Die neue Heizung mit Fördergeldern und einem Kredit finanzieren

Sie wollen Ihre alte Heizung aus­tauschen und eine moderne, spar­same Anlage ein­bauen? Dann stellt sich die Frage, wie Sie die neue Hei­zung finan­zieren. Hier lesen Sie, welche Mög­lich­keiten es gibt, wie teuer das wird und wie der Staat Sie bei Ihrem Vor­haben mit Förder­geldern unterstützt.

Wie kann ich eine neue Heizung finanzieren?

Eine neue Heizung mit Installation kann mehr als 20.000 € kosten. Wer die Summe über Jahre angespart hat oder bei wem gerade ein Bausparvertrag fällig wird, der ist fein raus. Sollten aber die Eigenmittel nicht ausreichen, dann empfehlen wir zwei Schritte zur Finanzierung Ihrer neuen Heizung.

  1. Sie nehmen einen Modernisierungskredit als Ratenkredit auf, der speziell für Immobilienbesitzer gedacht ist, und zahlen so die neue Heizung und den Einbau.
  2. Zusätzlich nutzen Sie staatliche Fördergelder, die z. B. im Rahmen der KfW-Förderung Hausbesitzer bei Modernisierungen unterstützen.

Heizung mit einem Kredit finanzieren

Ein Modernisierungskredit ist speziell dafür ausgelegt, Immo­bilien­be­sitzer bei not­wen­digen Mo­der­ni­sierungen und Sa­nie­rungen finan­ziellen Spiel­raum zu geben. Dieser Kredit ist zweck­ge­bunden, Sie dürfen die Kre­dit­summe also nur für die An­schaf­fung und den Einbau einer Heizung einsetzen. Außer­dem müssen Sie belegen, dass Sie der Haus­eigen­tümer sind. Das kann z. B. durch die Vorlage eines Grund­buch­aus­zuges geschehen. Dieser zweck­ge­bun­dene Kredit für eine Heizung ist güns­tiger als ein freier Raten­kredit, Sie erhalten bessere Kredit­zinsen.

Folgendes Beispiel zeigt die Finan­zierung einer Heizung im Wert von 15.000 € mit einem Moderni­sierungs­kredit, der inner­halb von 4 Jahren zurück­gezahlt wird. Der Zins­satz gibt ein güns­tiges Ange­bot wieder und ent­spricht dem Zwei­drittel­zins, also der Zins­höhe, die zwei Drittel aller Kredit­nehmer zahlen.

Beispiel für eine Heizungsfinanzierung über einen Kredit

Modernisierungskredit

15.000 €

Zinssatz

3,5 %

monatliche Raten

335,30 €

Kreditkosten nach 4 Jahren

1.094,24 €

Quelle: Ratenkredit Vergleich, Vergleich.de, Stand: 18. Oktober 2022

Die Finanzierung der neuen Heizung mit einem Kredit kostet in diesem Beispiel knapp 1.100 €.

Viele Hersteller und Händler bieten ihren Kunden mit dem Kauf einer Heizung auch eine haus­in­terne Finan­zierung an. Damit sparen Sie sich als Kunde die Suche nach einem güns­tigen Kre­dit­ange­bot einer Bank und schließen gleich­zei­tig einen Kauf- und Kredit­vertrag ab. Das klingt prak­tisch, kann aber ein Nach­teil sein. Denn der Händ­ler arbeitet in der Regel mit einer be­stimm­ten Bank zusammen. Sie als Kre­dit­nehmer müssen dann die Zinsen hin­nehmen, die Ihnen ange­boten werden, selbst wenn es bei anderen Banken deut­lich güns­ti­gere Kredite gibt. Das selbst­stän­dige Ver­gleichen der aktu­ellen Ange­bote kann sich also lohnen. Nutzen Sie dafür einfach unseren Kre­dit­rechner.

Kann ich eine Heizung mithilfe staatlicher Förderung finanzieren?

