SCHUFA-Score verbessern: 11 Tipps zur Optimierung

Je höher Ihr SCHUFA-Score ist, desto besser schätzen Unternehmen und Banken Ihre Zahlungskraft ein – und desto eher sind sie bereit, Ihnen einen Kredit zu gewähren oder einen Vertrag mit Ihnen zu schließen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren SCHUFA-Score verbessern können.

Zuständiger Redakteur für die Bereiche Kredit und Versicherung
Stand: 31.03.2026
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bevor Sie einen Ratenkredit erhalten, über­prüft die Bank Ihre Boni­tät. Dazu gehört eine Ab­frage Ihres SCHUFA-Scores.
  • Sie können mit wenigen Maß­nahmen Ihren SCHUFA-Score aktiv ver­bessern.
  • Fragen Sie regel­mäßig die von Ihnen ge­speicherten Daten bei der SCHUFA ab, um einen Über­blick zu erhalten. Das geht seit März 2026 unkompli­ziert auf der Web­site der SCHUFA.
  • Wichtig ist außerdem, dass Sie z. B. Rech­nungen immer pünkt­lich bezahlen und nicht zu viele Kredit­karten haben.

Wie kann man den SCHUFA-Score verbessern?

Sie wollen Ihren SCHUFA-Score verbessern? Tipps dafür bekommen Sie hier. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren SCHUFA-Wert positiv beeinflussen und damit auch Ihre Bonität steigern können.

Tipp 1: Überprüfen Sie Ihre Daten

Verschaffen Sie sich als Erstes einen Überblick, was die SCHUFA derzeit für Einträge von Ihnen listet. Seit 2023 können Sie über die App der SCHUFA-Tochter Bonify jederzeit und kostenlos Ihren Score abfragen. Und seit März 2026 besteht die Möglichkeit, online einen eigenen SCHUFA-Account anzulegen, mit dem Sie rund um die Uhr Zugriff auf Ihre Daten haben.

Außerdem haben Sie nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes ein Recht darauf zu erfahren, welche Daten die SCHUFA zu Ihrer Person gespeichert hat. Einmal im Jahr können Sie eine kostenlose Datenübersicht beantragen und Ihren SCHUFA-Eintrag prüfen. Wie genau das funktioniert, erklären wir Ihnen in unserem Artikel SCHUFA-Selbstauskunft

Gleichen Sie die Daten mit Ihren eigenen Unterlagen ab. Nicht selten sind Einträge fehlerhaft oder veraltet, obwohl es offizielle SCHUFA Löschfristen gibt.

Löschfristen der bei der SCHUFA gespeicherten Daten

gespeicherte Daten Frist zur Löschung
störungsfreie Verträge (z. B. Girokonto, Kreditkarte, Handyvertrag) sofort nach Auflösung
Bürgschaft sofort nach Ablauf
störungsfreie Kredite 3 Jahre nach Rückzahlung
Kreditanfragen nach 12 Monaten
frühere Anschriften (dienen der Identifizierung und sollen Verwechslungen vermeiden) 3 Jahre nach Umzug
Pfändungsschutzkonten, Basiskonten sofort nach Auflösung
Daten aus Schuldnerverzeichnissen bis zu 3 Jahre
Verbraucher-, Privatinsolvenz 6 Monate nach Beendigung
Restschuldbefreiungsverfahren 6 Monate nach Beendigung
abgewiesene Insolvenzverfahren oder Versagung der Restschuldbefreiung 6 Monate oder 3 Jahre (indivuell unterschiedlich)

Zahlungsstörungen (z. B. mehrfache Mahnungen, nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei Handyverträgen oder Krediten)

36 Monate (3 Jahre)

 

sollten die Zahlungsstörungen innerhalb von 100 Tagen nach der Übermittlung an die SCHUFA beglichen werden,  verkürzt sich die Frist auf 18 Monate (Neuregelung seit dem 01.01.2025)

Quelle: SCHUFA.de und Vergleich.de, Stand: 03.02.2026

SCHUFA-Produkte

Tipp 2: Lassen Sie fehlerhafte SCHUFA-Einträge löschen

In Ihrem persönlichen SCHUFA-Account, den Sie seit März 2026 anlegen können, besteht die Möglichkeit auf fehlerhafte Daten hinzuweisen. Bei einzelnen Einträgen gibt es einen Button, über den Sie einen Fehler direkt markieren und eine Korrektur anstoßen können. Dann beschreiben Sie kurz, was falsch oder veraltet ist (z.B. „Forderung längst bezahlt“, „Vertrag seit 2022 gekündigt“, „falsche Adresse“). Anschließend laden Sie Belege und Nachweise hoch.

