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Geldanlage

Festgeldzinsen: So erzielen Sie die beste Rendite mit Festgeld!

Durch das anhaltende Niedrigzinsniveau sind die Zinsen für Festgeld weiter im Keller. Welche Rolle die Inflation und der Leitzins dabei spielen, wie Sie mit der richtigen Anlagestrategie trotzdem gute Renditen erzielen und welche Festgeldzinsen aktuell für Sie möglich sind, erfahren Sie bei uns.

Festgeldzinsen: So erzielen Sie die beste Rendite mit Festgeld
  • Inhaltsverzeichnis
    • Wie hoch sind die aktuellen Festgeldzinsen?

      Die Zeiten, in denen Banken auf Festgeld 6 % Zinsen gezahlt haben, gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Durch das allgemeine Niedrigzinsniveau sind aktuell Festgeldzinsen zwischen 0,10 bis höchstens 2 % möglich. Die folgende Tabelle zeigt die besten Festgeldzinsen für einen Sparbetrag in Höhe von 10.000 € und einer Laufzeit von 3 Jahren.

      Die aktuell besten Festgeldzinsen bei einem Anlagebetrag von 10.000 €

      ZinsenAnbieterHerkunftsland
      1,35 %HaitongPortugal
      1,20 %Banco FinantiaPortugal
      1,10 %illimityItalien
      1,10 %InbankEstland
      1,05 %ExpobankTschechien
      1,05 % Hoist FinanceSchweden
      1,00 %J&T BankaTschechien

      Quelle: Vergleich.de Festgeld Vergleich, Stand: 02.12.2019

      Unabhängig vom niedrigen Zinsniveau können Sie die Festgeldzinsen durch die Wahl der richtigen Laufzeit oder Höhe der Anlagesumme optimieren und so Ihre Erträge steigern. Wir erklären Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihrer Festgeldanlage holen.

      Festgeldzinsen berechnen

      Festgeld Vergleich

      Wie bekomme ich höhere Zinsen für mein Festgeld?

      Es gibt mehrere Maßnahmen, wie Sie die Höhe der Festgeldzinsen beeinflussen können. Wir stellen Ihnen fünf Möglichkeiten vor.

      1. Wählen Sie längere Laufzeiten

      Bei Eröffnung eines Festgeldkontos können Sie die Dauer der Laufzeit in Schritten selbst bestimmen. Die Laufzeiten von Festgeld liegen in der Regel zwischen 1 Monat und 10 Jahren. Eine lange Laufzeit hat für die Bank den Vorteil, dass sie länger mit Ihren Spareinlagen arbeiten und Geld verdienen kann. Diese Planungssicherheit belohnen Banken in der Regel mit höheren Zinsen. Deshalb gilt generell: Je länger die vereinbarte Laufzeit, desto höher können die Zinsen ausfallen. Entsprechend niedriger fallen die Zinssätze wiederum bei kurzen Laufzeiten aus.

      Die folgende Tabelle verdeutlicht, wie sich Zins und Ertrag bei unterschiedlichen Laufzeiten verändern. Für die Berechnung haben wir Angebote aus unserem Festgeld Vergleich herangezogen:

      Die aktuell besten Zinsen und Zinserträge bei unterschiedlichen Laufzeiten

      LaufzeitAnlagebetragZinsZinsertrag
      2 Jahre10.000 €1,30 %260 €
      4 Jahre10.000 €1,50 %600 €
      5 Jahre10.000 €1,60 %800 €
      10 Jahre10.000 €1,40 %1.400 €

      Quelle: Vergleich.de Festgeld Vergleich, Stand: 02.12.2019

      Fazit: Bei diesem Beispiel erhalten Sie bei einer Anlagesumme von 10.000 € und einer Laufzeit von 5 Jahren den besten Zins. Bei dieser Beispielrechnung zahlt es sich also nicht aus, wenn Sie sich für 10 Jahre binden. Mit 5 Jahren Laufzeit halten Sie sich hingegen die Möglichkeit offen, nach Ablauf der Zinsbindung von einem besseren Zinsniveau zu profitieren.

