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Geldanlage

Robo-Advisor im Test: Das können die Anlageroboter!

Ein Robo-Advisor ist Ihr „digitaler Anlageberater“: Er bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geld automatisiert ohne eigenes Zutun gewinnbringend anzulegen. Lesen Sie, was Ihnen die Anlageroboter alles abnehmen, welche Rendite Sie erwarten können und worauf es bei der Auswahl ankommt.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist ein Robo-Advisor?

      Der Begriff Robo-Advisor setzt sich aus den beiden Teilen Roboter (Robo) und Berater (Advisor) zusammen. Gemeint ist damit ein „digitaler Anlageberater“, also ein Computer­programm, das Geldanlagen planen kann. Das Programm übernimmt auf Basis von Finanz­kennzahlen und Algorithmen Ihre digitale Vermögens­verwaltung: Es analysiert die individuellen Bedingungen und schlägt anhand der angegebenen Ziele ausgewählte Investitionen vor. Darüber hinaus können Robo-Advisor auch praktische Dinge wie ein Depot eröffnen oder Aktien kaufen. Sie als Kunde zahlen dem Anbieter dafür eine Gebühr.

      Außerdem umfasst die Definition von Robo-Advisor auch den Service von Unternehmen, die online eine digitale Vermögens­verwaltung und -beratung anbieten.

      Schon gewusst? Robo-Advisor sind eine Spielart der digitalen Vermögens­verwaltung. Manche Online-Vermögens­verwalter lassen Entscheidungen zu 95 % von Algorithmen treffen (das entspricht einem Robo-Advisor), andere setzen auf Experten­teams, die sich nur digital unterstützen lassen. Angebote finden Sie zum Beispiel bei Solidvest, der digitalen Vermögens­verwaltung der DJE Kapital AG.

      Wie teuer sind die Anlageroboter?

      Als Nutzer eines Robo-Advisors zahlen Sie dem Unternehmen, das die Programme zur Verfügung stellt, eine Verwaltungs­gebühr. Die Höhe der Gebühr ist unterschiedlich, im besten Fall sind das 0,5 % bis 1 % der Anlagesumme pro Jahr. Folgende Tabelle nennt die demnach zu zahlenden Gebühren bei Geldanlagen in Höhe 2.000 €, 5.000 € und 10.000 €.

      So viel Gebühren zahlen Sie für einen Robo-Advisor

      AnlagesummeAnteil an Gebühren für Robo-AdvisorZahlbetrag
      2.000 €0,5 % - 1 %10 € – 20 €
      5.000 €0,5 % - 1 %25 € - 50 €
      10.000 €0,5 % - 1 %50 € - 100 €

      Betragen die Gebühren für die Nutzung des Robo-Advisors mehr als 1,25 % pro Jahr, sind sie aus Sicht von Stiftung Warentest zu hoch, da mögliche Gewinne durch diese Ausgaben zu sehr reduziert werden.

      Info: Rund 30 verschiedene Robo-Advisor sind in Deutschland im Angebot. Die Anzahl schwankt, da sich einige Anbieter wie Werthstein (2018) und Prospery (2019) zurückgezogen haben und neue auf dem Markt hinzukommen. Alleine im Frühjahr 2019 haben drei Robo-Advisor ihr Geschäft aufgenommen.

      Welche Rendite kann ich mit einem Robo-Advisor erwarten?

      Die Rendite, die Robo-Advisor erwirtschaften, ist sehr unterschiedlich. Das zeigen die Erfahrungen. Sie hängt vom Risiko der Geldanlage ab, ebenso wie von Anlagezeit­raum und der generellen Entwicklung des Marktes in diesem Zeitraum. Folgende Tabelle zeigt einige Rendite-Beispiele zwischen 2,2 % und 30 %.

