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Was ist eine SCHUFA-Selbstauskunft und wie bekomme ich sie kostenlos?

Die SCHUFA-Selbstauskunft zeigt Ihnen, wie die SCHUFA Ihre Zahlungsmoral einschätzt. Sie haben das Recht auf eine kostenfreie Datenkopie pro Jahr. Wir erklären Ihnen, wie Sie die SCHUFA-Auskunft kostenlos bekommen und warum ein Check der Eigenauskunft so wichtig ist!

  • Inhaltsverzeichnis
    • Die kostenlose SCHUFA-Auskunft

      Die SCHUFA-Selbstauskunft – offiziell „Datenübersicht nach § 34 BDSG“ – ist ein mehrseitiges Dokument, das alle Daten, die die SCHUFA Holding AG über Sie gesammelt hat, listet. Seit dem 1. April 2010 haben Verbraucher nach Art. 15 DS-GVO Bundesdatenschutzgesetz das Recht, diese Auskunft einmal pro Jahr kostenlos zu beantragen.

      So erhalten Sie die SCHUFA-Selbstauskunft kostenlos!

      Das Bestellformular für die kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft ist auf der Internetseite der SCHUFA leider schwer zu finden. Der Trick ist, nicht nach der kostenpflichtigen „SCHUFA-Bonitätsauskunft“, sondern nach „Datenkopie“ zu suchen. Unter folgendem Link kommen Sie direkt zu der Seite, auf der Sie den Antrag ausfüllen und Ihre persönliche Datenkopie anfordern können. Sie wird Ihnen nach wenigen Tagen per Post zugeschickt.

       

      kostenlose online SCHUFA-Auskunft

      Die Inhalte der SCHUFA-Selbstauskunft im Einzelnen

      Mit einer SCHUFA-Selbstauskunft können Sie kostenlos eine Einschätzung darüber gewinnen, wie kreditwürdig Sie für Geschäftspartner aus verschiedenen Branchen sind. Holen diese eine Bonitätsauskunft bei der SCHUFA über Sie ein, stützt sich das Ergebnis auf diese Daten:

      • Datenkopie aller persönlich gesammelten Daten sowie Daten aus Geschäftsvorgängen
      • Nennung der Quellen, aus denen diese Daten stammen
      • Auflistung Dritter, an die die SCHUFA die Daten weitergeleitet hat
      • Auskunft über Ihren aktuellen SCHUFA-Score, jeweils ausgewiesen für einzelne Branchen wie Telekommunikationsunternehmen, Versandhandel oder Banken

      Alternativen zur kostenlosen SCHUFA Selbstauskunft: alle Kosten im Überblick

      Die SCHUFA Selbstauskunft dient in erster Linie der Überprüfung Ihrer Daten durch Sie selbst. Ungeeignet ist sie als Auskunft für Vermieter oder Banken. Grund: Die Eigenauskunft enthält sehr viele persönliche Daten, die Sie nicht preisgeben sollten. Und: Sie ist nicht beweiskräftig. Eine gültige Rechtsgrundlage bietet nur die kostenpflichtige SCHUFA Bonitätsauskunft. Zu den kostenpflichtigen meine SCHUFA Paketen gehören:

      SCHUFA-BonitätsAuskunft

      Die SCHUFA-BonitätsAuskunft für 29,95 € einmalig: Diese Auskunft können Sie für den Vermieter oder einen Geschäftspartner verwenden. Sie erhalten ein Zertifikat, das Ihre finanzielle Zuverlässigkeit bestätigt. Dazu gibt es Erläuterungen und weitere Orientierungswerte.

      zur SCHUFA-BonitätsAuskunft

      meineSCHUFA kompakt

      meineSCHUFA kompakt für 3,95 € im Monat (+ eine einmalige Gebühr für die Aktivierung des Online-Zugangs in Höhe von 9,95 €): Sie können telefonisch oder online Informationen zu Ihren Daten abfragen. Außerdem werden Sie über Änderungen informiert.

      zu meineSCHUFA kompakt

      meineSCHUFA plus

      meineSCHUFA plus für 4,95 € im Monat (+ eine einmalige Gebühr für die Aktivierung des Online-Zugangs in Höhe von 9,95 €): Zusätzlich zur Abfrage Ihrer Daten per Telefon oder online erhalten Sie Hilfe bei Identitätsdiebstahl und Missbrauch Ihrer Daten im Internet.

