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Sicheres Online-Banking: Tipps für mehr Sicherheit Ihres Online-Kontos

Rund um die Uhr den Kontostand von zu Hause aus checken oder Überweisungen in Auftrag geben – Online-Banking und Mobile-Banking machen es möglich. Welche Verfahren es beim Online-Banking gibt und worauf bei einem Online-Konto zu achten ist, erfahren Sie bei uns.

So geht sicheres Online-Banking!

So nutzen Sie die Vorteile von Online-Banking

Bei Online-Banking denken die meisten Kunden sofort an Annehmlichkeiten wie die bequeme Kontoführung von zuhause aus oder die Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten der Bank. Doch es gibt weit mehr Vorteile des Online-Bankings, die Ihnen den Finanzalltag erleichtern. Diese sind zum Beispiel: 

Vorteile von Online-Banking auf einen Blick

  • Kontoführung bequem und flexibel von zu Hause aus
  • online Daueraufträge, Terminüberweisungen oder Vorlagen unkompliziert einrichten
  • Kontoauszüge als PDF speichern oder zu Hause ausdrucken
  • einfache Suche nach Überweisungen und Abbuchungen
  • Benachrichtigung per SMS oder E-Mail bei Kontobewegungen
  • 24h Abruf aktueller Kreditkartenumsätze, Depots oder Bausparverträge
  • geringere oder keine Kontoführungsgebühren
  • rund um die Uhr Nachrichten schreiben und empfangen
  • Freistellungsauftrag online beantragen
Überblick über Konten und Umsätze

Online-Banking bietet Ihnen einen schnellen Überblick über Ihren Kontostand und aktuelle Umsätze. Je nach Bank können Sie einen Zeitraum von mehreren Monaten auswählen, in dem Kontobewegungen angezeigt werden sollen. Auch Kreditkartenumsätze, Entwicklungen Ihres Depots oder der Stand eines Bausparvertrags bei der gleichen Bank sind beim Online-Banking auf einen Blick zu erkennen. Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass Sie Kontoauszüge nicht mehr am Bankautomaten holen oder sich gegen Gebühr zuschicken lassen müssen, sondern die Möglichkeit haben, sie auf Ihrem Rechner zu speichern oder direkt zuhause auszudrucken.

Einfache Kontoführung

Daueraufträge, Überweisungsvorlagen oder Terminüberweisungen lassen sich mit Online-Banking ganz einfach einrichten. Und auch die Suche nach früheren Überweisungen oder Abbuchungen lässt sich dank Suchfunktion viel komfortabler durchführen, als das Blättern und Stöbern im Kontoauszugsordner zuhause. Wer sein Online-Banking als App nutzt, profitiert von weiteren Vorteilen wie zum Beispiel der Foto-Überweisung. Hier entfällt die lästige Eingabe der 22-stelligen IBAN. Stattdessen wird der Überweisungsträger einfach mit dem Smartphone oder Tablet abfotografiert. Die App erkennt alle notwendigen Informationen und füllt das Überweisungsformular automatisch aus.

Kontrolle über Kontobewegungen

Einige Banken bieten eine Benachrichtigung per SMS oder E-Mail, sobald es zu Kontobewegungen auf Ihrem Online-Konto kommt. So können Sie gegebenenfalls sofort einschreiten, wenn es zu unrechtmäßigen Abbuchungen kommt oder sich Unbefugte Zugriff auf Ihr Konto verschafft haben.

Umsätze verwalten

Weitere Services beim Online-Banking sind Haushaltsbücher oder Finanzmanager, mit denen Sie Ihre Umsätze verwalten und organisieren können. Das hilft, die Finanzen im Blick zu behalten und Einsparpotenziale zu erkennen. 

Geringe oder keine Kontoführungsgebühr

Eine Erhebung der Stiftung Warentest (03/2017) ergab, dass Online-Kunden im Vergleich zu Filial-Kunden häufig weniger oder gar keine Kontoführungsgebühren zahlen, da die Banken den Kostenvorteil des geringeren Personal- und Abwicklungsaufwands direkt an die Online-Kunden weitergeben. Welche Kosten Sie beim Online-Banking erwarten, können Sie in unserem Girokonto-Vergleich sehen.

Flexible Kontaktmöglichkeiten

Im Gegensatz zu Filialbanken sind die Kontaktmöglichkeiten beim Online-Banking flexibler. Viele Direktbanken können telefonisch rund um die Uhr erreicht werden, außerdem können Sie jederzeit eine Nachricht aus Ihrem Online-Account an den Kundenservice versenden. Außerdem lassen sich persönliche Daten nach einem Umzug oder einer Namensänderung ohne viel Schriftverkehr schnell und unbürokratisch online ändern.

Freistellungsauftrag online beauftragen

Und auch für die Beantragung oder Änderung eines Freistellungsauftrags sind beim Online-Banking nur wenige Klicks notwendig. In der Regel ist nur die Angabe der Steuer-ID notwendig und die Höhe des gewünschten Freibetrags – sofern Sie den Sparerpauschalbetrag nicht komplett bei diesem Finanzinstitut ausschöpfen wollen. Richten Sie keinen Freistellungsauftrag ein oder übersteigen Ihre Kapitalerträge den Sparerpauschalbetrag, führt die Bank 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch an das Finanzamt ab. In diesem Fall müssten Sie bis zur nächsten Steuererklärung warten, um sich das Geld zurückzuholen.

In 5 Schritten zum Online-Banking

Die eignen Finanzen über Online-Banking zu verwalten, bietet viele Annehmlichkeiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten zu Ihrem Online-Konto gelangen können.

