Auto-Leasing: Vor- und Nachteile, Varianten und Kosten!

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Was ist Auto-Leasing?

Der Begriff Auto-Lea­sing steht für das Mie­ten eines Au­tos und kommt vom engli­schen „to lease“, was „mieten“ und „ver­mie­ten“ bedeu­tet. Sie mie­ten ein Fahr­zeug für einen bestimm­ten Zeit­raum, in vielen Fällen für 1 bis 4 Jahre. In diesem Zeit­raum haben Sie ledig­lich das Nutzungs­recht an dem Wa­gen; er bleibt Eigen­tum des Vermie­ters.

Sie können so­wohl Neu- als auch Gebraucht­wagen lea­sen, vom Klein­wagen über einen Kombi bis zum SUV und auch Motor­räder und Camping­mo­bile. Dafür zahlen Sie dem Ver­mieter eine monat­liche Miete, die Leasing­rate. Und was passiert am Leasing­ende? Läuft der verein­barte Leasing-Zeit­raum ab, haben Sie mehre­re Möglich­keiten:

  • Sie können das bisher geleaste Fahr­zeug weiter leasen.
  • Sie können den Wagen kaufen.
  • Sie können das Auto zurück­geben und erhal­ten, wenn Sie wün­schen, ein anderes.

So können Sie immer wieder neue, moderne Fahr­zeuge nutzen, ohne die Autos kaufen zu müssen. Nach Angaben des Bundes­ver­bandes Deutscher Leasing-Unter­nehmen werden mehr als 40 % aller neu zuge­lassen­en Fahr­zeuge geleast.

Es gibt viele Anbieter

Zum einen bieten die Her­stel­ler der Fahr­zeu­ge wie Audi, BMW, Merce­des, Skoda oder Tesla selbst Auto-Lea­sing an. Zum ande­ren kön­nen Sie ein Auto bei spezia­lisier­ten Dienst­leis­tern wie Sixt, Leasing­markt.de und Mein­Auto.de oder bei Auto­händ­lern leasen.

Wie funktioniert Auto-Leasing?

Zum Auto-Leasing gehören einige typi­sche Merk­male:

  • In den meisten Fällen wird zu Beginn der Vertrags­lauf­zeit die Kilo­meter­an­zahl fest­ge­legt, die Sie un­ge­fähr fahren werden. Nutzen Sie den Wagen mehr, kom­men Mehr­kosten auf Sie zu. Fahren Sie weni­ger Kilo­meter, erhal­ten Sie eine Rück­zah­lung.
  • Sie sind für War­tung und Repa­ratu­ren an eine Vertrags­werk­statt gebun­den.
  • Sie können zu Beginn eine An­zah­lung auf das Auto leis­ten, wenn Sie es nach dem Leasing­zeit­raum kau­fen möch­ten. Das redu­ziert die Monats­raten. Mög­lich ist auch Auto-Lea­sing ohne An­zah­lung. Aber das er­höht die Leasing­ra­ten.
  • Geben Sie den Wagen nach dem Leasing zurück, wird er nach über­mäßigen Gebrauchs­spuren und Schä­den unter­sucht. Den Wert­ver­lust müssen Sie ent­sprechend aus­glei­chen.
  • Auto-Leasing funktio­niert nur mit einer Kfz-Versich­erung. Häufig ist dabei eine Voll­kasko­versich­erung Pflicht. Das führt zu höhe­ren Ver­sicherungs­bei­trä­gen als bei einer Teil­kasko­versich­erung.
  • Es gibt Full-Service-Ange­bote der Leasing-Unter­nehmen, die bereits alle Zusatz­kos­ten wie die Versich­erung sowie Inspek­tions- und Werkstatt­kos­ten ent­hal­ten. Ent­schei­den Sie sich für dieses Komplett­paket, erhöht das die monat­lichen Leasing­raten.
  • Sie können einen Leasing­ver­trag nicht ordent­lich kün­digen. Es besteht nur die Möglich­keit einer Leasing­über­nahme. Das bedeu­tet, dass jemand anders Ihren Leasing­ver­trag über­nimmt und Sie so aus dem Vertrag heraus­kommen.

