sie jederzeit in unserem Strompreisvergleich.
In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen, wie unterschiedlich die Stromkosten eines Beispielhaushalts in Berlin je nach Stromverbrauch und Tarif ausfallen können – berechnet jeweils im günstigsten Ökostromtarif und dem günstigsten konventionellen Stromtarif mit Einrechnung von Boni des Anbieters. In der rechten Spalte sehen Sie einen Vergleich der jährlichen Stromkosten zwischen Öko- und konventionellem Strom.
Aktuelle Strompreise im Januar 2026 pro kWh in 10409 Berlin
Stromverbrauch im Jahr | Strompreis im günstigsten Ökostromtarif | Strompreis im günstigsten konventionellen Tarif | Stromkosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
1.500 kWh | 25,64 Cent/kWh | 25,93 Cent/kWh | 385 € vs. 389 € |
2.000 kWh | 24,84 Cent/kWh | 23,64 Cent/kWh | 497 € vs. 473 € |
2.500 kWh | 22,98 Cent/kWh | 21,93 Cent/kWh | 575 € vs. 548 € |
3.000 kWh | 23,81 Cent/kWh | 22,93 Cent/kWh | 714 € vs. 688 € |
3.500 kWh | 24,40 Cent/kWh | 23,20 Cent/kWh | 854 € vs. 812 € |
4.000 kWh | 24,85 Cent/kWh | 23,63 Cent/kWh | 994 € vs. 945 € |
4.500 kWh | 24,91 Cent/kWh | 23,28 Cent/kWh | 1.121 € vs. 1.048 € |
5.000 kWh | 25,63 Cent/kWh | 24,35 Cent/kWh | 1.282 € vs. 1.218 € |
| 6.000 kWh | 26,31 Cent/kWh | 24,25 Cent/kWh | 1.579 € vs. 1.456 € |
Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de, Stand: 02.01.2026
Für Ihren Wohnort können die aktuellen Strompreise deutlich von den Durchschnittswerten abweichen. Ursache dafür sind regionale Unterschiede, etwa:
- die Netzentgelte für Ihr Versorgungsgebiet
- von der Region abhängige Abgaben, z.B. Konzessionsabgaben
- der lokalen Anbieterwettbewerb
- der Ausbau erneuerbarer Energien
Im Abschnitt „Was beeinflusst den Strompreis?“ erklären wir die einzelnen Punkte im Detail.
Was kostet Strom aktuell in meinem Bundesland?
Die Strompreise unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich. Der Hauptgrund dafür sind die regional unterschiedlich hohen Netzentgelte, die sich u. a. an der Bevölkerungsdichte orientieren. Dadurch zahlen Verbraucher bspw. im ländlichen Raum in der Regel mehr als Verbraucher in der Stadt, und auch im Osten sind die Netzentgelte deshalb in der Regel höher als im Westen. Genauso spielen aber auch der Netzausbau und nötige Stabilisierungsmaßnahmen hierbei eine große Rolle, da die Netzbetreiber anfallende Kosten ebenfalls in den Strompreis einfließen lassen.
Im 1. Halbjahr 2025 lag laut des Statistischen Bundesamtes der bundesweite Durchschnittsstrompreis bei 39,92 Ct/kWh. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh muss hierbei also mit Stromkosten von rund 1.397 € rechnen. Dieser Durchschnittswert bietet Ihnen einen guten Vergleichsmaßstab, um die aktuellen Strompreise in Ihrem Bundesland einzuordnen.
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie viel eine kWh Strom je Bundesland kostet und welche Stromkosten bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh anfallen. Grundlage ist hierbei jeweils der Tarif des günstigsten Anbieters. Am teuersten ist der Strom demnach aktuell in Baden-Württemberg und in Hamburg. Am billigsten dagegen fahren die Kunden derzeit in Bremen und Bayern (Stand: Januar 2026).
Strompreis und Stromkosten aktuell nach Bundesländern
Bundesland | Strompreis im Tarif des günstigsten Anbieters | Stromkosten/Jahr bei 3.500 kWh/Jahr |
|---|---|---|
Baden-Württemberg | 23,81 Cent pro kWh | 833 € |
Bayern | 21,45 Cent pro kWh | 751 € |
Berlin | 23,27 Cent pro kWh | 814 € |
Brandenburg | 21,78 Cent pro kWh | 762 € |
Bremen | 20,58 Cent pro kWh | 720 € |
Hamburg | 26,60 Cent pro kWh | 931 € |
Hessen | 22,23 Cent pro kWh | 778 € |
Mecklenburg-Vorpommern | 21,68 Cent pro kWh | 759 € |
Niedersachsen | 21,73 Cent pro kWh | 761 € |
Nordrhein-Westfalen | 23,50 Cent pro kWh | 823 € |
Rheinland-Pfalz | 23,47 Cent pro kWh | 821 € |
Saarland | 23,34 Cent pro kWh | 817 € |
Sachsen | 21,88 Cent pro kWh | 766 € |
Sachsen-Anhalt | 21,95 Cent pro kWh | 768 € |
Schleswig-Holstein | 22,89 Cent pro kWh | 801 € |
Thüringen | 21,69 Cent pro kWh | 759 € |
Quelle: Stromauskunft.de und Stromvergleich auf Vergleich.de, Stand: 02.01.2026
Wichtig zu wissen: Es handelt sich bei den in der Tabelle genannten Preisen um eine Momentaufnahme, die einen einfachen Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern ermöglicht. Aktuelle Preise können auf Grund der schnellen Entwicklung am Markt abweichen.
