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Geldanlage

Clever sparen für Kinder – auf die richtige Geldanlage kommt es an!

Ob einmalige Geldgeschenke oder regelmäßige Sparraten für das eigene Kind, den Enkel oder das Patenkind. Wir erklären Ihnen, worauf es beim Sparen für Kinder ankommt, welche Geldanlagen in zinsschwachen Zeiten noch Rendite bringen und was bei der Auswahl eines Kinderkontos zu beachten ist.

Clever sparen für Kinder
  • Inhaltsverzeichnis
    • Sparen für Kinder: Welche Geldanlage ist geeignet?

      Wenn Sie für Ihre Kinder sparen wollen, gibt es zwei sinnvolle Alternativen. Entweder investieren Sie in Aktien, erwirtschaften also einen Gewinn durch eine Wertsteigerung der Aktien. Dafür sind passiv verwaltete Aktienfonds (ETFs) geeignet. Oder Sie entscheiden sich für Zinssparen, dann sind ein Festgeldkonto, ein Tagesgeldkonto oder ein verzinstes Girokonto speziell für Kinder interessant. Welche Geldanlage für Ihre Kinder die geeignete ist, hängt von drei Faktoren ab. Dazu gehören

      • das Sparziel: Was wollen Sie mit dem Ersparten erreichen? Soll damit der Führerschein finanziert oder Rücklagen für das Studium angespart werden? Oder soll das Kind lernen, mit eigenem Geld umzugehen?
      • die Laufzeit der Anlage: Wie lange soll das Geld festgelegt sein? Kann das Kind jederzeit an den gesparten Betrag heran oder wird das Geld erst in 10 oder 20 Jahren für eine große Ausgabe benötigt?
      • die Höhe der Beträge und die Häufigkeit des Einzahlens: Handelt es sich um eine einmalige große Summe oder um viele kleine Beträge, die zum Beispiel zu den Geburtstagen eingezahlt werden?

      Im Folgenden zeigen wir Ihnen empfehlenswerte Geldanlagen für Kinder und erklären, unter welchen Bedingungen sie sinnvoll sind.

      Aktienfonds und ETFs als langfristige Geldanlage für Kinder

      Ausgangssituation: Mein Kind soll bei seiner Volljährigkeit eine finanzielle Starthilfe erhalten, zum Beispiel für den Führerschein. Deshalb möchte ich für die nächsten 15 Jahre Geld anlegen und dabei einen möglichst hohen Ertrag erzielen.

      So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Möchten Sie über einen längeren Zeitraum von 10 oder 20 Jahren für Ihr Kind sparen und soll der Gewinn möglichst hoch sein, dann sind Aktienfonds besonders gut geeignet. Aktienfonds sind ein ganzes Paket von Aktien. Damit ist das Risiko breit gestreut, denn falls eine Aktie des Fonds an Wert verliert, kann der Verlust von anderen Aktien gemildert werden. Stiftung Warentest empfiehlt beim Sparen für Kinder passive Aktienfonds, Exchange-traded Funds (ETFs), die die Kursentwicklung eines ausgewählten Aktienindex wiedergeben.

      Bei ETFs hat sich insbesondere der MSCI World ETF bewährt, ein weltweiter Fonds, der die Kursentwicklung von rund 1.600 Unternehmen abbildet. Dazu gehören die größten international tätigen Konzerne wie Apple, Alphabet und Exxon Mobil. Der MSCI World ist nicht nur einer der ältesten Indizes, er gilt außerdem als sichere Geldanlage, die kontinuierlich Gewinn erwirtschaftet.

      Mit einem ETF Sparplan für Kinder können Sie darüber hinaus regelmäßig auch kleine Beträge ab 25 € monatlich einzahlen und sparen. Dabei bleiben Sie flexibel, denn Sie können jederzeit aussteigen oder die Sparraten verändern.

      Rendite: ETFs erwirtschaften über einen Zeitraum von 10 und mehr Jahren eine hohe Rendite, im Durchschnitt um die 7 %. Dieser Gewinn ist aber mit einem Risiko verbunden, denn es handelt sich um Aktien, sodass Kursschwankungen und Verluste möglich sind.

