Aktuelle Bauzinsen 01/2026: So stehen die Zinsen für Ihre Baufinanzierung

Nachdem sich Bau­darlehen und Anschluss­finanzierungen spürbar ver­teuert haben, sind die aktuellen Bauzinsen seit einiger Zeit wieder auf Entspannungs­kurs. Wir zeigen Ihnen, ob das so bleibt, wie sich die Zinsen weiter­entwickeln und wie Sie jetzt die besten Konditionen finden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die aktuellen Bauzinsen liegen Ende Dezember bei rund 3,3–3,7 %  effektiver Jahres­zins für eine 10-jährige Zins­bindung und bei 3,7–4,2 % für eine 20-jährige Zins­bindung. (Quelle: Vergleich.de, Baufinanzierung Vergleich)
  • Im Januar 2026 sind nur geringe Veränderungen der Bauzinsen zu erwarten.
  • Für den Jahresverlauf 2026 erwarten Experten einen möglichen moderaten Anstieg der Bauzinsen.
  • Was heißt das jetzt konkret für Ihre Bau­finanzierung? Möchten Sie jetzt eine Immobilie finanzieren, sollten Sie nicht auf deutlich bessere Bauzinsen warten. Mit einem plötzlichen Zins­rutsch nach unten ist nicht zu rechnen.

Aktuelle Bauzinsen Tabelle 2026: Top-Bauzinsen im Vergleich

Zuständige Redakteurin für den Bereich Immobilien
Stand: 30.12.2025

Die aktuell besten Bauzinsen befinden sich im Bereich von 3,3–3,7 % effek­tiver Jahres­zins. Eine noch genauere Angabe ist nur möglich, wenn weitere Rahmen­daten der Bau­finan­zierung eines Vorhabens bekannt sind. Dazu gehören z. B. die Höhe des Darlehens, der Anteil der Tilgung und der von der Bank ermittelte Beleihung­swert.

Sie sehen in der fol­genden Tabelle beispiel­haft die aktu­ellen Bauzinsen bei unter­schied­lichen Lauf­zeiten für einen Darlehens­betrag über 320.000 € mit einem Tilgungs­satz von 2 %. Wir zeigen Ihnen hier ein günstiges Ange­bot der aktu­ellen Bau­kredit­zinsen aus unse­rem Bau­zins­rech­ner.

Bauzins-Tabelle: Unsere aktuell besten Bauzinsen bei unterschiedlicher Zinsbindung

Tagesaktuelle Zinskondition:

(Darlehensbetrag: 320.000 €, Immobilienwert: 450.000 €, PLZ: 34295, Finanzierungszweck:
KAUF
, Tilgungssatz: 2,00 %)
Zinsbindung effektiver Jahreszins monatl. Rate Anfrage
5 Jahre 3,57 %
1.485,33 €
8 Jahre 3,57 %
1.485,33 €
10 Jahre 3,57 %
1.485,33 €
12 Jahre 3,78 %
1.541,33 €
15 Jahre 4,14 %
1.637,33 €
Quelle: Vergleich.de - Stand 03.01.2026

Bauzinsen-Chart zur Zinsentwicklung

Im letzten Jahr gab es nur geringe Schwan­kungen in der Ent­wicklung der Bau­zinsen, wie Sie in unserem Bau­zinsen-Chart sehen. Sie haben die Möglich­keit, bis zu drei verschiedene Zins­bindungen für unter­schiedliche Zeit­räume Ihrer Wahl miteinander zu ver­glei­chen. So sehen Sie auf einen Blick, wie sich die Bau­zinsen in den vergan­genen Tagen, Mona­ten und Jahren ent­wickelt haben.

Wie hoch sind die aktuellen Bauzinsen?

Aktuell bewegen sich günstige Bau­finanzierungs­zinsen bei einer 10-jährigen Zins­bindung in einer Spanne von 3,3–3,7 %. Bei einer 20-jährigen Zins­bindung liegen die Bauzinsen ungefähr bei 3,7–4,2 %.

Genauere Angaben sind schwierig, da Bauzinsen bei einer Bau­finanzierung in jedem Fall individuell berechnet werden und von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Darlehens­höhe und dem Immobilien­wert abhängig sind.

Bauzinsen Vergleich

Prognose: Wie entwickeln sich die Bauzinsen 2025 und 2026 weiter?

