Pelletheizung: die Umwelt schonen und beim Heizen sparen

Öl- und Gas­hei­zun­gen werden in den kommen­den Jah­ren immer mehr von regenera­ti­ven Energie­trä­gern ver­drängt. Mit einer Pellet­hei­zung und einem Pellet­ofen nutzen Sie Holz zum Heizen. Wir beschrei­ben, wie die Hei­zung funktio­niert, was sie kos­tet und wie der Staat den Ein­bau för­dert.

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Was ist eine Pelletheizung?

Klaus Fechner
Zuständiger Redakteur für die Bereiche Kredit und Strom & Gas
Stand: 21.10.2023

Eine Pellet­heizung ist ein zum gro­ßen Teil auto­ma­ti­sier­tes Heiz­sys­tem für ein ganzes Ge­bäu­de. Es han­delt sich wie eine Gas- oder Öl­hei­zung um eine Zentral­hei­zung, deren Brenn­technik sich meist im Kel­ler befin­det. Neben der Bren­nvor­rich­tung gibt es einen Lager­tank für die Pellets, aus dem die einzel­nen Pellets zum Ver­bren­nen über eine Rut­sche oder ein Saug­system nach­ge­lie­fert werden. Eine Pellet­hei­zung ist sowohl für Ein- als auch für Mehr­familien­häu­ser ge­eig­net.

Eine Pellet­hei­zung unter­schei­det sich von einem Pellet­ofen, der einzeln in einem Raum steht und nur diesen er­wärmt. Darü­ber hin­aus exis­tie­ren wasser­führen­de Pellet­öfen, die über eine Wasser­tasche mit dem Heiz­sys­tem des Hau­ses ver­bun­den sind und beim Hei­zen unter­stüt­zen.

Was sind Holzpellets?

Bei Holz­pellets han­delt es sich um spe­ziell ge­form­te Press­lin­ge, die durch Trock­nen und Ver­dich­ten von Holz­res­ten der Holz­indus­trie her­ge­stellt wer­den. Sie besit­zen eine hohe Energie­dich­te und sind her­vor­ra­gend zum Hei­zen ge­eig­net. Neben den über­wie­gend ver­wen­de­ten Holz­pellets gibt es auch Pellets aus ande­ren Natur­stof­fen wie Stroh, Torf oder Oli­ven.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Die Funktionsweise einer Pellet­hei­zung ist ähn­lich der einer zentra­len Öl­hei­zung. Im Keller des Gebäu­des befin­den sich der Pellet­kes­sel, ein Pellet­la­ger, die Trans­port­tech­nik für die Holz­pellets sowie eine Umwälz­pum­pe und ein Warm­wasser­spei­cher. Hin­zu kommt ein Lei­tungs­sys­tem, das das warme Wasser durch das Haus zu den Heiz­kör­pern trans­por­tiert.

  1. Aus dem Lager wer­den die Holz­pellets je nach Be­darf über ein Trans­port­sys­tem in den Kessel ge­schafft. Das Pellet­la­ger ist mit ca. 5 Kubik­metern Raum­volu­men in der Regel so ange­legt, dass ein Jahres­vor­rat an Pellets dort gela­gert werden kann.
  2. Der Trans­port zum Brenn­kessel geschieht auto­ma­ti­siert über eine Rutsche, eine Förder­schnecke oder über eine Saug­vor­rich­tung.
  3. Im Pellet­kes­sel befindet sich ein Ver­bren­ner, der mit­hil­fe einer Computer­steue­rung die Pellets dann ent­flammt, wenn ge­heizt wer­den soll. Die Reste der verbrann­ten Pellets fallen in einen Asche­kas­ten.
  4. Das von der Verbren­nungs­wärme erhitzte Heiz­was­ser wird in einem Warm­was­ser­spei­cher, auch als Puffer­spei­cher bezeich­net, ge­spei­chert, bis es benö­tigt und von der Um­wälz­pum­pe zu den Heiz­kör­pern ge­bracht wird.