      Rendite ausgewählter Robo-Advisor

      AnbieterRenditeAnlagestrategiePortfolio
      Quirion2,20 % nach 1 Jahrdefensiv-konservativ20 % Aktien, 80 % Anleihen
      Ginmon5,48 % nach 1 Jahrausgewogen55 % Aktien, 37 % Anleihen, 8 % Rohstoffe und Immobilien
      Visualvest7,91 % nach 3 Jahrendefensiv-konservativ12 % Aktien, 84 % Anleihen, 4 % Rohstoffe
      Growney30,16 % nach 3 Jahrenoffensiv-riskant100 % Aktien

      Quelle: Biallo, Stand: 31. Juli 2019

      Aus der Tabelle wird deutlich, dass die größten Gewinne mit einer riskanten Anlage­strategie erreicht wurden. Aber auch mit einer ausgewogenen Verteilung des Risikos können in einem Zeitraum von 3 Jahren knapp 8 % Rendite erzielt werden.

      Schon gewusst? In Deutschland wurden im Jahr 2018 rund 7,5 Millionen Euro über Robo-Advisor angelegt. Nach einer Studie des Statistik-Portals statista wird eine Steigerung bis 2023 auf über 30 Millionen Euro erwartet. Danach gibt es 312.000 Nutzer dieser Programme, das durchschnittliche Anlagevolumen beträgt knapp 24.000 €.

      Wie unterscheiden sich die Robo-Advisor?

      Es gibt einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern von Robo-Advisor. Der Wesentliche ist die Differenz zwischen aktivem und passivem Handeln und die damit verbundene Anlagestrategie.

      Robo-Advisor mit einem aktiven Ansatz

      Bei einem Teil der digitalen Vermögensverwalter wird ein aktiver Ansatz verfolgt. Das bedeutet, das Anlagevermögen des Kunden wird fortlaufend umgeschichtet. Damit reagieren sie auf aktuelle Marktereignisse. Die Robo-Advisor errechnen täglich die besten Optionen für eine möglichst hohe Rendite. Dementsprechend wird das Portfolio aktiv verändert und dem Börsengeschehen angepasst.

      Robo-Advisor mit diesem aktiven Ansatz bieten häufig einen kompletten Service an, ein „Rundum-Sorglos-Paket“. Die Programme sind sehr komplex und übernehmen alle erforderlichen Schritte für Änderungen der Geldanlage ohne weitere Nachfragen beim Kunden. Allerdings geschieht das häufig auf Basis von Prognosen sowie Erwartungen an die zukünftige Entwicklung. Hier zählen auch Anlageformen mit unterschiedlichen Risiken wie Aktien, Anleihen und Immobilien zum Portfolio. Mit dieser offensiven Anlagestrategie ist ein höheres Risiko verbunden.

      Beispiele für Anbieter eines aktiven Robo-Advisors

      Robo-Advisor mit einem passiven Ansatz

      Bei einem Robo-Advisor, der einen passiven Ansatz verfolgen, legen Sie einmal zu Beginn der Geldanlage eine Strategie fest, die das Investieren des Anlagevermögens bestimmt. Es findet kein aktives Umschichten statt. Nur ein oder zweimal im Jahr wird das Portfolio überprüft, ob es noch den anfangs festgelegten Zielen entspricht, und dann eventuell nachgebessert. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ETFs, also um Fonds, die einen bestimmten Aktienindex wie den DAX nachbilden.

      Tipp: Einen Überblick über die besten ETFs finden Sie in unserem ETF Vergleich.

      Bei diesem Ansatz wird in der Regel ein eingeschränkter Service geboten. Das bedeutet, dass Sie erst zustimmen müssen, bevor eine Transaktion durchgeführt wird. Dieser Ansatz verfolgt eine eher vorsichtige Anlagestrategie.

      Beispiele für Anbieter eines passiven Robo-Advisors

      Tipp: Zu welcher Gruppe ein Anbieter gehört, können Sie auf dessen Website erfahren. Dort finden Sie alle notwendigen Informationen und Beschreibungen. Bedenken Sie aber, dass nicht jeder Robo-Advisor eindeutig einer der beiden Gruppen zugeordnet werden kann. Zum einen bieten einige Anbieter mehrere Modelle an und zum anderen gibt es Mischformen, die Elemente beider Ansätze enthalten.