2025 werden sich die Bauzinsen wahr­scheinlich auf dem aktuellen Niveau von 3,3–3,7 % halten oder nur leicht schwanken. Eine nennens­werte Senkung oder ein sprung­hafter Anstieg gilt als eher un­wahrscheinlich. Das erwartet auch Florian Pfaffinger, Zins­experte im Expertenrat von Dr. Klein, einem der großen Vermittler von Bau­finanzierungen in Deutsch­land. Er hält „Topzinsen zwischen 3,3 und 3,6 % für eine 10-jährige Immobilien­finanzierung“ für realistisch. Allerdings seien kurz­fristige Schwankungen innerhalb der Spanne jederzeit möglich. Auch Thomas Hein, Leiter Vertrieb Immobilien­finanzierung bei der ING, geht von „einem stabilen Niveau“ aus.

Für 2026 sieht die Bau­zinsen-Prognose etwas verhaltender aus: ein moderater Anstieg der Bauzinsen ist möglich. Ursachen für die höheren Zinsen könnten eine zunehmende Staats­verschuldung in Europa, steigende Renditen für Staats­anleihen und potenziell wachsende Risiko­aufschläge im Markt sein.

So entwickeln sich die Bauzinsen
  • 2025: eher seitwärts, leichte Schwankungen
  • 2026: moderater Anstieg möglich
  • Konsequenz: nicht auf bessere Zinsen warten

Im folgenden Video erläutert Frank Heinze, Produkt­verantwortlicher für die Bau­finanzierung und Geschäfts­führer von Vergleich.de, seine Einschätzung der Bauzins­entwicklung und gibt eine klare Empfehlung für Bau­herren.

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Wann sinken die Bauzinsen wieder?

Ein klarer Zeit­punkt, ab dem die Bauzinsen wieder sinken, lässt sich derzeit nicht zuverlässig nennen. Damit ein Rück­gang realistisch wird, müssten z. B. folgende Entwicklungen ein­treten:

  • Die Renditen für Staats­anleihen und Pfand­briefe müssten spürbar sinken, da Banken ihre Bau­kredite über den Kapital­markt re­finanzieren.
  • Die Inflation müsste deutlich unter das Ziel­niveau der Europäischen Zentral­bank von 2 % fallen, sodass sie ihren Leit­zins senkt.
  • Es müsste zu einem markanten Rück­gang von Risiko­aufschlägen kommen, z. B. bei geringerer Staats­verschuldung und geo­politischer Entspannung.

Solche Bedingungen sind momentan nicht in Sicht.

Aktuelle Bauzinsen laut Deutscher Bundesbank

Einen detaillierten und umfassenden Einblick in die Daten zu Wohnungsbau­krediten und Bauzinsen bieten die offiziellen Statistiken der Deutschen Bundesbank. Dort finden Sie u. a. Informationen, welche Zins­sätze private Haushalte im Neu­geschäft für Wohnungsbau­kredite aktuell bei deutschen Banken zahlen und in der Vergangenheit gezahlt haben.

Steigende Bauzinsen: Soll ich meine Anschlussfinanzierung jetzt abschließen oder warten?

Ja, es gibt einige Faktoren, die dafür­sprechen, eine Anschluss­finanzierung gerade jetzt abzu­schließen:

  • Die aktuellen Zinsen für Bau- bzw. Anschluss­finanzierungen bewegen sich auf einem stabilen Niveau. Wenn Sie jetzt abschließen, sichern Sie sich diesen Zins­satz.
  • Laut vielen Prognosen wird es kurz­fristig kaum signifikante Zins­senkungen geben. Viele Experten erwarten eher eine Seitwärts­bewegung oder sogar einen moderaten Anstieg der Bauzinsen.
  • Wenn Sie Ihre Rest­schuld kennen und Ihre Finanz­planung lang­fristig ausgerichtet ist, bietet ein früh­zeitiger Abschluss Planungs­sicherheit.

Eine Möglich­keit, sich einen Zins­satz bereits lange vor Ablauf der aktuellen Zins­bindung zu sichern, ist ein Forward-Darlehen. Das bedeutet, Sie sichern sich einen bestimmten Zins­satz bis zu 5 Jahre vor dem Zinsbindung­sende. Das ist sinnvoll, wenn die Bauzinsen aktuell auf einem niedrigen Niveau sind und für die Zukunft ein Anstieg erwartet wird.

