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Geldanlage

Welche TAN-Verfahren gibt es und wie sicher sind sie?

TAN-Verfahren sind fester Bestandteil des Online-Bankings. Sie sorgen dafür, dass niemand unberechtigt auf Ihr Konto zugreifen kann. Doch welches TAN-Verfahren ist das sicherste? Welche Unterschiede gibt es? Und worauf sollten Sie beim Kauf eines TAN-Generators achten? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Was ist eine TAN-Nummer?

Die Transaktionsnummer, kurz TAN, ist ein Einmalkennwort, das Ihr Online-Banking vor unerlaubten Transaktionen schützt. TAN-Verfahren funktionieren dabei wie eine Unterschrift, die Sie unter die Transaktion setzen, um sie zu bestätigen. TAN-Nummern werden hauptsächlich zur Freigabe von Überweisungen genutzt, aber auch bei Änderungen persönlicher Daten kommen sie zum Einsatz.

Schritt für Schritt zur TAN-Eingabe:

  1. Sie geben die Überweisungsdaten in das Formular Ihres Online-Bankings ein.
  2. Sie schicken die Überweisung per Klick ab.
  3. Nun erfolgt die TAN-Abfrage der Bank, um Ihre Identität zu überprüfen.
  4. Die Bank generiert und übermittelt die TAN nach dem von Ihnen im Vorfeld festgelegten TAN-Verfahren.
  5. Sie geben die Transaktionsnummer beim Online-Banking ein.
  6. Die Überweisung wird durchgeführt.

Wovor schützen TAN-Verfahren?

Sollte es Kriminellen gelingen, Ihre Log-In-Daten zu ergaunern, stellt das TAN-Verfahren eine Absicherung dar und verhindert, dass Geldströme unerlaubt abgezweigt werden können. In der Regel besteht die TAN-Nummer aus sechs Dezimalzahlen. Nach heutigen Sicherheitsstandards müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  1. Die TAN-Nummer muss aus den Überweisungsdaten erzeugt werden.
  2. Die TAN-Nummer darf nur zeitlich begrenzt gültig sein.
  3. Die TAN-Nummer sollte auf einem separaten Gerät erzeugt werden.

Welche TAN-Verfahren gibt es?

TAN-Verfahren unterscheiden sich darin, wie die TAN-Nummer generiert wird, wie sie übermittelt wird und ob weitere Komponenten zur Legitimation während des Transaktionsprozesses notwendig sind. Die gängigsten TAN-Verfahren sind:

mTAN (mobile TAN)/SMS-TAN: Bei diesem beliebten Verfahren wird Ihnen die Transaktionsnummer per SMS aufs Handy geschickt.

Chip-TAN: Aus den Überweisungsdaten wird ein graphischer Code erstellt, der mit einem speziellen Generator ausgelesen wird. Der Generator muss vorher mit einer Chip-Karte aktiviert werden und erstellt dann aus der Grafik eine Transaktionsnummer.

Photo-TAN: Hier werden die Überweisungsdaten des Online-Bankings in eine Mosaikgraphik chiffriert, die nur mit einer App oder einem speziellen Lesegerät entschlüsselt und in eine Transaktionsnummer umgewandelt werden kann.

Push-TAN: Dieses TAN-Verfahren funktioniert mit einer App, die Sie auf Ihrem Smartphone installieren. Die TAN-Nummer wird generiert, sobald Sie bei der App angemeldet sind und die Überweisungsdaten beim Online-Banking eingegeben haben.

HBCI: Dieses TAN-Verfahren vereint besonders viele Komponenten. Sie benötigen hierfür eine spezielle Software, eine Chipkarte, ein Kartenlesegerät sowie eine persönliche Geheimzahl.

iTAN Verfahren wird bis 2018 abgeschafft – jetzt handeln!

Noch vor einiger Zeit galt die indizierte TAN, kurz iTAN, als Standard-TAN-Verfahren beim Online-Banking. Das Verfahren ist relativ simpel: Die Bank versendet durnummerierte Listen mit iTANs an ihre Kunden. Bei Durchführung einer Online-Überweisung verlangt die Bank dann eine bestimmte iTAN, zum Beispiel Nr. 46. Nach Eingabe der geforderten TAN-Nummer wird die Transaktion damit legitimiert.

