Newsletter, vergleich.de 30. November 2009

 

Nur wenige Menschen zahlen einen Hausbau oder Hauskauf aus der eigenen Tasche. Die meisten müssen dabei auf jeden Euro achten. Da kommen zusätzliche Finanzhilfen gelegen. Wir haben für Sie Förderungsmöglichkeiten zusammengestellt, die garantiert nicht jeder kennt. 
      

Individuelle Förderprogramme

Regionale Bauförderung
Viele Bundesländer vergeben günstige Darlehen und Zuschüsse für den Bau eines Eigenheims. Auch Kommunen, Städte und sogar Kirchen unterstützen Bauwillige mit verschiedenen Förderprogrammen. Die Darlehen werden sowohl für Grundstücke und Neubauten als auch für Modernisierungen und Erweiterungen einer bestehenden Immobilie gewährt. Wer hiervon profitieren möchte, sollte seinen Antrag möglichst nicht erst zum Ende des Jahres stellen. Sind die Fördermittel für ein Jahr erstmal ausgeschöpft, gehen Antragssteller leer aus.

Für die meisten Förderprogramme gelten Einkommensgrenzen. Neben Geringverdienern profitieren vor allem Familien mit Kindern von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Aber auch Paare, die erst noch eine Familie gründen wollen, sowie Singles erhalten Förderungen.


Baugeld für Familien
Viele Städte und Kommunen vergeben für den Erwerb von Wohneigentum kräftige Zuschüsse an junge Familien oder Alleinerziehende mit Kindern. So wollen sie die Abwanderung in andere Städte stoppen und durch den Zuzug neuer Familien die Infrastruktur stärken. Die Förderpalette reicht dabei von Zins- und Baukostenzuschüssen, günstigen Darlehen bis hin zu verbilligten Grundstücken. Einige Städte, wie Schöningen im Braunschweiger Land, vergeben sogar kostenlose Kindergartenplätze oder locken mit einer kostenlosen Bahncard. Die Stadt wirbt zudem mit einer eigenen Pendlerpauschale und einem Zuschuss von 2.500 Euro für die Anschaffung eines notwendigen Zweitwagens.

Auch Kirchen unterstützen Familien bei der Finanzierung von Wohneigentum. Neben zinsgünstigen oder gar zinslosen Darlehen werden auch verbilligte Erbbaurechte vergeben. Je nach Bistum und Anzahl der Kinder sind bis zu 100 Prozent Erbbauzinsermäßigung drin.


Unterstützung durch den Arbeitgeber
Einige Firmen gewähren ihren Mitarbeitern beim Hauskauf einen günstigen Firmenkredit. Die Rückzahlung erfolgt durch die Einbehaltung der monatlichen Rate direkt vom Nettolohn. Doch Vorsicht: Durch den unterschiedlichen Betrag, der sich durch den Marktzins und dem Mitarbeiter gewährten Zins ergibt, entsteht eventuell ein Zinsvorteil. Übersteigt dieser 44 Euro im Monat, unterliegt der Betrag der Lohnsteuerpflicht. Sobald aber die Darlehensrestschuld einen Betrag von 2.600 Euro unterschreitet, entfällt die Versteuerung.


Steuervorteile für denkmalgeschützte Gebäude
Sie möchten eine Immobilie sanieren, die unter Denkmalschutz steht? Dann können Sie 10 Jahre lang jeweils 9 Prozent der Sanierungskosten als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Beachten Sie aber, dass die Sanierungsarbeiten erst nach Abschluss des Kaufvertrages beginnen dürfen.


Preiswertes Wohneigentum
Nutzen Sie alle Förderungsmöglichkeiten. Erkunden Sie sich bei Ihrer Stadt, Kommune oder Kirche nach Fördermitteln. Auch die KfW vergibt zinsgünstige Darlehen, wenn bestimmte Auflagen erfüllt werden. Oft können Sie dabei mehrere Förderungen kombinieren. Aber denken Sie dran: Erst Fördermittel beantragen und bewilligen lassen, dann erst bauen oder kaufen.


Baufinanzierung ab  3,83 Prozent

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