Welche Varianten gibt es beim Auto-Leasing?

Es bestehen zwei verschie­de­ne Vertrags­for­men, die große Unter­schiede mit sich brin­gen. Zum einen das Kilo­meter-Lea­sing und zum anderen das Rest­wert-Lea­sing. Beide Formen erläu­tern wir im Folgen­den.

Kilometer-Leasing

Beim Kilometer-Leasing legen beide Vertrags­partei­en die Anzahl der voraus­sicht­lich im Leasing-Zeit­raum gefahre­nen Kilo­meter fest. Gehören Sie zu denen, die viele Kilo­meter fahren, müssen Sie eine höhe­re Leasing­rate zahlen. Wenig-Fah­rer zah­len ent­sprech­end weni­ger pro Monat. Über­schrei­ten Sie die vertrag­lich fest­ge­legte Kilo­meter­zahl, erhö­hen sich die Kos­ten und Sie müs­sen am Ende drauf­zah­len. Das sind bei einem Mittel­klasse­wagen zwischen 10 und 15 Cent pro Kilo­meter. Fahren Sie weniger als verein­bart, erhal­ten Sie als Kosten­erstat­tung Geld zurück. Viele Leasing­gesell­schaf­ten gewäh­ren aus Kulanz eine gewisse An­zahl an kosten­frei­en Mehr­kilo­metern, in einigen Fällen sogar meh­re­re tausend Kilo­meter.

  • Das Kilo­meter-Lea­sing ist die häufig­ste Varian­te, da es in der Kosten­ent­wick­lung trans­pa­ren­ter und bes­ser vorher­seh­bar ist als das Rest­wert-Lea­sing.

Restwert-Leasing

Beim Restwert-Leasing wird im Ver­trag fest­ge­legt, wie viel das Fahr­zeug zum Lauf­zeit­ende an­hand der vermu­te­ten Nutz­ung wert sein sollte. Geben Sie das Fahr­zeug nach dem Lea­sing ab, wird fest­ge­stellt, ob die Kratzer im Lack und Flecken auf den Bezü­gen noch zur normalen Ab­nutzungs­er­schei­nung gehö­ren oder ob ein über­mäßiger Ge­brauch vor­liegt. Wenn der Wagen auf­grund vieler Gebrauch­spuren einen gerin­ge­ren Wert hat als zu Be­ginn errech­net, müs­sen Sie den Ver­lust aus­glei­chen. Sie tra­gen also das soge­nann­te Rest­wert­risiko. Häufig kommt es dabei zum Streit zwischen Händ­ler und Kun­den. In diesem Fall muss ein unab­hängi­ger Gutach­ter ent­schei­den, wie viel das Auto noch wert ist.

  • Das Restwert-Leasing wird heut­zu­tage nur noch sel­ten angewendet.

Was kostet Auto-Leasing?

Die Kosten für Auto-Lea­sing sind indi­vidu­ell sehr unter­schied­lich und kön­nen nicht pau­schal genannt wer­den. Wich­tig ist zu wissen, dass sich die Leasing-Kosten aus zwei Berei­chen zusammen­setzen.

  • Auto und Vertrags­gestal­tung
  • Fahrzeug­neben­kosten

Im Fol­gen­den zeigen wir detai­lliert, welche Kos­ten beim Auto-Lea­sing ent­ste­hen.

Kosten für das Auto und die Vertragsgestaltung

Die Grund­lage für die Höhe der Leasing­rate bil­det der Brutto­listen­preis des geleas­ten Fahr­zeugs. Ein teu­res Auto mit star­ker Motori­sierung und vielen Extras führt zu höhe­ren Leasing­ra­ten als ein Klein­wagen mit ein­facher Aus­stat­tung. Außer­dem gilt die Regel: Gebraucht­wagen-Lea­sing ist güns­tiger als das Lea­sen eines Neu­wagens.

