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Geldanlage

Tagesgeldzinsen: So bekommen Sie die besten Zinsen für Ihr Tagesgeld!

Das Tagesgeldkonto gehört zu den beliebtesten Geldanlagen in Deutschland. Doch durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank wirft die Anlageform immer weniger Rendite ab. Wir erklären Ihnen, wie Sie trotz der angespannten Zinslage von Ihrer Bank gute Tagesgeldzinsen erhalten.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wie hoch sind die aktuellen Zinsen für Tagesgeld?

      Sie erhalten aktuell auf ein Tagesgeldkonto Zinsen zwischen 0,1 und 0,50 %. Hohe Tagesgeldzinsen zahlen zurzeit fast ausschließlich ausländische und Online-Banken. Die folgende Tabelle zeigt die besten Tagesgeldzinsen für einen Sparbetrag in Höhe von 10.000 €.

      Die aktuell besten Zinsen für Tagesgeld bei einem Anlagebetrag von 10.000 €

      ZinsenAnbieterHerkunftsland
      0,50 %Hoist FinanceSchweden
      0,50 %Nordax BankSchweden
      0,50 %Resurs BankSchweden
      0,50 %Komplett BankNorwegen
      0,40 %Südtiroler SparkasseItalien
      0,35 %mymoneybankFrankreich
      0,30 %RaboDirectNiederlande
      0,22 %Austrian Anadi BankÖsterreich

      Quelle: Vergleich.de, Stand: 03.09.2019

      Schon gewusst? Im Jahr 2008 waren die Zinsen deutlich höher. Banken haben auf eine Anlagesumme von 5.000 € bis zu 4 % Tagesgeldzinsen gezahlt. Mittlerweile sind die Zinsen durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf einem Tiefststand angelangt.

      Trotz des Niedrigzinsniveaus bietet die Geldanlage Tagesgeld einige Vorteile für Sparer, denn anders als beim Festgeld können Sie jederzeit auf Ihr Erspartes zugreifen und bekommen trotzdem Zinsen auf Ihre Einlagen gezahlt. Tagesgeld lohnt sich deshalb besonders für Sparer, die ihr Geld flexibel und für einen kurzen Zeitraum anlegen und jederzeit auf ihre Einlagen zugreifen möchten.

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      Realzins: So viel Rendite werfen Tagesgeldzinsen tatsächlich ab

      Ihr Geld verliert durch die Inflation jedes Jahr an Kaufkraft. Ziehen Sie die aktuelle Inflationsrate von 1,3 % (Stand: März 2019) von den zurzeit möglichen Tagesgeldzinsen ab, wird schnell deutlich, dass die Zinserträge den Kaufkraftverlust des Geldes nur abdämpfen können. Eine positive Realrendite lässt sich mit den Tagesgeldzinsen zurzeit nicht erwirtschaften. Das folgende Beispiel zeigt, wie die Realrendite bei einem Tagesgeldzins von 0,70 % und einer Inflation von 1,3 % nach einem Jahr ausfällt:

      Reale Rendite einer Tagesgeldanlage nach Abzug der Inflationsrate

      AnlagesummeTagesgeldzinsInflationsrateRealzinsAuszahlung (1 Jahr)Tatsächlicher Wert (abzüglich Inflation)
      10.000 €0,70 %1,3 %- 0,60 %10.070 €9.869,09 €

      Fazit: Legen Sie Ihr Geld für 1 Jahr flexibel auf einem Tagesgeldkonto an und bleibt der Tagesgeldzins während der Laufzeit konstant bei 0,70 %, wird Ihrem Konto über das Jahr gerechnet 70 € an Zinseinnahmen gutgeschrieben. Berechnet man nun die Inflationsrate von 1,3 % hinzu, beträgt der tatsächliche Wert Ihres Guthabens jedoch nur noch ca. 9.869 €. Sie haben also Geld verloren, denn Ihre Realrendite entspricht nicht 0,70 % sondern -0,60 %. Immerhin haben Sie mit dem Tagesgeldzins den Inflationsverlust ausgebremst. Denn ohne die Zinserträge hätte die Inflationsrate Ihr Guthaben noch weiter entwertet.

