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Geldanlage

Wie Sie am besten Ihr Geld anlegen: 15 Anlagetipps für eine sichere Geldanlage

Wer Geld anlegen möchte hat viele Möglichkeiten. Doch was ist die beste Geldanlage, das flexible Tagesgeld, die nachgefragten ETFs oder der Trend Crowdinvesting? Wir geben Ihnen einen Überblick, wie Sie Geld investieren können und dazu Anlagetipps für eine gewinnbringende und sichere Geldanlage.

15 Anlagetipps für eine sichere Geldanlage

Clever Geld anlegen – jetzt und in Zukunft

Die Deutschen legen rund 10 % ihres Einkommens pro Jahr beiseite und nutzen es zum Sparen, so das Statistisches Bundesamt. Die zentrale Frage dabei lautet immer: „Wo und wie kann ich mein Geld am besten anlegen?“ Soll es das altbewährte Sparbuch oder eine klassische Geldanlage wie ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto sein, oder doch risikoreiche Geldanlagen wie Aktien, Fonds oder die Investition in Sachwerte und Gold?

Leider gibt es darauf keine einfache Antwort. Denn ganz unterschiedlich sind die Voraussetzungen, die jeder mitbringt. Bevor Sie sich entscheiden, wie Sie ihr Geld investieren wollen, lohnt es sich, einige grundsätzliche Fragen zu klären.

  • Ist mir die Sicherheit meines angelegten Geldes oder ein möglichst hoher Gewinn wichtig?
  • Wie viel Geld kann ich von meinem Einkommen für meine Geldanlage einsetzen?
  • Wie lange kann ich auf das angelegte Geld verzichten?
  • Welches Anlageziel habe ich (wieviel Geld brauche ich wofür und wann)?

Der folgende Text gibt Ihnen Tipps, wie Sie mit diesen Themen umgehen und welche Geldanlage zu Ihnen passt.

Das Magische Dreieck – Einflussfaktoren für eine sichere Geldanlage

Risiko, Rentabilität und Liquidität sind die drei wichtigsten Einflussfaktoren für Investments. Geldanlagen, die eine maximale Rendite, stets verfügbares Kapital und absolute Sicherheit versprechen, sind in den meisten Fällen unseriös und deshalb nicht zu empfehlen. Vielmehr konkurrieren diese Kriterien miteinander, wie das sogenannte „Magische Dreieck der Geldanlage“ veranschaulicht.

Magisches Dreieck der sicheren Geldanlage

Das Modell zeigt, dass bei seriösen Kapitalanlagen immer nur zwei dieser drei Ziele erreichbar sind. So können Sie etwa bei Aktien und Wertpapieren mit einer hohen Rendite und Liquidität rechnen, müssen dafür aber ein erhöhtes Risiko einkalkulieren. Bei einer rentablen und sicheren Geldanlage kann dafür entsprechend die Liquidität geringer sein.

Bevor Sie sich für die passende Geldanlage entscheiden, müssen Sie sich also immer Fragen: „Was will ich? Sicherheit, eine hohe Rendite oder eine schnelle Liquidität? Das „Magische Dreieck“ kann Ihnen dabei als Entscheidungshilfe dienen. Bedenken Sie bei der Wahl der Geldanlage, dass immer nur zwei der Ziele erreichbar sind. Hinterfragen Sie deshalb alle Investitionen kritisch, die Ihnen alle drei Ziele versprechen. Im folgendem geben wir Ihnen einen Überblick möglicher Geldanlagen und Tipps wie Sie Ihr Geld anlegen.

5 Anlagetipps: Welche Geldanlage passt zu mir?

Nicht jeder hat das Glück und besitzt eine Erstausgabe des Superman-Comics aus dem Jahr 1938 als Geldanlage. Die wurde nämlich 2014 für rund 2,4 Millionen Euro verkauft. Oder haben Sie ein Original-Autogramm der Beatles? Wenn ja, dann könnten Sie beim Verkauf einen Gewinn von mehr als 30.000 € machen. Für die meisten Anleger kommen sehr viel weniger originelle Investments infrage. Wir haben für Sie eine Auswahl der verschiedenen Anlagemöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen zusammengestellt. 

