Geld anlegen: 7 Anlagetipps für sichere Geldanlagen

Aktien, Fonds oder Festgeld – wie sollten Sie Ihr Geld anlegen, um es vor der Inflation zu schützen und zu vermehren? Was sichere Geldanlagen sind, welche Risiken beim Investieren bestehen und welche Rendite realistisch ist, erfahren Sie hier. Jetzt informieren und gleich los loslegen!

    Tagesgeld
    Festgeld
    Depot
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    Crowdinvest Immobilien

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    Wie finden Sie Ihre passende Geldanlage?

    Es gibt viele gute Gründe Geld zu sparen, ebenso gibt es viele Möglichkeiten, Produkte und Strategien. Die folgenden drei Schritte helfen Ihnen, Ihre persönliche Anlage­strate­gie zu finden.

    Schritt 1: Klären Sie zuerst, welcher Geldanlage-Typ Sie sind

    Wenn Sie Geld inves­tie­ren, muss Ihre Geld­an­la­ge zu Ihnen pas­sen. Ist Sicher­heit für Sie das obers­te Ge­bot? Oder set­zen Sie auf Risi­ko, weil Sie eine hohe Ren­di­te an­stre­ben? Klä­ren Sie für sich, in wel­che Gruppe Sie gehö­ren. Die fol­gen­de Tabel­le zeigt passen­de Mög­lich­kei­ten der Geld­an­lage so­wohl für den sicher­heits­orien­tier­ten als auch für den risiko­freu­di­gen Anlage-Typen.

    Sinnvolle Geldanlagen für verschiedene Anlage-Typen

    Anlage-Typ

    Merkmale der Geldanlage

    passende Geldanlagen

    sicherheitsorientiert

    hohe Sicherheit, keine Schwankungen

    Tagesgeld

    Festgeld

    Anleihen kaufen 

    Gold kaufen

    risikofreudig

    hohe Rendite, Schwankungen sehr wahrscheinlich

    Aktien

    P2P-Kredite

    Kryptowährungen

    Crowdfunding

    in Sammlerstücke investieren

    Im Fol­gen­den zei­gen wir Ihnen bei­spiel­haft das Port­folio eines sicher­heits­orien­tier­ten An­le­gers (links) und eines rendite­orien­tier­ten An­le­gers (rechts). Das Port­folio eines Anle­gers, der Risi­ko und Ren­di­te aus­balan­ciert, finden Sie in der Mitte.

    Anlageklasse

    sicherheitsorientierter Anleger

    ausgewogener Anleger

    risikofreudiger Anleger

    Tagesgeld

    30–50 %

    15–30 %

    10-20 %

    Festgeld

    40–70 %

    20–35 %

    0 %

    Gold

    0–10 %

    0 %

    0 %

    ETFs

    0 %

    50 %

    75–90 %

    Aktien

    0 %

    0 %

    0–10 %

    Kryptowährungen

    0 %

    0 %

    0–5 %

    Das magische Dreieck beim Geld investieren

    Um den Zusammen­hang von Risi­ko und Ge­winn zu ver­deut­li­chen, hilft das magi­sche Drei­eck. Es ver­bin­det die drei wich­tigen Zie­le einer Geld­an­lage und setzt sie in Beziehung:

    • Sicher­heit
    • Ren­dite
    • Verfüg­bar­keit

    Diese Fak­to­ren ste­hen im Kon­flikt mit­einan­der. Es ist nicht mög­lich, alle drei Zie­le gleich­zei­tig zu er­rei­chen – egal, in was Sie inves­tie­ren. Eine idea­le Geld­an­lage ohne Risi­ko, bei stän­di­ger Verfüg­bar­keit und mit maxi­ma­ler Ren­di­te gibt es nicht.

    Magisches Dreieck der sicheren Geldanlage

    Das magi­sche Drei­eck zeigt, dass bei seriö­sen Kapital­an­la­gen immer nur zwei dieser drei Ziele er­reich­bar sind. So kön­nen Sie etwa bei Aktien und Wertpa­pie­ren mit einer ho­hen Ren­di­te und Liqui­di­tät rech­nen, müs­sen dafür aber ein er­höh­tes Risi­ko ein­kalku­lie­ren. Tages­geld ist dage­gen auf­grund der Ein­lagen­siche­rung bis 100.000 € eine sehr siche­re Geld­an­lage. Gleich­zei­tig ist der Er­trag aktu­ell ge­ring.

    Schritt 2: Wofür möchten Sie das Geld anlegen?

    Bevor Sie sich ein Port­folio zusammen­stel­len und für be­stimm­te Geld­an­lage-Mög­lich­kei­ten ent­schei­den, soll­ten Sie Ihr Anlage­ziel fest­le­gen. Daraus leitet sich Ihre indi­vidu­elle Strate­gie ab. Klären Sie für sich fol­gen­de Fragen:

    • Wie viel Geld brau­che ich wann und wofür?
    • Wie viel Ver­lust kann ich er­tra­gen?
    • Wie lange kann ich auf das ange­leg­te Geld ver­zich­ten?

    Zwei Bei­spiele sol­len das ver­deut­li­chen: Sie stehen noch am An­fang Ihrer beruf­lichen Lauf­bahn und Sie wol­len Ihr Geld für die Zeit Ihres Ruhe­stan­des anle­gen. Sie ha­ben also noch Jahr­zehn­te Zeit, bis Sie auf das Geld zu­grei­fen. In diesem Fall bie­ten sich als Geld­an­lage an:

    • ETFs
    • Immo­bilien
    • An­lei­hen
    • Fest­geld
    • Crowdin­vesting

    Möch­ten Sie dage­gen einen bestimm­ten Geld­be­trag nur kurz­fris­tig an­le­gen, z. B. 10.000 € für 2 Jahre, kom­men ande­re Geld­an­la­gen in­fra­ge:

    • Tages­geld
    • Fest­geld mit kurzer Lauf­zeit
    • Crowd­in­ves­ting
    • • Aktien

    Die genann­ten Möglich­kei­ten haben den Vor­teil, dass Sie schnell auf Ihr Geld zu­grei­fen kön­nen.