      Robo-Advisor im Test: Welcher ist der Beste?

      Es gibt nicht den besten Robo-Advisor, der alle anderen überragt. Zu unterschiedlich sind die Ziele und Ansprüche der Kunden an ihre Geldanlage und damit die Anforderungen an die Anlageroboter. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass für eine Anlagesumme von 2.000 € ein ganz anderer Robo-Advisor der Richtige sein kann als bei einer Anlage von 50.000 €. Damit Sie trotzdem einen Überblick erhalten, haben wir für Sie die Resultate von drei umfassenden und aktuellen Tests zusammengefasst.

      Robo-Advisor: Vergleich der Gebühren und Kundenfreundlichkeit bei Stiftung Warentest

      Bei Stiftung Warentest heißen die Testsieger Quirion und Whitebox. Beide Anbieter eines Robo-Advisors erhielten die Testnote „gut“. Sie konnten vor allem mit niedrigen Kosten und guten Informationen zu ihren Produkten überzeugen, also mit großer Transparenz.

      Robo-Advisor: Testsieger bei Stiftung Warentest

      TestsiegerQualitätsurteilProduktpaletteGebühren für Robo-Advisor
      Quiriongut (2,0)ETFs, aktive Fonds0,39 % der Anlagesumme
      Whiteboxgut (2,4)ETFs0,75 % der Anlagesumme

      Quelle: Finanztest, Ausgabe 08/2018

      In dem Test wurden 14 digitale Vermögensverwalter verglichen, die überwiegend Fonds nutzen. Für den Vergleich wurden die Daten eines Musterkunden vorgegeben: Er ist 45 Jahre alt, verheiratet, Angestellter und will mit einer vorsichtigen Anlagestrategie 51.000 € für 10 Jahre anlegen. Im Mittelpunkt der Bewertung standen die jährlichen Kosten, die Offenheit der Informationen, die Ermittlung des Anlegerprofils und eventuelle Mängel im vorgeschlagenen Portfolio.

      Vergleich des kompletten Angebotes der Anlageroboter

      Das Fachmagazin extraETF empfiehlt nach einem umfassenden Robo-Advisor-Test fünf Anbieter: Quirion, Visualvest, Fintego, Ginmon und Scalable Capital. Für den Test wurden die Bereiche Angebot, Sicherheit, Transparenz, Kundenservice, Kosten und Performance der Robo-Advisor untersucht. Um eine Empfehlung zu erhalten, muss der Anbieter über alle Kategorien hinweg erstklassige Leistungen bieten.

      Testsieger und Empfehlungen für Anlageroboter bei extraETF

      AnbieterKosten bei 10.000 €Mindestanlage
      Quirion0,00 %1.000 €
      Visualvest0,60 %500 €
      Fintego0,70 %2.500 €
      Ginmon0,75 %5.000 €
      Scalable Capital0,75 %10.000 €

      Quelle: extraETF.com, Stand: April 2019

      Robo-Advisor im Vergleich der Rendite

      Bei brokervergleich.de geht es um die Performance, also die Rendite. Dort heißen die Testsieger comdirect, Visualvest und Wevest. Es wurde ausschließlich die Wertentwicklung im Zeitraum von Mai 2018 bis Ende Juli 2019 von 19 Portfolios unter die Lupe genommen. Die Rendite des Testsiegers lag bei 3,2 %.

      Robo-Advisor mit der besten Rendite

      AnbieterRendite im TestzeitraumMindestanlagemonatlicher Sparplan
      comdirect3,2 %3.000 €ab 100 €
      Visualvest2,7 %500 €ab 25 €
      Wevest2,6 %20.000 €ab 100 €

      Quelle: brokervergleich.de, Stand: 31.07.2019

      Für den Vergleich der Anbieter gab es einen „Echtgeldtest“, d. h. es wurde bei allen getesteten Anbietern ein Depot eröffnet und echtes Geld eingezahlt.

