Können wir helfen?
Kostenlos, Mo. bis Fr. von 8 bis 18 Uhr
Geldanlage

Tagesgeld anlegen: In 5 Schritten zur Tagesgeldanlage

Möchten Sie täglich auf Ihr Erspartes zugreifen können aber trotzdem nicht auf einen Zinsertrag verzichten? Dann kommt Tagesgeld als flexible Geldanlage für Sie in Frage. Wir erklären Ihnen, wie Sie ganz einfach in 5 Schritten ein Tagesgeldkonto eröffnen und Tagesgeld anlegen.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Schritt 1: Finden Sie die besten Zinsen für Ihre Tagesgeldanlage

      Das Zinsniveau liegt extrem niedrig, das macht es noch wichtiger, die besten Angebote für Tagesgeld zu vergleichen. Ganz einfach geht das mit unserem Tagesgeldrechner.

      Tagesgeld vergleichen

      Tagesgeldrechner

      Vergleichen Sie jetzt unverbindlich die Angebote vieler Anbieter.

      Wollen Sie bei Ihrer Geldanlage auf Tagesgeld setzen, müssen Sie in unserem Rechner nur eine Variable verändern: die Höhe des Betrags. Dann wird Ihnen der Zinssatz für das Tagesgeld angezeigt, die dazugehörige Bank und dazu der Zinsertrag im ersten Monat. Die Höhe des Anlagebetrags hat zwar keine Auswirkungen auf den Zinssatz. Höhere Beträge führen aber zu einer größeren Auswahl an Banken, die eventuell höhere Zinsen anbieten.

      Tagesgeld anlegen: besonders Neukunden profitieren!

      Neukunden bekommen meist die höchsten Tagesgeldzinsen. Banken möchten über Tagesgeldkonten Kunden an sich binden. Den damit verbundenen finanziellen Vorteil können Sie mitnehmen. Achten Sie aber darauf, dass die guten Konditionen dann in der Regel nach einer gewissen Zeit auslaufen. Danach sollten Sie neu vergleichen.

      Zu den wichtigsten Tagesgeld-Tipps zählt daher das regelmäßige Abschöpfen der Neukundenvorteile. Die beste Verzinsung ergibt sich durch Boni, die Neukunden gewährt werden. Als Tagesgeld-Hopper, der immer wieder neu zu einer Bank wechselt und diesen Vorteil abschöpft, fahren Sie am besten.

      Wann steigen die Zinsen für Tagesgeld?

      Das ist ungewiss, Experten rechnen frühestens 2020 damit. Über Steigen und Sinken der Zinsen für Tagesgeld entscheidet die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die Zinsen orientieren sich nämlich am Leitzins der EZB. Ein veränderter Leitzins führt binnen weniger Tage zu einem veränderten Zinssatz für Tagesgeld. Technisch funktioniert das so: Die obere Zinsgrenze für Tagesgeld ist die sogenannte Spitzenrefinanzierungsfazilität. Das ist der Zinssatz, zu dem Banken unbegrenzt Liquidität aus dem Euroraum bekommen können. Seit langem trägt dieser Zinssatz eine Null vor dem Komma, weshalb das Tagesgeld entsprechend niedrig verzinst ist. Anfang der 2000er Jahre stand noch eine Vier vor dem Komma und das Tagesgeld war entsprechend höher verzinst.

      Schritt 2: Angebote für Tagesgeldanlagen vergleichen

      Wo Sie Tagesgeld anlegen ist eine von mehreren Faktoren abhängige Entscheidung. Zinsen für Tagesgeld sind sicher der wichtigste Faktor. Bevor Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen sollten Sie aber auch die anderen Faktoren beachten, die ansonsten ihre Rendite schmälern können.