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      meineSCHUFA premium

      meineSCHUFA premium für 6,95 € monatlich (+ eine einmalige Gebühr für die Aktivierung des Online-Zugangs in Höhe von 9,95 €): Bei diesem Paket können Sie sämtliche Leistungen zusätzlich für eine zweite Person beantragen und Sie werden bei Anfragen im ServiceCenter der SCHUFA bevorzugt behandelt.

      zu meineSCHUFA premium

      So lesen Sie Ihre SCHUFA-Auskunft richtig!

      Ihre SCHUFA-Selbstauskunft gliedert sich in drei Teile. Das bedeuten die Angaben in Ihrer Datenkopie:

      Teil 1 - persönliche Daten:

      In diesem Teil finden Sie Ihre Kundenummer (SCHUFA-Datensatznummer) sowie Name, Geburtsdatum und die aktuelle und alle gespeicherten Meldeadressen.

      Teil 2 - Kredithistorie mit Basisscore:

      Dieser Teil listet in Textform alle Dritten auf, die bei der SCHUFA eine Bonitätsauskunft über Sie angefragt haben, ebenso Grund und Datum der Anfrage. Am Ende finden Sie den Basisscore: Er gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der Sie in den Augen der SCHUFA eingegangene Zahlungsverpflichtungen erfüllen werden.

      Teil 3 - Tabellenteil mit einzelnen Score-Werten:

      Hier finden Sie zwei Tabellen. Die erste zeigt die Score-Werte aller Unternehmen, die in den vergangenen 12 Monaten Informationen über Sie an die SCHUFA übermittelt haben. Eine zweite Tabelle gibt detailliert Auskunft über die einzelnen Score-Werte, die Sie in verschiedenen Branchen und Geschäftsfeldern erzielen. Das Spektrum reicht von Banken über Telekommunikationsunternehmen und Versandhändler. Denn verschiedene Branchen legen unterschiedliche Kriterien an mögliche Vertragspartner an: Ein Handvertrag zahlt sich in der Regel ja auch leichter als vierstellige Raten für ein Baudarlehen.

      Wofür braucht man eine SCHUFA-Selbstauskunft?

      Mit der SCHUFA-Selbstauskunft erfahren Sie, wie Geschäftspartner aus verschiedenen Branchen Ihre Kreditwürdigkeit einschätzen. Vor allem aber können Sie überprüfen, ob die Daten, die die SCHUFA über Sie angelegt hat, stimmen. Denn tatsächlich kommt es gar nicht so selten vor, dass die SCHUFA falsche oder veraltete Bonitätsdaten vorliegen hat. Mit der kostenlosen Eigenauskunft können Sie das überprüfen und falsche Daten löschen oder berichtigen lassen.

      Dazu informieren Sie die SCHUFA unter Berufung auf den § 33ff. BDSG. Ergibt die Überprüfung, dass die Informationen nachweislich falsch sind, werden diese korrigiert. Die betroffenen Daten werden bis zur Klärung gesperrt.

      Unser Tipp: Wir empfehlen Ihnen, regelmäßig jedes Jahr eine SCHUFA-Selbstauskunft anzufordern. Ganz besonders dann, wenn Sie unerklärliche Schwierigkeiten bei der Eröffnung eines Girokontos haben oder ein Ratenkredit nicht oder nur sehr teuer bewilligt wird. Denn immer dann können falsche SCHUFA-Daten die Ursache sein. Sollte sich die SCHUFA weigern, falsche Daten zu löschen – etwa weil eine Bank die unstimmigen Informationen nicht widerrufen will – hilft der Ombudsmann der SCHUFA, den Verbraucher als Schlichter einschalten können.

      Wann habe ich eine gute Bonität bei der SCHUFA?

      Der SCHUFA-Score besteht aus mehreren Einzelwerten. Der Wert, der Ihnen bei der Selbsteinschätzung hilft, ist der sogenannte Basisscore. Er beschreibt die prozentuale Wahrscheinlichkeit, mit der Sie aus Sicht der SCHUFA ein Geschäft oder einen Kredit vertragsgemäß begleichen können.

