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Immobilienfinanzierung

Immobilienpreisentwicklung 2018: So entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren. Besonders in Großstädten werden die eigenen vier Wände immer teurer. Wie sich die Quadratmeterpreise entwickeln und wo Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim noch leisten können, erfahren Sie hier.

Immobilienpreise 2018

Immobilienpreise 2018: Der Höhenflug hält an

Die Immobilienpreise in Deutschland klettern weiter nach oben und das schon seit Jahren. Im 3. Quartal 2017 verteuerten sich Ein- und Mehrfamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr deutschlandweit um 5,6 %. Bei Eigentumswohnungen betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum sogar 7,4 %. Das ergab eine Untersuchung des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken zur Immobilienpreisentwicklung in Deutschland. Es gibt aber große regionale Unterschiede.

Haus- und Wohnungspreise im Süden: explodierende Quadratmeterpreise

Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschlands Süden geht rasanter voran als in anderen Regionen. Das gilt sowohl im Bereich der Eigentumswohnungen als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Besonders in München zeigt die Preiskurve steil nach oben. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise weist für München mit 19,80 % die höchsten Preissteigerungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland auf. Bei dieser Rechnung – ebenso wie bei allen folgenden – wurden die Mittelwerte (Medianpreis) der Quadratmeterpreise des 3. Quartals 2017 mit denen des Vorjahres verglichen.

München kann noch einen weiteren Rekord aufweisen: In der bayrischen Landeshauptstadt werden mit 5.826 €/qm bei Eigentumswohnungen und mit 4.276 €/qm bei Ein- und Zweifamilienhäusern die höchsten Medianpreise gezahlt.

Die Immobilienpreise in Frankfurt (Hessen) und Stuttgart (Baden-Württemberg) steigen ebenfalls. Bei den Preisen für Eigentumswohnungen sogar stärker als in München. Wenn auch auf niedrigerem Niveau, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Süden)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Frankfurt2.516 €/qm13,18 %
Stuttgart2.840 €/qm13,68 %
München4.276 €/qm19,80 %

Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Süden)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Frankfurt3.281 €/qm18,09 %
Stuttgart2.859 €/qm13,98 %
München5.826 €/qm12,53 %

Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (7. Dezember 2017)

Haus- und Wohnungspreise im Norden und Osten: Berlin boomt

Die Quadratmeterpreise für Wohneigentum steigen auch im Norden und Osten Deutschlands. Dabei kommt Berlin eine besondere Rolle zu. Die Steigerung der Immobilienpreise in Berlin liegt bei Eigentumswohnungen deutschlandweit auf Rekordniveau. Im Jahresvergleich sind die Preise um 18,63 % gestiegen.

In Berlin gibt es die höchsten Wohnungspreise: Der höchste Quadratmeterpreis lag im 3. Quartal 2017 bei 13.586 €. Damit liegt er noch über dem Höchstpreis in München (11.707 €). Berlin boomt. Aber auch in anderen großen Städten wie Hamburg und Dresden steigen die Immobilienpreise. 

Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Norden und Osten)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Berlin2.321 €/qm10,10 %
Dresden2.113 €/qm4,31 %
Hannover2.007 €/qm11,70 %
Hamburg2.529 €/qm10,34 %

Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Norden und Osten)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Berlin3.593 €/qm18,63 %
Dresden2.182 €/qm8,31 %
Hannover2.257 €/qm14,41 %
Hamburg3.669 €/qm8,19 %

Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (19. Oktober 2017)

Haus- und Wohnungspreise im Westen: Preisanstieg wird langsamer

Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei den Immobilienpreisen in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Trendindikator Immobilien steigen auch hier die Quadratmeterpreise. Aber bei Ein- und Zweifamilienhäusern verläuft die Teuerungskurve flacher als in den Jahren zuvor. Das bedeutet, dass in diesem Segment der Preisanstieg langsamer vorangeht. Es gibt im Westen aber auch neue Höchstwerte.

Der höchste Quadratmeterpreis für ein Wohnhaus in Deutschland wurde in Düsseldorf mit 12.943 € erzielt. Auch in Dortmund müssen Käufer tiefer als bisher in die Tasche greifen. Der höchste erzielte Preis für ein Haus lag bei 5.772 €/qm. Das ist ein Rekordwert für die Dortmunder Region. Die Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung in ausgewählten Städten:

Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Westen)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Düsseldorf2.331 €/qm13,74 %
Köln2.255 €/qm9,28 %
Dortmund2.054 €/qm9,98 %

Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Westen)

 MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
Düsseldorf2.578 €/qm10,21 %
Köln2.617 €/qm13,49 %
Dortmund1.538 €/qm14,56 %

Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (16. November 2017)

Warum sind die Immobilienpreise in Deutschland so hoch?

Die Gründe für die hohen Preise beim Immobilienkauf liegen hauptsächlich bei der starken Nachfrage. Das gilt besonders für Ballungsräume wie die Metropolregion Stuttgart sowie große Städte wie München und Berlin. Dort wollen immer mehr Menschen leben, die für einen Arbeitsplatz oder zum Studieren umziehen müssen. Gleichzeitig gibt es einen Mangel an Wohnungen. Darum steigen die Wohnungspreise beim Kauf genauso wie die Mieten.