    Schritt 3: Legen Sie fest, wie viel Geld Sie investieren

    Ein weiteres ent­schei­den­des Krite­ri­um für die Wahl der passen­den Geld­an­la­ge ist die Höhe der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Spar­summe. Denn ob Sie 10.000 €, 50.000 € oder 100.000 € anle­gen wol­len, macht einen gro­ßen Unter­schied für Ihr Vor­ge­hen. Wich­tig ist auch, ob Sie ei­nen ho­hen Be­trag ein­ma­lig inves­tie­ren oder monat­lich eine fest­ge­leg­te kleine­re Sum­me mit einem Spar­plan anle­gen wol­len.

    Wie viel Geld soll ich sparen und wie viel Geld anlegen?

    Die 50-30-20-Regel der US-amerika­ni­schen Politi­ke­rin Eliza­beth War­ren teilt das eige­ne Ein­kom­men un­kompli­ziert in drei Aus­gaben­kate­go­rien ein:

    • 50 % sollen für Grund­be­dürf­nis­se wie Woh­nen, Ver­kehrs­mit­tel und Lebens­mit­tel reichen.
    • 30 % sind für persön­liche Wün­sche, Ur­laub und Unter­hal­tung er­laubt.
    • Und 20 % sol­len ge­spart wer­den.

    Falls Sie es schaf­fen und eine höhe­re Spar­rate er­rei­chen, umso bes­ser. Wenn Sie momen­tan gar nichts zur Seite legen kön­nen, über­prü­fen Sie, wo sich Ihre Fix­kos­ten und variab­len Aus­ga­ben redu­zie­ren las­sen, oder dre­hen Sie an der Ein­kommens­schrau­be. Mehr Tipps finden Sie in unse­rem Ratgeber Geld sparen.

    Das Pantoffel-Portfolio

    Stiftung Warentest empfiehlt zum Geld an­legen das Pan­tof­fel-Port­folio. Da­nach legen Sie 50 % in Tages- und Fest­geld an. Das sorgt für Sicher­heit. Die ande­ren 50 % le­gen Sie in ETFs an, die eine höhe­re Ren­di­te ein­brin­gen. Der Name steht für ein beque­mes und un­kompli­zier­tes Sys­tem, das Ih­nen die Auf­tei­lung Ihrer Geld­an­lage leicht macht.

    Welche Möglichkeiten bei Geldanlagen gibt es?

    Sobald Sie die drei oben genann­ten Schritte beher­zigt ha­ben, wis­sen Sie, wie risiko­be­reit Sie sind, wie viel Geld Sie anle­gen möch­ten und wel­che Zie­le Sie damit ver­fol­gen. Nun kön­nen Sie sich an die Aus­wahl der passen­den Geld­an­lage machen. Grob teilt man Investi­tio­nen in verschie­de­ne Anlage­klas­sen ein, die man auch Assets nennt. Im Fol­gen­den stel­len wir Ihnen die verschie­de­nen Investi­tions­möglich­kei­ten in einer Über­sicht vor.

    Geldanlagen im Überblick

    Möglichkeiten der Geldanlage

    Anlageklassen

    Wertpapiere

    Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Derivate

    Immobilien

    Immobilien als Kapitalanlage, Crowdinvesting

    Sachwerte

    Gold, Sammlerstücke

    Besondere Anlageformen

    Crowdfunding, Kryptowährungen, P2P-Kredite, Genossenschaften

    Klassische Geldanlagen

    Tagesgeld, Festgeld, Fremdwährungskonto, Kinderkonto, Bausparen, Lebensversicherung

    Geld in Wertpapiere anlegen

    Für den Kauf und die Verwal­tung Ihrer Wert­papiere benöti­gen Sie ein Depot. Das ist mit Depot­kos­ten verbun­den, die den Gewinn Ihrer Geldan­lage redu­zieren. Suchen Sie des­halb nach einem Depot ohne Konto­führungs­gebüh­ren.

    Anlage-Tipp 1
    Depotkosten vermeiden

    Nutzen Sie ein Depot ohne Konto­führungs­gebüh­ren, dabei hilft Ihnen unser Depot Vergleich.

    Geld in Aktien anlegen

    Beim Kauf von Aktien erweben Sie einen An­teil eines Unter­neh­mens. Wenn der Wert der Firma an der Bör­se steigt, dann steigt auch der Wert Ihrer Ak­tie. Zudem erhal­ten Sie als Aktio­när bei einigen Fir­men jähr­lich eine Prämie, die Divi­den­de. Aller­dings kann nie­mand garan­tie­ren, ob der Wert eines Unter­neh­mens stei­gen wird. Genau­so gut kann er sin­ken und Ihre Ak­tie an Wert ver­lie­ren. Es kann auch zu einem Total­ver­lust kom­men, wenn die Firma insol­vent wird. Der Han­del mit Ak­tien er­for­dert genaue Kennt­nis­se so­wohl des Unter­neh­mens als auch des Um­fel­des und birgt ein ho­hes Risi­ko.

    Vorteile von Aktien

    • hohe Rendite möglich
    • ständige Verfüg­bar­keit Ihres Ver­mö­gens
    • Aktien sind als Sonder­ver­mö­gen bei einer Banken­insol­venz ge­schützt

    Nachteile von Aktien

    • hohes Ver­lust­risi­ko
    • starke Schwan­kun­gen
    • hoher Auf­wand für die Unter­nehmens­ana­lyse
    • Depot nötig
    • nicht zu jedem Zeit­punkt ist ein Ver­kauf sinn­voll
    Anlage-Tipp 2
    Aktien breit streuen

    Setzen Sie nicht auf eine ein­zelne Firma oder weni­ge Akti­en, son­dern stel­len Sie Ihr Aktien­port­folio breit auf. Berück­sich­tigen Sie dabei verschie­dene Bran­chen und Län­der. Ist es Ihnen zu müh­sam, sich inten­siv mit Einzel­unter­neh­men aus­einan­der­zu­setzen, über­le­gen Sie, auf ETFs mit vielen Titeln umzu­stei­gen. Da­durch redu­zieren Sie das Risiko. Dieser Grund­satz der Diver­si­fika­tion gilt für Ihre gesam­te Geld­an­lage.