Wer seinen Strom mit Photovoltaik – z. B. mit einer PV-Anlage auf dem eigenen Dach – selbst herstellt, umgeht die hohen Strompreise. Unser PV-Rechner zeigt Preise und Anbieter in Ihrer Region. Mieter oder Eigentümer einer Wohnung können zu kleinen, kompakten Balkonkraftwerken greifen. Diese werden von Start-ups wie z.B. Enpal* oder von bekannten Firmen wie Lichtblick, aber auch von traditionellen Energieunternehmen wie Vattenfall angeboten.
Wie hat sich der Strompreis für Neukunden entwickelt?
Die Strompreise für Neukunden haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Lag der durchschnittliche Strompreis bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh zu Jahresbeginn 2025 noch bei 28,26 Cent/kWh, zahlen Neukunden im Januar 2026 derzeit nur noch rund 22,7 Cent/kWh. Schaut man sich zudem die Preisverlaufskurve an, wird deutlich, dass sich im Jahr 2025 die Neukundenstrompreise im Vergleich zu den Preissprüngen und -schwankungen zu Zeiten der Energiekrise stabilisiert haben. Zu deren Höhepunkt im Jahr 2022 erreichten die Strompreise Maximalwerte von 70 Ct/kWh.
Vergleicht man den aktuellen Strompreis für Neukunden – 22,7 Cent/kWh (Stand: 02.01.2026) – mit dem durchschnittlichen bundesweiten Strompreis fürs 1. Halbjahr 2025 – 39,92 Ct/kWh – wird ebenso deutlich, dass die Strompreise derzeit vergleichsweise niedrig sind. Wer also jetzt seinen Stromtarif vergleicht und zu einem anderen Anbieter wechselt, kann sich durchaus günstige Tarife sichern. Unser Stromvergleich hilft schnell und einfach dabei, ein passendes Angebot zu finden.
Wenn Sie nicht selbst die günstigsten Strompreise für Ihren Wohnort suchen wollen, unterstützt Wechselpilot Sie dabei. Das Unternehmen filtert das Angebot nach Ihren Vorgaben und empfiehlt Ihnen den für Sie passenden Tarifvertrag – und das in jedem Jahr aufs Neue.
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Warum sind die Strompreise für Neukunden so unterschiedlich?
Dass gerade bei Neukundentarifen die Strompreise so stark schwanken, liegt vor allem daran, dass die Anbieter so schneller auf die aktuellen Beschaffungskosten, saisonale Einflussfaktoren und Änderungen bei Steuern und Abgaben reagieren können, als bei Bestandskundenverträgen. Sinken die Preise, ist das meist auf gesunkene Beschaffungskosten und eine höhere Einspeisung von erneuerbaren Energien, z. B. über Wind- oder PV-Anlagen, zurückzuführen. Andersherum lassen steigende Preise auf höhere Beschaffungskosten, geringe Einspeisungen (z. B. im Winter) oder andere Einflussfaktoren wie geopolitische Ereignisse schließen.
Wie haben sich die Stromkosten historisch entwickelt?
Seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 sind die Strompreise in Deutschland enorm gestiegen. Damals lag der Strompreis pro kWh bei umgerechnet 17,11 Cent. Aufgrund des Anbieterwettbewerbs fiel er bis zum Jahr 2000 auf 13,94 Cent und verteuerte sich dann drastisch, denn damals führte die Bundesregierung fünf verschiedene neue Umlagen zur Finanzierung der Energiewende ein. 2012 lag der durchschnittliche Preis pro kWh schon bei 24,93 Cent.
Die folgende Grafik zeigt Ihnen die Strompreisentwicklung der vergangenen 20 Jahre. Dargestellt ist jeweils der durchschnittliche Strompreis pro Jahr für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh.

Ein Säulendiagramm zeigt die Entwicklung des Strompreises in den vergangenen 20 Jahren auf Basis von Daten des BDEW. Zwischen 2004 und 2014 stieg der durchschnittliche Strompreis von rund 18 Cent pro Kilowattstunde auf knapp unter 30 Cent pro Kilowattstunde. In den Jahren bis 2021 gab es kleine Schwankungen nach oben und unten, der Strompreis lag in dieser Zeit immer bei rund 30 Cent pro Kilowattstunden. Im Jahr 2022 gab es einen deutlichen Anstieg auf ca. 38 Cent pro Kilowattstunde. 2023 erreichte der Strompreis seinen Höchstwert mit rund 45 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2024 sank der Strompreis wieder auf 40 Cent pro Kilowattstunde.
Besonders auffällig ist der starke Preisanstieg der Energiepreise ab 2022. Grund dafür ist insbesondere der Krieg in der Ukraine, der für eine Verteuerung von Gas und anderen Rohstoffen gesorgt hat. Dadurch stiegen auch die Preise an den Strombörsen, was wiederum zu teureren Beschaffungskosten für Energieversorger führte. Das Resultat: heftige Strompreiserhöhungen für Privatverbraucher.