Eine Pellet­hei­zung mit Warm­wasser­spei­cher kann auch mit Solar­ther­mie oder einer Wärme­pum­pe kombi­niert und als Hy­brid-System zum Hei­zen ge­nutzt wer­den.

Infografik: So funktioniert eine Pelletheizung

Was kostet eine Pelletheizung mit Einbau?

Die Prei­se für eine Pellet­hei­zung lie­gen zwi­schen 13.000 und 37.000 €. Für diese große Diffe­renz ist haupt­säch­lich die unter­schied­liche Heiz­leis­tung verant­wort­lich, die für verschie­dene Gebäu­de benö­tigt wird. Je leistungs­stär­ker das Heiz­system ist, desto teu­rer wird es. Darü­ber hin­aus gibt es weite­re Fakto­ren, die die Kos­ten einer Pellet­hei­zung beein­flus­sen, wenn Sie eine Pellet­hei­zung kau­fen:

  • die Größe des Pellet­la­gers
  • die Bauart des Brenn­kessels
  • die Art und Weise des Aus­tragungs­sys­tems
  • die Größe und Bauart des Warm­wasser­spei­chers
  • den Auf­wand beim Ein­bau

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gesam­ten Kos­ten einer Pellet­hei­zung.

Kosten einer Pelletheizung mit Einbau

Pelletheizung Kostenfaktor

Pelletheizung Preis

Pellet-Brennkessel

6.000–18.000 €

Pelletlager

1.500–5.000 €

Warmwasserspeicher

1.500–5.000 €

Transportsystem für die Pellets

1.000–4.000 €

Einbau und Installation

2.500–5.000 €

Pelletheizung Kosten gesamt

13.000–37.000 €

Die genann­ten Prei­se stel­len einen Näherungs­wert dar. Im konkre­ten Einzel­fall kön­nen die Kos­ten für eine Pellet­hei­zung da­von ab­wei­chen. Ist das Heiz­sys­tem für ein Miets­haus mit mehreren Wohn­partei­en ge­dacht und Sie wollen eine alte Öl­hei­zung durch eine Pellet­hei­zung er­set­zen, können Kos­ten von 100.000 € und mehr ent­ste­hen.

2023 sind die Preise für Pellet­heizungen stark gestiegen. Nach Angaben der Verbrau­cher­zentra­len inner­halb von 2 Jahren um 37 %. Das liege insbesondere an höheren Hand­werker- und Hersteller­preisen, so der Branchen­verband Heizung, Sanitär und Klima.

Was kosten Pellets zum Heizen?

Wenn Sie Holz­pellets kau­fen, lie­gen die Pellet­prei­se nach An­ga­ben des Deut­schen Pellet­insti­tuts DEPI im Oktober 2023 bei 36,97 Cent pro Ki­lo. Das macht bei einer Bestell­men­ge von 6 Tonnen, was einem durch­schnitt­lichen Jahres­ver­brauch eines Ein­familien­hau­ses ent­spricht, einen Preis von 369,72 € pro Tonne.

Um­ge­rech­net auf die Heiz­leis­tung pro Kilo­watt­stun­de sind Holz­pellets damit deut­lich güns­ti­ger als z. B. Gas oder Heiz­öl als Energie­quelle für das Hei­zen.

Pelletpreis pro Kilowattstunde

Energiequelle

Preis pro Kilowattstunde

Holzpellets

7,39 ct/kWh

Heizöl

11,56 ct/kWh

Erdgas

10,16 ct/kWh

Quelle: Deutsches Pelletinstitut, Stand: Oktober 2023

Im Zuge der Energie­krise zeigt auch bei Holz­pellets die Preis­ent­wick­lung einen an­stei­gen­den Trend, der aller­dings gerin­ger aus­fällt als bei Gas und Öl.

Welche Pelletheizung ist die beste?