Sie können Ihre Daten aber auch per Post bereinigen, indem Sie den Sachverhalt schriftlich erläutern und zur Beweisführung kopierte Dokumente beilegen. Sie wenden sich damit an:

SCHUFA Holding AG
Privatkunden ServiceCenter
Postfach 103441 in 50474 Köln

Die SCHUFA sollte den Fehler dann direkt mit dem entsprechenden Unternehmen klären und Fehler so schnell wie möglich korrigieren. Während Ihr Fall noch geprüft wird, sind Ihre entsprechenden SCHUFA-Daten für Dritte nicht einsehbar.

Sollte sich die SCHUFA weigern, fehlerhafte oder veraltete Einträge zu löschen oder zu korrigieren, können Sie sich an die folgende Schlichtungsstelle wenden:

SCHUFA Ombudsmann
Postfach 5280
65042 Wiesbaden

SCHUFA hat das Score-System überarbeitet

Die SCHUFA hat im März 2026 den alten SCHUFA-Score durch einen neuen ersetzt. Es gibt seitdem kein System mehr, das Prozentzahlen bis 100 % ermittelt, sondern eine Skala von 100 bis 999 Punkten. Das Prinzip dahinter ist einfach und soll für mehr Transparenz sorgen. Der neue SCHUFA-Score wird aus zwölf Kriterien berechnet. Jedes Kriterium hat eine Höchstzahl an Punkten. Es gibt mehr Punkte, wenn z. B. keine Zahlungsstörungen vorliegen oder in der Vergangenheit bereits ein Kredit vertragsgemäß abgezahlt wurde. Je höher die gesamte Punktzahl in der Addition der Kriterien ausfällt, desto höher schätzt die SCHUFA Ihre Bonität ein.

Tipp 3: Stellen Sie Konditions- statt Kreditanfragen

Einträge zu laufenden Krediten werden von der SCHUFA erst einmal positiv gewertet – weil sie ein Indiz dafür sind, dass die Bank Sie als vertrauenswürdig erachtet. Den SCHUFA-Score erhöht ein Kredit allerdings nur, wenn er von Ihnen zuverlässig und pünktlich zurückgezahlt wird. Geraten Sie damit in Verzug, wird das entsprechende Kreditinstitut die Zahlungsausfälle bei der SCHUFA melden – und das schlägt sich nachteilig auf den Score nieder.

Gleichzeitig sollten Sie nicht zu viele Kreditanfragen stellen. Das geschieht leicht, wenn Sie sich mehrere Angebote zum Vergleich einholen. Jede Bank meldet die Anfrage bei der SCHUFA, die dort zu Ihrer Person gespeichert wird. Wer sich später Ihre Einträge ansieht, könnte zu dem Eindruck gelangen, dass Sie mehrere Absagen kassiert haben. Die Folge: Ihr SCHUFA-Score sinkt. Bitten Sie daher um Konditions­anfragen. Im Gegensatz zur klassischen Kreditanfrage erkundigt sich die Bank bei der SCHUFA dann nur nach einer Bonitätsauskunft, falls Sie einen Kredit wirklich abschließen wollen. Eine unverbindliche Konditionsanfrage wirkt sich nicht auf Ihren SCHUFA-Score aus.

Ratenkredit Vergleich

Tipp 4: Bunkern Sie nicht mehr als zwei Kreditkarten

Wer eine Kreditkarte besitzt, gilt erst einmal als vertrauenswürdig: nicht nur in Hotels und beim Autoverleih, sondern auch bei der SCHUFA. Indem die Bank Ihnen eine Kredit­karte aushändigt, signalisiert sie der Auskunftei, dass Sie damit umzugehen wissen. Der SCHUFA-Score verbessert sich. Wenn Sie allerdings mehr als zwei Kredit­karten besitzen, verkehrt sich der positive Eindruck ins Gegenteil: Die SCHUFA gelangt dann zu dem Eindruck, dass Sie finanzielle Probleme haben könnten und nur deshalb mit mehreren Karten jonglieren. Der SCHUFA-Score sinkt.