      Wie bekomme ich die besten Zinsen für Tagesgeld?

      Wie bekomme ich die besten Zinsen für Tagesgeld?

      Trotz des allgemeinen Niedrigzinsniveaus gibt es Strategien, höhere Tagesgeldzinsen zu bekommen. Wir haben für Sie fünf Möglichkeiten zusammengefasst.

      Tagesgeldkonten im Ausland bieten bessere Zinsen

      Vor allem ausländische Direktbanken zahlen höhere Zinsen aufs Tagesgeld, um Kunden zu binden und sich günstig Einlagen zu sichern. Aktuell sind in anderen EU-Ländern wie Frankreich, Italien oder Schottland Zinsen von über 1 % und mehr möglich. Und wie sieht es mit der Sicherheit bei einem Tagesgeldkonto im EU-Ausland aus? Geldanlagen im EU-Ausland sind durch die europäische Einlagensicherung bis 100.000 € abgesichert. Trotz der EU-weiten Absicherungen sollten Sie sich vor Abschluss Ihres Tagesgeldkontos – besonders bei sehr hohen Zinsangeboten - genau über die Bonität der Bank und des jeweiligen Landes informieren. Der Grund: Geht die Bank Pleite, muss das EU-Land einspringen und die Sparer über die eigenen Einlagensicherungsfonds entschädigen.

      Tipp: Um die Bonität eines Landes zu prüfen, in dem Sie Ihr Geld anlegen, können Sie die Länderratings der drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch heranziehen. Eine Liste mit den aktuellen Ratings finden Sie bei der Börsen-Zeitung.

      Neukunden bekommen oft Sonderkonditionen

      Neukunden profitieren von besseren Zinssätzen, denn viele Banken locken mit Sonderzinsen, die ab Kontoeröffnung in der Regel für einige Monate garantiert werden. Sie erhalten also wie bei den Festgeldzinsen eine Zinsgarantie für einen festgelegten Zeitraum. Die Zeiträume für Garantiezinsen liegen meist zwischen 4 Monaten und 1 Jahr. Läuft der Garantiezins aus, sinkt der Zinssatz allerdings oft wieder auf das Niveau für Bestandskunden.

      Wollen Sie Ihr Tagesgeld über den Garantiezeitraum hinaus anlegen, empfehlen wir Ihnen, den Aktionszins mit dem niedrigeren Anschlusszins zu verrechnen. Dadurch ermitteln Sie den wirklichen Zins Ihrer Geldanlage.

      Tipp: Lassen Sie sich von den Lockzinsen der Banken nicht blenden! Folgendes Rechenbeispiel macht dies deutlich: Eine Bank bietet Ihnen als Neukunde ein Tagesgeldkonto, das in den ersten 4 Monaten mit 0,75 % fest verzinst ist. Im Anschluss greift jedoch wieder ein variabler Zins von 0,20 %. Vorausgesetzt der variable Zins verbleibt während der 12 Monate bei 0,20 %, ergibt sich aus den beiden Zinssätzen auf 12 Monate gerechnet ein Mischzins von 0,38 %. Für eine Geldanlage von 10.000 € würden Sie also nach 12 Monaten nur 38 € statt 75 € an Zinsen bekommen. Suchen Sie also nach einer Bank, die einen guten Mischzins bietet.

      Garantiezinsen haben Vor- und Nachteile

      Ein festgelegter Garantiezins für einige Monate lohnt sich vor allem, wenn in Zukunft mit einem sinkenden Zinsniveau zu rechnen ist. In diesem Fall sollten Sie nach Möglichkeit Angebote mit einem langen Aktionszeitraum wählen. Ein Garantiezins bietet aber nicht nur Vorteile: Steigt das Zinsniveau im Garantiezeitraum, können Sie von den besseren Konditionen nicht profitieren. Der Grund: Garantiezinsen sind nicht variabel und werden deshalb auch nicht an das aktuelle Zinsniveau angepasst. Entscheiden Sie sich deshalb bei steigenden Zinsen eher für einen variablen Zins, damit Sie immer die lukrativsten Zinsen für Ihr Geld bekommen.

      Tipp: Alles zum Thema Zinsen mit aktueller Zinsprognose erfahren Sie in unserem Ratgeber aktuelle Zinsen.