Allerdings zahlen Sie für diese lang­fristige Fest­legung einen Aufschlag. Jede Bank berechnet einen anderen Aufschlag, in der Regel beträgt er zwischen 0,0 und 0,025 % pro Monat. Bei kurzen Vorlauf­zeiten von wenigen Monaten verzichten einige Banken auf einen Aufschlag. Je länger die Vorlauf­zeiten ausfallen, desto höher steigen die Aufschläge.

Folgende Tabelle vergleicht mit einer Beispiel­rechnung ein Forward-Darlehen mit einer Vorlauf­zeit von 6 Monate mit einem von 36 Monaten. Der lang­fristig gesicherte Bauzins liegt bei 3,4 %. Es wird deutlich, wie sehr die Zins­aufschläge den real zu zahlenden Bauzins erhöhen.

Wie der Forward-Aufschlag den effektiven Bauzins verändert

aktueller Bauzins

3,40 %

3,40 %

Vorlaufzeit

36 Monate

6 Monate

Aufschlag

0,02 % pro Monat

0,01 % pro Monat

Gesamtaufschlag

36 X 0,02 % = 0,72 %

6 x 0,01 = 0,06 %

neuer Forward-Zins

3,40 + 0,72 = 4,12 %

3,40 + 0,06 = 3,46 %

Das Forward-Darlehen mit der langen Vorlauf­zeit von 36 Monaten wird durch die Aufschläge deutlich teurer als der ur­sprüngliche Bauzins von 3,4 %. Bei der kurzen Vorlauf­zeit von 6 Monaten ist der Aufschlag spürbar geringer. Ein früh­zeitiger Abschluss kann sinn­voll sein, sollte aber immer sorg­fältig mit den potenziellen Zusatz­kosten eines Forward-Darlehens und der persönlichen Finanz­situation abgewogen werden.

Forward-Darlehen-Rechner

Welche Faktoren beeinflussen die Bauzinsen?

Folgende Grafik gibt eine erste Übersicht über die Faktoren, die den aktuellen Zins­satz einer Bau­finanzierung be­einflussen.

Infografik, die die Einflussfaktoren auf die Bauzinsen zeigt. Weitere Details finden Sie in der Bildbeschreibung unter der Grafik.
  • Diese Faktoren beeinflussen die aktuellen Bauzinsen
    • Finanzmärkte: Leitzins der EZB, Pfandbriefe, Bundesanleihen, Inflation
    • Finanzierung: Darlehenshöhe, Höhe des Eigenkapitals, Dauer der Zinsbindung, Tilgungshöhe, Sonderoptionen
    • Kunde: Kreditwürdigkeit, Eigen- / Fremdnutzung, Standort der Immobilie, Erwerbstätigkeit, Familienstand

Diese externen Faktoren beeinflussen den aktuellen Zinssatz einer Baufinanzierung

Die Situation am internationalen Kapitalmarkt

Banken besorgen sich am Kapital­markt die Gelder für Finan­zierungen. Dabei spielen Pfand­briefe und Staats­anleihen eine wich­tige Rolle, über die Banken ihre langfristigen Kredite finanzieren. Denn wenn Banken selbst hohe Zinsen für die Geld­beschaffung zahlen müssen, geben sie diese an ihre Kunden weiter. Umge­kehrt profi­tieren Kunden von niedrigen Zinsen am Kapital­markt, weil diese zu niedri­gen Bau­finanzie­rungs­zinsen führen.

Die Geldpolitik der Zentralbanken

Die großen Zentral­banken, wie z. B. die euro­päische EZB, setzen die Leit­zinsen fest. Erhöhte Leit­zinsen führen zu einem gene­rell erhöhten Zins­niveau, was sich in steigenden Zinsen bei kurz­fristigen Krediten und bei Staats­anleihen bemerkbar macht. Indirekt führt das zu höheren Immobilien­zinsen.

Die Konjunkturlage

Eine schwächelnde Kon­junktur bringt in der Regel sinkende Zinsen mit sich. Die Zentral­banken senken in dieser Situ­ation die Leit­zinsen, um Kauf­anreize auszu­lösen. Dagegen führt eine starke Kon­junktur eher zu Kauf­laune und wegen der stei­genden Nach­frage nach Krediten zu tenden­ziell höheren Zinsen.