Zwar konnten die steigenden Stromkosten durch verschiedene Maßnahmen wie die Strompreisbremse oder die Abschaffung der EEG-Umlage zwischen Juli 2022 und Ende 2023 etwas abgefedert werden. Dennoch liegen die aktuellen Strompreise 2026 nach wie vor über dem Niveau vor Beginn der Energiekrise.
Strompreis-Prognose: Wie entwickelt sich der Strompreis in Zukunft?
Die zukünftige Entwicklung der Strompreise hängt von verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und energiewirtschaftlichen Faktoren ab. Im Jahr 2025 ist der durchschnittliche Strompreis im Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Cent gesunken, berichtet der Energieverband BDEW .
Dieser Trend wird sich laut aktueller Einschätzungen, u. a. vom Strom-Report, auch im Jahr 2026 weiter fortsetzen – und zwar sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden. Dennoch bleibt der Markt volatil, sodass kurzfristige Ausschläge – etwa durch saisonale Effekte oder veränderte Beschaffungskosten – jederzeit möglich sind.
Ab Januar 2026 sollen die Netzentgelte in zahlreichen Regionen sinken und dies über die Strompreise an Millionen Stromkunden weitergegeben werden. Im Schnitt sollen die Netzentgelte um 17,6 %, bzw. umgerechnet ca. 1,95 Ct/kWh, sinken. Eine durchschnittliche 4-köpfige Familie kann so pro Jahr bis zu 75 € sparen. Allerdings sinken die Netzentgelte nicht in jedem Bundesland gleich stark, sodass regionale Unterschiede weiterhin deutlich spürbar sein werden.
Ebenso haben die Großhandelspreise direkten Einfluss auf die Strompreise. Für 2026 zeigen die Langzeittrends ebenfalls leicht sinkende oder zumindest stabile Strompreise. Gleichzeitig gewinnt der Ausbau erneuerbarer Energien weiter an Bedeutung: Hohe Wind- und Solarstromerzeugung kann dämpfend auf die Preise wirken, während Phasen geringer Einspeisung zu Anstiegen führen können.
Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Der Strompreis setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
- Strombeschaffung und Vertrieb
- Netzentgelte
- Steuern, Abgaben und Umlagen
Den größten Anteil mit rund 40 % hat dabei die Strombeschaffung. Die folgende Grafik veranschaulicht die durchschnittliche Zusammensetzung des Strompreises bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh.

- So setzen sich die Strompreise zusammen
Bestandteil Anteil Strompreis Strombeschaffung, Vertrieb 40,5 % Steuern, Abgaben und Umlagen 32 % Regulierte Netzentgelte inkl. Messung und Messstellenbetrieb 27,5 % Quelle: BDEW, Stand: März 2025
Der Strompreis ist keine fixe Größe. Für die jährliche Preisberechnung verantwortlich sind Staat, Netzbetreiber und Stromanbieter. Diese tragen jeweils unterschiedliche Kosten, die ihrerseits Schwankungen unterliegen. Ändern sich diese Kosten, verändert sich auch der Strompreis.
Tatsächlich haben Stromanbieter nur auf die Kosten zur Strombeschaffung und für den Vertrieb Einfluss. Sie machen in der Regel rund die Hälfte des Strompreises aus. Je nach Tarif fällt dieser Posten geringer aus und wird über günstigere Preise an die Verbraucher weitergegeben – oder eben nicht. Letzteres ist vor allem bei Grundversorgertarifen der Fall.
Was beeinflusst die Strompreise?
Die Strompreise werden vor allem durch zwei Faktoren beeinflusst: den Netzentgelten und den Beschaffungskosten der Energieversorger. Dazu kommen weitere Punkte wie bspw. der lokale Anbieterwettbewerb oder geopolitische Ereignisse, die Einfluss auf den aktuellen Strompreis nehmen können. Im Folgenden erklären wir einzelne Faktoren noch einmal genauer.
Netzentgelte werden für den Betrieb, die Instandhaltung und den Ausbau der Stromnetze erhoben. Diese Gebühren unterscheiden sich regional und können je nach Netzstruktur und Ausbaubedarf deutlich variieren. Auch staatlich festgelegte Steuern, Abgaben und Umlagen – etwa die Stromsteuer, die Konzessionsabgabe oder die Umsatzsteuer – beeinflussen das Preisniveau und machen einen großen Teil des Strompreises aus.
Die meisten Anbieter geben diese Kosten über den Strompreis direkt an den Kunden weiter. Steigen die Netzentgelte, entstehen also Mehrkosten für die Verbraucher. Sinken dagegen die Netzentgelte, wie es bspw. für 2026 geplant ist, können Verbraucher von sinkenden Strompreisen profitieren.
Die Beschaffungskosten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Strompreise. Sie richten sich nach den Preisen an den Großhandelsmärkten, die wiederum stark von Gas- und Kohlepreisen, der Einspeisemenge erneuerbarer Energien sowie der allgemeinen Marktlage abhängen. Steigen die Börsenpreise, erhöht sich in der Regel auch der Endkundenpreis – insbesondere bei Neukundentarifen.
