Rentenlücke berechnen und richtig fürs Alter sparen – so geht’s!

Um ausreichend Geld für die Rente zu sparen, sollten Sie vorab Ihre Renten­lücke berech­nen. Nutzen Sie dafür einfach unse­ren Rech­ner und ermit­teln Sie mit weni­gen Klicks Ihre Vorsorge­lücke! Außer­dem fin­den Sie hier Infor­ma­tio­nen zum rich­tigen Spa­ren für die Rente und zum Thema Steu­ern.

Zuständige Redakteurin für den Bereich Geldanlage
Stand: 10.04.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Menschen in Deutschland steuern auf eine Rentenlücke zu. Mit gezielter Planung können Sie Ihre Versorgungslücke ausgleichen.
  • Welt-ETFs sind eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Rentenlücke zu schließen. Sie bieten breite Streuung und historisch im Schnitt rund 8 % Rendite pro Jahr.
  • Im Rahmen des von der Bundesregierung für 2027 geplanten neuen Altersvorsorgedepots können Sie jährliche Zuschüsse in Höhe von 540 € für Ihre Einzahlungen erhalten.

Was ist die Rentenlücke?

Bei der Pla­nung der Alters­vor­sorge ist die Renten­lücke oder auch Vorsorge­lücke ein wich­ti­ger Be­griff. Hier­bei handelt es sich um die Dif­ferenz zwischen den Renten­an­sprüchen, die Sie im Alter haben, und der Rente, die Sie wahrschein­lich benö­tigen werden, um Ihren Lebens­stand­ard zu hal­ten. Als Bedarf wird meist 80 % des letzten monat­lichen Netto­ge­halts vor Renten­ein­tritt ange­setzt.

Wie kann ich meine Rentenlücke berechnen?

Gehen wir als Bei­spiel davon aus, dass Sie bei Renten­ein­tritt eine Netto­rente in Höhe von 1.500­ € erhal­ten. Ihre Wunsch­ren­te liegt je­doch bei 2.000 €, um Ihren beste­hen­den Lebens­stand­ard hal­ten zu kön­nen. Somit be­steht eine Dif­fe­renz von 500 €, die Sie im Al­ter zusätz­lich benö­ti­gen wer­den. Eigent­lich gar nicht so kompli­ziert, jedoch kom­men nun die Fakto­ren, die die Berech­nung der Renten­lücke beein­flus­sen:

  • Alter
  • Inflation
  • Zinsent­wicklung
  • Lebenser­wartung
  • Steuern

Rentenlückenrechner: Jetzt Rentenlücke berechnen!

Wie hoch ist also meine Renten­lücke? Wenn Sie Ihre persön­liche Vorsorge­lücke berech­nen wol­len, ganz ohne kompli­zier­te For­mel, Taschen­rech­ner oder Unter­la­gen, nutzen Sie ganz einfach unse­ren Rech­ner.

Rentenlückenrechner

Geben Sie nur Ihr aktu­el­les Al­ter und Ihr monat­liches Netto­ein­kom­men an. Der Rech­ner zeigt Ihnen dann die geschätz­te gesetz­liche Ren­te, die benö­tig­te Ren­te sowie die da­raus resul­tieren­de Renten­lücke an. Prak­tisch: Sie sehen auch auf einen Blick, mit wel­cher monat­lichen Spar­rate Sie die Lücke schlie­ßen kön­nen.

Rentenlücke: Wie viel Geld brauche ich im Alter überhaupt?

Wie viel Geld Sie im Alter benö­tigen, hängt von Ihrer persön­li­chen Situa­tion wie auch von Ihrem gewohn­ten Lebens­stand­ard ab.

  • Haben Sie eine eigene Wohnung bzw. Haus oder wohnen Sie zur Miete?
  • Wie wichtig sind Ihnen Urlaubs­reisen?
  • Verfolgen Sie kost­spieli­ge Hobbys?

All das sind Fakto­ren, die Ihren monat­lichen Bedarf beein­flus­sen.

Wollen Sie Ihren Lebens­stand­ard hal­ten? Dann können Sie Ihre aktuellen Ein­nah­men als Anhalts­punkt an­setz­en. Las­sen Sie je­doch über die Jahre stei­gen­de Kos­ten nicht aus den Au­gen und kalku­lieren Sie mit einer ent­sprech­en­den Reser­ve. In unse­rem Renten­lücken-Rechner nutzen wir den letz­ten Netto­lohn als Referenz und kalkulieren mit 80 % davon, damit Sie den Lebens­stand­ard hal­ten können.

Wie kann ich meine Rentenlücke schließen?

