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Geldanlage

Das kostenlose Girokonto: So bleiben Ihre Bankgeschäfte gebührenfrei

Das Girokonto ist der Alleskönner des Zahlungsverkehrs: Überweisungen tätigen, Daueraufträge verwalten, Bargeld abheben und bargeldlos bezahlen. Allerdings scheint die Zeit der kostenfreien Kontos vorbei zu sein. Lesen Sie bei uns, wann ein Girokonto wirklich kostenlos ist. 

Das kostenlose Girokonto

Ein Girokonto eröffnen: alle Kosten im Blick

Die meisten Deutschen haben noch nie ihr Konto gewechselt, auch wenn Sie monatlich Kontoführungsgebühren zahlen müssen. Aber ein Girokonto Vergleich zeigt: Dieses Geld können Sie sparen! Viele Girokonten mit regelmäßigen Geldeingängen sind kostenlos. Wer also das Girokonto als Gehaltskonto nutzt, muss nichts zahlen.

Wenn Sie ein neues Girokonto eröffnen möchten, empfiehlt es sich, neben den  offensichtlichen auch auf die versteckten Kosten zu achten. Häufig gibt es zum Girokonto eine kostenlose Kreditkarte inklusive. Allerdings gilt das kostenlos häufig nur für das erste Jahr, was nur im Kleingedruckten steht. Zu den versteckten Kosten gehören Aufwände für Überweisungen oder Bareinzahlungen am Schalter, die Ihnen in Rechnung gestellt werden. Einige dieser Girokonto-Gebühren  sind jedoch unzulässig.

Auch die Höhe der Dispozinsen, die zwischen 7 und 11 % liegen, sollten Sie bei Ihrer Entscheidung für ein Konto berücksichtigen: Nutzen Sie regelmäßig Ihren Dispokredit, ist ein Girokonto mit niedrigen Dispozinsen die bessere Wahl.

Ist das kostenfreie Girokonto ein Auslaufmodell?

Viele Kontoinhaber wechseln aus Bequemlichkeit nicht zu einem kostenfreien Girokonto. Im Laufe der Jahre haben sich immer mehr Daueraufträge oder Lastschriftmandate angesammelt, weshalb der Wechsel zu umständlich erscheint. Doch  in nächster Zeit könnte einiges für den Kontowechsel sprechen. Die ersten großen Filialbanken wie die Hypovereinsbank und die Postbank haben Kontoführungsgebühren eingeführt, bzw. angekündigt (Stand: September 2016).

Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sind Gehaltskonten für Banken nicht mehr erstrebenswert. Sie bedeuten Aufwand, der Kosten verursacht. Früher konnten die Banken diese Kosten mit klassischen Zinsgeschäften, beispielsweise mit den Kreditzinsen, die sie von ihren Ratenkredit-Kunden erhalten, ausgleichen. Diese Einnahmequelle ist aufgrund des niedrigen Leitzinses – und den daraus resultierend niedrigen Kreditzinsen – sehr gering geworden. Dazu kommt der Strafzins, den die Banken bezahlen müssen, wenn Sie Geld bei der EZB parken. Diese Kosten müssen sie sich irgendwo zurückholen – zum Beispiel bei ihren Girokonto-Kunden.

Die meisten Direktbanken wie die ING DiBa, die DKB oder die comdirect werden auch laut eigener Aussagen bis auf Weiteres kostenlose Girokonten anbieten (Quelle: wiwo.de, Stand: September 2016). Da sie keine Filialen betreiben, ist ihr Kostenaufwand geringer als bei Filialbanken. Wenn Sie über einen Girokonto-Wechsel nachdenken, sind Direktbanken auf jeden Fall eine gute Alternative.

Für Studenten und Vielverdiener bleibt das Girokonto kostenlos

Banken und Sparkassen, die Kontoführungsgebühren verlangen, gestalten die Preise für die verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich. Gerade junge Bankkunden wie Studenten sowie Gutverdiener möchten die Geldhäuser halten. Deshalb sind für diese Gruppen Girokonten häufig kostenlos oder zumindest günstiger als für andere Bankkunden. Nutzer eines Online-Kontos müssen in der Regel auch weniger bezahlen, da sie den Filialservice der Banken in der Regel nicht brauchen und von daher weniger Arbeit bedeuten. Wer von einem Rundum-Service seiner Bank profitieren möchte, muss sich in Zukunft auf Kontoführungsgebühren von rund 10 € – wie bei der Postbank – einstellen. Bei diesem Kontomodell sind dann beispielsweise Kreditkarte und Depot inklusive.

Extras beim neuen Konto: Eröffnungsbonus und Wechselservice

Wenn Sie ein Girokonto eröffnen wollen, achten Sie darauf, ob die Bank für den Kontowechsel einen besonderen Bonus bietet. Das kann beispielsweise eine Geldsumme sein, einige Banken locken neue Kunden auch mit Sachwerten. Lassen Sie sich aber von solchen Angeboten nicht blenden. Wenn die Bank für sämtliche Dienstleistungen Gebühren erhebt, sollten Sie sich ausrechnen, ob ein kostenloses Girokonto ohne so eine Bonuszahlung oder ein Geschenk bei der Kontoeröffnung langfristig gesehen günstiger ist.

Einige Banken werben mit einem Wechselservice, um den Umzug auf das neue Konto leichter zu gestalten. Mit dem neuen Zahlungskontengesetz sollte dieser Dienst aber für alle Banken selbstverständlich sein.

