Können wir helfen?
Kostenlos, Mo. bis Fr. von 8 bis 18 Uhr
Geldanlage

Festgeldanlage im EU-Ausland: Wie sicher ist mein Geld?

Festgeldanlagen in Frankreich, Großbritannien oder Portugal bringen wesentlich höhere Zinsen als in Deutschland. Doch wie sieht es mit der Sicherheit der Spareinlagen aus, sollte die ausländische Bank mal pleitegehen? Erfahren Sie, mit welchen Risiken und Chancen eine Geldanlage im EU-Ausland verbunden ist.

Festgeldanlage im EU-Ausland: Wie sicher ist mein Geld?

Warum Festgeldanlagen im EU-Ausland immer attraktiver werden

Die gegenwärtig niedrigen Zinsen für Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld lassen Sparern kaum eine andere Möglichkeit, als bei der Suche nach guten Renditen einen Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus zu wagen. Und das aus gutem Grund:

Die aktuell höchsten Zinsangebote für Tages- und Festgeld kommen von Banken aus dem EU-Ausland. Frankreich, Portugal oder Bulgarien bieten Tagesgeld- und Festgeldzinsen zwischen 1 und 2 % an. In Deutschland zahlen viele Banken auf ein Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto hingegen nur noch zwischen 0,1 und 0,5 % Zinsen. Ein Vermögen lässt sich mit diesen Minizinsen kaum aufbauen.

Hinzu kommt, dass die Inflationsrate aktuell höher ist als Sparzinsen für Geldanlagen. Dies führt dazu, dass das Vermögen auf Ihrem Sparkonto von Monat zu Monat an Wert verliert. Bei einer Inflationsrate von 1,5 % (Stand: Juni) und einem Sparzins von 0,5 % verliert Ihr Geld jedes Jahr über 1 % an Wert. Aus diesem Grund weichen immer mehr Anleger auf die besseren Sparprodukte in anderen EU-Staaten aus.

Wie eröffne ich eine Geldanlage im EU-Ausland?

Die Eröffnung einer Tagesgeld- oder Festgeldanlage im Ausland lässt sich am einfachsten über eine Vermittlerplattform wie Weltsparen, Savedo oder Zinspilot durchführen. Der Vorteil für Sie gegenüber der Kontoeröffnung über einer Bank:

  • Sie müssen sich nicht persönlich bei der ausländischen Bank vor Ort ausweisen
  • Sie müssen keinen Wohnsitz im jeweiligen Land der Bank vorweisen
  • Sie müssen keine Sprachkenntnisse in der jeweiligen Landessprache besitzen

Die gesamte Abwicklung und Kommunikation der Kontoeröffnung im Ausland übernimmt die Vermittlerplattform für Sie. So werden Ihnen beispielsweise alle notwendigen Dokumente in Ihrer Landessprache zur Verfügung gestellt und alle Formalitäten der Kontoeröffnung für Sie durchgeführt. Die Verwaltung Ihrer Tagesgeld- oder Festgeldanlage im Ausland können Sie dann wie beim Online-Banking über Ihr persönliches Onlinekonto auf der jeweiligen Vermittlerplattform verwalten.

Tagesgeld oder Festgeld im Ausland anlegen – so funktioniert‘s!

  1. Um von den höheren Zinsen der Tagesgeld- oder Festgeldanlagen im EU-Ausland zu profitieren, müssen Sie sich zunächst für eine der Vermittlerplattformen wie Weltsparen, Savedo oder Zinspilot entscheiden.
  2. Im nächsten Schritt registrieren Sie sich kostenlos auf einer der Plattformen und eröffnen ein Verrechnungskonto, bei einer deutschen Partnerbank der Vermittlerplattform. Dabei geben Sie ein Referenzkonto an, von dem Sie aus Überweisungen auf das Verrechnungskonto vornehmen können.
  3. Nach erfolgreicher Identifizierung per Postident oder Videoident-Verfahren lässt Ihnen der Vermittler alle notwendigen Dokumente der Kontoeröffnung zukommen. In den meisten Fällen geschieht das per E-Mail.
  4. Im Anschluss können Sie beliebig viele Tagesgeld- oder Festgeldanlagen bei ausländischen Banken eröffnen. Die notwendigen Unterlagen zur Kontoeröffnung werden bei der ausländischen Bank für jedes Tagesgeld- oder Festgeldkonto über die Plattform einreicht. Die Anforderungen können jedoch von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen. Prüfen Sie vor Abschluss immer, ob bei der Bank im Ausland Kontogebühren oder weitere Kosten anfallen. Diese können Ihre Zinseinnahmen andernfalls schmälern.
  5. Haben Sie ein Geldanlageprodukt im Ausland abgeschlossen, überweist die Partnerbank der Vermittlerplattform das eingezahlte Geld direkt an die ausländische Bank.
  6. Bei einem ausländischen Festgeldkonto wird nach Ablauf der Anlagelaufzeit Ihr Sparguthaben inklusive Zinsen auf Ihr Verrechnungskonto gutgeschrieben.
  7. Sie können das Geld nun wieder neu anlegen oder es zur freien Verwendung auf Ihr Referenzkonto überweisen.
Warum zahlen europäische Banken höhere Zinsen auf Festgeldanlagen?

