Aktuelle Zinsen: Holen Sie das Beste aus Ihrer Geldanlage heraus!

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Top Festgeldzins

2,85 %

Anlagebetrag: 10.000 €, Laufzeit: 1 Jahr, Zinsertrag: 285,00 €, Banca Sistema, Stand: heute

Mit Festgeld sichern Sie sich hohe Zinsen über die gesamte Laufzeit und erzielen eine gute Rendite. Attraktive Festgeldzinsen gibt es bereits ab 12 Monaten.

Festgeld Vergleich

Top Tagesgeldzins

1,75 %

Zinsertrag 1. Jahr: 175,00 €, täglich verfügbar, Bigbank, Stand: heute

Das Tagesgeld, der Klassiker unter den Geldanlagen: bessere Zinsen als beim Sparbuch und aufgrund seiner Flexibilität immer beliebter bei den Deutschen.

Tagesgeld Vergleich

Girokontozinsen

0,00 %

Guthabenzinsen für ein Girokonto bieten Banken aktuell nicht an.
Stand: heute

Wer sein Geld auf dem Girokonto lässt, verschenkt bares Geld. Bei Zinsen um 0 % ist Vermögensaufbau nicht möglich. Zum Sparen die schlechteste Wahl. 

Girokonto Vergleich

Lohnt sich Sparen wieder?

Wer einen Immobilienkauf plant oder einen Kredit aufnehmen möchte, für den war das lange Zeit niedrige Zinsniveau ein Traum. Denn die Gebühren, die Sie der Bank als Kreditzinsen für das geliehene Geld zahlten, befanden sich auf einem Rekordtief. Mit anderen Worten, die Zeiten waren gut, um sich zu verschulden.

Sparfüchse hatten es in Zeiten mickriger Zinsen dagegen schwer. Doch die Zeiten ändern sich und die Zinsen steigen mit den Erhöhungen des EZB-Leitzinses wieder. Geldanlagen mit guten Zinsen, die sicher und rentabel sind, gibt es allerdings weiterhin nur wenige. Dennoch lohnt es sich, das Geld auf einer niedrig bzw. mittelgut verzinsten Geldanlage zu parken. Das ist besser, als es auf dem Girokonto oder im Sparstrumpf daheim zu horten. Wer risikobereit ist, kann zudem von guten Zinsrenditen profitieren.

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Für Ihr Geld gibt es hier die besten Zinsen

Gerne würden wir Ihnen empfehlen, in eine bestimmte Geldanlage zu investieren, die Sie reich macht. Leider ist dies nicht möglich, da für den Vermögensaufbau neben den Zinsen weitere Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Möchten Sie Geld anlegen, dann lassen Sie sich nicht nur von einer hohen Verzinsung blenden. Prüfen Sie ausgiebig, ob es sich um eine sichere oder risikoreiche Geldanlage handelt, wie hoch die Rendite ist und ob Sie flexibel über Ihr Geld verfügen können. Wie sich die aktuellen Zinsen bei den einzelnen Geldanlagen unterscheiden, zeigen wir Ihnen im Folgenden:

  • Festgeldzinsen

    Beim Festgeld überlassen Sie der Bank Ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum. In dieser Zeit können Sie jedoch nicht frei über das Geld verfügen. Dafür belohnt Sie die Bank auf einem Festgeldkonto aber mit höheren Zinsen als bei Tagesgeld. Bei einer Laufzeit von 12 Monaten und einer Einlage von 10.000 € beträgt der Festgeldzins 0,1 % bis über 2,5 %. Je länger Sie auf das Geld verzichten können, desto höher fallen die Festgeldzinsen aus.

    Unsere Empfehlung: Festgeld ist auch bei niedrigen Zinsen eine attraktive Geldanlage. Können Sie absehen, dass die Zinsen steigen, dann sollten Sie sich nicht zu lange an ein Festgeldkonto binden.

