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Kredit

SCHUFA-Selbstauskunft: Diese Daten hat die SCHUFA über Sie gespeichert

Jeder Bürger hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenfreie SCHUFA-Selbstauskunft pro Jahr. Hier erfahren Sie, wie Sie an den Auszug über Ihre von der Auskunftei gespeicherten Daten und die damit verbundene Einschätzung Ihrer Kreditwürdigkeit gelangen.

Schufa Selbstauskunft

Die kostenlose SCHUFA-Auskunft

Seit dem 1. April 2010 erlaubt § 34 BDSG, dass jeder Verbraucher in Deutschland einmal jährlich eine Übersicht der von der SCHUFA gespeicherten Daten kostenlos anfordern kann. In der SCHUFA-Selbstauskunft erfahren Sie, welche Informationen von der SCHUFA gesammelt werden, aus welchen Quellen diese stammen und an wen die Daten weitergeleitet wurden. Darüber hinaus wird Ihnen Ihr aktueller SCHUFA-Score für einzelne Branchen wie Telekommunikationsunternehmen, Versandhandel oder Banken offengelegt.

So erhalten Sie Ihre SCHUFA-Selbstauskunft

Das Bestellformular für die SCHUFA-Selbstauskunft ist auf der Internetseite der SCHUFA leider schwer zu finden, was viele Verbraucherschützer kritisieren. Unter folgendem Link kommen Sie direkt zu der Seite, auf der Sie das Formular auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Polnisch, Italienisch und Russisch herunterladen können: Datenübersicht nach § 34 BDSG

Zusammen mit einer Kopie Ihres Personalausweises senden Sie das ausgefüllte Bestellformular an:

SCHUFA Holding AG
Postfach 10 25 66
44725 Bochum

Die reine Online-Auskunft ist kostenpflichtig. Auch auf dem Bestellformular für die kostenlose Selbstauskunft ist die Möglichkeit gegeben, zusätzlich eine kostenpflichtige SCHUFA-Auskunft einzuholen. Da die kostenfreie Version aber ausführlicher ist als die gegen Gebühr, ist dies nicht notwendig.

Korrekturen der SCHUFA-Auskunft oft nötig

Durch die Selbstauskunft können Sie selbst auf falsche oder veraltete gespeicherte Bonitätsdaten aufmerksam werden und diese löschen oder korrigieren lassen. Informieren Sie die SCHUFA unter Berufung auf die § 33ff. BDSG. Die betroffenen Daten werden bis zur Klärung gesperrt.

Ergibt die Überprüfung der SCHUFA, dass die Informationen nachweislich falsch sind, werden diese berichtigt. Deshalb ist es empfehlenswert, regelmäßig jedes Jahr eine SCHUFA-Selbstauskunft anzufordern. Ganz besonders dann, wenn Sie Schwierigkeiten bei der Eröffnung eines neuen Girokontos haben oder ein Ratenkredit nicht bewilligt wird und Sie sich nicht erklären können, weshalb dies verweigert wurde.

Sollte sich die SCHUFA weigern, falsche Daten zu löschen, weil beispielsweise eine Bank verkehrte Informationen nicht widerrufen möchte, kann der SCHUFA-Ombudsmann als Schlichter eingeschaltet werden. Mehr Informationen dazu gibt es auf SCHUFA.de.

Wann muss die SCHUFA meine Daten löschen?

Die SCHUFA darf Ihre Daten teilweise über mehrere Jahre speichern – Informationen über einen Ratenkreditvertrag beispielsweise über drei Jahre nach Ende der Laufzeit. Damit Sie Ihre SCHUFA-Selbstauskunft besser einschätzen können, haben wir hier zusammengestellt, welche Einträge zu welchem Zeitpunkt gelöscht werden müssen:

  • Girokonto: sofort nach Auflösung
  • Kreditkarte: sofort nach Kündigung
  • Handyvertrag: sofort nach Kündigung
  • Bürgschaft: sofort nach Kündigung
  • Eigenauskunft: nach einem Jahr
  • Ratenkredit: drei Jahre nach Rückzahlung
  • Mahnbescheid: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • verspätete Ratenzahlung: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • Vollstreckung: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • eidesstattliche Versicherung: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Girokonten: am Ende des dritten Jahres
  • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Kreditkarten: am Ende des dritten Jahres
  • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Mobilfunkverträgen: am Ende des dritten Jahres
  • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Kreditverträgen: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • Insolvenz: am Ende des dritten Jahres nach Beendigung des Verfahrens
Vergleich.de Tipp

Stellen Sie bei mehreren Banken eine Kreditanfrage, achten Sie darauf, dass nur eine „Anfrage Kreditkonditionen“ und nicht eine „Anfrage Kredit“ erfolgt. Andernfalls erhalten Sie für jede Auskunft, die die verschiedenen Banken über Sie bei der SCHUFA einholen, ein Vermerk, der Ihre Bonität verschlechtert.

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