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Immobilienfinanzierung

So können Sie günstig ein Haus bauen

Sie möchten ein Eigenheim bauen, müssen jedoch auf das Budget achten? Dann fragen Sie sich bestimmt, an welchen Stellschrauben Sie bei Planung und Bau drehen können, um günstig bauen zu können. Wir zeigen Ihnen, auf welche Kostenfaktoren es ankommt, damit Sie preiswert bauen können.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Ein Haus preiswert bauen: Wie hoch sind die Kosten?

      In Deutschland hat ein neu gebautes Eigenheim durchschnittlich 150 qm Wohnfläche bei 850 qm Grundstücksfläche und kostet insgesamt 320.000 €. Dieser Gesamtpreis für einen Hausbau setzt sich zusammen aus

      Anhand der Lage des Grundstücks, der Wohnfläche, der Qualität der Baumaterialien und der Ausstattung der Inneneinrichtung können Sie selbst bestimmen, wie hoch die Gesamtkosten letztendlich sind und wie Sie Ihr Haus preiswert bauen. Wirtschaften Sie geschickt und legen beim Innenausbau vielleicht sogar selbst Hand an, ist es auch möglich, die Hausbaukosten zu senken und ein kleines Haus günstig für um die 200.000 € zu bauen.

      Wie kann ich ein Haus günstig bauen?

      Auf die Frage, wo kann man beim Hausbau sparen, gibt es eine generelle Antwort: Je kleiner das Haus, desto geringer die Kosten. Günstige Häuser haben häufig eine Wohnfläche von 80 bis 120 qm. Sowohl beim Grundstückskauf, beim Rohbau als auch beim Innenausbau ist jeder gesparte Quadratmeter Fläche bares Geld. Außerdem sparen Sie mit offenen Räumen Wandfläche und Türen ein, mit einem klaren Grundriss und schnörkellosem Design vermeiden Sie schwierig nutzbare Bodenfläche. Zusammengefasst können Sie bei neun Kostenfaktoren sparen. Im Folgenden beleuchten wir diese entscheidenden Kostenfaktoren und geben Ihnen Tipps, damit Sie Ihr Haus preiswert bauen können.

      Kostenfaktor 1: Mit der richtigen Bauweise günstig bauen

      Sie können für Ihr Haus eine günstige Bauweise wählen. Je nach dem, für welchen Haustypen Sie sich entscheiden, kommen sehr unterschiedliche Ausgaben auf Sie zu. Beispielsweise können Sie Ihr Haus von einem Architekten individuell gestalten lassen oder sich für ein Fertigbauhaus entscheiden. Beide Vorgehensweisen haben ihre Vorteile.

      Vorteile beim Architektenhaus

      Auch wenn ein Architekt erstmal Honorarkosten verursacht, kann er Ihnen Spartipps für den Hausbau geben. Zum Beispiel kann er für Sie in Preisverhandlungen die Erschließungskosten für Wasser, Gas und Telefon drücken. Außerdem ist ein Architekt erfahren, was die notwendigen Behördengänge und den Umgang mit den Handwerkern angeht. Einen geeigneten Architekten finden Sie über die Bundesarchitektenkammer.

      Vorteile der Fertigbauweise

      Entscheiden Sie sich für ein Fertigbauhaus, können Sie sich an einen Bauherrenberater wenden, der Ihnen ein Musterhaus zeigen und Sie bei der Planung des Eigenheims unterstützen wird. Mit der Fertighausbauweise können Sie sowohl Zeit als auch Geld sparen, denn es werden industriell vorgefertigte Bauelemente in wenigen Tagen zusammengesetzt. Zudem wird im Bauvertrag anders als beim Architektenhaus ein Fertigstellungstermin vereinbart, der Ihnen Planungssicherheit gibt – Sie wissen genau, wann Sie aus Ihrer bisherigen Mietwohnung ausziehen können und müssen nicht unnötig lange mit der Kündigung warten. Es rentiert sich, hier ein wenig zu recherchieren, denn Fertigbauhäuser sind attraktiver als ihr Image. Neben Fertigelementen aus Beton gibt es auch Holzfertigbauhäuser aus Naturmaterialien.

      In jedem Falle sollten Sie sich eine Obergrenze für die Bruttokosten setzen, die Sie höchstens investieren wollen, um sich Entscheidungen leichter zu machen. 10 bis 20 % des Kapitals sollten Sie als stille Reserve zurücklegen, um unvorhersehbare Kosten für den Hausbau abfedern zu können.

      Kostenfaktor 2: Handwerker selbst beauftragen hilft beim Sparen

      Sie können wählen, ob Sie einen Generalbauunternehmer einsetzen oder mehrere Einzelunternehmen beauftragen. Bei einem Generalbauunternehmen bekommen Sie alle Leistungen aus einer Hand und müssen die einzelnen Handwerker terminlich nicht aufeinander abstimmen. Das übernimmt das Unternehmen für Sie. Das spart Bauzeit und somit auch Geld.