    In Fonds investieren

    Aktienfonds werden an der Börse gehan­delt und fas­sen viele einzel­ne Ak­tien zusam­men. Da­durch redu­zie­ren Fonds im Ver­gleich zu Einzel­aktien das Ver­lust­risi­ko. Schließ­lich ist es un­wahr­schein­lich, dass alle im Fonds ver­tre­ten­den Unter­neh­men gleich­zei­tig ihren Wert ver­lie­ren. Ein Fonds­mana­ger führt den Fonds und orga­ni­siert die ver­schie­de­nen An­la­gen. Da­für zah­len die Anle­ger dauer­haft Gebüh­ren von ca. 1–2,5 % pro Jahr sowie einen Aus­gabe­auf­schlag von bis zu 3 %. Eini­ge Fonds erhe­ben zusätz­lich eine leis­tungs­ab­hän­gige Ver­gü­tung, wenn der Kurs um mehr als 5 % steigt.

    Vorteile von Fonds

    • Risiko­streuung
    • wenig Auf­wand
    • Aktien­fonds sind als Sonder­ver­mö­gen bei einer Insol­venz von Bank oder Fonds­gesell­schaft ge­schützt
    Nachteile von Fonds
    • Depot nötig
    • Aus­gabe­auf­schlag und Ver­waltungs­kos­ten
    • langer Anlage­hori­zont empfeh­lens­wert
    • Kurs­schwan­kun­gen

     

    Neben Aktien­fonds gibt es auch Immo­bilien­fonds, die in Büros, Ein­kaufs­zent­ren oder Wohn­immo­bilien inves­tie­ren. Außer­dem exis­tie­ren Geld­markt­fonds und Roh­stoff­fonds. Renten­fonds konzen­trie­ren sich auf fest­ver­zins­liche Wert­papie­re wie Staats­an­lei­hen oder An­lei­hen von Unter­neh­men. Misch­fonds kom­bi­nie­ren verschie­de­ne Anlage­klas­sen wie Aktien und Anlei­hen.

    Geld in ETFs investieren

    Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsen­gehan­delte Index­fonds. ETFs bil­den stur einen Index nach, z. B. den Industrie­natio­nen-In­dex MSCI World oder den Welt­in­dex MSCI ACWI, und wer­den nicht aktiv gema­nagt. Das spart Kos­ten. Mit ihnen kön­nen Sie pas­siv, beson­ders günstig und breit ge­streut in Aktien inves­tie­ren. Mit einem ETF setzen Sie auf hun­der­te oder tau­sen­de Unter­neh­men gleich­zei­tig, was Ihr Risiko im Ver­gleich zu Einzel­ak­tien stark redu­ziert.

    Studien haben gezeigt, dass Index­fonds in der Regel höhe­re Er­träge lie­fern als aktiv gemanag­te Fonds. Anle­ger können Einmal­investi­tio­nen in ETFs tä­tigen oder einen auto­ma­ti­sier­ten Spar­plan ein­rich­ten. ETF-Spar­pläne gibt es schon ab 1 €.

    Vorteile von ETFs

    • niedrige Kosten
    • wenig Aufwand
    • durch breite Diversi­fizie­rung streu­en Sie das Risi­ko maxi­mal
    • ETFs sind als Sonder­ver­mö­gen bei einer Insol­venz von Bank oder Fonds­gesell­schaft ge­schützt
    • hohe Verfüg­bar­keit

     

    Nachteile von ETFs

    • Depot nötig
    • Kursschwankungen
    • langer Anlage­hori­zont von mindes­tens 15 Jahren empfeh­lens­wert
    • nicht zu jedem Zeit­punkt ist ein Ver­kauf sinn­voll

    Stiftung Waren­test empfiehlt für einen Spar­plan einen ETF auf einen Welt­aktien­index, beispiels­weise einen MSCI World oder einen MSCI ACWI ETF. Wer auf diese Weise 25 Jahre lang jeden Monat 300 € anlegt, er­reicht bei einer vor­sich­ti­gen Rendite­­An­nah­me von 6 % jähr­lich einen End­be­trag von etwa 200.000 €. In unserem ETF-Ver­gleich finden Sie eine Über­sicht über das aktu­elle Ange­bot an ETFs.

    Anlage-Tipp 3

    Wählen Sie einen preiswerten ETF

    Achten Sie auf die ETF-Kosten und ver­glei­chen Sie nicht nur die Per­for­man­ce, son­dern auch die Gesamt­kos­ten­quo­te TER und die Tra­cking Diffe­rence. Neben MSCI gibt es zu­dem noch andere, häu­fig güns­ti­gere Index­an­bie­ter. ETFs, die diese Indi­zes nach­bil­den, sind oft im Ver­gleich ein Schnäpp­chen. Schauen Sie sich den Amun­di Prime Global ETF als Alter­na­ti­ve zu einem MSCI World ETF an und den Van­guard FTSE All-World ETF für einen MSCI ACWI ETF.

    In Anleihen anlegen

    Anleihen gel­ten für viele als eine der bes­ten Geld­an­la­gen nahe­zu ohne Risi­ko. Es han­delt sich bei An­lei­hen um Wert­papie­re, mit denen sich ein Unter­neh­men oder ein Staat Geld leiht, deshalb spricht man auch von Staats­an­lei­hen. Sie als Käufer dieser An­lei­hen gewäh­ren dem Unter­neh­men oder dem Staat also einen Kredit und bekom­men dafür Zinsen. Das Risiko besteht darin, dass der Staat oder das Unter­neh­men pleite­gehen kann. Da dies in den meisten Fäl­len un­wahr­schein­lich ist, ist das Zins­niveau nied­rig. Im Zuge der Ver­un­siche­rung auf den Finanz­märk­ten seit Jahres­an­fang sind die Zin­sen für einige Län­der aber deutlich ange­ho­ben wor­den. Mehr dazu lesen Sie auf unse­rer Seite Staats­an­lei­hen kaufen.

