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Immobilienfinanzierung

Immobilienpreisentwicklung 2020: So entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren. Besonders in Großstädten werden die eigenen vier Wände immer teurer. Wie sich die Quadratmeterpreise entwickeln und wo Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim noch leisten können, erfahren Sie hier.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Immobilienpreise sind 2020 bislang weiter im Höhenflug

      Die Immobilienpreise in Deutschland klettern wie nun seit fast 10 Jahren weiter nach oben. Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen auch im 1. Quartal 2020 wieder deutlich gestiegen, und zwar landesweit um 6,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es gibt regionale Unterschiede, diese werden aber kleiner. Auch in dünner besiedelten Gebieten auf dem Land zogen die Preise an, bei Häusern um durchschnittlich 6,1 %, bei Eigentumswohnungen um 4,9 %. In Großstädten wie München, Stuttgart und Frankfurt verteuerten sich Häuser um 9,5 %, Wohnungen um 7,4 %.

      Unklar ist, wie sich die Corona-Krise auf den Immobilienmarkt auswirken wird. Bislang ist kein Effekt zu erkennen. Über die Entwicklung halten wir Sie auf unserer Seite Finanzen in Krisenzeiten auf dem Laufenden.

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      Haus- und Wohnungspreise steigen im Süden weiter auf hohem Niveau

      Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschlands Süden geht rasanter voran als in vielen anderen Regionen. Das gilt sowohl im Bereich der Eigentumswohnungen als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Besonders in Stuttgart und München zeigt die Preiskurve aktuell steil nach oben. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise weist für Stuttgart mit 11,51 % eine der höchsten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen in Deutschland auf. Bei dieser Rechnung – ebenso wie bei allen folgenden – wurden die Mittelwerte (Medianpreis) der Quadratmeterpreise des 1. Quartals 2020 mit denen des Vorjahres verglichen.

      Davon abgesehen ist München nach wie vor Stadt der Rekorde: In der bayerischen Landeshauptstadt werden mit 7.644 €/qm bei Eigentumswohnungen und mit 5.624 €/qm bei Ein- und Zweifamilienhäusern die höchsten Medianpreise gezahlt. Die Preissteigerung lag bei 9,14 % bzw. 11,52 %.

      Die Immobilienpreise in Frankfurt (Hessen) steigen ebenfalls, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Süden)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Frankfurt3.035 €/qm6,76 %
      Stuttgart3.556 €/qm6,47 %
      München5.624 €/qm11,52 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Süden)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Frankfurt3.873 €/qm10,64 %
      Stuttgart3.829 €/qm11,51 %
      München7.644 €/qm9,14 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Juni 2020)

      Haus- und Wohnungspreise im Norden und Osten: Preissteigerungen schließen auf

      Die Quadratmeterpreise für Wohneigentum steigen auch im Norden und Osten Deutschlands. Dabei kommt Berlin eine besondere Rolle zu. Die Steigerung der Immobilienpreise in Berlin liegt bei Ein- und Zweifamilienhäusern deutschlandweit auf Rekordniveau. Im Jahresvergleich sind die Preise um 14,35 % gestiegen.

      Berlin boomt. Aber auch in anderen großen Städten wie Hamburg und Dresden steigen die Immobilienpreise; zudem wieder schneller als noch vor einem halben Jahr, als es einen kleinen Knick bei der Preisentwicklung gab.

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Norden und Osten)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Berlin3.066 €/qm14,35 %
      Dresden2.576 €/qm8,12 %
      Hannover2.294 €/qm8,93 %
      Hamburg3.072 €/qm10,39 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Norden und Osten)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Berlin4.578 €/qm13,07 %
      Dresden2.680 €/qm9,70 %
      Hannover2.750 €/qm11,88 %
      Hamburg4.329 €/qm9,68 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Juni 2020)

      Haus- und Wohnungspreise im Westen: Preisanstieg wächst

      In Nordrhein-Westfalen ziehen die Immobilienpreise wieder deutlich schneller an als noch vor 1 Jahr. Nachdem sich die Teuerungskurve leicht abgeflacht hatte, ist dem Trendindikator Immobilien zufolge wieder ein stärkerer Preisanstieg bei Eigentumswohnungen und bei Ein- und Zweifamilienhäusern zu beobachten.

      In Köln waren die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2018 noch leicht gesunken. Seitdem gehen die Preise stark nach oben, genauso wie in Düsseldorf mit einer Rekordsteigerung von zuletzt 13,82 %. Die Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung in ausgewählten Städten:

      Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Westen)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Düsseldorf2.793 €/qm12,29 %
      Köln2.667 €/qm11,45 %
      Dortmund2.378 €/qm11,08 %

      Immobilienpreise für Eigentumswohnungen (Westen)

       MedianpreisSteigerung zum Vorjahr
      Düsseldorf3.329 €/qm12,83 %
      Köln3.195 €/qm11,73 %
      Dortmund1.829 €/qm5,60 %

      Quelle: Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Juni 2020)

      Warum sind die Immobilienpreise in Deutschland so hoch?

      Die Gründe für die hohen Preise beim Immobilienkauf liegen hauptsächlich bei der starken Nachfrage. Das gilt besonders für Ballungsräume wie die Metropolregion Stuttgart sowie große Städte wie München und Berlin. Dort wollen immer mehr Menschen leben, die für einen Arbeitsplatz oder zum Studieren umziehen müssen. Gleichzeitig gibt es einen Mangel an Wohnungen. Darum steigen die Wohnungspreise beim Kauf genauso wie die Mieten.

