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Geldanlage

Passives Einkommen: 6 Möglichkeiten, wie Sie passiv Geld verdienen können

Passives Einkommen klingt nach sorgenfreier Freizeit und schnellem Geld. Doch ganz so einfach ist es nicht, passiv Geld zu verdienen. Wir erklären, was man unter passivem Einkommen versteht, welche Möglichkeiten des Vermögensaufbaus es gibt und wo die Chancen und Risiken liegen.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Definition: Was ist passives Einkommen?

      Passives Einkommen, auch Residualeinkommen genannt, ist eine Einkommensquelle, die über einen längeren Zeitraum Einkünfte abwirft und sich positiv und unabhängig vom investierten Geld bzw. der investierten Zeit entwickelt.

      Was sind die Vor- und Nachteile von passivem Einkommen?

      Wer träumt nicht davon, am Strand zu liegen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und währenddessen auf wundersame Weise Geld zu verdienen? Quasi fürs Nichtstun bezahlt zu werden? So bildhaft die Vorstellung des passiven Einkommens häufig auch ist, darf nicht übersehen werden, dass es auch Risiken birgt und arbeitsintensiv ist.

      Das sind die Vorteile von passivem Einkommen

      • Unabhängigkeit: Beim passiven Geldverdienen sind Sie unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsort. Sie können also beispielsweise wie im oben genannten Beispiel tatsächlich im Urlaub Einkommen erwirtschaften.
      • Freiheit: Das Einkommensplus schenkt Ihnen Freiheit, die Sie beispielsweise nutzen können, um mehr Zeit mit Ihrer Familie oder Freunden zu verbringen oder um Hobbies nachzugehen.
      • Sicherheit: Wer passives Einkommen als zusätzliches finanzielles Standbein aufbaut, ist finanziell sicherer aufgestellt. Gerade in Hinblick auf einen Vermögensaufbau für die Altersvorsorge, genießen Sie mit passivem Einkommen eine größere Sicherheit.

      Das sind die Nachteile von passivem Einkommen

      • Verlustgefahr: Wie jedes Investment gibt es auch beim passiven Einkommen ein Verlustrisiko. Generell gilt: Umso höher die Renditeaussicht, umso höher auch das Risiko.
      • geringe Planbarkeit: Passives Einkommen ist meist nicht planbar. Außer bei sehr risikoarmer (deshalb aber auch renditeschwacher) Geldanlage in Termingeld, kann ein exakter Gewinn nicht vorhergesagt werden. Passives Einkommen kann ein aktives Einkommen daher in der Regel nur ergänzen, nicht ersetzen.
      • Investition von Geld und Zeit: Von nichts kommt nichts, so ist es auch beim passiven Einkommen. Eine anfängliche Investition von Geld und Zeit ist unerlässlich, um Gewinne aus passivem Einkommen zu erzielen. Dieses Startkapital und diese Zeit müssen Sie erstmal haben, beachten Sie dies bei Ihrer Planung.

      Diese 3 Optionen haben Sie, um passives Einkommen zu generieren

      Es gibt verschiedene Möglichkeiten passives Einkommen zu generieren. Grob lassen sich die Optionen des passiven Geldverdienens in

      • Zinsen und Dividenden
      • Geldverleih
      • sowie Immobilien

      einteilen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten vor.

      Passiv Geld verdienen mit Zinsen und Dividenden

      Zinsen und Dividenden aus Geldanlagen bieten einen guten und, im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten, risikoarmen Einstieg in das Thema passives Einkommen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die vier gängigsten Geldanlageformen ETFs, Aktien, Festgeld und Tagegeld vor und erklären, wo hier die Vorteile und Nachteile liegen.

      1. Möglichkeit: ETFs und Aktien als passives Einkommen nutzen

      Wer zum Aufbau von passivem Einkommen ETFs und Aktien wählt, hat gute Renditeaussichten. Das Prinzip ist schnell erklärt: Sie investieren in ein Unternehmen oder in Indexfonds (das sind Investmentfonds, die einen Börsenindex nachbilden) und erhalten dafür Dividenden, die Sie als passives Einkommen verbuchen können - schließlich erhalten Sie das Geld unabhängig von Ihrem Arbeitseinsatz.