An der Leipziger Strombörse schwankt der Preis pro kWh entsprechend Angebot und Nachfrage. Als Erstes wird dort der Strom der günstigsten Stromproduzenten – in der Regel Solar- und Windkraftanlagen sowie Atom- und Braunkohlekraftwerke – versteigert. Sind diese Mengen verkauft, wird der teurere Strom gehandelt. In vielen Fällen handelt es sich dabei um gasgetriebene Kraftwerke.
Bei der endgültigen Preisfestlegung wird an der Börse ein Verfahren angewendet, das sich „Merit Order“ nennt. Demnach richtet sich der Preis, den die Stromanbieter an die Stromproduzenten zahlen müssen, immer nach den Betriebskosten des letzten Kraftwerks, dessen Strom zur Deckung des Strombedarfs noch notwendig ist. Das treibt wiederum den Preis für die Beschaffung in die Höhe. Diesen geben die Versorger an die Verbraucher weiter – und das bedeutet steigende Preise für die Kunden.
Je mehr regionale Stromanbieter es gibt, desto größer ist der Wettbewerb. Dies kann sich auf die Strompreise auswirken, da einige Anbieter günstigere Tarife anbieten, um mehr Kunden für sich zu gewinnen. Gibt es dagegen eher weniger Anbieter in einer Region, verlangen diese meist höhere Preise, weil bspw. Gebühren wie die Beschaffungskosten und Netzentgelte auf weniger Kunden umgelegt werden können.
Wie viel Sonnen- und Windenergie eingespeist wird, beeinflusst ebenfalls die Strompreise. Je größer die Menge an Strom- und Windenergie ist, die ins Netz eingespeist wird, desto geringer sind die Preise an der Börse. Das schlägt sich in günstigeren Strompreisen für die Endkunden nieder. In Zeiten geringer Einspeisungen, etwa im Winter oder während der sogenannten Dunkelflauten – also Zeiten mit wenig verwendbarer Sonnen- oder Windenergie –, können die Kosten dagegen steigen.
Wie unterscheiden sich die Stromkosten nach Tarif & Verbrauch?
Welche Stromkosten für Sie anfallen, lässt sich nicht pauschal berechnen. Abhängig ist dies sowohl vom gewählten Tarif als auch dem Jahresverbrauch. Im Folgenden erklären wir für verschiedene Szenarien, wie sich die Strompreise und die damit verbunden Stromkosten unterscheiden können.
Strompreisvergleich nach Haushaltsgröße
Mit welchen Stromkosten Singles, Paare oder Familien rechnen müssen ist abhängig von mehreren Faktoren: dem Tarif, dem Jahresverbrauch, der Wohnform und der Haushaltsgröße. Beim Tarif kommt es einerseits darauf an, ob Sie einen Grundversorgertarif nutzen, oder ob Sie einen alternativen Stromvertrag abgeschlossen haben. Letztere sind oft günstiger als die Grundversorgung.
Andererseits wirken sich der Arbeits- und der Grundpreis auf die Stromkosten Ihres Haushalts aus. Dabei gilt: je höher der Stromverbrauch, desto stärker wirkt sich ein günstiger Arbeitspreis aus. Umkehrt profitieren kleinere Singlehaushalte oft von einem niedrigeren Grundpreis.
Der Arbeitspreis ist der reine Strompreis. Er bezeichnet die Kosten für den Verbrauch von 1 Kilowattstunde (kWh). Je nach Verbrauchsmenge fällt dieser Preis höher oder niedriger aus.
Beim Grundpreis handelt es sich um einen festen Betrag, den Ihr Anbieter pauschal für den Stromanschluss verlangt. Er wird monatlich oder jährlich abgerechnet und muss unabhängig von der verbrauchten Strommenge gezahlt werden.
Neben dem Tarif spielen auch der Verbrauch und die Wohnform eine wichtige Rolle. Vier Personen in einem Einfamilienhaus verbrauchen mehr Strom als ein sparsamer lebender Single in einer 1- oder 2-Zimmer-Wohnung. Weitere Informationen und zahlreiche Rechenbeispiele und Durchschnittswerte für verschiedene Haushaltsgrößen finden Sie in unserem Ratgeber Stromverbrauch berechnen.
Die folgende Tabelle veranschaulicht einige Beispiele zu aktuellen Strompreisen nach Haushaltsgröße in verschiedenen Wohnformen sowie nach Tarif und Jahresverbrauch. Alle Beispiele wurden für 10409 Berlin berechnet; mögliche Boni der Anbieter haben wir nicht miteingerechnet.
Strompreisvergleich nach Haushaltsgröße
Haushaltsgröße | Wohnform | Stromverbrauch | kWh-Preis im günstigsten Tarif | Stromkosten pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
1 Person | Wohnung | 1.000 kWh | 36,30 Cent/kWh | 363 € |
1 Person | Wohnung | 1.500 kWh | 33,88 Cent/kWh | 508 € |
2 Personen | Wohnung | 2.500 kWh | 31,86 Cent/kWh | 797 € |
2–3 Personen | Wohnung / Zweifamilienhaus | 3.000 kWh | 31,27 Cent/kWh | 938 € |
3–4 Personen | Zweifamilienhaus | 3.500 kWh | 30,51 Cent/kWh | 1.068 € |
4 Personen | Einfamilienhaus | 4.000 kWh | 30,03 Cent/kWh | 1.201 € |
Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026
Grundversorgung vs. Alternativer Stromtarif
Haben Sie noch keinen eigenen Stromvertrag abgeschlossen oder keinen aktiven Anbieterwechsel vorgenommen, beziehen Sie Ihren Strom über die Grundversorgung. Dieser Tarif wird i. d. R. von den lokalen Stadtwerken angeboten und ist dank einer kurzen Kündigungsfrist von 2 Wochen flexibel kündbar.
