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Immobilienfinanzierung

Immobilienpreisentwicklung 2021: So entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren. Besonders in Großstädten werden Objekte zur Selbstnutzung oder Kapitalanlage immer teurer. Wie sich die Quadratmeterpreise entwickeln und wo Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim noch leisten können, erfahren Sie hier.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Immobilienpreise sind 2021 weiter im Höhenflug

      Die Immobilienpreise in Deutschland klettern wie nun seit fast 10 Jahren weiter nach oben. Die Corona-Krise hat diesem Trend offenbar sogar noch einen weiteren Schub verpasst, zeigen neue Studien. Das Hamburger Forschungsinstitut F+B hat Zahlen ausgewertet, nach denen sich Ein- und Zweifamilienhäuser im 3. Quartal 2020 im Schnitt um 8,6 % verteuerten, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 5,5 %.

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      Haus- und Wohnungspreise im Süden bleiben teuer

      Die Immobilienpreisentwicklung ging in Deutschlands Süden in der Vergangenheit rasanter voran als in vielen anderen Regionen. Das gilt sowohl im Bereich der Eigentumswohnungen als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Aber: Zuletzt verteuerten sich Immobilien in Stuttgart, Frankfurt und München etwas langsamer. Hauspreise in München stagnierten sogar im Vergleich zum Vorquartal, zeigt der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise.

      Dennoch ist München nach wie vor Stadt der Rekorde: In der bayerischen Landeshauptstadt werden mit 7.792 €/qm bei Eigentumswohnungen und mit 5.634 €/qm bei Ein- und Zweifamilienhäusern die höchsten Medianpreise gezahlt. Die Preissteigerung lag bei 5,19 % bzw. 7,41 %. Bei dieser Rechnung – ebenso wie bei allen folgenden – wurden die Mittelwerte (Medianpreis) der Quadratmeterpreise des 3. Quartals 2020 mit denen des Vorjahres verglichen.

      Die Zuwächse bei den Immobilienpreisen erreichten in Frankfurt fast 10 %, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Süden)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Frankfurt3.175 €/qm9,82 %
      Stuttgart3.659 €/qm9,71 %
      München5.634 €/qm7,41 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Süden)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Frankfurt3.910 €/qm7,89 %
      Stuttgart3.957 €/qm8,39 %
      München7.792 €/qm5,19 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Januar 2021)

      Haus- und Wohnungspreise im Norden und Osten: Preissteigerungen führen zu neuen Rekorden

      Die Quadratmeterpreise für Wohneigentum steigen auch im Norden und Osten Deutschlands erheblich. Dabei kommt Berlin eine besondere Rolle zu. Die Steigerung der Immobilienpreise in Berlin gehört bei Ein- und Zweifamilienhäusern deutschlandweit zu den höchsten. Im Jahresvergleich sind die Preise im 4. Quartal 2020 um 12,28 % gestiegen.

      Aber auch in Hamburg und Hannover ziehen die Preise stark an. Zudem wieder schneller als noch vor einem Jahr, als es einen kleinen Knick bei der Preisentwicklung gab.

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Norden und Osten)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Berlin3.350 €/qm12,28 %
      Dresden2.735 €/qm9,31 %
      Hannover2.455 €/qm11,19 %
      Hamburg3.282 €/qm11,33 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Norden und Osten)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Berlin4.743 €/qm7,15 %
      Dresden2.926 €/qm4,07 %
      Hannover2.877 €/qm8,07 %
      Hamburg4.750 €/qm9,54 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Januar 2021)

      Haus- und Wohnungspreise im Westen: Preisanstieg geht weiter

      In Nordrhein-Westfalen ziehen die Immobilienpreise stark an. Nachdem sich die Teuerungskurve Anfang 2019 leicht abgeflacht hatte, ist dem Trendindikator Immobilien zufolge wieder ein konstant hoher Preisanstieg bei Eigentumswohnungen und bei Ein- und Zweifamilienhäusern zu beobachten.

      Auch Dortmund holt auf. Hier zahlen Käufer für Ein- und Zweifamilienhäuser immer noch weniger als in Kön und Düsseldorf. Der Preisanstieg ist in Dortmund mit mehr als 11 % aber am höchsten. Die Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung in ausgewählten Städten:

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Westen)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Düsseldorf2.944 €/qm7,48 %
      Köln2.881 €/qm10,24 %
      Dortmund2.512 €/qm11,07 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Westen)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Düsseldorf3.338 €/qm6,89 %
      Köln3.609 €/qm10,57 %
      Dortmund2.071 €/qm12,39 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Februar 2021)

      Warum sind die Immobilienpreise in Deutschland so hoch?

      Die Gründe für die hohen Preise beim Immobilienkauf liegen hauptsächlich bei der starken Nachfrage. Das gilt besonders für Ballungsräume wie die Metropolregion Stuttgart sowie große Städte wie München und Berlin. Dort wollen immer mehr Menschen leben, die für einen Arbeitsplatz oder zum Studieren umziehen müssen. Gleichzeitig gibt es einen Mangel an Wohnungen. Darum steigen die Wohnungspreise beim Kauf genauso wie die Mieten.

      Außerdem ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden weit verbreitet. Nach einer Umfrage von LSB Research würden 52 % der Mieter in Deutschland lieber im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben als zur Miete wohnen. Hinzu kommt die jetzt schon seit einigen Jahren andauernde Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch diese Politik sind Kredite günstig zu bekommen. Billige Kredite sollen Investitionen erleichtern und die Wirtschaft in Europa ankurbeln. Darum ist auch eine Baufinanzierung oder eine Kreditaufnahme für den Hauskauf zu sehr niedrigen Zinsen möglich. Viele Menschen nutzen diese Phase der Niedrigzinspolitik, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

      Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2021?

