Geldanlage

Zinspilot: So legen Sie Tagesgeld und Festgeld über die Plattform an!

Über die Online-Plattform Zinspilot können Sie Tagesgeld und Festgeld bei vielen Banken im Inland und europäischen Ausland anlegen und von guten Zinsen profitieren. Wir zeigen Ihnen, wie Zinspilot funktioniert, wo Sie die aktuellen Angebote finden und wie die Plattform im Test abschneidet.

Was ist Zinspilot?

Zinspilot ist ein Online-Portal zur Vermitt­lung von Tagesgeld und Festgeld im In- und Ausland. Zinspilot ist eine Marke der Raisin GmbH, zu der auch WeltSparen gehört. Zinspilot bietet Geld­anlage­pro­dukte mit einer kurzen Lauf­zeit an. Die Platt­form arbeitet mit zahl­reichen euro­päischen Partner-Banken zusammen, aus deren An­ge­boten Sie dasjenige mit den besten Zins­kon­di­tio­nen wählen können. Dadurch erhalten Sie even­tuell höhere Tages­geld­zinsen und Fest­geld­zinsen, als deutsche Banken sie geben. 

Ein Merkmal von Zinspilot ist die einfache Hand­habung: Nach der ein­maligen Ein­richtung eines Zinspilot-Kontos können Sie beliebig viele Tagesgeld- und Festgeld-Angebote bei den Partner­banken anlegen, ohne dazu weitere Konten eröffnen zu müssen. Dabei übernimmt Zinspilot die gesamte Kom­mu­ni­ka­tion und Ab­wick­lung für Sie. Der Dienst ist für Kunden kosten­los. Die Platt­form fi­nan­ziert sich über Bank­pro­vi­sio­nen.

Gut zu wissen: Dass es sich lohnt, beim Geldanlegen auf die Angebote von Banken im Ausland zu schauen, zeigt folgende Überlegung: Bei den Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld, die deutsche Banken geben, und einer hohen Inflationsrate kann Sparen zum Minusgeschäft werden. Zinspilot kann über seine ausländischen Partnerbanken Angebote machen, die zum Teil über den Zinsen in Deutschland liegen. Damit können Sie die Wirkung der Inflation auf Ihr Erspartes eventuell stärker abmindern oder eine höhere reale Rendite erzielen.

Zinspilot: Wo finde ich aktuelle Angebote zum Tagesgeld und Festgeld?

Die Plattform Zinspilot listet die Angebote vieler Partner-Banken auf der eigenen Website. Dabei handelt es sich um Banken, die hohe Sicherheitsstandards erfüllen und der EU-weit harmonisierten Einlagensicherung unterliegen. Zinspilot bietet bei Festgeld grundsätzlich nur kurze Laufzeiten an.

Wir von Vergleich.de empfehlen Ihnen eine breitere Recherche, die auch die Angebote anderer Zinsportale sowie unabhängiger Einzelbanken im Ausland einschließt. Eine Möglichkeit bietet Ihnen unser Tagesgeld Vergleich beziehungsweise unserer Festgeld Vergleich.

Tages- und Festgeld berechnen

Tages- und Festgeld Vergleich

Vergleiche hier Angebote von Zinspilot und vielen weiteren Anbietern - einfach und unverbindlich.

Wie funktioniert Zinspilot?

Zinspilot arbeitet nach dem Treuhänderprinzip. Das heißt: Sie setzen Zinspilot als wirtschaftlich Berechtigten ein, der Ihr Geld treuhänderisch anlegt. Dadurch brauchen Sie für alle Anlageprozesse nur ein einziges Konto, das Zinspilot-Konto. Mit diesem können Sie so viele Anlagen bei Partnerbanken ausführen, wie Sie möchten, ohne dort selbst weitere Konten eröffnen zu müssen.

Als Plattform ist Zinspilot selbst jedoch keine Bank. Daher schließen Sie das Zinspilot-Konto als Neukunde bei der kooperierenden Sutor Bank mit Sitz in Hamburg ab. Einige ältere Bestandskunden führen Ihr Referenzkonto über den Online-Broker Flatex, der zur Fintech Group Bank AG gehört.

Schritt 1: So eröffnen Sie Ihr Zinspilot-Konto!

