Zinsen: aktuelle Sparzinsen und Guthabenzinsen 2024 im Vergleich

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Gesetzlicher Hinweis gemäß §12 Abs. 2 VermAnlG: Der Erwerb dieser Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Top Festgeldzins

3,60 %
Anlagebetrag: 10.000 €, Laufzeit: 1 Jahr , Zinsertrag: 360,00 €, PayRay Bank UAB , Stand: 18.06.2024
Festgeld Vergleich

Top Tagesgeldzins

3,85 %
Anlagebetrag: 10.000 €, Zinsertrag 1. Jahr: 385,00 €, täglich verfügbar, Bigbank, Stand: 18.06.2024
Tagesgeld Vergleich

Girokontozinsen

2,50 %

Zinsen für Girokontoguthaben, Anbieter: C24 Bank, Stand: heute

Girokonto Vergleich

Wie hoch sind die aktuellen Sparzinsen?

Heike Kevenhörster
Zuständige Redakteurin für die Bereiche Geldanlage und DSL & Handy
Stand: 06.06.2024

Momentan bieten Ban­ken Guthabenzinsen bis zu ca. 4 % an. Für Tages­geld be­tra­gen die Sparzin­sen aktu­ell in der Spitze 3,85 %. Eine tages­ge­naue Auf­stel­lung der Tages­geld­zin­sen, mit der Sie die Spar­zin­sen ver­glei­chen kön­nen, fin­den Sie in unse­rem Tagesgeld Vergleich. Hier eine Über­sicht der Top-Ange­bo­te für den aktuellen Anlagezins:

Unsere aktuell besten Zinsen für Tages­geld

Anlagebetrag: 10.000 €

zum Tagesgeld Vergleich

Für 1-jähriges Fest­geld gibt es Bankzin­sen von bis zu ca. 3,60 %.  Die tages­aktuel­len Ange­bo­te können Sie jeder­zeit unserem Festgeld Vergleich ent­neh­men. Eine Über­sicht, wel­che Gut­haben­zin­sen aktuell für diesen Zeit­raum ange­boten wer­den, se­hen Sie in der fol­gen­den Tabel­le.

Unsere aktuell besten Festgeldzinsen

Laufzeit: 1 Jahr, Anlagebetrag: 10.000 €

zum Festgeld Vergleich

Sie erhalten momentan für kürzere Zeiträume oft höhere Fest­geld­zinsen, da die Banken mit sinkenden Leit­zinsen rechnen und für lange Lauf­zeiten niedrigere Haben­zinsen anbieten. Wenn Sie Fest­geld für einen län­ge­ren Zeit­raum an­le­gen, erhalten Sie aber, histo­risch betrachtet, aktuell immer noch hohe Spar­zinsen. Im Zins­ver­gleich erkennen Sie, dass die attrak­tivsten Spar­zin­sen für längere Lauf­zeiten aktu­ell fallen. Sichern Sie sich deshalb hohe Fest­geld­zinsen jetzt noch für die Zukunft.

Unsere aktuell besten Zinsen und Zinserträge mit Zinseszins für Festgeld bei unterschiedlichen Laufzeiten

Laufzeit Anlagebetrag Zins Zinsertrag
1 Jahr 10.000 € 3,60 % 360 €
2 Jahre 10.000 € 3,45 % 701,90 €
3 Jahre 10.000 € 3,39 % 1.052 €
4 Jahre 10.000 € 3,35 % 1.340 €
5 Jahre 10.000 € 3,50 % 1.750 €
10 Jahre 10.000 € 3,20 % 3.702 €

Quelle: Vergleich.de Festgeld Vergleich, Stand: 18.06.2024

Wie entwickeln sich die Sparzinsen 2024?

Bislang sind die Guthaben­zinsen 2024 gefallen. Während der Höchst­zins bei Tages­geld leicht zurück­ging, sind die Fest­geld­zinsen, vor allem für längere Lauf­zeiten, bereits stärker gefallen. In dieser Ent­wicklung der Zinsen für Sparer spiegeln sich die Er­war­tungen an die Leit­zinsen der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) wider. Die Banken gehen davon aus, dass die EZB die Leit­zinsen in naher Zukunft weiter senken könnte.

