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Geldanlage

ETF kaufen – so sichern Sie sich die besten Fonds für Ihr Depot!

Wer ETFs kaufen will, hat gute Chancen auf eine hohe Rendite. Darum werden ETFs als Geldanlage immer beliebter. Hier finden Sie praktische Tipps zum ETF kaufen. Wir zeigen Ihnen, wie der Kaufvorgang vor sich geht, worauf Sie bei der Auswahl eines ETFs achten sollten und welche Kosten dabei entstehen.

praktische Tipps zum ETF kaufen

ETFs kaufen – 7 Gründe, die dafürsprechen

Immer mehr Anleger nutzen die Chancen auf höhere Renditen und investieren in ETFs, also in Indexfonds. Der Kauf ist einfach auszuführen und kann bequem von zuhause aus am Computer erledigt werden. Es gibt 7 gute Gründe, einen ETF zu kaufen:

  1. Ein ETF ist kostengünstig, weil kein Fondsmanager bezahlt werden muss. Das reduziert die Gebühren.
  2. Ein ETF hat eine transparente Wertentwicklung.
  3. ETFs erreichen hohe Renditen.
  4. ETFs lassen sich jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen, deshalb gelten sie als schnell und flexibel handelbar.
  5. ETFs sind sicher, weil sie bei einer Insolvenz der ausgebenden Bank oder der Fondsgesellschaft geschützt sind.
  6. Ein ETF besitzt eine breite Risikostreuung, da er nicht nur einige, sondern alle Aktien eines Indizes enthält. Dadurch können Verluste einzelner Aktien ausgeglichen werden.
  7. Mit einem ETF Sparplan können Sie regelmäßig schon mit kleinen Summen ab 25 € pro Monat in Aktien investieren.

Was ist ein ETF?

Ein ETF (exchange-traded fund) ist ein börsennotierter Indexfonds, der die Entwicklung eines bestimmten Indizes wie den des DAX, Dow-Jones, S&P 500 oder MSCI World nachbildet. Zusätzlich ist ein ETF Indexfonds in unterschiedlichen Branchen, Regionen und Anlageklassen erhältlich. ETFs kaufen können Sie unteranderem in Sektoren wie Energie, Gesundheitswirtschaft, Konsumgüter oder Automobile. Dabei kann sich der Indexfonds aus weltweiten oder regionalen Aktien, Rentenfonds, Rohstoffen oder Immobilienfonds zusammensetzen. Klassische Aktienfonds bilden dagegen nur eine Auswahl bestimmter Aktienpakete ab und werden im Gegensatz zu Indexfonds von einem Fondsmanager gesteuert. Weshalb beim Aktienkauf höhere Gebühren als beim ETF Kauf anfallen.

Wie kann ich einen ETF kaufen?

Beim Kauf eines ETFs müssen nur wenige Dinge berücksichtigt werden. Zunächst einmal brauchen Sie für den Kauf eines Fonds eine Bank oder einen Onlinebroker, über den Sie den ETF Kauf abwickeln können. ETFs werden zwar an der Börse gehandelt, Sie können die Fonds aber nicht direkt an der Börse erwerben. Das kann nur die Bank oder der Onlinebroker. Daher müssen Sie Ihrer Bank oder Ihrem Onlinebroker den Auftrag dazu erteilen. Es ist ein einfacher Vorgang, den Sie bequem am Schreibtisch online ausführen können.

  1. Depot eröffnen
  2. ETF auswählen und Kennzahl notieren
  3. Onlineformular Ihrer Bank oder Ihres Brokers ausfüllen und bestätigen

Schritt 1: Wertpapierdepot eröffnen

Für den Kauf von ETFs wird ein Depot vorausgesetzt. Denn nur über das Depot können Sie ETFs kaufen und verkaufen. Tipps wie Sie ein kostengünstiges Depot erhalten und welche Anbieter Frage kommen, zeigen wir Ihnen in unserem Depot Vergleich.