Anlagetipp 1: Klassische Geldanlagen

Sparbuch – Geld anlegen wie zu Omas Zeiten

Immer noch der Klassiker, das Sparbuch gibt es seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Mehr als 70 % der Deutschen haben eins, obwohl es sich nicht mehr lohnt. Das Sparbuch ist eine sichere Geldanlage, aber auch eine sehr schlecht verzinste. Bei vielen Banken und Sparkassen liegt der Zins unter 0,1 %. Da die Inflationsrate das Zinsniveau für Sparbücher übersteigt, verliert Ihr Geld sogar an Wert. Heute ist es als Geldanlage nicht mehr zu empfehlen.

  • sehr geringe Zinsen
  • wenig Flexibilität
  • kein Risiko
Tagesgeldkonto – die moderne Art des Sparens

Tagesgeld ist eine sehr flexible Form der Geldanlage. Es handelt sich bei einem Tagesgeldkonto um ein verzinstes Konto ohne feste Laufzeit. So können Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen. Die Verzinsung ist in der Regel höher als beim Sparbuch. Allerdings ist die Verzinsung nicht festgeschrieben, sie kann sich täglich nach oben oder unten verändern. Übrigens, wenn Sie Ihr Tagesgeldkonto auf Ihr Kind übertragen, kann das Steuern sparen. Denn Ihrem Kind steht ein eigener Freibetrag bei Kapitalerträgen in Höhe von 801 € zu. Nach der Übertragung werden die Gewinne dieser Anlage über Ihr Kind abgerechnet. Allerdings müssen dafür mehrere gesetzliche Vorgaben beachten werden, darum ziehen Sie am besten einen Steuerberater hinzu.

  • sehr flexibel
  • Verzinsung nicht festgeschrieben
  • geringes Risiko

Festgeldkonto – passend, wenn Sie länger auf Ihr Geld verzichten können

Bei einem Festgeldkonto legen Sie Ihr Geld über einen bestimmten Zeitraum fest an. Die Laufzeit beträgt mindestens einen Monat und maximal 10 Jahre. Das bedeutet, dass Sie für diese Zeit nicht an Ihr Geld herankönnen. Dafür ist die Verzinsung höher als bei einem Tagesgeldkonto, wie der folgende Vergleich zeigt. Je länger Sie Ihr Geld anlegen, desto höher ist der Zins.

 TagesgeldkontoFestgeldkontoFestgeldkonto
Anlagebetrag10.000 €10.000 €10.000 €
Laufzeittäglich verfügbar3 Jahre5 Jahre
Bester Zins1,0 %1,50 %1,85 %
Zinsertrag 8,33 € monatlich450 €925 €
  • feststehender Zinssatz
  • garantierter Gewinn
  • nur langfristige Anlage
Fremdwährungskonto – hohe Zinsen im Ausland möglich

Bei einem Fremdwährungskonto legen Sie Ihr Geld bei deutschen Banken in ausländische Währungen (Devisen) an. Mit diesen Devisenkonten können Sie bis zu 7 % Sparzinsen erreichen. Allerdings kommen oft noch Konvertierungsgebühren auf Sie zu, die die Banken beim An- und Verkauf der Währung berechnen. Und eine Anlage in Devisen ist mit Risiken verbunden. Denn der Wechselkurs zwischen Euro und der Fremdwährung kann sich verändern und damit Ihren Gewinn verringern.

  • gute Verzinsung
  • hohes Risiko, da Wechselkursverluste möglich sind
  • hohe Gebührenbelastung

Eine weitere Möglichkeit ist die Geldanlage direkt im EU-Ausland. Sie können sowohl Tagesgeld- als auch Festgeldanlagen bei ausländischen Banken anlegen. Das geht problemlos über Vermittlerplattformen wie Weltsparen, Savedo oder Zinspilot. In einigen Ländern wie Frankreich oder Portugal können Sie auf diesem Weg bei Ihrer Festgeldanlage höhere Zinsen erreichen als in Deutschland, nämlich bis zu 2 %.