Wie ist die Prognose bei Tagesgeldzinsen?

Nach der ersten Zins­ab­senkung durch die EZB hat sich der Ef­fekt fal­lender Zin­sen verstärkt. Da die Banken ihre Tages­geld­zinsen außer­halb der Zins­garan­tie jeder­zeit anpassen dürfen, führen sinkende Leit­zinsen direkt zu gerin­ge­ren Gut­haben­zinsen bei Tages­geld. Heute liegen die besten ange­botenen Zinsen für Tages­geld nie­driger als vor einigen Mo­naten. Le­gen Sie frei­es Geld daher schnell an. Zudem können weitere Zins­schrit­te nach unten erfolgen, worauf­hin die Spar­zinsen für Tages­geld ent­sprechend wei­ter fal­len wer­den.

Dazu kommt: Je wahr­schein­licher weitere Leit­zins­senkungen sind, desto kürzer wird auch der Garantie­zeit­raum für hohe Tages­geld­zinsen sein. Das bedeutet, dass die Zins­garan­tie anstatt z. B. ein halbes Jahr nur noch 3 Monate oder einen noch kür­zeren Zeit­raum um­fas­sen wird. Da­durch profi­tieren Sie nicht mehr so lan­ge von hohen Zins­ange­boten wie häufig noch vor einem Jahr.

Wie ist die Prognose bei Festgeldzinsen?

Die Banken erwarten, dass die EZB die Leit­zinsen weiter redu­ziert, und senken die Gut­haben­zinsen bei ihren Fest­geld­ange­boten schon jetzt. Für längere Anlage­zeit­räume kalku­lieren die Geld­häuser bereits mehrere Zins­schritte der EZB nach unten ein.

Wie werden sich die Festgeld­zinsen entwickeln? Fach­leute gehen bezüg­lich der Zins­ent­wicklung in ihren Festgeld-Prognosen 2024 mehr­heit­lich davon aus, dass die Spar­zinsen perspek­tivisch weiter sinken. Je nachdem, welche Signale die EZB in den nächsten Monaten sendet, können die Gut­haben­zinsen lang­samer oder schneller fallen. Die Geld­häuser rechnen für die Zukunft aber mit einem niedri­geren Zins­niveau als in der Gegenwart.

Expertentipp

Sollte ich mein Geld jetzt anlegen oder noch warten?

Heike Kevenhörster

Heike Kevenhörster
Vergleich.de Expertin für Geldanlagen

Alles Geld, das Sie nicht für all­täg­liche Aus­gaben benötigen, sollten Sie spätestens jetzt anlegen oder auf ein ver­zinstes Konto legen. Keine Sorge: Auch über Ihr Gut­haben auf einem Tages­geld­konto können Sie jeder­zeit verfügen. Nutzen Sie die aktu­ell noch hohen Sparzins-Angebote für Tages­geld aus! Bevor­zugen Sie dabei Banken, die eine längere Zins­bin­dung und eine häufige Ver­zinsung anbieten.

Und ver­gessen Sie nicht, kurz vor dem Ende dieses Zeit­raums wieder Aus­schau nach den aktu­ell besten Spar­zinsen zu halten, z. B. in unserem Tagesgeld Vergleich. Trans­fe­rieren Sie Ihr Tages­geld dann kompro­miss­los zur neuen Bank.

Wenn Festgeld als länger­fris­tige, sichere Geld­anlage für Sie interessant ist, sollten Sie ebenfalls sofort handeln und sich die Gut­haben­zinsen, die im histo­rischen Ver­gleich noch hoch sind, für einen Zeit­raum von 1–10 Jahren sichern. Dafür können Sie unseren Festgeld Vergleich nutzen. Achten Sie beim Zins­ver­gleich auch darauf, ob die Zinses­zinsen wieder mit ange­legt werden. Das lohnt sich! Eröffnen Sie jedoch nur dann ein Fest­geld­konto, wenn Sie sicher sind, im Anlage­zeit­raum nicht an Ihr Geld zu müssen.