Mit unserem Rechner können Sie nicht nur Ihre Renten­lücke berechnen. Er zeigt Ih­nen außer­dem an, wie viel Geld Sie für die Ren­te zurück­legen soll­ten. Dieser Wert ist aller­dings nur ein Anhalts­wert, den unter ande­rem die zukünf­tige In­fla­tion sowie der Ren­di­te Ihrer Geldan­lage beein­flusst.

Suchen Sie nach mög­lichst rendite­star­ken Anlage­optio­nen, die über die Jahre im Schnitt am besten deutlich mehr Zinsen pro Jahr erzielen, als die Inflationsrate an Kaufkraft vernichtet. Als durchschnittliche Inflationsrate rechnen Experten mit mindestens 2 %.

Versicherung und Sparen voneinander trennen

Die klassische private Renten­versich­erung lohnt sich momen­tan nur sel­ten. Das gilt insbe­sonde­re für neue Verträ­ge. Sie sind oft unflexi­bel, intrans­pa­rent und viel zu teu­er.

Derzeit haben Sie gut Chancen sowohl bei sicheren Anlage­produkten wie Fest­geld als auch renditeorientierter am Aktien­markt. Wich­tig ist hier­bei, nicht alle Spar­be­träge auf eine Kar­te zu setzen, son­dern Ihr Kapi­tal zu streu­en.

Wenn Sie sich nicht mit ein­zel­nen Aktien beschäf­tigen möch­ten, bie­ten sich ETFs oder aktiv gemanag­te Fonds an, die oft­mals auch per Spar­plan be­spart werden können. ETFs sind börsennotierte Indexfonds, die passiv verwaltet werden. Sie sind besonders kostengünstig und erzielen oft sogar höhere Rensiten als klassische Fonds. Auf unseren Sei­ten zur Alters­vor­sor­ge und ETF-Alters­vor­sorge er­klä­ren wir Ihnen ge­eig­nete Anlage­möglich­kei­ten genau­er.

Sparen fürs Alter: Wie fange ich an?

Mit der Berech­nung Ihrer Renten­lücke haben Sie den wichtig­sten Schritt bereits getan! Nun geht es darum, auch aktiv bei der Geld­anlage zu werden. Entschei­den Sie sich für Inves­ti­tion in Akti­en oder ETFs, benö­tigen Sie zuerst ein De­pot. Hier hilft Ihnen unser unver­bind­licher Depot­ver­gleich, den rich­ti­gen Anbie­ter zu fin­den.

Neues Altersvorsorgedepot bietet staatliche Förderung

Ab 2027 können Sie bis zu 540 € Zuschuss pro Jahr sowie zusätzlich 300 € je Kind in Anspruch nehmen. Denn die Bundesregierung plant ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot, das die Riester-Rente ablösen und Investitionen in kostengünstige, renditestarke ETFs ermöglichen soll. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Eine gute Op­tion für alle, die sich nicht aktiv mit Ihrer Geld­an­lage beschäf­tigen aber den­noch von Schwan­kun­gen am Aktien­markt profi­tie­ren möch­ten, sind Anlage­robo­ter, soge­nann­te Robo-Advi­sors. Sie küm­mern sich ganz auto­matisch um Ihren Anlage­be­trag und haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gute Rendi­ten er­zielt.

Möchten Sie erst einmal mit einem Tages­geld- oder Fest­geld­konto star­ten, können Sie hier aktuelle Kondi­tio­nen verglei­chen und den passen­den Anbie­ter aus­wählen.

Tagesgeld Vergleich
Festgeld Vergleich
Früh anfangen lohnt sich

Je jünger Sie beginnen, desto nied­riger fällt die Spar­rate für die Renten­lücke aus. Doch als Stun­dent oder jun­ger Berufs­täti­ger bleibt oft nicht viel Geld üb­rig. Die 50-30-20-Re­gel kann hier sehr hilf­reich sein.

Wie wird die Rente versteuert?

Bei der Versteuerung der Rente gibt es eine Viel­zahl von Rege­lun­gen. Sind Sie sich hier nicht sicher, empfeh­len wir Ihnen, einen Steuer­berater oder den ört­lichen Lohn­steuer­hilfe­verein aufzu­suchen. Hier wollen wir Ihnen einen kur­zen Über­blick über Besteu­erung der gesetz­lichen und der privaten Renten­ein­künfte geben.

Wie wird die gesetzliche Rente versteuert?

Wie bei allen Ein­künf­ten in Deutsch­land kom­men Sie auch bei der Rente nicht am Finanz­amt vorbei. Basis der Berech­nung ist hier­bei die Jahres­brutto­rente.

