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Geldanlage

Gebühren am Geldautomat: Das kostet Geld abheben

Wer an Geldautomaten fremder Banken Bargeld abhebt, muss mit hohen Bankgebühren rechnen. Auch von den eigenen Kunden verlangen Banken immer öfter Abhebegebühren. Erfahren Sie, wie hoch die Gebühren am Geldautomaten sind und wie Sie Gebühren am Geldautomaten vermeiden können.

Gebühren am Geldautomat: Das kostet Geld abheben
  • Inhaltsverzeichnis
    • Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken haben Gebühren fürs Geldabheben eingeführt

      Immer mehr Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken haben beim Girokonto die kostenlose Geldautomatennutzung für ihre eigenen Kunden eingeschränkt und berechnen für das Geldabheben ein Entgelt. Betroffen sind Kunden von zirka 30 Sparkassen und mehr als 100 Volks- und Raiffeisenbanken (Stand: März 2019). Je nach gewähltem Kontomodell verlangen die Banken bei Nutzung der hauseigenen Geldautomaten eine Gebühr zwischen 0,19 € und 2 € pro Abhebung. Dabei unterscheiden sich die Gebührenregelungen der einzelnen Banken teilweise sehr stark voneinander: So gewähren einige Sparkassen ihren Kunden eine bestimmte Anzahl an „Freiabhebungen“ pro Monat. Erst wenn die gebührenfreien Abhebungen aufgebraucht sind, fallen für jede weitere Abhebung Kosten an. Andere Sparkassen verlangen die Gebühr hingegen bereits ab der ersten Abhebung. Einige Volks- und Raiffeisenbanken berechnen wiederum nur zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten Abhebegebühren, z. B. außerhalb der Geschäftszeiten oder nur in der Mittagszeit. Wichtig: Schauen Sie in das Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank, dort sind alle anfallenden Gebühren vermerkt.

      Das gleiche gilt auch für einige Direktbanken. Bei ihnen gibt es ein Mindestbetrag, der am Automaten abgeholt werden muss. Bei der Comdirekt, der ING und der DKB sind das 50 €. Wer weniger als 50 € abholen möchte, muss zuvor für zirka 10 € eine Option im Vertrag wählen.

      Diese Sparkassen verlangen von ihren Kunden Gebühren am Geldautomaten

      Wir haben eine Liste mit den Sparkassen erstellt, die von den eigenen Kunden je nach dem gewählten Kontomodell Gebühren beim Abheben am Geldautomaten verlangen:

       Gebühr
      Sparkasse Wittgenstein2,00 €
      Sparkasse Höxter1,00 €
      Sparkasse Rottal-Inn0,70 €
      Stadtsparkasse Hilchenbach0,67 €
      Sparkasse Neckartal-Odenwald0,50 €
      Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld0,50 €
      Stadtsparkasse Grebenstein0,50 €
      Stadtsparkasse Bad Sachsa0,50 €
      Sparkasse Rastatt-Gernsbach0,46 €
      Sparkasse Aurich-Norden0,45 €
      Sparkasse Tauberfranken0,40 €
      Sparkasse Burbach-Neunkirchen0,40 €
      Sparkasse Dillenburg0,40 €
      Kreissparkasse Verden0,40 €
      Sparkasse Westholstein0,35 €
      Sparkasse Passau0,35 €
      Kreissparkasse Kelheim0,35 €
      Stadtsparkasse München0,31 €
      Sparkasse Elbe-Elster0,30 €
      Stadtsparkasse Bad Honnef0,30 €
      Sparkasse Marburg-Biedenkopf0,30 €
      Kreissparkasse Euskirchen0,30 €
      Sparkasse Muldental0,30 €
      Kreis- und Stadtsparkasse Erding - Dorfen0,29 €
      Sparkasse Niederbayern Mitte0,25 €
      Sparkasse Pfullendorf-Messkirch0,19 €

      Quelle: Vergleich.de, Stand: März 2019

      Girokonto wechseln und Gebühren vermeiden

      Sind Sie mit den Gebühren Ihrer Bank nicht einverstanden, können Sie ganz einfach Ihr Girokonto wechseln und bei einer günstigeren Bank ein Konto eröffnen. Viele Banken bieten ihren Kunden mittlerweile einen Kontowechsel-Service an und übernehmen damit bereits einen Großteil der Aufgaben, die bei einem Kontoumzug anfallen. In unserem Girokonto Vergleich finden Sie die besten Girokonten mit genauen Angaben, an wie vielen Automaten Sie kostenlos Geld abheben können.

      Geld abheben bei fremden Banken mit hohen Gebühren verbunden

      Auch wenn Ihre Bank für die Nutzung der eigenen Automaten keine Gebühr verlangt, fallen beim Geldabheben bei Fremdbanken in der Regel Gebühren an. Über die Höhe dieser Gebühren gibt es bisher keine einheitliche Regelung. Die Privatbanken hatten sich 2011 auf eine Deckelung der Gebühren von 1,95 € für Fremdabhebungen geeinigt, mittlerweile haben einzelne Geldhäuser wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank die Gebühren am Geldautomaten jedoch wieder auf meist 3,95 € erhöht. Sparkassen und Volksbanken hatten sich der Initiative erst gar nicht angeschlossen. Sie bestimmen die Gebühren selbst. Die Preisspanne für Fremdkunden liegt bei den Sparkassen zwischen 4,80 € und 6,45 €.