      Gut zu wissen! Lange Zeit galt ein Banksparplan als gute Möglichkeit zum Sparen. Bei diesem Sparplan zahlen Sie für einen festgelegten Zeitraum von mehreren Jahren monatlich eine bestimmte Summe in den Sparplan ein und erhalten dafür Zinsen. Viele Banken haben aber wegen der zurzeit sehr niedrigen Zinsen ihr Angebot an Banksparplänen deutlich reduziert oder sogar ganz aus dem Programm genommen. Die Zinsen, die dabei gezahlt werden, sind sehr niedrig, teilweise unter 0,1 %. Langfristig gesehen ist eine sinnvolle Geldanlage für Kinder in Aktienfonds und ETFs die bessere Variante.

      Unser Tipp: Für den An- und Verkauf von Aktien und ETFs benötigen Sie ein Depot, mit dem Sie Ihre Wertpapiere verwalten. Es gibt spezielle Junior-Depots, die zu spekulative Wertpapiere ausschließen, sodass sich die darin angebotenen Anlagen auf weniger riskante Investments beschränken. Beachten Sie bei der Auswahl die entstehenden Depotkosten, die den Gewinn aus den ETFs verringern können. Einen Überblick über die aktuellen Angebote erhalten Sie in unserem Depot Vergleich.

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      Festgeldkonto für Kinder bei größeren Summen und mehrjähriger Anlagedauer

      Ausgangssituation: Mein Kind hat zum 10. Geburtstag von meinen Schwiegereltern 5.000 € geschenkt bekommen, die für seine Ausbildung genutzt werden sollen.

      So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Für Geldbeträge, auf die Sie nicht kurzfristig zugreifen müssen, eignen sich verzinste Geldanlagen wie beispielsweise das Festgeld. Der Geldbetrag ist für mehrere Jahre fest angelegt und kann so für zukünftige Ausgaben wie Studium, Ausbildung oder Führerschein zurückgelegt werden. Je länger das Geld angelegt wird, desto höher die Verzinsung. Bedenken Sie jedoch, dass es sich bei einem Festgeldkonto um eine langfristige Geldanlage handelt, das bedeutet, dass Sie auf das Geld Ihres Kindes erst nach Ablauf der Anlagezeit zugreifen können bzw. nur gegen eine Strafgebühr. Ihre Spareinlagen sind bis zu 100.000 € durch mehrere Sicherungssysteme vollständig geschützt.

      Rendite: Ein Festgeldkonto für Kinder ist besser verzinst als beispielsweise ein Tagesgeldkonto oder ein Sparbuch. Die besten Festgeldzinsen liegen aktuell bei ca. 1 % bis 1,4 %.

      Unser Tipp: Eine Anlage in Festgeld mit einem Anlagehorizont über 5 Jahren ist aktuell nicht empfehlenswert. Die Sparzinsen befinden sich auf einem historischen Tiefststand, in den nächsten Jahren kann es zu einer Zinssteigerung kommen. Wenn Sie jetzt eine zu lange Laufzeit wählen, kann es sein, dass das Kapital auch bei einem Zinsaufschwung an das dann schlecht verzinste Festgeldkonto gebunden ist.

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      Anlagebetrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Jahre, Zinsertrag: 390,00 €, imprebanca, Stand: heute

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      Tagesgeldkonto für Kinder bei kleineren Geldgeschenken zwischendurch

      Ausgangssituation: Mein Kind bekommt von den Großeltern, Verwandten und Paten zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten Beträge zwischen 10 und 50 € geschenkt.

      So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Ein Tagesgeldkonto eignet sich, wenn kleinere Summen flexibel verwaltet werden sollen. Das Ersparte kann bei Bedarf abgehoben werden und beispielsweise für die Klassenfahrt oder die neue Kinderzimmereinrichtung verwendet werden. Das Tagesgeldkonto ersetzt damit die Funktionen, die früher das Sparbuch für Kinder übernommen hat. Neben einer besseren Verzinsung bietet das Tagesgeldkonto für Kinder hohe Flexibilität, lässt sich unkompliziert online verwalten und kommt ohne Beschränkung der Abhebesumme aus. Sofern Sie sich beim Tagesgeld Vergleich für eine Bank innerhalb der EU entscheiden, ist das Ersparte durch die europäische Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 € geschützt.