Kinderkonten – bieten noch angemessene Zinsen

Mit einem Kinderkonto können Sie ordentliche Zinsen erreichen. Wer Kinder hat, besitzt eine zusätzliche Möglichkeit der Geldanlage. Die Filialbanken setzen nämlich auf frühe Kundenbindung und locken mit ordentlichen Zinsen von bis zu 3 % für Beträge bis 500 € bei Kinderkonten. So lernt Ihr Nachwuchs auch gleich wie Geldgeschäfte ablaufen.

  • gute Verzinsung
  • geringes Risiko
  • Anlagesumme begrenzt

Bausparen – nicht immer sinnvoll

Der Bausparvertrag ist in Deutschland sehr beliebt. Sie können beim Bausparen zwei Ziele verfolgen. Entweder den Bau einer Immobilie oder Anlegen und Sparen. Allerdings lohnt sich ein Bausparvertrag als Sparanlage nur, wenn Sie einen Tarif wählen, der hohe Guthabenzinsen enthält und Sie dabei auch vermögenswirksame Leistungen vom Staat als Förderung erhalten. Mit Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld fahren sie meistens besser.

  • als Baufinanzierung teilweise sinnvoll
  • kaum flexibel
  • als reine Geldanlage eher nicht geeignet
Kapital-Lebensversicherung – aktuell lohnt der Abschluss nicht

Eine kapitalbildende Lebensversicherung ist eine Kombination aus Absicherung und Geldanlage. Das ist auch der Vorteil dabei, denn die Versicherung zahlt in jedem Fall: sowohl im Todesfall als auch bei Ablauf des Vertrages. Wer sein Geld gewinnbringend anlegen will, für den ist diese Form nicht geeignet. Denn meist besitzen die Verträge sehr lange Laufzeiten, zum Beispiel von 12 Jahren. Wer vorzeitig aus dem Vertrag raus will, um an das ersparte Geld heranzukommen, muss mit Verlusten rechnen. Außerdem werden die Sparerträge zum Teil wieder gemindert, da die Versicherung einen Anteil zur Absicherung des Todesfallrisikos behält.

  • sehr lange Laufzeiten
  • Verluste bei vorzeitigem Ausstieg
  • wer Geld anlegen will, ist woanders besser aufgehoben
Anlagetipp: Geld anlegen in Immobilien

Anlagetipp 2: Geld anlegen in Immobilien

Immobilien – als Renditeobjekt nutzen oder als Investor Geld anlegen

Sie können sowohl in Gebäude, Bauprojekte oder in Immobilienfonds Ihr Geld anlegen. Der Vorteil dieser Anlageform ist eine hohe Sicherheit, da sich der materielle Wert der Gebäude kaum verändert. Allerdings waren Investition in Immobilien bisher mit einer hohen finanziellen Belastung verbunden, da Sie als Investor mehrere hunderttausend Euro einsetzen mussten. Eine noch relativ neue Form der Geldanlage in Immobilien ist Crowdinvesting. Über das Internet suchen Unternehmen auf speziellen Portalen, wie zum Beispiel Exporo oder Bergfürst, Kapitalgeber. Da die untere Grenze für Investitionen teilweise nur bei 500 € liegt, besteht die Möglichkeit, sich auch mit einem eher kleinen Geldbeutel zu beteiligen. Die Höchstgrenze liegt bei 10.000 €. Das von Ihnen eingezahlte Kapital erhalten Sie nach einem überschaubaren Zeitraum von mehreren Monaten oder wenigen Jahren mit bis zu 6 % verzinst zurück.

  • große Sicherheit
  • teilweise hohe Investitionen notwendig
  • Crowdinvesting sehr flexibel und kurzfristig möglich

Expertentipp: Achten Sie beim Immobilienkauf auf die Lage! Immobilien sind nach wie vor eine sichere Geldanlage. Die Preise für Häuser und Wohnungen sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Jedoch sind die Bedingungen regional sehr unterschiedlich. Stiftung Warentest hat im Juli 2017 die Preisentwicklung, die Renditemöglichkeiten und die aktuellen Risiken in 115 Städten und Kreisen unter die Lupe genommen und dabei enorme Unterschiede festgestellt. Das Fazit der Studie: Eine Investition in Betongold ist zu empfehlen, vorausgesetzt die Lage stimmt.