      Anlagestrategie: Werden Sie Tagesgeld-Zins-Hopper!

      Anlagestrategie „Zins-Hopper“ anwenden

      Sie können Neukunden-Aktionen der Banken für sich besonders gut nutzen, indem Sie das sogenannte „Zins-Hopping“ als Anlagestrategie anwenden: Sie eröffnen als Neukunde bei einer Bank mit Garantiezins ein Tagesgeldkonto und kündigen sofort nach Ablauf der Zinsgarantie das Konto wieder. Im Anschluss suchen Sie sich wieder eine neue Bank mit einem guten Neukunden-Angebot. Durch diese Strategie bekommen Sie immer die besten Tagesgeldzinsen am Markt. Zins-Hopping funktioniert aber nur, wenn Sie sich regelmäßig über die besten Zinsangebote am Markt informieren und bereit sind, immer wieder das Tagesgeldkonto zu wechseln.

      Tipp: Beachten Sie, dass viele Banken ihre Kunden nach der Kündigung für einen bestimmten Zeitraum für weitere Neukunden-Angebote sperren. Erst nach Ablauf der Sperrfrist, die je nach Bank einige Monate oder Jahre dauern kann, werden Sie von der Bank wieder als Neukunde gewertet und können erneut von höheren Tagesgeldzinsen für Neukunden profitieren. Einige Banken schließen ehemalige Kunden sogar für immer von Neukunden-Angeboten aus.

      Der maximale Anlagebetrag beeinflusst die Höhe der Tagesgeldzinsen

      Banken legen bei der Verzinsung von Tagesgeld in der Regel einen Maximalbetrag fest. Überschreitet Ihr Anlagebetrag diese Summe, zahlt Ihnen die Bank für den darüber liegenden Betrag keinen oder nur noch einen geringen Zins. Die darunter liegende Summe bleibt von der Zinssenkung meist unberührt. Die Konditionen können jedoch von Bank zu Bank stark variieren. Achten Sie deshalb bei Abschluss eines Tagesgeldkontos genau darauf, bis zu welchem Betrag Ihre Bank Ihnen welchen Zinssatz zahlt.

      Tipp: Zinsen aufs Tagesgeld bekommen Sie oft bereits ab einem Anlagebetrag von 1 Cent. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: So kann je nach Vertragskonditionen eine Mindestanlage für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos die Voraussetzung sein.

      Tagesgeld oder Festgeld – welche Geldanlage ist besser?

      Tagesgeld oder Festgeld – welche Geldanlage ist besser?

      Ob Tagesgeld oder Festgeld die richtige Anlage für Ihre Ersparnisse ist, hängt vor allem von Ihren Sparzielen ab: Möchten Sie eine möglichst hohe Verzinsung Ihrer Geldanlage erreichen und können Sie langfristig auf Ihr Geld verzichten, dann ist Festgeld eine gute Anlageform. Möchten Sie hingegen nur kleinere Summen anlegen, regelmäßig auf Ihre Einlagen zugreifen und öfter die Bank wechseln, ist Tagesgeld die richtige Wahl.

      Achten Sie auf das aktuelle Zinsniveau

      Bei der Frage nach der richtigen Anlageform spielt auch das aktuelle Zinsniveau eine wichtige Rolle:

      • Sind die Zinsen hoch, kann sich eine Festgeldanlage eher für Sie lohnen. So können Sie sich das gute Zinsniveau für einen möglichst langen Zeitraum sichern und sind gegen fallende Zinsen abgesichert.
      • Ist das allgemeine Zinsniveau hingegen sehr niedrig, machen Sie mit Tagesgeld nichts falsch: Denn sollte das Zinsniveau steigen, können Sie sofort auf Ihr Geld zugreifen und es zu besseren Konditionen anlegen.

      Nehmen wir an, Sie legen 30.000 € zu 0,5 % (aktueller Top-Zins in unserem Tagesgeld Vergleich Stand: September 2019) als Tagesgeld bei einer Bank an. Gleichzeitig investieren Sie 30.000 € in Festgeld. Das Festgeld ist für 2 Jahre festgeschrieben und mit 1,30 % verzinst.

