Können wir helfen?
Kostenlos, Mo.–Fr. von 8–18 Uhr
Geldanlage

Auf dem Festgeldkonto gibt es feste Zinsen und optimale Renditen

Das Festgeldkonto lohnt für jeden, der kurzfristig auf sein Geld verzichten kann und sich mittelfristig gute Festgeldzinsen sichern möchte. Trotz Mini-Zinsen gibt es Banken, die gute Zinssätze für Festgeld zahlen. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Festgeldkonto ankommt.

Was unterscheidet das Festgeldkonto vom Tagesgeld?

Im Unterschied zum Tagesgeldkonto wird der Anlagebetrag beim Festgeldkonto über einen bestimmten Zeitraum zu einem vergleichsweise besseren Zinssatz festgelegt. Die Mindestanlagesumme beginnt bei den meisten Banken bei 2.500 €. Die Laufzeit beträgt beim Festgeld, einer Form des Termingelds, üblicherweise mindestens einen Monat und maximal 10 Jahre. Der Anlagebetrag kann in der Regel während des festgelegten Zeitraums nicht erhöht werden.

Nach Ende der Laufzeit wird das angelegte Festgeld inklusive der angesparten Zinsen auf das angegebene Referenzkonto überwiesen. Es ist aber auch möglich, bereits bei Eröffnung des Festgeldkontos festzulegen, dass die Summe automatisch wieder zu neuen Konditionen angelegt wird. Es empfiehlt sich, als Referenzkonto ein verzinstes Konto anzugeben. So erhalten Sie für Ihr Erspartes weiterhin Zinsen. Das kann ein Girokonto mit Verzinsung oder auch ein Tagesgeldkonto sein.

Die Anlagestrategie für Festgeld: So erhalten Sie hohe Zinsen

Anders als beim Tagesgeld ist der Zinssatz beim Festgeldkonto fest. Das bedeutet, dass der bei der Eröffnung des Kontos gültige Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgeschrieben wird. Deshalb ist es immer lohnenswert, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Direktbanken bieten in der Regel höhere Zinssätze an als Filialbanken. Das ist möglich, weil sie keine Zweigstellen haben und so weniger Kosten als eine Bank mit mehreren Filialen tragen müssen.

Bei der Wahl des Festgeldkontos ist zudem zu beachten, ob Zinsausschüttungen angeboten werden. Wenn die bereits angesparten Zinsen jährlich auf ein Festgeldkonto mit mehrjähriger Laufzeit eingezahlt werden, ist der Zinsertrag natürlich höher, als wenn der Zinsertrag lediglich zum Ende der Laufzeit ausgezahlt wird.

Die Höhe der Festgeldzinsen orientiert sich gewöhnlich am allgemeinen Zinsniveau, das durch die Entwicklung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst wird. Da in der Regel nicht vorhersehbar ist, wie sich der Zinssatz entwickelt, empfiehlt es sich, beim Sparen mit Festgeld strategisch vorzugehen. Eine Möglichkeit ist es, das zur Verfügung stehende Geld aufzuteilen und mit mehreren Laufzeiten anzulegen. Wenn Sie Ihr Geld beispielsweise auf drei verschiedenen Festgeldkonten mit einem, zwei und drei Jahren Laufzeit anlegen, haben Sie jährlich die Möglichkeit, auf einen Teil Ihres Ersparten plus Zinsertrag zuzugreifen.

Einlagensicherung: So sicher ist Ihr Festgeldkonto

Die Deutschen sind sicherheitsorientiert. Laut einer Umfrage des Statistik-Portals statista waren 2014 lediglich 1,4 Millionen potenzielle Anleger bereit, für eine hohe Rendite ein höheres Risiko einzugehen. Deshalb ist Festgeld als eine der sichersten Geldanlagen auch eine der beliebtesten Anlageformen. Denn bei Festgeld sind die Spareinlagen durch verschiedene Einlagensicherungssysteme geschützt.

Die gesetzliche Einlagensicherung garantiert im Falle einer Bankenpleite eine Entschädigungen bis zu 100.000 €. Bei Gemeinschaftskonten sind bis zu 200.000 € geschützt. Darüber hinaus gibt es eigenständige Sicherungssysteme der verschiedenen Banken und Sparkassen, die noch höhere Summen absichern. Wie hoch diese Beträge genau sind, erfahren Sie direkt auf den Internetseiten der Banken. In unserem Festgeld Vergleich sehen Sie auf einen Blick, wie und in welcher Höhe Ihre Spareinlage geschützt ist.

Freistellungsauftrag sichert Zinseinnahmen

Mit einem Freistellungsauftrag bewahren Sie Ihre Festgeldzinsen vor der Besteuerung. Andernfalls greift die Abgeltungssteuer und 25 % Ihrer Zinserträge werden vom Festgeldkonto direkt an das Finanzamt weitergeleitet. Zusätzlich wird auch noch der Solidaritätszuschlag und seit Anfang 2015 gegebenenfalls auch die Kirchensteuer abgezogen.