    Eine Sonder­form der An­lei­he ist der Pfand­brief. Dabei han­delt es sich um eine Schuld­ver­schrei­bung, die von einer Pfand­brief­bank heraus­ge­ge­ben wird. Sie sind oft bes­ser ver­zinst als An­lei­hen. Eine weite­re Sonder­form sind Green Bonds. Sie le­gen Ihr Geld in Pro­jek­te an, die beson­ders nach­hal­tig und klima­freund­lich sind. Das kann beispiels­weise der Bau von Wind­kraft­an­la­gen sein. Aller­dings gibt es kein Regle­ment, das genau fest­legt, wann ein Pro­jekt beson­ders öko­lo­gisch ist.

    Vorteile von Anleihen
    • hohe Sicherheit
    • hohe Liquidität, an der Börse handelbar
    Nachteile von Anleihen
    • geringe Rendite

    In Derivate investieren

    Mit Derivaten begeben Sie sich weit in das Feld der Speku­lation. Denn das sind Wet­ten auf zukünf­tige Entwick­lun­gen von Aktien, Roh­stof­fen oder Devi­sen. Zwar können mit Deri­vaten schnell hohe Gewin­ne erzielt wer­den, das Risi­ko für Sie als Anle­ger, erheb­liche Ver­lus­te zu er­lei­den, ist aber auch sehr hoch. Zusätz­lich tra­gen Sie das Risi­ko, bei Zahlungs­un­fähig­keit des Aus­stel­lers der Wert­papie­re ihr einge­setz­tes Kapi­tal zu ver­lie­ren.

    Unter den Ober­be­griff Deri­vate fallen Options­scheine und Zerti­fi­kate, Optio­nen sowie Futures und Differenz­kontrak­te, so genannte CFDs. Mit­hil­fe dieser Finanz­instru­men­te lässt sich sowohl auf stei­gen­de als auch auf fal­len­de Kurse set­zen. Es han­delt sich hier in der Re­gel nicht um lang­fris­tige Inves­titio­nen, sondern um Spe­kula­tionen und kurz­fris­tiges Tra­ding.

    Vorteile von Derivaten

    • hohe Gewinne möglich
    • Flexibilität
    • wenig Eigenkapital nötig
    Nachteile von Derivaten
    • hohes Risiko, inkl. Emitten­ten­risi­ko
    • extrem hohe Gewinn- und Verlust­schwan­kun­gen
    • komplexes Produkt - Gefahr von Nach­schuss­pflicht
    • Erfahrung und Fach­kennt­nis nötig

    Geld in Immobilien anlegen

    Wer sein Geld in Beton­gold anlegt, inves­tiert in Immo­bili­en. Eine Möglich­keit ist der Erwerb eines Hau­ses oder einer Woh­nung. Wenn es sich nicht um eine selbst­ge­nutzte Immo­bilie han­delt, son­dern Sie das Objekt als Kapital­an­lage pla­nen und gewinn­brin­gend ver­mie­ten wol­len, kommen Sie in den Genuss steuer­licher Vor­tei­le. Je­doch ist der Kauf­prozess auf­wän­dig und mit hohen Kos­ten für Mak­ler und Notar sowie der Grund­steuer ver­bun­den.

    Vorteile von Mietimmobilien
    • dauerhafte Miet­ein­nahmen
    • steuer­liche Vor­teile
    • lang­fris­tig Infla­tions­schutz durch Sach­be­sitz
    Nachteile von Mietimmobilien
    • Exper­tise not­wen­dig
    • hohe Inves­titions­kos­ten
    • auf­wän­diger Kauf­pro­zess
    • hohe Er­werbs­neben­kos­ten (Makler, Notar, Grund­steuer)
    • dauer­hafte Neben­kos­ten (Verwal­tung, In­stand­hal­tung, Be­trieb)

     

    Sie müssen nicht unbe­dingt allein ein komplet­tes Objekt finan­zier­ten. Eine Alter­na­tive ist das Crowd­in­ves­ting in Immo­bilien. Beim Crowd­in­ves­ting suchen Unter­neh­men viele einzel­ne Kapital­ge­ber, die sich mit klei­nen Beträ­gen beteiligen. Privat­an­le­ger können ab 100 oder 500 € ein­stei­gen. Das ein­ge­zahl­te Kapi­tal erhal­ten Sie nach einem fes­ten Zeit­raum ver­zinst zu­rück. Doch Ach­tung: Es han­delt sich um Nach­rang­dar­le­hen, bei denen die Inves­to­ren ein ho­hes Risi­ko tra­gen. Legen Sie daher pro Pro­jekt nur eine gerin­ge Summe an.

    Porta­le wie Berg­fürst haben sich auf die Vermitt­lung von Crowd­in­ves­ting-Pro­jek­ten spe­zia­lisiert. Auf der Platt­form fin­den Sie ein breit ge­streu­tes Projekt­an­ge­bot. Anle­ger inves­tieren ohne Gebüh­ren und kön­nen mit einer Rendi­te zwi­schen 5–7 % rech­nen.

    Vorteile Crowdinvesting in Immobilien
    • einfacher Prozess
    • gute Rendite­erwar­tung
    • Möglichkeit, Ihr Port­folio zu diversi­fizieren
    Nachteile Crowdinvesting in Immobilien
    • hohes Risiko inkl. Total­ausfall

    Geld in Sachwerte anlegen

    In Gold investieren

    Gold gilt schon seit Jahr­zehn­ten als bestän­di­ge Anlage­möglich­keit. Besonders in Krisen­zei­ten wird das Edel­me­tall als Absiche­rung gerne ein­ge­setzt. Von Vor­teil ist die Steuer­frei­heit, die Sie erhal­ten, wenn Sie Gold kau­fen, länger als 1 Jahr in Ihrem Besitz hal­ten und dann ver­kau­fen. Es fällt dann keine Abgel­tungs­steuer an. Ein Nach­teil ist die Lage­rung. Es ist ein Bank­schließ­fach oder ein siche­rer Safe not­wen­dig, was mit Kos­ten verbun­den ist, die Ihren Gewinn redu­zieren. Je­doch wird physi­sches Gold nie komplett wert­los wer­den.