      Vorteil:

      • gute Renditen
      • Risikostreuung
      • flexibel und transparent

      Nachteil:

      • Verluste möglich
      • teilweise hohe Depot- und Ordergebühren
      ETF Vergleich

      2. Möglichkeit: Festgeld lohnt sich nur bei langen Laufzeiten als passives Einkommen

      Festgeld eignet sich nur bedingt zum Aufbau eines passiven Einkommens. Sie müssen einen Mindestbetrag (variiert je nach Anbieter) auf Ihr Festgeldkonto überweisen und es für eine vorher vereinbarte Laufzeit anlegen. Während dieser Laufzeit wird das Geld fest verzinst. Das bietet Ihnen eine gute Planungssicherheit. Nachteilig ist jedoch, dass Sie nicht flexibel auf das Geld zurückgreifen können, wenn Sie es spontan benötigen. Generell gilt, dass die Verzinsung umso höher ist, umso länger Sie das Geld anlegen.

      Vorteil:

      • hohe Sicherheit
      • feste Verzinsung

      Nachteil:

      • vergleichsweise geringe Verzinsung
      • keine Flexibilität
      • größere Anlagesumme notwendig
      Festgeld Vergleich

      3. Möglichkeit: Mit Tagesgeld ist aktuell kaum passives Einkommen zu erwirtschaften

      Tagesgeld ist eine besonders unkomplizierte Geldanlage. Sie eröffnen ein Tagesgeldkonto bei der Bank Ihrer Wahl, überweisen einen individuellen Betrag auf Ihr Tagesgeldkonto, der tagesaktuell verzinst wird. Sie können Ihr Geld jeder Zeit abheben, die Bank kann den Zins aber auch jeder Zeit verändern.

      Wer ein Tagesgeldkonto bei einer deutschen Bank wählt, ist besonders gut abgesichert und auch europäische Banken bieten eine sehr gute Einlagensicherung. Die Rendite ist beim Tagesgeld aktuell jedoch äußerst knapp bemessen, mehr als 0,7 % übersteigt gerade kein Anbieter (Stand: 03/2019).

      Vorteil:

      • hohe Sicherheit
      • hohe Flexibilität

      Nachteil:

      • geringe Verzinsung
      Tagesgeld Vergleich

      Geldverleih als passives Einkommen

      Wer Geld verleiht, kann damit Geld verdienen. Dieses Prinzip hat sich auch in der digitalen Ära bewahrheitet. Hinzu kommt, dass Online-Plattformen es Nutzern heute sehr leicht machen, Geld zu verleihen oder zu investieren.

      4. Möglichkeit: Peer-to-Peer-Kredit: Geldverleih von privat an privat

      Beim Peer-to-Peer-Kredit werden Sie über Onlinevermittler quasi selbst zur Bank: Sie verleihen Ihr Kapital an andere Menschen, die Ihnen dafür Zinsen zahlen. Das Peer-to-Peer Geschäft ist mittlerweile so ausgetüftelt, dass Sie, ähnlich einem Portfolio-Aufbau von Aktien, Ihr Risiko streuen können, die investierten Beträge klein halten und sich die Projekte, in die Sie investieren wollen, selbst aussuchen können. Die Renditeaussichten sind je nach Projekt und Risikobereitschaft gut, doch dürfen Sie bei dieser Form der Geldanlage nie vergessen, dass ein Komplettverlust Ihres eingesetzten Geldes möglich ist.

      Vorteil:

      • auch kleine Beträge als Investitionen möglich
      • hohe Rendite
      • Risikostreuung
      • hohe Flexibilität

      Nachteil:

      • Teil- oder Komplettverlust möglich
      P2P-Kredit als Geldanlage

      5. Möglichkeit: Mit Crowdinvesting in Immobilien, Start-ups oder Energie-Projekte investieren

      Beim Crowdinvesting investieren Privatanleger in Immobilien, in Projekte aus dem Energiebereich oder in Startups. Im Gegenzug für Ihr eingesetztes Geld erhalten Sie eine ansehnliche Rendite. Das Risiko bei dieser Form der Geldanlage ist jedoch nicht zu unterschätzen.

      Vorteil:

      • hohes Renditepotenzial
      • Investition in innovative Projekte und Produkte

      Nachteil:

      • Risiko des Totalverlusts
      • vorzeitige Kündigung nicht möglich
      • kein Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen
      Crowdinvesting

      Immobilien als Renditeobjekt für passives Einkommen nutzen

      Sachwerte wie Immobilien sind weitestgehend unabhängig von Kursentwicklungen und Verzinsungen. Wer in sogenanntes Betongold investiert, kann sich durch stetige Mieteinnahmen auf ein gutes passives Einkommen freuen.