Das lässt sich nicht sagen. Es gibt keinen seriö­sen Pellet­hei­zung-Test, der die beste Pellet­heizung ermit­telt. Der letzte Ver­gleich der Stif­tung Waren­test stammt aus dem Jahr 2011 und ist daher veral­tet. Wir können keine Empfeh­lung für einen bestimm­ten Her­stel­ler oder ein bestimm­tes Modell geben. Ganz grund­sätz­lich gilt: Ent­schei­dend bei der Auswahl ist, dass die Pellet­heizung zu Ihren indi­viduel­len Anfor­de­run­gen passt. Dabei geht es z. B. um fol­gende Aspek­te:

  • Die Heizung darf nicht zu groß sein, sie muss in Ihren Keller pas­sen.
  • Die Heizleistung muss aus­rei­chend für die zu behei­zen­de Fläche und die Däm­mung des Gebäu­des sein.
  • Die verschie­de­nen Umwelt­stan­dards wie z. B. die Fein­staub­be­las­tung müs­sen ein­ge­hal­ten wer­den.
  • Die Be­die­nung und Funktio­nen wie z. B. ein Zeit­pro­gramm müs­sen zu Ihren Wün­schen pas­sen.

Viele Ver­brau­cher ha­ben mit ihrer Pellet­hei­zung be­reits Erfah­run­gen gesam­melt. Auf­grund von Kunden­be­rich­ten und Kommen­ta­ren haben wir für Sie eine Liste er­stellt, die belieb­te Her­stel­ler von Pel­let­hei­zun­gen zeigt.

Hersteller von Pelletheizungen in alphabetischer Folge

Hersteller

Modelle (Auswahl)

Standort

Buderus

Biotech-Serie

Wetzlar, Deutschland

Eta

Eta PU, Eta PC, Eta PE, Eta SH

Hofkirchen an der Trattnach, Österreich

Fröling

PE 1 Pellet, P4 Pellet, SP Dual, PX

Grieskirchen, Österreich

Hargassner

Nano PK, HSV, Classic Lambda, Eco PK

Wenig, Österreich

HDG Kessel- und Apparatebau

HDG K10-33, HDG K Kaskade

Massing, Deutschland

Paradigma

Peleo Optik, Pelletti Touch

Dettenhausen, Deutschland

Vaillant

renerVIT

Remscheid, Deutschland

Viessmann

Vitoligno 300-C

Allendorf, Deutschland

Windhager

BioWIN2, BioWIN2 Touch

Seekirchen, Österreich

Da es sich bei der Wahl des Heizungs­sys­tems für Ihr Haus um eine weit­reichen­de Ent­schei­dung han­delt, soll­ten Sie sich am bes­ten von einem Energie-Exper­ten der Ver­braucher­zentra­len und von Ihrem Schorn­stein­fe­ger bera­ten las­sen. Dort erhal­ten Sie detai­llier­te Auskünf­te zu der benö­tig­ten Heiz­leis­tung und den aktuel­len Um­welt­nor­men in Ihrem Bundes­land.

Macht eine Pelletheizung Sinn?

Ja, eine Pellet­hei­zung ist sinn­voll. Und das aus mehre­ren Grün­den.

  • Zum einen hei­zen Sie mit Holz, also mit einem regenera­ti­ven Energie­trä­ger. Das ist gut für die Um­welt.
  • Zum anderen sind Pellets im Ver­gleich zu fossi­len Energie­trä­gern güns­ti­ger in der An­schaf­fung. Nach Berech­nun­gen von Fach­leu­ten lohnt sich eine Pellet­hei­zung umso mehr, je höher der Wärme­be­darf eines Hau­ses ist
  •  Außer­dem lässt sich eine Pellet­hei­zung sehr gut mit einer Wärme­pum­pe kombi­nie­ren, sodass Sie sich nicht zwischen Wärme­pum­pe oder Pellets ent­schei­den müs­sen, son­dern bei­des nut­zen kön­nen.

Konkre­te Aus­künf­te, ob eine Pellet­hei­zung für Ihre Immo­bilie sinn­voll ist, erhal­ten Sie bei den Ener­gie-Exper­ten der Ver­braucher­zentra­len und von Ihrem Schorn­stein­fe­ger.