    Vorteile von Gold als Geldanlage

    • sichere Geldanlage
    • Diversifikation des Portfolios
    • Steuerfreiheit nach 1 Jahr Besitz

    Nachteile von Gold als Geldanlage

    • hoher Aufwand für die Lagerung
    • geringe Rendite­erwartung
    Anlage-Tipp 4
    Gold-ETCs als Alternative zu Gold

    Wer sein Geld in Gold anlegen will, aber Beden­ken hin­sicht­lich der Lage­rung hat, sollte über Alterna­tiven wie Gold-ETFs bzw. Gold-ETCs nach­den­ken. Gold-ETCs können Sie ähn­lich wie Aktien-ETFs an der Börse kau­fen. Dann besit­zen Sie kein physi­sches Gold, son­dern Exchange Traded Commodities (ETCs), die den Gold­preis nachbil­den. ETCs sind unbe­fris­te­te Schuld­ver­schrei­bun­gen.

    In Sammlerstücke und alternative Geldanlagen investieren

    Seltene Uhren, Old­timer oder limi­tier­te Sonder­model­le von Mar­ken wie Por­sche, Ferra­ri und Merce­des stei­gen seit Jahren im Wert. Dies gilt auch für Rari­tä­ten und Erinnerungs­stücke aus dem Be­sitz von Schau­spie­lern, Rock­stars oder Sport­lern. Viele Inves­to­ren kau­fen Wein oder Whis­ky, nicht um ihn zu trin­ken, son­dern um ihn gewinn­brin­gend weiter­zu­ver­kau­fen. Solche Sachwer­te wer­den auch als alterna­tive Geld­an­lagen be­zeich­net.

    Diese soll­ten zur Sicher­heit nicht den Haupt­teil Ihres Vermögens aus­machen, aber sie bie­ten eine unge­wöhn­liche und spannen­de Möglich­keit, Ihr Port­folio zu diversi­fi­zieren. Nicht mehr nur Millio­nären steht diese Anlage­klasse heute offen. Das Ber­li­ner Start-up Time­less Invest­ments bie­tet Betei­li­gun­gen ab 50 € an. Sie können zusam­men mit anderen Interessier­ten Geld in wert­vol­le Sammler­ob­jek­te an­le­gen. Dann erwer­ben Sie nicht das ganze Sammler­stück, son­dern ledig­lich An­tei­le daran. Seien Sie sich je­doch be­wusst, dass solche Betei­li­gun­gen Nach­rang­dar­le­hen sein kön­nen, bei de­nen Sie im Fall des finan­ziel­len Ruins erst nach allen ande­ren Gläubi­gern ihr Geld zurück­er­hal­ten.

    Vorteile alternativer Geldanlagen
    • speziel­le Kennt­nis einzelner Markt­seg­mente zahlt sich aus
    • Diversi­fizierungs­möglich­keit
    Nachteile alternativer Geldanlagen
    • Totalverlustrisiko, falls z. B. eine Flasche edlen Weines zu Bruch geht
    • eventuell hoher Aufwand für sichere und optimale Lagerung bzw. Pflege
    • Beteiligungen sind oft Nach­rang­dar­lehen
    • teil­weise hohe Provi­sio­nen und Struk­tu­rierungs­kosten

     

    Ähnlich arbeitet das Unternehmen Momentum automotive* mit Speziali­sierung auf exklusive Autos. Zu den erfolg­reich abge­schlos­senen Projek­ten gehört ein Ferra­ri Monza SP1. Es han­delt sich um eine Form von Crowd­in­ves­ting, bei der Anle­ger schon mit 100 € mit­machen kön­nen. Diese erhalten ihr Kapital plus Rendi­te zurück, wenn das Fahr­zeug nach einer fest­ge­leg­ten Zeit mit Gewinn ver­kauft wird.

    Geldanlagen für Fortgeschrittene

    Per Crowdfunding und Crowdinvesting investieren

    Inves­tie­ren Sie Geld beim Crowd­fun­ding, werden Sie Teil einer Gruppe (Crowd), die ein junges Projekt oder ein Unter­neh­men finan­ziell unter­stützt. Viele Ideen und Vor­haben haben nur eine Chan­ce auf Er­folg, wenn sie auf diese Weise eine An­schub­finan­zie­rung erhal­ten. Sie erhal­ten je nach Art des Pro­jek­ts eine Erfolgs­betei­li­gung. Seien Sie sich be­wusst, dass viele Crowd­fun­ding-Projek­te nicht oder nicht im ge­plan­ten Zeit­rah­men über die Büh­ne ge­hen.

    Ein Bei­spiel für eine erfolg­reiche Crowd­fun­ding-Kampag­ne ist das Branden­bur­ger Unter­neh­men eROCKIT*, das neuar­tige Elektro­motor­rä­der her­stellt, deren Geschwin­dig­keit über Peda­le ge­steu­ert wird. In der Start-up-Phase finan­zier­te es sich über Crowd­fun­ding, seit Dezember 2021 können An­leger Unter­neh­mens-Aktien kau­fen. Inves­to­ren haben die Möglich­keit, Firmen­an­teile zu erwer­ben und so an den Gewinnen teil­zu­haben, die durch Produktion und Ver­kauf des emissions­frei­en Motor­rades er­wirt­schaf­tet wer­den.

    Vorteile von Crowdfunding

    • interessante Projekte
    • hohe Rendi­te mög­lich
    • Beteiligung mit gerin­ger Investi­tions­summe mög­lich

    Nachteile von Crowdfunding

    • Crowdinvestments sind sehr risiko­reich, hohes Total­ver­lust­risi­ko
    • meist lan­ger Anlage­hori­zont nö­tig
    Anlage-Tipp 5

    Vorsicht beim Crowdinvesting in Start-ups

    Viele Start-ups, die sich durch Crowd­inves­ting finan­ziert ha­ben, können das Kapi­tal nicht zurück­zah­len oder gehen in Kon­kurs. Crowd­invest­ments sind oft Nach­rang­dar­lehen, bei denen Sie im Rang hinter anderen Gläu­bi­gern zurück­tre­ten. Streu­en Sie da­her Ihre Investi­tio­nen und set­zen Sie lieber mit kleinen Sum­men auf unter­schied­liche Pro­jek­te. Verwen­den Sie nur Geld, das Sie auch verlie­ren kön­nen.