Tipp 5: Beschränken Sie sich auf wenige Bankkonten

Auch beim Abschluss von Girokonten ist Ihnen zu raten, sich auf ein privates und ein geschäftliches Konto zu beschränken. Liegt ein weiteres Konto brach oder ist im Grunde überflüssig, kündigen Sie es. Das wirkt sich positiv auf den SCHUFA-Score aus.

Bleiben Sie möglichst auch einer Bank treu. Bei einem häufigen Wechsel der Haus­bank könnte die SCHUFA ein Risiko darin erkennen, dass Sie etwas verschleiern möchten. Je beständiger Sie leben, desto erfreulicher wirkt sich das auf den Wert aus.

Tipp 6: Begleichen Sie Ihre Rechnungen pünktlich

Auch eine gute Zahlungsmoral kann den SCHUFA-Score verbessern. Bezahlen Sie Ihre Rechnungen immer sofort und lassen sich nicht erst Mahnungen schicken. Rutscht Ihnen doch mal eine Zahlungsaufforderung durch, ist Ihr SCHUFA-Wert aber nicht gleich im Keller: Der Auskunftei werden Verzögerungen erst gemeldet, wenn Sie mehrfach oder regelmäßig angemahnt werden mussten.

Tipp 7: Schützen Sie sich vor Missbrauch

Immer öfter kommt es vor, dass Betrüger Passwörter knacken und online mit einer fremden Identität auf Einkaufstour gehen – ohne zu zahlen, versteht sich. Passiert Ihnen das, kann das leider negative Auswirkungen auf Ihren SCHUFA-Wert haben. Sobald Sie einen bereits geschehenen Identitätsmissbrauch bemerken, sollten Sie ihn kostenfrei bei der SCHUFA melden und Ihre Daten bereinigen lassen. Fragt dann ein Unternehmen Ihre Bonität ab, erhält es die Mitteilung über den Identitätsdiebstahl und kann neue Anträge genauer prüfen. Zusätzlich sollten Sie einen Identitätsdiebstahl sofort bei der Polizei anzeigen.

Tipp 8: Kündigen Sie unnötige oder veraltete Verträge

Lassen Sie keine Verträge weiterlaufen, obwohl Sie sie nicht mehr benötigen. Es ist zwar unbequem, sich um Kündigungen zu kümmern und sich mit Hotlines herum­zu­schlagen – weniger Verträge können aber nachweislich den SCHUFA-Score steigern und damit Ihre Bonität verbessern. Konzentrieren Sie sich also nur auf Geschäfts­beziehungen, die Sie tatsächlich benötigen.

Tipp 9: Überziehen Sie nicht Ihren Dispo

Einen Dispokredit zu besitzen, ist erst mal überhaupt kein Problem. Grundsätzlich kann die Bereitstellung eines Dispos sogar Ihren SCHUFA-Score verbessern, weil Ihre Bank ganz offensichtlich davon ausgeht, dass Sie mit Ihrem Geld haushalten können. Für die Berechnung Ihres Bonitätswertes ist es allerdings besser, einen etwas großzügigeren Kreditrahmen zu vereinbaren, als einen kleinen jeden Monat voll auszureizen oder überstrapazieren zu müssen.

Tipp 10: Häufen Sie nicht Kleinkredite an

Statt viele kleine Kredite bei Möbelhäusern, Elektrogeschäften und Versandhäusern aufzunehmen, sollten Sie im Sinne Ihres SCHUFA-Scores lieber über einen einzigen größeren Kredit nachdenken. Mit dem können Sie dann ja die gleichen Anschaffungen tätigen, erreichen aber einen höheren Bonitätswert. Haben Sie bereits viele kleinere Kredite, können Sie diese auch zu einem größeren umschulden.

Tipp 11: Sprechen Sie offen mit Ihren Gläubigern

Jeder kann mal in einen finanziellen Engpass geraten. Das muss aber noch lange keinen negativen SCHUFA-Eintrag zur Folge haben. Entscheidend ist, dass Sie offen mit Ihren Gläubigern sprechen – und am besten rechtzeitig ankündigen, sollte sich die Zahlung einer offenen Rechnung oder Rate verzögern. Auf diese Weise signalisieren Sie, dass Sie nach wie vor die Übersicht über Ihre Finanzen haben und bereits über Lösungen nachgedacht haben. Einem negativen Eintrag bei der SCHUFA beugen Sie so am besten vor.