Allerdings ist die Grundversorgung in den meisten Fällen teurer als alternative Stromtarife, da Preisanpassungen oft schneller weitergegeben und die Tarife weniger wettbewerbsorientiert kalkuliert werden. Alternative Stromtarife bieten dagegen häufig günstigere Preise, Preisgarantien und teilweise zusätzliche Vorteile wie Neukundenboni, mit denen Sie beim Tarifabschluss sparen können.
Die folgende Tabelle veranschaulicht die unterschiedlichen Kosten in der Grundversorgung im Vergleich mit dem Strompreis des aktuell günstigsten Anbieters für verschiedene Jahresverbrauchswerte für 10409 Berlin, jeweils ohne Bonus-Einrechnung. Hierbei wird deutlich: Bei einem Wechsel des Stromanbieters können Sie zwischen 200 und 700 € sparen!
Stromverbrauch pro Jahr | Strompreis Grundversorgung | Strompreis günstigster Anbieter | Stromkosten pro JahrGrundversorgung vs. Tarif des günstigsten Anbieters | Ersparnis pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
1.000 kWh | 58,31 Cent/kWh | 36,30 Cent/kWh | 583 vs. 363 € | 220 € |
1.500 kWh | 53,67 Cent/kWh | 33,88 Cent/kWh | 805 vs. 508 € | 297 € |
2.000 kWh | 51,35 Cent/kWh | 32,74 Cent/kWh | 1.027 € vs 655 € | 372 € |
2.500 kWh | 49,95 Cent/kWh | 31,86 Cent/kWh | 1.249 € vs. 797 € | 452 € |
3.500 kWh | 48,36 Cent/kWh | 30,51 Cent/kWh | 1.693 € vs. 1.068 € | 625 € |
4.000 kWh | 47,87 Cent/kWh | 30,03 Cent/kWh | 1.915 € vs. 1.201 € | 714 € |
Quelle: Stromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026
Klassischer Stromvertrag vs. Wärmepumpenstrom
Es gibt große Unterschiede bei den Strompreisen eines klassischen Stromvertrags und eines Wärmepumpenstromtarifs. Beim Einsatz einer Wärmepumpe ist der Strombedarf zwar grundsätzlich höher und auch saisonal stärker schwankend, da Wärmepumpen insbesondere im Winter mehr Energie benötigen.
Dafür sind die Stromtarife für eine Wärmepumpe jedoch in der Regel deutlich günstiger: Der Preis liegt oft 5–10 Cent unter dem regulären Haushaltsstromtarif, ist aber abhängig vom Wohnort. Dennoch lohnt sich für Wärmepumpenbesitzer in der Regel ein spezieller Wärmepumpentarif, da er langfristig Stromkosten spart. Passende Tarife finden Sie in unserem Heizstrom Vergleich. Voraussetzung hierfür ist ein zweiter Stromzähler.
Die folgende Tabelle zeigt für 10409 Berlin, mit welchen Stromkosten Sie bei unterschiedlichem Jahresstromverbrauch jeweils im günstigsten konventionellen Tarif und im günstigsten Heizstromtarif rechnen können. Mögliche Boni haben wir nicht miteingerechnet.
Strompreis und Stromkosten Haushaltsstrom vs. Heizstrom
Stromverbrauch pro Jahr | Strompreis günstigster Haushaltsstromtarif | Strompreis günstigster Heizstromtarif | Stromkosten pro Jahrgünstigster Haushaltsstromtarif vs. Heizstromtarif | Ersparnis pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
3.000 kWh | 31,27 Ct/kWh | 24,50 Ct/kWh | 938 € vs. 735 € | 203 € |
4.000 kWh | 30,03 Ct/kWh | 23,27 Ct/kWh | 1.201 € vs. 931 € | 270 € |
5.000 kWh | 29,54 Ct/kWh | 22,54 Ct/kWh | 1.477 € vs. 1.127 € | 350 € |
6.000 kWh | 29,15 Ct/kWh | 22,05 Ct/kWh | 1.749 € vs. 1.323 € | 426 € |
7.000 kWh | 28,34 Ct/kWh | 21,70 Ct/kWh | 2.026 € vs. 1.519 € | 507 € |
Quelle: Stromvergleich und Heizstromvergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026
Konventionelle Stromtarife vs. Ökostrom-Tarife
Preislich liegen Ökostromangebote heute häufig auf einem ähnlichen Niveau wie konventionelle Tarife. Ein Umstieg auf Ökostrom ist daher ohne Mehrkosten problemlos möglich. Unterschiedliche Tarifoptionen wie Preisgarantien, Bonusmodelle oder flexible Vertragsmodelle gibt es ebenfalls in beiden Stromtarifvarianten, sodass Sie auch beim Ökostrom-Tarif keine Abstriche machen müssen. Außerdem unterstützen Sie mit einem solchen Tarif aktiv die Energiewende, denn Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Wind, Sonne oder Biomasse.