Ja, das können Sie. Egal, ob Sie einen Kredit für die Heizung aufnehmen oder alles aus eigener Tasche bezahlen, Sie erhalten in vielen Fällen Unter­stüt­zung vom Staat. Das können sowohl zins­güns­tige Kredite als auch Zu­schüsse bis zu 40 % der Kosten sein. Das Ziel der Förder­maß­nahmen lautet, den Ener­gie­ver­brauch bundes­weit zu senken und so klima­schäd­liche Emissionen zu ver­ringern. Das war schon vor Beginn der Energiekrise so, ist aber durch den dras­tischen An­stieg der Strom- und Gas­preise noch mehr in den Fokus geraten. Es exis­tieren auf Bundes­ebene unter­schied­liche An­lauf­stellen für die Förder­gelder:

  • das Bundesamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kontrolle (BAFA)
  • die Kreditanstalt für Wieder­aufbau (KfW)
Regionale Unterstützung beim Heizung finanzieren

Zusätzlich zu den Fördermaßnahmen des Bundes gibt es Gelder der Förder­banken der Bundes­länder und zeit­lich begrenzte Pro­gramme einzelner Ge­mein­den. Über die Förde­rung durch Länder und Ge­mein­den infor­mieren Sie sich am besten direkt bei Ihrem Heizungs­händler.

So helfen BAFA und KfW bei der Heizungs-Finanzierung

Sie erhalten Fördergelder über die Bundes­för­de­rung für effi­ziente Gebäude (BEG). Dieses Pro­gramm wurde 2021 ge­star­tet und gewährt Zu­schüsse für Einzel­maß­nahmen, die zu mehr Ener­gie­effi­zienz führen. Dazu gehört neben der Ver­besse­rung der Dämmung eines Hauses und dem Einbau neuer Türen und Fenster auch das Tauschen einer klima­schäd­lichen gegen eine moderne Heizung. Ge­fördert werden nicht nur die An­schaffungs­kosten der neuen Hei­zung, sondern auch die Aus­gaben für Installation und In­be­trieb­nahme. Aller­dings muss der Einbau von einem Fach­betrieb durch­geführt werden.

Und für welche Heizung bekommt man eine Förderung? Vor­aus­set­zung für die Förde­rung als Einzel­maß­nahme durch die Bundes­anstalt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kontrolle (BAFA) ist der Ein­bau einer Heizung auf Grund­lage rege­nera­tiver Ener­gien, also z. B. Solar­ther­mie­anlagen, Pellet­hei­zungen, Wärmepumpen-Systeme und Er­neuer­bare Energien-Hybrid­heizungen. Fol­gende Über­sicht zeigt die förder­fähigen Hei­zungen und die dazu­ge­hörenden Förder­sätze durch die BEG.

Fördersätze der BEG zur Finanzierung einer neuen Heizung

Art der Heizungsanlage

Fördersatz

Solarthermieanlage

25 %

Wärmepumpen mit Luft als Wärmequelle

25 %

Wärmepumpen mit Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser

30 %

Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) mit Einbindung einer Biomasseheizung

20 %

Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) mit Einbindung einer besonders emissionsarmen Biomasseheizung

25 %

Biomasseheizungen, z. B. Pellet

10 %

besonders emissionsarme Biomasseanlagen

15 %

Errichtung, Erweiterung und Umbau von Gebäudenetzen

25 %

Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz

25 %

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Zusätzlich wird im Rahmen des BEG ein Heizungs-Austausch-Bonus von 10 % beim Aus­tausch einer alten um­welt­schäd­lichen Öl-, Kohle- oder Gas­heizung gewährt. Dadurch erhöht sich beim Wechseln der Heizung die Förde­rung z. B. für die An­schaf­fung einer hoch­effi­zienten Wärme­pumpe auf bis zu 40 %. Bei einer In­vesti­tion von 15.000 € er­halten Sie in diesem Fall 6.000 € vom Staat als Zuschuss.