Schritt 2: ETF auswählen und Kennzahl notieren

Als nächstes steht die Wahl eines ETFs auf dem Programm, an dem Sie sich beteiligen möchten. Eine umfassende Übersicht, der zum Kauf stehenden ETFs, finden Sie bei justETF.com und wallstreet-online.de. Dort können Sie die Fonds nach verschiedenen Kriterien auswählen. Dazu gehören zum Beispiel die Region, zu der der abgebildete Index gehört (Europa, Afrika, Deutschland, weltweit) oder die mögliche Beschränkung auf bestimmte Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie oder IT-Unternehmen. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer Unterscheidungsmerkmale, die Sie bei der Suche nach dem besten Fonds beachten sollten. Zu den wichtigsten gehören:

  • das Fondsvolumen und damit die Größe des ETFs,
  • der aktuelle Kurs, zu dem der ETF gekauft werden kann,
  • die Volatilität, also die Schwankungen des Kurses,
  • die Ertragsverwendung, d.h. entweder wird Ihnen der Gewinn ausgezahlt (ausschüttende ETFs) oder direkt wieder in den Fonds investiert (thesaurierender ETF),
  • die Höhe der Verwaltungsgebühren.

Weitere Auswahlkriterien, die Ihnen beim ETF kaufen begegnen werden, zeigen wir Ihnen weiter unten im Text. Haben Sie den für Sie besten Fonds gefunden, notieren Sie sich dessen Namen und die dazu gehörende Kennzahl. Das ist entweder die ISIN (International Securities Identification Number) oder die WKN (Wertpapierkennnummer). Diese benötigen Sie, um das ETF über Ihr Depot zu kaufen.

Schritt 3: Onlineformular Ihrer Bank oder Ihres Brokers ausfüllen und bestätigen

Der Kaufvorgang selbst ist unkompliziert. Sie gehen auf die Homepage Ihrer depotführenden Bank oder Ihres Onlinebrokers und klicken dann in den Bereich, in dem Wertpapiere gehandelt werden. Dort geben Sie die Kennzahl des gewählten ETFs ein und müssen weitere Angaben zu Ihrem Kauf machen. Dazu gehören unter anderem:

  • Der Handelsplatz: Je nach Handelsplatz, also der ausgebenden Börse, können die Kurse des ETFs leicht schwanken.
  • Das Ordervolumen: Hier bestimmen Sie den Betrag, den Sie anlegen wollen. Daraus ergibt sich die zu dem jeweiligen Kurs mögliche Stückzahl an ETF-Anteilen. Oder Sie geben die Stückzahl vor und das Ordervolumen wird Ihnen angezeigt.
  • Das Orderlimit: Damit setzen Sie eine Obergrenze Ihrer Investition fest.
  • Die Gültigkeit: Sie beschreibt, wann Sie den Kauf durchführen möchten. Entweder am laufenden Tag oder zu einem bestimmten anderen Termin.

Je nach Kaufmaske Ihres Brokers können weitere Angaben hinzukommen. Wenn alle notwendigen Angaben gemacht wurden, erhalten Sie in der Regel eine zusammenfassende Übersicht Ihres ETF-Kaufs. Abschließend müssen Sie den Kauf mit einem TAN-Verfahren bestätigen. Dazu erhalten Sie von Ihrer Bank eine Transaktionsnummer (TAN), die Sie zur Freigabe nutzen. 

ETF Lexikon

Einen Überblick der wichtigsten Begriffe bei Indexfonds erhalten Sie in unserem kostenlosen PDF-Dokument. Jetzt downloaden!

Welche Gebühren fallen beim ETF Kauf an?

Ihre Ausgaben für den Handel mit ETFs setzen sich aus zwei verschiedenen Bereichen zusammen. Zum einen sind das die Gebühren, die durch Ihr Depot entstehen und zum anderen die Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren auflaufen. 

Kosten für das Depot

Für die Verwaltung eines Depots fallen bei einigen Anbietern Gebühren an. Wer ETFs kaufen möchte, sollte deshalb Onlinebroker oder Direktbanken bevorzugen, die eine kostenlose Depotführung anbieten. Andernfalls können Gebühren von 30 € und mehr im Jahr anfallen Welche Kosten per Order bei den einzelnen Anbietern anfallen, können Sie unserem Depot Vergleich entnehmen.

Transaktions- oder Handelskosten

Beim Kauf von ETFs fallen Transaktionskosten an. Diese setzen sich aus Ordergebühren und Handelsplatzgebühren zusammen.