Warum zahlen europäische Banken höhere Zinsen auf Festgeldanlagen?

Banken aus dem EU-Ausland zahlen auf ihre Einlagen aktuell höhere Zinsen, weil es oft der günstigere und manchmal auch einzige Weg ist, um an frisches Kapital zu gelangen. Der Grund: Investoren legen ihr Kapital weniger in risikoreiche Länder und in deren Banken an. Dies hat zur Folge, dass sich die ausländischen Banken nur schwer neues Geld am Markt beschaffen können. Um an frisches Kapital zu gelangen, muss die Bank also auf den Markt für Privatanleger ausweichen. Damit dieser für den Privatanleger interessant ist, müssen im Umkehrschluss höhere Tagesgeld- oder Festgeldzinsen als bei den deutschen Banken angeboten werden.

An der Höhe der Zinsen lässt sich somit auch das jeweilige Risiko der Tagesgeld- oder Festgeldanlage ablesen. Bei Banken mit hohen Zinsangeboten besteht oft das größte Ausfallrisiko für Anleger. Eine hohe Rendite ist aber generell immer mit einem gewissen Risiko verbunden. In Deutschland haben Banken weniger Probleme an Geld zu kommen. Das spiegelt sich auch in den niedrigen Tagesgeldzinsen und Festgeldzinsen wider.

Wie sicher ist mein Festgeld im EU-Ausland?

Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind innerhalb der Europäischen Union (EU) alle Spareinlagen bis 100.000 € pro Anleger und Bank geschützt. Um das zu gewährleiten, muss jedes EU-Land einen eigenen nationalen Sicherungsfond in Höhe von 0,8 % der geschützten Einlagen aufbauen. Allerdings hat die EU den Mitgliedsstaaten dafür bis zum Jahr 2024 Zeit gegeben. Die Richtlinien der Einlagensicherung sind deshalb noch nicht in allen EU-Staaten voll umgesetzt worden. Für Sparer die Ihr Geld im EU-Ausland anlegen, stellt dies einen möglichen Risikofaktor dar, der bei der Wahl des Landes zu beachten ist.

Welche Sicherheiten bietet die Einlagensicherung tatsächlich?