Gut zu wissen: Seit September 2016 gilt das sogenannte Zahlungskontengesetz. Es verpflichtet Banken dazu, ihren Kunden zu helfen, wenn diese bei der neuen Bank den Kontowechsel beantragt haben. Dafür muss die alte Bank Kontakt mit der neuen Bank aufnehmen. Die neue Bank muss daraufhin sämtliche Lastschriften, Daueraufträge und eingehenden Überweisungen der letzten 13 Monate auflisten und an die neue Bank übermitteln. Die neue Bank muss dann alle Aufträge für das neue Konto einrichten und Geschäftspartner des Kunden über die neue Bankverbindung  informieren. Das Ganze muss innerhalb von zwölf Tagen passieren.

Kostenlos Geld abheben und bezahlen mit der Girocard

Barabhebungen an Automaten der eigenen Bank sind in der Regel kostenfrei. Bei Abhebungen an fremden Automaten können dagegen Gebühren anfallen, wenn das Kreditinstitut nicht zum gleichen Bankenverbund gehört. Wir haben die Gebühren für sogenannte Fremdabhebungen der einzelnen Banken in unserer Checkliste Gebühren an Geldautomaten als PDF für Sie zusammengestellt.

Für das Bezahlen mit der Girocard (ehemals EC-Karte) gibt es verschiedene Systeme: V PAY und Maestro. In Deutschland sowie den Ländern innerhalb der Euro-Zone werden beide Systeme akzeptiert und machen für den Verbraucher von daher keinen großen Unterschied. In  anderen Ländern kann es allerdings zu technischen Problemen mit V-PAY-Karten kommen. Welches Bezahlsystem Ihre Bank benutzt, sehen Sie auf Ihrer Girocard: Dort ist das entsprechende Logo abgebildet. Falls Sie eine V-PAY-Karte im Ausland nutzen wollen, sollten Sie sich daher vorher auf der V-PAY-Internetseite erkundigen, ob dieses Bezahlsystem dort akzeptiert wird.

Sicheres Online-Banking beim modernen Girokonto nutzen

Da die Nutzung von Smartphones und Tablets mittlerweile zum täglichen Leben dazugehört, wird  Online-Banking immer beliebter. Ein Online-Girokonto bietet im Vergleich zum klassischen Konto viele Vorteile: Sie können Ihren Kontostand rund um die Uhr abrufen und jederzeit Überweisungen tätigen oder Daueraufträge einrichten. Voraussetzung für die Bankgeschäfte auf dem mobilen Endgerät sind einige Sicherheitsregeln:

  • Installieren Sie eine aktuelle Antivirus-Software auf Ihrem Gerät
  • Speichern Sie Ihre Kontozugangsdaten nicht auf Ihrem Computer oder Smartphone
  • Achten Sie auf möglicherweise gefälschte E-Mails Ihrer Bank. Mithilfe des sogenannten Phishings versuchen Kriminelle häufig, an Kundendaten zu kommen.

Kostenlose Kreditkarte mit Tücken

Oft wird ein Girokonto in Kombination mit einer Kreditkarte angeboten. Das Girokonto fungiert dann als Referenzkonto, von dem die Kreditkartenbeträge abgebucht werden. Achten Sie bei der Wahl des Girokontos darauf, ob sie die dazugehörige Kreditkarte wirklich benötigen und wie viel sie kostet.

Einige Kreditkarten haben automatisch eine sogenannte Teilzahlungsfunktion aktiviert. Das heißt, dass die Bank statt des gesamten Umsatzes am Ende des Monats nur ein einen bestimmten Teil, oft 25 % des Kreditkartenumsatzes ausgleicht. Bei regelmäßigem Einsatz der Kreditkarte besteht so die Gefahr, dass sie über einen längeren Zeitraum belastet ist. Als Langzeitkredit sollte die Kreditkarte jedoch nicht benutzt werden, dafür sind die Zinssätze zu hoch.

Unsere Empfehlung: Wer Probleme hat, seine Kreditkarte auf einen Schlag auszugleichen, für den ist das Umschulden zu einem Ratenkredit die günstigere Alternative. Hier sind die Zinsen oft niedriger. Das Gleiche gilt auch für einen ständig in Anspruch genommenen Dispokredit.

Sparen Sie nicht auf dem Girokonto!

Eines haben alle Girokonten gemeinsam: Sie bieten keine Guthabenzinsen! Deshalb lassen Sie Ihr Geld nicht auf dem Girokonto versauern. Ein Girokonto ist nicht zum Sparen da! Nutzen Sie lieber ein Tagesgeldkonto, bei dem Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen können. Auch wenn Tagesgeld derzeit niedrig verzinst ist, ist das immer noch besser, als gar keine Zinsen für das Guthaben zu erhalten. Können Sie länger auf einen Teil Ihres Geldes verzichten, ist Festgeld eine gute Wahl. Dort legen Sie Ihr Geld über einen bestimmten Zeitraum fest an, erhalten dafür aber auch höhere Zinsen.

Vergleich.de Tipp

Falls Sie ein neues kostenloses Girokonto gefunden haben, Ihnen aber die Gebühr für die dazugehörige Kreditkarte zu hoch ist: Es gibt kostenlose Kreditkarten, die Sie ohne Girokonto erhalten. Bei einigen Banken muss dafür zwar ein Tagesgeldkonto eröffnet werden, aber dies ist in der Regel auch kostenlos.

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