Neben der Bundes­förde­rung für effi­ziente Ge­bäude, die Sie beim BAFA be­an­tragen, gibt es einige Förder­pro­gramme bei der Kre­dit­an­stalt für Wieder­aufbau (KfW), die Ihnen helfen Ihre neue Hei­zung zu finan­zieren.

Förderprogramme der KfW zur Finanzierung einer neuen Heizung

Förderprogramm

Art der Förderung

Konditionen

KfW 261

Kredit plus Tilgungszuschuss für Sanierung, Neubau oder Kauf eines neuen bzw. sanierten Effizienzhauses

Effektivzins von 0,64–1,82 %

KfW 270

Kredit u. a. für Photovoltaikanlagen zur Wärmeerzeugung

bis zu 100 % der Investitionskosten, effektiver Jahreszins von 3,95–10,52 %

KfW 433

Zuschuss für den Einbau einer Brennstoffzellenheizung

Festbetrag: 6.800 €, zusätzlich ein leistungsabhängiger Betrag von bis zu 27.500 €

Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau, Stand: Oktober 2022

Einen Überblick über die vielfältigen Förder­ange­bote des BAFA und der KfW bietet die Förder­daten­bank des Bundes­minis­teri­ums für Wirt­schaft und Klima­schutz. Wichtig ist, dass Sie sich recht­zeitig vor dem Kauf der neuen Heizung über die Förder­möglich­keiten informieren.

Achtung Steuerbonus

Alternativ zur Bundes­förde­rung können Sie die In­vesti­tions­kosten für eine neue Hei­zung auch steuer­lich gel­tend machen. Dabei schrei­ben Sie einen Teil Ihrer Aus­gaben über 3 Jahre ab. Außer­dem können Sie unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zungen an­fallende Hand­werker­kosten absetzen. Fragen Sie Ihren Steuer­be­rater, ob diese Vari­ante für Sie vor­teil­haft ist.

Heizung finanzieren: Was kostet eine moderne Heizung?

Die Anschaffungskosten für moderne Heizungssysteme liegen ungefähr zwischen 5.000 und 40.000 €. Diese große Preis­spanne kommt durch die unter­schied­lichen Tech­niken zu­stande, die für den je­wei­ligen Ener­gie­träger benötigt werden. Einen groben Über­blick gibt Ihnen fol­gende Tabelle.

Anschaffungskosten für eine neue Heizung

Heizungsart

Anschaffungskosten

Ölheizung

7.000–12.000 €

Gasheizung

7.500–12.500 €

Biomasseheizung, Scheitholzheizung

7.000–10.000 €

Biomasseheizung, Pelletheizung

10.000–28.000 €

Luft-Wärmepumpe

8.000–35.000 €

Erd- oder Wasser-Wärmepumpe

12.000–40.000 €

Blockheizkraftwerk

15.000–40.000 €

Brennstoffzellenheizung

25.000–35.000 €

Solarthermieanlage

5.000–15.000 €

Fernwärme-Anschluss

4.500 – 12.000

(Anschlusskosten)

Bei den genannten Preisen handelt es sich um eine Moment­auf­nahme aus dem Herbst 2022. Infolge der Inflation steigen auch die An­schaffungs­kosten für Hei­zungen, sodass die aktu­ellen Preise ab­weichen können.

Wenn Sie eine alte Heizung gegen eine neue aus­tauschen, kommen zu­sätz­lich zum reinen Kauf­preis wei­tere Kosten für die Installa­tion und den An­schluss von mehreren tau­send Euro auf Sie zu. Die genaue Höhe hängt von der Art der Hei­zung und den Ge­geben­heiten in Ihrem Haus ab. Außer­dem ent­stehen Aus­gaben für die regel­mäßige War­tung, die mehrere hun­dert Euro pro Jahr be­tragen können.