  • Ein Kostenpunkt beim Kauf von Fonds sind die Ordergebühren, die Ihre Bank oder Ihr Onlinebroker für ihre Arbeit nehmen. Diese setzen sich in der Regel aus einer festen Grundgebühr und einem variablen Prozentsatz pro Order zusammen. Wenn Sie beispielsweise pro Order 4,95 € Grundgebühr und zusätzlich 0,25 % des Orderbetrages zahlen, macht das bei einer Oder von 1.000 € eine Gesamtgebühr von 7,45 € (4,95 € + 2,50 €). In der Regel werden die Ordergebühren geringer, wenn Sie viele Transaktionen durchführen. Es gibt dann einen Mengenrabatt. Oder ab einer bestimmten Orderhöhe zahlen Sie Ihrer Bank nur noch eine geringere Gebühr.
  • Zusätzlich kommen noch Handelsplatzgebühren und das Börsenentgelt hinzu. Die Handelsplatzgebühr ist eine Pauschale, in Höhe von einem bis zu mehreren Euro, die der jeweilige Börsenplatz (z.B. Xetra, Börse Stuttgart) erhebt. Das Börsenentgelt errechnet sich aus einem prozentualem Anteil der Anlagesumme und wird ebenfalls an den jeweiligen Börsenplatz bezahlt. 
  • In der Regel sind diese Gebühren beim Kauf von ETFs bereits in den Preisen der Banken enthalten. Häufig bieten Banken und Onlinebroker auch den außerbörslichen Handel mit ETFs, dann entfällt diese Gebühr. Dadurch können diese ETFs günstiger ausgegeben werden. Allerdings sind nicht alle ETFs außerbörslich handelbar.

Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf von ETFs auf Flat-Fee-Angebote der Banken und Broker. Dabei wird Ihnen in bestimmten Aktionszeiträumen eine günstige Pauschale für den Handel mit ETFs angeboten. So können Sie Ihre Transaktionen durchführen und sparen damit einen Teil der sonst üblichen Gebühren.

Wie finde ich den besten ETF? – 6 Tipps

Wie so häufig bei einem Geldanlage Vergleich kann man auch hier nicht sagen: Das ist der beste ETF, der mehr Gewinn verspricht als alle anderen und darum vorbehaltlos zu empfehlen ist. Die Wahl des passenden ETFs ist eine sehr individuelle Entscheidung, da es eine riesige Auswahl gibt. Wir haben für Sie 6 Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Suche nach dem besten ETF behilflich sind und Ihre Entscheidung für einen bestimmten ETF erleichtern.

Tipp 1: Sie benötigen eine Anlagestrategie

Eine Anlagestrategie hilft Ihnen, die für Sie passende Geldanlage zu finden. Anhand der Anlagestrategie können Sie bereits bei klassischen Geldanlagen viel einfacher und schneller eine Entscheidung treffen: Welche Geldanlage passt besser zu mir? Tages- oder Festgeld? Bei komplexeren Investitionen wie dem Kauf von ETFs ist diese deshalb unerlässlich. Denn nur so finden Sie heraus, in welchen Fonds Sie investieren sollten. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Was will ich mit dem ETF erreichen? Überlegen Sie sich ein Anlageziel, zum Beispiel einen Beitrag für Ihre Altersvorsorge zu erzielen oder für eine große Reise zu sparen.
  • Wie hoch darf das Risiko sein, das ich beim Kaufen eines ETFs eingehe? Sind Sie eher der Typ, der das Risiko scheut, dann sind risikoarme ETFs die bessere Wahl. Wenn Ihnen mögliche finanzielle Verluste nicht wehtun, können Sie auch riskantere ETFs kaufen.
  • Wie lange kann ich auf wie viel Geld verzichten? Rechnen Sie sich durch, welche Anlagesumme zu Ihrem Budget passt und wie lange Sie auf das Geld verzichten können bzw. wie lange Sie dafür benötigen, um das geplante Anlageziel zu erreichen.

Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie einen ETF wählen, der Ihren persönlichen Vorlieben und Ansprüchen entspricht.