  • Tagesgeldzinsen

    Wer jederzeit über sein Erspartes verfügen und dabei noch angemessene Zinsen verbuchen möchte, für den ist ein Tagesgeldkonto die richtige Wahl. Bereits rund 50 % der Deutschen profitieren von Tagesgeldzinsen. Der aktuelle Tagesgeldzins liegt zwischen 0,01 % und 1,50 %.

    Unsere Empfehlung: Besonders gute Tagesgeldzinsen erhalten Neukunden. Ein häufiger Wechsel der Bank, das sogenannte Zins-Hopping, kann sich deshalb lohnen.

  • Sparbuchzinsen

    Nach wie gehört das Sparbuch zu den beliebtesten Geldanlagen der Deutschen. Obwohl sich hier die Zinsen im Promillebereich bzw. nahe der Nulllinie bewegen. Der Sparbuchzins liegt zwischen 0,00 und 0,31 % für einen Anlagezeitraum von einem Jahr. Experten empfehlen, sich nach Alternativen umzuschauen, denn wer sein Vermögen auf dem Sparbuch lässt, verschenkt Geld.

    Unsere Empfehlung: Lösen Sie bestehende Sparbücher auf und nutzen Sie höher verzinste Anlagen wie z.B. Tagesgeld. Vor einem Neuabschluss eines Sparbuchs raten wir Ihnen ab.

  • Girokontozinsen

    Zum Sparen ist das Girokonto nicht geeignet! Aktuelle Guthabenzinsen belaufen sich überwiegend auf 0 %. In diesem Fall können Sie Ihr Geld tatsächlich auch unter Ihr Kopfkissen legen, die Rendite ist nämlich die gleiche: Null Zinsertrag.

    Unsere Empfehlung: Bewahren Sie auf Ihrem Girokonto nur so viel Geld, wie Sie für die täglichen Ein- und Ausgaben sowie die fixen Kosten benötigen. Höhere Beträge über einen längeren Zeitraum sollten nicht auf dem Girokonto aufbewahrt werden.

  • Fremdwährungszinsen

    Im Ausland erhalten Sie manchmal höhere Sparzinsen als in Deutschland oder im Euroraum. Wer in eine fremde Währung investiert, hat die Chance, von höheren Zinsgewinnen profitieren. Jedoch ist das Währungsrisiko dann ebenfalls sehr hoch. Sparer können auf diese Weise auch viel Geld verlieren.

    Unsere Empfehlung: Lassen Sie sich nicht mit vermeintlich hohen Zinsen locken, denn die Rendite bei einem Fremdwährungskonto hängt auch vom Wechselkurs ab. Zudem werden teilweise hohe Gebühren fällig und wie sich die fremde Währung im Vergleich zum Euro entwickelt, lässt sich nur schwer prognostizieren. Generell sind Fremdwährungskonten unsicher und sollten nicht leichtfertig abgeschlossen werden. Eine Alternative zur Investition in eine fremde Währung ist die Anlagemöglichkeit in den Euro, d.h. einem anderen Land, das den Euro führt.

  • Sparbriefzinsen

    Sparbriefe sind ähnlich wie das Festgeld eine langfristige Geldanlage mit festgeschriebenen Zinsen. Der Unterschied zu Festgeld ist besonders in der Laufzeit und der Zinsausschüttung vorzufinden. Bei Sparbriefen werden oft nur jährliche Laufzeiten angeboten und neben der jährlichen Verzinsung gibt es wie bei Festgeld auch noch die Zinsgutschrift am Ende der Laufzeit. Zusätzlich können Anleger aber noch die Variante der abgezinsten Sparbriefe wählen: der Abzug der Zinsgewinne vom Kaufpreis des Sparbriefs. Für einen Sparbrief bewegen sich die Zinsen zwischen 0,01 % und 1,3 %.

    Unsere Empfehlung: Grundsätzlich unterliegen Sparbriefe der Einlagensicherung und sind somit eine sichere Geldanlage. Lediglich bei Sparbriefen von Sparkassen und Genossenschaftsbanken ist das nicht der Fall. Bei einer Bankenpleite erfolgt die Absicherung durch Einlagensicherungsfonds.