      Der Basisscore wird jedes Quartal neu berechnet. Er liegt zwischen 0 und 100 – je höher desto besser! Als sehr gut gilt ein Basisscore über 97, denn er besagt, dass Sie mit 97-prozentiger Wahrscheinlichkeit zahlen werden. Ein zufriedenstellendes bis bereits erhöhtes Risiko vermittelt ein Basisscore zwischen 90 und 95. Unter 50 gelten Sie als sehr kritisch. Es dürfte dann recht schwer werden, überhaupt einen Vertragsanbieter zu finden.

      Gut zu wissen: Je höher Ihr SCHUFA-Score ausfällt, desto besser Ihre Bonität und umgekehrt. Allerdings gibt es keinen einheitlichen Score-Wert, der für alle Vertragsarten gilt. Nicht nur jede Branche, sondern auch jedes Unternehmen definiert seine eigenen Kriterien, nach denen ein Vertrag zustande kommt. Je besser Ihr Score-Wert, desto günstiger sind in der Regel aber die Konditionen, etwa die Zinsen bei einem Ratenkredit.

      Wie kann ich das Ergebnis meiner SCHUFA-Auskunft verbessern?

      Es gibt einige Möglichkeiten den SCHUFA-Score gut zu halten oder zu optimieren. Vorrausetzung ist immer: Behalten Sie den Überblick über Ihre finanzielle Situation!

      • Achten Sie darauf, dass Einkommen und Ausgaben immer in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.
      • Zahlen Sie Rechnungen rechtzeitig, kommen Sie anderen finanziellen Verpflichtungen immer zeitnah nach. So lassen sich Mahnungen und Inkasso-Briefe vermeiden – damit letztlich schlechte Daten bei er SCHUFA.
      • Auch viele verschiedene Meldeadressen im Lauf der Jahre anzusammeln, wirkt sich negativ auf den SCHUFA-Score aus. Grund: Verdacht auf Verdunklungsgefahr! Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, melden Sie sich bei häufigen Umzügen daher nicht immer gleich neu an.

      Mehr Tipps finden Sie in unserem Artikel SCHUFA-Score verbessern.

      SCHUFA und Datenschutz: Wann werden die Daten meiner Selbstauskunft gelöscht?

      Die SCHUFA darf Ihre in der Selbstauskunft aufgeführten Daten teilweise über mehrere Jahre speichern. Maßgeblich ist immer die „Erforderlichkeit“. Für die Prüfung dieser Erforderlichkeit gibt es Regelfristen. Die grundsätzliche Speicherdauer von personenbezogenen Daten beträgt demnach 3 Jahre, wie die SCHUFA schreibt. Abweichend davon gilt:

      • Girokonto: sofort nach Auflösung
      • Kreditkarte: sofort nach Kündigung
      • Handyvertrag: sofort nach Kündigung
      • Bürgschaft: sofort nach Kündigung
      • Eigenauskunft: nach 1 Jahr
      • Ratenkredit: 3 Jahre nach Rückzahlung
      • Mahnbescheid: am Ende des 3. Jahres nach Tilgung aller Forderungen
      • verspätete Ratenzahlung: am Ende des 3. Jahres nach Tilgung aller Forderungen
      • Vollstreckung: am Ende des 3. Jahres nach Tilgung aller Forderungen
      • eidesstattliche Versicherung: am Ende des 3. Jahres nach Tilgung aller Forderungen
      • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Girokonten: am Ende des 3. Jahres
      • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Kreditkarten: am Ende des 3. Jahres
      • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Mobilfunkverträgen: am Ende des 3. Jahres
      • nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Kreditverträgen: am Ende des 3. Jahres nach Tilgung aller Forderungen
      • Insolvenz: am Ende des 3. Jahres nach Beendigung des Verfahrens.
      Vergleich.de Tipp

      Bei der Wohnungssuche verlangen Vermieter häufig eine Auskunft über die Bonität des Mieters. Mit dem „SCHUFA-Bonitätscheck“ können Sie sofort ein PFD generieren und diesen bei der Wohnungsbesichtigung dem Vermieter vorlegen. Anders als die kostenlose Eigenauskunft enthält der Bonitätscheck nur Informationen, die für dem Vermieter relevant sind.

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