Tipp 2: Große und breit aufgestellte ETFs machen eher Gewinn

Je größer ein ETF ist und je breiter der Fonds aufgestellt ist, desto besser ist es. So können nämlich Verluste einzelner Aktien durch die Gewinne der anderen Aktien dieser Börse ausgeglichen werden. Darum werden oft ETFs empfohlen, die einen umfassenden Index abbilden. Das sind beispielsweise:

  • Der MSCI World, der Aktien von 1.600 mittlerer bis großer Unternehmen enthält, die weltweit tätig sind.
  • Der Stoxx Europe 600, der die 600 wichtigsten Unternehmen in Europa enthält.

Mit Vorsicht sollten Sie an besonders riskante und spekulative Varianten beim ETF kaufen herangehen. Dazu gehören ETFs, die ausschließlich Emerging-Market-Indizes nachbilden. Das sind Indizes aus Ländern mit großen Wachstumsraten wie etwa der Türkei oder Russland. Aber auch Short-ETFs, bei denen kurzfristig, meist auf Tagesbasis, gehandelt wird sowie gehebelte ETFs zählen zu den riskanten Varianten. Mit einem Hebel können sich Gewinne aber auch Verluste eines Wertpapiers vervielfachen. Diese riskanten Produkte benötigen vom Anleger viel Fachkenntnis und Erfahrung. Deshalb sind sie besonders für Anfänger nicht geeignet.

Tipp 3: Achten Sie auf Unterschiede bei den Kosten für einen ETF

Bei jedem ETF gibt es die Angabe zum TER (Total Expense Ratio), beispielsweise 0,30 oder 0,25 %. Diese Zahl zeigt Ihnen, um wie viele Prozentpunkte Ihr Gewinn pro Jahr, durch Ausgaben für die Fondsverwaltung, reduziert wird. Bei ETFs liegt der TER in der Regel zwischen 0,1 % und 0,5 %. Das ist deutlich weniger als bei klassischen Aktienfonds. Wenn Sie einen ETF mit einem niedrigen TER wählen, können Sie dadurch Ihre Kosten herabsetzen.

Tipp 4: Gewinne können ausgezahlt oder direkt wieder angelegt werden

Sobald Sie ein ETF kaufen möchten, werden Ihnen die Begriffe ausschüttende und thesaurierend Fonds begegnen. Damit wird die Art, wie der Fonds Gewinne ausschüttet, unterschieden.

Ausschüttende Fonds

Bei einem ausschüttenden ETF werden die erzielten Dividenden in bestimmten Intervallen (jährlich, quartals- oder monatsweise) ausgezahlt.

  • Lohnen sich für Anleger, die eine regelmäßige Auszahlung der Gewinne bevorzugen.
  • Bei Deutschen Fonds wird die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt abgeführt, bei ausländischen müssen Gewinne in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Sie als Investor können selbst entscheiden, ob Sie Ihren Gewinn wieder anlegen oder für andere Zwecke verwenden.

Thesaurierende Fonds

Beim thesaurierenden Fonds wird der Gewinn automatisch wieder in den bestehenden Fonds investiert. Dadurch erhöht sich ihr Anteil am ETF und auch ihr weiterer Ertrag.

  • Lohnt sich für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen möchten und nicht kurzfristig auf Gewinne angewiesen sind.
  • Gewinne werden automatisch an das Finanzamt abgeführt. Zu viel gezahlte Steuern, können beim Verkauf des Fonds über die Steuererklärung geltend gemacht werden.
  • Bereits mit wenig Vermögen lässt sich langfristig eine gute Rendite aufgrund des Zinseszinseffektes erreichen. 

Tipp 5: Achten Sie auf die Zusammenstellung des ETFs

Ein ETF bildet immer einen bestimmten Indexfonds ab. Dabei wird zwischen ETFs mit direkter Zusammenstellung (physischen Replikation) und ETFs mit indirekter Zusammenstellung (synthetischer Replikation) unterschieden.

Was ist ein physischer ETF?

