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Immobilienfinanzierung

Was kostet ein Haus? Diese Kosten kommen beim Hausbau auf Sie zu!

Sie wollen Ihren Traum verwirklichen und ein Haus bauen? Dann fragen Sie sich bestimmt, wie hoch die Hausbaukosten sind. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Kosten beim Hausbau und zeigen Ihnen, wie Sie sparen können.

Was kostet ein Haus?
  • Inhaltsverzeichnis
    • Was kostet ein Haus?

      Die Frage nach präzisen Hausbaukosten ist nur schwer zu beantworten. Im bundesweiten Durchschnitt kommen für ein Massivhaus Hausbaukosten von rund 320.000 € auf Sie zu. Das gilt bei einer Grundstücksfläche von 850 qm, mit einer Wohnfläche von 150 qm.

      Das kostet ein Haus im Durchschnitt

       Durchschnittswert
      Grundstücksfläche850 qm
      Wohnfläche150 qm
      Grundstücks- und Hausbaukosten320.000 €

      Allerdings sind das nur durchschnittliche Richtwerte, von denen der reale Immobilienpreis sehr stark abweichen kann. Was ein Haus wirklich kostet, hängt von vielen Faktoren ab, z.B.

      • von der Lage des Grundstücks,
      • von der Qualität der Baumaterialien,
      • von der Ausstattung der Inneneinrichtung und
      • von der Größe des Gebäudes.

      Ein Haus wird deutlich teurer, wenn es zum Beispiel eine exklusive Innenausstattung aufweist. Es kann aber auch kostengünstiger sein, wenn das Baugrundstück in einer ländlichen Region mit geringen Quadratmeterpreisen liegt.

      Welche typischen Kosten entstehen beim Hausbau?

      Um die Hausbaukosten für Ihr Bauvorhaben besser abschätzen zu können, hilft ein Blick auf die unterschiedlichen Bauabschnitte und die damit verbundenen Ausgaben. Von der Suche des passenden Grundstücks über die Fertigstellung des Gebäudes bis zum Einzug handelt es sich um völlig unterschiedliche Phasen Ihres Bauprojektes. Dementsprechend sind vielfältige bautechnische und handwerkliche Arbeiten notwendig, die jeweils einen Kostenfaktor darstellen.

      Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Kosten pro Bauabschnitt beim Hausbau anfallen. Dabei erkennen Sie deutlich, dass zum Beispiel beim Rohbau und beim Innenausbau eine große Spanne bei den Kosten besteht. 

      Diese Kosten fallen pro Bauabschnitt beim Hausbau an

      Bauabschnitt:KostenfaktorDurchschnittliche Hausbaukosten
      GrundstückskaufSuche, Auswahl, Kauf88.400 €
      Einrichten der BaustelleGründungskosten (Erdarbeiten, Zufahrtswege)2 % der Gesamtkosten
      RohbauBodenplatte, Kellerbau, Wände, Innenwände, Innenputz, Geschossdecken, Dach, Fassadengestaltung507 €/qm im Durchschnitt
      InnenausbauSanitäreinrichtung, Technische Ausstattung, Elektrik, Heizung, Heizkörper, Türen, Fliesen, Treppe, Bodenbeläge400 – 800 €/qm im Durchschnitt
      AußenanlagenGartenanlage, Terrasse, Garage, Einfahrt10.000 – 30.000 €

      Die Tabelle (Quelle: Dr. Klein, 2017) gibt Ihnen einen Überblick über die Hausbaukosten, die Sie erwarten können. Im Folgenden zeigen wir Ihnen aus welchen Faktoren sich die Kosten im Einzelnen zusammensetzen.

      Der erste Schritt beim Haus bauen: das Grundstück

      Das Grundstück macht mit rund 40 % einen großen Teil der Hausbaukosten aus. Bei einer Grundstücksgröße von 850 qm müssen Sie als Bauherr durchschnittlich rund 88.400 € ausgeben. Als Grundlage dieser Berechnung dient ein Quadratmeterpreis von 104 €. Doch gerade die Quadratmeterpreise sind je nach Bundesland und nach der Lage des Grundstücks sehr unterschiedlich. In Großstädten wie München oder Berlin sind Preise von mehr als 1.000 € pro qm möglich, während in ländlichen Regionen Bauland günstiger zu bekommen ist. Einen Anhaltspunkt zum möglichen Wert des Grundstücks bietet der Bodenrichtwert, der als Hilfsmittel bei der Wertermittlung von unbebautem Boden genutzt werden kann. Der Bodenrichtwert ist in jedem Bundesland unterschiedlich hoch. Er wird von einem Gutachterausschuss des Bundeslandes regelmäßig neu ermittelt und veröffentlicht.