Anlagetipp 3: Geld in Wertpapiere investieren

Aktien – nichts für unerfahrene

Beim Erwerb von Aktien kaufen Sie einen Anteil an dem jeweiligen Unternehmen. Wenn der Wert des Unternehmens steigt, dann steigt auch der Wert Ihrer Aktie. Zudem erhalten Sie als Aktionär am Jahresende eine Prämie, die Dividende. Doch niemand kann garantieren, ob der Wert des Unternehmens wirklich steigt. Genauso gut, kann er sinken und Ihre Aktie verliert an Wert. Der Handel mit Aktien erfordert genaue Kenntnisse des Umfeldes und birgt ein hohes Risiko. Der Einstieg in das Aktiengeschäft ist jedoch einfach. Zuerst eröffnen Sie bei einer Bank Ihrer Wahl ein Depot. Anschließend entscheiden Sie Sich für bestimmte Aktien oder Aktienpakete und kaufen sie über Ihr Depot.

  • sehr riskante Anlagemöglichkeit
  • hohe Gewinne möglich
  • langfristiges Anlegen verringert Risiken

Expertentipp: Wer in Aktien Geld anlegt, sollte den Tipp vom Großinvestor, Unternehmer und Anlage-Guru Warren Buffet befolgen: „Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.“ Er beschreibt damit einen einfachen Grundsatz. Wenn Sie Aktien erwerben, müssen Sie verstehen, was das Unternehmen macht. Nur dann können Sie das Geschäftsmodell nachvollziehen und bewerten.

Anleihen und Pfandbriefe – sichere Gelanlage mit wenig Zinsen

Anleihen gelten als eher sichere Geldanlage. Es handelt sich um Wertpapiere, bei denen sich ein Unternehmen oder ein Staat Geld leiht, deshalb spricht man auch von Staatsanleihen. Sie als Käufer dieser Anleihen gewähren dem Unternehmen oder dem Staat also einen Kredit und bekommt dafür Zinsen. Das Risiko besteht darin, dass der Staat oder das Unternehmen pleitegeht. Da dies eher unwahrscheinlich ist, ist das Zinsniveau unattraktiv und Anleihen bringen zurzeit nicht viel Rendite. Die Verzinsung von Bundesanleihen ist zudem seit Jahren rückläufig. Eine Sonderform der Anleihe ist der Pfandbrief. Dabei handelt es sich um eine Schuldverschreibung, die von einer Pfandbriefbank herausgegeben wird. Sie sind oft besser verzinst als Anleihen.

  • sichere Geldanlage
  • geringer Gewinn
  • für sicherheitsbewusste Anleger

Derivate und Zertifikate – Geld anlegen für Profis

Mit Derivaten begeben Sie Sich weit in das Feld der Spekulation. Denn das sind Wetten auf zukünftige Entwicklungen von Aktien, Rohstoffen oder Devisen. Es handelt sich dabei um sehr komplexe Produkte der Geldanlage. Zwar können mit Derivaten schnell hohe Gewinne erzielt werden, das Risiko für Sie als Anleger Ihr Geld zu verlieren ist aber auch sehr hoch. Zertifikate sind eine komplizierte Form der Derivate. Ihr Ertrag richtet sich nach der Entwicklung ausgewählter Börsenprodukte.

  • sehr spekulativ, daher hohes Risiko
  • hohe Gewinne möglich
  • nur für erfahrene Anleger mit Fachkenntnis

Green Bonds – die ökologische Geldanlage

Green Bonds sind Anleihen mit einer Besonderheit: Sie legen Ihr Geld in Projekte an, die besonders nachhaltig und klimafreundlich sind. Das kann beispielsweise der Bau von Windkraftanlagen sein. Allerdings gibt es kein Reglement, das festlegt, wann ein Projekt besonders klimafreundlich ist. Es gibt lediglich einen ungefähren Standard, den Unternehmen freiwillig einhalten können.