      Wie finde ich einen passenden Robo-Advisor?

      Die Entscheidung für einen bestimmten Robo-Advisor hängt von Ihren individuellen Zielen und Ihrem Anlageverhalten ab. Klären Sie für sich als erstes folgende Fragen:

      • Wie viel Geld kann ich investieren?
      • Möchte ich einmal eine bestimmte Summe investieren oder will ich kontinuierlich mit einem Sparplan sparen?
      • Welches Risiko möchte ich eingehen?
      • Möchte ich einen umfassenden Service und mich um nichts selbst kümmern oder möchte ich lieber mitentscheiden? Und bin ich bereit, für einen größeren Service eine höhere Gebühr zu bezahlen?

      Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie beginnen, sich ein Bild des Robo-Advisors zu machen. Besuchen Sie die Websites der Anbieter. Dort sind häufig Whitepapers zu finden, die die Anlagestrategien und die Renditen der vergangenen Jahre beschreiben. So können Sie eine Auswahl von zwei oder drei Robo-Advisor treffen, die Ihren Wünschen entsprechen.

      Lassen Sie sich im Anschluss unverbindlich eine mögliche Anlagestrategie zusammenstellen – wie das geht, beschreiben wir im nächsten Kapitel. Vergleichen Sie die vorgeschlagenen Strategien und überprüfen Sie, ob sie zu Ihren Vorstellungen passt. Folgende Punkte sind dabei interessant:

      • Gebühren und Kosten
      • aktiver oder passiv Ansatz
      •  Höhe der Mindesteinlage
      • Höhe der Rendite
      • Risikoklassen (eher konservativ oder eher risikoorientiert)

      3 Schritte zur Geldanlage mit einem Robo-Advisor

      Haben Sie sich für einen bestimmten Robo-Advisor entschieden, können Sie sich auf der Website des Anbieters unkompliziert anmelden. In vielen Fällen müssen Sie dafür den Button „Kunde werden“ anklicken. Anschließend müssen Sie einige Fragen beantworten.

      Schritt 1: Der Robo-Advisor ermittelt Ihr Anlegerprofil

      Mit Angaben zu Ihren persönlichen Voraussetzungen wird in einem mehrseitigen Fragebogen Ihr Anlegerprofil ermittelt. Dazu gehören:

      • Ihr Einkommen
      • vorhandenes Vermögen
      • die Anlagesumme
      • das Risiko, das Sie eingehen möchten
      • der Anlagehorizont, also die geplante Dauer der Investition
      • Ihre Erfahrungen mit Wertpapieren

      Beantworten Sie die Fragen ehrlich. Denn der Robo-Advisor ordnet Sie aufgrund Ihrer Angaben einem bestimmten Risikotypen zu und wählt dementsprechend eine Anlagestrategie für Sie.

      Schritt 2: Der Anlageroboter schlägt eine passende Anlagestrategie vor

      Sie erhalten einen Vorschlag, wie Sie die gewünschte Anlagesumme verwenden können. Zum Beispiel eine Aufteilung in 40 % Aktien und 60 % Anleihen mit einer Rendite­erwartung von 4,5 %. Der Vorschlag kann eine Einmal­anlage oder eine monatliche Sparrate betreffen. Je nach Robo-Advisor erhalten Sie zusätzliche Information zu den konkreten Anlage produkten, etwa wie hoch die Anteile bestimmter ETFs sind.

      Tipp: Lassen Sie sich nicht von der Höhe möglicher Gewinne blenden. Achten Sie an diesem Punkt auch auf klein­gedruckte Informationen, die beispiels­weise mögliche Verluste der Anlage­strategie beschreiben. Oder auf die entstehenden Kosten und die Wahrscheinlichkeit für eine schlechte Wertentwicklung.