Kriminellen gelang es in der Vergangenheit jedoch immer wieder, diese Listen zu stehlen oder schon am Briefkasten abzufangen. Zusammen mit den Log-In-Daten der Betroffenen, die sie sich zum Beispiel durch Phishing oder Trojaner beschafft hatten, konnten sie dann unbemerkt auf das Konto zugreifen und Geld abzweigen. In anderen Fällen gaben Betrüger mit Hilfe gefälschter E-Mails vor, die Bank müsste TAN-Nummern für Überprüfungszwecke abfragen. Gab das Opfer dann tatsächlich seine Transaktionsnummern preis, konnten die Betrüger auf das Geld zugreifen und Überweisungen auf das eigene Konto durchführen.

Wegen dieser Schwachstellen gilt das iTAN-Verfahren heute nicht mehr als sicher und wird im Rahmen der für alle Banken geltenden Neufassung der EU-Vorschriften für Zahlungsdienste (EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2) bis 2018 abgeschafft. Wenn Sie iTAN nutzen, sollten Sie sich bald für ein anderes TAN-Verfahren Ihrer Bank entscheiden. Spätestens ab 2018 werden die Banken keine iTAN-Listen mehr verschicken, Sie sollten sich also rechtzeitig über Alternativen informieren. Sprechen Sie dazu einfach Ihre Bank an, diese hilft Ihnen hier gern weiter.

TAN-Verfahren im Vergleich

Die aktuellen TAN-Verfahren unterscheiden sich in ihrer Handhabung, den Kosten, der Flexibilität und auch in puncto Sicherheit. Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedenen Methoden vorstellen und die Vor- und Nachteile beleuchten. So können Sie sich ein eigenes Bild machen und das TAN-Verfahren finden, dass am besten zu Ihnen und Ihrem Finanzalltag passt. 

mTAN/SMS-TAN: Die Transaktionsnummer per SMS aufs Handy

mTAN/SMS-TAN: 
KomponentenFür mTAN benötigen Sie ein Mobiltelefon oder Smartphone.
VoraussetzungenUm mTAN zu nutzen, müssen Sie Ihr Handy vorher bei der Bank registrieren. Dabei verifizieren Sie Ihre Handynummer mit dem TAN-Verfahren, das Sie aktuell nutzen. Die Bank schickt Ihnen dann per Post einen Aktivierungscode zu, den Sie beim Online-Banking eingeben müssen. So stellt die Bank sicher, dass sich nicht jemand unbefugt Zugriff auf Ihr Handy verschafft hat und die mTANs abfängt. Die genaue Anleitung zur Handy-Registrierung finden Sie in der Regel im persönlichen Bereich Ihres Online-Bankings.
So funktioniert‘sSie geben die Überweisungsdaten wie gewohnt in die Maske des Online-Bankings ein. Dann fordern Sie per Klick die Transaktionsnummer als mobile TAN bei der Bank an. Die Bank schickt Ihnen eine SMS, die die mTAN enthält sowie den Überweisungsbetrag und die Empfängerdaten anzeigt. Nun übertragen Sie die mTAN in Ihr Online-Banking und legitimieren dadurch die Transaktion.
SicherheitSMS-TAN/m-TAN ist das beliebteste und verbreitetste TAN-Verfahren in Deutschland. Es gilt als relativ sicher – vorausgesetzt Sie verwenden unterschiedliche Geräte für das Online-Banking und die SMS-TAN. Läuft beides über das Smartphone, können Betrüger mit dem Angriff auf Ihr Smartphone sowohl die Login-Daten als auch die TAN-Nummer ausspähen. Sie sollten außerdem immer die Empfängerdaten und den Überweisungsbetrag, die in der TAN-SMS angezeigt werden, überprüfen. Sollte es Unstimmigkeiten zu Ihren Überweisungsdaten geben, brechen Sie den Vorgang sofort ab und melden Sie den Vorfall Ihrer Bank. Zusätzlich empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen die hinterlegte Mobilfunknummer bei Ihrer Bank zu überprüfen.
KostenKeine extra Anschaffungskosten. Beachten Sie aber, dass manche Banken für den SMS-TAN-Service Gebühren verlangen. Am besten Sie informieren sich vor Eröffnung eines Girokontos über die Services und Inklusivleistungen der Bank – hier gibt es große Unterschiede.