Geopolitische Krisenherde

Banken reagieren auf Kriege, politische Krisen und Pandemien mit höheren Risiko­aufschlägen, was die Zinsen erhöht.

Diese darlehensspezifischen Faktoren beeinflussen die aktuellen Bauzinsen

Die Darlehenshöhe

Ein hoher Bau­kredit zieht höhere Zinsen nach sich, da die Bank ein größeres Risiko eingeht. Dieses Risiko bezahlen Sie als Kredit­nehmer. Aber auch bei sehr geringen Summen, z. B. von unter 100.000 €, könnten die Zinsen steigen. Der Auf­wand der Bank für das Prüf­ver­fahren ist bei einem niedrigen Darlehen im Verhältnis höher.

Das vorhandene Eigenkapital

Je mehr Eigen­kapital Sie in die Finan­zierung ein­bringen, desto besser ist es. Denn dadurch redu­ziert sich die zusätz­lich zum Eigen­kapital benötigte Summe des Haus­kredites und damit der Beleihungs­auslauf. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis des Kredites zum Immobilien­wert. Je niedriger der Beleihungs­auslauf ist, desto bessere Konditionen vergibt die Bank.

Folgende Tabelle beschreibt den Zusammen­hang vom Eigen­kapital am Beleihungs­auslauf und dem Zins­niveau.

Einfluss des Eigenkapitals auf den Beleihungsauslauf und die Bauzinsen

Eigenkapitalanteil

Beleihungsauslauf

Bedeutung für die Bank

Bauzinsen

40 % und mehr

bis 60 %

sehr sichere Finanzierung

sehr niedrig

20–30 %

60–80 %

normale Finanzierung

niedrig bis normal

10–20 %

80–90 %

erhöhtes Risiko

etwas höher

weniger als 10 %

mehr als 90 %

sehr hohes Risiko

sehr hoch

Der Beleihungswert

Anhand von ver­gleich­baren Objekten ermittelt die kredit­gebende Bank den Beleihungswert der Immobilie. Das ist der geschätzte Wert, den die Bank bei einer mög­lichen Zwangs­verstei­gerung erzielen würde. Je höher der Beleihungs­wert ausfällt, desto mehr Geld können Sie auf­nehmen und desto bessere Zinsen werden Ihnen angeboten.

Die gewählte Soll­zins­bindung

In der Regel führt eine lange Zins­bindung, z. B. über 20 oder 30 Jahre, zu höheren Zinsen. Für eine kürzere Zins­bindung werden etwas niedrigere Zinsen berechnet. Das hat aber den Nach­teil, dass in diesem Fall die ver­blei­bende Rest­schuld höher ist als nach einer langen Zins­bindung.

Die Tilgungsrate

Üblich ist eine Tilgung von 1–3 %. Je höher die Til­gungs­rate aus­fällt, desto schneller ist die Kredit­summe zurück­gezahlt und umso günstiger fallen die Immobilien­zinsen aus.

Mögliche Sonderoptionen

Sie können in Ihrem Baufinan­zierungs-Vertrag Sonder­optionen festlegen. Dazu gehören z. B. die Möglich­keit für Sonder­tilgungen oder für einen Wechsel der Tilgungs­rate. In den meisten Fällen zahlen Sie für diese Sonder­optionen höhere Zinsen, weil der Darlehens­geber möglicher­weise Ein­nahmen verliert, wenn Sie einen Teil des Kredites vor­zeitig zurück­zahlen.

Diese personenbezogenen Faktoren beeinflussen die Bauzinsen

Auch Ihre finanzielle und persönliche Situation beeinflusst die aktuellen Bauzinsen. Vor der Vergabe eines Darlehens muss die Bank Ihre Kredit­würdig­keit, auch Bonität genannt, überprüfen. Eine hohe Kredit­würdig­keit senkt das Ausfall­risiko und wird mit besseren Zinsen belohnt. Für eine hohe Bonität sprechen

  • ein sicherer und fester Arbeits­platz,
  • ein regel­mäßiges und hohes Ein­kommen,
  • geringe Schulden,
  • eine positive SCHUFA-Auskunft
  • und Ihr Familien­stand (Ehepaare oder Lebens­gemein­schaften haben oft zwei Einkommen, was die Kredit­würdig­keit erhöht).