Bei der physischen Replikation (direkte Zusammenstellung) wird der Anteil der einzelnen Indexwerte fast vollständig eins zu eins im ETF wiedergegeben. Es handelt sich also um eine vollständige Nachbildung des Index im ETF. Das bedeutet, wenn eine bestimmte Aktie 10 % des Wertes an einer Börse ausmacht, dann wird sie von der Fondsgesellschaft so gekauft, dass sie auch 10 % des ETFs ausmacht.

Was ist ein synthetischer ETF?

Auf der anderen Seite gibt es die synthetische Replikation (indirekte Zusammenstellung). Diese bildet den Index eines ETFs über ein Tauschgeschäft (Swap) nach, bei dem der Index künstlich nachgebildet wird. Dabei geht der ETF-Anbieter einen Vertrag mit einem SWAP-Partner ein. Der SWAP-Partner, z.B. eine Bank, garantiert dem ETF-Anbieter, dass eine bestimmte Indexrendite erreicht wird. Beim Tauschgeschäft investiert der ETF-Anbieter also in einen Markt, von dem sich der SWAP-Partner gute Gewinne erhofft. Das Anlagevolumen eines DAX-basierten ETFs kann beispielsweise an der japanischen Börse investiert werden, um die erhoffte Rendite zu erreichen. Die Rendite, die der eigentliche ETF erreicht und die Rendite der Investition werden letztendlich miteinander verglichen und die Differenz zwischen den Partnern getauscht. Hat das DAX-ETF eine Rendite von 5 % erwirtschaftet und die Investition auf der japanischen Börse 3 %, zahlt der SWAP-Partner die Differenz von 2 % an das ETF aus. 

Was ist zu bevorzugen – physische oder synthetische ETFs?

Bei beiden Varianten gibt es Vor- und Nachteile. Eine klare Aussage, ob es besser ist einen physischen oder synthetischen ETF zu kaufen ist jedoch nicht möglich. Wie immer hängt dies von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Anlagewissen ab. Nach Angaben von Fondsmanagern sind synthetische ETFs grundsätzlich sicher, die Nachfrage nach physischen ETFs jedoch bei Anlegern größer. Aus diesem Grund bevorzugen immer mehr ETF-Anbieter physische ETFs gegenüber synthetischen.

  • Die physische Replikation ist für Sie als Investor besser nachzuvollziehen, da Sie besser abschätzen können, welche Bestandteile (Märkte, Branchen, Rohstoffe) im ETF abgebildet werden. Tatsächlich ist sie jedoch in der Umsetzung komplexer und kostenintensiver. Was sich beim ETF Kauf in den Gebühren der Angabe TER ablesen lässt. Dies kann zur einer Abweichung des eigentlichen Index führen, dem sogenannten Tracking Error. Dies ist besonders bei breit aufgestellten ETFs wie dem MSCI World problematisch, da nur in einen Großteil der Fonds, aus dem der ETF besteht, investiert werden kann. Eine 100 % Nachbildung des Index ist somit nicht möglich.
  • Synthetische ETFs sind dagegen kostengünstiger und können den Index besser nachbilden, da sie nicht alle relevanten Wertpapiere im Fond enthalten müssen. Darüber hinaus sind Nischenmärkte oder bestimmte Rohstoffe, beispielsweise aus Schwellenländern wie Indien, kostengünstig nur über synthetische ETFs zu kaufen. Durch eine mögliche Insolvenz des SWAP-Partners entsteht jedoch ein Kontrahentenrisiko. Im Falle einer Insolvenz würde der Kurs des ETFs stark fallen. Das Risiko ist jedoch gering und auf 10 % des Fondsvermögens begrenzt.

Tipp 6: Ein Hohes Fondsvolumen bietet mehr Sicherheit

Je geringer das Volumen des ETFs insgesamt ist, desto eher kann es passieren, dass der Indexfonds aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt wird. Daher sollte beim Kauf eines ETFs auf die Höhe des Volumens geachtet werden. Bei Fonds mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro ist das Risiko der Schließung sehr gering. Deshalb empfehlen Experten eher in Fonds mit einem Volumen von mindestens 100 Millionen Euro zu investieren. 