Auf der Zinspilot-Webseite werden Sie durch den Konto­eröffnungs­prozess geführt. Zunächst füllen Sie dabei den Kontoantrag mit einigen persönlichen Daten, Ihrer Steuer-ID und der Angabe eines auf Sie laufenden Girokontos aus. Anschließend müssen Sie sich legitimieren. Das geht bei Zinspilot im Postident-Verfahren durch die Vorlage Ihres Personalausweises auf einer Postfiliale oder alternativ per Videochat im Videoident-Verfahren. Nachdem Sie den Kontoantrag an Zinspilot geschickt haben, erhalten Sie innerhalb weniger Werktage alle Daten zur Einrichtung Ihres Ver­rechnungs­kontos.

Schritt 2: So legen Sie über Zinspilot Tagesgeld und Festgeld an

Sobald das Zinspilot-Konto startklar ist, können Sie im Bereich „Anlageangebote“ per Klick auf „Jetzt anlegen“ den jeweiligen Tagesgeld- oder Festgeldanbieter auswählen, bei dem Sie Ihr Geld anlegen möchten.

Im nächsten Schritt überweisen Sie die gewünschte Anlagesumme auf Ihr Zinspilot-Konto. Dabei geben Sie als Verwendungszweck einen Code an, der jeweils zum konkreten Anlageangebot ausgegeben wird. Dieser Code gilt als Treuhänderauftrag. Die Sutor Bank beziehungsweise die Fintech Group Bank AG legen Ihr Geld dann in ihrer Funktion als wirtschaftlich Berechtigte für Sie an.

Das Treuhänderprinzip bringt eine Besonderheit mit sich: Der Start einer neuen Geldanlage ist bei Zinspilot immer nur jeweils am 1. und 15. eines Monats möglich. Deshalb sollten Ihre Einzahlungen sicherheitshalber immer 4 Bankarbeitstage vor diesen Einzahlungsterminen auf Ihrem Zinspilot-Konto eingegangen sein. So verpassen Sie keinen Anlagestart. Aus Sicherheitsgründen sind Zahlungen außerdem immer nur vom Girokonto aus möglich, welches Sie bei der Eröffnung des Zinspilot-Kontos angegeben haben.

Welche Voraussetzungen muss ich für ein Konto bei Zinspilot erfüllen?

Für die Eröffnung eines Zinspilot-Kontos gelten dieselben Voraussetzungen wie zur Eröffnung jedes anderen Kontos:

  • Sie müssen volljährig sein,
  • Sie müssen in Deutschland gemeldet sein und
  • Sie dürfen nicht in den USA steuerpflichtig sein.

Außerdem benötigen Sie ein auf Sie laufendes Girokonto, eine gültige E-Mail-Adresse sowie Zugang zum Internet und ein SMS-fähiges Mobiltelefon.

Mit welchen Banken arbeitet Zinspilot zusammen?

Zinspilot kooperiert mit vielen Banken aus mehreren europäischen Ländern, darunter Österreich, Frankreich, Schweden und Malta.

Geld anlegen im Ausland: Das müssen Sie über Fremdwährungskonten wissen

Nicht jede Geld­anlage innerhalb der EU wird in Euro ab­ge­schlos­sen. In der Ver­gan­gen­heit hat Zinspilot auch An­lagen in Fremd­wäh­rungen, bei­spiels­weise in Nor­we­gi­schen Kronen, angeboten. Alle neu ab­schließ­baren Produkte sind jedoch in Euro.

Bei einem Fremd­währungs­konto wird die Anlage­summe jeweils zu Beginn und zum Ende der Laufzeit getauscht. Das kann Wechsel­kurs­gewinne ermöglichen, aber auch Verluste. Denn der Währungs­markt unterliegt starken Schwankungen. Der Kurs­verlust kann Sie auch mehr als die Zinsen auf Ihr Fremdwährungskonto kosten.

Wie sicher ist mein Geld bei Zinspilot und gibt es ein Risiko?

Nach eigener Aussage arbeitet Zinspilot ausschließlich mit Banken zusammen, die hohe Sicherheitsstandards erfüllen. So unterliegen alle Partnerbanken der euro­päischen Einlagensicherung. Im Insolvenzfall der jeweiligen Bank ist Ihr Vermögen damit bis zu 100.000 € geschützt. In vielen Fällen existiert zusätzlich eine freiwillige Absicherung der Banken über mehrere hunderttausend Euro pro Kunde.

Geld, das Sie auf dem Zinspilot-Konto bei der Sutor Bank oder der Fintech Group Bank geparkt haben, ist im Falle einer Pleite ohnehin über den deutschen Einlagen­siche­rungs­fonds gesichert.