Heizung im Rundum-Sorglos-Paket mieten

Neben dem Kauf und der Finan­zierung einer Hei­zung können Sie eine komplette Hei­zungs­an­lage auch mieten, z. B. für 10 oder 15 Jahre. In diesem Fall spricht man von Wärme­contrac­ting. Der Ver­mieter (Contractor) bleibt Eigen­tümer der Hei­zung und kümmert sich um Instal­lation und War­tung. Sie als Mie­ter zahlen dafür eine monat­liche Miete.

Wie viel Prozent erneuerbare Energie muss die neue Heizung enthalten?

Ab 2024 muss jede neu einge­baute Hei­zung mindes­tens zu 65 % mit er­neuer­baren Ener­gien be­trie­ben werden. Das ist mit mo­der­nen Heizungs­sys­temen wie z. B. einer Wärme­pumpe mög­lich. Zur­zeit gibt es keine bundes­weiten Rege­lungen. In eini­gen Bun­des­ländern wie z. B. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg be­stehen be­reits jetzt gültige Vor­gaben von einem 15 %-Anteil er­neuer­barer Ener­gie an der Wärme­ver­sorgung für neu in­stal­lierte Hei­zungen.

Welche Heizung ist ab 2025 erlaubt?

Die Bundesregierung hatte ein komplettes Verbot von Gas­hei­zungen geplant. Aus prak­ti­schen Grün­den ist der Ge­setz­geber davon abge­wichen, so dass unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zungen der Einbau neuer Gas­hei­zungen weiter­hin mög­lich ist. Näm­lich dann, wenn die Gas­hei­zung mit nach­hal­tigen Brenn­stoffen wie Bio­gas be­trie­ben wird. Der Ein­bau einer reinen Öl­hei­zung ist ab 2026 ver­boten. Er­laubt sind aber Öl-Hybrid­hei­zungen, die in Kom­bi­nation mit er­neuer­baren Ener­gien be­trie­ben werden. Be­reits be­ste­hende Gas- oder Öl­hei­zungen dür­fen weiter ge­nutzt werden, sie ge­nießen Be­stands­schutz. Nach dem Ge­bäude­ener­gie­gesetz (GEG) be­steht aller­dings eine Aus­tausch­pflicht für Hei­zungs­an­lagen, die

  • älter als 30 Jahre sind
  • die ineffiziente Kon­stant­tem­pera­tur­technik verwenden
  • die eine Heizleistung von 4–400 kW haben

Die Austauschpflicht gilt für alle Be­sitzer älterer Ein- und Zwei­familien­häuser, die ihre selbst ge­nutz­ten Häuser nach dem 1. Februar 2002 über­nommen haben. Ziel ist es, bis 2045 alle Hei­zungs­an­lagen voll­stän­dig auf er­neuer­bare Energien um­zu­stellen. Dafür wird auch die Nut­zungs­dauer der be­ste­hen­den Hei­zungen vom Ge­setz­geber schritt­weise von 30 auf 20 Jahre begrenzt.

Wie funktionieren moderne Heizungen?

Das Prinzip ist bei den meisten Heizungen gleich. Ein Brenn­stoff wird in Wärme­ener­gie um­ge­wan­delt, die durch ein Hei­zungs­system im Haus ver­teilt wird und so das Ge­bäude heizt. Die ver­schie­denen Hei­zungs­arten unter­scheiden sich in der Art der Brenn­stoffe, in der Tech­nik der Um­wand­lung in Ener­gie und in der Menge der dabei frei­werden­den um­welt­schäd­lichen Emissionen.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe zieht die Wärme aus der Energie der Umgebung, aus der Luft, dem Wasser oder der Erde. Sie ver­braucht dabei ledig­lich Strom für den An­trieb. Eine Luft-Wärmepumpe ist die ein­fachste und kos­ten­güns­tigs­te Vari­ante, da keine Boh­rungen oder Er­schließungs­ar­beiten not­wendig sind. Bei Wasser- oder Erd-Wärmepumpen kommen Erd­ar­beiten und Ge­neh­mi­gungs­ver­fahren hinzu, was die Kos­ten erhöht. Die Wärme­pumpe ist vor­aus­sicht­lich das Heiz­system der Zu­kunft, da es ohne Brenn­stoffe aus­kommt.