Es gibt aber auch Nach­tei­le einer Pellet­hei­zung. Neben dem großen Platz­be­darf be­män­geln Kriti­ker die Fein­staub­belas­tung bei der Holz­ver­bren­nung, die je nach dem ein­ge­setz­ten Modell unter­schied­lich hoch ist.

Ist für Pelletheizungen ein Verbot geplant?

Ein generelles Pellet­hei­zung-Ver­bot ist nicht vor­ge­sehen. Es gibt aber seit 2022 eine Diskus­sion, ob durch die Fein­staub­emis­sio­nen bei der Holz­ver­bren­nung eine Gefahr für die Gesund­heit be­steht. Das Um­welt­bundes­amt hat in­folge neuer Stu­dien zur Fein­staub­belas­tung auf die Risiken von Pellet­hei­zun­gen hin­ge­wie­sen. Diese Dis­kus­sion ver­un­sicher­te viele Ver­brau­cher.

Um diesem Pro­blem zu begeg­nen, sieht die Bundes-Immissions­schutz­ver­ord­nung eine stufen­weise Redu­zie­rung der Grenz­werte für Fein­staub und Kohlen­mono­xid bei Feue­rungs­an­la­gen vor. So dür­fen 2023 und spä­ter einge­bau­te Hei­zun­gen und Kami­ne nicht mehr als 0,04 Gramm Fein­staub pro Kubik­me­ter er­zeu­gen. Mit dieser Begren­zung sol­len Ge­sund­heits­schutz und das Ziel, CO2-Emissio­nen durch den Ein­satz regenera­ti­ver Energie­trä­ger wie Holz zu ver­rin­gern, in Ein­klang ge­bracht wer­den. Ein Ver­bot von Pellet­hei­zun­gen ist nicht ge­plant.

Wie lange hält eine Pelletheizung?

Die Lebens­dauer einer Pellet­hei­zung be­trägt min­des­tens 20 Jahre. Bei guter Pfle­ge und regel­mä­ßi­ger War­tung hält Ihre Pellet­hei­zung auch län­ger. Wich­tig ist dabei die Wahl der rich­ti­gen Pellets. Quali­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pellets ver­bren­nen sau­be­rer und ver­län­gern die Lebens­dau­er der Hei­zung. Schlechte Pellets sorgen dage­gen für eine stär­ke­re Ver­schmut­zung.

Welche Vorteile und Nachteile hat eine Pelletheizung?

Pelletheizung: Vorteile

  • staatliche För­de­rung
  • niedrige Betriebs­kosten
  • relativ geringe Kosten beim Pellets kaufen
  • Umweltfaktor, Holz nach­wach­sen­der Roh­stoff, CO2-neu­tral
  • Kombination mit Wärme­pum­pe oder Solar­ther­mie mög­lich
  • Holzpellets von der Ener­gie­steuer be­freit

Pelletheizung: Nachteile

  • Anschaffung kost­spielig
  • viel Platz für Anlage und Förder­tech­nik not­wen­dig
  • anfallende Asche
  • Fein­staub­belas­tung
  • mög­licher­weise Ge­räusch­ent­wick­lung beim Trans­port der Pellets

Der Pelletofen als günstige Alternative zur Pelletheizung

Ein Pellet­ofen ist im Gegen­satz zu einer zentra­len Pellet­hei­zung ein einzeln­ste­hen­der Ofen, der nur sein direk­tes Um­feld er­wärmt, indem er die er­zeug­te Wär­me in die Um­ge­bung ab­strahlt. Ein Pellet­ofen benö­tigt ein Rohr­sys­tem vom Ofen bis zur Außen­wand, durch das der bei der Ver­bren­nung ent­ste­hen­de Rauch ab­zieht. So kann nur mit dem Ein­satz von Holz­pellets ein Pellet­ofen ohne Strom für an­ge­nehme Wärme sor­gen.

Kann ich mit einem Pelletofen heizen?

Ja, es gibt Pellet­öfen, die die Hei­zung unter­stüt­zen. Dieses System wird wasser­füh­ren­der Pellet­ofen ge­nannt. In diesem Fall wird Wasser in einer Wasser­tasche am Ofen er­hitzt. Dieses Wasser wird in die Zentral­hei­zung ein­ge­lei­tet und dient ent­we­der zum Heizen oder zum Er­wär­men von Brauch­was­ser. So kann ein Pellet­ofen sinn­voll zum Hei­zen ge­nutzt wer­den.