Zusätz­lich spielen eini­ge Vertrags­details eine Rolle bei der Berech­nung der Leasing­rate. Eine lange Lauf­zeit von 3 oder 4 Jah­ren beloh­nen die Leasing-An­bieter mit nied­rige­ren Ra­ten. Wich­tig ist auch die geschätz­te Kilo­meter­leis­tung pro Jahr. Wer viel fährt, nutzt den Wa­gen mehr ab und zahlt eine hö­he­re Leasing­rate. Hin­zu kom­men Zin­sen, mit denen der Leasing­ge­ber seine inter­nen Kos­ten deckt und einen Gewinn er­wirt­schaf­tet.

Aus der Kombi­na­tion der unter­schied­lichen Kosten­punk­te erge­ben sich Leasing­ra­ten von unter 100 € bis zu ca. 800 €.

Beispiele für unterschiedliche Leasingraten

Die Berech­nung der Leasing­ra­ten für einen Ford Fies­ta zeigt bei­spiel­haft, wie unter­schied­lich die Leasing­ra­ten aus­fal­len kön­nen. In diesem Fall führt eine kür­zere Leasing­zeit, eine höhe­re Kilo­meter­zahl und Unter­schiede in der Aus­stat­tung die Leasing­rate zu monat­lichen Mehr­kosten von ca. 60 € für das Auto-Lea­sing.

Leasingraten für einen Ford Fiesta Trend (1,1 l, 55 kW)

 Ford Fiesta TrendFord Fiesta Trend
Leasingzeit48 Monate36 Monate
vereinbarte Kilometerzahl10.00020.000
Anzahlung0 €0 €
AusstattungAußenfarbe weiß, StahlfelgenAußenfarbe schwarz, Leichtmetallräder, Ganzjahresreifen
Effektiver Jahreszins2,56 %1,54 %
Leasingrate162,42 €224,94 €
Gesamtkosten7.796,16 €8.097,84 €

Quelle: Ford Leasing-Konfigurator, Stand: Oktober 2021

Fahrzeugnebenkosten

Zu den oben genann­ten festen Kos­ten, den Leasing­ra­ten, kommen wei­tere hin­zu, die von Auto zu Auto sehr unter­schied­lich sind. Fol­gen­de Ta­belle gibt einen gro­ben Über­blick:

Fahrzeugnebenkosten beim Auto-Leasing

Kostenartdurchschnittliche Preisspanne
Versicherung100 – über 1.000 € im Jahr
Kfz-Steuer200 € für Neuwagen, jährlich
Überführungskosten400 – 1.000 € (einmalig)
Zulassung20 – 40 € (einmalig)
Wartung, Inspektion, TÜV, Reparaturenmehrere hundert Euro (je nach Automarke und möglichen Schäden eventuell deutlich mehr)

Kostenfallen beim Auto-Leasing

Wenn Sie ein Auto leasen, kann es auf­grund versteck­ter Kos­ten für Inspek­tio­nen, Repa­ra­tu­ren und Versicher­ung teu­rer wer­den als ge­dacht. Sie sind wäh­rend der Lauf­zeit für die Pfle­ge und War­tung des Leasing­fahr­zeugs zu­stän­dig. Das heißt, dass Sie vertrag­lich dazu ver­pflich­tet sind, Inspek­tions­termine in der Marken­werk­statt einzu­hal­ten. Die Kos­ten lie­gen bei Ih­nen.

Auch not­wen­dige Repara­tu­ren müs­sen Sie selbst bezah­len, sind aber dazu ver­pflich­tet, die Marken­werk­statt auf­zu­suchen, die in der Re­gel teu­rer ist als eine freie Werk­statt. Ob­wohl viele Leasing­fir­men das soge­nann­te Full-Service-Leasing anbie­ten, bei dem diese Kos­ten inklu­sive sind, schrecken viele Kun­den von dieser Leis­tung zurück. Denn da­durch er­höht sich die monat­liche Rate. Damit spa­ren sie aber am fal­schen Ende, denn häu­fig ist es güns­tiger, die Full-Service-Leis­tung zu bezah­len als jeden einzel­nen Werk­statt­besuch.