  • unterstützen nachhaltiges Wirtschaften
  • relativ sicher
  • aber ungenaue Definition

Fonds und ETFs – mehr als nur ein Trend

Fonds werden an der Börse gehandelt und fassen viele einzelne Aktien zusammen. Dadurch wird das Verlustrisiko reduziert. Schließlich ist es unwahrscheinlich, dass alle im Fond vertretenden Unternehmen gleichzeitig ihren Wert verlieren. Ein Fondsmanager führt den Fond und organisiert die verschiedenen Anlagen. Eine Sonderform sind ETFs (Exchange Trades Funds), auch Indexfonds genannt. Sie bilden die Entwicklung von Börsenindizes wie dem Dax oder dem Nikkei nach. ETFs werden nicht von einem Manager gesteuert, dadurch entfallen Kosten für die Verwaltung des Fonds. Wollen Sie nur kleine Beträge in ETFs investieren, können Sie bereits mit unter 100 € einsteigen.

  • reduziertes Risiko an der Börse
  • ETFs für Kleinanleger geeignet
  • geeignet für Einsteiger 

Expertentipp: „Hin und Her macht Taschen leer“ – diese alte Börsenweisheit gilt nach wie vor. Wenn Sie zu oft Ihre Anlagestrategie verändern, laufen Sie am Ende Gefahr gar keine Strategie zu besitzen. Besser ist es, einmal einen Sparplan zu erstellen und diesen dann durchzuziehen. 

Anlagetipp 4: Sachwerte als sichere Geldanlage

Kunst, Antiquitäten, Musikinstrumente, Autos, Schuhe, Taschen, Wein

Natürlich können Sie ein Gemälde eines unbekannten zeitgenössischen Künstlers erwerben und hoffen, dass es in 20 oder 30 Jahren 1 Million Euro wert sein wird. Oder Sie kaufen ein besonderes Schmuckstück mit dem Ziel, es in einigen Jahren einmal gewinnbringend zu verkaufen. Vielleicht entwickelt es sich ja zu einem Sammlerobjekt. Sie merken schon: Wollen Sie Ihr Geld sicher anlegen, dann wird es mit Sachwerten schwierig. Voraussetzung für Gewinne sind eine enorme Sachkenntnis, ausreichend Kapital für Investitionen und Glück.

  • sehr hohe Gewinne möglich
  • extrem langfristige Anlage
  • machbar für Insider mit Fachkenntnis
Gold – der altbewährte Dauerbrenner

Das Edelmetall gilt schon seit Jahrzehnten als beständige Anlagemöglichkeit. Besonders in Krisenzeiten wird Gold als Absicherung gerne eingesetzt. Im August 2017 hat ein Gramm Gold einen Wert von 35,16 €. Eine Feinunze von 31,10 Gramm würde somit 1.093,48 € kosten.

Von Vorteil ist die Steuerfreiheit, die Sie erhalten, wenn Sie das Gold länger als ein Jahr in Ihrem Besitz gehalten haben und dann verkaufen. Ein Nachteil ist natürlich die Lagerung. Es ist ein Bankschließfach oder ein sicherer Safe notwendig. Was wiederum mit Kosten verbunden ist, die Ihren Gewinn reduzieren. Ob die Investition in Gold lohnt, muss gut abgewogen werden. Auch wenn der Goldpreis stetig steigt, ist die Rendite nicht wirklich profitabel. Wer in Gold unbedingt sein Geld anlegen möchte, sollte als Alternative Goldaktien bzw. Gold-ETFs heranziehen.

  • sichere Geldanlage
  • als ein Teilbereich Ihrer Geldanlage sinnvoll
  • hoher Aufwand für Lagerung

Anlagetipp 5: Besondere Anlageformen und aktuelle Trends beim Geld anlegen

Bitcoins – die Digitalwährung als Geldanlage

Bitcoins sind eine virtuelle Währung im Internet. Sie können Bitcoins als Zahlungsmittel online erwerben und damit in bestimmten Shops einkaufen. Der Kurs für einen Bitcoin stieg von 531 € im August 2016 auf 2.430 € im August 2017. Damit hat er innerhalb eines Jahres um einige 100 % zugelegt. Allerdings ist der Kurs zwischendurch auch einige Male gefallen. Wer mit Bitcoins Gewinn machen will, muss schnell sein und starke Nerven haben und sich täglich mit der aktuellen Entwicklung dieser Geldanlage befassen.