Wie teuer ist ein Pelletofen?

Ein einzel­ner Pellet­ofen ist sehr viel güns­ti­ger als eine komplet­te Pellet­hei­zung. Sie er­hal­ten einen Pellet­ofen in ein­facher Aus­füh­rung schon für unter 1.000 €. Beson­ders hoch­wer­ti­ge Pellet­öfen kos­ten dage­gen bis zu 6.000 €. Hin­zu kom­men das Auf­stel­len und die Mon­ta­ge eines Ab­zugs, was mehre­re hun­dert Euro kos­tet.

Welche Pelletofen-Marke ist die beste?

Es gibt verschiedene Tests, die einzeln­ste­hen­de Pellet­öfen mit­einan­der ver­glei­chen und bewer­ten. Wir stel­len Ihnen zwei Tests aus dem Jahr 2023 vor. Das Magazin „Das Haus“ hat an­hand von Kunden­bewer­tun­gen und dem Ver­gleich ver­schie­de­ner Tests drei Model­le am bes­ten bewer­tet (Stand: Januar 2023).

  • Haas + Sohn HSP 2.17 Home-II
  • Nemaxx PW18 BK
  • Italiana Camini 809210 ITC Alina

Das Test­por­tal der „ComputerBild“ hat sowohl die tech­ni­schen Rahmen­da­ten als auch den Wir­kungs­grad und die Be­dien­bar­keit von Pellet­öfen ver­gli­chen. Ins­ge­samt schnit­ten sie­ben Model­le mit „sehr gut“ ab (Stand: Januar 2023).

  • Extraflame 1284100
  • Nemaxx P12
  • Buderus Lamina
  • Extraflame Lucia
  • Ironware KW 8.8 Anna
  • Extraflame X1282700
  • Nemaxx P9

Wie kann ich eine Pelletheizung finanzieren?

Für die Finan­zie­rung einer Pellet­hei­zung gibt es mehre­re Mög­lich­kei­ten. Sie können ent­we­der einen klassi­schen Raten­kre­dit oder einen zweck­ge­bun­de­nen Mo­der­ni­sie­rungs­kre­dit auf­neh­men. Außer­dem hilft der Staat mit Förder­pro­gram­men da­bei, eine Pellet­hei­zung zu finan­zie­ren. Im Fol­gen­den be­schrei­ben wir alle drei Varian­ten und er­läu­tern deren Be­son­der­hei­ten.

Bekomme ich einen Ratenkredit für den Kauf einer Pellet­heizung?

Ja, Sie erhal­ten einen Raten­kredit, wenn Sie die Voraus­set­zun­gen er­fül­len. Dazu gehö­ren ein Wohn­sitz in Deutsch­land, Voll­jährig­keit und eine aus­reichen­de Boni­tät.

Ein klassi­scher Raten­kre­dit bietet Ihnen Planungs­sicher­heit für die ge­sam­te Lauf­zeit, was die Höhe der monat­li­chen Ra­ten und der Kredit­zin­sen an­geht. Außer­dem bestim­men Sie die Kredit­sum­me selbst, je nach­dem wie teuer die Pellet­hei­zung wird. Fol­gen­des Bei­spiel zeigt Ihnen die Kondi­tio­nen für einen güns­ti­gen Kre­dit über 20.000 €.

Beispiel: Kreditkonditionen für die Finan­zierung einer Pellet­heizung über 20.000 €

Kreditsumme

20.000 €

Laufzeit

6 Jahre

effektiver Zinssatz

6,49 %

Monatsraten

334,34 €

Kreditkosten insgesamt

4.072,48 €

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Die Höhe der Zinsen hängt stark von Ihrer persön­li­chen Boni­tät ab, die vor der Kredit­ver­gabe bei der SCHUFA ab­ge­fragt wird. Das bedeu­tet: Wer einen nega­ti­ven SCHUFA-Score be­sitzt, muss höhe­re Zin­sen zah­len oder ihm kann der Kre­dit ver­wei­gert wer­den.

