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Geldanlage

Clever sparen für Kinder – auf die richtige Geldanlage kommt es an!

Ob einmalige Geldgeschenke oder regelmäßige Sparraten für das eigene Kind, den Enkel oder das Patenkind. Wir erklären Ihnen, worauf es beim Sparen für Kinder wirklich ankommt, welche Geldanlagen in zinsschwachen Zeiten noch Rendite bringen und was bei der Eröffnung des Kinderkontos zu beachten ist.

Clever sparen für Kinder

Geld für Kinder anlegen: Wer früher spart, hat später mehr

Kinder kosten viel Geld – ungefähr 130.000 € bis zu ihrem 18. Lebensjahr hat das Statistische Bundesamt berechnet. Gut, wer hier rechtzeitig mit dem Sparen beginnt. Denn umso älter die Kinder werden, umso höher werden auch die Ausgaben. Spielen im jüngeren Alter kleinere Ausgaben eine Rolle, wie Klassenfahrten, Konsumausgaben oder die Zahnspange, belasten später Führerschein, das erste eigene Auto und vor allem die Ausbildung den Geldbeutel der Eltern.

Rücklagen sind also unerlässlich, damit nicht alle Kosten auf einmal gestemmt werden müssen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Geldanlage für Kinder achten sollten, worin sich Kinderkonten unterscheiden und mit welchem Kinderkonto Sie die beste Rendite erzielen.

Was ist die passende Geldanlage für Kinder?

Wie sieht erfolgreiches und sicheres Sparen für Kinder aus? Die Pauschalantwort gibt es nicht, zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen:

  • Sind es die Eltern, die für spätere Ausgaben wie den Führerschein oder das Studium in regelmäßigen Raten sparen wollen?
  • Soll das Kind lernen, eigenständig mit Geld umzugehen?
  • Oder handelt es sich um ein großzügiges Geschenk der Großeltern, das bis zum 18. Lebensjahr fest angelegt werden soll?

Wie kann ich für mein Kind am besten Geld sparen?

Je nach Betrag, Laufzeit und Sparfrequenz eignen sich unterschiedliche Sparprodukte, um Geld für Kinder anzulegen. Welche Anlagemöglichkeiten sich am besten als Kinderkonto eignen, erläutern wir Ihnen anhand der vier häufigsten Fälle, die beim Sparen für Kinder vorkommen, und beantworten die Frage, wie das Ersparte am besten angelegt wird.

Fall 1: Kleinere Geldgeschenke zu Geburtstagen, Zeugnissen oder Weihnachten

Ausgangssituation: Mein Kind bekommt von den Großeltern, Verwandten und Paten zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten Beträge zwischen 10 und 50 € geschenkt. Wie lege ich das Geld am besten an?

So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Ein Tagesgeldkonto eignet sich, wenn kleinere Summen flexibel verwaltet werden sollen. Das Ersparte kann bei Bedarf abgehoben werden und beispielsweise für die Klassenfahrt oder die neue Kinderzimmereinrichtung verwendet werden. Das Tagesgeldkonto ersetzt damit die Funktionen, die früher das Sparbuch übernommen hat. Neben einer besseren Verzinsung bietet das Tagesgeldkonto für Kinder hohe Flexibilität, lässt sich unkompliziert online verwalten und kommt ohne Beschränkung der Abhebesumme aus. Sofern Sie sich beim Tagesgeld Vergleich für eine Bank innerhalb der EU entscheiden, ist das Ersparte bis zu einer Höhe von 100.000 € geschützt.

Unser Tipp: Sobald größere Summen angespart wurden, sollten Sie einen Teilbetrag abheben und in eine besser verzinste Geldanlage wie beispielsweise ein Festgeldkonto oder einen ETF investieren.

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Fall 2: Größere Geldgeschenke zur Geburt oder Taufe

Ausgangssituation: Mein Kind hat zur Geburt von meinen Schwiegereltern 5.000 € geschenkt bekommen, die für seine Ausbildung genutzt werden sollen. Wie kann ich das Geld am besten anlegen?