Nutzen Sie eine Zinstreppe für mehr Flexibilität bei Festgeld

Wenn Sie von den langfristig guten Sparzinsen bei Fest­geld profi­tieren, aber gleich­zeitig flexibel bleiben wollen, sollten Sie über eine Zins­treppe nach­denken. Bei dieser auch Zins­staffel genannten Methode legen Sie Ihr Erspartes für unter­schied­lich lange Zeit­räume auf einem Fest­geld­konto an. So wird bei­spiels­weise jedes Jahr ein Teil Ihres Ver­mögens wieder frei. Dann können Sie frei ent­scheiden, ob Sie das Geld zu den dann geltenden Kondi­tionen wieder anlegen wollen und wenn ja, für wie lange.

Nutzen Sie den Zinseszinseffekt für einen höheren Zinsertrag

Das Geld, das Sie in Form von Zinsen er­wirt­schaf­ten, kön­nen Sie vermeh­ren, wenn Sie auf erhal­te­ne Zins­er­träge wieder Sparzin­sen bekom­men. Dies sind dann Zinses­zinsen. Zinses­zinsen schreibt Ihnen die Bank bei­spiels­weise auf einem Tages­geld­konto gut­, falls Sie die Zin­sen nicht ab­heben, son­dern dort belas­sen. Auch bei einigen Festgeldkonten können Zinseszinsen entstehen. Dann er­höhen diese Be­träge Ihre An­lage­summe und werden zukünf­tig mit­ver­zinst. 

Der Zinses­zins­effekt führt zu einem ex­po­nen­tiellen Wachs­tum Ihrer Geldanlage. Vor allem über eine lange Lauf­zeit und bei hohen Zinsen ver­viel­facht sich Ihr Ver­mögen durch den Zinses­zins schneller. In der folgenden Grafik stellen wir die Ent­wick­lung einer Spar­summe in Höhe von 25.000 € dar, die zu 5 % Habenzin­sen ange­legt ist. Sehen Sie, wel­chen Unter­schied es macht, ob Sie den Zinses­zins nutzen oder darauf ver­zich­ten.

Ohne Zinses­zins haben Sie nach 50 Jahren 87.500 € auf dem Konto. Mit Zinses­zinsen besitzen Sie 286.685 €! Fast 200.000 € davon mussten sie nicht aktiv bei­seite­legen, sondern dieses Geld ent­stammt aus­schließlich der Zins­wirkung. Ihr Ver­mögen ist mit den Zinsen und Zinses­zinses mehr als drei­mal so hoch wie ohne Zinses­zins­effekt. Je länger sie anlegen, desto stärker kommt der Zinses­zins­effekt zum Tragen.

Kurz erklärt: Wann steigen und fallen die Sparzinsen?

Banken und Sparkassen rea­gieren mit den Gut­haben­zinsen, die sie ihren Kunden anbieten, auf das herrschende Zins­niveau. Dieses wird von den Leit­zinsen der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) bestimmt. Sind die Leit­zinsen hoch, profi­tieren die Banken vom guten Ein­lagen­zins, den sie erhalten, wenn sie ihr Geld bei der Zentral­bank parken. Daher können es sich die Geld­häuser in diesen Phasen i. d. R. auch leisten, ihren Kunden hohe Zinsen für deren Erspar­tes zu zahlen.

Anders sieht es aus, wenn die Leit­zinsen niedrig sind. Erhal­ten die Banken und Spar­kassen selbst kaum Zinsen von der Zentral­bank, können sie auch bei den Spar­zinsen für ihre Kunden nicht groß­zügig sein.

Europäische Zentralbank läutet Zinswende ein

Christine Lagarde

Christine Lagarde
Präsidentin der EZB

Die ak­tu­elle Ent­wick­lung der Geld­po­litik der Europäischen Zentralbank (EZB) finden Sie hier zusam­men­ge­fasst.

Die Fakten im Überblick

Die EZB hat die drei Leit­zins­sätze am 6. Juni 2024 ge­senkt. Zu­vor waren die Währungshüter von Juli 2022 bis Sep­tem­ber 2023 mit Leit­zins­er­höhun­gen gegen die ho­he In­fla­tion in der Euro­zone vor­ge­gan­gen.