Wie senke ich die Leasingrate?

Sie zahlen eine geringere Monats­rate für das Auto-Leas­ing, wenn Sie einige Tipps beach­ten.

Gebraucht- statt Neuwagen leasen

Das Leasen eines gebrauch­ten Wagens führt zu nied­rigeren Raten als Neu­wagen-Lea­sing. Da Lea­sing-Autos vor dem Ver­leih genau überprüft werden, soll­te der Wagen im guten Zustand sein. Aller­dings steigt das Risiko bei Gebrauchtwagen für höhere War­tungs- und Reparatur­kos­ten, je älter diese sind.

Weniger Kilometer fahren

Wer wenig fährt, zahlt weni­ger für das Lea­sing. Die geschätz­te Kilo­meter­leis­tung hat Ein­fluss auf die Leasing­rate. Des­halb können Sie mit Ihrem Fahr­ver­hal­ten die Monats­raten nach unten drücken. Fah­ren Sie nur, wenn es not­wendig ist und ver­mei­den Sie über­flüs­sige Fahr­ten.

Einmalzahlung senkt monatliche Belastung

Mit einer Einmal­zahlung zu Beginn des Lea­sings ver­rin­gern Sie die Leasing­rate und damit die monat­liche Belas­tung. Ein Bei­spiel kann das ver­deut­lichen: Sie möch­ten einen Neu­wagen im Wert von 20.000 € für 4 Jahre leasen. Mit einer Einmal­zah­lung in Höhe von 3.000 € ver­rin­gert sich die Leasing­rate von ca. 343 € auf 279 €. Sie zahlen in diesem Fall pro Monat 64 € weniger.

Vergleich der Leasing­raten für ein Auto mit und ohne Ein­mal­zah­lung

 Leasing ohne Einmalzahlungmit 3.000 € Einmalzahlung
Fahrzeugwert20.000 €20.000 €
Laufzeit des Leasingvertrages48 Monate48 Monate
Leasingrate343,19 € im Monat279,46 € im Monat

Was ist ein Leasingrechner?

Viele Anbieter von Neu­wagen-Lea­sing bie­ten auf ihren Web­sites einen Leasing­rech­ner. Mit diesem Ele­ment haben Sie die Gelegen­heit, die Leasing­raten für ein bestimm­tes Fahr­zeug-Modell on­line zu ermit­teln. Dabei kön­nen Sie zwischen Merk­malen wie der Motori­sierung, der Far­be, der Innen­aus­stat­tung und ande­ren wäh­len. Außer­dem ent­schei­den Sie beim Berech­nen des Lea­sings, ob Sie eine Sonder­zah­lung aus­füh­ren wol­len und wie viele Kilo­meter Sie im Jahr fah­ren möch­ten.

Beste Angebote finden

Ent­schei­den Sie sich bei der Suche nach einem guten Lea­sing-Ange­bot im ers­ten Schritt für ein bestimm­tes Auto­modell. An­schließend nutzen Sie die Leasing­rech­ner verschie­de­ner An­bie­ter und er­rech­nen die dort auf­ge­ru­fe­nen Leasing­ra­ten. So ermit­teln Sie die bes­ten Ange­bote für Ihr Wunsch­auto.

E-Auto leasen: Was ist dabei besonders?