Chip-TAN: Viel Sicherheit durch drei unabhängige Komponenten

Chip-TAN:  
KomponentenBankkarte und Chip-TAN-Generator. Das ist ein kleines, kabelloses Gerät, das Sie bei Ihrer Bank oder im Fachhandel erwerben können.
VoraussetzungenIn der Regel müssen Sie sich online für das Chip-TAN-Verfahren bei Ihrer Bank registieren. Dazu folgen Sie den Anweisungen, die in Ihrem Online-Banking meistens unter den Menüpunkten „Einstellungen“ zu finden sind. Sie erhalten dann einen Brief von Ihrer Bank mit einer Start-PIN, die Sie zur Initialisierung der Bankkarte benötigen.
So funktioniert‘sSie geben Ihre Überweisungsdaten wie gewohnt im Online-Banking ein. Dann öffnet sich auf dem Bildschirm ein Fenster mit einer Grafik, die einem Strichcode ähnelt. Nun stecken Sie Ihre Bankkarte in den sogenannten Chip-TAN-Generator. Dadurch wird das Gerät aktiviert und liest über lichtempfindliche Kontakte die Grafik auf dem Bildschirm aus. Sollte das optische Auslesen einmal nicht funktionieren, haben Sie immer die Möglichkeit, die Daten manuell an den Generator zu übermitteln. Das Gerät zeigt Ihnen noch einmal die wichtigsten Daten des Überweisungsauftrags an. Sobald Sie diese bestätigen, erstellt der Generator die Transaktionsnummer, die Sie dann wiederum in die Maske des Online-Bankings eingeben und so Ihre Überweisung freigeben.
SicherheitDurch den Einsatz von drei getrennten Komponenten – Bankkarte, Chip-TAN-Generator und Online-Banking – gilt das Chip-TAN-Verfahren als sicher. Vor allem weil der TAN-Generator als unabhängiges Gerät nicht über das Internet oder Mobilfunk angegriffen oder manipuliert werden kann. Sollte Ihre Bankkarte oder der Generator jedoch gestohlen werden oder verloren gehen, müssen Sie sofort die Bank informieren und Ihr Online-Banking sperren lassen.
KostenTAN-Generatoren kosten zwischen 10 und 15 €.

Photo-TAN: Grafik zur sicheren Übermittlung der Transaktionsnummer

Photo-TAN: 
KomponentenSmartphone, Photo-TAN-Lesegerät oder Photo-TAN-App (aus dem Apple App Store oder dem Google Play Store)
VoraussetzungenSie müssen sich im persönlichen Bereich Ihres Online-Bankings für das Photo-TAN-Verfahren registrieren. Die Registrierung bestätigen Sie mit Ihrem bisher gewohnten TAN-Verfahren. Per Post erhalten Sie nach einigen Tagen einen Registrierungsbrief von Ihrer Bank mit einer persönlichen Aktivierungsgrafik. Diese Grafik ist nur begrenzt gültig und muss zeitnah durch das Lesegerät oder die Photo-TAN-App ausgelesen werden. Erst dann sind Sie für das TAN-Verfahren Photo-TAN freigeschaltet.
So funktioniert‘sNachdem Sie Ihre Überweisungsdaten beim Online-Banking eingegeben haben, erscheint auf dem Bildschirm eine Grafik. Mithilfe des Photo-TAN-Lesegeräts oder der Photo-TAN-App auf Ihrem Smartphone scannen Sie die Grafik. Die App oder das Lesegerät entschlüsseln die Bilddatei und erzeugen eine Transaktionsnummer. Diese geben Sie dann beim Online-Banking ein und verifizieren damit die Überweisung.
SicherheitAuch dieses TAN-Verfahren gilt als sicher, da die Entschlüsselung der Bilddaten vom Online-Banking getrennt in der App oder dem Lesegerät vorgenommen wird. Die Bank sorgt mit regelmäßigen Updates der App für zusätzliche Sicherheit. Auch bei diesem TAN-Verfahren ist es wichtig, dass ein Verlust oder Missbrauch Ihres Smartphones oder des Lesegerätes sofort der Bank gemeldet wird.
KostenDie App ist kostenlos, das Photo-TAN-Lesegerät kostet ca. 15 €.

