Strom & Gas

Kleine Windkraftanlagen für zuhause: So nutzen Sie Windenergie

Über 20 % des verbrauch­ten Stroms in Deutsch­land stam­men aus Wind­kraft­an­la­gen. Viele Immo­bilien­be­sitzer über­le­gen, eine Klein­wind­kraft­an­lage für zu­hause zu nut­zen. Wir beschrei­ben die Kos­ten, geben Tipps zur priva­ten Strom­er­zeu­gung und zeigen alle Vor­teile sowie die Nach­tei­le.

Klaus Fechner
Zuständiger Redakteur für die Bereiche Kredit und Strom & Gas
Windkraft: regenerative Energien nutzen

Was ist eine Windkraftanlage?

Eine Windkraft­anlage nutzt die in der Na­tur vorhandene Wind­ener­gie zur Er­zeu­gung privat, gewerb­lich und industri­ell verwend­barer Ener­gie. Um dieses Ziel zu er­reich­en, beste­hen Wind­kraft­an­la­gen in der Regel aus einem Turm oder Mast, an dem Rotor­blät­ter mon­tiert sind, und einem Gene­ra­tor sowie einem Trans­for­ma­tor zur Strom­er­zeu­gung. Oft werden viele dieser Wind­rä­der gemein­sam in einem Wind­park fern­ab von Sied­lun­gen auf­ge­stellt.

Eine Klein­wind­kraft­an­lage steht dage­gen einzeln in der Nähe eines Hau­ses, meist auf dem Grund­stück oder dem Dach, und dient der Eigen­ver­sor­gung mit Strom. Es gibt mehrere Grenz­werte, bis zu denen von einer Klein­wind­kraft­an­lage gespro­chen wird.

Merkmale einer kleinen Windkraftanlage auf dem eigenen Grundstück

Eigenschaft

Grenzwert

Höhe der höchsten Spitze eines Rotor­blattes

bis zu 50 m (unter­schied­liche Rege­lun­gen in den Bun­des­län­dern)

Leistung

bis zu 10 kW in priva­ten Haus­hal­ten üb­lich

bis zu 250 kW mög­lich

Wind­an­griffs­fläche der Rotor­blät­ter

bis zu 200 qm

Durch­mes­ser der Rotor­blät­ter

bis zu 16 m

Wie funktionieren Windenergie und ein Windrad?

Das Prinzip der Umwandlung von Wind in Ener­gie ist bei den meis­ten Wind­kraft­an­lagen gleich. Der auf­tref­fende Wind setzt die Rotor­blät­ter in Bewe­gung, die den an­ge­schlos­senen Rotor zum Laufen brin­gen. Mit­hilfe des Rotors wird über ein Getrie­be ein Gene­ra­tor betrie­ben, der die mecha­nische Ener­gie der Dreh­bewe­gung in elek­trische Ener­gie umwan­delt. Der so er­zeugte Strom kann direkt ver­braucht oder in einer Batte­rie gespei­chert wer­den.

Je stärker und gleichmäßiger der Wind weht, desto mehr Strom kann er­zeugt werden. Des­halb befinden sich die Roto­ren so hoch wie mög­lich, denn so kön­nen sie mehr Wind als in Boden­nähe ein­fan­gen. Dieses Prin­zip gilt sowohl für große Anla­gen als auch für ein priva­tes Wind­kraft­werk für zu­hause.

Horizontale und vertikale Kleinwindkraftanlagen

Es gibt sowohl horizon­tale als auch verti­kale Wind­kraft­anla­gen für Ein­familien­häuser. Der Unter­schied liegt in der Anord­nung der Roto­ren.

  • Bei den horizon­ta­len Wind­kraft­an­la­gen liegt das Gehäuse mit dem Rotor horizon­tal auf dem Turm und die Rotor­blät­ter dre­hen sich stern­för­mig um diese Achse. Diese Bau­form entspricht der der großen Wind­kraft­an­lagen und vieler Klein­wind­kraft­an­lagen.
  • Speziell für Eigen­heim­besit­zer wur­den zusätz­lich verti­kale Klein­wind­kraft­an­lagen ent­wickelt. Hier­bei dre­hen sich die Roto­ren um eine senk­recht stehen­de, also verti­kale, Ach­se. Sie ver­lau­fen von oben nach unten parallel zum Mast der Anla­ge.

