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Geldanlage

Festgeld anlegen: In 5 Schritten zur Festgeldanlage

Festgeld ist eine sichere Geldanlage mit einem planbaren Zinsertrag. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen ist wichtig, die Konditionen bei der Festgeldanlage zu vergleichen. Erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten Ihr Festgeld bestmöglich anlegen.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Schritt 1: Die besten Konditionen für Ihre Festgeldanlage ermitteln

      Machen Sie sich zunächst Gedanken, welche Summe Sie über welchen Zeitraum fest anlegen möchten. Bedenken Sie dabei, dass Sie während dieser Zeit nicht auf das Geld zugreifen können.

      Im Festgeldrechner können Sie nun die beiden Werte eingeben und berechnen lassen, wie sich die Konditionen für die Festgeldanlage verändern. So können Sie für unterschiedliche Szenarien die Festgeldzinsen berechnen und sich im Festgeld Vergleich anzeigen lassen.

      Festgeldrechner

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      Wie lange Sie Festgeld anlegen bestimmt maßgeblich den Ertrag. Die Faustformel ist, dass mit der Dauer der Anlage und der Höhe des Festgeldbetrags die Rendite steigt. Für die Anlage von 500 € für einen Monat springt also fast nichts raus. Viele Banken akzeptieren noch nicht mal solch eine Kurzzeitanlage. Wer 10.000 € für 5 Jahre anlegt, bekommt dagegen die besten Festgeldzinsen. Aber die Faustformel ist nicht perfekt: So sinken die Zinsen für Festgeldanlagen für 10 Jahre wieder. Von Bank zu Bank kann sich auch die Mindestanlagesumme unterscheiden.

      Schritt 2: Unterschiedliche Angebote für Festgeld vergleichen

      Wo Sie ihr Geld fest anlegen ist eine Entscheidung anhand von verschiedenen Kriterien. Der Zinssatz sollte nicht alleine den Ausschlag geben, wo Sie ihr Geld fest anlegen. Achten sollten Sie auch auf die Zinsgutschrift, Kündigungsfristen, Gebühren oder die grundsätzlichen Voraussetzungen. Dies kann die Rendite des Festgelds erheblich beeinflussen.

      • Zinsgutschrift: Bei kurzen Laufzeiten wird in der Regel am Ende das Festgeld zusammen mit den erwirtschafteten Zinsen ausgezahlt. Bei längeren Laufzeiten von mindestens 1 Jahr gibt es die Möglichkeit, sich Zinsen halbjährlich oder jährlich auszahlen zu lassen. Andere Banken legen die Zinsen während der Anlagezeit mit an – Sie profitieren vom Zinseszinseffekt. Eine kurze Taktung bei der Zinsgutschrift auf das Kapital etwa durch vierteljährliche Gutschriften stärkt diesen Effekt und lässt ihre Rendite wachsen.
      • Gebühren: Die meisten Banken verzichten auf Gebühren. Vermeiden Sie also einen Vertragsabschluss bei einer Bank mit Gebühren – es sei denn, durch die lukrativen Zinsen werden diese im Vergleich mehr als ausgeglichen.
      • Konto: Falls der Anbieter eines Festgeldkontos verlangt, dass Sie bei ihm vorher ein Girokonto eröffnen, müssen Sie auch hier etwaige Gebühren bedenken.

      Schritt 3: Ein Festgeldkonto eröffnen

      Wollen Sie ein Festgeldkonto eröffnen, müssen Sie zunächst den entsprechenden Antrag ausfüllen. Dies können Sie online erledigen, indem Sie in unserem Festgeld Vergleich auf die Schaltfläche „Zur Bank“ klicken. Im nächsten Schritt zum Festgeldkonto müssen Sie sich dann identifizieren. Zwei Verfahren stehen dazu zur Verfügung. Üblich und verbreitet ist das sogenannte Postidentverfahren, bei dem Sie sich in einer Postfiliale identifizieren. Dieses Verfahren ist allerdings zeitaufwändig. Zwischen dem Online-Antrag, dem Gang zur Post und der Verarbeitung der Identifikation können mehrere Tage vergehen. Deutlich schneller ist das Video-Ident-Verfahren. Dabei können Sie sich am Computer, Smartphone oder Tablet in einem Chat identifizieren. Sie benötigen natürlich auch hier ein gültiges Ausweisdokument, das während des Chats geprüft wird.