 

Streng genommen, operiert die EZB mit drei verschiedenen Leitzinssätzen:

  • Der Hauptfinanzierungssatz, zu dem sich Banken bei der Notenbank Geld leihen können, beträgt aktuell 4,25 %. Er ist der wichtigste Leitzins. Ist in den Nachrichten vom Leitzins die Rede, ist er gemeint.
  • Der Einlagensatz ist ein Zins, den Banken erhalten, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken. Er liegt jetzt bei 3,75 %.
  • Der Spitzenrefinanzierungssatz beeinflusst kurzfristige Geschäfte. Zu diesem Zinssatz können sich Banken über Nacht Geld bei der EZB leihen. Er liegt bei 4,50 %.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate im Euroraum von knapp unter 2 % an. Noch ist die Inflationsrate höher. Nach Schätzun­gen von Ana­lys­ten könnte die EZB im Juni 2024 damit begin­nen, die Leit­zin­sen zu sen­ken.

Zinskommentar

Was die Zinswende der EZB bedeutet

Heike Kevenhörster

Heike Kevenhörster
Vergleich.de Expertin für Geldanlagen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf den Rück­gang der Infla­tions­rate rea­giert und als erste große Noten­bank die Zins­wende einge­läutet. Der wich­tigste Leit­zins liegt nach einer Senkung um 25 Basis­punkte jetzt bei 4,25 %. Diese Ent­schei­dung ist ange­messen, denn die Teue­rung lag im Euro­raum wie in Deutsch­land zuletzt nur noch bei 2,4 %.

Eine Änderung der Leitzinsen wirkt ver­zögert. Es ist zu erwarten, dass sie noch hoch genug sind, um das ange­strebte Ziel der Währungs­hüter von 2 % Infla­tion zu erreichen. Die EZB zeigte sich nach Analyse der Wirtschafts­daten in der Euro­zone zuver­sichtlich. Die zuletzt schwache Kon­junktur wird durch die frühe Zins­senkung beflügelt werden.

Niedrigere Zinsen bedeuten billi­geres Geld: Kredite werden günstiger, wodurch sich Firmen mehr Inves­titionen leisten können. Auch der Immo­bilien­markt profi­tiert von preis­werteren Finan­zie­rungen. Geringere Gut­haben­zinsen mögen den Sparer ärgern, sie kurbeln aber den pri­vaten Konsum an, was wiederum zu höheren Umsätzen der Unter­nehmen führt.

Auch die Börse freut sich über redu­zierte Leit­zinsen und hofft auf höhere Kurse. Fans von Krypto­wäh­rungen fiebern einer neuen Phase des locke­reren Geldes ent­gegen, die sie mit neuen All­zeit­hochs für Bitcoin & Co. verbinden. Komplexer ist die Wirkung auf den Renten­markt: Die Kupon­zinsen für neue Anleihen werden sinken, die Kurse alter Anleihen dagegen zulegen.

Dass die EZB dieses Mal vor der US-ameri­kani­schen Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zins­wende einge­läutet hat, führt darüber hinaus zu einer Abwer­tung des Euro gegen­über dem Dollar. Die Exporte der deutschen Wirt­schaft könn­ten davon profi­tieren. Die Fed hat in den USA mit einer deutlich hart­näcki­geren Infla­tion zu kämpfen. Der dortige Arbeits­markt erweist sich jedoch als robust. Daher gehe ich davon aus, dass sich die Fed dazu ent­schließt, noch länger bei einer restrik­tiven Geld­politik zu bleiben. Sie wird wohl erst später an der Zins­schraube drehen.

Zinsprognose

kurzfristig: sinkend

langfristig: sinkend

Welche Banken zahlen die höchsten Zinsen?

Es sind vor allem Direkt­banken, die Sparern die höchsten Zinsen für Sparer in Deutsch­land zahlen. Dies gilt sowohl für deutsche als auch für euro­päische Banken. Online-Banken bieten derzeit in der Regel bessere Gut­haben­zinsen an als klassische Filial­banken. Sehen Sie, wie gering die aktu­ellen Spar­zin­sen von Volks­ban­ken und Spar­kas­sen für Tages­geld sind, verglichen mit den bes­ten Zin­sen aus unserem Tagesgeld Vergleich:

Tagesgeldzinsen in Deutschland im Vergleich

Bank

Zinssatz p.a.