      Es bestanden in den vergangenen Jahren große Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung zwischen Stadt und Land. Ob sich die Preise in Zukunft weiter voneinander entfernen oder annähern, ist schwer vorherzusagen.

      Preisentwicklung in ländlichen Regionen ist ungewiss

      Auf der einen Seite sagt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) ein weiteres Auseinanderdriften der Immobilienpreise zwischen Stadt und Land voraus. Danach werden die Preise sowohl für Wohnungen als auch für Ein- und Zweifamilienhäuser in den kommenden 10 Jahren, in einem Drittel aller deutschen Landkreise, um cirka 25 % sinken. In besonders abgelegenen Regionen, wie zum Beispiel im Osten Deutschlands, könnten die Preise sogar bis zu 50 % einbrechen. Betroffen davon sind neben Ostdeutschland auch Regionen in Nordhessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Bayern. Die Ursache dafür liege im demografischen Wandel im ländlichen Raum. Da viele Menschen in die Ballungsräume ziehen, besteht auf dem Land nur noch eine geringe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Immobilienpreise sinken. 

      Auf der anderen Seite zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes einen gegenläufigen Trend. Danach stiegen die Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2020 in dichter besiedelten ländlichen Kreisen stärker als in den Metropolen. Eine mögliche Ursache könnte die Corona-Krise sein, die infolge des wachsenden Anteils an Homeoffice zu einer größeren Nachfrage nach Immobilien im Grünen führt. Hinzu kommen gesellschaftliche Entwicklungen wie das Bemühen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ob sich dieser Trend zum Wohnen auf dem Land fortsetzt, muss abgewartet werden.

      Preise in Ballungsräumen und Städten steigen weiter

      Besonders in Ballungsräumen wie München und Berlin wird es nach der Meinung vieler Experten auch in Zukunft deutlich steigende Immobilienpreise geben. Die Gründe dafür liegen bei

      • weiterhin niedrigen Zinsen,
      • starker Zuwanderung und weiteren Zuzug in die Städte,
      • bestehenden Wohnungsmangel auch in den kommenden Jahren und
      • dem Fehlen gut verzinster Möglichkeiten als Geldanlage.

      Darum wird erwartet, dass die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland nach wie vor nach oben verläuft. Wenn auch die Preissteigerungen nicht mehr so rasant ausfallen dürften wie in den vergangenen Jahren. 

      Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, eine Immobilie zu erwerben, ist es ratsam, möglichst bald den Kauf abzuwickeln. Ansonsten kann der Immobilienkauf immer teurer werden. Nehmen Sie sich aber unbedingt die Zeit für eine solide Immobilienfinanzierung.

      Beim Immobilienkauf auf eine passende Baufinanzierung achten

      Die hohen Immobilienpreise treiben auch die aufgenommenen Kredithöhen zur Baufinanzierung in die Höhe. Da das hohe Niveau der Preise für Immobilien voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird, ist eine angemessene Immobilienfinanzierung für Käufer und Bauherren besonders wichtig. Die Finanzierung muss zu den individuellen Voraussetzungen passen, da bei den aktuell hohen Preisen und dementsprechend hohen Krediten die Überschuldung droht.

      Erstellen Sie unbedingt einen Finanzierungsplan für Ihren Immobilienkauf und nutzen Sie einen Baufinanzierung Vergleich, bevor Sie sich für einen Kredit entscheiden. Wir empfehlen für die monatliche Ratenzahlung maximal 35 % Ihres Haushalts­netto­einkommens zur verwenden. Wie Sie am besten bei der Finanzierung Ihrer Traumimmobilie vorgehen, zeigen Ihnen unsere Baufinanzierung Tipps.

      Wie setzen sich Immobilienpreise zusammen?

      Die Lage einer Immobilie ist beim Kauf und bei der Preisfestlegung von großer Bedeutung. Es kommen aber noch weitere Merkmale hinzu, die den Wert einer Immobilie beeinflussen. Dabei kommt es beim Immobilienkauf sowohl auf die Qualität der Ausstattung (z. B. bei der Kücheneinrichtung) als auch auf den aktuellen Zustand (z. B. des Daches) an. 

      • Lage des Grundstückes
        • Ballungsraum oder ländliche Region
        • Wohnumfeld
        • Ausblick
      • Ausstattungsmerkmale Grundstück
        • Größe
        • Nutzfläche
        • Gartenanlage
        • Garage oder Stellplätze
      • Ausstattungsmerkmale Gebäude/Eigentumswohnung
        • Baujahr
        • Haustyp
        • Dach
        • Fenster
        • Dämmung und Energiewerte
        • Bodenbelag
        • Heizung und Sanitäranlagen
        • Wohnfläche und Anzahl der Räume
        • Besondere Ausstattungsmerkmale wie Swimmingpool oder Kamin
      Vergleich.de Tipp

      Bedenken Sie bei Ihrer Planung, dass zusätzlich zu den Immobilienpreisen noch weitere Kosten auf Sie zukommen. Es entstehen Nebenkosten beim Haus- und Wohnungskauf, die noch einmal rund 15 % der Gesamtsumme ausmachen können. Dazu gehören z. B. Maklergebühren und die Grunderwerbssteuer. 

      Grunderwerbsteuer: Wer zahlt was?

      Lesen Sie hier, wie hoch die Grunderwerbsteuer in Ihrem Bundesland ausfällt, wann sie fällig wird, wer sie zahlt und welche Einsparmöglichkeiten es für Sie gibt.

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