Mit unserem Strompreisvergleich für Ökostrom haben Sie die Möglichkeit, sich nur Ökostrom-Tarife mit Gütesiegel anzeigen zu lassen. Mit dem Gütesiegel ist gewährleistet, dass der jeweilige Anbieter ausschließlich regenerative Energiequellen nutzt und es sich nicht um einen Mix aus alten und neuen Energiequellen handelt.
Die Tabelle gibt Ihnen einen ersten Überblick über mögliche Stromkosten bei Ökostrom-Anbietern im Vergleich mit dem Tarif der Grundversorgung sowie dem aktuell günstigsten konventionellen Tarif. Ausgewählt haben wir dafür den günstigsten Öko-Tarif mit Gütesiegel (ohne Bonus) jeweils für 10409 Berlin.
Ökostrompreise im Vergleich
Stromverbrauch im Jahr | Strompreis Grundversorgung | Strompreis günstigster alternativer Anbieter | Strompreis günstigster Ökostrom-Anbieter | Stromkosten pro Jahr Grundversorgung vs. günstigster Anbieter vs. günstigster Ökostrom-Anbieter |
|---|---|---|---|---|
1.500 kWh | 53,67 Cent/kWh | 34,19 Cent/kWh | 33,88 Cent/kWh | 805 € vs. 513 € vs. 508 € |
2.000 kWh | 51,35 Cent/kWh | 32,74 Cent/kWh | 32,94 Cent/kWh | 1.027 € vs. 655 € vs. 659 € |
2.500 kWh | 49,95 Cent/kWh | 31,86 Cent/kWh | 31,95 Cent/kWh | 1.249 € vs. 797 € vs. 799 € |
3.000 kWh | 49,03 Cent/kWh | 31,29 Cent/kWh | 31,27 Cent/kWh | 1.471 € vs. 939 € vs. 938 € |
4.000 kWh | 47,82 Cent/kWh | 30,03 Cent/kWh | 30,04 Cent/kWh | 1.915 € vs. 1.201 € vs. 1.201 € |
| 5.000 kWh | 47,17 Cent/kWh | 29,80 Cent/kWh | 29,54 Cent/kWh | 2.359 € vs. 1.490 € vs. 1.477 € |
| 6.000 kWh | 46,71 Cent/kWh | 29,43 Cent/kWh | 29,16 Cent/kWh | 2.803 € vs. 1.766 € vs. 1.749 € |
Quelle: Stromvergleich und Ökostrom Vergleich auf Vergleich.de ohne Bonus-Einrechnung für 10409 Berlin, Stand: 02.01.2026
Klassischer Stromtarif vs. Dynamische Stromtarife: Was ist der Unterschied?
Seit dem 1. Januar 2025 müssen Stromanbieter neben klassischen Stromtarifen auch dynamische Stromtarife anbieten. Klassische Stromtarife zeichnen sich durch einen festen Arbeitspreis aus, der über einen längeren Zeitraum stabil bleibt. Viele Anbieter bieten außerdem Preisgarantien an, die Stromkunden vor kurzfristigen Marktpreisschwankungen schützen. Dadurch sind die monatlichen Kosten gut planbar – unabhängig davon, zu welcher Tageszeit der Strom verbraucht wird.
Dynamische Stromtarife basieren dagegen auf den viertelstündlich wechselnden Börsenstrompreisen. Der Preis pro kWh kann somit täglich variieren und hängt stark von der aktuellen Einspeisesituation, der Nachfrage und der Großhandelsmarktlage ab. Um solche Tarife nutzen zu können, ist daher ein Smart Meter erforderlich.
Empfehlenswert sind dynamische Stromtarife vor allem für Haushalte, die ihren Verbrauch zeitlich flexibel steuern können, etwa wenn sie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe nutzen. Sie profitieren dann besonders von niedrigen Preisen in Zeiten hoher Wind- und Solarstromproduktion.
Smart Meter sind intelligente Messsysteme, die den Stromverbrauch digital erfassen und täglich die Verbrauchsdaten an den Messstellenbetreiber übermitteln. Sie ersetzen den herkömmlichen analogen Stromzähler, wodurch auch das jährliche Stromzählerablesen entfällt.
Seit Jahresbeginn 2025 sind Smart Meter für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 kWh sowie für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 7 kWp Pflicht. Bis 2032 sollen die meisten Stromzähler durch Smart Meter ersetzt werden. So sieht es das 2023 verabschiedete „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende“ vor. Auch die jährliche Preisobergrenze für intelligente Messsysteme ist gesetzlich geregelt und liegt abhängig vom Stromverbrauch zwischen 30 € und 140 €.
Welche Vor- und Nachteile gibt es bei klassischen und dynamischen Stromtarifen?
Sowohl klassische als auch dynamische Stromtarife haben jeweils Vor- und Nachteile. Beides haben wir hier einmal gegenübergestellt.