Haben Sie eine passende Geldanlage gefunden, sind die Zinserträge am Ende des Jahres zu versteuern. Seit 2009 wird auf Zinsgewinne eine Abgeltungssteuer von 25 % erhoben. Dazu kommen 5,5 % Soli­daritäts­zu­schlag, was ins­ge­samt zu einer Be­steue­rung von 26,375 % führt. Steuerfrei ist ein Freibetrag von 801 € (bei Ledigen) und von 1.602 € (bei Ehepartnern). Voraussetzung dafür ist aber ein Freistellungsauftrag, der bis Ende des Jahres gestellt werden muss.

Die EZB – der Währungshüter des Euros bestimmt die Höhe der Zinsen

Warum sind die Zinsen für Sparkonten aktuell so, wie sie sind? Die Folgen der Finanzkrise von 2007 und die stark verschuldeten Staaten der Euro-Zone sind maßgeblich für die aktuell relativ niedrigen Zinsen verantwortlich. Aber auch die Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB), die lange versucht hat, dem entgegenzuwirken. Das vorrangige Ziel der EZB ist die Gewährleistung der Preisstabilität und der Erhalt des Euros. Das bedeutet, die EZB strebt eine Inflationsrate von ca. 2,0 % an. Außerdem will sie die Wirtschaft stützen. Um ihre Ziele zu erreichen, benutzt die EZB als Instrument den Leitzins.

Christine Lagarde

EZB hebt die Leitzinsen an

Die aktuelle Entwicklung der Geldpolitik von Christine Lagarde finden Sie hier zusammengefasst.

Die Fakten im Überblick

Die Europäische Zentralbank geht seit Juli 2022 mit Leitzinserhöhungen gegen die hohe Inflation in Europa vor. Streng genommen operiert die EZB mit drei verschiedenen Leitzinssätzen:

  • Der Hauptfinanzierungssatz, zu dem sich Banken bei der Notenbank Geld leihen können, beträgt aktuell 2,0 %. Er ist der wichtigste Leitzins. Ist in den Nachrichten vom Leitzins die Rede, ist er gemeint.
  • Der Einlagensatz ist ein Strafzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken. Er wurde ebenfalls angehoben und liegt jetzt bei 1,5 %.
  • Der Spitzenrefinanzierungssatz beeinflusst kurzfristige Geschäfte. Zu diesem Zinssatz können sich Banken über Nacht Geld bei der EZB leihen. Er liegt bei 2,25 %.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate im Euroraum von knapp unter 2 % an. Noch ist die Inflationsrate deutlich höher.

Zinsprognose

Kurzfristig: steigend

Langfristig: steigend

Was ist der Leitzins?

Die EZB legt mit dem Leitzinsfest fest, zu welchem Zinssatz sich Banken bei der EZB Geld leihen können. Dabei orientiert sich die EZB an den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Länder im Euroverbund. Der Leitzins hat damit einen direkten Einfluss auf den Geldmarkt, d. h. den Markt, auf dem sich die Zentralbank und Geschäftsbanken gegenseitig Geld leihen.

Der Einfluss des Leitzinses auf Spareinlagen

Der sogenannte Refinanzierungszinssatz entscheidet, zu welchem Preis sich Banken mit Geld bei der EZB eindecken können und damit, wie hoch Kreditzinsen, Tagesgeldzinsen oder Festgeldzinsen ausfallen. Im Mittelpunkt der Banken steht die Absicht, möglichst hohe Margen zu erzielen. Zum Beispiel verdienen Banken an Kreditzinsen, die sie durch die Vergabe von Ratenkrediten einnehmen. Gleichzeitig müssen sie das verliehene Geld refinanzieren, also leihen sie es sich bei der EZB oder holen es über Spareinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld herein. Das bedeutet, je niedriger der Leitzins ist, desto