      Haben Sie genügend Zeit, können Sie auch alle Gewerke selbstständig einzeln anfragen und beauftragen. Damit haben Sie den Vorteil, dass Sie für jede Handwerksleistung Angebote einholen und das preiswerteste Unternehmen beauftragen können. Auch lässt sich so besser verhandeln und jeweils der beste Preis herausholen. Das spart in der Summe einiges Geld. Beachten Sie jedoch, dass diese Vorgehensweise sehr viel Aufwand bedeutet.

      Egal ob Sie ein Generalbauunternehmen oder einzelne Handwerksbetriebe engagieren, holen Sie auf alle Fälle für alle Leistungen Vergleichsangebote ein. Damit stellen Sie sicher, dass sie auch eine preiswerte Leistung erhalten.

      Kostenfaktor 3: Das richtige Grundstück macht den Hausbau günstiger

      Bei der Auswahl des Grundstückes sollten Sie sehr sorgfältig sein, denn hier können Sie natürlich später nicht nachjustieren. Schnäppchen lassen sich machen, wenn Sie etwa Lücken zwischen bereits bestehenden Häusern auffüllen oder bei Verdichtungsmaßnahmen Hinterhofgrundstücke ergattern können. Beachten Sie die Gegebenheiten des Grundstücks: Ist der Untergrund gut zu bebauen oder wird er Probleme bereiten? Hat das Grundstück Hanglage? Derlei Eigenschaften können die Baukosten in die Höhe schnellen lassen. Bereits hier können Sie einen Architekten beratend hinzuziehen. Denn auch ein Grundstück mit Hanglage kann beispielsweise günstig für die Wärmedämmung des Hauses sein und langfristig Kosten sparen.

      Mit Erbpacht ein Haus günstig bauen

      Ist Ihnen der Kauf eines Grundstücks zu teuer oder findet sich kein geeignetes Objekt, ist auch die sogenannte Erbpacht eine Option. Hier erhalten Sie für einen meist recht langen Zeitraum von üblicherweise 50 bis 99 Jahren das Nutzungsecht für ein Grundstück und können dort Ihr Haus bauen. Grundstückseigentümer sind meist Kommunen, Kirchen oder Stiftungen, die Grundstücke für angemessene Preise zur Verfügung stellen. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune, welche Konditionen in Ihrem Wohnort üblich sind und berechnen Sie, ob diese Variante günstiger ist.

      Kostenfaktor 4: Grundriss und Konstruktion

      Wenn Sie sich frühzeitig über den Grundriss und die Konstruktion Ihres Hauses Gedanken machen, können Sie besonders hier schon Geld sparen. Eine durchdachte Anordnung der Zimmer sowie die Wahl einer günstigen Dachkonstruktion zahlen sich aus.

      Klein aber fein

      Je kleiner das Haus, desto günstiger ist es. Mit dieser groben Richtlinie können Sie kalkulieren: Jeder Quadratmeter Grundriss kostet zwischen 1.000 und 1.500 €. Breite Flure und ein großzügiger Eingangsbereich sind Wohnraum mit wenig Nutzwert und benötigen dennoch Energie zum Heizen. Eine kompakte Bauweise spart zudem Geld – Erker und Dachgauben sind immer ein bautechnischer Mehraufwand und kosten entsprechend mehr.

      Jedes Stockwerk kostet

      Zunächst müssen Sie sich überlegen, ob Ihnen ein Stockwerk ausreicht, oder Sie lieber in die Höhe bauen wollen. Bei einem einstöckigen Bungalow sparen Sie Kosten für Erschließungsflächen wie Treppen. Eine offene Gestaltung der Räume wie eine zum Wohnzimmer offene Küche lässt auch kleine Zimmer großzügig wirken und spart Materialien für Wände und Türen.

      Planen Sie Ihren Grundriss durchdacht, können Sie weitere Materialien sparen: Wenn Sie die Badezimmer in einem mehrstöckigen Haus übereinanderlegen, können Sie für mehrere Räume einen Versorgungsstrang aus Wasser- und Stromleitungen nutzen. Das zahlt sich aus, denn die Bäder sind aufgrund der vielfältigen Anschlüsse die mit Abstand teuersten Zimmer in einem Haus.

      Beim Dach lässt sich sparen

      Standarddachformen wie ein Pult- oder Satteldach sind einfacher und somit günstiger zu bauen als extravagante Dachformen. Auch hier gilt: Erker oder verwinkelte Elemente sind teurer als klare Formen.

      Zudem ist hier die Wahl des Materials essentiell: Dachsteine aus Beton kosten nur um die 18 € pro qm, Faserzementplatten zwischen 30 € und 50 €, klassische Dachziegel 25 € bis 50 €. Naturmaterialien wie Schiefer und Reet sowie Metalldächer aus Kupfer schlagen jedoch mit zwischen 90 € und 100 € pro qm sehr stark zu Buche.

      Ein Flachdach könnte auch eine Überlegung wert sein, vor allem wenn Sie ein kleines Grundstück besitzen. Dann ist eine Dachterrasse eine attraktive und kostengünstige Variante.

      Kostenfaktor 5: Auswahl der Baumaterialien

      Auch bei der Auswahl der Baumaterialien können Sie mit ein wenig Kreativität und der Auswahl ungewöhnlicher Materialien sehr preiswert fahren.