  • Mit Umsetzung der Einlagensicherungsrichtlinie im Juli 2015 ist innerhalb der EU grundsätzlich jeder Bankkunde bis zu 100.000 € per Gesetz vor einer Bankenpleite geschützt. Es ist also gleichgültig wie viele Tagesgeldanlagen, Festgeldanlagen oder Fremdwährungskonten Sie bei der Bank eröffnet haben. Die Entschädigungssumme bei einer Bankenpleite beläuft sich immer nur auf maximal 100.000 € und zwar nicht pro Geldanlage, sondern nur pro Person.
  • Darunter fallen nicht nur Einlagen in Euro oder EU-Währungen sondern auch Fremdwährungen. Das bedeutet, wenn Sie bei einer europäischen Bank ein Konto in der bulgarischen Währung Lew oder in US-Dollar führen, erhalten Sie im Pleitefall auch für diese Einlagen eine Entschädigung. Allerdings werden Einlagen in Fremdwährung nur in Euro erstattet!
  • Die Höhe der Einlagen kann sich bei besonders schutzbedürftigen Einlagen – wie beispielsweise Geld aus dem Verkauf einer Immobilie – auf bis zu 500.000 € erhöhen. Dieser Schutz gilt bis zu 6 Monate nach Einzahlung des Geldes.
  • Haben Sie Ihr Geld bei einer Bank im EU-Ausland angelegt, die in Deutschland mit einer Zweigstelle vertreten ist, arbeitet das deutsche Einlagensicherungssystem im Falle einer Pleite eng mit der jeweiligen Einlagensicherung des EU-Landes zusammen. Dabei werden die Entschädigungszahlungen automatisch über das deutsche Einlagensicherungssystem abgewickelt. Konkret heißt das: Die Einlagensicherung des EU-Landes überweist die Entschädigung an die deutsche Einlagensicherung, die das Geld an Sie auszahlt. Als Anleger müssen Sie im Pleitefall also nicht mehr selbst aktiv werden und bei der ausländischen Bank einen Antrag auf Entschädigung stellen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass das deutsche Einlagensicherungssystem lediglich die Formalitäten für Sie übernimmt, aber nicht im Schadensfall haftet. Dafür ist weiterhin der nationale Einlagensicherungsfond des jeweiligen Staates zuständig.
  • Geht eine Bank Pleite, soll die Auszahlung der Entschädigung seit Juni 2016 innerhalb von 7 statt vormals 20 Tagen stattfinden. Allerdings haben die EU-Staaten für die Umsetzung dieser Regelung bis 2024 Zeit. In Deutschland wird sie bereits seit 2016 umgesetzt.
  • Alle Banken innerhalb der EU sind dazu verpflichtet, einmal im Jahr ihre Kunden darüber zu informieren, welches Einlagensicherungssystem für die Bank zuständig ist. Neben der Sicherungsobergrenze werden in dem Schreiben der Bank die Entschädigungsfrist sowie die Währung aufgeführt, in der die Einlagen erstattet werden.

Was passiert, wenn die ausländische Bank pleitegeht?

Die Einlagensicherung bis 100.000 € gilt zwar für alle Länder innerhalb der EU, allerdings existiert keine gemeinsame Haftung der EU-Staaten. Damit ist gemeint: Wenn Sie beispielsweise Festgeld bei einer ausländischen Bank in Frankreich, Bulgarien oder Portugal anlegen und es zur Bankenpleite kommt, werden Sie nur über die nationale Einlagensicherung des jeweiligen Mitgliederstaates entschädigt. Die Einlagensicherungen der restlichen EU-Staaten müssen hingegen nicht für die Pleitebank haften.

Gut zu wissen: Mit dem Einlagensicherungsfond gibt die EU lediglich die Richtlinien für alle Mitgliedsstaaten vor. Ein gemeinsames Einlagensicherungssystem, aus dem der Sparer im Falle einer Bankenpleite entschädigt wird, gibt es bislang noch nicht – was jedoch fälschlicherweise viele denken. Die Europäische Kommission schlägt zwar eine gemeinsame EU-Einlagensicherung als noch fehlende Säule der Bankenunion vor, Deutschland ist jedoch bislang strikt gegen einen solchen gemeinschaftlichen Sicherungsfond.

Reichen die Einlagen des nationalen Sicherungsfonds nicht aus, um alle Kunden zu entschädigen, kann auch der jeweilige EU-Staat der Bank einspringen und der Bank finanziell unter die Arme greifen. Was passiert aber, wenn auch die Finanzkraft des Staates nicht ausreicht, um die Kunden bei einer Bankenpleite zu entschädigen? Verfügt der EU-Staat nicht über genügend Geldreserven, um die Bank zu retten, könnte im Notfall noch die EU eingreifen und verhindern, dass die Einlagen der Sparer endgültig verloren gehen. Eine Garantie gibt es für dieses Szenario allerdings nicht. Ob die EU im Ernstfall tatsächlich Willens ist insolventen Banken finanziell unter die Arme zu greifen, kann niemand voraussagen. Ob Ihr Geld sicher ist, hängt vor allem davon ab, wie gut die nationale Einlagensicherung aufgestellt ist und wie liquide der jeweilige EU-Staat ist, um im Pleitefall die Bank stützen zu können.

In welchen EU-Staaten ist mein Geld am sichersten?

Stiftung Warentest hat Zweifel, dass jedes EU-Land die Sparer im Falle einer Bankenpleite tatsächlich zeitnah entschädigen kann. Die Verbraucherorganisation stuft die Einlagensicherungen von EU-Staaten deshalb nur als vertrauenswürdig ein, wenn das Land von den 3 großen Ratingagenturen Fitch, Moody‘s und Standard & Poor’s mit den Bestnoten bewertet wurde.