Wie schnell kann sich die SCHUFA Bonität verbessern?

Wenn Sie Ihren SCHUFA-Score verbessern möchten, benötigen Sie etwas Geduld: Schließlich wird der Score nur alle 3 Monate neu berechnet und erst zum nächsten Quartal aktualisiert, erst dann kann die SCHUFA löschen. Zudem lässt sich nicht jeder Vertrag, von dem Sie sich lösen möchten, von heute auf morgen kündigen. Binnen eines halben Jahres können Sie mit unseren Tipps aber schon viel bewirken und Ihr SCHUFA-Score wird sich deutlich erhöhen.

Was ist eine ausreichende Bonität oder ein guter Bonität-Score?

Grundsätzlich gilt: Je höher der Score, desto besser die Bonität – und umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Generell kann man sagen, dass ein guter SCHUFA-Score ab 709 Punkten von 999 möglichen beginnt. Eine hervorragende Bonität geht bei 776 Punkten los.

Folgende Tabelle nennt die Kriterien und die Anzahl der jeweiligen Score-Punkte.

Kriterien und Punkteanzahl zur Bewertung der Bonität

Score-Kriterium Punkte im Score Anforderung für maximale Punktzahl
Zahlungsstörungen 100–264 keine Zahlungsstörungen
Alter des ältesten Bankvertrages 0–69 älter als 20 Jahre
Alter der ältesten Kreditkarte 0–81 älter als 15 Jahre
Alter der aktuellen Adresse 0–94 älter als 20 Jahre
Alter des jüngsten Rahmenkredits 0–36 älter als 2 Jahre oder keiner
Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten 0–117 keine Anfragen oder Abschlüsse
Anfragen außerhalb des Bankenbereichs in den letzten 12 Monaten 0–99 keine oder eine Anfrage
aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten 0–66 keiner
längste Restlaufzeit aller Ratenkredite 0–61 bis zu 3 Jahre oder keiner
Kreditstatus 0–19  positiv erledigter Ratenkredit
Immobilienkredit 0–55 vorhanden
Vorliegen einer Identitätsprüfung 0–38 ist erfolgt

Quelle: SCHUFA.de, Stand: 17.03.2026

Schutz vor Betrügern

Um Betrügern das Handwerk zu legen und einem Verbrechen vorzubeugen, können Sie sich auf der Webseite der SCHUFA auch kostenpflichtig vor einem Identitätsdiebstahl schützen – etwa mit einem Benachrichtigungs-Service bei Einkäufen sowie einer 24 Stunden-Hotline, die in Verdachtsmomenten sofort weiterhilft.

Was steht in der SCHUFA überhaupt über mich?

Neben persönlichen Daten wie Namen, Geburtsdatum und Anschrift speichert die SCHUFA auch Informationen zur Laufzeit von Krediten, zu Zahlungsausfällen und vorzeitigen Kündigungen. Darüber hinaus gelangt die Auskunftei an Informationen zu Handyverträgen, zu Leasing- und Ratenzahlungsverträgen. Berücksichtigt wird in einem negativen SCHUFA-Eintrag außerdem, wenn Ihre Kreditkarte eingezogen wird oder Ihr Girokonto von der Bank gekündigt wird. Die SCHUFA erlangt auch Kenntnis darüber, wie pünktlich und zuverlässig Sie Ihre Rechnungen begleichen und ob Forderungen mehrfach angemahnt werden mussten. Sollten Sie eine Bürgschaft übernehmen, wird auch dies bei der SCHUFA erfasst.

Fazit: Mit einem besseren SCHUFA-Score günstige Zinsen erhalten

Mit wenigen Maß­nahmen können Sie Ihren SCHUFA-Score ver­bes­sern. Dazu gehört die regel­mäßige Ab­frage Ihrer Daten bei der SCHUFA. Fallen Ihnen dabei Fehler auf, lassen Sie diese korri­gieren. Darüber hinaus hilft es, unnötige Kredit­an­fragen sowie mehrere Kredite zu gleicher Zeit zu ver­meiden, nicht zu viele Kredit­karten zu haben und Rech­nungen immer pünkt­lich zu be­zahlen.

Gelingt es Ihnen mit­hilfe der genannten Tipps Ihren SCHUFA-Score zu ver­bessern, zahlt sich das in Form einer besseren Bewertung Ihrer Bonität und geringeren Kredit­zinsen aus.

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