Außerdem ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden weit verbreitet. Nach einer Umfrage von LSB Research würden 52 % der Mieter in Deutschland lieber im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben als zur Miete wohnen. Hinzu kommt die jetzt schon seit einigen Jahren andauernde Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch diese Politik sind Kredite günstig zu bekommen. Billige Kredite sollen Investitionen erleichtern und die Wirtschaft in Europa ankurbeln. Darum ist auch eine Baufinanzierung oder eine Kreditaufnahme für den Hauskauf zu sehr niedrigen Zinsen möglich. Viele Menschen nutzen diese Phase der Niedrigzinspolitik, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2018?

Es bestehen bereits große Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung zwischen Stadt und Land. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird dieser Unterschied bis zum Jahr 2030 größer werden. 

Preisentwicklung in ländlichen Regionen verläuft nach unten

Die Preise sowohl für Wohnungen als auch für Ein- und Zweifamilienhäuser werden nach der Studie nach in den kommenden 10 Jahren, in einem Drittel aller deutschen Landkreise, um cirka 25 % sinken. In besonders abgelegenen Regionen, wie zum Beispiel im Osten Deutschlands, könnten die Preise sogar bis zu 50 % einbrechen. Betroffen davon sind neben Ostdeutschland auch Regionen in Nordhessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Bayern. Die Ursache dafür liegt im demografischen Wandel im ländlichen Raum. Da viele Menschen in die Ballungsräume ziehen, besteht auf dem Land nur noch eine geringe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Immobilienpreise sinken. 

Preise in Ballungsräumen und Städten steigen weiter

Besonders in Ballungsräumen wie München und Berlin wird es nach der Meinung vieler Experten in Zukunft deutlich höhere Immobilienpreise geben als in ländlichen Regionen. Die Gründe dafür liegen bei

  • weiterhin niedrigen Zinsen,
  • starker Zuwanderung und weiteren Zuzug in die Städte,
  • bestehenden Wohnungsmangel auch in den kommenden Jahren und
  • dem Fehlen gut verzinster Möglichkeiten als Geldanlage.

Darum wird erwartet, dass die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland nach wie vor nach oben verläuft. Wenn auch die Preissteigerungen nicht mehr so rasant ausfallen dürften wie in den vergangenen Jahren. 

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, eine Immobilie zu erwerben, ist es ratsam, möglichst bald den Kauf abzuwickeln. Ansonsten kann der Immobilienkauf immer teurer werden. Nehmen Sie sich aber unbedingt die Zeit für eine solide Immobilienfinanzierung.

Beim Immobilienkauf auf eine passende Baufinanzierung achten

Die hohen Immobilienpreise treiben auch die aufgenommenen Kredithöhen zur Baufinanzierung in die Höhe. Da das hohe Niveau der Preise für Immobilien voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird, ist eine angemessene Immobilienfinanzierung für Käufer und Bauherren besonders wichtig. Die Finanzierung muss zu den individuellen Voraussetzungen passen, da bei den aktuell hohen Preisen und dementsprechend hohen Krediten die Überschuldung droht.

Erstellen Sie unbedingt einen Finanzierungsplan für Ihren Immobilienkauf und nutzen Sie einen Baufinanzierung Vergleich, bevor Sie sich für einen Kredit entscheiden. Wir empfehlen für die monatliche Ratenzahlung maximal 35 % Ihres Haushalts­netto­einkommens zur verwenden. Wie Sie am besten bei der Finanzierung Ihrer Traumimmobilie vorgehen, zeigen Ihnen unsere Baufinanzierung Tipps.

Wie setzen sich Immobilienpreise zusammen?

Die Lage einer Immobilie ist beim Kauf und bei der Preisfestlegung von großer Bedeutung. Es kommen aber noch weitere Merkmale hinzu, die den Wert einer Immobilie beeinflussen. Dabei kommt es beim Immobilienkauf sowohl auf die Qualität der Ausstattung (z. B. bei der Kücheneinrichtung) als auch auf den aktuellen Zustand (z. B. des Daches) an. 

  • Lage des Grundstückes
    • Ballungsraum oder ländliche Region
    • Wohnumfeld
    • Ausblick
  • Ausstattungsmerkmale Grundstück
    • Größe
    • Nutzfläche
    • Gartenanlage
    • Garage oder Stellplätze
  • Ausstattungsmerkmale Gebäude/Eigentumswohnung
    • Baujahr
    • Haustyp
    • Dach
    • Fenster
    • Dämmung und Energiewerte
    • Bodenbelag
    • Heizung und Sanitäranlagen
    • Wohnfläche und Anzahl der Räume
    • Besondere Ausstattungsmerkmale wie Swimmingpool oder Kamin
Vergleich.de Tipp

Bedenken Sie bei Ihrer Planung, dass zusätzlich zu den Immobilienpreisen noch weitere Kosten auf Sie zukommen. Es entstehen Nebenkosten beim Haus- und Wohnungskauf, die noch einmal rund 15 % der Gesamtsumme ausmachen können. Dazu gehören z. B. Maklergebühren und die Grunderwerbssteuer. 

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