      2. Verteilen Sie Ihr Festgeld mit der Treppenstrategie auf mehrere Laufzeiten

      Es lässt sich nicht voraussagen, wie sich die Festgeldzinsen in Zukunft entwickeln. Daher ist die Wahl der Laufzeit auch immer eine Wette darauf, dass die Zinsen in dieser Zeit nicht weiter ansteigen. Steigen die Zinsen innerhalb der Laufzeit, können Sie durch die Zinsbindung nicht zu dem renditestärkeren Festgeldangebot wechseln. Sind Sie sich unsicher, wie lange Sie Ihr Geld anlegen sollen, können Sie auch die sogenannte „Treppenstrategie“ anwenden. Dabei verteilen Sie Ihre Anlagesumme auf unterschiedlich lange Laufzeiten, z. B. von 1, 2 und 3 Jahren. Ihr Vorteil: Durch diese Anlagestrategie bekommen Sie jedes Jahr Zugriff auf einen Teil Ihrer Anlage, die Sie, je nach Zinsniveau, wieder zu verbesserten Konditionen anlegen können.

      Bild: Treppenstrategie bei der Festgeldanlage

      3. Legen Sie die Höhe der Anlagesumme gezielt fest

      Neben der Laufzeit ist beim Festgeld auch die Anlagesumme ein wichtiger Faktor, der über die Zinshöhe entscheidet. Je höher der Anlagebetrag, desto höhere Zinsen können Sie erwarten. Zu hoch sollte der Anlagebetrag jedoch auch nicht sein, denn einige Banken zahlen über eine bestimmte Anlagesumme hinaus keine Zinsen mehr. Wie sich die Höhe des Zinses bei unterschiedlichen Laufzeiten und Anlagesummen verändert und mit welchem Zinsertrag Sie insgesamt rechnen können, zeigt Ihnen unser Festgeld Vergleich.

      4. Nutzen Sie häufige Zinsgutschriften

      Achten Sie bei der Wahl der richtigen Festgeldanlage auf den Zeitpunkt für die Zinsgutschrift. Diesen Zeitpunkt können Sie bei vielen Festgeldanlagen frei wählen. Entscheiden Sie sich für monatliche, viertel- oder jährliche Zinsgutschriften auf Ihr Festgeldkonto anstatt der Auszahlung am Ende der Laufzeit.

      Der Vorteil: Mit jeder Zinsgutschrift erhöht sich Ihr Anlagebetrag. Da Ihnen Ihre Bank den vereinbarten Zins auf den vollen Anlagebetrag zahlt, erhöhen sich damit auch Ihre Zinseinnahmen – Sie profitieren vom sogenannten Zinseszinseffekt.

      5. Wählen Sie attraktivere Festgeldzinsen im Ausland

      Die höchsten Zinssätze erhalten Sie aktuell, wenn Sie Ihr Festgeld bei Direktbanken im Ausland anlegen. Mit den höheren Zinsen steigt allerdings auch das Risiko für Anleger, denn gute Festgeldzinsen erhalten Sie oft bei Banken aus Ländern wie Bulgarien, Italien oder Frankreich. Diese Länder sind gehören alle zur EU, verfügen aber über eine sehr unterschiedliche Kreditwürdigkeit. Zwar sind Geldanlagen innerhalb der EU bis 100.000 € pro Person durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, es existiert jedoch keine gemeinsame Haftung der EU-Mitgliedsstaaten. Das bedeutet: Geht die Bank mit Ihren Einlagen pleite und reicht die Einlagensicherung nicht aus, muss das jeweilige EU-Land einspringen. Und da ist es unsicher, ob das klappt.

      Wir empfehlen Ihnen deshalb, bei Sparkonten im Ausland auf die Bonität des jeweiligen Landes zu achten. Um die Bonität der einzelnen Länder zu prüfen, können Sie die aktuellen Ratings der drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch heranziehen. Die Ratingagenturen verwenden Buchstabenabfolgen, um die Kreditwürdigkeit von Ländern, Banken oder Unternehmen zu beschreiben. Die Ratings reichen von AAA (höchste Bonität) bis D (schlechte Bonität). Eine Liste mit den aktuellen Ratings der wichtigsten Agenturen finden Sie bei der Börsen-Zeitung.

      Wann ist eine Festgeldanlage für mich geeignet?

      Festgeld lohnt sich für Sie, wenn Sie auf Ihr Geld mittelfristig nicht angewiesen sind und es deshalb für Monate oder Jahre fest anlegen können. Beachten Sie aber, dass Sie während der Laufzeit in der Regel keine Möglichkeit haben, auf Ihr Erspartes zuzugreifen. Nur in Ausnahmefällen entlässt Sie Ihre Bank aus dem laufenden Zinsvertrag. Außerdem können Banken bei vorzeitiger Kündigung Gebühren erheben oder die Zinserträge einbehalten.