E-Auto-Lea­sing ist aktu­ell sehr be­liebt, deshalb haben die meis­ten Lea­sing-Anbie­ter auch E-Autos im Ange­bot. Sie kön­nen unter den meis­ten Auto­mar­ken wie z. B. VW, Kia, Skoda und Tesla aus­wäh­len. Die hohe Nachfrage nach E-Autos hat mehre­re Grün­de:

  • Wegen der hohen staat­lichen Förder­ung werden E-Autos immer güns­tiger, was sich in nied­rigen Leasing­ra­ten zeigt.
  • Sie können für 1 oder 2 Jahre die Nutz­ung eines E-Autos im Lea­sing tes­ten, bevor Sie sich eines kau­fen.
  • Da fast nur Neu­wagen oder junge Gebrauch­te ange­bo­ten wer­den, kommen rela­tiv we­nige Ver­schleiß­repara­turen auf Sie zu.
  • E-Autos sind für die nächs­ten Jahre von der Kfz-Steuer be­freit, was Ihre Kos­ten redu­ziert.

Eine wei­tere Beson­der­heit beim Lea­sing eines E-Autos. Die ver­dop­pelte Um­welt­prämie in Höhe von 6.000 € müs­sen Sie als Sonder­zahlung an das Leasing­unter­nehmen zah­len, da die Prämie bereits in den Ange­bo­ten ein­ge­rech­net wurde. Erst wenn Sie den Wa­gen nutzen, können Sie den Betrag beim Bundes­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kont­rolle (BAFA) bean­tra­gen und sich so zurück­holen.

Achtung beim Akku

Achten Sie beim Ver­gleich der Ange­bote für E-Auto-Lea­sing, ob die Batte­rie be­reits in der Leasing­rate ent­hal­ten ist. Einige An­bie­ter berech­nen näm­lich zusätz­liche Gebüh­ren für die Mie­te der Batte­rie.

Was ist besser: Auto-Leasing oder Kredit?

Die Frage, was besser ist: ein Auto leasen oder mit einem Kredit finan­zieren?, kann nicht pau­schal für jeden Einzel­fall beant­wor­tet wer­den. Es hängt von Ihren persön­lichen Vor­lie­ben ab. Möch­ten Sie ein Auto besitzen und lang­fris­tig fah­ren, dann bie­tet sich eine Finan­zierung über ei­nen Auto­kredit an. Le­gen Sie dage­gen Wert auf Flexi­bili­tät und möch­ten sich nicht mit dem Auto­kauf und späte­ren Ver­kauf beschäf­ti­gen, kann Auto-Lea­sing die passen­de Lö­sung sein.

Natür­lich kommt es auch auf die Kos­ten an. Der oben be­reits erwähn­te Ford Fiesta Trend (1,1 l, 55 kW) dient hier als Ver­gleichs­objekt, um die Gesamt­kos­ten zu ermit­teln, wenn Sie ein Auto lea­sen oder kau­fen mit einem Raten­kre­dit. Der Wa­gen besitzt einen Listen­preis von 16.500 €. Die Ta­belle zeigt die unter­schied­lichen Monats­raten und Gesamt­kos­ten.

Vergleich der Gesamtkosten zwischen Auto-Leasing und Ratenkredit für einen Ford Fiesta

 Auto-LeasingRatenkredit
Listenpreis16.500 €16.500 €
effektiver Jahreszins1,54 %1,47 %
Laufzeit36 Monate36 Monate
Monatsrate224,94 €468,79 €
Gesamtkosten8.097,84

17.261,10 €

Quellen: Ford Leasing-Konfigurator und Vergleich.de Ratenkredit Vergleich, Stand: Oktober 2021

Wenn Sie den Wagen ohne Einmal­zahlung lea­sen, kommen Leasing­raten von ca. 225 € auf Sie zu. Neh­men Sie bei einer Bank einen Auto­kredit über die Höhe des Listen­prei­ses auf und kaufen den Wagen, zahlen Sie knapp 470 € monat­lich an Kredit­raten.

Generell gilt: Die monat­liche Belas­tung ist beim Auto-Lea­sing gerin­ger. Dafür ist das Fahr­zeug nur gelie­hen und Sie müs­sen es nach der Leasing­zeit zurück­ge­ben. Ein klassi­scher Raten­kredit ist teu­rer, aller­dings gehört Ihnen der Wagen. Außer­dem haben Sie die Möglich­keit, den Kre­dit über einen län­ge­ren Zeit­raum ab­zu­zah­len, was die Monats­ra­ten redu­ziert.