Auch die Nutzung der Immobilie spielt eine Rolle bei der Zins­kalku­lation, ebenso wie die Lage. Bewohnen Sie das Objekt selbst, erhalten Sie in den meisten Fällen etwas niedri­gere Zinsen. Je besser die Immobilien­lage ist, desto eher haben Sie Chancen auf bessere Zinsen.

Wie wirken sich steigende Bauzinsen auf die monatliche Rate aus?

Steigende Bauzinsen haben einen direkten und deutlichen Einfluss auf die monatliche Rate einer Bau­finanzierung. Sie erhöhen die Kredit­kosten und damit die monatliche Belastung spürbar.

Fol­gen­des Bei­spiel soll das verdeut­lichen. Wir haben drei unter­schied­liche Zins­sätze mitein­ander verglichen. Dabei gehen wir von einer Darlehens­höhe von 300.000 €, einer 10-jährigen Zins­bindung und einer Tilgungs­rate von 2 % aus.

So steigen die Zinskosten bei höheren Bauzinsen

Darlehenshöhe

Zinssatz

Monatsrate

Zinskosten gesamt

300.000 €

3,30 %

1.325 €

88.029,46 €

300.000 €

3,57 %

1.392,50 €

95.120,41 €

300.000 €

3,90 %

1.475,00 €

103.762,09 €

Quelle: Vergleich.de, Baufinanzierung Vergleich, Stand: 05.11.2025

Das Beispiel verdeutlicht die steigenden Monats­raten bei höheren Hypotheken­zinsen und zeigt, wie sich die gesamten Zins­kosten nach 10 Jahren um mehr als 15.000 € erhöhen. Vergleichen Sie mit unserem Tilgungs­rechner, wie sich steigende Bauzinsen bei unterschiedlichen Rahmen­bedingungen auf die Kosten auswirken.

Wie viel kostet eine Baufinanzierung im Monat?

Das ist sehr unter­schied­lich und hängt von vielen Para­metern, wie z. B. der Darlehens­höhe, den Bau­zinsen und der Dauer der Zins­bindung, ab. Die durch­schnitt­liche Monats­rate lag im November 2025 bei 1.035 €. So viel zahlt ein Kredit­nehmer laut des Europace-Daten­portals zur Immo­bilien­finan­zierung im Durch­schnitt für einen Haus­kredit.

Im Folgenden beschreiben wir die Monats­raten, die Zins­kosten sowie den Tilgungs­anteil und die nach 10 Jahren ver­bleibende Rest­schuld für unter­schied­liche Immo­bilien­darlehen. Bei allen Beispielen gehen wir von einem Bauzins in Höhe von 3,2 % aus.

  • Für einen Hauskredit in Höhe von 200.000 € können Sie mit einer monat­lichen Rate von 867 € rechnen. Bei einem Zins­satz von 3,2 % und einer anfäng­lichen Tilgung von 2 % zahlen Sie in 10 Jahren 56.932 € Zins­kosten und 47.068 € für die Tilgung. Ihnen bleibt also eine Rest­schuld von 152.932 €.

  • Bei einer Finan­zierungs­summe von 300.000 € liegt die monat­liche Rate bei etwa 1.300 €. Bei einem Zins­satz von 3,2 % und einer anfäng­lichen Tilgung von 2 % zahlen Sie in 10 Jahren 85.398 € Zins­kosten und 70.601 € für die Tilgung. Ihnen bleibt also eine Rest­schuld von 229.398 €.

  • Nehmen Sie einen Bau­kredit in Höhe von 350.000 € auf, sollten Sie mit einer Rate von mindes­tens 1.517 € planen. Bei einem Zins­satz von 3,2 % und einer anfäng­lichen Tilgung von 2 % zahlen Sie in 10 Jahren 99.631 € Zins­kosten und 82.369 € für die Til­gung. Ihnen bleibt also eine Rest­schuld von 267.631 €.

  • Bei einem Bauzins von 3,2 % müssen Sie für einen 400.000 €-Kredit mit einer monat­lichen Rate von etwa 1.734 € planen. Einberech­net ist eine anfäng­liche Tilgung von 2 %. So zahlen Sie in 10 Jahren 113.865 € an Zins­kosten und 94.135 € für die Til­gung. Die Rest­schuld beträgt dann 305.865 €.

  • Möchten Sie 450.000 € für einen Haus­kredit aufnehmen, beträgt die monat­liche Rate ca. 1.950 €. Bei einem Zins­satz von 3,2 % und einer anfäng­lichen Til­gung von 2 % zahlen Sie in 10 Jahren 128.098 € Zins­kosten und 105.902 € für die Tilgung. Ihnen bleibt also eine Rest­schuld von 344.098 €.

