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Geldanlage

Girokonto wechseln leicht gemacht: Tipps für den Kontoumzug

Sie wollen Ihr Girokonto wechseln? Damit bei Ihrem Kontowechsel alles reibungslos abläuft und keine Fehlbuchungen auftreten, haben wir hier ein paar Tipps für Sie zusammengestellt. Nutzen Sie unsere Checkliste, so sind Sie auf der sicheren Seite.

Was zu beachten ist, wenn Sie Ihr Girokonto kündigen

Kostenlose Kontoführung, niedrige Dispozinsen, eine gebührenfreie Kreditkarte und nicht zuletzt hohe Wechselprämien sind gute Gründe dafür, das Girokonto zu wechseln. Viele Bankkunden schrecken allerdings aus Bequemlichkeit davor zurück. Denn im Rahmen eines Kontowechsels müssen alle

  • Daueraufträge und
  • SEPA-Lastschriftmandate − früher Einzugsermächtigungen − umgestellt sowie 
  • Zahlungspartner wie der Arbeitgeber informiert werden.

Bei seit Jahren bestehenden Girokonten kann die Liste der erteilten Einzugsermächtigen lang sein: In der Regel buchen sämtliche Versicherungen, Telefonanbieter, Energielieferanten, Vereine oder Kreditgeber regelmäßig vom Girokonto ab.

Hilfe bei der Krötenwanderung: Kontowechsel-Service und Zahlungskontengesetz

Viele Banken bieten Neukunden einen Kontowechsel-Service an, indem sie viele der Aufgaben übernehmen, die mit dem Kontoumzug verbunden sind: das alte Girokonto kündigen, bestehende Daueraufträge überschreiben und gegebenenfalls Guthaben vom alten auf das neue Konto übertragen. Zudem erhalten Sie von der neuen Bank mit den Eröffnungsunterlagen verschiedene Vordrucke, beispielsweise Schreiben mit Ihrer neuen Kontoverbindung für Ihren Arbeitgeber oder für Lastschriftberechtigte. Diese brauchen Sie nur noch unterschreiben und abschicken.

Seit September 2016 gibt es zudem das sogenannte Zahlungskontengesetz. Diese Richtlinie besagt, dass die alte und die neue Bank innerhalb von zwölf Tagen sämtliche Daten zu Lastschriften etc. ausgetauscht haben müssen, wenn Sie bei der neuen Bank den Kontowechsel beantragt haben. Außerdem muss die neue Bank Ihre Geschäftspartner, von denen Sie Überweisungen erhalten, über Ihre neue Kontoverbindung informieren. Das heißt, dass das lästige Ändern der Einzugsermächtigungen und Daueraufträge jetzt nicht mehr bei Ihnen liegt, sondern bei den Banken selbst. Das Gesetz gilt allerdings nur für Kontowechsel innerhalb Deutschlands.

Digitalisierung sei Dank: das komplette Girokonto wechseln auf Knopfdruck

Einige Banken wie die DKB oder die Commerzbank bieten neue Technologien an, die den kompletten Girokonto-Wechsel automatisiert übernehmen. Mithilfe einer App werden Ihnen auf dem Smartphone oder Tablet sämtliche Bewegungen auf Ihrem Konto aufgelistet. Sie können dann per Knopfdruck wählen, welcher der Zahlungspartner über Ihre neue Kontoverbindung informiert werden soll. Damit sparen Sie sich den Aufwand, alle Zahlungsempfänger, denen Sie eine Einzugsermächtigung erteilt haben, einzeln über Ihre neue Bankverbindung zu informieren. Mit der neuen Zahlungskontenrichtlinie brauchen Sie diese Aufgabe allerdings gar nicht mehr übernehmen.

Checkliste für den Kontowechsel in Eigenregie

Wenn Sie Ihren Kontowechsel lieber selbst gestalten möchten, können Sie sich an unserer Checkliste orientieren. So vermeiden Sie mit einem geringen Zeitaufwand Fehlbuchungen und andere Pannen.

  • Girokonten in der Übergangszeit parallel laufen lassen
    Wir empfehlen, das alte Girokonto nicht gleich zu kündigen, wenn Sie ein neues eröffnet haben. Lassen Sie beide Konten noch zwei bis drei Monate nach dem Girokonto-Wechsel parallel bestehen und halten Sie einen kleinen Betrag auf dem alten Konto bereit, falls es doch noch zu Fehlbuchungen kommen sollte.
  • Geldeingänge auf neues Girokonto umstellen
    Benachrichtigen Sie alle Stellen, von denen Sie Geldeingänge erwarten, über Ihren Kontowechsel. Dazu gehört in erster Linie Ihr Arbeitgeber, aber auch andere zahlungspflichtige Stellen wie die Arbeitsagentur oder die Kindergeldstelle brauchen Ihre neue Bankverbindung.
  • Daueraufträge und Lastschriftmandate überprüfen
    Bevor Sie Ihr Girokonto wechseln, sollten Sie überprüfen, welche Daueraufträge Sie eingerichtet und ob Sie Einzugsermächtigungen erteilt haben. Hier müssen zum Beispiel regelmäßige Zahlungen an Ihren Vermieter, Versicherungen, Telefongesellschaften oder der Rundfunkbeitrag berücksichtigt werden. So gewinnen Sie gleichzeitig einen aktuellen Überblick über Ihre Geldein- und -ausgänge. Daueraufträge können Sie selbst für das neue Konto einrichten. Zahlungspartner, die eine Einzugsermächtigung von Ihnen erhalten haben, müssen über Ihre neue Bankverbindung informiert werden. Das funktioniert meist auch über das Kontaktformular auf deren Internetseite.
  • Dispokredit beim Kontowechsel mitnehmen
    Konnten Sie bei Ihrer bisherigen Bank einen Dispositionskredit – kurz Dispokredit – einrichten, dürfen Sie diesen bei einem Kontowechsel oft zur neuen Bank „mitnehmen“. In der Regel verlangt die neue Bank lediglich einen Gehaltsnachweis von Ihnen. Aber: Als Puffer zur Sicherheit ist der Dispo sinnvoll, jedoch für eine langfristige Kreditausnutzung viel zu teuer.
  • Änderung der Bankverbindung bei Onlinediensten
    Falls Sie bei Onlinediensten wie Versandhäusern oder Auktionsplattformen Ihre Bankverbindung hinterlegt haben, müssen Sie diese vor Ihrem nächsten Einkauf im Netz ändern.
  • Bei Kontoeröffnung Freistellungsauftrag einrichten
    Beachten Sie, dass Sie einen Freistellungsauftrag bei der neuen Bank einrichten, um so bei Ihren Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer zu umgehen. Falls Sie bei Ihrer alten Bank auch einen Freistellungsauftrag geltend gemacht haben, müssen Sie diesen selbst kündigen, er läuft bei einem Kontowechsel nicht automatisch aus. Denken Sie daran, dass der Sparer-Pauschbetrag für alle Konten zusammen 801 € für Ledige und 1.602 € für Verheiratete beträgt.
Vergleich.de Tipp

Achten Sie bei der Wahl des neuen Girokontos darauf, dass Sie gebührenfrei an Bargeld kommen: Ein kostenloses Girokonto kann schnell teuer werden, wenn sich in Ihrem näheren Umkreis nur Fremdautomaten befinden. Bei einigen Konten von Direktbanken erhalten Sie zusätzlich zur Girokonto-Karte eine Kreditkarte, mit der Sie an allen Automaten mit dem VISA-Zeichen umsonst Geld abheben können.

Kontoeröffnung mit Postident

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