Wer kann einen Modernisierungskredit für eine Pelletheizung aufnehmen?

Ein Moderni­sierungs­kredit ist eine speziel­le Kredit­art für Eigen­tü­mer einer Immo­bilie. Oft ver­ge­ben ihn Ban­ken mit besse­ren Zin­sen, weil die Immo­bilie als Sicher­heit dient. Im Gegen­zug ist dieser Kredit zweck­ge­bun­den, das heißt, er darf nur für Moderni­sie­rungs- oder Sanie­rungs­ar­bei­ten am Haus ge­nutzt wer­den. Die Ober­gren­ze liegt in den meisten Fäl­len bei 50.000 €. Wird mehr Geld benö­tigt, kommt eine Immo­bilien­finan­zie­rung in­fra­ge.

Wie wird eine Pelletheizung gefördert?

Die Pellet­hei­zung-För­de­rung durch den Staat ge­schieht auf zwei We­gen: mit Zu­schüs­sen und mit Kre­di­ten.

Zum einen gibt es Zu­schüs­se von bis zu 20 % der Kos­ten vom Bundes­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kotrol­le (BAFA) im Rah­men der Bundes­förde­rung für effi­zien­te Ge­bäu­de (BEG). Wer eine Pellet­hei­zung ein­baut, kann einen Zu­schuss von 10 % der Kos­ten er­hal­ten. Wird dabei eine alte Öl- oder Gas­hei­zung er­setzt, kom­men weite­re 10 % hin­zu. Der Zu­schuss ist auf 12.000 € be­grenzt. Aller­dings müs­sen Sie für die För­de­rung, einige Voraus­set­zun­gen er­fül­len, dazu ge­hö­ren zum Bei­spiel:

  • Der Fein­staub­aus­stoß der Pellet­hei­zung darf bestimm­te Grenz­wer­te (z. B. 0,04 Gramm Fein­staub pro Kubik­me­ter) nicht über­schrei­ten.
  • Die Pellet­hei­zung muss mit einer Wärme­pum­pe oder einer Solar­an­la­ge kom­bi­niert wer­den.
  • Min­des­tens 65 % der Wohn­flä­che müs­sen durch er­neuer­ba­re Ener­gien be­heizt wer­den.

Zum an­de­ren ver­gibt die Kredit­an­stalt für Wieder­auf­bau im Zu­ge der KfW-För­de­rung zins­güns­ti­ge Kre­di­te. Wer ein neues Effi­zienz­haus baut oder kauft oder ein altes Ge­bäu­de zum Effi­zienz­haus um­baut, kann im Rah­men der Pro­gramme KfW 261 und 297 einen Kre­dit von bis zu 150.000 € auf­neh­men. Die KfW-Zin­sen sind güns­tig, än­dern sich aber häu­fig im Zuge der all­ge­mei­nen Markt­schwan­kun­gen. Außer­dem kann im Rahmen einer Sanierung ein Til­gungs­zu­schuss bis zu 45 % bean­tragt wer­den, der die Summe, die Sie zurück­zah­len müs­sen, redu­ziert.

Überblick der Fördermaßnahmen für den Einbau einer Pelletheizung

Pelletheizung-Förderung durch das BAFA

  • Basis-Förderung durch Zu­schüs­se von 10 % der Kosten, maximal 6.000 €
  • weitere 10 % Zu­schuss als Bo­nus beim Aus­tausch al­ter Öl- oder Gas­hei­zun­gen
  • insge­samt maxi­mal 12.000 €

Pelletheizung-Förderung durch die KfW

  • Kredit bis zu 150.000 €
  • günstige Zinsen
  • Tilgungszuschuss zwischen 5 % und 45 % (bei Sanierung alter Gebäude)
  • Laufzeit bis 30 Jahre

 

Hinzu kommen weitere Förder­pro­gram­me einzel­ner Bundes­län­der und Gemein­den.

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