Mit dem fol­gen­den Kredit­rech­ner kön­nen Sie ganz einfach durch­rech­nen, zu wel­chen Kondi­tio­nen Sie aktu­ell einen Auto­kredit erhal­ten.

Was muss ich bei Auto-Leasing beachten?

Um die Frage zu beant­wor­ten, ob sich Auto-Lea­sing für Privat­per­so­nen lohnt, ha­ben wir für Sie die Vor- und Nach­tei­le des Privat­lea­sings auf einen Blick zusammen­ge­stellt.

Vorteile des Auto-Leasings

  • der unkomplizierte Wechsel des Fahr­zeug­typs nach Ende der Lauf­zeit
  • die Nutzung von immer aktu­eller, umwelt­freund­licher Fahrzeug­techno­logie
  • keine große Summe für die An­schaf­fung eines Neu­wa­gens not­wendig
  • geringere monat­liche Rate als bei einem Raten­kre­dit
  • Aufwand für Wieder­ver­kauf ent­fällt

Nachteile des Auto-Leasings

  • mögliche Mehr­kosten auf­grund von über­mäßigen Gebrauchs­spu­ren bei der Fahr­zeug­rück­gabe oder zu viel gefah­re­nen Kilo­metern
  • Leasing­raten gelten ledig­lich für die Miete des Fahr­zeugs, nicht als An­zahlung
  • Mehr­kos­ten durch die Verpflich­tung zur Voll­kasko­versich­erung
  • Mehr­kosten durch die Bin­dung an eine Vertrags­werk­statt
  • Verpflich­tung zu penib­ler Pflege und Ein­hal­tung von Inspek­tions­termi­nen
  • keine freie Verfü­gungs­ge­walt über das Fahr­zeug, da Sie nicht der offi­ziel­le Eigen­tü­mer sind
  • keine Mög­lich­keit zur ordent­lichen Kün­di­gung des Leasing­ver­trages vor Lauf­zeit­ende

Moderne Alternative zum Auto-Leasing: das Auto-Abo

„Alles inklusive, außer Tanken“ und „die Flatrate fürs Auto“: So werben Fir­men für die noch rela­tiv junge Vari­ante des Auto-Abos. Das funk­tio­niert ähn­lich wie das Abonne­ment eines Streaming-Diens­tes: Sie mieten einen Neu­wagen für kurze oder länge­re Zeit­räume und können jeder­zeit das Abo kün­di­gen.

Wie beim Auto-Lea­sing erwer­ben Sie kein Eigen­tum an dem Auto, sie erhal­ten es gegen eine Gebühr zur Nutz­ung. Ein Auto-Abo hat im Unter­schied zum Lea­sing eini­ge Vor­teile:

  • Ein Auto-Abo ist auch für kurze Zeit­räume mög­lich, z. B. für 3 Monate.
  • In der Nutzungs­ge­bühr sind alle Aus­gaben für Kfz-Ver­sicherung, Ins­pek­tion, Zu­las­sung und der Wert­ver­lust des Wa­gens be­reits ent­hal­ten. Es fällt zu Be­ginn auch keine hohe Sonder­zah­lung an. Sie müs­sen sich nur um das Tan­ken mit Ben­zin, Die­sel oder Strom küm­mern.
  • Sie kön­nen kurz­fris­tig das Abo kün­di­gen, oft zum nächs­ten Monat. Beim Lea­sing bin­den Sie sich oft für mehre­re Jahre und kön­nen den Vertrag nicht kün­di­gen.