Berliner Sparkasse

1%

Sparkasse Frankfurt

0,5 %

Stadtsparkasse München

1 %

Berliner Volksbank

1,25 %

Volksbank Köln-Bonn

1–1,25 %

Volksbank Dresden-Bautzen

0–1,4 %

Volksbank Stuttgart

0,5–1,20 %

Consorsbank

3,75%

bunq (Niederlande) 4,01 %

Stand: 16. Mai 2024, Quelle: Homepage der Banken sowie Vergleich.de Tagesgeld Vergleich

Auch bei Zinsen auf Sparguthaben in Form von Festgeld schneiden Direkt­banken wie Bigbank, Deutsche Pfand­brief­bank direkt, Bank of Scotland, JT Direktbank oder Opel Direktbank meistens besser ab als die bekannten Privat- und Genossen­schafts­banken wie die Deutsche Bank und Volks­banken oder Spar­kassen mit Filialen. Wie die Haben­zin­sen für Fest­geld derzeit aus­se­hen, sehen Sie tages­aktuell in unse­rem Festgeld Vergleich. Wie sicher ein Fest­geld­konto außer­halb von Deutsch­land ist, erfahren Sie in unserem aus­führ­lichen Ratgeber.

Geld im Ausland anlegen

Wie hoch ist die Realrendite für Sparguthaben?

Die Real­rendi­te von Spar­ein­la­gen kann auf­grund der Geldentwertung durch Inflation nega­tiv sein. Als Real­ren­di­te be­zeich­net man den Er­trag einer Geld­an­lage nach Ein­rech­nung der Infla­tionsrate. Im Fol­gen­den sehen Sie beispiel­haft, um wieviel Pro­zent Ihre Spar­ein­lage der­zeit in etwa jähr­lich an Kauf­kraft ver­liert oder zulegt. Zur Berechnung wurden aktuell erhältliche Sparzinsen herangezogen.

Realrendite verschiedener Spareinlagen in 2024

Anlageform

Rendite

Infla­tions­rate

Real­rendi­te

Giro­konto

0 %

2,4 %

-2,4 %

Tages­geld

3,85 % (garan­tier­ter Bei­spiel­zins)

2,4 %

+1,45 %

Fest­geld 1 Jahr

3,60 % (garan­tier­ter Bei­spiel­zins)

2,4 %

+1,20 %

Fest­geld 10 Jahre

3,25 % (garan­tier­ter Bei­spiel­zins)

2,4 %

+0,85 %

Welche Alternativen gibt es zu Spareinlagen?

Mehr Rendite als bei Tages- und Fest­geld erhalten Sie in der Regel, wenn Sie in Welt-Aktien-ETFs inves­tieren. Börsen­notierte Index­fonds auf den MSCI World oder MSCI ACWI erzielten in der Vergangen­heit im Schnitt etwa 7–8 % pro Jahr. ETFs sind jedoch nicht für eine kurz­fris­tige Geld­anlage geeignet, da die Kurse an der Börse schwanken. Um lang­fristig einen hohen Durch­schnitts­gewinn zu erzielen, sollten Sie einen Anlage­horizont von mindes­tens 15 Jahren haben. Mehr erfahren Sie in unserem Rat­geber Geld anlegen.

Experten-Interview: So profitieren Sie optimal von Sparzinsen

Thomas Mai
© Verbraucherzentrale Bremen e. V.

38 % der Deutschen sparen über­wie­gend auf ihrem Giro­konto, wie eine aktu­elle Um­fra­ge zeigt. Dort be­kom­men sie je­doch keine oder nur ge­rin­ge Zinsen. Höhere Zinsen bieten Banken für Tages­geld oder Fest­geld. Wie können sich Sparer in der der­zei­tigen Zins-Situation am besten ver­hal­ten? Darüber haben wir mit dem Finanz­ex­per­ten Thomas Mai von der Ver­braucher­zen­trale Bremen gesprochen.