Allerdings ist Zinspilot keine Bank und leistet auch keine Anlageberatung. Ihnen sollte daher bewusst sein, dass es unter den Partnerbanken auch solche aus Ländern gibt, deren Liquidität von Rating-Agenturen als nicht optimal einstuft wird, so zum Beispiel Rumänien, Italien oder Portugal. Auch unterscheiden sich die Ratings der einzelnen Banken innerhalb eines Landes teilweise erheblich.

Tipp: Wir raten Ihnen, selbst aktiv zu werden und die Ratings sowohl der Bank als auch die jeweiligen Länderratings genau unter die Lupe zu nehmen. Anschließend können Sie kompetent einschätzen, ob das Risiko die höheren Zinsen wert ist.

Zwischenfazit: Das sind die Vor- und Nachtteile von Tagesgeld und Festgeld über Zinspilot

Im Folgenden fassen wir für Sie noch einmal die Vorteile und Nachteile einer Geldanlage über Zinspilot zusammen.

Vorteile von Zinspilot

  • mit einem einzigen Konto Festgeld und Tagesgeld bei zahlreichen Banken anlegen
  • höhere Zinsgewinne durch eine Geldanlage im Ausland möglich
  • mit Zinspilot als Treuhänder nur ein Vertragspartner statt viele
  • deutschsprachige Kommunikation
  • Mindestanlagesumme ab 1 €
  • für Anleger kostenfrei

Nachteile von Zinspilot

  • Zinspilot leistet keine Anlageberatung
  • Anlagestart und damit Ein- und Auszahlungsintervalle immer nur zweimal im Monat
  • bei Festgeld nur Laufzeiten bis maximal 12 Monate

Zinspilot im Test: So fallen die Bewertungen für die Plattform aus

Zinspilot erhält auf ver­schie­denen Online-Por­talen eine über­wiegend po­sitive Be­wertung von seinen Kunden. Finanz­test, eine Marke der Stiftung Waren­test, wies jedoch 2023 darauf hin, dass das An­gebot von Zinspilot auch aus­ländische Ban­ken umfasst, bei denen die Ver­braucher­schützer von einer Anlage abraten. Die Stiftung Waren­test empfiehlt derzeit nur Banken aus EU-Ländern oder Staaten des Euro­pä­ischen Wirt­schafts­raumes (EWR), wenn sie über eigene Sicherungs­einrichtungen mindestens 100.000 Euro absichern sowie Top-Bewertungen der drei großen Rating­agenturen Fitch, Moody´s und Stan­dard & Poor´s erhalten haben.

Welche Steuer-Regeln gelten bei Zinspilot?

Bei einer Geldanlage über Zinspilot im Ausland gilt zunächst dasselbe wie für Geldanlagen allgemein: Zinsgewinne müssen versteuert werden. Durch die Erteilung eines Freistellungsauftrags bleiben Ihre Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparer­freibetrags (1.000 € pro Jahr beziehungsweise 2.000 € für zusammen veranlagte Ehepartner) steuerfrei. Den Freistellungsauftrag müssen Sie bei der Sutor Bank beziehungsweise der Fintech Group Bank AG stellen.

Zu beachten gilt außerdem, dass Zinsen, die Sie im EU-Ausland erhalten, mög­licher­weise der nationalen Quellensteuer unterliegen. Damit können Steuern in Höhe von bis zu 28 % auf Ihren Zinsgewinn fällig werden, die Sie ans Herkunftsland der Bank zahlen müssen. Um das zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren, müssen Sie einige Monate vor Zinsfälligkeit eine sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung vorlegen, die Zinspilot Ihnen stellt.

FAQ: Was es sonst noch über Zinspilot zu wissen gibt

Wie stelle ich einen Freistellungsauftrag bei Zinspilot?

Den Freistellungsauftrag stellen Sie über die Sutor Bank beziehungsweise die Fin Tech Group Bank. Das entsprechende Formular dafür finden Sie auf der Zinspilot Webseite unter „Steuerinformationen“.

Muss ich bei Zinspilot einen langfristigen Vertrag abschließen?

Nein. Sie haben die Möglichkeit Ihre Geschäftsbeziehung mit Zinspilot jederzeit vollständig zu kündigen.

Vergleich.de Tipp

Viele Anbieter von Tagesgeld- und Festgeldkonten locken mit einem Willkommensbonus. Oft lohnt sich die Mitnahme der Prämie, da sie Ihre Rendite steigert. Ein Bonus sollte aber nicht das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für einen Anbieter sein. Vergleichen Sie den Bonus mit möglicherweise höheren Gebühren oder niedrigeren Zinsen. Achten Sie außerdem auf die Bonität von Bank und Land. Erst dann können Sie beurteilen, ob sich das Angebot für Sie lohnt.

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