Dem stehen einige Nach­tei­le gegen­über:

  • Oft verlangen An­bie­ter eine Auf­nahme- oder Anmelde­gebühr.
  • Die monat­liche Abo-Gebühr ist höher als die Leasing­rate beim Kfz-Lea­sing, weil beim Abo mehr Leis­tun­gen ent­hal­ten sind. Sie kann je nach Lauf­zeit des Abos und Anzahl der freien Kilo­meter zwischen 200 und 2.000 € betra­gen.
  • Es gibt teil­wei­se Alters­gren­zen für ein Auto-Abonne­ment nach un­ten (23 Jahre) und oben (55 Jahre).
  • Der Wagen kann nicht an die eige­nen Wün­sche ange­passt wer­den. Sie kön­nen nur aus vorhan­de­nen Model­len aus­wählen.
  • In einigen Fäl­len können versteck­te Kos­ten entste­hen, wenn z. B. die Zahl der ent­hal­te­nen Kilo­meter sehr nied­rig ist oder die Versich­erung eine hohe Eigen­betei­ligung ent­hält.

FAQs zum Autoleasing

  • Was ist Null-Leasing?

    Der Begriff Null-Leasing ist nicht klar definiert. Er kann zum einen für ein Fahrzeug-Lea­sing ohne An­zah­lung stehen, zum ande­ren bedeu­tet er Auto-Lea­sing ohne Zins­belas­tung, also zu 0 % Zin­sen. Dann zahlen Sie Leasing­ra­ten nur für die Nutzung des Wa­gens ohne Zins­auf­schlag. Gerade bei einem Null-Lea­sing ist es wich­tig, auf die Einzel­hei­ten des Vertra­ges zu ach­ten. So kann z. B. die feh­len­de An­zah­lung auf die Monats­raten ver­teilt wer­den, was das Lea­sing teu­rer macht.

  • Für wen lohnt sich Auto-Leasing?

    Auto-Leasing lohnt sich, wenn Sie gerne alle 1 oder 2 Jahre ein neues Auto fah­ren, ohne es jedes Mal kau­fen zu wol­len. So spa­ren Sie sich den hohen Anschaf­fungs­preis. Sie müssen sich dabei be­wusst sein, dass der Wa­gen Ihnen nicht gehört, er ist nur gelie­hen. Des­halb soll­ten Sie bereit sein, den Wagen gut zu pfle­gen und sorg­fäl­tig behan­deln. Als Selbst­stän­diger oder Frei­beruf­ler können Sie die Aus­gaben für das Lea­sing sogar steuer­lich gel­tend machen.

  • Was ist der Leasingfaktor?

    Der Leasing­fak­tor bietet die Mög­lich­keit unter­schied­liche Leasing-Ange­bote zu ver­glei­chen. Je nied­ri­ger der Fak­tor, desto güns­ti­ger ist das Ange­bot. Für die Berech­nung des Leasing­fak­tors tei­len Sie die monat­liche Leasing­rate durch den Listen­preis und neh­men das Ergeb­nis mal 100. Aller­dings sind auf diese Weise nur iden­tische Ange­bote, was das Fahr­zeug, die Kilometer­an­zahl und die Lauf­zeit betref­fen, ver­gleich­bar.

  • Welche Voraussetzungen muss ich für Auto-Leasing erfüllen?

    Grund­voraus­setz­ungen sind ein fes­ter Wohn­sitz in Deutsch­land und das Mindest­al­ter von 18 Jahren. Außer­dem müssen Sie Ihre Kredit­würdig­keit nach­wei­sen. Dazu bele­gen Sie zum einen die Höhe Ihres Ein­kom­mens. Zum ande­ren wird sich das Unter­neh­men, das den Wagen ver­leiht, bei der SCHUFA nach Ihrem SCHUFA-Score erkun­di­gen. Auto-Lea­sing ohne mit einer nega­tiven SCHUFA ist nicht mög­lich. Sollten Sie auf Angebote stoßen, die Auto-Leasing ohne SCHUFA ver­spre­chen, ist Vor­sicht gebo­ten. Oft ver­ber­gen sich dahin­ter unseriöse An­bie­ter, die über­höhte Leasing­ra­ten ver­lan­gen.

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