  • 500.000 € als Baufinan­zierung schlagen mit etwa 2.167 € monat­lich zu Buche. Nach 10 Jahren haben Sie bei einem Zins­satz von 3,2 % und einer anfäng­lichen Tilgung von 2 % 142.331 € an Zins­kosten und 117.670 € für die Tilgung gezahlt. Ihnen bleibt eine Rest­schuld von 382.330 €.

So senken Sie bei den aktuellen Bauzinsen die Finanzierungskosten

Es gibt einige Stell­schrauben, mit denen Sie die aktu­ellen Bau­zinsen, die Ihnen eine Bank für Ihr Vor­haben anbietet, beein­flussen können. Wir haben für Sie acht praktische Tipps:

  • Banken vergleichen! Banken kalkulieren sehr unein­heitlich ihre Gewinn­margen, deshalb bieten sie unter­schied­liche Bauzinsen an. Nur mit einem Bau­finan­zierung Vergleich finden Sie die Bank mit den aktuell besten Bau­zinsen heraus.
  • Eigenkapital aufbauen! Eigen­kapital reduziert das Risiko einer Bank mit der Kredit­vergabe. Diese Risiko­mini­mierung beloh­nen Banken mit nied­rigeren Immobilien­zinsen.
  • Hohes und geregeltes Einkommen mitbringen! Je höher Ihr Ein­kom­men und je sicher­er Ihr Arbeits­platz sind, desto gerin­ger werden Ihre persön­lichen Bau­zin­sen sein.
  • Zinsbindung anpassen! Sagt die Prog­nose stei­gende Bau­finanzierungs­zinsen voraus, soll­ten Sie sich für eine län­gere Zins­bin­dung entschei­den, z. B. für 20 Jahre. Rech­nen Sie jedoch mit fallen­den Zin­sen, kann eine kurze Zins­bin­dung von 5 oder 10 Jahren ein Vor­teil sein, um sich eine güns­tige­re Anschluss­finan­zierung zu sichern.
  • Beste Tilgungsrate festlegen! Je höher die Til­gungs­rate ist, des­to schnel­ler ist der Kre­dit abge­zahlt. Weil Sie dann für einen kür­zeren Zeit­raum Zin­sen zah­len, lassen sich Ban­ken die ent­gan­genen Zah­lun­gen durch einen kleinen Zins­auf­schlag bezah­len. Die nach­fol­gen­de Gra­fik ver­deut­licht, wie sich die Gesamt­lauf­zeit eines Bau­dar­lehens be­reits bei einer Erhö­hung der Til­gungs­rate von 1 auf 2 % ver­kürzt.
Ein Diagramm, das die Gesamtlaufzeit eines Baudarlehens für drei unterschiedliche Tilgungsraten vergleicht. Weitere Details finden Sie im Textabschnitt unter der Grafik.
  • Das Säulen­diagramm zeigt, dass ein Bau­darlehen mit einer geringen Tilgungs­rate von 1 % erst nach 40 Jahren abbezahlt ist. Beträgt die Tilgung 2 %, dann beträgt die Lauf­zeit des Darlehens 27 Jahre. Bei einer 3-prozentigen Tilgung ist das Darlehen schon nach 21 Jahre zurück­gezahlt. Die Zahlen beziehen sich auf ein Beispiel-Darlehen über 250.000 € mit einer Zins­bindung von 10 Jahren und einem Soll­zins von 4 %.

  • Auf Sonderoptionen verzichten! Ihre Baufinanzierung kann Sonder­optionen ent­halten, wie z. B. das kosten­lose Recht auf Sonder­tilgungen oder auf einen Wechsel der Tilgungs­rate. Aller­dings können diese Sonder­optionen den Bauzins erhöhen.
  • Bonität überprüfen! Möchten Sie keine Über­raschun­gen bei der Ab­frage Ihrer SCHUFA-Daten erle­ben, fordern Sie recht­zeitig eine SCHUFA-Aus­kunft an. Die SCHUFA ist ver­pflich­tet, Ihnen diese einmal jähr­lich kosten­frei zur Ver­fü­gung zu stel­len.
  • Die ideale Kreditsumme berechnen! Je höher die Kredit­summe, desto höher das Risiko der Bank und die Immobilien­zinsen. Außerdem vergeben viele Banken die besten Zinsen nur für bestimmte Höchst- oder Mindest­summen. Bewegen Sie sich inner­halb dieser Spanne, haben Sie gute Chancen auf niedrige Bauzinsen.