      Schritt 3: Sie melden sich an und schließen einen Vertrag

      Erst wenn Sie mit dem Vorschlag einverstanden sind, verlassen Sie den anonymen Bereich. Jetzt müssen Sie ein Konto beim Anbieter erstellen und persönliche Daten eingeben. Sie schließen online einen Vermögensverwaltungsvertrag mit dem Robo-Advisor ab. Einmalig überweisen Sie den Anlagebetrag auf das Verrechnungskonto des digitalen Anlageroboters. Von jetzt an verwaltet der Roboter das Portfolio. Er legt Ihr Geld so an wie vorgeschlagen. Auch die komplette technische Umsetzung wird automatisch übernommen. Dazu gehört die Eröffnung eines Depots und das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. Wenn Sie die App des Robo-Advisors herunterladen, können Sie mobil von Ihrem Smartphone aus Ihre Geldanlage verfolgen.

      Nicht in jedem Fall ist die Reihenfolge der Schritte gleich. Unter Umständen müssen Sie sich zuerst online anmelden, einen Account erstellen und machen danach Angaben zu Ihrem Anlegerprofil.

      Welche Vorteile und Nachteile haben Robo-Advisor?

      Wer seine Geldanlage mit einem Robo-Advisor organisiert, kann von einigen Vorteilen profitieren. Gleichzeitig muss er aber auch einige Nachteile in Kauf nehmen.

      Vorteile der digitalen Anlageberater

      • Bei einem Robo-Advisor liegt alles in einer Hand. Er übernimmt die Analyse, schlägt konkrete Geldanlagen vor und führt diese auch durch (Depot eröffnen, Wertpapiere kaufen und verkaufen). Außerdem überprüft er regelmäßig die Anlagestrategie.
      • Es ist keine eigene Beurteilung der Märkte oder der Finanzprodukte notwendig.
      • Da alle Vorgänge automatisiert geschehen, können die Anlagegeschäfte oft schneller als mit menschlichen Bankberatern abgeschlossen werden.
      • Der Robo-Advisor schlägt nur Geldanlagen vor, die zu Ihren persönlichen Verhältnissen passen. Das wird Ihnen vom Anbieter garantiert.
      • Die Dienste der Robo-Advisor sind günstiger als die Beratung bei der Bank oder einem externen Finanzberater. Da alle Abläufe digitalisiert und automatisiert sind, werden Filial- und Personalkosten eingespart.
      • Es steht Ihnen ein größeres Portfolio als bei Ihrer Hausbank zur Verfügung, da Ihnen dort häufig nur hauseigene Produkte angeboten werden.
      • Die Mindestanlagesumme ist oft niedriger als bei klassischen Vermögensverwaltungen. Bei einem ETF-Sparplan kann sie bei 10 € liegen, bei einigen Anbietern beträgt sie 500 €. Manchmal gibt es sogar gar keine.

      Nachteile der digitalen Anlageberater

      • Es kommen zusätzliche Kosten auf Sie zu. Neben den normalen Gebühren wie Transaktionskosten zahlen Sie im Schnitt 0,5 bis 1 % der Anlagesumme als Verwaltungsgebühr für den Anbieter. Damit ist ein Anlageroboter teuer als wenn Sie Ihre Geldanlage alleine planen.
      • Gerade bei kleinen Anlagesummen von wenigen hundert Euro können die Kosten im Verhältnis zum Ertrag zu hoch sein. Ihre Rendite wird von den entstehenden Kosten aufgefressen.
      • Sie erhalten keine persönliche Beratung. (Bei einigen Anbietern besteht gegen eine Gebühr die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit Beratern.)
      • Es gibt nur eine standardisierte Abfrage Ihrer Anlagewünsche, es besteht dabei keine Individualität.
      • Auch wenn ein Computerprogramm Ihre Geldanlage verwaltet, gibt es keine Garantie gegen Verluste. • In einigen Fällen ist die Mindesteinlagesumme mit 10.000 € sehr hoch.

      Für wen sind Anlageroboter geeignet?