      • Zinsgutschrift: Gerade wenn Sie Ihr Geld über längere Zeit auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen möchten, ist die Häufigkeit der Auszahlung wichtig. Manche Banken schreiben nur einmal im Jahr die Zinsen gut. Andere einmal im Vierteljahr und andere monatlich. Die kurze Taktung ist die beste, weil so die Zinsen mit auf das Tagesgeldkonto fließen. Dann profitieren Sie vom Zinseszinseffekt. Allerdings müssen die Zinsen dann auch wirklich auf das Tagesgeldkonto fließen – manche Banken zahlen auf das angegebene Referenzkonto, also in der Regel das Girokonto.
      • Gebühren: Die meisten Banken verzichten auf Gebühren. Vermeiden Sie also einen Vertragsabschluss bei einer Bank mit Gebühren – es sei denn, durch die lukrativen Zinsen werden diese im Vergleich mehr als ausgeglichen.
      • Kündigungsfrist: Dies ist der große Vorteil von Tagesgeld. Auf Tagesgeldkonten ist das Kapital ohne eine Kündigungsfrist jederzeit abrufbar. Nur falls Sie das Geld vollständig abziehen, sollten Sie das Konto kündigen und auch ihren Freistellungsauftrag löschen.

      Was ist Tagesgeld in Fremdwährung?

      Tagesgeld in Fremdwährung ist die spekulative Form des Tagesgelds. Statt in Deutschland oder in der Eurozone legen Sie ihr Tagesgeld im Ausland auf einem Fremdwährungskonto an. Sie tauschen den zur Anlage gedachten Eurobetrag zunächst in eine andere Währung. Oft können Sie dann zu deutlich attraktiveren Zinsen in dieser Währung ein Tagesgeldkonto führen – etwa in türkischer Lira, südafrikanischen Rand, US-Dollar oder in britischem Pfund.

      Das Risiko liegt in den Kursschwankungen. Diese können je nach politischer Lage erheblich sein: So setzte etwa der Brexit das Pfund erheblich unter Druck. Wenn Sie eine Währung teuer gekauft haben, verliert ihr Tagesgeld in solchen Fällen also an Wert. Aber natürlich können Sie auch profitieren, wenn Sie die Währung günstig getauscht haben und bei deutlich gestiegenem Kurs das Tagesgeldkonto von der Fremdwährung wieder in Euro tauschen.

      Schritt 3: Eröffnen Sie ein Tagesgeldkonto

      Wollen Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen, müssen Sie zunächst den entsprechenden Antrag ausfüllen. Dies können Sie online machen. Im nächsten Schritt zum Tagesgeld anlegen müssen Sie sich dann identifizieren. Zwei Verfahren stehen zur Verfügung. Verbreitet ist das sogenannte Postident-Verfahren. Mit ihrem Personalausweis (alternativ Reisepass oder Meldebescheinigung) gehen Sie in eine Post und nehmen dort an dem Verfahren teil. Die Post verschickt dann kostenlos die Unterlagen an die Bank und ihr Konto ist eröffnet.

      Deutlich schneller ist das Video-Ident-Verfahren. Dabei können Sie sich am Computer, Smartphone oder Tablet in einem Chat identifizieren. Sie benötigen natürlich auch hier ein gültiges Ausweisdokument, das während des Chats geprüft wird. Im schnellsten Fall bekommen Sie unmittelbar nach der Identifizierung eine E-Mail für den Erstlogin und können dann direkt das Tagesgeld anlegen.

      Schritt 4: Überweisen Sie Geld auf das Tagesgeldkonto

      Sobald ihr Tagesgeldkonto eröffnet ist, können Sie loslegen. In der Regel überweisen Sie von ihrem Girokonto den Anlagebetrag auf das Konto – fertig. Sie können nun auch jederzeit ihren Anlagebetrag erhöhen oder verringern. Bareinzahlungen oder Scheckgutschriften sind nicht möglich.

