Wie riskant ist Crowdinvesting?

Heike Kevenhörster
Zuständige Redakteurin für die Bereiche Geldanlage und DSL & Handy
Stand: 04.12.2023

Beim Crowdinvesting haben Sie das Risiko, das gesamte ein­ge­setzte Geld zu ver­lieren. Das liegt daran, dass hier viele Privat­an­leger (die „Crowd“) einem Unter­nehmen dabei helfen, ein Pro­jekt zu finan­zieren. Dieses Projekt kann scheitern. Oft inves­tieren Sie beim Crowd­in­ves­ting in eine Immobilien- oder Energie­unter­nehmung oder ein Start-up.

Angebote für Crowdinvesting finden Sie auf spe­zia­li­sier­ten Platt­formen wie Bergfürst, Exporo oder Dagobertinvest. Diese fungieren als Vermittler zwischen Ent­wickler und Privat­an­legern. Als Kompen­sation für das Risiko werden den Inves­toren attrak­tive Renditen in Aussicht gestellt.

In der Vergangenheit kam es auch im Bereich Crowd­in­ves­ting in Immo­bilien bereits zu Total­ver­lusten. Der Anbieter Bergfürst ver­mittelt heute be­sicherte Bank­dar­lehen statt quali­fi­zierter Nach­rang­dar­lehen, was die Sicher­heit der privaten Kapital­geber erhöht, bei einer Pleite nicht leer auszugehen.

Auf was sollte ich beim Crowdinvesting achten?

Bevor Sie per Crowdinvesting in Immobilien oder andere Projekte investieren, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Handelt es sich bei der Entwicklerfirma um ein erfahrenes Unternehmen?
  • Ist die Plattform seriös?
  • Handelt es sich bei meinen Beteiligungen um Nachrangdarlehen oder besicherte Bankdarlehen?
  • Gibt es persönliche Sicherheiten der Entwickler?
  • Vertraue ich darauf, dass die Plattform transparent mit dem Stand des Projektes umgeht?
  • Kann ich während der Laufzeit auf mein Geld verzichten?
  • Ist es möglich, meine Beteiligungen während der Laufzeit weiterzuverkaufen?
  • Kann ich damit leben, keinen Einfluss auf die unternehmerischen Entscheidungen zu haben?
  • Könnte ich einen Totalverlust verschmerzen?

Wenn Sie einige Antwort nicht in Erfahrung bringen, fragen Sie beim Anbieter nach. Auch die Verbraucherzentrale rät mit Blick auf Crowdinvesting-Angebote, nicht die „Katze im Sack“ zu kaufen. Wenn die Antworten auf diese Fragen Sie nicht zufriedenstellen, sollten Sie sich lieber eine andere Form der Geldanlage suchen. Alternativen finden Sie hier:

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Fazit: So gehen Sie mit den Risiken bei Crowdinvesting am besten um

Um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, beim Crowd­in­ves­ting alles Geld auf einmal zu ver­lieren, ver­teilen Sie Ihre Geld­anlage am besten auf mehrere Pro­jekte, anstatt alles auf eine Karte zu setzen. Grund­sätz­lich ist Crowd­in­vesting aber nur etwas für rendite­orien­tierte Anleger, die mit dem Total­verlust­risiko leben können.

Falls Sie auf das angelegte Geld angewiesen sind, denken Sie alter­nativ vielleicht über eine Geld­anlage in Welt-ETFs wie einen MSCI-World-ETF oder einen MSCI-ACWI-ETF nach. Auch dort können Sie bei einem ge­rin­ge­ren Risiko lang­fris­tig mit einer durch­schnitt­lichen jähr­lichen Rendite rechnen, die über der Inflation liegt.

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