      Robo-Advisor sind erst seit wenigen Jahren auf dem Markt. Deshalb sind sie bevorzugt für Anleger geeignet, die keine Berührungsängste mit neuen Technologien haben. Außerdem sind die digitalen Anlagehelfer für Sie geeignet,

      • wenn Sie Unterstützung bei der Geldanlage haben möchten
      • wenn Sie konkrete Vorschläge für Anlageprodukte wünschen
      • wenn Sie sich nicht selbst um die technische Umsetzung (z. B. Depoteröffnung) kümmern wollen
      • wenn Sie bereits ein wenig Erfahrung mit Wertpapieren wie Aktien und ETFs haben
      • wenn Sie bereit sind, Entscheidungsgewalt abzugeben (bei einem aktiven Robo-Advisor)
      • wenn Sie an einem langfristigen Vermögensaufbau interessiert sind.

      Häufig gestellte Fragen zu Anlagerobotern

      • Was ist, wenn mich ein Robo-Advisor schlecht berät?

        Das Risiko, mit Ihrer Geldanlage Verluste einzufahren, tragen Sie alleine. Rechtlich gesehen bieten die Robo-Advisor keine Beratung an, sie gelten nach dem Kreditwesengesetz als Vermögensverwalter oder Finanzanlagenvermittler. Damit müssen sie auch nicht bei Verlusten haften. Zusätzlich sichern sich die meisten Anbieter mit einer Haftungsausschlussklausel im Vertrag von Forderungen ab.

      • Was muss ich steuerlich beim Anlageroboter beachten?

        Erträge aus Fonds und ETFs werden seit 2018 mit der Abgeltungssteuer belastet. Außerdem sind Verkaufsgewinne steuerpflichtig. Solche Gewinne können anfallen, wenn der Robo-Advisor innerhalb des Portfolios zwischen den Anlageklassen umschichtet. Die Steuern führt der Robo-Advisor aber direkt an den Fiskus ab. Sie können den Steuerabzug verhindern, wenn Sie einen Freistellungsauftrag einrichten. Denn die ersten 801 € Kapitalerträge sind steuerfrei (bei Verheirateten 1.602 €).

        Sollten Ihre Kapitalerträge den sogenannten Sparerpauschbetrag von 801 € übersteigen, müssen Sie diese Gewinne in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben. Dafür stellen Ihnen die Robo- Advisor jeweils im Frühjahr eine Jahressteuerbescheinigung aus.

      • Wie sicher ist meine Geldanlage mit einen Robo-Advisor?

        Das Geld wird bei den meisten Anbietern in einem Depot bei einer Partnerbank angelegt und ist somit im Fall einer Insolvenz des Robo-Advisor-Anbieters geschützt. In Deutschland wird die Geldanlage zudem als Sondervermögen der kooperierenden Bank klassifiziert und daher nicht dem Vermögen dieser Bank angerechnet. Folglich ist das Geld auch bei einer Insolvenz der Partnerbank sicher. Dies bedeutet, dass nur Sie selbst Zugriff auf Ihr Geld haben, unabhängig davon, ob der Robo-Advisor oder die Bank insolvent gehen.

      Vergleich.de Tipp

      Lassen Sie sich von Bonusaktionen, Prämien und Sparrabatten der Anbieter nicht blenden, auch wenn diese bis zu 2.500 € betragen können. Die schönste Prämie macht keinen Sinn, wenn ansonsten der Robo-Advisor nicht zu Ihren Sparzielen passt. Auch können hohe Gebühren einen Teil der Prämie wieder auffressen. Der Bonus sollte nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung für einen Robo-Advisor sein.

      Was zeigt das Länderrating?

      Das Länderrating ist entscheidend für die Kreditwürdigkeit eines Lands. Ein schlechtes Rating führt zu schlechten Konditionen am Finanzmarkt und zeigt ein hohes Risiko für Ihre Geldanlage.

      Länderrating
      Nachhaltig und grün investieren

      Geld investieren und dabei Gutes für die Umwelt tun? Das versprechen nachhaltige Geldanlagen wie etwa Ökofonds. Welche Produkte in Frage kommen und welche Rendite Sie erwarten können.

      Nachhaltige Geldanlagen
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