So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Für Geldbeträge, auf die Sie nicht kurzfristig zugreifen müssen, eignen sich besser verzinste Geldanlagen wie beispielsweise das Festgeld. Der Geldbetrag ist für mehrere Jahre fest angelegt und kann so für zukünftige Ausgaben wie Studium, Ausbildung oder Führerschein zurückgelegt werden. Je länger das Geld angelegt wird, desto höher die Verzinsung. Bedenken Sie jedoch, dass es sich bei einem Festgeldkonto um eine langfristige Geldanlage handelt, das bedeutet, dass Sie auf das Geld Ihres Kindes erst nach Ablauf der Anlagezeit zugreifen können bzw. nur gegen eine Strafgebühr.

Unser Tipp: Eine Anlage in Festgeld mit einem Anlagehorizont über 5 Jahren ist aktuell nicht empfehlenswert. Die Sparzinsen befinden sich auf einem historischen Tiefststand, in den nächsten Jahren ist mit einer Zinssteigerung zu rechnen. Wenn Sie jetzt eine zu lange Laufzeit wählen, kann es sein, dass das Kapital auch bei einem Zinsaufschwung an das dann schlecht verzinste Festgeldkonto gebunden ist.

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Fall 3: Regelmäßige Sparraten von Eltern, Paten oder Großeltern

Ausgangssituation: Ich möchte für mein Patenkind monatlich 30 € sparen. Das Geld soll zum 18. Geburtstag überreicht werden.

So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Wer regelmäßig für das eigene Kind, das Enkelkind oder Patenkind spart, dem empfehlen wir zum Vermögensaufbau einen Banksparplan, auch Kindersparplan oder Sparplan genannt. Über einen längeren Zeitraum können Sie hier mit kleinen Raten eine größere Summe ersparen, um dann beispielsweise dem Kind zum 18. Geburtstag den Führerschein zu finanzieren. Dazu legen Sie monatlich einen vorher mit der Bank festgelegten Betrag zu vereinbarten Konditionen an. Die Laufzeit ist je nach Sparplan und Anbieter sehr unterschiedlich und kann zwischen 5 und 30 Jahre betragen. Die Sparrate beginnt bei den meisten Anbietern bei 25 €, nach oben gibt es keine Grenzen. Für die Verzinsung von Banksparplänen gibt es drei Varianten:

  1. Fester Zinssatz und feste Laufzeit: Jährlich gleichbleibende Zinsen sorgen für ein planbares Sparergebnis. Nachteil: Eine Änderung des Zinssatzes ist nachträglich nicht mehr möglich. Bei einer vorzeitigen Kündigung ist nur mit hohen Verlusten zu rechnen. Bei der aktuellen Zinslage ist diese Variante des Banksparplans nicht zu empfehlen, da langfristig mit einem Zinsaufschwung zu rechnen ist und das Ersparte gebunden wäre.
  2. Zinstreppe: Bei dieser Variante sind Laufzeit und Verzinsung ebenfalls festgelegt. Der Zinssatz steigt aber im Laufe der Zeit stufenweise an. Eine vorzeitige Kündigung des Kontos ist ebenfalls nur mit Verlusten möglich.
  3. Variabler Zins: Der Zinssatz ist flexibel und wird an den Leitzins angepasst. Zusätzlich erhält der Sparer laufzeitabhängige Bonusprämien, die die Rendite aufbessern. Die Kündigung ist jederzeit möglich, einige Banken bieten auch eine Teilverfügung über bereits angespartes Kapital.

Unser Tipp: Bei einem Banksparplan als Geldanlage für Kinder benötigen Sie einen langen Atem. Gute Rendite und Bonuszahlungen werden nämlich erst nach einigen Jahren ausgeschüttet. Dann können Sie auf die gesamte Laufzeit eine Rendite von 2 bis 4 % erwirtschaften (Stand: 7/2017).

Sparen für Kinder: Kind soll Umgang mit Geld lernen
Fall 4: Kind bekommt Taschengeld und soll den Umgang mit Geld durch ein Kinderkonto lernen

Ausgangssituation: Mein Kind ist 11 Jahre alt und soll sein Taschengeld selbst verwalten. Welches Konto eignet sich dafür?