  • hohe Gewinne in kurzer Zeit möglich
  • große Risiken durch Schwankungen
  • wer gerne zockt, ist hier richtig

Investieren in FinTechs – Geldanlage mit ungewisser Zukunft

FinTechs (Kurzform für Finanztechnologie) versuchen den traditionellen Banken- und Finanzdienstleistungsmarkt aufzumischen. Immer mehr Startups bieten innovative Produkte an und werden damit zu Konkurrenten der etablierten Unternehmen. Oft stehen große Kapitalgesellschaften hinter diesen Startups, die viel Anfangskapital benötigen. An börsennotierte Beteiligungsgesellschaften können Sie Aktien erwerben und damit die FinTechs indirekt unterstützen. Da aber niemand genau weiß, welches Startup in 3 Jahren noch existiert, ist das Risiko sehr hoch.

  • interessantes Feld aber riskant
  • gute Gewinne möglich
  • Fachkenntnis erforderlich

Genossenschaftsanteile erwerben – die sichere Geldanlage

Als Alternative zu klassischen Geldanlagen bieten aktuell Investitionen in Genossenschaftsanteile deutlich höhere Zinsen als bei Tagesgeld oder Festgeld. Genossenschaften gibt es dabei in unterschiedlichen Bereichen wie Landwirtschaft, Wohnungsbau, Banken- oder Energiesektor. Im Besitz von Genossenschaftsanteilen sind Sie sowohl Mitglied als auch Miteigentümer der Genossenschaft. Werden Gewinne von der Genossenschaft erzielt, erhalten Sie diese anteilig ausgezahlt. Genossenschaftsanteile als Geldanlage sind für sicherheitsorientierte Anleger zu empfehlen, da die Konkursquote bei gerade Mal 0,1 % liegt. Kommt es jedoch zum Konkurs besteht für Sie rechtlich kein Anspruch auf Entschädigung.

  • traditionelle Anlageform
  • sehr sichere Geldanlage
  • lohnt sich bei langfristiger Investition

10 Anlagetipps: So können Sie Ihr Geld richtig anlegen

Tipp 1: Erst Schulden abzahlen, danach Geld anlegen

Es gibt nur wenige Geldanlagen, die einen höheren Gewinn ermöglichen als Sie Zinsen für einen bestehenden Kredit zahlen. Darum lohnt es sich meistens, erst vorhandene Schulden zu tilgen und dann Ihr Geld zu investieren. Übrigens: Auch der Dispokredit ist ein Kredit. Hier sind sogar im Schnitt fast 10 % Zinsen fällig.

Tipp 2: Ihr Risiko steigt mit der Höhe der Rendite

Viele Anleger wollen einen möglichst hohen Gewinn erzielen. Das ist zum Beispiel bei Aktien oder Fonds möglich. Jedoch erhöht sich damit auch das Risiko. Denn diese Wertpapiere können auch abstürzen und ihren Wert verlieren. Oder anders formuliert: bei einer Geldanlage mit geringen Gewinnen, sinkt Ihr Risiko.

Tipp 3: Eine breite Streuung Ihrer Geldanlagen schützt vor Verlusten

Wenn Sie zum Beispiel in Aktien Geld investieren und dabei Verluste machen, können Sie diesen Verlust mit Gewinnen aus anderen Anlagen wieder ausgleichen. Gehören Sie zu den Anlegern, die ein mittleres Risiko eingehen wollen, dann ist eine Drittelung Ihres Investments eine gute Variante. Also jeweils rund ein Drittel in Aktienfonds, in Festgeld und in Tagesgeld.

Tipp 4: Geduld zahlt sich oftmals aus

Es kommt häufig zu Schwankungen etwa auf den Aktienmärkten. Warten Sie ab, so können mögliche Verluste über die Jahre wieder ausgeglichen werden.