      Außerdem ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden weit verbreitet. Nach einer Umfrage von LSB Research würden 52 % der Mieter in Deutschland lieber im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben als zur Miete wohnen. Hinzu kommt die jetzt schon seit einigen Jahren andauernde Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch diese Politik sind Kredite günstig zu bekommen. Billige Kredite sollen Investitionen erleichtern und die Wirtschaft in Europa ankurbeln. Darum ist auch eine Baufinanzierung oder eine Kreditaufnahme für den Hauskauf zu sehr niedrigen Zinsen möglich. Viele Menschen nutzen diese Phase der Niedrigzinspolitik, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

      Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2020?

      Es bestehen bereits große Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung zwischen Stadt und Land. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird dieser Unterschied bis zum Jahr 2030 größer werden. 

      Preisentwicklung in ländlichen Regionen verläuft langfristig nach unten

      Die Preise sowohl für Wohnungen als auch für Ein- und Zweifamilienhäuser werden nach der Studie nach in den kommenden 10 Jahren, in einem Drittel aller deutschen Landkreise, um cirka 25 % sinken. In besonders abgelegenen Regionen, wie zum Beispiel im Osten Deutschlands, könnten die Preise sogar bis zu 50 % einbrechen. Betroffen davon sind neben Ostdeutschland auch Regionen in Nordhessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Bayern. Die Ursache dafür liegt im demografischen Wandel im ländlichen Raum. Da viele Menschen in die Ballungsräume ziehen, besteht auf dem Land nur noch eine geringe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Immobilienpreise sinken. 

      Preise in Ballungsräumen und Städten steigen weiter

      Besonders in Ballungsräumen wie München und Berlin wird es nach der Meinung vieler Experten in Zukunft deutlich höhere Immobilienpreise geben als in ländlichen Regionen. Die Gründe dafür liegen bei

      • weiterhin niedrigen Zinsen,
      • starker Zuwanderung und weiteren Zuzug in die Städte,
      • bestehenden Wohnungsmangel auch in den kommenden Jahren und
      • dem Fehlen gut verzinster Möglichkeiten als Geldanlage.

      Darum wird erwartet, dass die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland nach wie vor nach oben verläuft. Wenn auch die Preissteigerungen nicht mehr so rasant ausfallen dürften wie in den vergangenen Jahren. 

      Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, eine Immobilie zu erwerben, ist es ratsam, möglichst bald den Kauf abzuwickeln. Ansonsten kann der Immobilienkauf immer teurer werden. Nehmen Sie sich aber unbedingt die Zeit für eine solide Immobilienfinanzierung.

      Beim Immobilienkauf auf eine passende Baufinanzierung achten

      Die hohen Immobilienpreise treiben auch die aufgenommenen Kredithöhen zur Baufinanzierung in die Höhe. Da das hohe Niveau der Preise für Immobilien voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird, ist eine angemessene Immobilienfinanzierung für Käufer und Bauherren besonders wichtig. Die Finanzierung muss zu den individuellen Voraussetzungen passen, da bei den aktuell hohen Preisen und dementsprechend hohen Krediten die Überschuldung droht.

      Erstellen Sie unbedingt einen Finanzierungsplan für Ihren Immobilienkauf und nutzen Sie einen Baufinanzierung Vergleich, bevor Sie sich für einen Kredit entscheiden. Wir empfehlen für die monatliche Ratenzahlung maximal 35 % Ihres Haushalts­netto­einkommens zur verwenden. Wie Sie am besten bei der Finanzierung Ihrer Traumimmobilie vorgehen, zeigen Ihnen unsere Baufinanzierung Tipps.

      Wie setzen sich Immobilienpreise zusammen?

      Die Lage einer Immobilie ist beim Kauf und bei der Preisfestlegung von großer Bedeutung. Es kommen aber noch weitere Merkmale hinzu, die den Wert einer Immobilie beeinflussen. Dabei kommt es beim Immobilienkauf sowohl auf die Qualität der Ausstattung (z. B. bei der Kücheneinrichtung) als auch auf den aktuellen Zustand (z. B. des Daches) an. 

      • Lage des Grundstückes
        • Ballungsraum oder ländliche Region
        • Wohnumfeld
        • Ausblick
      • Ausstattungsmerkmale Grundstück
        • Größe
        • Nutzfläche
        • Gartenanlage
        • Garage oder Stellplätze
      • Ausstattungsmerkmale Gebäude/Eigentumswohnung
        • Baujahr
        • Haustyp
        • Dach
        • Fenster
        • Dämmung und Energiewerte
        • Bodenbelag
        • Heizung und Sanitäranlagen
        • Wohnfläche und Anzahl der Räume
        • Besondere Ausstattungsmerkmale wie Swimmingpool oder Kamin
      Vergleich.de Tipp

      Bedenken Sie bei Ihrer Planung, dass zusätzlich zu den Immobilienpreisen noch weitere Kosten auf Sie zukommen. Es entstehen Nebenkosten beim Haus- und Wohnungskauf, die noch einmal rund 15 % der Gesamtsumme ausmachen können. Dazu gehören z. B. Maklergebühren und die Grunderwerbssteuer. 

      Grunderwerbsteuer: Wer zahlt was?

      Lesen Sie hier, wie hoch die Grunderwerbsteuer in Ihrem Bundesland ausfällt, wann sie fällig wird, wer sie zahlt und welche Einsparmöglichkeiten es für Sie gibt.

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