      Auch hier gilt: Je individueller Sie Ihr Haus gestalten, desto teurer wird es. Betonfertigteile sind viel günstiger als eine massiv aus Ziegeln gemauerte Wand. Einheitsfenster und -türen werden Sie auch preiswerter bekommen als eine Zusammenstellung aus verschiedenen Größen und Formaten. Und je nachdem wie geräuschempfindlich Sie sind, können Sie auch überlegen, Wände und Türen aus Sperrholz zu verwenden – lackiert oder tapeziert ist der Unterschied zu massiven Türen kaum sichtbar.

      Verzichten Sie jedoch bewusst auf störanfällige Elemente wie Fernsteuerungen für Lichtanlagen und Rollos. Diese sind zwar komfortabel, aber sowohl in Anschaffung als auch Wartung sehr viel teurer als klassische Konstruktionen.

      Kostenfaktor 6: Preiswert ein Haus bauen ohne Keller

      Keller sind teuer, durchschnittlich ist mit Mehrkosten von mindestens 150 € pro qm im Vergleich zu Häusern ohne Keller zu rechnen. Zudem erhöht sich die Bauzeit erheblich. Allerdings ist der Wiederverkaufswert von unterkellerten Immobilien stabiler.

      Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, wofür Sie den Keller nutzen wollen. Benötigen Sie hauptsächlich Stauraum, kann eine größere Garage sinnvoll sein. Haustechnik kann auch unter Treppen oder in Einbauschränken verschwinden – frisst jedoch wieder Wohnfläche.

      Bei kleinen Grundstücken, auf die keine Garage passt, kann eine Teilunterkellerung eine platzsparende Lösung sein – sie ist günstiger als ein ganzer Keller, bietet aber Stauraum für alle notwendigen Installationen und Gerätschaften.

      Kostenfaktor 7: Sparen beim Hausbau mit hoher Energieeffizienz

      Sparen Sie nicht an der Wärmedämmung oder der Heizungsanlage, das rentiert sich auf lange Sicht nicht. Hier sehen Sie schnell den Unterschied zwischen billig und preiswert und sollten lieber auf Qualität setzen, um den Werterhalt Ihres Eigenheims zu sichern. Energieeffizientes Bauen ist langfristig günstiger, auch wenn der Preis zunächst hoch erscheint.

      Zudem fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) energieeffizientes Bauen auch im Eigenheimbereich. So zum Beispiel bei der Stromerzeugung mit Photovoltaik oder der Nutzung einer Wärmepumpe. Sie können eine KfW-Förderung beim Hausbau von bis zu 100.000 € erhalten.

      Kostenfaktor 8: Sparen durch Eigenleistung

      Sind Sie handwerklich begabt und können einen Teil des Hauses selbst bauen? Dann können Sie mit der sogenannten „Muskelhypothek“ mindestens beim Innenausbau Ihres Hauses bares Geld sparen – durchschnittlich etwa 10 % der Gesamtkosten. Denn wer selbst Maler- oder Tapezierarbeiten übernimmt oder gar Böden oder Fliesen verlegen kann, spart sich Handwerkerkosten. Auch bei Aufgaben, die Sie sich selbst nicht zutrauen, können Sie sparen, indem Sie die Materialien selbst besorgen. So können Sie preiswerte Online-Angebote oder Restposten nutzen.

      Doch schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Heimwerker realistisch ein. Werden Sie mit dem Bauabschnitt nicht rechtzeitig fertig, gibt es eine Verzögerung im Gesamtablauf – und das kostet wiederum Geld. Zudem gilt: Elektro-, Sanitär- und Dacharbeiten sollten Sie immer vom Profi ausführen lassen.

      Auch sollten Sie sicherstellen, dass Aufgabenbereiche streng getrennt sind. Sollten nach Fertigstellung Baumängel oder Schäden auftreten, haften Handwerksunternehmen nur, wenn sie die Aufgabe selbst ausgeführt haben.

      Kostenfaktor 9: Günstige Finanzierung für Ihr Haus finden

      Sehr hilfreich beim Vorhaben, Ihr Haus möglichst günstig zu bauen ist die Wahl der richtigen Baufinanzierung. Mit der an Ihre Bedürfnisse angepassten Finanzierung lassen sich mehrere tausend Euro sparen. Einen Überblick über die aktuellen Angebote erhalten Sie in unserem Baufinanzierung Vergleich.

      Möglich ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital. Aber mit einem Eigenkapitalanteil von 30 – 35 % erhalten Sie deutlich bessere Angebote für Ihren Hauskredit.

      Vergleich.de Tipp

      Wenn Sie den Hausbau selbst organisieren, stellen Sie mithilfe einer Bauzeitplanung und genauer Kontrolle des Baufortschritts sicher, dass die Abwicklung reibungslos funktioniert. Und lassen Sie sich nicht auf Abrechnungen auf Stundenbasis oder Material-Tagepreis ein, sondern vereinbaren Sie immer einen Gesamtpreis für Einzelleistungen. Sonst können unvorhergesehene Kosten auf Sie zukommen.

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