      Bauabschnitt:DurchschnittsgrößeDurchschnittliche Kosten
      Grundstück850 qm, 104 €/qm88.400 €

      Kosten beim Haus bauen: das Einrichten der Baustelle

      Bei der Planung eines Bauvorhabens sollten Sie unbedingt an die Kosten für das Einrichten der Baustelle denken. Immerhin können hier rund 2 % der Gesamtkosten entstehen. Das sind im Schnitt 6.400 €. Je nach der Lage des Grundstücks und den dortigen Bedingungen sind unterschiedliche Arbeiten notwendig. Eventuell müssen erst Zufahrtswege angelegt werden oder es sind Erdarbeiten fällig. Vielleicht müssen Bäume entfernt werden oder es entstehen Ladekosten für Geräte oder spezielle Fahrzeuge.

      Bauabschnitt:Anfallende ArbeitenDurchschnittliche Hausbaukosten
      Einrichten der BaustelleGründungskosten (Erdarbeiten, Zufahrtswege)2 % der Gesamtkosten

      Kostenaufstellung Hausbau: der Rohbau

      Zum Rohbau eines Hauses gehören alle Bauarbeiten zur Erstellung des Fundamentes, der Außenwände, der tragenden Wände und des Daches. In Deutschland werden im Schnitt 507 €/qm für das Errichten des Rohbaus ausgegeben.

      Bauabschnitt Rohbau
      Anfallende Arbeiten beim Hausbau:Preise pro Quadratmeter
      Fundament70 – 100 €
      Außenwände100 – 150 €
      Zwischendecken120 – 150 €
      Fassade120 – 150 €
      Treppen400 – 800 €

      Kosten beim Hausbau: der Innenausbau

      Nachdem der Rohbau fertig gestellt ist, kann der Innenausbau beginnen. Hier fallen durchschnittlich Kosten von 400 - 800 €/qm an. Beim Innenausbau sind viele verschiedene Gewerke im Einsatz. In der folgenden Kostenaufstellung zum Hausbau wird, wie in diesem Bereich üblich, zwischen Arbeitskosten und Materialkosten unterschieden.

      Bauabschnitt Innenausbau
      Maßnahmen:ArbeitskostenMaterialkosten
      Heizungsinstallation5.000 – 15.000 €Festpreis
      Sanitäreinrichtung30 – 70 €/Stunde3.000 €
      Elektro50 – 100 €/Stunde4.000 – 5.000 €
      Estrich5 – 25 €/Stunde5 – 25 €/qm
      Bodenbeläge10 – 40 €/Stunde10 – 80 €/qm
      Fenstereinbau300 €/Stunde40 – 60 €/qm
      Türeinbau30 – 40 €/Stunde50 – 1.200 €/Tür
      Rollläden50 €/Stunde15 €/qm
      Fliesen30 – 60 €/Stunde14 €/qm
      Malen, Tapezieren30 – 40 €/Stundeab 1 €/qm

      Was kostet ein Einfamilienhaus? Die Außenanlagen

      Die Wünsche bei der Gestaltung der Außenanlagen sind in der Regel sehr verschieden. Je nach Größe des Gartens und den baulichen Gegebenheiten, werden Grundstücke vom Bauherren komplett unterschiedlich gestaltet. Daher fallen die Baukosten bei jedem Einfamilienhaus unterschiedlich aus. Sie müssen aber mit einer Summe von mindestens 10.000 € rechnen. Von folgenden durchschnittlichen Kosten bei der Gestaltung der Außenanlagen können Sie ausgehen.

      Bauabschnitt Außenanlagen
      Maßnahme:Kosten
      Garage4.000 – 20.000 €
      Carport300 – 8.000 €
      Einfahrt50 €/qm
      Terrasse60 – 250 €/qm
      Rasen10 – 25 €/qm
      Hecke2 – 30 €/qm
      Teich500 – 5.000 €

      Diese weiteren Nebenkosten kommen beim Hausbau auf Sie zu

      Der Bau des neuen Gebäudes steht natürlich im Mittelpunkt des Bauprojektes. Es entstehen dabei aber auch noch zusätzliche Baunebenkosten. Diese können 15 – 20 % der Gesamtkosten ausmachen. Das sind bei 320.000 € immerhin zwischen 48.000 und 64.000 € zusätzlich zu den eigentlichen Baukosten. Zu diesen einmaligen Nebenkosten zählen unter anderem die Grunderwerbsteuer, der Eintrag ins Grundbuch, Ausgaben für ein Bodengutachten, Gebühren für die Baugenehmigung und verschiedene Versicherungen.

      Die Baufinanzierung muss zu den Hausbaukosten passen

      Planen Sie ein Haus zu bauen, dann ist die passende Baufinanzierung von entscheidender Bedeutung. In den meisten Fällen setzt sich die Finanzierung eines Bauvorhabens aus Eigenkapital plus Fremdkapital zusammen. Je höher das Eigenkapital ist, desto geringer fällt das benötigte Baudarlehen aus. Egal, ob es um die Kosten für ein Fertighaus oder für ein Massivhaus geht, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um alle Finanzierungsangebote genau unter die Lupe zu nehmen. Hilfreich ist dabei unser Baufinanzierungsrechner, mit dem Sie ermitteln können, welche Kosten auf Sie zukommen und welche Raten zu Ihrem Budget passen. Übrigens ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich. 