Tipp 5: Legen Sie nicht mehr als 10 % Ihres Einkommens an

Bei einem Bruttoeinkommen in Höhe von 4.000 € sind das 400 €. Ist der Anteil des angelegten Geldes zu hoch, fehlt Ihnen Geld für den Alltag. Es besteht die Gefahr, dass Sie Ihre regelmäßigen Ausgaben nicht mehr stemmen können.

Tipp 6: Denken Sie an eine stille Reserve

Es kann jederzeit zu unvorhergesehenen Ausgaben kommen. Darum empfehlen Experten eine Reserve von ungefähr 3-6 Monatsgehältern, an die Sie jederzeit herankönnen.

Tipp 7: Achten Sie auf die Nebenkosten Ihrer Investition

Bei einigen Anlageformen wie Aktienfonds werden Verwaltungskosten fällig. Diese können einen Teil Ihres Gewinnes auffressen. Aber auch geringe Kosten, wie beispielsweise Kontoführungsgebühren, können den Gewinn Ihrer Geldanlage schmälern. Diese Nebenkosten am besten immer im Blick haben.

Tipp 8: Wer früh investiert, kann mehr Gewinn erreichen

Für junge Menschen ist das Thema Geldanlage oftmals noch nicht wichtig. Das Motto lautet: Erst einmal Ausbildung oder Studium abschließen, dann im Beruf durchstarten und eine Familie gründen. Darum beginnen viele erst mit Ende 30 oder Mitte 40 ihr Geld zu investieren. Dann sind aber schon einige Jahre verschenkt, in denen angelegtes Geld Zinsen abwerfen kann. Wer die Möglichkeit hat, in jungen Jahren zu investieren, hat besonders bei langfristigen Anlagen die Nase vorn.

Tipp 9: Berücksichtigen Sie Ihre konkrete Lebenssituation

Wollen Sie Kinder? Ist ein Hausbau geplant? Haben Sie einen befristeten Arbeitsvertrag? Je nachdem, in welcher Situation Sie sich befinden, sind andere Formen der Geldanlage sinnvoll. Sind Sie nicht sicher, wie hoch in einem halben Jahr Ihr Einkommen ist, ist es riskant, langfristige Geldanlagen zu wählen.

Tipp 10: Ein Robo-Advisor kann nützlich sein

Wie lege ich mein Geld am besten an? Die richtige Geldanlagestrategie zu finden ist besonders für junge und unerfahrene Anleger schwierig. Sogenannte Robo-Advisor, d.h. internetbasierte Anlage-Roboter können Ihnen behilflich sein. Dabei legen nicht Sie Ihre Geldanlagestrategie persönlich fest, sondern anhand spezieller Fragen wird Ihnen eine Geldanlage vom Robo-Advisor wie easyfolio, Whitebox oder Cashboard empfohlen. Allerdings müssen Sie als Anleger Gebühren zahlen. 

Vergleich.de Tipp

Haben Sie für 2018 als Anlage Exchange Traded Funds (ETFs) im Blick. Diese Indexfonds werden immer beliebter, da sie einfach und günstig sind. Sie bilden die Entwicklung von Börsenindizes wie dem Dax oder dem Eurostoxx 50 nach und kommen ohne Fondsmanager aus. Dadurch entfallen Kosten für die Verwaltung des Fonds. Ein weiterer Vorteil: Sie können jederzeit aus einem ETF aussteigen.

Kontoeröffnung mit Postident

Eröffnen Sie ein Online-Konto, muss Ihre Identität sichergestellt werden. Das sogenannte Postident-Verfahren dient der Identifizierung. Was sich kompliziert anhört, ist aber in wenigen Schritten erledigt.

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Tipps zur Kreditkarte

Die Kreditkarte macht das Bezahlen im Internet oder auf Reisen einfacher und ist aus dem Alltag kaum wegzudenken. Mit unseren Tipps finden Sie die Kreditkarte, die zu Ihnen passt!

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Attraktive Zinsen im EU-Ausland

Hohe Zinsen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen gibt es aktuell nur im EU-Ausland. Ein Blick über die Grenze Deutschlands kann sich also lohnen. Doch wie sicher ist Ihr Geld im Ausland?

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