  • günstiger können Banken sich Geld am Geldmarkt beschaffen,
  • günstiger sind die Möglichkeiten zur Refinanzierung der Kreditzinsen,
  • weniger sind sie auf die Sparguthaben Ihrer Kunden angewiesen.
Gut zu wissen

Wenn der Leitzins niedrig ist, können sich Banken günstig Geld beschaffen und haben somit weniger Interesse an den Ersparnissen Ihrer Kunden. Deshalb sind die Zinsen für Spareinlagen niedrig, wenn der Leitzins niedrig ist. Das günstige Geld geben die Banken lieber in Form von Krediten an ihre Privatkunden weiter und nehmen dafür Kreditzinsen ein. Die Höhe der Kreditzinsen wird durch den Wettbewerb unter den Banken bestimmt. Je mehr Geld eine Bank verleiht, desto mehr nimmt sie durch Kreditzinsen ein.

Folgen einer Leitzinserhöhung oder -senkung

Die Entwicklung der Tagesgeldzinsen wie auch der Festgeldzinsen ist eng mit der Entwicklung des Leitzinses verbunden. Erhöht die EZB den Leitzins, erhöhen die Banken infolge auch die Sparzinsen. Der Grund: Bei einem hohen Leitzins ist die Vergabe von Krediten für die Banken unattraktiv, denn Kredite sind dann teuer und weniger nachgefragt.

Da die Banken aber Gewinne erzielen möchten und sich nicht ausreichend über die Kreditvergabe refinanzieren können, sind sie auf die Ersparnisse ihrer Kunden angewiesen. Um den Kunden zum Abschluss eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos zu bewegen, müssen demzufolge gute Zinsen angeboten werden. Das bedeutet, je höher der Leitzins ist, desto

  • höher fallen Tagesgeldzinsen oder Festgeldzinsen aus,
  • mehr lohnt sich Sparen,
  • mehr Rendite lässt sich mit sicheren Geldanlagen erzielen.
Gut zu wissen

In Phasen eines niedrigen Leitzinses erhalten Sie günstige Kredite. Steigt der Leitzins, können sich Sparer über gute Tagesgeldzinsen oder Festgeldzinsen freuen. Einziger Wermutstropfen: Günstige Kredite und attraktive Sparzinsen gibt es am Finanzmarkt selten gleichzeitig zu finden.

Was Niedrigzinsen für Sparer bedeuteten

Mit der Anhebung des Leitzinses auf 2 % steigen die Zinsen für Tages- und Festgeld. Seit der Zinswender der EZB sind die Zinsen für Sparer deutlich gestiegen. Vor Juli 2022 lag der Leitzins lange bei 0 %. Das hatte für Sparer dramatische Folgen: Sparen lohnte sich so gut wie gar nicht mehr. Bei Geldanlagen mit einer variablen Verzinsung wie beim Tagesgeld wurden die Tagesgeldzinsen dem Niveau des Leitzinses angepasst. Günstige Angebote erhielten allenfalls Neukunden, Bestandskunden mussten mit weniger Zinsen rechnen. Auch die Festgeldzinsen sanken. Wer noch sparen wollte, musste seine Anlagestrategie überdenken, eine Umverteilung des Vermögens erwägen oder in risikoreiche Geldanlagen an der Börse investieren. 

Einen realen Verlust erleiden Sparer trotz steigender Zinsen, wenn die Inflationsrate höher ist als die Verzinsung von Guthaben. Die Inflationsrate lag im Oktober 2022 in Deutschland bei 10,4 %. Die Kombination aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation ist für Sparer besonders schlecht. Ihr Vermögen verliert schnell an Kaufkraft.