      Rendite: Für einen Sparbetrag in Höhe von 5.000 € erhalten Sie aktuell Zinsen bis zu ungefähr 0,6 %. Damit ist der Zinssatz, den Sie für Ihre Spareinlage erhalten, höher als bei einem Sparbuch aber niedriger als bei einem Festgeldkonto.

      Unser Tipp: Sobald größere Summen angespart worden sind, sollten Sie einen Teilbetrag abheben und in eine besser verzinste Geldanlage wie beispielsweise ein Festgeldkonto oder einen ETF investieren.

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      Sparen für Kinder: Kind soll Umgang mit Geld lernen

      Verzinstes Kinderkonto für das Taschengeld

      Ausgangssituation: Mein Kind ist 11 Jahre alt, erhält regelmäßig Taschengeld und soll lernen, damit umzugehen.

      So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Experten empfehlen, dass Kinder ab 10 Jahren über ein eigenes Kinderkonto verfügen sollten. Kinder können so unter geschützten Bedingungen die Verwaltung und Überweisung von Geld sowie den Einsatz der Banking-App und der Geldkarte erlernen. Das Taschengeld, das bis dato bar ausgezahlt wurde, kann von den Eltern per Dauerauftrag auf das Kinderkonto überwiesen werden. Kinderkonten sind vollwertige Girokonten, für die die Bank jedoch keine Kontoführungsgebühren erheben darf. Nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest zahlen 72 Banken sogar geringe Guthabengebühren (Stand: 01/2019). Außerdem sieht der Gesetzgeber vor, wenn Sie ein Kinderkonto eröffnen, dass es als Guthabenkonto zu führen ist. Das heißt, eine Überziehung des Kontos ist nicht möglich. Aber Achtung: Nach Erreichen der Volljährigkeit oder dem Abschluss einer Ausbildung sind Kinderkonten häufig nicht mehr kostenfrei, hier lohnt sich fast immer ein Kontowechsel.

      Rendite: Die Rendite bei Kinderkonten ist sehr gering. Sie liegt höchstens bei ungefähr 0,5 %. Nur in wenigen Ausnahmefällen werden Zinsen bis zu 3 % gezahlt, dann aber nur bei regional begrenzten Angeboten.

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      Girokonto Vergleich

      Unser Tipp: Zusätzlich zum Girokonto Vergleich erkundigen Sie sich am besten in einer Filialbank vor Ort, die oft sehr gute Angebote haben. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken setzen auf frühe Kundenbindung und bieten für ihre Kinderkonten eine ordentliche Verzinsung, z.B. das MäuseKonto der Hamburger Sparkasse mit 3 % für Beträge bis 500 € (Stand: 12/2019).

      Auf wessen Namen soll ich das Konto für Kinder eröffnen?

      Sie haben die Möglichkeit, den Sparplan, das Konto oder das Depot auf Ihren eigenen Namen oder den des Kindes zu eröffnen. Beide Möglichkeiten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