Klassischer Stromtarif
- hohe Planungssicherheit
- ohne technische Voraussetzungen nutzbar
- Preissenkungen während der Preisgarantie kommen nicht automatisch beim Kunden an
- weniger Flexibilität
- Strompreise meist etwas höher
Dynamische Stromtarife
- Stromverbrauch kann gezielt in Zeiten mit günstigeren Preisen gelegt werden
- Kosten lassen sich gezielt beeinflussen
- bessere Integration von erneuerbaren Energien: liefern Anreiz, Strom dann zu nutzen, wenn viel Wind- oder Solarstrom verfügbar ist
- erfordern aktives Verbrauchsmanagement
- Preisspitzen zu Zeiten hoher Nachfrage
Für wen eignet sich welche Tarifart?
Klassische Stromtarife sind für nahezu alle Haushalte geeignet. Besonders empfehlenswert sind sie jedoch für Haushalte mit einem konstanten Jahresstromverbrauch, sowie für alle, die mit stabilen Strompreisen längerfristig planen wollen.
Dynamische Stromtarife sind dagegen vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihren Stromverbrauch konstant im Blick haben und flexibel anpassen möchten. Auch wenn Sie ein E-Auto zuhause laden möchten oder eine Wärmepumpe betreiben, sind dynamische Stromtarife empfehlenswert, da sich der Betrieb solcher Geräte in Zeiten von niedrigen Strompreisen verlegen lässt, etwa auf die Nachtstunden.
Wie finde ich einen dynamischen Stromtarif?
In unserem Stromvergleich können Sie gezielt nach dynamischen Stromtarifen suchen. Öffnen Sie dazu über die Schaltfläche „Weitere Einstellungen“ das Filtermenü. Setzen Sie anschließend den Filter bei „Dynamische & Fixpreistarife“ auf „nur dynamische Tarife“. Nun werden Ihnen in der Angebotsliste nur Tarife angezeigt, die dieses Kriterium erfüllen. Genauso können Sie auch nur nach klassischen Stromtarifen suchen. Wählen Sie hierbei einfach stattdessen „nur Fixpreistarife“ im Filter aus.
Stromanbieterwechsel: Wie profitiere ich von günstigen Strompreisen?
Wer in der Grundversorgung oder einem teuren Alt-Stromvertrag steckt, kann derzeit mit einem Strompreisvergleich von günstigen Strompreisen profitieren. Preisgarantien und Neukundenboni geben ebenso Anreiz für den Anbieterwechsel, da Sie einerseits Ihre Stromkosten langfristig planen und andererseits zusätzlich sparen können.
Wie funktioniert der Stromanbieterwechsel?
Der Wechsel des Stromanbieters ist mithilfe unseres Stromvergleichs schnell und einfach erledigt. Folgen Sie einfach diesen Schritten:
- Angebote anhand des Wohnorts und des Jahresverbrauchs vergleichen
- Passenden Stromtarif wählen
- Vertragswechsel beauftragen
Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung bei Ihrem bisherigen Versorger, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen. Einzig wenn Sie ein Sonderkündigungsrecht nutzen wollen – etwa bei einer Preiserhöhung – müssen Sie den Stromvertrag selbst kündigen. Und keine Sorge: Sie bleiben durchgängig mit Strom versorgt, selbst wenn beim Vertragswechsel etwas schiefgehen sollte. In diesem Fall springt die Grundversorgung ein, sodass Sie keinesfalls im Dunkeln sitzen.
Wie viel kann ich mit einem Wechsel des Stromanbieters sparen?
Derzeit sind die Strompreise für Neukunden vergleichsweise günstig. Der aktuelle Strompreis für einen Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr für Neukundenverträge liegt bei 22,7 Cent/kWh (Stand: 02.01.2026). Bestandskunden zahlen dagegen laut Strom-Report derzeit im Schnitt 32,9 Ct/kWh (Stand: 02.01.2026); die Preise für die Grundversorgung können sogar noch höher ausfallen.
Das bedeutet also, dass ein Musterhaushalt mit 4.000 kWh Jahresstromverbrauch in einem durchschnittlichen Bestandskundenvertrag rund 1.316 € zahlt. In einem durchschnittlichen Neukundenvertrag zahlt der gleiche Musterhaushalt dagegen derzeit nur 908 €. Er würde bei einem Wechsel also 408 € pro Jahr sparen!
Fazit: Die Strompreise im Blick zu behalten, lohnt sich!
Die Strompreise bleiben auch 2026 von zahlreichen Einflussfaktoren geprägt und entwickeln sich regional sowie tarifabhängig sehr unterschiedlich. Besonders wichtig sind dabei die Entwicklungen an den Großhandelsmärkten, regionale Netzentgelte und die Einspeisung erneuerbarer Energien.
Zukunftsprognosen deuten zwar auf eine stabilisierte Entwicklung der Strompreise hin, dennoch bleiben kurzfristige Schwankungen möglich. Gerade Neukundentarife reagieren dabei schnell auf Marktveränderungen und bieten daher häufig attraktive Konditionen. Daher lohnt sich ein regelmäßiger Tarifvergleich, um Sparpotenziale aufzudecken und von günstigen Strompreisen zu profitieren.