Push-TAN: Sichere App für Mobile-Banking vom Smartphone

Push-TAN: 
KomponentenFür Push-TAN benötigen Sie ein Smartphone sowie eine spezielle Push-TAN-App.
VoraussetzungenSie müssen sich bei Ihrer Bank zum Push-TAN-Verfahren anmelden und freischalten lassen. Per Post erhalten Sie die Zugangsdaten für die App. Die App wiederum erhalten Sie im App Store von Apple oder im Google Play Store. Es ist wichtig, die App nur aus diesen beiden seriösen Quellen zu laden, keinesfalls sollten Sie sie über einen Link aus einer E-Mail oder von einer unseriösen Website laden, da diese gefälscht sein könnten.
So funktioniert‘sSie geben wie gewohnt Ihre Überweisungsdaten beim Online-Banking an. Dann wechseln Sie in die passwortgeschützte Push-TAN-App, die Ihnen die Überweisungsdaten noch einmal anzeigt. Nach Ihrer Bestätigung wird Ihnen in der App die TAN angezeigt. Diese Zahlenkombination übertragen Sie ins Online-Banking und verifizieren so die Überweisung. Der Vorteil gegenüber SMS-TAN besteht also darin, dass Sie kein zweites Gerät benötigen und Ihre Bankgeschäfte sicher und komfortabel über Ihr Smartphone abwickeln können.
SicherheitDas Push-TAN-Verfahren wird ebenfalls als sicher eingestuft. Sie können die Sicherheit noch erhöhen, indem Sie die App auf einem anderen Gerät nutzen, als auf dem, mit dem Sie das Online-Banking betreiben. Sollte Ihr Smartphone gestohlen werden oder verloren gehen, müssen Sie den Verlust unverzüglich der Bank melden und Ihr Online-Banking sperren lassen.
KostenKeine, die App ist kostenlos.

HBCI: Das Sicherheitspaket für Profis

HBCI 
KomponentenFür HBCI benötigen Sie eine spezielle Finanzsoftware, einen Kartenleser, eine HBCI-Chipkarte sowie eine Geheimzahl.
VoraussetzungenHBCI steht für Home Banking Computer Interface und bezeichnet strenggenommen kein TAN-Verfahren, sondern ein ausgeklügeltes Sicherheitsverfahren für Bankgeschäfte im Internet. Es eignet sich vor allem für Firmen oder wenn mehrere Konten bei verschiedenen Banken verwaltet werden sollen. Voraussetzung für die Nutzung von HBCI ist eine spezielle HBCI-Finanzsoftware, die Sie erwerben und auf Ihrem PC installieren müssen. Es gibt eine Vielzahl an Programmen mit unterschiedlichen Darstellungs- und Auswertungsfunktionen. Häufig bieten die Banken eigene Softwares an, die Sie vorab als Testversion herunterladen können. Neben der Finanzsoftware benötigen Sie noch eine HBCI-Chipkarte sowie einen PIN; beides beantragen Sie ebenfalls bei Ihrer Bank. Beim ersten Gebrauch von HBCI erstellt die Software durch mathematische Verfahren zwei digitale Schlüssel, die als elektronische Signatur Ihrer Transaktionen dienen. Der „private“ Schlüssel bildet Ihre elektronische Signatur. Er wird auf der HBCI-Chip-Karte oder einem USB-Stick gespeichert und kann nur mit Hilfe des vorher zugesandten PINs abgerufen werden. Der „öffentliche“ Schlüssel dient der Bank zur Überprüfung Ihrer Aufträge. Bevor Sie mit HBCI starten, müssen Sie den öffentlichen Schlüssel einmalig an Ihre Bank übermitteln. Dies geschieht automatisch, wenn Sie den Anweisungen der Software folgen. Zusätzlich müssen Sie den sogenannten HASH-Wert, das ist eine 40- oder 64-stelligen Folge aus Ziffern und Großbuchstaben in einem sogenannten „INI-Brief“, also Initialisierungsbrief, unterschrieben an Ihre Bank zurücksenden. Der HASH-Wert stellt eine Art digitalen Fingerabdrucks des öffentlichen Schlüssels dar und dient der Bank als Identifizierung.
So funktioniert‘sBei HBCI bereiten Sie die Überweisung nicht im Online-Banking, sondern in der Finanzsoftware vor. Haben Sie alle Daten eingegeben, verbinden Sie den Kartenleser mit dem PC, stecken Ihre HBCI-Chipkarte in den Kartenleser und identifizieren sich mittels der PIN. Bevor die Transaktion an die Bank übermittelt wird, unterschreibt der private Schlüssel auf Ihrer Chipkarte den Vorgang. Zusätzlich wird die Überweisung mit dem öffentlichen Schlüssel codiert. Über eine mehrfach gesicherte Leitung wird die Überweisung jetzt an die Bank gesendet. Das Entschlüsseln der Daten ist nur mit Hilfe der zuvor ausgetauschten und verifizierten Schlüssel möglich.
SicherheitDas HBCI-Verfahren gilt als das sicherste Transaktions-Verfahren. Durch das Zusammenspiel von Software, Chipkarte, Kartenleser und persönlicher Geheimzahl ist es quasi unmöglich, sich in das System einzuklinken. Dafür bleiben aber Komfort und Flexibilität auf der Stecke und das Verfahren ist kostspieliger als herkömmliche TAN-Verfahren.
KostenDie Finanzsoftware kostet zwischen 20 und 100 € und kann direkt bei der Bank oder im Handel erworben werden. Direkt beim Hersteller können Sie auch monatliche Lizenzen für die Software erwerben, dann zahlen Sie eine Gebühr zwischen 5 und 10 € im Monat. Den Kartenleser gibt es ab 60 € ebenfalls direkt bei der Bank oder im Handel. Beachten Sie, dass einige Banken für die Zusendung der INI-Briefe ebenfalls eine Gebühr verlangen.