Die verti­kalen Anla­gen benö­ti­gen deut­lich weniger Platz, dafür ist der Strom­er­trag bei den hori­zon­ta­len Wind­an­la­gen zur priva­ten Nut­zung hö­her.

Flügellose Windkraftanlagen als Alternative

Neben dem An­trieb einer Wind­kraft­an­lage mit Rotor­blät­tern exis­tie­ren weite­re Syste­me zur Strom­er­zeu­gung mit Wind. Es gibt z. B. flügel­lose Wind­kraft­an­lagen, die den Wind in Schläu­chen und Kanä­len bün­deln. Außer­dem werden Anla­gen er­probt, die sich hin und her wie­gen und so Schwin­gungs­ener­gie er­zeu­gen.

Wie viel Strom erzeugt eine Kleinwindkraftanlage?

Es gibt keine pauschale Aus­sage, wie­viel Strom ein Wind­rad für zu­haue er­zeugt. Eine iden­tische Klein­wind­kraft­an­lage produ­ziert an verschie­de­nen Stand­or­ten unter­schied­liche Men­gen Strom. Das liegt daran, dass mehre­re Fak­to­ren die Wir­kung einer Wind­energie­an­lage be­ein­flus­sen. Dazu gehören:

  • der Wind (Geschwin­dig­keit, Regel­mäßig­keit im Jahres- und Tages­ver­lauf)
  • die Höhe der Rotor­blät­ter (je höher, desto besser)
  • der Durch­mes­ser der Rotor­blät­ter
  • die Leis­tungs­fähig­keit und der Wir­kungs­grad der An­lage

In jedem Fall muss die Wind­kraft­an­lage zu den Gege­ben­hei­ten vor Ort pas­sen. Nur dann er­zeugt sie so viel Strom, wie es für diesen Stand­ort mög­lich ist. Es macht also keinen Sinn, an einem eher wind­schwa­chen Ort eine beson­ders leis­tungs­star­ke An­la­ge zu installie­ren. Diese würde wegen der gerin­gen Wind­kraft viel weni­ger Strom erzeu­gen, als es unter ande­ren Bedin­gun­gen möglich wäre.

Folgen­de Tabel­le gibt einen unge­fäh­ren Über­blick über die mög­liche Strom­er­zeu­gung unter­schied­lich leis­tungs­fähi­ger Klein­wind­kraft­an­lagen.

Jährliche Stromerzeugung von Kleinwindkraftanlagen

Leistungsfähigkeit

Windverhältnisse

Stromerzeugung pro Jahr

Kleinwindkraftanlage 1,5 kW

sehr gut

2.300 kWh

Kleinwindkraftanlage 3,5 kW

sehr gut

4.800 kWh

Kleinwindkraftanlage 5 kW

sehr gut

8.000 kWh

Kleinwindkraftanlage 10 kW

sehr gut

18.000 kWh

Die genann­ten Zah­len bezie­hen sich auf quali­ta­tiv hoch­wer­tige Anla­gen. Sehr gute Wind­ver­hält­nis­se be­deu­ten eine mitt­lere Jahres­wind­ge­schwin­dig­keit von min­des­tens 5 Meter pro Sekun­de. Das ist z. B. in frei­er Lage an der Küs­te gege­ben.

Fazit: Unter sehr guten Bedin­gun­gen kann eine Klein­wind­kraft­an­lage mit einer Leis­tung von 3–5 kW den Strom­ver­brauch ei­nes 4-Per­so­nen-Haus­halts decken, der bei ca. 4.000–5.000 kWh liegt. Das hört sich gut an, aber beden­ken Sie, dass bei schlech­ten Wind­ver­hält­nis­sen oder bei Wind­stil­le gar kein Strom oder nur sehr wenig Strom produ­ziert wird.

Windstärke selbst ermitteln

Um die Wind­verhält­nisse für einen mög­lichen Stand­ort zu ermit­teln, kön­nen Sie speziel­le Wind­mess­gerä­te nut­zen, die für 50 € und mehr zu kau­fen sind. Nicht geeig­net sind Online-Diens­te oder Wind-Übersichts­kar­ten, weil diese die konkre­ten Bedin­gun­gen am Haus nicht berück­sich­ti­gen.

Wie viel kostet eine Kleinwindkraftanlage?

