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Immobilienfinanzierung

Diese Nebenkosten fallen beim Wohnungs- und Hauskauf an

Egal ob Haus oder Wohnung: Die eigene Immobilie hat ihren Preis. Und die anfallenden Nebenkosten beim Kauf werden häufig vernachlässigt. Dabei machen diese zwischen 12 und 15 % der Gesamtsumme aus. Bei uns lesen Sie, was da insgesamt auf Sie zukommt.

Nebenkosten Hauskauf: Welche Gebühren erwarten Sie?

Was zählt zu den einmaligen Nebenkosten?

Wenn Sie sich den Traum vom eigenen Zuhause erfüllen, kommen neben Maklergebühren auch Grunderwerbssteuer und Notarkosten als einmalige Nebenkosten auf Sie zu. Kalkulieren Sie auch die Auslagen für den Umzug und gegebenenfalls anfallende Renovierungsarbeiten in die benötigte Gesamtsumme mit ein. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die typischen anfallenden Posten.

Maklergebühren

Ganz gleich, ob Sie einen Makler für die Suche nach einem passenden Objekt einschalten, oder ob der Vermittler vom Verkäufer beauftragt wurde: es kommen Maklergebühren auf Sie zu. In den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich geregelt, ob der Käufer alleine die für das Honorar des Vermittlers aufkommt oder ob Käufer und Verkäufer die Summe aufteilen. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen liegen die gesamten Kosten alleine beim Käufer. Das im Jahr 2015 eingeführte Bestellerprinzip zu den Maklerkosten („Wer beauftragt, der zahlt auch.“) gilt nur für Vermietungen, nicht aber für Immobilienkäufe

Unsere Empfehlung: Verhandeln Sie mit Ihrem Makler über die Provision. In Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung zur Höchstgrenze der Maklergebühren. Die Vermittler orientieren sich gewöhnlich an den ortsüblichen Provisionen. Das sind je nach Bundesland und Region inklusive der Mehrwertsteuer zwischen 5,95 und 7,14 %. Weil es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, haben Sie die Möglichkeit, mit dem Makler über den Preis zu verhandeln. Sollten Sie sich auf eine Obergrenze einigen, empfehlen wir, diese schriftlich festzuhalten, bevor sich Ihr Makler auf die Suche nach einer Immobilie begibt.

Wenn sowohl Käufer als auch Verkäufer einen Makler beauftragt haben, kann es sogar sein, dass Sie als Käufer zweimal die Maklergebühren zahlen müssen. In diesem Fall raten wir dazu, vorab zu klären, ob eine Aufteilung der Summe unter Käufer und Verkäufer möglich ist.

Grunderwerbsteuer

Auch der Fiskus hält die Hände auf, wenn Sie sich ein Haus, ein Grundstück oder eine Wohnung kaufen. Die Grunderwerbssteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % vom Kaufpreis. Erst wenn Sie diese Abgabe gezahlt haben, können Sie als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden. 

Notarkosten

Rechnen Sie insgesamt mit Notarkosten von 1,5 % des Kaufpreises. Der Notar hat verschiedene Aufgaben beim Immobilienkauf. Als unparteiische Instanz ist er Ansprechpartner in allen rechtlichen Fragen für Käufer und Verkäufer. Er erstellt den Kaufvertrag und beurkundet es, wenn beide Parteien ihn unterschrieben haben. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass der Vertrag für beide Seiten rechtssicher ist.

Außerdem nimmt der Notar die Änderung des Grundbucheintrags vor. Dieser Vorgang ist notwendig, denn Sie werden erst offiziell neuer Eigentümer der Immobilie, wenn Ihr Name im Grundbuch steht.

Gebühren des Grundbuchamts

Die Grundbucheintragung verursacht nicht nur Notarkosten, sondern auch eine Gebühr, die das Grundbuchamt erhebt. Diese Gebühr wird in der Gebührenordnung des zuständigen Grundbuchamtes geregelt und ist regional unterschiedlich hoch.

Weitere einmalige Nebenkosten, die sich summieren können

Mit dem Kauf der Immobilie alleine ist es nicht getan. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, stehen weitere Nebenkosten an, die die Gesamtsumme in die Höhe treiben.

Renovierungsarbeiten

Haben Sie bisher zur Miete gewohnt? Dann kann es sein, dass Sie aufgrund einer Klausel im Mietvertrag Schönheitsreparaturen wie Streichen der Wände, Decken und Fußböden in Ihrem alten Zuhause vornehmen müssen, wofür Sie weitere Nebenkosten in Ihr Budget einplanen müssen. Aber auch in der neuen Immobilie können nötige Renovierungsarbeiten anfallen. Dazu gehören Sanierungsmaßnahmen wie der Einbau neuer Fenster, die Installation einer neuen Heizung oder die Dämmung des Daches.

Unsere Empfehlung: Eventuell können Sie von einem zinsgünstigen Kredit oder einen Investitionszuschuss von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren. Prüfen Sie, ob Ihre geplanten Sanierungsmaßnahmen durch das Programm KfW 151, KfW 152 oder KfW 167 gefördert werden.

Umzug

Wenn Sie Ihren Umzug selbst in die Hand nehmen, kommen unter Umständen nur Mietkosten für den geliehenen Transporter auf Sie zu. Beauftragen Sie ein Umzugsunternehmen, kann hier – je nach Menge des Hausrats und Entfernung zwischen altem und neuem Zuhause – eine vierstellige Summe an zusätzlichen Nebenkosten entstehen.

Vergleich.de Tipp

Banken finanzieren in der Regel Kaufnebenkosten im Rahmen eines Baudarlehens nicht mit. Einige bieten an, die Kaufnebenkosten über einen normalen Ratenkredit abzudecken. Wir empfehlen aber, die Nebenkosten plus einen Eigenkapitalanteil von mindestens 20 % selbst zur Immobilienfinanzierung beizusteuern. So wird die Finanzierung günstiger, ist weniger riskant und Sie sind schneller schuldenfrei.

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