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Immobilienfinanzierung

Pelletheizung: Funktion und Förderung im Überblick

Die Pelletheizung ist eine der energieeffizientesten und sparsamsten Heizformen. Nicht nur aufgrund der niedrigen CO2-Emissionen und den staatlichen Förderprogrammen ist das Heizen mit Biomasse für Immobilienbesitzer eine attraktive Wärmequelle.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung wird mit kleinen Holzpellets beheizt. Diese bestehen aus Sägemehl, Holzspänen oder Restholz. Die Holzpellets werden unter Druck zu zylindrischen Pellets gepresst und haben dadurch eine extrem hohe Energiedichte bei niedrigem Wassergehalt. Die Befüllung der Heizung funktioniert entweder manuell oder per elektronischer Zündung. Diese kann automatisiert werden, sodass bei Unterschreiten einer bestimmten Raumtemperatur nachgeheizt wird.

Nachteile der Pelletheizung sind in den steigenden Preisen für Holz zu sehen. Laut dem Statistischen Bundesamt haben sich die Kosten für Holzpellets seit 2005 verdoppelt (Stand: Oktober 2012). Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) sagt zudem eine Verknappung von Brennholz voraus. Dies ist auf die steigende Nachfrage nach Brennholz zurückzuführen.

Weitere Vor- und Nachteile von Pelletheizungen

  • Die Heizleistung ist konstant, weil die Pellets gleichmäßig dosiert zugeführt werden.
  • Eine Befüllung reicht für bis zu vier Tage, es muss nicht ständig Holz nachgelegt werden.
  • Der Wirkungsgrad einer Pelletheizung liegt bei über 90 Prozent, sodass sie sehr effektiv arbeitet.
  • Pellets fallen als Nebenprodukt bei der Holzverarbeitung an und kosten in der Herstellung nicht viel.
  • Holz kann nicht schnell genug nachwachsen, um den Bedarf zu decken. Die Kosten werden also steigen.

Förderungsmöglichkeiten für Pelletheizungen

Die Anschaffung und Installation einer Pelletheizung ist zwar teurer als die anderer Heizungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Durch die geringen Kosten für den Brennstoff amortisieren sich diese Kosten jedoch schnell. Zudem sind Pelletheizungen wartungsarm und verursachen kaum Betriebskosten.

Förderung von Pelletheizungen durch das BAFA und die KfW

Für den Einbau einer Pelletheizung gibt es staatliche Förderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einbau von Pelletkesseln mit und ohne Pufferspeicher, Pelleteinzelöfen mit Wassertasche und Kombinationsöfen, in denen neben Pellets auch Scheitholz oder Holzhackschnitzel verbrannt werden können. Nicht gefördert werden Erstinstallationen in Neubauten und luftgeführte Pelletheizungen. Außerdem müssen Richtwerte zu staubförmigen Emissionen eingehalten werden.

Zusätzliche Finanzhilfen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ und dem dazugehörigen Ergänzungskredit KfW 167. Im Gegensatz zur BAFA fördert die KfW-Bankengruppe auch Pelletheizungen in Neubauten.

Was ist Biomasse?

Organische Substanzen wie Pellets zur Erzeugung von regenerativer Energie werden allgemein unter dem Begriff Biomasse zusammengefasst. Biomasse definiert sich als Summe organischer Stoffe biogenen Ursprungs zur energetischen Nutzung. Laut der Verordnung über die Erzeugung von Strom aus Biomasse (Biomasseverordnung/BiomasseV) aus dem Jahr 2001 gelten Energieträger aus Phyto- und Zoomasse als Biomasse. Hierzu zählen Pflanzen und pflanzliche Nebenprodukte, aber auch Abfälle und Nebenerzeugnisse tierischen Ursprungs.

Das sind die Vorteile der Nutzung von Biomasse

Vorteil bei der Nutzung von Biomasse ist, dass sie nahezu CO2-neutral eingesetzt werden kann. Denn bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie vorher in den Pflanzen durch Photosynthese gespeichert wurde. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen erneuerbaren Energien ist, dass die in der Biomasse gespeicherte Sonnenenergie ohne teure Speichertechnik gelagert und je nach Bedarf genutzt werden kann. Nachteil bei der Gewinnung von Biomasse ist, dass zwar die Verbrennung CO2-neutral abläuft, bei der Verarbeitung der Rohstoffe aber oft viel Energie aufgewendet werden muss. Biomasse findet sowohl in einer Biogasanlage als auch Pelletheizung Verwendung und kann auch als Treibstoff eingesetzt werden.

Vergleich.de Tipp

Achten Sie bei der Planung einer Pelletheizung darauf, dass Sie neben der eigentlichen Heizungsanlage Platz für einen ausreichend großen und absolut trockenen Lagerraum für die Holzpellets brauchen – in einem Einfamilienhaus mindestens 5 qm. Berücksichtigen Sie dabei, dass eine Anlieferung der Pellets per LKW problemlos möglich sein sollte.

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