Solarthermieheizung

Eine Solarthermieheizung benötigt Solar­kollek­toren, einen Wärme­tauscher und einen Solar­speicher. Die Kollek­toren ab­sor­bieren die Sonnen­wärme, die in Heiz­ener­gie um­ge­wandelt wird. Das ist eine be­son­ders um­welt­freund­liche Hei­zungs­art, weil fossile Brenn­stoffe ein­ge­spart werden. Der Nach­teil: Im Winter reicht die Sonnen­strah­lung meis­tens nicht aus, um das Haus komplett zu heizen, sodass eine zu­sätz­liche Hei­zung not­wen­dig ist.

Biomasseheizung

Als Biomasse für die Heizung kommen ver­schie­dene pflanz­liche und tieri­sche Natur­pro­dukte infrage. Am häu­figs­ten werden Holz­pro­dukte wie Pellets, Hack­schnitzel und Scheit­holze ein­ge­setzt. Pro­ble­ma­tisch sind die stark ge­stie­genen Holz­preise, die auch das Heiz­ma­teri­al teurer gemacht haben. Eine Bio­masse­hei­zung kommt zwar ohne fossile Brenn­stoffe aus, ver­ur­sacht durch die Ver­bren­nung von Holz trotz­dem CO2 und zu­sätz­lich Fein­staub.

Blockheizkraftwerk

Mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) werden gleich­zei­tig Heiz­wärme und Strom erzeugt. Als Brenn­stoffe können fossi­le Mate­ri­a­lien wie Gas aber auch er­neuer­bare Ma­teri­a­lien wie Pflan­zen­öl oder Holz­pellets ge­nutzt werden. Der Vor­teil eines kleinen BHKW im eige­nen Keller ist der stark redu­zierte Ener­gie­ver­lust. Ein Nach­teil sind rela­tiv hohe Emis­sio­nen, wenn fossile Ener­gie­träger zum Ein­satz kommen.

Brennstoffzellenheizung

Eine Brenn­stoff­zellen­heizung gewinnt Strom und Wärme mit­hilfe eines che­mischen Pro­zesses, für den Gas be­nötigt wird. Des­halb blei­ben Sie mit die­sem Heiz­system ab­hän­gig von fossi­len Brenn­stof­fen. Außer­dem reicht die Wärme­pro­duk­tion nur für eine Grund­last aus. Zur Sicher­heit ist eine zu­sätz­liche Gas­hei­zung ratsam. Ex­perten hal­ten Brenn­stoff­zellen für ein Ein- oder Zwei­familien­haus nicht für geeig­net.

Öl- und Gasheizung

Öl- und Gas­hei­zungen waren jahr­zehnte­lang das am meis­ten ge­nutz­te Heiz­system für Ein- und Zwei­familien­häuser. Auf­grund der stark ge­stie­genen Prei­se für fossile Brenn­stof­fe und der bei der Ver­bren­nung ent­ste­hen­den CO2-Emissio­nen gel­ten beide Sys­teme als Aus­lauf­modell. Ab 2026 dür­fen reine Öl- und Gas­hei­zungen nicht mehr ein­ge­baut werden.

Welche Art zu heizen ist am günstigsten?