      Festgeld ist im Vergleich zu anderen Geldanlagen eine sehr sichere Anlagemöglichkeit – im Falle einer Bankenpleite sind Ihre Einlagen EU-weit bis 100.000 € abgesichert.

      Fazit: Wenn Sie ein auf Sicherheit bedachter Anleger sind, Ihr Erspartes nicht dem Risiko von Zinsänderungen aussetzen möchten und mittelfristig Ihr Geld nicht für andere Ausgaben benötigen, ist Festgeld für Sie die richtige Wahl.

      Warum gibt es für Festgeld oft höhere Zinsen als für Tagesgeld?

      Warum gibt es für Festgeld oft höhere Zinsen als für Tagesgeld?

      Beim Festgeld legen Sie Ihr Geld für eine bestimmte Laufzeit an und erhalten dafür von Ihrer Bank einen garantierten Zinssatz. Der Vorteil: Sie wissen genau, wie viel Zinsertrag Sie für den Anlagezeitraum erhalten und sind außerdem vor Zinsänderungen geschützt. Ihre Bank wiederum kann fest mit Ihren Einlagen planen. Diese Sicherheit belohnen Banken in der Regel mit höheren Zinssätzen als beim Tagesgeld.

      Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Wählen Sie für Ihr Festgeld beispielsweise eine sehr kurze Laufzeit, kann der Zins durchaus auch mal niedriger ausfallen, als wenn Sie Ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto deponieren würden. Deshalb gilt: wählen Sie für Ihren Anlagebetrag unterschiedliche Laufzeiten und vergleichen Sie die einzelnen Zinskonditionen miteinander, so finden Sie schnell heraus, welche Geldanlageform die richtige für Ihr Sparvorhaben ist.

      Inflation lässt Ihr Sparguthaben schrumpfen

      Auch bei einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto mit hohen Zinsen besteht die Gefahr, dass der Zinsertrag durch die Inflation aufgefressen oder wenigstens gemindert wird. Aktuell ist die Inflationsrate in Deutschland gesunken, sie liegt bei 1,3 % (Stand: März 2019). Für das gesamte Jahr 2018 betrug sie noch 1,8 %. Ihr Geld verliert also jedes Jahr an Wert.

      So wirkt sich die Inflation auf die Festgeldzinsen aus

      Die Festgeldzinsen sind in vielen Fällen niedriger als die Inflationsrate. Das wirkt sich auf die Rendite Ihrer Geldanlage aus. Ein Beispiel macht den negativen Effekt nachvollziehbar: Eine Bank zahlt auf Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Mindestanlage von 2.500 € aktuell nur einen Zins von 0,4 %. Die Inflationsrate liegt zum selben Zeitpunkt hingegen bei knapp 2 %. Damit liegen die Preissteigerungsraten deutlich über den Marktzinsen. Legen Sie Ihr Geld heute für 5 Jahre zu 0,4 % an und bleibt die Inflation über den gesamten Zeitraum konstant bei 2 %, verlieren Sie in den 5 Jahren Geld, statt Rendite zu erwirtschaften. Die folgende Beispielrechnung zeigt anhand von zwei unterschiedlichen Festgeldzinsen, wie viel Zinsertrag Sie mit Ihrer Festgeldanlage innerhalb von 5 Jahren ohne Einberechnung der Inflation erwirtschaftet hätten:

      Zinsertrag von Festgeldanlagen ohne Einberechnung der Inflationsrate

       AnlagebetragZinssatzLaufzeitZinsertrag nach 5 JahrenZinsertrag + Anlagebetrag
      Festgeld 12.500 €0,4 %5 Jahre50 €2.550 €
      Festgeld 22.500 €2,2 %5 Jahre275 €2.775 €

      Beim Festgeld 1 ist Ihr Anlagebetrag durch die Verzinsung von jährlich 0,4 % von 2.500 € auf insgesamt 2.550 € angestiegen. Beim Festgeld 2 ist Ihr Anlagebetrag durch die gute Verzinsung von 2,2 % auf 2.775 € angewachsen. Im Anlagezeitraum lag die jährliche Inflation jedoch konstant bei 2 %. Wie sich die Inflation nach 5 Jahren Laufzeit auf die Höhe der Einlagen ausgewirkt hat, zeigt die folgende Tabelle