Welches ist das richtige TAN-Verfahren für mich?

Welches TAN-Verfahren für Sie das richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Bei korrekter Anwendung sind alle vorgestellten TAN-Verfahren sicher. Es kommt also auf Ihr persönliches Nutzerverhalten an. Wenn Sie zum Beispiel viel unterwegs sind, eignet sich Push-TAN für Sie, weil es ohne weiteres Zubehör auskommt und besonders flexibel ist. Erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte eher von zuhause aus, könnte Chip-TAN für Sie geeignet sein, weil das Kartenlesegerät zuhause an einem sicheren Ort aufbewahrt werden kann. Spielt Sicherheit für Sie die größte Rolle, können Sie auf Flexibilität verzichten und sind auch bereit, sich das etwas mehr kosten zu lassen, ist das HBCI-Verfahren für Sie geeignet.

Letztendlich sollten Sie das TAN-Verfahren wählen, das Ihnen für Ihre Bedürfnisse die bestmögliche Kombination aus technischer Sicherheit und Komfort bietet. Wie Ihre Entscheidung auch aussehen mag, es ist wichtig, dass Sie sich gründlich mit dem gewählten TAN-Verfahren auseinandersetzen und die Anforderungen der Bank gewissenhaft erfüllen. Denn nur durch das Zusammenspiel von sicherer Technik und umsichtigem und aufgeklärtem Verhalten ist Online-Banking gegen kriminelle Angriffe geschützt.

Kann ich mehrere TAN-Verfahren nutzen?

Die meisten Banken bieten Ihren Kunden mindestens zwei TAN-Verfahren an. Das Standard-TAN-Verfahren ist fast immer SMS-TAN, die darüber hinaus angebotenen TAN-Verfahren variieren von Bank zu Bank.

Für jedes TAN-Verfahren müssen Sie sich zunächst wie oben beschrieben registrieren. Dann genießen Sie die Freiheit, spontan zu entscheiden, in welcher Form Sie die Transaktionsnummer für die aktuelle Überweisung erhalten wollen. Bei einigen Banken müssen Sie sich jedoch auf ein TAN-Verfahren festlegen. Ein Wechsel zwischen den TAN-Verfahren ist hier zwar möglich, muss jedoch erst beantragt werden. Werfen Sie beim Girokonto-Vergleich also auch einen kritischen Blick auf die angebotenen Verschlüsselungsverfahren und die Wechselmöglichkeiten.

Welche Bank bietet welches TAN-Verfahren?

 SMS-TAN/mTANChip-TANPhoto-TANPush-TANHBCI
1822direktja---ja---ja
comdirectja---ja---ja
consorsbankjaja------ja
DKB---ja---jaja
Hypo-Vereinsbankja------jaja
ING-DiBaja------jaja
Netbankja------jaja
norisbankja---ja---ja
Postbankjaja------ja
Psd Bankjaja------ja
Sparda-Bankenjaja---jaja
Sparkassejaja---jaja
TargoBankjaja---jaja
Volks-/Raiffeisenbankenjaja---jaja
Wüstenrotja---------ja

Beachten Sie, dass die Banken teilweise unterschiedliche Bezeichnungen für die TAN-Verfahren verwenden. Vor allem für das Push-TAN-Verfahren gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Namen: Bei der HypoVereinsbank beispielsweise heißt es appTAN, die DKB nennt es TAN2go, die Sparda-Bank SecureApp. Auch im Bereich von Chip-TAN gibt es häufig unterschiedliche Bezeichnungen, die Sie nicht verwirren sollten: chipTAN, chipTAN comfort, smartTAN plus oder smartTAN plus/optic bezeichnet alles dasselbe. 