      6. Möglichkeit: passives Einkommen durch Immobilien

      Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase, in der Baugeld günstig zu haben ist, ist die Investition in Immobilien mit guten Renditeaussichten verbunden. Beachten Sie aber, dass die finanzielle und zeitliche Investition bei dieser Form des passiven Einkommens besonders hoch ist. Verwaltungs- und Instandhaltungskosten schmälern den Gewinn und sollten vorausschauend kalkuliert werden. Auch wer Wohnungen oder Häuser im Vorhaben kauft, sie nach kurzer Zeit mit Gewinn weiterzuverkaufen, muss Arbeit in die Renditeobjekte investieren.

      Vorteil:

      • hohe Sicherheit
      • langfristig steigende Erträge

      Nachteil:

      • hohe Verwaltungs- und Instandhaltungskosten
      • Vorsicht bei langfristig finanzierten Immobilien, es ist mit steigenden Zinsen bei der Anschlussfinanzierung zu rechnen

      4 Tipps, wie Sie nachhaltig passives Einkommen aufbauen

      Passiv Geld verdienen ist kein Zufall. Im Folgenden geben wir Ihnen vier Tipps, die Ihnen dabei helfen passive Einkommensströme aufzubauen und langfristig davon zu profitieren.

      • 1. Tipp: Investieren Sie langfristig

        Wer denkt, dass passives Einkommen schnell verdientes Geld ist, irrt sich gewaltig. Es bedarf langer und strategischer Arbeit, bis ein nennenswertes Einkommen über passive Geldströme aufgebaut ist. Darüber sollten Sie sich bewusst sein, denn das bedeutet auch, dass Sie in einer finanziellen Notsituation auf keinen Fall auf passives Einkommen setzen sollten. Vielmehr können Sie es als zeitintensives Hobby neben einem aktiven Einkommen verstehen, dass sich langfristig für Sie auszahlen wird.

      • 2. Tipp: Tilgen Sie zuerst Ihre Konsumschulden

        Haben Sie laufende Ratenkredite? Dann sollten Sie davon absehen, passives Einkommen aufzubauen und sich zunächst der schnellen Tilgung Ihrer Konsumkredite widmen. Kreditschulden sind fast immer teurer als Gewinne aus Zinserträgen, Mieteinnahmen oder Dividenden, so dass die Bildung eines passiven Einkommens ein Minusgeschäft bleibt, solange Sie verschuldet sind. Anders sieht es bei einer laufenden Baufinanzierung aus: Die Tilgung ist in der Regel auf lange Zeit geplant und selbst wenn Sie zu einem frühzeitigen Geldsegen gekommen sind, macht eine vorzeitige Tilgung häufig aufgrund der fällig werdenden Vorfälligkeitsentschädigung keinen Sinn.

      • 3. Tipp: Entwickeln Sie Ihre eigene Anlage-Strategie

        Bevor Sie sich für eine Form des passiven Einkommens entscheiden, sollten Sie eine individuelle Anlagestrategie entwickeln. Dazu sollten Sie sich fragen:

        • Wofür wollen Sie sparen oder investieren? Wie sieht das Ziel Ihres passiven Einkommens aus?
        • Wie viel Geld können Sie (monatlich) investieren, ohne dass Ihre laufenden Kosten davon negativ beeinflusst werden?
        • Wie viel Zeit können Sie zum Aufbau eines passiven Einkommens investieren?
        • Welchen Anlagehorizont wollen Sie wählen? Wann möchten Sie auf das investierte Geld zurückgreifen können?
        • Wie möchten Sie investieren: Sind Sie eher sicherheitsbewusst oder risikofreudig?
        • Wie viel Verlust könnten Sie verschmerzen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten?

        Mit den Antworten auf diese Frage können Sie eine Anlagestrategie erstellen, an der Sie langfristig festhalten sollten. Häufige Strategiewechsel sind nicht ratsam, da sich passives Einkommen über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt und etwas Ausdauer erfordert.

      • 4. Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Anlagestrategie

        Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Strategie zu reflektieren. Am besten nutzen Sie dazu eine Finanz-App oder eine Excel-Tabelle, in die Sie wöchentlich Ihre Gewinne und Verluste eintragen. So können Sie nach und nach erkennen, welche Geldanlageform für Sie funktioniert und welche weniger. Passives Einkommen ist letztendlich kein geschenktes Geld, sondern erfordert neben dem Einsatz von Zeit und Geld vor allem Ausdauer.

      Vergleich.de Tipp

      Der Aufbau von passivem Einkommen funktioniert am besten, wenn Sie mit Leidenschaft dabei sind und genau beobachten, welche Anlage funktioniert und welche nicht. Wichtig ist vor allem, dass Sie eine langfristige Strategie verfolgen und sich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lassen.

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