      Schritt 5: Behalten Sie das Ende der Zinsgarantie im Blick

      Beim Tagesgeld ist eine Zinsgarantie die Ausnahme. Gewährt eine Bank eine Zinsgarantie, macht sie das nur zeitlich kurz begrenzt. Der Zins gilt dann zum Beispiel für 3 Monate, oft sogar deutlich kürzer. Danach ist der Zinssatz variabel. Sie müssen also ein Auge auf die Informationen der Bank zum neuen Zinssatz haben und jederzeit zu einem Wechsel der Bank bereit sein, damit Sie sich die besten Konditionen bewahren.

      Tipp: Auch beim regelmäßigen Wechsel Ihres Tagesgeldkontos sollten Sie an den Freistellungsauftrag bei der Bank denken. Denn ohne das Hinterlegen von Freistellungsaufträgen wird die Abgeltungssteuer automatisch vom Ertrag abgezogen. Sie sollten auch nicht vergessen, beim Bankwechsel den alten Freistellungsauftrag zu kündigen.

      Für wen lohnt sich Tagesgeld?

      Mit Tagesgeld zu sparen hat in verschiedenen Situationen Vorteile. Grundsätzlich profitieren Sie davon, dass Tagesgeld sicher ist und beim Tagesgeld anlegen Zinsen anwachsen. Ein Vergleich von Tagesgeld mit Girokonto zeigt, dass in der Regel beim Tagesgeld mehr rausspringt. Wer also auf seinem Girokonto immer einen gewissen Betrag im Plus vor sich herschiebt und das Geld nicht langfristig anlegen will, sollte es lieber auf ein Tagesgeldkonto überweisen.

      Tagesgeld lohnt sich außerdem für

      • Gemeinschaftskonten von Paaren, Geschäftspartnern, Erbengemeinschaften oder Freundesgruppen. Das oft mit nennenswerten Beträgen ausgestattete Gemeinschaftskonto bringt mit Tagesgeld einen höheren Zinsertrag als auf dem Girokonto. Allerdings akzeptiert nicht jede Bank das Gemeinschaftskonto für Tagesgeld – dies muss vorher geklärt sein.
      • Kinder. Taschengeld kann hier auf dem Konto statt in bar untergebracht werden. Auch Geldgeschenke können hier angelegt werden. Sinnvoll ist dies, wenn das Geld flexibel bleiben soll etwa für größere Anschaffungen. Ansonsten wäre eine Festgeldanlage die bessere, ebenfalls sichere Anlage. Der Vorteil von Tagesgeld für Kinder ist, dass hier viele Banken noch üppigere Vorteile für Neukunden anbieten. Etwa durch eine Gutschrift oder einen zeitlich begrenzten erhöhten Zinssatz.
      Vergleich.de Tipp

      Tagesgeld belohnt aktive Kunden. Vergleichen Sie immer wieder die aktuellen Konditionen. Bei einem verbesserten Angebot sollten Sie nicht zögern, das Tagesgeldkonto aufzulösen und das Geld auf ein Tagesgeldkonto einer anderen Bank zu verlagern – jeder Ausschlag des Zinses nach oben bringt etwas Ertrag.

      Wie Sie Ihr Geld sicher anlegen

      Die Geldanlage bestimmt, ob Sie mit Ihrem Geld einen sicheren Vermögensaufbau, schnellen Renditegewinn oder eine risikoreiche Investition tätigen. Welche Faktoren das bestimmen, sehen Sie hier.

      Anlagetipps
      Welche Geldanlage ist besser?

      Wir haben die Vor- und Nachteile von Tagesgeld und Festgeld für Sie gegenübergestellt. Erfahren Sie, anhand welcher Kriterien Sie sich für eine der Geldanlagen entscheiden sollten.

      Tagesgeld oder Festgeld?
      Wo gibt es die besten Zinsen?

      Auch in Zeiten von Niedrigzinsen lohnt es sich zu sparen. Wir zeigen Ihnen, bei welchen Geldanlagen Sie für Ihr Geld noch eine gute Rendite bekommen und von welchen Anlagen Sie aktuell besser die Finger lassen!

      aktuelle Zinsen
       

      Vergleich.de verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.