      Vergleich des Zinsertrags von Tagesgeld und Festgeld beim aktuellen Zinsniveau

       AnlageformAnlagesummeZinsZeitraumZinsertrag
      Anlage 1Tagesgeld30.000 €0,5 %2 Jahre300 €
      Anlage 2Festgeld30.000 €1,30 %2 Jahre789 €

      Fazit: Wir gehen bei dieser Rechnung davon aus, dass der variable Zins für Tagesgeld über den Zeitraum von 2 Jahren konstant bei 0,5 % bleibt. Am Ende der 2 Jahre haben Sie mit der Anlage 1 (Tagesgeld) 300 € an Zinsen verdient. Die Anlage 2 (Festgeld) hat Ihnen im selben Zeitraum 789 € gebracht.

      Wechsel zwischen Tagesgeld und Festgeld kann sich lohnen

      Auf den ersten Blick erscheint die oben beschriebene Festgeldanlage die bessere Anlagevariante für Ihre Spareinlagen zu sein. Sie haben bei Festgeld allerdings keine Möglichkeit, auf Ihr Geld zuzugreifen. Das bedeutet für Sie: Steigt das Festgeldzinsniveau im Anlagezeitraum, können Sie sich den besseren Zins nur sichern, wenn Sie Ihr Geld vorher in Tagesgeld angelegt haben. Denn beim Tagesgeld haben Sie immer Zugriff auf Ihre Einlagen und können somit auch jederzeit zu einem besseren Zinsangebot wechseln.

      Haben Sie beispielsweise zu 0,7 % in Tagesgeld investiert und steigen die Festgeldzinsen nach einem Jahr auf 2,50 %, können Sie Ihr Geld vom Tagesgeldkonto abziehen und es zu den neuen Konditionen auf ein Festgeldkonto transferieren. Die Rechnung für Ihre Anlage 1 sieht nach Ablauf der beiden Jahre dann wie folgt aus.

      Zinsertrag bei Wechsel nach 1 Jahr von Tagesgeld zu Festgeld

      AnlageformZeitraumAnlagesummeZinsZinsertrag
      Tagesgeldim 1. Jahr30.000 €0,7 %210 €
      Festgeldim 2. Jahr30.000 €2,5 %750 €

      Fazit: Sie haben die 30.000 € das erste Jahr in Tagesgeld angelegt und in dieser Zeit 210 € an Zinsen erhalten. Nach einem Jahr haben Sie die 30.000 € auf ein mit 2,50 % verzinstes Festgeldkonto verschoben. Dadurch haben Sie am Ende des zweiten Jahres nochmal 750 € Zinsen ausgezahlt bekommen. Insgesamt haben Sie in den zwei Jahren also 960 € an Zinsen eingenommen.

      Hinzu kommt, dass Sie im ersten Jahr durch die Geldanlage in Tagesgeld zusätzlich noch von dem Zinseszins-Effekt profitieren, denn beim Tagesgeld werden Ihnen im Gegensatz zu vielen Festgeld-Anlagen die Zinsen immer sofort auf Ihr Anlagekonto gutgeschrieben. Dadurch erhalten Sie auf die bereits erzielten Zinserträge ebenfalls nochmal Zinsen. Beim Festgeld findet die Zinsausschüttung oft erst am Ende der Laufzeit statt.

      Vergleich.de Tipp

      Denken Sie dran, dass Zinserträge bei Ledigen bis 801 € und bei Verheirateten bis zu 1.602 € steuerfrei sind. Vergessen Sie also nicht für Ihr Tagesgeldkonto einen Freistellungsauftrag zu beantragen. Andernfalls greift die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags.

      Kontoeröffnung mit Postident

      Eröffnen Sie ein Online-Konto, muss Ihre Identität sichergestellt werden. Das sogenannte Postident-Verfahren dient der Identifizierung. Was sich kompliziert anhört, ist aber in wenigen Schritten erledigt.

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      Depotkosten im Vergleich

      Für Ihr Depot zahlen Sie Depotgebühren und Orderkosten. Worauf Sie bei der Wahl Ihres Depots achten sollten um langfristig Ihre Rendite zu maximieren und wie Sie ein günstiges Depot finden, lesen Sie hier.

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