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Immobilienfinanzierung

Einspeisevergütung 2016: Förderung für Photovoltaik-Anlagen

Die Rahmenbedingungen der Einspeisevergütung haben sich mit Inkrafttreten der EEG-Novelle geändert. Welche Details sich bei der Investition von Photovoltaik-Anlagen ergeben und wie hoch die Einspeisevergütung 2016 ausfällt, erfahren Sie hier.

Einspeisevergütung: Meldung der Photovoltaik-Anlage Pflicht

Eine der zentralen Säulen der Energiewende ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Aus diesem Grund wurde mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein Instrument konzipiert, das der Förderung von Ökostrom dient. Die im EEG festgelegte Einspeisevergütung erhalten Betreiber einer Photovoltaik-Anlage (auch PV-Anlage genannt), wenn sie Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Betreiber eine neu in Betrieb genommene Anlage über das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur melden.

Vergütung nur noch für Kleinanlagen bis 100 kWp

Ursprünglich wurde die Einspeisevergütung für alle Anlagen für 20 Jahre garantiert. Mit der EEG-Novelle 2014 galt dies nur noch für Kleinanlagen mit einer maximalen Leistung von 500 Kilowatt peak (kWp). Seit dem 1. Januar 2016 ist die Obergrenze auf 100 kWp gesunken. Seit dem 1. August 2014 sind außerdem alle Betreiber einer Neuanlage mit mehr als 500 kWp Leistung verpflichtet, den erzeugten Strom selbst (oder durch einen Direktvertrieb) zu vermarkten und zu verkaufen. Hierfür erhalten Betreiber als Ausgleich für die entfallene Einspeisevergütung eine Marktprämie.

Förderhöhe für Einspeisevergütung wird monatlich angepasst

Die Höhe der Einspeisevergütung 2016 ist abhängig vom Montageort, der Leistung sowie dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der PV-Anlage. Darüber hinaus richtet sich die Förderhöhe danach, wie viele neue Anlagen in den Vormonaten in Deutschland insgesamt installiert wurden. Im EEG ist für Photovoltaik-Anlagen ein jährlicher Zubaukorridor von 2.400 bis 2.600 Megawatt vorgesehen. Der tatsächliche Zubau wird über einen sogenannten „atmenden Deckel“ gesteuert. Das bedeutet, dass die Fördersätze für weitere Anlagen sinken, sobald der Zubau oberhalb des Korridors liegt. Wird das Ausbauziel hingegen nicht erreicht, steigt die Einspeisevergütung.

Im Februar 2016 lag der Zubau im Bemessungszeitraum unter dem Zubaukorridor. Die monatliche Absenkung beträgt daher zum 1. April 2016, 1. Mai 2016 und 1. Juni 2016 jeweils 0 Prozent. Die jeweils aktuellen Vergütungssätze finden Sie auf der Webseite der Bundesnetzagentur.

Entwicklung der Einspeisevergütung für das Jahr 2016

Wie sich die Vergütungssätze in den vergangenen Monaten entwickelt haben, können Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen. Aktuell hat die Bundesnetzagentur die Höhe der Einspeisevergütung neu festgelegt. Die Tabelle zeigt die Entwicklung der Vergütung in Cent pro kWh für Dachanlagen, Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich sowie auf Freiflächen zum Zeitpunkt der jeweiligen Inbetriebnahme.

Vergütung in Cent pro kWh für Kleinanlagen bis 100 kWp
InbetriebnahmeBis 10 KWBis 40 KWBis 1 MWBis 10 MW (Nichtwohngebäude im Außenbereich)
1. Februar 201612,7012,3611,098,91
1. März 201612,7012,3611,098,91
1. April 201612,7012,3611,098,91
1. Mai 201612,7012,3611,098,91
1. Juni 201612,7012,3611,098,91

Sinkende Einspeisevergütung: Lohnt sich der Eigenverbrauch?

Angesichts der in den letzten Jahren sinkenden Einspeisevergütung und steigender Strompreise wird es zunehmend rentabler, den mit Photovoltaik erzeugten Strom nicht in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen, sondern für den Eigenverbrauch zu nutzen. Zwar zahlt der Staat für Anlagen, die vor dem 1. Januar 2009 und nach dem 31. März 2012 in Betrieb genommen wurden, keine Einspeisevergütung mehr, trotzdem lohnt sich der Eigenverbrauch.

Staat schafft Anreize, mehr Strom selbst zu verbrauchen

Bei Anlagen, die seit April 2012 in Betrieb genommen wurden, greift zudem das Marktintegrationsmodell. Das bedeutet, dass bei Dachanlagen mit einer Leistung zwischen 10 und 1.000 kWp nur für 90 % der erzeugten Strommenge die Einspeisevergütung gezahlt wird. Auf diese Weise soll der Eigenverbrauch nochmal stärker gefördert werden. Allerdings ist für Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 10 kW, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, für den Eigenverbrauch eine Beteiligung an der EEG-Umlage vorgesehen. Sie beträgt zunächst 30 % der EEG-Umlage und steigert sich bis 2017 auf 40 %.

KfW-Darlehen für Batteriespeicher beantragen

Wer den Eigenverbrauch erhöhen will, benötigt einen Solarstromspeicher, um eine Stromversorgung bis in die späten Abendstunden zu gewährleisten. Laut dem Fraunhofer-Institut lässt sich durch den Einsatz eines geeigneten Speichers der Anteil an selbst verbrauchten Strom auf bis zu 60 % erhöhen. Allerdings sind die Anschaffungskosten für einen Speicher aktuell noch sehr hoch. Seit Mai 2013 fördert der Staat deshalb die Neuinstallation von Stromspeichern für Photovoltaik-Anlagen (bis 30 kWp) mit dem KfW Programm 275 „Erneuerbare Energien – Speicher“. Das Programm umfasst ein zinsgünstiges Darlehen sowie einen Tilgungszuschuss vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) von bis zu 30 % der Kosten.

Vergleich.de Tipp

Bevor Sie eine neue PV-Anlage installieren, sollten Sie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen, um zu ermitteln, ob trotz der sinkenden Einspeisevergütung noch eine Rendite erzielt werden kann. In die Berechnung sollten neben den Vergütungssätzen auch die Anschaffungskosten, der jährliche Stromertrag und die Qualität der Anlage einbezogen werden.

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