Was Strafzinsen bedeuten

Negativzinsen, auch Strafzinsen oder Minuszinsen genannt, sind im Prinzip Gebühren für Spareinlagen. Statt dafür bezahlt zu werden, der Bank Geld zu leihen, müssen Anleger bei einigen Banken eine Gebühr für ihr Guthaben zahlen. Grund dafür ist die Finanzpolitik der EZB. Die Zentralbank erhob lange einen Strafzins in Höhe von 0,5 % von Geldhäusern, die Geld lieber bei ihr parken, anstatt es als Kredit an Unternehmen, Institute oder Haushalte weiterzugeben. Viele Banken gaben die Negativzinsen an ihre Kunden weiter.

Im Juli 2022 beschloss die EZB beschlossen, dass der Strafzins für die Banken entfällt. Seit Oktober erhalten Banken, die Geld bei der EZB parken, sogar 1,5 % Zinsen. Es ist daher davon auszugehen, dass das Ende der Negativzinsen für Sparer absehbar ist.

Negativzinsen für Sparer: Hintergründe und Prognose

Einige Banken erheben für Einlagen über 100.000 € einen Strafzins von z. B. 0,4 %. In Einzelfällen verlangen Geldinstitute sogar ab dem ersten Euro Gebühren und Strafzinsen. Mit der zweimaligen Erhöhung des Leitzinses der EZB und dem Wegfall der Negativzinsen für Banken, die jetzt für ihre Einlagen sogar 0,75 % Zinsen von der EZB erhalten, ist davon auszugehen, dass Negativzinsen für Sparer bald der Vergangenheit angehören.

Die Gründe für die Erhebung des Strafzinses: Lange Zeit gab es niedrige Zinsen, und die Banken schauten, wie sie Geld verdienen konnten. Das ging am besten mit der Vergabe von Krediten. Der teuerste Kredit, den eine Bank vergeben kann, ist der Dispokredit. Um den Ertragsverlusten aufgrund des Negativzinses vorzubeugen, bedienen sich Banken aber weiterer Maßnahmen wie der Erhöhung des Dispozinses, der Steigerung von Kontoführungsgebühren oder Bearbeitungsgebühren.

Schlechte Aussichten für die Altersvorsorge

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat auch gravierende Folgen für die Altersvorsorge. Den versprochenen Garantiezins können Versicherungen kaum noch erwirtschaften, da

  • Investitionen in sichere Geldanlagen wie Staatsanleihen kaum noch Gewinne abwerfen
  • und für das geparkte Geld obendrein noch der Strafzins erhoben wird.

Die laufende Verzinsung aus dem Garantiezins Ihrer Lebens- oder Rentenversicherung sinkt damit stetig. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Verträge zu überprüfen. Kann das Garantieversprechen von Ihrer Versicherung nicht eingehalten werden, haben Sie die Möglichkeit einer Beitragsfreistellung. Von einer Kündigung der Versicherung raten wir dagegen ab. Wer Verträge aus den 80er oder 90er Jahren, mit einer hohen Verzinsung besitzt, sollte daran festhalten.

Zinsauszahlung: Wann werden Zinsen gutgeschrieben

Zinsauszahlung: Wann werden Zinsen gutgeschrieben?

Die Intervalle bei der Zinsauszahlung sind entscheidend. Wie gut die Rendite bei Ihrer Geldanlage ausfällt, hängt nicht nur von der Zinshöhe ab, sondern auch von der Häufigkeit der Zinsgutschrift. Je nach Geldanlage sind monatliche oder jährliche Zinsauszahlungen üblich sowie Zinsgutschriften am Ende der Laufzeit. Grundsätzlich gilt: Je häufiger Zinsen gutschrieben werden, desto besser ist das für Sie. Weshalb? Weil laut einem Zitat, das oft Albert Einstein zugeschrieben wird, dann das achte Weltwunder eintritt: der Zinseszinseffekt.

Monatliche Zinszahlung vs. jährliche Zinszahlung

Monatliche Zinszahlungen bzw. Zinsausschüttungen je Quartal kommen häufig auf Tagesgeldkonten vor. Die Tagesgeldzinsen werden Ihnen jeden Monat auf Ihr Erspartes gutgeschrieben. In einem Jahr erfolgen somit zwölf Zinsausschüttungen.