Lohnt sich eine Baufinanzierung bei den aktuellen Zinsen noch?

Ja, eine Bau­finanzierung kann sich 2026 lohnen, wenn Sie eine passende Immobilie zu einem ange­messenen Preis finden und die Finan­zierung lang­fristig stemmen können. Denn im lang­jäh­rigen Ver­gleich sind die aktu­ellen Bauzinsen sogar günstig. Vor 20 Jahren gal­ten Zin­sen über 4 % als ganz normal, jahr­zehnte­lang lagen sie sogar ein Viel­faches über dem heutigen Nive­au. Der Unter­schied war aller­dings: Immobi­lien kos­te­ten deutlich weniger.

Das Problem sind also weni­ger die aktuel­len Bauzin­sen von etwa 3,3–3,7 %. Selbst der günstigs­te Darlehens­zins lohnt sich nicht, wenn der Kauf­preis der Immo­bilie zu hoch ist. Ach­ten Sie also darauf, bei der Kauf­preis­ver­hand­lung einen küh­len Kopf zu bewah­ren und ange­sichts der aktu­ellen Zin­sen beim Hauskauf nicht in Tor­schluss­pa­nik zu ver­fal­len. Wichtig sind eine sorg­fältige Planung und Berech­nung unter Berück­sichtigung Ihrer persön­lichen finan­ziellen Situation.

An die Anschlussfinanzierung denken

Suchen Sie eine Anschluss­finanzierung für Ihre bestehende Baufinanzierung, ist 2026 noch immer ein gutes Jahr. Es kann sich sowohl eine Prolon­ga­tion als auch eine Um­schul­dung lohnen. Läuft Ihr Ver­trag noch einige Zeit und möch­ten Sie sich trotz­dem jetzt schon die aktuel­len Bau­zin­sen sichern, können Sie sie mit einem For­ward Dar­lehen bis zu 60 Mona­te im Vor­aus reser­vie­ren.

Fazit: Sichern Sie sich die aktuell günstigen Bauzinsen

Die aktuellen Bauzinsen von 3,3–3,7 % bei einer 10-jährigen Zinsbindung bewegen sich seit Monaten auf einem unge­fähr gleich­blei­benden Niveau. Es gibt aber immer mal wieder leichte Aus­schläge nach oben oder unten. Deshalb lohnt es sich, die Zins­ent­wicklung im Blick zu behalten. Gehen die Zinsen für eine Immo­bilien­finan­zierung etwas runter, gibt es also eine Zins­delle, kann das der richtige Moment für Sie sein. Denn schon kleine Zins­unter­schiede von 0,2 oder 0,3 Prozent­punkten machen sich bei den Kredit­kosten deut­lich bemerkbar.

Diese Konstanz bei den Bauzinsen könnte sich mittel­fristig ändern. Frank Heinze, Geschäftsführer von Vergleich.de, beschreibt den Hinter­grund: „Viele europäische Länder – auch Deutsch­land – investieren derzeit massiv in Rüstung und Infra­struktur. Diese steigende Staats­verschuldung kann dazu führen, dass die Zinsen für Staats­anleihen allmählich steigen – und mit ihnen auch die Bauzinsen. Das wäre aber eher ein Thema für 2026 oder 2027.“

Wer aktuell eine konkrete Immobilie im Blick hat, sollte nicht auf bessere Zinsen warten, sondern sich die zurzeit günstigen Zinsen sichern.

Häufige Fragen zu den aktuellen Bauzinsen

  • Bauzinsen sind die Zinsen, die Banken für ein Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie verlangen. Sie bestimmen, wie teuer der Kredit insgesamt wird. Höhere Bauzinsen bedeuten höhere Kosten für die Bau­finanzierung. Bauzinsen werden individuell berechnet in Abhängig­keit von der Darlehens­höhe, der persönlichen Bonität und mehreren weiteren Faktoren.

    Man unterscheidet den Soll­zins für die Leihe des Geldes und den Effektiv­zins, der alle zusätzlichen Kosten, wie z. B. Bearbeitungs­gebühren, enthält und sich besser zum Vergleich von Angeboten eignet.