Am Anfang wird der Renten­frei­betrag abge­zogen. Entschei­dend für die Höhe des Frei­be­trags ist das Jahr des Renten­be­ginns. Im Jahr 2026 beträgt dieser 16 % und fällt jährlich um 0,5 Prozentpunkte. Gehen Sie also erst ab dem Jahr 2058 in Rente, haben Sie kei­nen An­spruch auf einen Renten­frei­betrag.

Im nächs­ten Schritt wird der steuer­liche Grund­frei­betrag abge­zo­gen. Für das Jahr 2026 beträgt er 12.348 € für Allein­ste­hen­de, bei Verhei­rate­ten ist es das Doppel­te. Erhal­ten Sie nun einen nega­tiven Wert, so müssen Sie keiner­lei Einkommens­steu­ern an das Finanz­amt abfüh­ren.

Steht hier ein posi­ti­ver Wert, sind Sie zur Abga­be einer Steuer­er­klärung verpflich­tet und müssen auf den übrigen Betrag Steu­ern ent­rich­ten. Sie können dabei aber Aus­gaben wie haus­halts­nahe Dienst­leis­tun­gen, Handwer­ker­kosten oder Sonder­aus­gaben gel­tend machen.

Wie wird die private Rente versteuert?

Renten­zahlungen aus priva­ten Renten­versich­erun­gen werden staat­lich geför­dert. Hinter­grund ist hier, dass die Inves­tition in die Renten­versich­erung aus bereits ver­steuer­ten Gel­dern kam. Je nach Renten­ein­tritts­alter muss aller­dings ein gewis­ser Prozent­satz versteu­ert wer­den.

Beispielrechnung zur Versteuerung der privaten Rentenversicherung

Bei einem Renten­eintritts­alter von 67 Jah­ren wäre der zu ver­steuern­de An­teil 17 %. Bei einer verein­bar­ten Renten­zahlung von 1.000 € pro Monat müs­sen also 170 € ver­steuert werden. Bei einem ange­nom­men­en persön­lichen Steuer­satz von 30 %, erge­be dies 51 € an Steu­ern.

Auch bei Verträ­gen, die eine einma­lige Zah­lung vorse­hen, gibt es steuer­liche Vergüns­tigun­gen. Hier muss unter den Bedingungen, dass der Vertrag mindestens 12 Jahre lief und die Auszahlung frühestens mit 62 Jahren erfolgt, nur die Hälf­te der Erträ­ge ver­steu­ert wer­den. Ein Beispiel: Sie erhal­ten 50.000 € aus einer Renten­versich­erung. Einge­zahlt haben Sie 30.000 €. Dann beträgt der Er­trag 20.000 €. Zu ver­steu­ern sind hier­von also 10.000 €, wäh­rend die ande­re Hälf­te des Ertrags steuer­frei bleibt.

Fazit: So schließen Sie Ihre Rentenlücke

Am einfachsten erreichen Sie finan­zielle Sicher­heit im Ruhe­stand, indem Sie jeden Monat einen festen Betrag für Ihre private Zusatz­rente anlegen, z. B. per Spar­plan auf einen Welt-ETF. Je früher Sie damit starten, desto massiver greift Ihnen bei der finan­ziellen Alters­vorsorge der Zinses­zins unter die Arme. D. h., Sie müssen selbst weniger sparen, weil Ihr Geld schon für Sie arbeitet.

Dabei können Sie ab 2027 eine besondere Unter­stützung vom Staat erhalten. Im Rahmen des neuen Alters­vorsorge­depots profi­tieren Sie von Zuschüssen, die bis zu 540 € pro Jahr zuzüglich 300 € pro Kind betragen.

So finden Sie Ihr Wertpapierdepot

Es gibt Depots bei Online-Brokern und Banken. Sie unterscheiden sich in den Gebühren, im Angebot und Service. Einige locken mit Prämien. Wir haben Empfeh­lungen für jeden Anlegertyp.

Depot finden
Anlagetipp Crowdinvesting

Investitionen in Immobilien, Startups und Energieprojekte lassen sich mit Crowdinvesting leicht verwirklichen. Mit Renditen bis zu 8% zudem eine gute Alternative zu klassischen Geldanlagen.

Crowdinvesting
12 Anlagetipps für Ihr Geld

ETF-Sparplan, Aktien, Anlei­hen, Fest- oder Tages­geld - wie machen Sie mehr aus Ihren Finan­zen? Was Sie beach­ten soll­ten, wenn Sie sicher inves­tie­ren und dabei Kosten sparen wol­len.

Anlagetipps