Länder mit dem Rating AAA, AA+, AA, AA- oder Aaa, Aa1, Aa2 und Aa3 verfügen über eine sehr gute Bonität, d.h. das Risiko einer Bankenpleite ist gering. Da in diesen Ländern häufig Investitionen getätigt werden und die Banken sich auf dem Kapitalmarkt genügend Geld beschaffen können und somit nicht auf das Geld von Privatanlegern angewiesen sind, sind die Zinssätze für Tagesgeld oder Festgeld in diesen Ländern eher niedrig. Ihr Geld ist in diesen Ländern zwar sicher aufgehoben, sparen ist aufgrund der niedrigen Zinsen aber eher unattraktiv.

In folgenden EU-Staaten ist Ihr Geld sicher aufgehoben

Land:FitchStandard & Poor’sMoody‘s
BelgienAA-AAAa3
DeutschlandAAAAAAAaa
FinnlandAA+AA+Aa1
FrankreichAAAAAa2
GroßbritannienAAAAAa1
LuxemburgAAAAAAAaa
NiederlandeAAAAAAAaa
ÖsterreichAA+AA+Aa1
SchwedenAAAAAAAaa

Die aktuellsten Bewertungen von allen EU-Staaten finden Sie in der Tabelle der Börsen-Zeitung (Stand: Juni 2017).

Deutschland bietet den höchsten Anlegerschutz innerhalb der EU

Zu den solventesten Ländern in der EU gehört Deutschland. Dementsprechend gut fällt die Bewertung der Bundesrepublik durch die Ratingagenturen aus. Hinzu kommt, dass die Absicherung von Einlagen pro Anleger in Deutschland wesentlich höher als im internationalen Vergleich ausfällt, denn deutsche Banken verfügen neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich über freiwillige Sicherungssysteme, die beispielsweise bei privaten Banken in der Regel mindestens 1 Million € pro Anleger schützen. Dadurch genießen Bankkunden in Deutschland eine viel höhere Absicherung als es bei allen anderen Sicherungssystemen in Europa der Fall ist .

Wie die deutsche Einlagensicherung im Pleitefall eingreift

Nicht nur deutsche Banken, sondern auch Tochtergesellschaften von ausländischen Banken, die in Deutschland gegründet wurden, unterliegen der hiesigen gesetzlichen Einlagensicherung.

  • Die ING-DiBa ist eine Tochtergesellschaft der niederländischen ING Gruppe und hat ihren Unternehmenshauptsitz in Frankfurt. Durch die Niederlassung in Deutschland sind auch die Einlagen der ING-DiBa-Kunden durch das deutsche Sicherungssystem geschützt.
  • Ausländische Banken, die in Deutschland keine Niederlassung, sondern nur eine Zweigniederlassung gründen, sind hingegen an die Einlagensicherung des jeweiligen EU-Staates gebunden, in dem der Hauptsitz liegt. Allerdings übernimmt das deutsche Einlagensicherungssystem seit 2015 bei Banken mit deutscher Zweigstelle im Pleitefall alle Formalien und zahlt die Entschädigungen an die Kunden aus, sobald die jeweilige Bank des EU-Staates das Geld überwiesen hat.
  • Des Weiteren gibt es internationale Banken, wie die russische Skerbank, die mit ihrer Tochtergesellschaft Skerbank Europa AG ihren Hauptsitz in Österreich hat. Damit sind Einlagen bei der Skerbank über die gesetzliche Einlagensicherung von Österreich abgesichert.

Wechselkursrisiko bei EU-Fremdwährungen beachten

Nicht jede Festgeldanlage innerhalb der EU kann in Euro abgeschlossen werden. Außerhalb der Eurozone bieten Banken Festgeldanlagen in der jeweiligen Währung des Landes – wie beispielsweise dem britischen Pfund oder dem polnischen Zloty – an. Zwar gilt die Einlagensicherung bis 100.000 € sowohl für die 19 EU-Mitgliedsstatten, die den Euro als Währung führen, als auch für die 9 EU-Staaten mit eigener Währung, wie Bulgarien oder Polen. Allerdings besteht bei Fremdwährungen immer ein Währungsrisiko. Legen Sie Ihr Geld beispielsweise in bulgarischen Lew an und verliert die Währung während der Laufzeit an Wert zum Euro, machen Sie Verluste. Bei Ländern mit dem Euro hingegen entfällt das Währungsrisiko.