  • Es kann keine einzelne Bank genannt werden, die momentan die absolut besten Bauzinsen bietet. Das liegt daran, dass die Konditionen je nach Lauf­zeit, Darlehens­höhe, Immobilien­wert, Bonität und Region stark variieren. Vergleichen Sie jetzt die aktuellen Bauzinsen für Ihr konkretes Vorhaben. Dafür nutzen Sie einfach unseren Bau­finanzierung Vergleich. Günstige Bauzinsen für eine 10-jährige Zins­bindung liegen zurzeit im Bereich von 3,3–3,7 %.

  • Im besten Fall beträgt das Eigen­kapital insgesamt 30–35 % vom Kaufpreis. Bei einem Haus im Wert von 400.000 € sind das 120.000–140.000 €. Davon zahlen Sie zum einen die Kauf­nebenkosten wie z. B. die Grunderwerb­steuer und die Notar­kosten. Zum anderen dient das Eigen­kapital dazu, die Kredit­summe zu verringern. So reduzieren Sie die Bauzinsen und sparen Kredit­kosten.

  • Dafür gibt es keine allgemein­gültige Empfehlung. Die durch­schnittliche Zins­bindung liegt nach Angaben des Europace Daten­portals zur Immobilien­finanzierung momentan bei etwas mehr als 10 Jahren.

    Wenn Sie für die kommenden Jahre steigende Bauzinsen erwarten, kann eine längere Zins­bindung von 15–20 Jahren sinnvoll sein. So sichern Sie sich die aktuell moderaten Bauzinsen für einen langen Zeitraum. Eine kurze Zins­bindung von 5–10 Jahren ist empfehlens­wert, sollten die Zinsen in Zukunft sinken. Aktuell erwarten Experten für die Jahre 2026 und 2027 eher leicht steigende Bauzinsen.

  • Bei einer Bau­finanzierung bedeutet „Beleihung“, wie stark eine Immobilie als Sicherheit für den Kredit genutzt wird. Die Bank prüft also, wie viel Geld sie im Verhältnis zum Wert der Immobilie bereit ist zu verleihen. Die Beleihung wird immer über den Beleihungs­auslauf ausgedrückt. Er zeigt, wie viel Prozent des Immobilienwerts finanziert wird. Je geringer die Beleihung ausfällt, desto günstiger wird die Baufinanzierung.

  • Das lässt sich seriös nicht beantworten. Aufgrund vieler Unsicherheits­faktoren, z. B. der Inflation, der Zentralbank­politik und geo­politischer Risiken, ist eine exakte Vorhersage bis 2030 nicht möglich. Einige Prognosen für die Jahre 2026 und 2027 gehen von wahrscheinlich ungefähr gleich­bleibenden Bauzinsen aus. Andere Prognosen sagen einen leichten Anstieg auf ca. 4 % voraus.

  • Generell gilt die Regel, dass eine längere Lauf­zeit, also eine längere Zins­bindung, zu etwas höheren Bauzinsen führt. Das liegt an der Risiko­einschätzung der Banken. Niemand weiß, wie sich der Markt in 10, 20 oder 30 Jahren entwickelt. Banken sichern sich gegen mögliche Zins­steigerungen ab, indem sie von Anfang an einen etwas höheren Zins­satz berechnen. Das ist der Preis, den Sie für Ihre lang­fristige Planungs­sicherheit zahlen.

  • Die Zins­bindung ist der Zeit­raum, in dem die vereinbarten Bauzinsen fest­geschrieben sind. Während dieser Zeit bleiben der vereinbarte Zins­satz unverändert und die monatliche Rate stabil. Nach Ablauf der Zins­bindung endet diese Zins­garantie. Danach wird der Kredit neu verhandelt.

    Für die meisten Kredit­nehmer ist eine Zins­bindung von 10 bis 15 Jahren ideal. Dieser Zeitraum gibt Planungs­sicherheit bei oft moderaten Zinsen. Eine lange Zins­bindung von 20–30 Jahren ist sinnvoll, wenn die aktuellen Bauzinsen gerade niedrig und Sie kein Risiko eingehen wollen, dass die Raten stark steigen. Eine kürzere Zinsbindung von 5–8 Jahren kann passen, wenn Sie in der Zukunft Zins­senkungen erwarten.

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