Wie nutze ich als Verbraucher Sparzinsen optimal aus?

Thomas Mai: Zum einen sollten Sie sich ein gut verzinstes Tagesgeldkonto suchen. Damit bleiben Sie flüssig. Und zum anderen können Sie als längerfristige Geldanlage Festgeld nutzen. Vielleicht teilen Sie Ihr Erspartes auf mehrere gut verzinste Festgeldangebote mit verschiedenen Laufzeiten auf. Für eine solche Zinstreppe wählen Sie beispielsweise 1, 2, 3 und auch 5 Jahre. Immer wenn Geld frei wird, können Sie diesen Betrag wieder anlegen und sich je nach dem dann herrschenden Zinsangebot für eine neue Laufzeit entscheiden.

Wieviel Geld sollte man trotz­dem auf dem Giro­konto vorhalten?

Thomas Mai: Das Giro­konto ist für den Zah­lungs­ver­kehr gedacht. Man sollte so viel Gut­haben vor­hal­ten, dass klei­nere, un­vor­her­ge­sehene Aus­gaben das Konto nicht gleich ins Minus treiben. Da­ne­ben sollte man ein Tages­geld­konto haben, auf dem es Zinsen gibt und wo die eigent­lichen Re­ser­ven liegen: drei Monats­ge­häl­ter oder vielleicht 10.000 €. Sollte das Giro­konto doch mal ins Minus rut­schen, kann man es schnell durch einen Trans­fer vom Tages­geld­konto wieder ausgleichen.

Bei der Hausbank gibt es oft wenig Zin­sen auf Tagesgeld- oder Spar­kon­ten. Direkt­banken sind einigen Spa­rern aber sus­pekt. Wie sicher ist das Geld bei Online-Banken?

Thomas Mai: Das Geld ist bei Online-Banken genauso sicher an­ge­legt wie bei klassi­schen Filial­banken. Das macht keinen Unter­schied. Die Ein­lagen­siche­rung in Höhe von 100.000 € ist gegeben. Wenn es für je­man­den neu ist, seine Geld­ge­schäfte online zu tätigen, ist es aller­dings wich­tig, sich mit den Risi­ken ver­traut zu machen. Man sollte vor Gau­nern auf der Hut sein und wissen, dass man viel­leicht krimi­nelle Pishing-E-Mails bekommt. Man darf sich auf keinen Fall eine PIN oder TAN ent­locken lassen, mit der jemand das Konto räu­men könnte. Und: Man sollte seine Soft­ware immer aktu­ell halten und einen Viren­schutz haben. Grund­sätz­lich ist der Zah­lungs­ver­kehr im Online-Banking aber sicher.

Sehr hohe Zinsen gibt es manch­mal für Fremd­wäh­rungs­konten, wenn man z. B. bei einer deut­schen Bank in eine fremde Wäh­rung in­ves­tiert. Was ist davon zu halten?

Thomas Mai: Grund­sätz­lich würde ich davon abraten. Es muss nicht sein, dass man bei einer eigent­lich ein­fachen, siche­ren Spar­ein­lage gleich­zei­tig auf Wäh­rungs­schwan­kungen speku­liert. Denn da kann es stärkere Schwan­kungen geben. Gerade für je­man­den, der bei Fest­geld mit siche­ren Zinsen rechnet, ist diese risiko­reiche Anlage meist weni­ger ge­eig­net. Wer auf Devi­sen speku­lieren will, sollte sich sehr gut auskennen.

Angesichts der Inflation kann die Realrendite von Sparanlagen negativ sein. Welche Alternativen mit höheren Renditeaussichten gibt es?

Thomas Mai: Aktien sind die An­lage­klasse, die nicht nur über einige Jahre oder Jahr­zehnte, son­dern über ein ganzes Jahr­hun­dert hinweg eine gute reale Ren­dite ge­zeigt hat. Es gibt mit ETFs heute ein­fache und kos­ten­güns­tige Mög­lich­kei­ten für Ver­braucher, in Aktien zu in­ves­tieren. Das ETF-Sparen bringt auf lange Sicht wirk­lich Ren­dite und schlägt die Infla­tion. Aber die ersten 5 Jahre können auch eine Durst­strecke sein. Man muss min­des­tens 10 Jahre oder am besten noch länger dabeibleiben.