      Sparen auf den Namen des Kindes – Vorteile und Nachteile

      • Das Geld ist mündelsicher und gehört zu 100 % dem Kind. Die Erziehungsberichtigten erhalten eine Vollmacht, bis das Kind 18 Jahre alt ist, und können nur auf das Geld zugreifen, wenn sie nachweisen, dass es für das Kind verwendet wird.
      • Das Kind erhält einen eigenen Steuerfreibetrag von rund 9.600 € pro Jahr (Beantragung über die sogenannte NV-Bescheinigung beim Wohnsitzfinanzamt).
      • Einige Banken bieten Zinsaufschläge oder Bonuszahlungen für Kinderkonten.
      • Bei Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) wird das ersparte Geld dem Kind zugeordnet und als eigenständiger Freibetrag anerkannt. Der Betrag wird nicht zum Vermögen des Leistungsempfängers gerechnet.
      • Aufwändige Kontoeröffnung nur mit Geburtsurkunde und Legitimation beider Eltern.
      • Bei zu hohen Einnahmen geht die kostenlose Mitversicherung des Kindes in der gesetzlichen Krankenversicherung verloren. Auch Zinserträge zählen zu den Gesamteinnahmen. Die Grenze für das anrechenbare Gesamteinkommen des Kindes liegt bei 450 € monatlich.
      • Kürzung beim BAföG, wenn das Vermögen des Kindes 7.500 € überschreitet.
      • Mit Erreichen der Volljährigkeit hat das Kind das alleinige Verfügungsrecht, kann auf das Geld zugreifen und es zweckentbunden ausgeben. Haben beispielsweise die Eltern für das Studium oder den Führerschein gespart, gibt es keine Garantie, dass das Kind das Geld nicht anderweitig ausgibt.

      Sparen auf den eigenen Namen – Vorteile und Nachteile

      • Einfache Kontoeröffnung.
      • Alleiniges Zugriffsrecht und volle Kontrolle des Sparers über das Kapital, auch über den 18. Geburtstag des Kindes hinaus.
      • Das Kind kann als Begünstigter von der Bank vertraglich festgehalten werden.
      • Möglichkeit des „geheimen“ Sparens für Kinder, wenn ein größerer Betrag beispielsweise zum 18. Geburtstag überreicht werden soll.
      • Belastung des eigenen Steuerfreibetrags.
      • Übersteigt das Ersparte für das Kind 200.000 € in einem Zeitraum von 10 Jahren, fällt bei Überschreibung des Geldes auf das Kind die Schenkungssteuer an. Die Höhe der Schenkungssteuer ergibt sich aus der Höhe der Schenkung und der Steuerklasse und kann bei einem Geldbetrag bis zu 300.000 € zwischen 11 bis 30 % betragen. Bei 200.000 € wären das 22.000 € bis 60.000 €, die an das Finanzamt abzuführen wären.
      • Der Gesetzgeber stuft diese Variante als nicht mündelsicher ein. Das heißt, es gibt keinen Schutz davor, dass das Geld in der normalen Haushaltskasse eingebracht wird oder bei Streitereien mit dem Sparenden dem Kind vorenthalten wird.
      • Das Ersparte wird beim Bezug von Arbeitslosengeld II zum Vermögen des Leistungsempfängers dazugerechnet. In der Konsequenz bedeutet das, dass beispielsweise das geschenkte Taufgeld des Kindes für den Lebensunterhalt aufgewendet werden muss.

      3 Tipps, wie Sie Geld für Kinder richtig anlegen

      Beim Geld sparen für Kinder spielt vor allem der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Nicht auszumalen, dass das mühsam Ersparte einer Bankenpleite zum Opfer fällt! Daneben muss ein Sparkonto für Kinder aber auch eine ordentliche Verzinsung mitbringen. Als positive Voraussetzung bringen Kinder nämlich eines mit, dass sie von anderen Sparern unterscheidet: Sie haben Zeit. Ein Anlagezeitraum von bis zu 20 Jahren ist bei der Geldanlage für Kinder nicht untypisch, wenn gleich nach der Geburt des Kindes mit dem Sparen begonnen wird.

      Sparen für Kinder: Junior-Depots oder ETFs als Renditechance

      Sparen für Kinder – Tipp 1: Sicherheit an erster Stelle

      Wenn Sie sich für eine klassische Geldanlage wie Tagesgeld, Festgeld, Sparplan oder ein Kinderkonto entscheiden, sollten Sie eine Bank wählen, die ihren Sitz innerhalb der EU hat. Nur dann greift im Falle einer Bankenpleite die gesetzliche Einlagensicherung und schützt das Ersparte des Kindes bis zu 100.000 €.