      6 Spar-Tipps für einen günstigen Hausbau: So können Sie die Kosten mindern

      Viele Menschen haben den Wunsch nach einem Eigenheim, müssen aber gleichzeitig mit einem begrenzten Budget auskommen. Wir haben für Sie 6 Spar-Tipps, wie Sie sich Ihren Traum von den eigenen vier Wänden auch mit einem kleinen Budget erfüllen können:

      1. Ein Fertighaus ist meist günstiger als ein Massivhaus. Wenn die Frage lautet: „Was kostet ein Fertighaus?“, wird die Antwort oft lauten: „Weniger als ein Massivhaus“. Die Kosten für ein Fertighaus beginnen bei unter 150.000 €.
      2. Überlegen Sie, ob Sie einen Keller benötigen. Wenn Sie auf einen Keller verzichten, können Sie 30.000 bis 40.000 € sparen. Allerdings brauchen Sie dann eine Bodenplatte für das Gebäude, die um 15.000 € kostet.
      3. Versuchen Sie so viel wie möglich in Eigenleistung zu bauen, wenn Sie handwerklich dazu in der Lage sind. Das reduziert die Baukosten für Ihr Einfamilienhaus. Handwerkerrechnungen können ihr Budget enorm belasten. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, können Sie alleine durch Eigenarbeit 10.000 bis 30.000 € sparen.
      4. Verschieben Sie den Bau einer Garage oder den Dachausbau auf später. Wenn zum Beispiel der Dachausbau nicht sofort geschehen muss, können Sie gut 20.000 bis 30.000 € erst einmal sparen.
      5. Sparen Sie bei der Ausstattung im Bad und in der Küche. Natürlich ist es verlockend, im Sanitärbereich oder für die Küche die schönsten Modelle für das neue Haus zu kaufen. Wer sich aber eine exklusive Küche für 30.000 € nicht leisten kann oder möchte, ist vielleicht auch mit einer Variante für 5.000 € zufrieden.
      6. Verlegen Sie die Gartengestaltung ins nächste Jahr oder planen Sie dabei gleich über mehrere Jahre. Mit einer mehrjährigen Gartenplanung verschieben Sie auch die anfallen Kosten für Erdarbeiten, Pflanzen und Teich nach hinten. 

      Wie Sie mit den Kosten beim Hausbau Steuern sparen

      Einsparpotenzial gibt es für Bauherren auch bei der Steuererklärung. Wer sich bereits vor Baubeginn darüber Gedanken macht, der kann eine ganze Menge sparen. Wir zeigen Ihnen hier einige Möglichkeiten zum Steuern sparen:

      • Die Grunderwerbsteuer kann reduziert werden, wenn der Grundstückskauf und der Hausbau mit separaten Verträgen umgesetzt werden. Wird das Projekt gemeinsam umgesetzt, steigt die Grunderwerbsteuer, weil der Gesamtwert der Immobilie und damit die Bemessungsgrundlage höher sind.
      • Ein Teil der Maklergebühren kann steuerlich geltend gemacht werden, um die Kosten beim Hausbau zu verringern. Aber nur, wenn der Makler bei der Finanzierung des Grundstücks behilflich ist. Dann ist dieser Anteil seiner Leistung als Werbungskosten abzugsfähig. Für die reine Vermittlungstätigkeit des Grundstücks gilt das nicht.
      • Handwerkerdienste können von der Steuer abgesetzt werden. Aber nur, wenn Sie das Haus bereits bezogen haben. Wenn Sie also erst einziehen und danach das Dachgeschoss ausbauen lassen, können Sie einen Teil der Handwerkerarbeiten von der Steuer absetzen. Das ist bis zu 1.200 € im Jahr möglich.
      • Planen Sie ein Arbeitszimmer (aber nur, wenn es wirklich so genutzt wird) gleich mit ein. Sie können dann bis zu 1.250 € pro Jahr an Werbungskosten geltend machen.

        Klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater, welche Möglichkeiten zum Steuer sparen für Sie bestehen.
      Vergleich.de Tipp

      Engagieren Sie einen Architekten. Viele Bauherren verzichten auf den Einsatz eines Architekten, weil sie dessen Honorar in Höhe von rund 10 % der Baukosten sparen wollen. Aber gerade bei aufwändigeren Bauprojekten kann ein Architekt durch seine Erfahrung und seinen Überblick für einen reibungslosen Ablauf sorgen und helfen, die Hausbaukosten zu senken.

      Kaufvertrag: das muss rein

      Ein Grundstückskaufvertrag enthält Angaben zum Grundstück, zur Bezahlung und viele juristische Details. Hier finden Sie alle Infos zum Kaufvertrag, einen Mustervertrag und eine Checkliste.

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      Finanzspritze vom Staat

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      Kosten der Immobilienfinanzierung

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