Der Anschaf­fungs­preis für eine Wind­kraft­an­lage zur priva­ten Nut­zung be­trägt zwischen 2.000 und 25.000 €. Der genaue Preis hängt von der Quali­tät der Anla­ge und der zur Ver­fü­gung stehen­den Leis­tung ab. Ein­fache An­la­gen mit einer gerin­gen Leis­tung unter 0,5 kW bewegen sich im unteren Preis­seg­ment. Hoch­wer­tige Wind­ener­gie­an­la­gen mit einer Leis­tung von 5 kW und mehr sind deut­lich teurer.

Und wie viel kos­tet ein Wind­rad für zu­hause in Ab­hän­gig­keit von der Leis­tung? Nach einer Faust­re­gel kos­tet jedes erzeug­te Kilo­watt Strom ca. 5.000 € in der An­schaf­fung. Fol­gen­de Tabel­le ordnet der Leis­tungs­fähig­keit einen unge­fäh­ren Preis zu.

Preise für Kleinwindkraftanlagen nach der Leistungsfähigkeit

Leistung der Kleinwindkraftanlagen

Preise

1 kW

ca. 5.000 €

3 kW

ca. 15.000 €

5 kW

ca. 25.000 €

10 kW

ca. 50.000 €

Zu den Kosten für den Erwerb einer Wind­kraft­an­lage kommen weitere Aus­ga­ben hinzu. Dazu gehö­ren der Auf­bau und die Installa­tion der Anla­ge sowie der An­schluss durch einen Elek­tri­ker und eine professio­nelle Wind­mes­sung für die ideale Aus­rich­tung. Für diese Ar­bei­ten müs­sen Sie mit einem Betrag zwischen 2.000 und 5.000 € rech­nen.

Wie kann ich eine Windkraftanlage für zuhause finanzieren?

Sie haben mehre­re Mög­lich­kei­ten, die Kos­ten für Ihr priva­tes Wind­rad zu finan­zie­ren. Sie können ent­we­der einen klassi­schen Raten­kre­dit oder einen Moderni­sie­rungs­kre­dit auf­neh­men.

Bei einem Raten­kre­dit, der auch als Ver­braucher­kre­dit bezeich­net wird, erhal­ten Sie die benötig­te Summe und zah­len sie in einem fest­ge­leg­ten Zeit­raum inklu­sive Kredit­zin­sen zurück. Die Höhe der Zin­sen rich­tet sich nach dem all­gemei­nen Zins­niveau und Ihrer persön­lichen Boni­tät. Eine gute Boni­tät beloh­nen Ban­ken mit etwas besse­ren Zinsen. In unserem Raten­kredit Ver­gleich erhal­ten Sie einen guten Über­blick über die aktuel­len Ange­bote.

Einen Moderni­sierungs­kre­dit für Wind­kraft­an­la­gen für Ein­familien­häu­ser dürfen dage­gen nur Immo­bilien­besit­zer auf­neh­men. Diese Kredit­form hat eini­ge wei­te­re Beson­der­hei­ten:

  • beson­ders niedri­ge Zin­sen
  • zweck­ge­bun­den für Aus­ga­ben, die der Moderni­sie­rung die­nen
  • Nach­weis von Immo­bilien­be­sitz mit Grund­buch­aus­zug
  • maxi­male Höhe 50.000 €

Benöti­gen Sie mehr als 50.000 €, kommt eine Immo­bilien­finan­zierung in­frage.

Kreditzinsen vergleichen

Windkraftanlage mit einem Ratenkredit finanzieren

Wie sieht die staatliche Förderung für Windkraftanlagen aus?

Im Rahmen der KfW-För­derung zum Aus­bau erneuer­ba­rer Ener­gien kön­nen Sie einen Kre­dit des Pro­gramms 270 auf­neh­men. Die Förder­kre­dite betra­gen bis zu 50 Millio­nen Euro und bis zu 100 % der Inves­titions­kos­ten. Geför­dert wer­den so­wohl Privat­per­sonen als auch Unter­neh­men, Frei­beruf­ler, Genossen­schaf­ten, Vereine und Stif­tun­gen. Da die Höhe der Zin­sen bonitäts­ab­hän­gig ist, schwan­ken sie stark zwi­schen ca. 3 und 11 %. Es empfiehlt sich ein Ver­gleich mit den aktuel­len Zins­ange­bo­ten ande­rer Ban­ken, da die Kredi­te der KfW nicht in allen Fäl­len güns­tiger sind.