So legen Sie das Geld für Ihr Kind an: Experten empfehlen, dass Kinder ab 10 Jahren über ein eigenes Kinderkonto verfügen sollten. Kinder können so unter geschützten Bedingungen die Verwaltung und Überweisung von Geld sowie den Einsatz der Geldkarte erlernen. Das Taschengeld, das bis dato bar ausgezahlt wurde, kann von den Eltern per Dauerauftrag auf das Kinderkonto überwiesen werden. Kinderkonten sind vollwertige Girokonten, für die die Bank jedoch keine Kontoführungsgebühren erheben darf. Außerdem sieht der Gesetzgeber vor, dass das Kinderkonto als Guthabenkonto zu führen ist. Das heißt, eine Überziehung des Kontos ist nicht möglich. Aber Achtung: Nach Erreichen der Volljährigkeit sind Kinderkonten häufig nicht mehr kostenfrei, hier lohnt sich fast immer ein Kontowechsel.

Wie eröffne ich ein Kinderkonto?

Angebote für Kinderkonten finden Sie bei fast allen Filialbanken und auch einigen Direktbanken. Für die Eröffnung eines Kinderkontos sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Geburtsurkunde zur Identifikation des Kindes
  • Personalausweise aller gesetzlichen Vertreter (Legitimation in der Filialbank oder im Falle einer Direktbank per Postident oder Videoident)
  • Sorgerechtsbeschluss, wenn das Erziehungsrecht bei nur einem Elternteil liegt
  • Kopie der Heiratsurkunde bei verheirateten Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht aber unterschiedlichen Familiennamen

Die Banken verlangen die Unterlagen, um sicherzustellen, dass das Kinderkonto auch tatsächlich für ein Kind eröffnet wird und nicht als Steuersparmodell missbraucht wird.

Unser Tipp: Anders als beim Girokonto Vergleich haben beim Kinderkonto die Filialbanken die Nase vorn. Die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken setzen auf frühe Kundenbindung und bieten für ihre Kinderkonten ordentliche Verzinsung, z.B. das Haspa MäuseKonto mit 3 % für Beträge bis 500 € (Stand: 7/2017) und teilweise auch Bonuszahlungen. Der regelmäßige Besuch der Filialbank lohnt sich auch deshalb, weil Kinder dort die Abläufe von Geldgeschäften kennenlernen können.

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Ungeeignete Geldanlagen zum Sparen für Kinder

Der Markt der Sparangebote für Kinder ist groß und unübersichtlich. Banken und Versicherer haben schon lange erkannt, dass der Bedarf und die Bereitschaft für Kinder zu sparen hoch ist und drängen mit teilweise sehr fragwürdigen Produkten auf den Markt. Wer jetzt aber denkt, mit dem klassischen Sparbuch besser beraten zu sein, liegt auch falsch. Warum das so ist, erklären wir im Folgenden.

Warum das Sparbuch als Kinderkonto die schlechteste Wahl ist

Die langfristig von der Europäischen Zentralbank angestrebte Inflationsrate liegt bei 2,0 %. Damit das Geld auf dem Sparkonto fürs Kind nicht an Wert verliert, muss die Rendite, die sich aus den Sparzinsen ergibt, diesen Prozentsatz ausgleichen und bestenfalls überstiegen.

Der Klassiker beim Sparen für Kinder, das Sparbuch, liegt mit einer Verzinsung von gerade mal 0,01 % (Stand: 7/2017) weit unter der Inflationsrate und ist somit Geldvernichtung mit Ansage. Neben der schlechten Verzinsung sprechen auch die geringe Flexibilität sowie kaum Schutz vor Betrug gegen das Sparbuch. Es rangiert damit auf dem letzten Platz als Geldanlage für Kinder, zusammen mit dem Sparschwein und dem Girokonto.