      Spezialanbieter von Geldautomaten treiben Gebühren auf die Spitze

      Es gibt immer weniger Bankfilialen, die Zahl der Geldautomaten von spezialisierten Anbietern nimmt dagegen zu, berichtet die Zeitschrift Finanztest. Vornehmlich in Einkaufsstraßen, in Einkaufszentren, Hotels, Restaurants, an Bahnhöfen oder Tankstellen finden Sie die Geldautomaten dieser Spezialanbieter:

      • Euronet: US-amerikanischer Anbieter mit über 1.700 Geldautomaten in Deutschland und weltweit 18.000 Geldautomaten und 674.000 Prepaid Terminals.
      • Cardpoint: US-amerikanischer Anbieter mit über 1.000 Geldautomaten in ganz Deutschland.
      • NoteMachine: britischer Anbieter mit 650 Geldautomaten an über 500 Standorten in Deutschland und insgesamt mit über 7.000 Geldautomaten in Deutschland und Großbritannien.
      • IC Cash Services: deutscher Geldautomatenbetreiber mit über 700 Geldautomaten deutschlandweit.

      Was das für Sie bedeutet? Faktisch können Sie an immer weniger Geldautomaten kostenlos Geld abheben, da Sie immer Fremdkunde sind. Die Zeitschrift Finanztest formuliert es noch drastischer „Wer dort kein Konto hat, muss blechen.“ Je nach Standort variieren die Gebühren stark und liegen bei bis zu 7,99 € je Transaktion. Heben Sie z.B. 50 € ab, werden Ihnen dafür ca. 8 € an Gebühren berechnet. Ihr Girokonto wird also mit 58 € belastet.

      Banken müssen Fremdkunden über anfallende Gebühren informieren

      Die Banken sind seit 2011 dazu verpflichtet, den Verbraucher über anfallende Gebühren am Geldautomaten zu informieren. Diese Vorgabe gilt auch für die Spezialanbieter von Geldautomaten. Aber Achtung! Häufig wird Ihnen die Gebühr erst nach Einstecken der Karte, der Eingabe der PIN und der Auswahl des gewünschten Geldbetrags angezeigt. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit und lesen Sie sich die angezeigten Informationen immer in Ruhe durch. So können Sie als Kunde selbst entscheiden, ob Sie den Vorgang abbrechen und sich einen günstigeren Geldautomaten suchen oder die Bankgebühren von bis zu 7,99 € in Kauf nehmen.

      Checkliste: Gebühren am Geldautomaten

      Welche Gebühren am Geldautomaten der verschiedenen Kreditinstitute anfallen, erfahren Sie hier:

       Direktes Kundenentgelt für fremde Girocards (Euro)
      BBBank3,90
      Berliner Sparkasse4,95
      Berliner Volksbank3,95
      BW Bank4,55
      Commerzbank3,90-4,90
      Degussa Bank3,95
      Deutsche Bank3,95
      Frankfurter Sparkasse4,50
      Hamburger Sparkasse4,75
      Hypovereinsbank3,95
      ING1,95
      MBS in Potsdam4,80
      Ostsächsische Sparkasse 4,40
      Postbank3,95
      PSD Bank Berlin-Brandenburg3,50
      PSD Bank Rhein-Ruhr3,50
      Santander Bank3,75
      Sparda-Bank Baden-Württemberg3,50
      Sparda-Bank Hannover3,95
      Sparkasse Bamberg4,95
      Sparkasse Münsterland Ost5,00
      Stadtsparkasse München3,95
      Stadtsparkasse Wuppertal3,45
      Targobank3,85
      Volkswagen Bank/Audi Bank1,95
      VR Bank Rhein Neckar3,89
      Wiesbadener Volksbank4,50

      Quelle: FMH Finanzberatung, Stand: Juni 2018

      Zusammenschlüsse der Banken für geringere Gebühren am Geldautomaten

      Wenn Sie bei einer Bank Bargeld abheben, die im gleichen Verbund ist wie ihre Hausbank, fallen in der Regel keine Gebühren an. Durch den Zusammenschluss mehrerer Banken erhöht sich die Zahl der kostenlosen Geldautomaten stark.

      • Kunden der Sparkassen stehen so deutschlandweit über rund 25.000 Geldautomaten zur Verfügung.
      • Kunden der Cash Group können die insgesamt rund 9.000 Geldautomaten der Commerzbank, comdirect, Deutsche Bank, norisbank, HypoVereinsbank, Postbank und deren Tochterunternehmen entgeltfrei nutzen.
      • Der Bankverbund CashPool kommt auf über 3.200 Geldautomaten. Dazu gehören Banken wie die TARGOBANK, Santander Bank und die Sparda-Banken.
      • Das sogenannte BankCard ServiceNetz der deutschen Genossenschaftsbanken, also der Volks- und Raiffeisenbanken, verfügt über 18.300 Geldautomaten.