    Geldanlage in Krypto­währun­gen: In Bit­coin & Co. investie­ren

    Weitere Möglichkeiten für Geldanlagen eröffnen Kryptowährungen wie Bit­coin, Ethe­re­um oder Ripp­le. Diese Coins exis­tie­ren aus­schließ­lich digi­tal und wer­den nicht von Staa­ten und ihren Zentral­ban­ken heraus­ge­ge­ben. Krypto­währun­gen sind hoch­spekula­tive Geldan­la­gen und über speziel­le Krypto­bör­sen oder dezentra­le Markt­plätze handel­bar. Zuneh­mend bie­ten auch deut­sche Bör­sen und Depot­an­bie­ter Zu­gang zu Krypto­währun­gen, z. B. die Bör­se Stutt­gart mit der App BISON und dem Ange­bot Börse Stutt­gart Digi­tal Ex­change BSDEX. Dort können Sie Bit­coins kaufen.

    Seien Sie sich be­wusst, dass solche Geld­an­la­gen hoch­speku­la­tiv sind. Der Bit­coin ver­lor in den ersten 5 Mona­ten in 2022 rund 40 % seines Werts. Inves­tie­ren Sie nur Geld, das Sie auch ver­lie­ren könn­ten.

    Vorteile von Kryptowährungen
    • hohe Gewinne möglich
    • geringer Aufwand
    • Einstieg mit wenig Kapital möglich
    • Steuerfreiheit nach 1 Jahr passiver Halte­dauer

     

    Nachteile von Kryptowährungen

    • sehr hohes Risiko
    • starke Kursschwankungen
    • Wallet nötig

    Mit Krypto­währun­gen kön­nen Sie nach dem Kauf außer­dem laufend Er­trä­ge er­wirt­schaf­ten. Wenn Sie Bit­coin-Antei­le oder andere Coins ver­lei­hen, was mittels Crypto Lending mög­lich ist, bieten Ihnen Platt­for­men wie Kraken, Binance oder Coin­base dafür zins­ähn­liche Re­wards. Auch kön­nen Sie für eine fest­ge­setz­te Zeit Krypto­währun­gen in einen speziel­len Pool geben und da­durch hohe Er­trä­ge für so ge­nann­tes Crypto Sta­king er­hal­ten. Dabei setzen Krypto-Besit­zer ihre Coins für den Zweck ein, das Netz­werk zu sichern und die Block­chain fort­zu­schrei­ben.

    In P2P-Kredite investieren

    Sie können als Privat­person einen Peer-to-Peer-Kredit an eine andere Privat­person ver­ge­ben. Für diesen P2P-Kredit sind lukra­tive Zinsen im zwei­stel­li­gen Be­reich mög­lich. Online-Platt­formen wie Bondo­ra, Min­tos oder Aux­money agieren als Ver­mitt­ler zwi­schen Kredit­ge­ber und Kredit­neh­mer. Auf diesen Markt­plät­zen haben auch Kredit­willi­ge mit schlech­ter Boni­tät Chance auf ein Dar­le­hen. Das höhe­re Aus­fall­risi­ko für den Inves­tor wird mit höhe­ren Zin­sen aus­ge­gli­chen.

    Voteile P2P-Kredit

    • hohe Rendite
    • Invest­ment bereits mit niedri­ger Anlage­summe möglich

    Nachteile P2P-Kredit

    • hohes Risiko, dass Rückzahlungen ausfallen
    • Risiko, dass die Plattform insolvent wird
    • oft geringe Liquidität
    Anlage-Tipp 6
    Nur wenig Geld in P2P-Kredite stecken

    In den letzten Jah­ren ist der Markt für P2P-Len­ding, wie man P2P-Kre­di­te auch nennt, stark gewach­sen. Je­doch soll­ten nur sehr risiko­berei­te An­le­ger hier investie­ren und auch nur einen kleinen Teil ihres Vermö­gens in diese ris­kan­te Anlage­form stecken.

    In Genossenschaftsanteile investieren

    Als Alternative zu klassi­schen Geld­an­la­gen bieten Investi­tio­nen in Genossen­schafts­an­tei­le aktu­ell höhe­re Zin­sen als bei Tages­geld oder Fest­geld. Diese Form der Geldan­lage hat eine lange Tradi­tion. Genossen­schaf­ten gibt es in unter­schied­lichen Bereichen wie Land­wirt­schaft, Wohnungs­bau, Banken- oder Energie­sek­tor.

    Im Besitz von Genossen­schafts­an­tei­len sind Sie sowohl Mit­glied als auch Mit­eigen­tümer der Genossen­schaft. Wer­den Gewin­ne von der Genossen­schaft er­zielt, erhal­ten Sie diese antei­lig aus­ge­zahlt. Genossen­schafts­an­tei­le als Geld­an­lage sind für sicher­heits­orien­tier­te An­leger zu empfeh­len, da die Konkurs­quote bei nur 0,1 % liegt. Bei Insol­venz besteht für Sie recht­lich kein An­spruch auf Ent­schädi­gung.

    Vorteile von Genossenschaftsanteilen
    • hohe Sicherheit
    Nachteile von Genossenschaftsanteilen
    • geringe Liquidität
    • Anzahl der erwerbbaren Anteile oftmals stark eingeschränkt

    Geld in klassische Geldanlagen investieren

    Tagesgeld und Festgeld

    Tages­geld ist eine sehr flexi­ble Form der Geld­an­lage. Es han­delt sich bei einem Tages­geld­kon­to um ein verzins­tes Kon­to ohne feste Lauf­zeit. So können Sie jeder­zeit über Ihr Geld ver­fü­gen. Die Verzin­sung ist in der Regel höher als beim Spar­buch. Aller­dings ist die Verzin­sung nicht fest­ge­schrie­ben, sie kann sich täg­lich nach oben oder unten verän­dern.

    Bei einem Fest­geld­konto legen Sie Ihr Geld über einen bestimm­ten Zeit­raum fest an. Die Lauf­zeit beträgt min­des­tens 1 Monat und maxi­mal 10 Jah­re. Das bedeu­tet, dass Sie für diese Zeit nicht an Ihr Geld heran­kön­nen. Dafür ist die Verzin­sung hö­her als bei einem Tages­geld­kon­to.