      Wirkung der Inflation auf den Zinsertrag von Festgeldanlagen

       Zinsertrag + AnlagebetragInflationsrateWertverlust nach 5 JahrenWert nach 5 Jahren + ZinsertragGewinn/Verlust nach Inflation
      Festgeld 12.550 €2 %- 240 €2.310 €- 190 €
      Festgeld 22.775 €2 %- 262 €2.513 €13 €

      Beim Festgeld 1 sind die Einlagen zwar auf 2.550 € angestiegen, im selben Zeitraum lag die jährliche Inflation jedoch konstant bei 2 %. Dadurch ist Ihr Anlagebetrag nach 5 Jahren nur noch 2.310  € wert. Der Verlust beträgt also insgesamt 190 €. Hätten Sie Ihr Geld wegen der niedrigen Zinsen gar nicht angelegt, wäre Ihr Kapital nach 5 Jahren sogar nur noch 2.264 € wert. Die Berechnung zeigt, dass Ihre Geldanlage in diesem Fall zwar keine Rendite abgeworfen, aber die Geldentwertung abgemildert hat.

      Beim Festgeld 2 hat die Inflationsrate von 2 % den Geldwert Ihrer Anlage von 2.775 € auf 2.513 € gedrückt. Trotz des Wertverlustes haben Sie die Geldentwertung durch den höheren Zinsgewinn gestoppt und sogar ein Plus von 13 € erwirtschaftet. Ihre Geldanlage wirft also erst Rendite ab, wenn der Zinssatz höher ist als die Inflationsrate.

      Aktuelle Studie der Comdirect: Deutsche Sparer haben 2018 insgesamt 38,9 Milliarden Euro durch niedrig verzinste Geldanlagen verloren. Pro Bundesbürgen sind das 470 €. Das liegt an Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate. Nur durch gut verzinste Geldanlagen lässt sich dieser stetige Wertverlust aufhalten.

      Welchen Einfluss hat der niedrige Leitzins auf die Festgeldzinsen?

      Die Höhe der Festgeldzinsen wird maßgeblich durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt, denn sie legt regelmäßig die Höhe des Leitzinses fest, zu dem sich Banken Geld leihen können. Aktuell befindet sich das allgemeine Zinsniveau wegen der immer noch schwächelnden Wirtschaft in der Eurozone auf einem historischen Tiefstand. Die Banken können sich deshalb sehr günstig Geld von der EZB leihen und sind dadurch nicht mehr so stark auf die Einlagen der Anleger angewiesen. Die Folge: Die Zinsen für Geldanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld sind im Keller. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die Zinsen wieder steigen, wenn die EZB ihren Zinskurs ändert.

      Welche Zinsentwicklung beim Festgeld, beim Tagesgeld und bei den Bauzinsen erwartet wird, können Sie in unserer Zinsprognose lesen. Als Faustregel gilt: Je höher der Leitzins, desto höher fallen auch die Festgeldzinsen aus und umgekehrt.

      Vergleich.de Tipp

      Prüfen Sie bei Abschluss einer Festgeldanlage, ob diese am Ende der Laufzeit automatisch ausläuft oder ob Sie das Festgeldkonto schriftlich kündigen müssen. Ansonsten verlängert Ihre Bank Ihre Festgeldanlage bei nicht fristgerechter Kündigung zu den aktuellen Konditionen. Beachten Sie hierbei auch die Kündigungsfristen der Banken!

      Kontoeröffnung mit Postident

      Wer ein Konto bei einer Direktbank ohne Filiale eröffnet, kann sich ganz einfach legitimieren und seine Identität feststellen lassen, indem er das Postident-Verfahren nutzt.

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      Bankenpleite: Ist Ihr Geld sicher?

      Bei einer Bankenpleite ist Ihr Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Darüber hinaus gibt es noch weitere Maßnahmen, die Ihr Erspartes vor der Pleite schützen!

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      Hohe Zinsen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen gibt es aktuell nur im EU-Ausland. Ein Blick über die Grenze Deutschlands kann sich also lohnen. Doch wie sicher ist Ihr Geld im Ausland?

      Festgeldanlage
       

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