      Einige Kreditinstitute vergeben zur Girokonto-Karte eine zusätzliche Kreditkarte, mit der ihre Kunden an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen kostenlos Geld abheben können.

      Hohe Bankgebühren beim Geldabheben im Ausland

      Geld abheben im Ausland kann teuer werden, denn viele Kreditinstitute erheben dafür hohe Bankgebühren. Auf den ersten Blick sind diese Entgelte am Geldautomaten häufig nicht zu erkennen, weil sie sich im Umrechnungskurs verbergen. Informieren Sie sich deshalb schon vor dem Auslandsaufenthalt bei Ihrer Bank, welche Möglichkeiten Sie beim Abheben von Bargeld haben. Einige deutsche Banken sind Kooperationen mit ausländischen Banken eingegangen, sodass ihre Kunden an Geldautomaten dieser Partner kostenfrei an Bargeld gelangen. Die Deutsche Bank gehört beispielsweise wie die Bank of America oder Barclays zur Global ATM Alliance. Die Kunden dieser Banken können an den Geldautomaten aller teilnehmenden Kreditinstitute gebührenfrei Geld abheben. 

      Girokonto vergleichen lohnt sich

      Da der Gang zum Geldautomaten für die meisten Menschen selbstverständlich ist, kann auch ein ansonsten kostenfreies Girokonto schnell sehr teuer werden. Um viel Geld zu sparen, sollten Sie darauf achten, ob und in welchem Verbund sich Ihr Favorit befindet, und bei welchen Banken Sie dadurch kostenfreie Abhebungen vornehmen können.

      So vermeiden Sie Gebühren beim Geldabheben

      • Bei einem Kontowechsel lohnt es sich, im Vorfeld Informationen einzuholen, welche Banken in Ihrer Umgebung oder am Arbeitsplatz Automaten betreiben. Dadurch grenzen Sie die Auswahl der infrage kommenden Banken ein und vermeiden, dass Sie an Fremdautomaten Geld abheben müssen.
      • Prüfen Sie, ob sich Ihre Bank einem Bankenverband angeschlossen hat. Ist dies der Fall, stehen Ihnen je nach Verbund deutlich mehr Automaten zum kostenlosen Abheben von Bargeld zur Verfügung.
      • Vor allem Direktbanken ohne eigenes Filialnetz bieten ihren Kunden das kostenlose Abheben per Kreditkarte an Geldautomaten an. Je nach Anbieter ist die kostenlose Bargeldversorgung sogar im Ausland gewährleistet.
      • Fehlen Ihnen die Alternativen und Sie müssen an einem Fremdautomaten Geld abheben, wählen Sie nach Möglichkeit einen höheren Betrag, so halten Sie den Anteil der Gebühren am abgehobenen Betrag gering.
      • Nicht nur an Geldautomaten bekommen Sie Bargeld, auch in Supermärkten, an Tankstellen oder in Baumärkten können Sie mit Ihrer ec-Karte Geld abheben − in vielen Fällen sogar kostenlos. Oft ist das kostenlose Abheben jedoch mit einem Mindesteinkaufswert gekoppelt. Fragen Sie sicherheitshalber beim Kassierer nach, ob der Service mit Kosten verbunden ist.
      • Als Kunde einiger Banken, wie bei der DKB und N26, können Sie auch mit dem Smartphone unterwegs in Geschäften Geld abheben. Dabei erstellen Sie mit dem Smartphone einen Barcode, den Sie an der Kasse vorzeigen. Dort wird Ihnen der gewünschte Betrag ausgezahlt. Das geht zum Beispiel bei den Supermarktketten Rewe, Real und Penny. Erkundigen Sie sich zuvor bei Ihrer Bank, wo Sie ohne Gebühren Geld mit dem Handy abholen können.
      Vergleich.de Tipp

      Kunden von Direktbanken können in der Regel zwar nicht mit ihrer Girokarte, aber mit ihrer Kreditkarte innerhalb Deutschlands kostenfrei an allen Geldautomaten Geld abheben. Bei der ING ist gebührenfreies Abheben auch europaweit an allen Visa-Automaten möglich. Einige Direktbanken wie die DKB bieten diesen Service sogar weltweit an.

      Kontoeröffnung mit Postident

      Wer ein Konto bei einer Direktbank ohne Filiale eröffnet, kann sich ganz einfach legitimieren und seine Identität feststellen lassen, indem er das Postident-Verfahren nutzt.

      Konto eröffnen
      Welche Geldanlage ist besser?

      Wir haben die Vor- und Nachteile von Tagesgeld und Festgeld für Sie gegenübergestellt. Erfahren Sie, anhand welcher Kriterien Sie sich für eine der Geldanlagen entscheiden sollten.

      Tagesgeld oder Festgeld?
      Bankenpleite: Ist Ihr Geld sicher?

      Bei einer Bankenpleite ist Ihr Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Darüber hinaus gibt es noch weitere Maßnahmen, die Ihr Erspartes vor der Pleite schützen!

      Einlagensicherung
       

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