      Sparen für Kinder – Tipp 2: Früh anfangen und Zinseszinseffekt nutzen

      Die lange Anlagezeit ist deshalb wichtig, weil der Zinseszinseffekt beim Sparen für Kinder eine große Rolle spielt. Der ausgeschüttete Zinsertrag wird zum Startkapital hinzugerechnet und im kommenden Jahr ebenfalls verzinst. Auf diese Weise wächst das Kapital exponentiell an. Je eher Sie anfangen, desto höher ist der Gewinn. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie für Ihr Kind schon im Babyalter ein Konto anlegen und mit dem Sparen beginnen.

      Sparen für Kinder – Tipp 3: Realzins beachten

      Beim Sparen für Kinder spielt neben der Verzinsung auch die Inflationsrate eine entscheidende Rolle. Denn erst der Realzins, also die Differenz aus Zinssatz und Inflation, gibt Auskunft über die tatsächliche Kaufkraft des Ersparten. Anhand unserer Beispielrechnungen möchten wir Ihnen die Auswirkung des Realzinses verdeutlichen. In allen Fällen gehen wir von 5.000 € aus, die für 20 Jahre sowohl auf einem Sparbuch, als Tages- und Festgeld sowie in ETFs angelegt werden.

      Beispiel Sparbuch

      Wenn man die sehr niedrige Verzinsung des Sparbuchs auf eine Laufzeit von 20 Jahren mit der vom Bundesamt für Statistik langfristig angestrebten Inflationsrate von 2 % verrechnet, bleiben nur noch rund 3.350 € als tatsächliche Kaufkraft von den 5.000 € Startkapital übrig.

      AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
      20 Jahre5.000 €0,01 %2 %-1,99%5.010,01 €3.344,86 €

      Beispiel Tagesgeld

      Werden die 5.000 € auf einem Tagesgeldkonto angelegt, dessen Verzinsung ebenfalls unterhalb der Inflationsrate liegt, geht auch hier Kaufkraft verloren. Nach 20 Jahren liegt die Kaufkraft der Sparsumme bei rund 3.800 €.

      AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
      20 Jahre5.000 €0,65 %2 %-1,35%5.691,75 €3.809,88 €

      Beispiel Festgeld

      Für Festgeld mit einer Rendite von 1,35 % erhalten Sie nach 20 Jahren ca. 6.500 € ausgezahlt. Bei einer gleichbleibenden Inflation von 2 % entspricht das einer Kaufkraft von ungefähr 4.390 €. Hier konnten Sie den Verlust durch die Inflation durch die Verzinsung der Spareinlage reduzieren.

      AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
      20 Jahre5.000 €1,35 %2 %-0,65 %6.583 €4.388,61 €

      Beispiel ETF

      Bei beliebten ETFs wie dem MSCI World haben Experten eine Rendite von 7,7 % innerhalb von 15 Jahren errechnet. In unserem Beispiel werden so aus 5.000 € Spareinlage in 20 Jahren mehr als 22.000 €. Wegen der Verzinsung oberhalb der Inflationsrate erhöht sich in diesem Fall die Kaufkraft der Geldanlage auf über 15.150 €.

      AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
      20 Jahre5.000 €7,7 %2 %5,7 %22.043,68 €15.151,99 €

      Fazit: Nur mit einem Zinssatz, der über der Inflationsrate liegt, können Sie Ihr Geld wirklich vermehren. Im Vergleich der oben gennannten Beispiele bieten nur ETFs diese Möglichkeit. Gerade beim Sparen für Kinder lohnt sich fast immer eine lange Anlagezeit und der Verzicht auf Flexibilität.

      Ungeeignete Geldanlagen zum Sparen für Kinder

      Banken und Versicherer haben schon lange erkannt, dass der Bedarf und die Bereitschaft für Kinder zu sparen hoch ist und drängen mit teilweise sehr fragwürdigen Produkten auf den Markt. Wer jetzt aber denkt, mit dem klassischen Sparbuch für Ihr Kind besser beraten zu sein, liegt auch falsch. Warum das so ist, erklären wir im Folgenden.