Der Sparerpauschbetrag, also die steuerfreie Gesamtsumme aller Zinserträge, beträgt pro Person 801 €, für Ehepaare 1.602 €. Falls der Freistellungsauftrag nicht rechtzeitig gestellt wird und die Bank den Abzug an das Finanzamt weiterleitet, ist es möglich, das Geld mit der nächsten Einkommenssteuererklärung zurückzufordern. Geringverdiener wie Rentner oder Studenten, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht erreichen, aber Kapitalerträge haben, brauchen statt des Freistellungsauftrags eine Nichtveranlagungsbescheinigung. Diese stellt das Finanzamt aus und gilt für maximal drei Jahre.

Festgeldkonto vorzeitig kündigen

Ein Festgeldkonto ist in der Regel nicht vorzeitig kündbar. Deshalb empfiehlt es sich genau zu überlegen, wie lange Sie auf Ihr Geld verzichten können. Mit dem Abschluss eines Festgeldkontos wird nicht nur vereinbart, dass der Sparer nach Ende der Laufzeit eine bestimmte Rendite erhält, sondern auch, dass die Bank bis zum Ende der Laufzeit mit dem angelegten Kapital arbeiten kann. Deshalb ist ein Festgeld bei den meisten Banken nur aus wichtigen Gründen wie Tod oder drohender Privatinsolvenz vorzeitig auflösbar. Auf jeden Fall muss der Sparer bei der Kündigung mit Zinseinbußen durch Senkung des Zinssatzes und Bearbeitungsgebühren rechnen.

Festgeld im Ausland anlegen

Die Zinsen im Ausland sind derzeit oft höher als in Deutschland. Bei Festgeldkonten aus Euro-Ländern sind Anlagen bis 100.000 € durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Das Rating der Banken, also die Einstufung ihrer Bonität, ist ein guter Anhaltspunkt dafür, wie vertrauenswürdig die einzelnen Institute sind. Diese Ratings werden regelmäßig von Agenturen wie Standard & Poor’s vorgenommen. Riskanter kann die Geldanlage in fremden Währungen sein. Viele Banken werben aktuell mit hohen Renditen von Fremdwährungskonten. Die Zinserträge können deutlich höher sein als bei Geldanlagen in Euro. Hier besteht allerdings immer die Gefahr, dass es aufgrund negativer Wechselkursentwicklungen zu Verlusten kommen kann.

Beispielrechnung: Festgeld, Tagesgeld und Sparen im Ausland

Wie viel Zinsertrag ist für eine Geldanlage in Höhe von 10.000 € innerhalb von einem Jahr möglich? Unsere Beispielrechnung zeigt Ihnen drei Varianten.

Variante 1: Festgeld mit österreichischer Einlagensicherung

  • Zinssatz: 1,4 %, Zinsausschüttung einmal im Jahr
  • garantierter Zinsertrag = 140 €

Variante 2: Tagesgeld mit deutscher Einlagensicherung

  • Zinssatz: 1,10 %, monatliche Zinsausschüttung, Spareinlage täglich verfügbar, vier Monate Zinsbindung
  • Zinsertrag bei konstantem Zinssatz = 110,56 €

Variante 3: Fremdwährungstagesgeld, Anlage in Südafrikanischen Rand

  • Zinssatz 3,25 %, Risiko der negativen Wechselkursentwicklung vorhanden
  • Zinsertrag bei konstantem Zinssatz und Devisenkursgewinn (20 %) = +412,36 € (Gewinn)
  • Zinsertrag bei konstantem Zinssatz und Devisenkursverlust (20 %) = -274,90 € (Verlust)
Vergleich.de Tipp

Mittelfristig ist mit einer Steigerung der Zinsen zu rechnen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, Ihr Geld nur mit einer geringen Laufzeit auf einem Festgeldkonto zu parken. Alternativ können Sie Ihr Vermögen auf mehrere Geldanlagen mit unterschiedlicher Laufzeit verteilen, um so flexibel auf die aktuelle Situation reagieren zu können.

Wo gibt es die besten Zinsen?

Auch in Zeiten von Niedrigzinsen lohnt es sich zu sparen. Wir zeigen Ihnen, bei welchen Geldanlagen Sie für Ihr Geld noch eine gute Rendite bekommen und von welchen Anlagen Sie aktuell besser die Finger lassen!

aktuelle Zinsen
Kontoeröffnung mit Postident

Eröffnen Sie ein Online-Konto, muss Ihre Identität sichergestellt werden. Das sogenannte Postident-Verfahren dient der Identifizierung. Was sich kompliziert anhört, ist aber in wenigen Schritten erledigt.

Postident-Verfahren
Bankenpleite: Ist Ihr Geld sicher?

Bei einer Bankenpleite ist Ihr Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Darüber hinaus gibt es noch weitere Maßnahmen, die Ihr Erspartes vor der Pleite schützen!

Einlagensicherung
Zum Anfang der Seite

Vergleich.de verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.