Kann man Festgeld auch weltweit anlegen?

Kann man Festgeld auch weltweit anlegen?

Neben der Festgeldanlage im EU-Ausland gibt es die Möglichkeit, Geld weltweit und in den unterschiedlichsten Währungen wie dem Schweizer Franken oder dem US-Dollar anzulegen. Über ein Fremdwährungskonto, das ausschließlich in ausländischer Währung geführt wird, bieten ausländische Banken teilweise Renditen bis zu 7 %. Viele Festgeldanlagen im Ausland sind durch die unterschiedliche Währung jedoch hochgradig spekulativ. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Es ist nur schwer vorhersehbar, wie sich der Wechselkurs zwischen dem Euro und der Fremdwährung entwickelt.
  • Im Fall einer Bankenpleite ist das Geld nicht wie in der EU bis 100.000 € durch die europäische Einlagensicherung geschützt, sondern durch die Sicherungssysteme des jeweiligen Landes.

Wann sollte ich mein Geld im EU-Ausland anlegen?

Wenn Sie sich mit den Minizinsen in Deutschland nicht abfinden wollen, kann die Anlage im EU-Ausland tatsächlich eine lohnende Alternative sein. Allerdings sollten Sie sich bei der Wahl des Zinsangebots im Vorfeld die Sicherungssysteme und die Bonität des jeweiligen EU-Staates genau anschauen. Letztlich ist die Entscheidung für oder gegen ein Zinsangebot im Ausland immer auch eine persönliche Abwägung zwischen Renditechancen und Risiko. Ein Beispiel: Haben Sie die Wahl zwischen einer niedrig verzinsten Geldanlage in Deutschland, einer gut verzinsten Anlage in Frankreich und einer hoch verzinsten Festgeldanlage in Malta, ist die Wahl der französischen Anlage vielleicht die bessere Wahl. So weichen Sie dem Niedrigzinsumfeld in Deutschland aus, erhalten gute Zinsen, sind aber durch die Einlagensicherung und die Finanzkraft Frankreichs bei einer Bankenpleite besser geschützt als in Malta. Wenn Sie bei Ihrer Geldanlage das Risiko möglichst gering halten möchten, empfiehlt sich weiterhin die Geldanlage bei deutschen Banken.

Zusammenfassung: Darauf sollten Sie bei der Festgeldanlage im EU-Ausland achten:

  1. Wie stark ist die Wirtschaftskraft des EU-Staates, in der die Bank ihren Hauptsitz hat?
  2. Reicht die Einlagensicherung des Landes im Fall einer Bankenpleite aus, um alle Sparer zu entschädigen?
  3. Hat die ausländische Bank eine Zweigstelle in Deutschland, damit Sie im Pleitefall direkt über das deutsche Einlagensystem entschädigt werden?
  4. Ist ein Fremdwährungskonto im Vergleich zur Tagesgeld- oder Festgeldanlage im EU-Ausland eventuell ertragreicher?
  5. Besteht bei der Geldanlage ein Wechselkursrisiko?
Vergleich.de Tipp

Bei einigen Festgeldanlagen im Ausland wird von Zinserträgen und eventuellen Währungsgewinnen eine Quellensteuer abgezogen. Diese Steuer können Sie sich aber mit der nächsten Steuererklärung vom Fiskus wiederholen.

Kostenloses Girokonto finden

Zieht Ihnen Ihre Bank monatlich viel Geld für Kontoführung, Kreditkarte oder den überzogenen Dispo ab? In unserem Girokonto Vergleich finden Sie kostenlose Girokonten zu Top-Konditionen!

Girokonto Vergleich
Tipps zur Kreditkarte

Die Kreditkarte macht das Bezahlen im Internet oder auf Reisen einfacher und ist aus dem Alltag kaum wegzudenken. Mit unseren Tipps finden Sie die Kreditkarte, die zu Ihnen passt!

Kreditkarten Vergleich
Bausparen: aktuell noch sinnvoll?

Der Bausparvertrag als beliebte Anlageform lohnt sich aktuell nicht immer. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Abschluss beachten müssen und wann andere Geldanlagen sinnvoller sind.

Bausparvertrag
 

Vergleich.de verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.