Bei Zinsauszahlungen pro Quartal gibt es pro Jahr insgesamt vier Zinsauszahlungen. Bei Festgeldkonten sind jährliche Zinsgutschriften bzw. Zinszahlungen am Ende der Vertragslaufzeit üblich. Entscheiden Sie sich für eine jährliche Zinsgutschrift, können Sie sich die Festgeldzinsen am Ende des Jahres auf dem Konto gutschreiben, bei manchen Anbietern auch auszahlen lassen. Bei Zinszahlungen am Ende der Laufzeit erfolgt eine einmalige Zinsausschüttung. Im Gegenzug dafür sind die Festgeldzinsen häufig etwas höher als bei der jährlichen Zinsgutschrift.

Was ist besser, eine monatliche oder jährliche Zinsgutschrift?

Je kürzer das Intervall bei der Zinsausschüttung ist, desto größer ist Ihr Gewinn. Häufige Zinsauszahlungen führen nämlich dazu, dass Ihr Vermögen schneller wächst. Besonders, wenn Sie sich die Zinsen auf dem Konto gutschreiben lassen. Denn auf diese Zinsen werden wiederum Zinserträge berechnet, die am Ende zu einer höheren Auszahlung und zum Zinseszinseffekt führen.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Der Zinseszinseffekt funktioniert wie folgt: Sie legen eine beliebige Summe beispielsweise auf einem Festgeldkonto an. Die Festgeldzinsen lassen Sie sich über die gesamte Laufzeit auf das Konto auszahlen. Ihr Sparguthaben erhöht sich damit immer um den ausgezahlten Zinsertrag, auf den wiederum neue Zinsen berechnet werden. Der Zinseszinseffekt, auch exponentielle Verzinsung genannt, tritt ein. Der Effekt verstärkt sich, je länger Sie das Geld und die Zinsen liegen lassen. Werden die Zinsen immer nur auf die Anlagesumme gutgeschrieben, wird von linearer Verzinsung gesprochen. An unserer Beispielrechnung möchten wir Ihnen den Effekt verdeutlichen.

Zins berechnen – Sparguthaben mit und ohne Zinseszinseffekt

Sie legen 10.0000 € zu einem Zins von 5,0 % an. Die jährlich ausgezahlten Zinsen lassen Sie sich immer auf Ihrem Konto gutschreiben. Zu Beginn steigt beim Zinseszinseffekt die Zinsgutschrift erst langsam, mit den Jahren aber immer stärker an. 

Jahr Verzinsung mit Zinseszins Guthaben mit Zinseszins Verzinsung ohne Zinseszins Guthaben ohne Zinseszins
1 500 € 10.500,00 € 500 € 10.500,00 €
2 525 € 11.025,00 € 500 € 11.000,00 €
3 551,25 € 11.576,25 € 500 € 11.500,00 €
4 578,81 € 12.155,06 € 500 € 12.000,00 €
5 607,75 € 12.762,82 € 500 € 12.500,00 €
6 638,14 € 13.400,96 € 500 € 13.000,00 €
7 670,05 € 14.071,00 € 500 € 13.500,00 €
8 703,55 € 14.774,55 € 500 € 14.000,00 €
9 738,73 € 15.513,28 € 500 € 14.500,00 €
10 775,66 € 16.288,95 € 500 € 15.000,00 €

Nach 10 Jahren ist Ihr Kapital um 6.288,95 € auf 16.288,95 € gestiegen. Ohne Zinseszinseffekt hätten Sie dagegen nur einen Zinsgewinn von 5.000 € erreicht und lediglich 15.000 € angespart.

  Verzinsung mit Zinseszins Guthaben mit Zinseszins Verzinsung ohne Zinseszins Guthaben ohne Zinseszins
Gesamtsumme 6.288,95 € 16.288,95 € 5.000,00 € 15.000,00 €

In der unteren Grafik wird der Unterschied zwischen der exponentiellen und linearen Verzinsung deutlich ersichtlich.