Bausparen für Kinder ist fast immer ein Minusgeschäft

Ebenfalls nicht mehr zeitgemäß ist Sparen für Kinder mit einem Bausparvertrag. Bausparen bietet wenig Zinsen, aktuell um die 1 bis 1,5 % (Stand: Juli 2017), ist unflexibel und auch wenn junge Menschen nach einer Sperrfrist von 7 Jahren frei über die Sparsumme verfügen können, fällt die Rendite selbst mit Bausparprämie vergleichsweise gering aus, da die Gebühren des Bausparvertrags hoch sind. Die staatliche Förderung gibt es außerdem nur, wenn der Sparer über 16 Jahre alt ist und der Bausparvertrag auf den Namen des Kindes abgeschlossen wurde.

Bausparen macht also nur Sinn, wenn später tatsächlich ein Bauspardarlehen aufgenommen werden soll und der Sparer dann von den niedrigen Schuldzinsen profitiert. Doch wer kann schon absehen, ob das Paten- oder Enkelkind später tatsächlich eine Baufinanzierung abschließen möchte?

Finger weg von Kombiprodukten wie Schutzbriefen und Ausbildungsversicherungen

Im Bereich „Sparen für Kinder“ gibt es zahlreiche Angebote, mit denen sich Banken und Versicherungen mit scheinbar maßgeschneiderten Kombiprodukten direkt an Eltern, Großeltern oder Paten richten.

Mit Schutzbriefen wie dem „Tip-Top Tabaluga-Vorsorgekonzept“ von Universa, dem „Biene Maja-Schutzbrief“ der Nürnberger oder der „Max Schlaubär-Police“ der Bayerische Beamten Versicherungen, versprechen die Banken beste Absicherung der Kinder. Mit der jeweiligen Versicherung soll das Kind gegen Unfall- oder Krankheitsfolgen abgesichert sowie Berufs- oder Schulunfähigkeit finanziell abgefangen werden. Die angesparten Versicherungsbeiträge sollen zusätzlich für die Ausbildung oder als Altersvorsorge des Kindes dienen. Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Absicherung und Sparen in einem. Doch dieses scheinbare Rundum-Sorglos-Paket geht zu Lasten der Anleger, denn die Schutzbriefe sind teuer und wenig rentabel. Die Versicherer kalkulieren hohe Sicherheitsabschläge ein, womit viel Geld verloren geht, das dann nicht mehr zum Sparen bereitsteht.

Ähnlich verhält es sich bei der Ausbildungsversicherung. In der Regel handelt es sich dabei um nichts anderes als um eine klassische Kapitallebensversicherung mit einer Laufzeit bis zum 18. Lebensjahr des Kindes. Kombiniert wird das monatliche Sparen mit der Todesfallabsicherung des Versicherungsnehmers, also dem einzahlenden Eltern- oder Großelternteil. Im Fall des Todes übernimmt die Versicherung die Beitragszahlungen bis zum Beginn der Ausbildung. Dieses Risiko lassen sich die Versicherer gut bezahlen und entsprechend gering sind die Renditen. Außerdem sind Ausbildungsversicherungen sehr unflexibel, Sie haben keine Chance vor Ablauf der Laufzeit an das Geld zu kommen ohne hohe Strafzinsen zahlen zu müssen. Und auch die Nebenkosten der Ausbildungsversicherung sind nicht unerheblich.

Unser Tipp: Verbraucherschützer empfehlen Sparen und Versichern immer zu trennen, da die Kombi-Versicherungen selten so leistungsstark wie die Einzelprodukte sind und immer teurer. Wer für sein Kind sparen möchte, sollte das auf einem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder über ETFs tun. Die Absicherung der Eltern sollte davon getrennt über eine Berufsunfähigkeitsversicherung beziehungsweise eine Risikolebensversicherung laufen, damit die Familie im Fall der Fälle finanziell abgesichert ist.

Sparen für Kinder: Junior-Depots oder ETFs als Renditechance

Junior-Depots oder ETFs als Renditechance zur klassischen Geldanlage

Neben den klassischen Anlageprodukten sind auch Junior Depots oder ETFs eine Alternative bei der Geldanlage für Kinder. Anders als Tagesgeld, Festgeld und Banksparpläne sind sie allerdings nicht risikofrei, bieten dafür aber deutlich höhere Renditechancen.