Checkliste: So finden Sie das beste ETF

  • Der ETF sollte zu Ihrer persönlichen Anlagestrategie passen
  • Achten Sie darauf, dass der gewünschte ETF breit aufgestellt ist
  • Für Anfänger gilt: Finger weg von riskanten ETF-Varianten
  • Die Kosten der Fondsverwaltung sollten möglichst gering sein
  • Sie müssen wissen, ob der Gewinn ausgezahlt oder direkt wieder angelegt wird
  • Achten Sie darauf, ob der Fonds physisch mit den Originalaktien oder synthetisch mit fremden Aktien zusammengestellt ist
  • Investieren Sie in ETFs mit einem großen Fondsvolumen über 100 Millionen Euro

Wann kaufe ich ETFs am besten?

Wann Sie mit ETFs kaufen oder verkaufen können, hängt vom ausgewählten Handelsplatz ab. Bei den Handelsplätzen werden drei verschiedene Gruppen unterschieden:

  • die Parkettbörsen, z.B. die Börse Stuttgart, München oder Frankfurt
  • der elektronische Handel, z.B. XETRA, EUREX oder NASDAQ
  • der außerbörsliche Handel, z.B. Tradegate und Lang & Schwarz
Öffnungs- und Handelszeiten der einzelnen Börsen

Je nach Handelsplatz gibt es unterschiedliche Öffnungs- und damit Handelszeiten. An der Börse Stuttgart können Sie von 8:00 bis 22:00 Uhr ETFs kaufen, an der Börse München gibt es kürzere Öffnungszeiten von 8:00 bis 20:00 Uhr. Beim elektronischen Handel über XETRA besteht die Möglichkeit nur zwischen 9:00 und 17:30 Uhr.

Sie können ETFs, die in Deutschland nicht gehandelt werden, auch an ausländischen Börsen zu den dort üblichen Handelszeiten kaufen. Zum Beispiel in Shanghai oder Tokyo. Allerdings entstehen dort höhere Gebühren als in Deutschland.

Wenn Sie außerhalb der Öffnungszeiten der Börsen mit ETFs handeln wollen, können Sie den außerbörslichen Handel nutzen. Dazu gibt es Online-Plattformen wie Tradegate und Lang & Schwarz. Von Vorteil sind hier die niedrigen Ordergebühren. Allerdings müssen Sie mit schlechteren Kursen im Vergleich zum Börsenhandel rechnen.

Ein ETF Sparplan als günstige und einfache Alternative zum Direktkauf von ETFs

Sie müssen nicht einen einzelnen ETF kaufen, sondern können sich auch an einem ETF Sparplan beteiligen. Das ist eine besonders einfache Form der Geldanlage in ETFs, die viele Banken und Onlinebroker anbieten. Mit einem ETF Sparplan investieren Sie regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum mit geringen Einzahlungen in ETFs. Zu den Vorteilen gehören:

  • Sie können bereits kleine Beträge von 25 € monatlich anlegen.
  • Sie können die Sparpläne jederzeit kündigen, die Sparraten erhöhen oder reduzieren.
Welche Gebühren entstehen beim ETF kaufen?

Die Risiken beim ETF kaufen richtig einschätzen

Ein ETF bietet viele Vorteile. Trotzdem sind mit der Investition in diese Indexfonds auch Risiken verbunden. Es handelt sich schließlich um einen Fonds, der aus verschiedenen Aktien besteht. Und der Wert von Aktien ist Kursschwankungen unterworfen. So kann der Kurs einzelner Aktien, die für einen Index wichtig sind, und auch der Wert des gesamten Index einbrechen. Das ist dann mit Verlusten bei Ihnen als Anleger verbunden.

Es ist aber empfehlenswert nicht gleich bei den ersten Anzeichen einer schlechten Phase die Wertpapiere zu verkaufen. In vielen Fällen erholt sich der Markt wieder. Ein gutes Beispiel dafür ist der Deutsche Aktienindex DAX. In den vergangenen zehn Jahren gab es erhebliche Wertschwankungen beim Eröffnungskurs von 8.101,89 Punkten (am 10.07.2007) über 3.699,33 Punkte (06.03.2009) bis zu 12.998,66 Punkten (24.10.2017). Das Beispiel zeigt, dass es sich lohnen kann, Wertpapiere bei schlechten Kursen nicht zu verkaufen, sondern diese Phase auszusitzen und auf bessere Kurse zu warten.