Das Pro­gramm 270 um­fasst neben der Förde­rung von Wind­ener­gie auch die Errich­tung und den Kauf von Photo­vol­taik-Anla­gen auf Dächern, An­la­gen zur Strom­er­zeu­gung aus Wasser­kraft und Bio­gas­anla­gen.

Vergütung für Netz-Einspeisung

Sie erhalten für das Ein­spei­sen von mit Wind­kraft selbst produ­zier­tem Strom in das öffent­liche Netz eine Ver­gü­tung. Aller­dings fällt diese Ein­speise­ver­gü­tung sehr gering aus, die sich auch noch jähr­lich redu­ziert. Des­halb lohnt sich dieses Vor­gehen nicht, Wind­ener­gie ist eher für den Eigen­ver­brauch geeig­net.

Vorteile und Nachteile der Nutzung von Windenergie für zuhause

Wer Windkraftanlagen privat nut­zen und einen Teil seines Stromes mit Wind­ener­gie er­zeu­gen will, sollte die Vor- und Nach­teile abwä­gen.

Vorteile der Windkraft

  • klimafreundliche Energie­er­zeu­gung
  • kostenlose und unbe­grenz­te Energie­quel­le Wind
  • Unab­hän­gig­keit für private Ver­brau­cher von zentra­len Energie­quellen
  • unkompli­zier­te Kredit­finan­zierung
  • staat­liche Förder­kredi­te

Nachteile der Windenergie

  • hohe Investi­tions­kosten
  • Wind unregel­mäßig vor­han­den
  • Lärm­emissio­nen sind mög­lich
  • eventuell Folgen für Natur und Land­schaft
  • nied­rige Ein­speise­ver­gü­tung

Fragen zur praktischen Anwendung von Windkraftanlagen

Viele Verbraucher, die sich für eine Klein­wind­kraft­an­lage interes­sieren, beschäf­tigen sich mit den glei­chen Fragen. Dabei geht es um The­men, die sich mit der prakti­schen Um­set­zung befas­sen wie mit dem Stand­ort und der Aus­wahl eines Mo­dells.

Wo kann ich eine Windkraftanlage für zuhause aufstellen?

Klein­wind­kraft­an­la­gen dürfen nah am Gebäu­de, das mit Wind­ener­gie ver­sorgt wer­den soll, auf­ge­stellt wer­den. Das kann z. B. auf dem eigenen Grund­stück oder dem eige­nen Dach gesche­hen. Aller­dings müs­sen dabei die „öffent­lichen Belan­ge“ berück­sich­tig wer­den. Das bedeu­tet, die Geräusch­belas­tung durch die Rotor­blät­ter und Beein­träch­ti­gun­gen durch Schat­ten müs­sen gering­gehal­ten wer­den. Außer­dem gilt es, regio­nale Rege­lun­gen der Bau­ord­nung sowie zum Natur- und Denk­mal­schutz ein­zu­hal­ten.

Grund­sätz­lich sind einzeln­stehen­de Häu­ser in einer Rand­lage bes­ser geeig­net als Innen­stadt­berei­che mit dich­ter Be­bau­ung. Und je hö­her die Wind­an­lage instal­liert wird, desto mehr Strom kann er­zeugt werden. Die Rotor­blät­ter soll­ten im besten Fall über die an­gren­zen­den Dächer hinaus­ra­gen.

Woran erkenne ich eine gute Kleinwindkraftanlage und seriöse Anbieter?

Das Angebot kleiner Wind­energie­an­lagen für die Selbst­ver­sor­gung ist un­über­sicht­lich und ent­hält ein weites Spek­trum an Her­stel­lern. Kun­den kön­nen aus mehre­ren hun­dert Model­len wäh­len, ins­beson­de­re im Markt­seg­ment der kleinen Anla­gen bis zu einer Leis­tung von 2 kW. Anbie­ter sind regio­nale Fach­be­trie­be genau­so wie welt­weit täti­ge Unter­neh­men, aber auch speziel­le On­line-Händ­ler. Sie erhalten Wind­an­la­gen auch über die großen Ver­sand­häu­ser wie Ama­zon und Ebay.