Depots sind Bankkonten, die Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder Zertifikate handeln. Junior-Depots schließen zu spekulative Wertpapiere aus, so dass sich die darin angebotenen Anlagen auf weniger riskante Investments beschränken. Angebote für Junior-Depots finden Sie beispielsweise bei der comdirect Bank oder der ING Diba.

Eine weitere Möglichkeit im Segment der spekulativeren Geldanlage für Kinder sind ETFs. Sie erfüllen ebenfalls hohe Sicherheitsstandards und mit dem Tipp, den wir Ihnen im Folgenden geben, lässt sich das Risiko vor Verlusten weiter minimieren.

Was sind ETFs?

ETF steht für Exchange Traded Fund und bezeichnet einen börsengehandelten Fonds. Bei einem ETF werden nicht, wie in einem klassischen Fonds, einzelne Aktien ausgewählter Unternehmen in einen Fonds zusammengefasst, sondern gleich ein ganzer Aktienindex 1:1 nachgebildet. So bauen ETFs zum Beispiel den deutschen Leitindex DAX, den weltweiten MSCI World oder den STOXX Europe 50, der die 50 größten europäischen Unternehmen enthält, nach. ETFs sind nicht nur kostengünstig, sondern vor allem transparent: Erhöht sich beispielsweise der Wert des DAX um 5 %, legt auch der Wert des DAX-ETFs um 5 % zu. Andersherum folgt der ETF dem DAX aber auch bei Kursverlusten. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass ETFs über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren gute Renditen von rund 6 % erreichen können.

Einen ETF kaufen können Sie entweder direkt über ein Depot oder Sie investieren in die Fonds über einen ETF Sparplan.Bei vielen Banken können ETF Sparpläne schon ab 25 € im Monat bespart werden. Sie zahlen dabei regelmäßig einen festen Betrag in den Sparplan ein und erhöhen so schrittweise Ihre Einlagen. Solche Sparpläne sind kostengünstig und vor allem sehr flexibel, da Sie jederzeit die Höhe der Sparrate ändern oder auch ganz aussteigen können. Zur Eröffnung eines ETF-Sparplans benötigen Sie lediglich ein Wertpapierdepot, das Sie bei fast jeder Bank einrichten können. Vergleichen Sie aber die Depotführungsgebühren, oft bieten Direktbanken hier die günstigeren Angebote.

Unser Tipp: Haben Sie Ihr Erspartes in einen ETF investiert, sollten Sie bei einem zwischenzeitlichen Werteverlust nicht gleich die Nerven verlieren, sondern abwarten, bis sich der Börsenkurs wieder stabilisiert hat. Ein ETF ist eine Geldanlage, die vor allem auf lange Sicht oft gute Renditen erzielt.

3 Tipps, worauf bei der Wahl des Sparkontos für Kinder zu achten ist

Beim Sparen für Kinder spielt vor allem der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Nicht auszumalen, dass das mühsam Ersparte einer Bankenpleite zum Opfer fällt! Daneben muss ein Sparkonto für Kinder aber auch eine ordentliche Verzinsung mitbringen. Als positive Voraussetzung bringen Kinder nämlich eines mit, das sie von anderen Sparern unterscheidet: Sie haben Zeit. Ein Anlagezeitraum von bis zu 20 Jahren ist bei der Geldanlage für Kinder nicht untypisch, wenn gleich nach der Geburt des Kindes mit dem Sparen begonnen wird. 

Sparen für Kinder – Tipp 1: Sicherheit an erster Stelle

Wenn Sie sich für eine klassische Geldanlage wie Tagesgeld, Festgeld, Sparplan oder ein Kinderkonto entscheiden, sollten Sie eine Bank wählen, die ihren Sitz innerhalb der EU hat. Nur dann greift im Falle einer Bankenpleite die gesetzliche Einlagensicherung und schützt das Ersparte des Kindes bis zu 100.000 €.