Risiken durch Insolvenzen und Wechselkursschwankungen

Ein weiteres Risiko besteht beim synthetisch (indirekt) zusammengestellten ETFs. Die Fondsgesellschaft arbeitet dann mit einem Tauschpartner zusammen. Das kann zum Beispiel eine Bank sein. Diese Bank garantiert den Wert des ETFs. Sollte sie zahlungsunfähig werden, kann der gesamte ETF gefährdet sein. Dieses Verlustrisiko ist jedoch gering und auf 10 % des Fondsvermögens begrenzt.

Außerdem besteht ein Risiko bei ETFs, die in fremden Währungen gelistet werden. Dazu gehört auch der MSCI World ETF, der in Dollar geführt wird. Sollten sich die Wechselkurse zwischen Euro und Dollar verschlechtern, kann es passieren, dass diese Wechselkursschwankungen den Wert Ihrer Geldanlage vermindern. Das kann vorkommen, wenn Sie Ihre Wertpapiere bei einem hohen Eurokurs einkaufen und mit einem schlechten Eurokurs verkaufen wollen. 

Einteilung in Risikoklassen gibt einen Hinweis

Wenn Sie einen ETF kaufen wollen und nicht wissen, welcher der beste ETF für Sie ist, kann Ihnen die Angabe der Risikoklasse des Fonds helfen. Jeder Fonds wird von seinem Anbieter in eine von fünf Risikoklassen eingeteilt. 

RisikoklasseRichtungRisiko
1sicherheitsorientiertgering
2ertragsorientiertmoderat
3wachstumsorientiertetwas höher
4risikoorientiertüberdurchschnittlich
5spekulativunbegrenzt

Die entsprechende Risikoklasse wird in den Produktinformationsblättern oder in den Factsheets der ETFs angegeben. Allerdings gibt es keine gesetzliche Vorgabe oder Richtlinie für die Zuordnung zu einzelnen Risikoklassen. Die Anbieter von ETFs nehmen die Einteilung selbst vor. Trotzdem kann sie Ihnen bei der Wahl des ETFs einen Hinweis zum möglichen Risiko Ihrer Anlage geben. Wenn Ihnen mit einem hohen Risiko nicht wohl ist, dann entscheiden Sie sich besser für ein geringeres Risiko.

Außerdem sind Finanzinstitute laut Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, im Rahmen der Kundenberatung eine Angemessenheitsprüfung durchzuführen. Dabei werden die Erfahrungen, die Kenntnisse und das Verständnis des Kapitalmarkts beim Kunden abgefragt. Beim Kauf von Wertpapieren über eine Onlinebank muss mit einem Warnhinweis auf der Homepage auf die Risiken des Handels mit Aktien und Fonds hingewiesen werden. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich Kunden der bestehenden Risiken bewusst sind.

Steuerliche Behandlung der ETFs wird einfacher

Es gibt Unterschiede bei der steuerlichen Behandlung Ihrer Gewinne. Je nachdem in welchem Land der ETF aufgelegt wird, ob er die Gewinne regelmäßig ausschüttet oder wie der Fonds zusammengestellt ist. Daraus ergibt sich ein unterschiedlicher Aufwand beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung je nach gewählten ETF. Mit dem 1. Januar 2018 treten neue Regelungen im Rahmen des Investmentsteuerreformgesetzes in Kraft. Ziel ist es die steuerliche Behandlung der verschiedenen ETFs anzugleichen. Gleichzeitig wird dadurch das Ausfüllen der Steuererklärung vereinfacht. Bitte informieren Sie sich über die Zahlung der Abgeltungssteuer und die Vorteile eines Freistellungsauftrags bei Ihrem Steuerberater.

Vergleich.de Tipp

Eine gute Unterstützung bei der Auswahl und beim Kauf von ETFs können Robo-Advisor sein. Das sind digitale Programme, die Kunden in Finanzfragen unterstützen. Sie empfehlen zum Beispiel individuell passende ETFs und können sogar Ihre gesamte Geldanlage verwalten. Das ist besonders für unerfahrene Anleger hilfreich, die Unterstützung bei Ihrer Anlagestrategie benötigen.

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