Zinseszinseffekt

Referenzzinssätze und weitere Begrifflichkeiten

Die Entwicklung der Tagesgeldzinsen, Festgeldzinsen oder Kreditzinsen ist in Europa nicht nur vom Leitzins abhängig. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder ist ein weiterer Faktor. Das führt wiederum dazu, dass die Zinsen in den Ländern der EU unterschiedlich hoch sind. Zur Festsetzung der Zinshöhe dienen neben dem Leitzins folgende Referenzzinssätze:

EURIBOR: Die Abkürzung steht für Euro Interbank Offered Rate. Dieser Referenzzinssatz dient vielen europäischen Banken als Basiswert für Kreditzinsen. Zu diesem Zinssatz leihen sich die Banken untereinander Geld. Der EURIBOR wird für acht unterschiedliche Laufzeiten ermittelt. An der Höhe des EURIBOR orientieren sich die Kreditzinsen, die Sie der Bank zahlen müssen.

EONIA: Der Euro Overnight Index Average ist ein durchschnittlicher Zinssatz, der die Grundlage für Tagesgeldzinsen in Europa bildet. Die EZB ermittelt den EONIA täglich, anhand tatsächlich getätigter Tagesgeldumsätze, die sie von mehr als 30 Banken übermittelt bekommt.

Zinsen ABC – weitere Begrifflichkeiten

Es gibt unterschiedliche Arten von Zinsen. Den Leitzins und Negativzins haben wir Ihnen bereits ausführlich vorgestellt. Daneben gibt es aber noch weitere Zinsarten, die wir Ihnen hier kurz erläutern möchten:

Zinsart Erläuterung
Sollzins Der Sollzins, auch Nomi­nal­zins genannt, ist der Zins, den Sie bei einem Darlehen an den Kredit­geber zurückzahlen.
Effektivzins Der effektive Zinssatz gibt an, wie hoch die Kredit­kosten inkl. Sollzins sind, die bei einem Darlehen auf Sie zukommen. Auf der Suche nach einem güns­tigen Kredit, sollten Sie sich ausschließlich am Effektivzins und nicht am güns­tigeren Sollzins orientieren.
Habenzins Habenzinsen sind Zinsen, die Kreditinstitute für Spar­einlagen als Tages­geld­zinsen oder Festgeld­zinsen an Ihre Kunden zahlen.
Realzins Der Realzins gibt an, wie sich die Wertveränderung eines Vermögens unter Berücksichtigung der In­flation verhält. Der Nomi­nalzins minus Inflations­rate ergibt den Realzins.
Geldmarktzins Der Geldmarktzins ist der durchschnittliche Zins, der von mehreren Banken für kurzfristige Geldanlagen wie Tagesgeld oder Fest­geld vergeben wird.
Variabler Zinssatz Ein variabler Zinssatz wird immer an das aktuelle Zinsniveau angepasst und ist an keine Laufzeit ge­bun­den. Bei Tagesgeld­zinsen handelt es sich üblicherweise um variable Zinssätze.
Fester Zinssatz Ein fester Zinssatz wird für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben und kann während dieser nicht an das aktuelle Zinsniveau angepasst werden. Der Fest­geldzins gehört beispielsweise dazu.
Vergleich.de Tipp

Warten Sie bei der Steuererklärung mehr als 15 Monate auf Ihren Steuerbescheid, dann stehen Ihnen sogenannte Erstattungszinsen zu. Für die steuerliche Erstattung wird ein Zinssatz von 0,5 % pro Monat berechnet. Dieser Zins gilt aber nur, wenn Sie Geld vom Finanzamt erhalten und nicht, wenn Sie Steuern nachzahlen müssen.

Teure Kontoüberziehung

Bei einem finanziellen Engpass hilft in den meisten Fällen die Bank aus, indem Sie für das Girokonto einen Disporahmen gewährt. Allerdings lässt sie sich den Dispokredit auch gut bezahlen.

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