    Vorteile bei Tages- und Festgeld

    • Einlagensicherung bis zu 100.000 €
    • jederzeit verfügbar (bei Tagesgeld)
    • garantierter Zinssatz (bei Festgeld)

    Nachteile bei Tages- und Festgeld

    • niedrige Zinsen
    • Geld für einen bestimmten Zeitraum nicht verfügbar (bei Festgeld)

     

    Die aktuell besten Zinsen finden Sie sowohl in unserem Tagesgeld Vergleich als auch im Festgeld Vergleich.

    Fremdwährungskonto

    Ein Fremd­währungs­konto ist ein Konto bei einer deut­schen oder in Deut­schland täti­gen Bank, das aus­schließ­lich in aus­län­discher Wäh­rung geführt wird. Solche Devisen­kon­ten unter­lie­gen eben­falls der Ein­lagen­siche­rung und garan­tie­ren höhere Spar­zinsen. So zahlt die Volks­bank Lübeck für ihr Währungs­konto in mexika­nischen Pesos 3 % Zinsen. Dafür tragen die Anle­ger das Risi­ko, dass der Peso im Wert fällt, was zu erheb­lichen Ein­bußen füh­ren kann. Die Rendi­te eines Fremd­währungs­kon­tos er­rech­net sich aus Zins­er­trag plus Gewinn oder Ver­lust beim Wechsel­kurs. Sie kann auch nega­tiv sein. Fremd­währungs­kon­ten sind spekula­tiv.

    Vorteile eines Fremdwährungskontos
    • relativ hohe Gewinne möglich

    Nachteile eines Fremdwährungskontos

    • Risiko durch sich verändernde Wechselkurse

    Kinderkonten

    Vergleichs­weise starke Zin­sen bieten der­zeit Kinder­kon­ten. Wer Kin­der hat, be­sitzt also eine zusätz­liche Möglich­keit der Geld­an­lage. Weil die Filial­ban­ken auf frühe Kunden­bin­dung setzen, locken sie mit Zinsen von bis zu 3 % für Beträge bis 500 € bei einem Kinder­konto. Posi­tiver Neben­effekt: So lernt Ihr Nach­wuchs gleich, wie Geld­ge­schäf­te ab­lau­fen.

    Vorteile eines Kinderkontos

    • gute Verzinsung
    • hohe Sicherheit

     

    Nachteile eines Kinderkontos
    • begrenzte Anlagesumme

    In einen Bausparvertrag investieren

    Der Bauspar­vertrag ist in Deutsch­land sehr be­liebt. Sie können beim Bau­spa­ren zwei Ziele ver­fol­gen: ent­we­der den Bau einer Immo­bilie oder das reine Anle­gen und Spa­ren. Als Spar­an­lage lohnt sich ein Bau­spar­ver­trag nur, wenn Sie einen Tarif wählen, der hohe Gut­haben­zin­sen ent­hält und Sie dabei vermögens­wirk­same Leis­tun­gen vom Staat als Förde­rung erhalten. Ansons­ten fahren Sie mit Geldan­lagen wie Tages­geld oder Fest­geld meis­tens bes­ser.

    Vorteile beim Bausparen
    • als Baufinanzierung teilweise sinnvoll
    • geeignet für staatliche Förderungen
    • wenig flexibel
    • als reine Geldanlage eher nicht geeignet

    Geld in eine kapitalbildende Lebensversicherung anlegen

    Eine kapital­bil­den­de Lebens­versiche­rung ist eine Kombi­na­tion aus Ab­siche­rung und Geld­an­lage. Das ist auch ihr Vor­teil, denn die Versiche­rung zahlt in jedem Fall: sowohl im Todes­fall als auch bei Ab­lauf des Ver­tra­ges. Die Lauf­zeit einer kapital­bil­den­den Lebens­versiche­rung ist oft lang, z. B. 12 Jahre. Wer vor Ablauf der Lauf­zeit aus dem Ver­trag aus­stei­gen will, weil er sein Geld benö­tigt, muss mit zusätz­lichen Ver­lus­ten rech­nen. Flexib­ler an Ihr Geld kön­nen Sie, wenn Sie es auf einem Tages­geld­konto an­sparen.

    Eine Kapital­lebens­versiche­rung ist nicht unbe­dingt die beste Investi­tion, wenn Sie sie als gewinn­brin­gende Geld­an­lage betrach­ten. Meist werden hohe laufen­de Gebüh­ren von ca. 3 % fällig, sodass die Kosten die garan­tier­ten Zin­sen von z. B. 1,25 % über­stei­gen. Die Spar­er­träge wer­den weiter gemin­dert, da die Versiche­rung einen An­teil zur Absiche­rung des Todes­fall­risi­kos ein­be­hält.

    Vorteile einer kapitalbildenden Lebensversicherung
    • Zahlung sowohl im Todesfall als auch nach Ablauf der Laufzeit

    Nachteile einer kapitalbildenden Lebensversicherung

    • hohe Gebühren und niedrige Zinsen = negative Rendite
    • Gegenparteirisiko (Bonität der Versicherungsgesellschaft)
    • wenig Flexibilität aufgrund langer Laufzeit
    • Verluste bei vorzeitigem Ausstieg
    Anlage-Tipps 7
    Beziehen Sie die Steuer in Ihre Überlegungen mit ein

    Ob und wie viel Steuern wie z. B. die Abgeltungs­steuer auf Ihre Gewinne fällig werden, hat Ein­fluss auf Ihre letzt­end­liche Ren­dite. Bezie­hen Sie daher die Steuer von An­fang an in Ihre Port­folio-Über­legun­gen mit ein. Wenn Sie un­sicher sind oder Zwei­fel ha­ben, wie bestimm­te Asset­klas­sen ver­an­schlagt wer­den, fragen Sie Ihren Steuer­be­ra­ter. Beson­ders bei Krypto­währun­gen ist die Gesetzes­lage oft noch nicht ab­schlie­ßend ge­klärt.