      Schritt 4: Geld auf dem Festgeldkonto anlegen

      Da Sie Ihr Geld langfristig anlegen, sind die Regeln für die Einzahlung etwas strenger. Es reicht keine simple Überweisung. Eine Bar-Einzahlung ist nicht möglich. Das vereinbarte Kapital wird von einem vorher vereinbarten Referenzkonto von Ihrem Festgeldanbieter auf das Festgeldkonto umgebucht. Mussten Sie also beim Anbieter ein eigenes Girokonto eröffnen, zahlen Sie zuerst auf dieses Konto das Geld ein. Im nächsten Schritt packt die Bank den Betrag auf das Festgeldkonto. Akzeptiert ihr Festgeldanbieter auch das Girokonto bei einer anderen Bank, bucht er von dort den Betrag ab und legt ihn an.

      Schritt 5: Das Anlageende rechtzeitig in den Blick nehmen

      Auch am Ende der vereinbarten Laufzeit wird das Kapital nicht automatisch frei. Wenn Sie nicht kündigen, legen manche Banken das Kapital weiter an. Diese sogenannte Prolongation erfolgt oft um die ursprünglich ausgemachte Laufzeit. Das heißt, eine 2-jährige Anlage läuft ohne Kündigung nochmals 2 Jahre weiter. Haben Sie also schon bei der Geldanlage die Kündigungsmodalitäten im Blick.

      Was sind Sparbriefe?

      Sparbriefe sind eine ähnlich sichere Anlage wie Festgeld. Sie sind festverzinst und haben eine feste Laufzeit. Vom Grundgedanken leihen Sie als Kunde der Bank Geld, das Sie nach der Laufzeit zuzüglich Zinsen zurückbekommen. Da die Zinsen noch niedriger als beim Festgeld sind, spielen die ähnlich unflexiblen Sparbriefe aber eine immer geringere Rolle und werden von einigen Banken gar nicht mehr angeboten.

      Für wen lohnt sich Festgeld?

      Die Grundvoraussetzung ist, dass Sie auf das angelegte Geld in dem vereinbarten Zeitraum nicht zugreifen müssen. In diesem Fall ist Festgeld wegen der meist etwas höheren Verzinsung attraktiver als Tagesgeld. Der Ertrag der Anlage lässt sich sicher und ohne Risiken kalkulieren – wer also das Risiko eines Aktiengeschäfts scheut, ist hier am besten aufgehoben. Wie viel Geld Sie in Festgeld anlegen, hängt an ihrem individuellen Vermögen. Ideal ist, wenn Sie verschiedene Anlageformen mischen können.

      Tipp: Verteilen Sie Ihr Festgeld auf verschiedene Laufzeiten

      Für die Festgeldlaufzeit empfiehlt sich in der Hoffnung auf absehbar zumindest leicht steigende Zinsen die Strategie der Zinstreppe. Darin teilen Sie ihren Anlagebetrag in unterschiedliche Laufzeiten auf. Haben Sie beispielsweise 15.000 €, nehmen Sie davon 5.000 € als Festgeld für 1 Jahr. Der zweite Teil Ihrer Festgeldanlage geht über 2 Jahre. Die verbleibenden 5.000 € legen Sie als Geldanlage für 3, 4 oder 5 Jahre fest. Wenn bei der Auszahlung der ersten 5.000 € die Zinsen gestiegen sind, können Sie nun für die Wiederanlage eine längere Laufzeit wählen und sich so das Zinsplus sichern. Sind die Zinsen nochmals gesunken, haben Sie zwar bei der Wiederanlage einen Verlust – dieser ist aber durch die vorherige Aufteilung begrenzt.

      Bild: Treppenstrategie bei der Festgeldanlage

      Wie sicher ist Festgeld?

      Bis zu einem Betrag von 100.000 € ist das Anlegen in Festgeld in Deutschland sicher. Dafür sorgt die gesetzliche Einlagensicherung. Diese gilt pro Kunde und Bank. Wer ein höheres Vermögen in Festgeld anlegen möchte, kann das Kapital zur Absicherung auf verschiedene Banken verteilen. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt für deutsche Banken sowie im EU-Ausland.

      Vergleich.de Tipp

      Mit Festgeld setzen Sie auf eine solide und sichere Anlage. Beobachten Sie aber die Zinsentwicklung, denn es gibt immer wieder kleinere Ausschläge nach oben oder unten. Schließen Sie erst ab, wenn Ihre Mindestvorgabe erreicht ist. Und wählen Sie, falls möglich, die Strategie der Zinstreppe.

      Wie Sie Ihr Geld sicher anlegen

      Die Geldanlage bestimmt, ob Sie mit Ihrem Geld einen sicheren Vermögensaufbau, schnellen Renditegewinn oder eine risikoreiche Investition tätigen. Welche Faktoren das bestimmen, sehen Sie hier.

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