Wie teilt man sein Er­spar­tes am bes­ten auf ver­schie­dene An­lage­formen auf?

Thomas Mai: Eine sinn­volle lang­fris­tige Stra­te­gie wäre es, Geld, das man kurz­fris­tig braucht, in Tages- und Festgeld an­zu­legen und dadurch die In­fla­tion zu­min­dest zu lin­dern. Parallel in­ves­tiert man Geld, auf das man länger ver­zich­ten kann, in ETFs. Be­trach­tet man sein Gesamt­ver­mögen, so besteht der Plan darin, durch die Über­ren­dite der Ak­tien den realen Ver­lust der Spar­ein­lagen lang­fris­tig aus­zu­gleichen. Dann kann man am Ende seines Er­werbs­lebens wahr­schein­lich kons­ta­tieren, dass man die In­fla­tion ge­schla­gen hat. Es gibt keine Sicher­heit, die In­fla­tion in den nächs­ten 20 oder 30 Jahren zu schla­gen, aber mit Aktien bzw. ETFs besteht zu­min­dest die Aus­sicht darauf.

Das Interview wurde im April 2024 aktualisiert.

Was sind Zinsen?

Zin­sen sind der Preis für die Be­reit­stel­lung von Geld. Die Höhe der Zin­sen hängt dabei vom verein­bar­ten Zins­satz ab, der üblicher­weise in Pro­zent ange­ge­ben wird. Wenn man sich Geld leiht, muss man Kredit­zin­sen zah­len. Sparer er­hal­ten dage­gen Gut­haben­zin­sen, auch Spar­zin­sen ge­nannt. Diese Haben­zin­sen zahlt die Bank ihren Kun­den dafür, dass sie auf ihren Kon­ten Geld spa­ren. Die konkre­ten Zin­sen berech­nen sich aus dem gel­ten­den Zins­satz, dem ge­spar­ten Be­trag und der Lauf­zeit. Die Zins-For­mel lautet:

Zins­ertrag = Anlage­betrag x Zins­satz x Anlage­zeit­raum

In der fol­genden Tabel­le sehen Sie bei­spiel­haft, wie sich Ihre Zin­sen berech­nen las­sen. Wir haben für diesen Spar­rech­ner für Zin­sen eine jähr­liche Zins­gut­schrift nach 1 bzw. 2 Jah­ren ohne Zins­es­zins zugrun­de gelegt.

Beispielrechnung für Guthabenzinsen

Sparsumme

10.000 €

Zinssatz

3,6 %

Rechnung 1 Jahr

10.000 € x 3,6/100 x 1

Zinsertrag 1 Jahr

360 €

Rechnung 2 Jahre

10.000 € x 3,6/100 x 2

Zinsertrag 2 Jahre

720 €

Fazit: Jetzt noch von hohen Zinsen profitieren!

Wenn Sie für Ihr Erspartes möglichst hohe Haben­zinsen erhalten wollen, sollten Sie sofort tätig werden. Legen Sie Geld, das ständig ver­fügbar sein soll, auf einem Tages­geld­konto zu mög­lichst hohen Zinsen an. Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich.

Können Sie länger auf Ihr Geld verzichten und wollen es sicher anlegen, schauen Sie sich die aktu­ellen Spar­zins­angebote für Fest­geld an. Auch hier gilt: Je früher Sie handeln, desto höher sind wahr­schein­lich die aktu­ellen Gut­haben­zinsen, die Sie bekommen. Eine Konto­eröff­nung dauert meist nur wenige Minuten. Die höheren Erträge können Sie dann mehrere Jahre lang genießen.

Depots und Broker im Vergleich

Für ETFs, Aktien, Anleihen und andere Wert­papie­re brauchen Sie ein Depot mit mög­lichst geringen Gebüh­ren. Mit unse­rem Ver­gleich fin­den Sie das attrak­tivs­te Ange­bot für Ihre Bedürfnisse.

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