Sparen für Kinder – Tipp 2: Realzins beachten

Beim Sparen für Kinder spielt neben der Verzinsung auch die Inflationsrate eine entscheidende Rolle. Denn erst der Realzins, also die Differenz aus Zinssatz und Inflation, gibt Auskunft über die tatsächliche Kaufkraft des Ersparten. Anhand unserer Beispielrechnungen möchten wir Ihnen die Auswirkung des Realzinses verdeutlichen.

Beispiel Sparbuch
AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
20 Jahre5.000 €0,01 %2 %-1,99%5.010,01 €3.344,86 €

Wenn man die Verzinsung des Sparbuchs auf eine Laufzeit von 20 Jahren mit der vom Bundesamt für Statistik langfristig angestrebten Inflationsrate von 2,0 % berechnet, bleiben nur noch 3.34486 € als tatsächliche Kaufkraft von den 5.000 € Startkapital übrig.

Beispiel Tagesgeld
AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
20 Jahre5.000 €1,6 %*2 %-0,4%6.868,22 €4.614,84 €

Für Tagesgeld mit einer Verzinsung von hypothetischen 1,6 % über die gesamte Laufzeit bleiben 4.614,84 € Kaufkraft.

Beispiel Festgeld
AnlagezeitraumAnlagesummeZinssatzInflationsrateRealzinsAuszahlungKaufkraft am Laufzeitende
20 Jahre5.000 €4 %2 %2%10.955,62 €7.429,74 €

Für Festgeld oder einen Sparplan mit einer Rendite von 4 % erhalten Sie 10.955,62 €, was in 20 Jahren bei einer gleichbleibenden Inflation von 2 % einer Kaufkraft von 7.429,74 € entsprechen würde.

Überlegen Sie also gut, welchen Zweck das Ersparte erfüllen soll. Gerade bei Kindern, bei denen unvorhersehbare Ausgaben unwahrscheinlich sind, lohnt sich fast immer eine lange Anlagezeit und der Verzicht auf Flexibilität. In einer Niedrigzinsphase wie sie aktuell vorherrscht, sind zu lange Anlagezeiten jedoch nicht zu empfehlen. 

Sparen für Kinder – Tipp 3: Früh anfangen und Zinseszinseffekt nutzen

Die lange Anlagezeit ist auch deshalb wichtig, weil der Zinseszinseffekt beim Sparen für Kinder eine große Rolle spielt. Der ausgeschüttete Zinsertrag wird zum Startkapital hinzugerechnet und im kommenden Jahr ebenfalls verzinst. Auf diese Weise wächst das Kapital exponentiell an. 

Sparen im Namen des Kindes oder auf den eigenen Namen?

Wer für Kinder sparen möchte, wird sehr schnell mit der Frage konfrontiert, ob das Sparkonto auf den eigenen Namen oder auf den Namen des Kindes eröffnet werden soll. Beides hat Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier erläutern wollen:

Sparen auf den Namen des Kindes – Vorteile und Nachteile

  • Das Geld ist mündelsicher und gehört zu 100 % dem Kind. Die Erziehungsberichtigten erhalten eine Vollmacht bis das Kind 18 Jahre alt ist und können nur auf das Geld zugreifen, wenn sie nachweisen, dass es für das Kind verwendet wird.
  • Das Kind erhält einen eigenen Steuerfreibetrag von rund 9.600 € pro Jahr (Beantragung über die sogenannte NV-Bescheinigung beim Wohnsitzfinanzamt).
  • Einige Banken bieten Zinsaufschläge oder Bonuszahlungen für Kinderkonten.
  • Aufwändige Kontoeröffnung nur mit Geburtsurkunde und Legitimation beider Eltern. Eine spontane Eröffnung ist also nicht möglich.
  • Bei zu hohen Spareinnahmen geht die kostenlose Mitversicherung des Kindes in der gesetzlichen Krankenversicherung verloren.
  • Kein Erhalt von Bafög, wenn das Vermögen des Kindes 7.500 € überschreitet.
  • Mit Erreichen der Volljährigkeit hat das Kind das alleinige Verfügungsrecht, kann auf das Geld zugreifen und es zweckentbunden ausgeben. Haben beispielsweise die Eltern für das Studium oder den Führerschein gespart, gibt es keine Garantie, dass das Kind das Geld nicht anderweitig ausgibt.