Um in diesem Wirr­warr einen Über­blick zu erhal­ten und einen seriö­sen An­bieter zu wählen, empfeh­len die Ver­braucher­zentra­len beim Kauf einer Klein­wind­kraft­an­lage zur priva­ten Nut­zung fol­gen­de Fra­gen zu stel­len:

  • Liegt eine Zerti­fi­zie­rung der An­lage nach Norm IEC 61400-2 der Inter­natio­nalen Elektro­tech­nischen Kommi­ssion vor?
  • Kann ich diese Anla­ge besich­ti­gen? Am bes­ten dort, wo sie schon eini­ge Jahre betrie­ben wird.
  • Wird mir eine bestimm­te Lebens­dauer garan­tiert?
  • Ist die Wind­an­lage sturm­sicher und geräusch­arm?
  • Ist die An­lage für die Netz­ein­spei­sung zuge­las­sen?
  • Gibt es Erfahrungsberichte anderer Nutzer des Modells?
  • Ist der Hersteller schon länger am Markt?

Sollten alle oder die meisten Fragen mit Ja beantwortet werden, haben Sie gute Chan­cen, einen seriö­sen Anbie­ter gewählt zu haben.

Sind Windräder laut?

Ja, Wind­räder ver­ur­sachen Lärm. Zum einen han­delt es sich um mecha­ni­sche Geräu­sche, die z. B. vom Getrie­be verur­sacht wer­den. Zum ande­ren ent­steht Lärm durch die Wind­be­we­gung und mög­liche Ver­wir­be­lun­gen. Wind­kraft­an­la­gen müs­sen bestimm­te Lärm-Grenz­wer­te ein­hal­ten, bevor eine Betriebs­geneh­mi­gung er­teilt wird. Moder­ne Klein­wind­kraft­an­la­gen für die priva­te Nut­zung funktio­nie­ren in der Regel im Rah­men der Grenz­wer­te.

Was muss ich bei Kleinwindkraftanlagen für zuhause beachten?

Die Nutzung einer Klein­wind­kraft­an­lage ist mit Vor­schrif­ten und eini­gen Forma­li­tä­ten verbun­den. Sie um­fas­sen die Be­reiche Geneh­mi­gung, An­mel­dung und Ver­siche­rung.

Ist eine Kleinwindkraftanlage genehmigungspflichtig?

Die Genehmigungspflicht einer Klein­wind­kraft­an­lage ist bundes­weit nicht ein­heit­lich gere­gelt. Sie hängt zum einen von der Höhe und zum ande­ren vom Stand­ort ab. Gene­rell gilt, dass Wind­kraft­an­la­gen für Ein­familien­häu­ser eine Geneh­mi­gung vom Bau­amt benö­ti­gen, wenn Sie hö­her als 10 Meter sind.

Neue Wind­kraft­an­la­gen, die unter­halb der 10-Meter-Gren­ze lie­gen, brau­chen in eini­gen Bundes­län­dern wie z. B. in Bre­men eine Bau­geneh­mi­gung und in ande­ren (z. B. Bayern und Ber­lin) nicht. Teil­weise tritt an­stel­le der Geneh­mi­gung eine Infor­ma­tions­pflicht. Welche Rege­lung in Ihrem Fall zu­trifft, steht in der Landes­bau­ord­nung Ihres Bundes­lan­des. Dort ist auch aus­ge­führt, welcher Bezugs­punkt für die Höhen­messung ge­nutzt wird. So kann ent­we­der der höchs­te Punkt der Rotor­blät­ter ge­meint sein, aber auch der Rotor selbst.

Wo muss ich eine Kleinwindkraftanlage anmelden?

Klein­wind­kraft­an­lagen müs­sen in allen Fäl­len bei der Bundes­netz­agen­tur und beim Strom­netz­betrei­ber Ihres Wohn­ortes an­ge­mel­det wer­den. Das gilt auch für kleine An­la­gen mit gerin­ger Höhe.

Brauche ich eine Versicherung für meine private Windkraftanlage?

Versicherungen für eine Klein­wind­kraft­an­lage sind nicht ver­pflich­tend, aber empfeh­lens­wert. So können Teile der An­lage, die bei einem Sturm herab­stür­zen, Ihr eigenes Haus oder Gebäu­de in der Nach­bar­schaft beschä­di­gen. Erkun­di­gen Sie sich bei Ihrer be­reits beste­hen­den Gebäude- und Haftpflichtversiche­rung, ob entsprechen­de Risi­ken abge­deckt sind. Ist dies nicht der Fall, fra­gen Sie nach den Kondi­tio­nen einer Erwei­te­rung Ihrer Versiche­rungs­police.

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