    So optimieren Sie Ihre Geldanlagen

    Mit den folgenden Schritten können Sie Ihre Geldanlage best­mög­lich gestalten, egal, in was Sie inves­tie­ren, an welchem Punkt der Ver­mögens­bil­dung oder des Ver­mögens­er­halts Sie sich geravde befin­den.

    Profitieren Sie vom Zinseszinseffekt

    Es gilt folgender Grundsatz: Durch Zinsen auf Zinserträge entstehen überproportionale Wertsteigerungen, sodass Ihr Vermögen in zunehmendem Maße für Sie arbeitet, je länger Sie Geld anlegen und je höher die Zinsen sind. Das ist der Zinseszinseffekt.

    Folgende Tabelle verdeutliche dieses Prinzip. Sie legen monatlich 100 € an und erhalten dafür 7 % Rendite. Innerhalb von 10 Jahren werden aus den investierten 12.000 € mehr als 17.000 €. Je länger das Geldangelegt wird, desto höher wird der Anteil der Zinsen.

    Beispielrechnung für den Zinseszinseffekt

    Zeitraum

    Investition

    7 % Zinsen (Rendite)

    Gesamtsumme

    Anteil der Zinsen an der Gesamtsumme

    10 Jahre

    12.000 €

    5.208 €

    17.208 €

    30,26 %

    20 Jahre

    24.000 €

    26.060 €

    51.060 €

    51,04 %

    30 Jahre

    36.000 €

    81.651 €

    117.651 €

    69,4 %

    40 Jahre

    48.000 €

    200.646 €

    248.646 €

    80,7 %

    • Tragen Sie zuerst Schulden ab

      Falls Sie Schul­den haben, geht die Til­gung vor. Das gilt auch für einen Dispo­sitions­kre­dit! Nur wenn Sie sehr güns­tige Kredit­zin­sen haben oder ihren Kredit auf­grund der vertrag­lichen Verein­ba­rung nicht schnel­ler ab­zah­len kön­nen, soll­ten Sie para­llel be­reits Geld inves­tie­ren. Kredit­zinsen sind in der Regel höher als Guthaben­zin­sen.

      Wenn Sie keine Schul­den mehr haben, sollten Sie als Nächstes eine finan­ziel­le Reser­ve, einen „Not­groschen“, an­sparen. Er soll­te mindes­tens 3–6 Monats­gehäl­ter umfas­sen und z. B. auf einem Tages­geld­konto jeder­zeit ver­füg­bar sein. Mit dieser Rück­lage sind Sie für un­ver­hofft ein­tre­ten­de Ereig­nis­se wie ein kaput­tes Auto oder eine länge­re Krank­heit finan­ziell gewapp­net.

    • Überprüfen Sie Ihre Finanzströme

      Rechnen Sie nach, ob das Verhältnis zwischen Einkommen, Fixkosten, Alltags-Ausgaben, Notgroschen, Rücklagen und Investition stimmt. Falls nicht, verändern Sie Ihre Budgets für die einzelnen Posten. Sie sollten monatlich eine feste Summe für Ihre Geldanlage zur Verfügung haben. Wenn Sie noch jung sind und sich in einer Ausbildung oder im Studium befinden, kann dieser Betrag auch klein sein. Fangen Sie trotzdem bereits jetzt mit einer regelmäßigen Geldanlage an.

    • Richten Sie einen Freistellungsauftrag ein

      Zahlen Sie nicht mehr Steuern als not­wendig. Auf Zinsen fürs Fest­geld sowie auf Gewinne aus Aktien und ETFs fällt die Abgeltungs­steuer an. Jedem An­leger steht jedoch ein persön­licher Frei­be­trag von 801 € zu. Betrach­ten Sie Ihre Vermögens­an­ord­nung und teilen Sie Ihren Freistellungs­auf­trag recht­zei­tig pas­send auf Ihre Banken und Depotan­bieter auf. Zuviel gezahlte Abgeltungs­steuer können Sie sich über die Steuer­er­klä­rung zurückholen.

    • Minimieren Sie Ihre Anlagekosten

      Wechseln Sie zu einem kostenlosen Girokonto, wenn Sie zurzeit Gebüh­ren zahlen. Nutzen Sie dazu unseren Giro­konto Vergleich. Auch für Ihr Depot bzw. Ihren Broker sollten Sie kein oder nur sehr wenig Geld bezah­len. Falls Sie zur­zeit bei Ihrer Haus­bank Wert­papie­re hal­ten, können Sie hunder­te Euro bei einem Depot­wech­sel sparen. Hier hilft Ihnen unser Depot Ver­gleich. Inves­tie­ren Sie zudem nicht in teure gemanag­te Fonds, son­dern in kosten­güns­tige börsen­gehan­del­te Index­fonds (ETFs). Infor­mie­ren Sie sich über ETF-Kosten, damit Sie die preis­wer­tes­te Lö­sung für Ihr Port­folio fin­den.

    • Bezahlen Sie zuerst sich selbst

      Überweisen Sie den Posten für Ihren Vermögensaufbau gleich am Monats­anfang auf das Konto, von dem aus Sie Ihre Geld­an­lage tätigen, z. B. das Ver­rechnungs­konto Ihres Depots. Mit diesem „Pay yourself first“-Prinzip laufen Sie nicht mehr Gefahr, am Ende des Monats kein Budget für Inves­titio­nen übrig zu haben.

    P2P-Kredit als Geldanlage

    Mit einem Peer-to-Peer-Kredit verleihen Sie Geld an Privatpersonen. Die Rendite liegt dabei weit über der klassischer Geldanlageprodukte. Doch auch das Risiko ist deutlich höher.

    P2P-Kredit als Geldanlage
    Attraktive Zinsen im EU-Ausland

    Hohe Zinsen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen gibt es aktuell nur im EU-Ausland. Ein Blick über die Grenze Deutschlands kann sich also lohnen. Doch wie sicher ist Ihr Geld im Ausland?

    Festgeldanlage
    Die besten ETFs 2022

    ETFs versprechen hohe Renditen, doch die Auswahl an Indexfonds ist groß. Unser ETF Vergleich zeigt Ihnen, bei welchen ETFs sich eine Investition lohnt! Unsere Tipps, wie Sie am besten vorgehen.

    ETF Vergleich
    * Was der Stern bedeutet:
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