Sparen auf den eigenen Namen – Vorteile und Nachteile

  • Einfache Kontoeröffnung.
  • Alleiniges Zugriffsrecht und volle Kontrolle des Sparers über das Kapital, auch über den 18. Geburtstag des Kindes hinaus.
  • Das Kind kann als Begünstigter von der Bank vertraglich festgehalten werden.
  • Möglichkeit des „geheimen“ Sparens für Kinder, wenn ein größerer Betrag beispielsweise zum 18. Geburtstag überreicht werden soll.
  • Belastung des eigenen Steuerfreibetrags.
  • Übersteigt das Ersparte für das Kind 200.000 € in einem Zeitraum von 10 Jahren, fällt bei Überschreibung des Geldes auf das Kind die Schenkungssteuer an. Die Höhe der Schenkungssteuer ergibt sich aus der Höhe der Schenkung und der Steuerklasse und kann bei einem Geldbetrag bis zu 300.000 € zwischen 11 bis 30 % betragen. Bei 200.000 € wären das 22.000 € bis 60.000 € die an das Finanzamt abzuführen wären.
  • Der Gesetzgeber stuft diese Variante als nicht mündelsicher ein. Das heißt, es gibt keinen Schutz davor, dass das Geld in der normalen Haushaltskasse eingebracht wird oder bei Streitereien mit dem Sparenden dem Kind vorenthalten wird.

Geld für das Kind sparen oder eigene Schulden tilgen?

Generell gilt: Sparen für die eigenen Kinder lohnt sich nur, wenn die Eltern keine Schulden haben. Die Zinsen für laufende Kredite, wie zum Beispiel eine Baufinanzierung oder einen Ratenkredit, sind wesentlich höher, als die Guthabenverzinsung einer Sparanlage für Kinder. Wer also Geld für das Kind für 1 % anlegt, während das Baudarlehen für 3 % oder der Ratenkredit für 2 % noch abgezahlt werden muss, handelt nicht im Sinne des Familienvermögens. Anstatt das Geld auf einem niedrigverzinsten Kinderkonto zu parken, sollten Sie den Geldbetrag lieber für die Rückzahlung der laufenden Kredite verwenden, und über Sondertilgungen oder die Erhöhung der monatlichen Tilgungsrate schneller schuldenfrei werden. 

Erspartes für Kinder anlegen bei Hartz IV Bezug

Beziehen Sie Hartz IV, sollten Sie auf jeden Fall ein Sparkonto auf den Namen des Kindes eröffnen. Nur so ist sichergestellt, dass das Geld auch dem Kind zugeordnet wird und ein eigener Freibetrag von 3.100 € anerkannt wird. Läuft das Sparkonto auf den Namen des Hartz IV Empfängers, wird das Ersparte zu seinem Vermögen gerechnet. Ist das Gesamtvermögen zu hoch, werden dann möglicherweise keine Hartz IV Leistungen bewilligt. In der Konsequenz bedeutet das, dass beispielsweise das geschenkte Taufgeld des Kindes für den Lebensunterhalt aufgewendet werden muss. Erst wenn das Vermögen erschöpft ist, kann dann Arbeitslosengeld II beantragt werden.

Vergleich.de Tipp

Sie wollen sicherstellen, dass das im Namen des Kindes ersparte Geld nur fürs Studium genutzt wird? Dann empfehlen wir einen Auszahlungsplan. Dazu zahlen Sie das Ersparte kurz bevor das Kind volljährig wird in den Bankauszahlungsplan ein. Die Bank überweist dann monatliche Raten an den Begünstigten. Das Gesamtersparte bleibt geschützt und wird während der Auszahlphase weiter verzinst.

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