FAQ: Wichtige Fragen zum Strompreis 2026
Um Ihre Stromkosten zu berechnen, multiplizieren Sie den aktuellen Strompreis pro kWh mit Ihrem Jahresverbrauch. Welche Stromkosten aktuell auf Sie zukommen, hängt immer von Ihrem Stromtarif und Ihrem Verbrauch ab. Aber auch Ihr Wohnort beeinflusst den Preis pro kWh. Die grundsätzliche Strompreisberechnung erfolgt üblicherweise jährlich von Ihrem Stromanbieter und wird Ihnen per Jahresabrechnung mitgeteilt. Daraus ergibt sich dann die von Ihnen zu leistende monatliche Abschlagszahlung.
Die Strompreisbremse, mit der Haushalte von den hohen Strompreisen entlastet wurden, lief Ende 2023 aus. Die Bundesregierung begründet das mit den aktuellen Preisen, die unterhalb des durch die Bremse garantierten Preisniveaus liegen. Dadurch gebe es für Privatpersonen und Unternehmen die Möglichkeit, von teuren in günstigere Tarife zu wechseln.
Die Strompreisbremse wurde auch als Strompreisdeckel bezeichnet. Der Bund übernahm mit dieser Maßnahme einen Anteil der Kosten für Strom. Die Deckelung der Strompreise galt seit Januar 2023, wurde mit Rücksicht auf die Umsetzung bei den Versorgungsunternehmen aber erst ab März 2023 ausgezahlt. Die Finanzierung der Strombremse lief über den Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds (WSF). Das gleiche Verfahren wurde für Gaspreise mit der Gaspreisbremse eingesetzt.
Die Strompreisbremse sollte ursprünglich bis April 2024 gelten. Wegen der angespannten Haushaltslage lief sie aber bereits zum Jahresende 2023 aus.
Der Strompreis betrug nach Inkrafttreten der Strompreisbremse im Januar 2023 für einen Basisverbrauch nicht mehr als 40 Ct/kWh. Der Stromanbieter berechnete das Kontingent von 80 % des Verbrauches anhand des Vorjahresverbrauchs. Das geschah automatisch; Kunde mussten nichts unternehmen. Für die übrigen 20 % mussten Verbraucher den aktuell vom Anbieter geforderten regulären Strompreis bezahlen. So sollte der Anreiz zum Sparen beim Stromverbrauch für jeden Haushalt erhalten bleiben.
Eine Extraregelung gab es für Unternehmen, die mehr als 30.000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen. In diesem Bereich lag der Preisdeckel bei 13 Ct/kWh für 70 % des Verbrauches.
Ja, an den europäischen Strombörsen entstehen negative Strompreise, wenn es ein Überangebot an Strom gibt, z. B. wenn besonders viel Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht und gleichzeitig wenig verbraucht wird. Das kommt an einigen Tagen im Jahr vor, etwa an Wochenenden. In diesem Fall sinkt der Beschaffungspreis für einige Stunden unter null.
Wer kann davon profitieren? Für die allermeisten Verbraucher sinkt dadurch der Strompreis nicht, weil sie langfristige Verträge zu Festpreisen mit ihrem Stromanbieter eingegangen sind. Nur bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Preis je nach Tageszeit. Allerdings besteht bei diesen Tarifen die Gefahr, dass die Preise auch steigen können und Verbraucher dann mehr bezahlen müssen.
Stromkunden können die Zeiten geringer Preise aber nutzen, um große Stromverbraucher einzuschalten und so z. B. beim Laden ihres E-Autos zu sparen. Voraussetzung ist dafür der Einbau eines digitalen Strommessgerätes und das Nutzen einer speziellen App des Stromanbieters.
Spricht man von Discounter- oder Billigstrom, sind sehr günstige Stromtarife gemeint, die den Fokus klar auf Niedrigstpreise setzen. Unter diesen Anbietern tummeln sich viele schwarze Schafe, deren verbraucherfeindliche Strategien regelmäßig die Gerichte beschäftigen. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie den Stromanbieter wechseln.
Wenn Ihre Stromrechnung sprunghaft gestiegen ist, kommen mehrere Ursachen in Frage:
- Sie haben einen höheren Verbrauch, eventuell durch neue oder defekte Geräte. Stromklau kommen Sie auf die Schliche, indem Sie alle Sicherungen ausschalten und beobachten, ob Ihr Zähler dennoch weiterläuft.
- Es handelt sich um einen Abrechnungsfehler. Checken Sie alle Rechnungsdetails von der Zählernummer über die von Ihnen gemeldeten Zählerstände.
- Ihr Anbieter hat die Preise erhöht. Dies darf er jedoch nur nach vorheriger Ankündigung! Dabei haben Sie immer ein Sonderkündigungsrecht.
Ja, bei einer Preiserhöhung durch den Versorger haben Sie ein Sonderkündigungsrecht für Strom. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, über einen Strompreisvergleich zu ermitteln, ob Sie bei einem anderen Anbieter einen günstigeren Strompreis bekommen, und dann konsequent zu wechseln.
Gut zu wissen: Im Fall einer Strompreiserhöhung hat Ihr Anbieter die Pflicht, Sie auf die Möglichkeit der sofortigen Kündigung aufmerksam zu machen. Unterlässt er den Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht, gilt die Preiserhöhung als unwirksam!