Das lässt sich nicht ein­deu­tig fest­legen, da ver­schie­dene Kos­ten­fak­toren eine Rolle spie­len: An­schaf­fung, Be­trieb und War­tung sowie Aus­gaben für das Brenn­ma­te­rial. Zwei Bei­spie­le können das ver­deut­lichen:

  • Eine moderne Gas­hei­zung ist rela­tiv güns­tig in der An­schaf­fung. Dafür ent­stehen durch die stark ge­stie­genen Gas­preise sehr hohe Heiz­kosten. Außer­dem ist durch ge­setz­liche Vor­gaben eine staat­liche För­de­rung nur unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zungen mög­lich.
  • Eine Pellet­heizung ver­ur­sacht hohe Neben­kosten für die Rei­ni­gung und War­tung der An­lage. Holz ist wie Heiz­öl und Erd­gas eben­falls teu­rer ge­wor­den. Es dau­ert lange, bis sich der Be­trieb in einem Ein­fa­milien­haus ren­tiert. In einem Mehr­fa­milien­haus können sich die Wohn­par­teien da­gegen die Kos­ten teilen, das macht den Ein­satz einer Pellet­hei­zung güns­tiger.

Weitere Faktoren be­stim­men, welche Hei­zung für Ihr Haus am güns­tigs­ten ist. Dazu ge­hö­ren u. a. die Größe der zu be­hei­zen­den Fläche und die Not­wen­dig­keit mög­licher Boden- und Erd­ar­beiten. Es kommt also auf die indi­vidu­ellen Be­din­gungen an, welche Hei­zung sich ren­tiert. Er­kun­digen Sie sich am besten bei den Ver­braucher­zen­tralen, die einen Eignungs-Check für Hei­zungen anbieten.

Häufige Fragen zum Finanzieren und Austauschen einer Heizung

  • Welche Heizung wird 2022 und 2023 gefördert?

    In Neubauten werden Wärmepumpen- und Solar­kollek­tor­an­lagen ge­för­dert. Wollen Sie in einem be­stehen­den Gebäude die Hei­zungs­an­lage tau­schen, z. B. eine Gas­hei­zung gegen eine Wärme­pumpe, er­hal­ten Sie Förder­mittel für den Ein­bau von Solar­ther­mie­anlagen, Bio­masse­sys­temen, Wärme­pumpen, Hybrid­hei­zungen und Gas-Brenn­wert­hei­zungen. Außer­dem gibt es eine Aus­tausch­prämie für das Er­setzen von Öl­hei­zungen. An­sprech­partner für Förder­gelder sind das Bundes­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle (BAFA) und die Kre­dit­an­stalt für Wieder­auf­bau (KfW).

  • Kann man eine neue Heizung in Raten zahlen?

    Ja, das ist möglich. Wenn Sie einen Moder­ni­sie­rungs­kredit auf­nehmen, be­stim­men Sie die Lauf­zeit des Kre­dit­ver­trages und damit die Höhe der monat­lichen Raten­zah­lungen. Bei einer längeren Lauf­zeit ver­ringert sich die mo­nat­liche Be­las­tung. Aller­dings er­höhen sich da­durch die Kre­dit­kos­ten. Mög­lich ist auch ein Kre­dit für die Hei­zung di­rekt beim Händ­ler, der in Raten zu­rück­ge­zahlt wird.

  • Gegen was soll ich jetzt meine Ölheizung austauschen?

    Sie können Ihre alte Ölheizung gegen eine Vielzahl anderer Heizsysteme tauschen. Dazu gehören

    • eine Wärmepumpe
    • eine Pelletheizung
    • ein hauseigenes Blockheizkraftwerk
    • eine Solarthermieheizung
    • eine Brennstoffzellenheizung
    • ein Gasbrennwertkessel

    Möglich ist auch eine Kombination verschiedener Systeme zu einer Hybridheizung oder der Anschluss an ein bestehendes Fernwärmenetz. Die Frage „Welche Heizung soll man jetzt einbauen?“ beantworten viele Experten mit der Wärmepumpen-Technik. Sie gilt als die Heizung der Zukunft. Für Wärmepumpen gibt es auch die höchste staatliche Förderung.

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