TAN-Generatoren: Worauf achten?

Wenn Sie sich für Chip-TAN entscheiden, werden Sie schon bald vor die Wahl des passenden TAN-Generators gestellt. Je nach Hersteller und Modell unterscheiden sich die Geräte stark in der Optik und Funktionalität. Die kleinsten TAN-Generatoren sind gerade mal so groß wie ein USB-Stick und verfügen nur über eine kleine Anzeige. Andere Modelle sehen aus wie ein kleiner Taschenrechner und haben einen großzügigen Ziffernblock und ein mehrzeiliges Display. Auch hier entscheidet wieder Ihr persönliches Nutzerverhalten über die Wahl des passenden TAN-Generators. Im Folgenden haben wir Ihnen einige interessante Punkte aufgeführt, in denen sich die Geräte unterscheiden.

Design
  • Ziffernblock: Die meisten TAN-Generatoren verfügen über einen Ziffernblock. Einige wenige Modelle haben keinen. Das macht sie deutlich kleiner und handlicher, erschwert jedoch auch die manuelle Eingabe von Überweisungsdaten.
  • Größe der Bedientasten und des Displays: Je größer Tasten und Display, desto unkomplizierter die Handhabung. Nachteilig ist allerdings, dass das Gerät dadurch insgesamt größer wird und beim Transport mehr Platz benötigt.
  • Verdeckklappe für die Tastatur: Dieser Aspekt ist wichtig, wenn Sie die Tastatur beispielsweise vor Schmutz oder Staub schützen müssen.
Funktionalität
  • Sicherheitsstandard HHD 1.4: Das Gerät sollte auf jeden Fall dem aktuellen Standard der Deutschen Kreditwirtschaft zur kartenbasierten TAN-Generierung HHD 1.4 entsprechen. Bei älteren Geräten kann es zu Kompatibilitätsproblemen mit dem Online-Banking kommen.
  • Bluetoothfähigkeit: Bei Modellen mit Bluetooth können Sie die Überweisungsdaten aus der Banking App Ihres Smartphones oder Tablets direkt an den TAN-Generator schicken – ohne Auslesen der Grafik. Der TAN-Generator sendet die Transaktionsnummer dann ebenfalls über Bluetooth zurück an die Banking-App. Voraussetzung ist ein aktuelles Smartphone oder Tablet, das Bluetooth 4 LE unterstützt.
  • Langlebigkeit: Achten Sie darauf, dass Sie die Batterien des TAN-Generators selbstständig wechseln können. Bei einigen Modellen muss das Batteriefach mit einem Schraubenzieher geöffnet werden, was den Batteriewechsel komplizierter macht. Sie sollten sich außerdem für ein Modell mit geringem Energieverbrauch entscheiden – das verlängert die Laufzeit des TAN-Generators.
  • Display: Achten Sie hier auf Lesbarkeit auch bei schwierigen Lichtverhältnissen und Blickwinkel-Stabilität.

Woher bekomme ich einen TAN-Generator?

TAN-Generatoren erhalten Sie direkt bei Ihrer Bank oder im Fachhandel. Die Banken bieten meistens Geräte von etablierten Herstellern wie Reiner SCT oder Kobil an. Häufig werden die Marken-Geräte gelabelt und erscheinen dann im Design der jeweiligen Bank, die Funktionalität ist davon nicht betroffen. Deshalb lohnt sich immer ein Online-Vergleich, um zu überprüfen, ob das gleiche Gerät bei einem anderen Anbieter günstiger ist.

TAN-Generatoren sind nicht personen- oder bankbezogen. Das heißt, das Gerät kann von mehreren Personen und für verschiedene Banken und Konten genutzt werden. Bei einem Kontowechsel ist es deshalb auch möglich, den bereits vorhandenen TAN-Generator weiterzunutzen.

Vergleich.de Tipp

Über den HBCI-Finder des Kartenlesegeräte-Herstellers Reiner STC können Sie mit einem Klick prüfen, ob Ihre Wunschbank HBCI mit Chipkarte unterstützt. Die Suche kann über die Bankleitzahl, den Institutsnamen oder den Ort gestartet werden.

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