      Warum das Sparbuch als Kinderkonto die schlechteste Wahl ist

      Der Klassiker beim Sparen für Kinder, das Sparbuch, liegt mit einer Verzinsung von aktuell 0,0 – 0,1 % weit unter der Inflationsrate und ist somit Geldvernichtung mit Ansage. Neben der schlechten Verzinsung sprechen auch die geringe Flexibilität sowie kaum Schutz vor Betrug gegen das Sparbuch. Es rangiert damit auf dem letzten Platz als Geldanlage für Kinder, zusammen mit dem Sparschwein.

      Bausparen für Kinder ist fast immer ein Minusgeschäft

      Auch Sparen für Kinder mit einem Bausparvertrag bringt keinen Gewinn. Bausparen bietet wenig Zinsen und ist unflexibel. Auch wenn junge Menschen nach einer Sperrfrist von 7 Jahren frei über die Sparsumme verfügen können, fällt die Rendite selbst mit Bausparprämie vergleichsweise gering aus, da die Gebühren des Bausparvertrags hoch sind. Die staatliche Förderung gibt es außerdem nur, wenn der Sparer über 16 Jahre alt ist und der Bausparvertrag auf den Namen des Kindes abgeschlossen wurde.

      Bausparen macht also nur Sinn, wenn später tatsächlich ein Bauspardarlehen aufgenommen werden soll und der Sparer dann von den niedrigen Schuldzinsen profitiert. Doch wer kann schon absehen, ob das Paten- oder Enkelkind später tatsächlich eine Baufinanzierung abschließen möchte?

      Finger weg von Kombiprodukten wie Schutzbriefen und Ausbildungsversicherungen

      Im Bereich „Sparen für Kinder“ gibt es zahlreiche Angebote, mit denen sich Banken und Versicherungen mit scheinbar maßgeschneiderten Kombiprodukten direkt an Eltern, Großeltern oder Paten richten.

      • Mit Schutzbriefen versprechen Banken beste Absicherung der Kinder. Mit der jeweiligen Versicherung soll das Kind gegen Unfall- oder Krankheitsfolgen abgesichert sowie Berufs- oder Schulunfähigkeit finanziell abgefangen werden. Die angesparten Versicherungsbeiträge sollen zusätzlich für die Ausbildung oder als Altersvorsorge des Kindes dienen. Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Absicherung und Sparen in einem. Doch dieses scheinbare Rundum-Sorglos-Paket geht zu Lasten der Anleger, denn die Schutzbriefe sind teuer und wenig rentabel. Die Versicherer kalkulieren hohe Sicherheitsabschläge ein, womit viel Geld verloren geht, das dann nicht mehr zum Sparen bereitsteht.
      • Ähnlich verhält es sich bei der Ausbildungsversicherung. In der Regel handelt es sich dabei um nichts anderes als um eine klassische Kapitallebensversicherung mit einer Laufzeit bis zum 18. Lebensjahr des Kindes. Kombiniert wird das monatliche Sparen mit der Todesfallabsicherung des Versicherungsnehmers, also dem einzahlenden Eltern- oder Großelternteil. Im Fall des Todes übernimmt die Versicherung die Beitragszahlungen bis zum Beginn der Ausbildung. Dieses Risiko lassen sich die Versicherer gut bezahlen und entsprechend gering sind die Renditen. Außerdem sind Ausbildungsversicherungen sehr unflexibel. Sie haben keine Chance vor Ablauf der Laufzeit an das Geld zu kommen ohne hohe Strafzinsen zahlen zu müssen. Und auch die Nebenkosten der Ausbildungsversicherung sind nicht unerheblich. Verbraucherschützer empfehlen Sparen und Versichern immer zu trennen, da die Kombi-Versicherungen selten so leistungsstark wie die Einzelprodukte und teurer sind.
      Vergleich.de Tipp

      Sie wollen sicherstellen, dass das im Namen des Kindes ersparte Geld nur fürs Studium genutzt wird? Dann empfehlen wir einen Auszahlungsplan. Dazu zahlen Sie das Ersparte kurz bevor das Kind volljährig wird in den Bankauszahlungsplan ein. Die Bank überweist dann monatliche Raten an den Begünstigten. Das Gesamtersparte bleibt geschützt und wird während der Auszahlphase weiter verzinst.

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