1. Woher bekomme ich ein Online-Konto?

Unter Online-Banking versteht man die Führung eines Girokontos per Internet, also online. Online-Banking ist sowohl bei einer Filialbank als auch bei einer Direktbank, also einer Bank ohne Niederlassung vor Ort, möglich. Während Direktbanken ausschließlich Online-Konten anbieten, kann Online-Banking bei Filialbanken zusätzlich gewählt werden. Mit dem Vorteil, dass Sie von der Flexibilität des Online-Bankings profitieren, aber nicht auf die persönliche Beratung in der Filiale verzichten müssen.

Aber Vorsicht: Manchmal verlangen Filialbanken für die Leistungen des Online-Bankings zusätzliche Gebühren. Haken Sie also genau nach, ob es zu Zusatzkosten kommt, wenn Sie sich für online Angebote bei der Filialbank interessieren. Ist dies der Fall, lohnt sich der Kontowechsel zu einer Direktbank, hier ist der online Service in der Regel kostenlos.

2. Wie beantrage ich Online-Banking?

Wenn Sie ein Girokonto, Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto bei einer Direktbank eröffnen, beantragen Sie damit automatisch auch Online-Banking, da dies die einzige Kontoführungsform bei Direktbanken ist. Nachdem Sie das Konto im Internet direkt bei der Bank oder über einen Girokonto-Vergleich, Tagesgeld-Vergleich oder Festgeld-Vergleich beantragt haben, schickt Ihnen die Bank per E-Mail oder Brief das Antragsformular zu. Erst wenn der Antrag mit Ihrer Unterschrift wieder bei der Bank eingegangen ist und Ihre Identität mit Hilfe des sogenannten Postident-Verfahrens überprüft wurde, wird das Online-Banking aktiviert.

Um ein Girokonto bei Ihrer Filialbank in ein Online-Konto umzuwandeln, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Dieser ist häufig auf der Webseite der Bank zu finden oder kann direkt in der Filiale ausgefüllt werden.

3. Was ist der Unterschied zwischen Online-Banking und Mobile-Banking?

Unter Mobile-Banking versteht man die Durchführung von Bankgeschäften über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Mobile-Banking ist über den Browser oder über spezielle Banking-Apps möglich. Im Vergleich zu Online-Banking ist Mobile-Banking also noch flexibler und komfortabler, da Sie Ihr Konto jederzeit von unterwegs aus über das Smartphone oder Tablet checken können. Fürs Mobile-Banking gelten die gleichen Sicherheitshinweise wie für Online-Banking. Achten Sie darauf, niemals über öffentliche Netzwerke zu surfen oder Ihr Bluetooth angeschaltete zu haben, wenn es um Ihre Finanzen geht. Datendieben wird es dadurch erleichtert, sich auf Ihr Smartphone oder Tablet zu hacken. Insgesamt gilt, dass Mobile-Banking über die Bank-eigene App sicherer ist, als den Browser zu nutzen, da die Banken sehr hohe Sicherheitsstandards ansetzen.

4. Wie richte ich Online-Banking ein?

Die Bank schickt Ihnen die Log-In-Daten für Ihr Online-Banking per Post zu. Dazu gehören in der Regel eine Zugangsnummer oder ein Benutzername sowie ein PIN. Aus Sicherheitsgründen werden Ihnen die Zugangsdaten für Ihr Online-Banking gesondert und zeitversetzt zugesandt. Bei der PIN handelt es sich um ein spezielles Online-Banking-Passwort, nicht zu verwechseln mit dem PIN für die Bankkarte. Den Log-In für Ihr Online-Banking finden Sie direkt auf der Webseite Ihrer Bank, eine Installation zusätzlicher Software ist nicht nötig.

5. Wie funktioniert Online-Banking?

Die Nutzung Ihres Online-Bankings funktioniert ausschließlich über eine Internetverbindung auf Ihrem PC, Tablet oder Smartphone. Auf der Log-In-Seite der Bank werden Sie aufgefordert, Ihre Zugangsnummer, Kontonummer oder den Benutzernamen sowie die PIN einzugeben. Jetzt befinden Sie sich im persönlichen Bereich Ihres Online-Bankings.Beim erstmaligen einloggen in Ihren Online-Banking-Account ist aus Sicherheitsgründen häufig eine Passwortänderung erforderlich.

Um eine online Aktion durchzuführen, also beispielsweise eine Änderung des Passworts, die Durchführung einer Überweisung oder die Einrichtung eines Dauerauftrags, benötigen Sie eine Transaktionsnummer, kurz TAN. Welches TAN-Verfahren, d.h. Verschlüsselungsverfahren Sie bei Ihrem Online-Banking nutzen müssen, erfahren Sie von Ihrer Bank.

Wie sicher ist Online-Banking? Die TAN-Verfahren im Überblick

Die TAN ist ein einmaliges Kennwort zur Bestätigung einer Transaktion beim Online-Banking. Die Banken entwickeln immer neue TAN-Verfahren, um Ihre Kunden vor Onlinekriminalität zu schützen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Verschlüsselungssystemen, die sich hinsichtlich ihrer Handhabung und Sicherheit unterscheiden. Die meisten großen Banken stellen ihren Kunden mehrere Verfahren zur Wahl.

TAN / iTAN

So geht’s: Zu den klassischen Verschlüsselungsverfahren zählt das TAN bzw. iTAN-Verfahren. Sie erhalten von Ihrer Bank eine TAN-Liste per Post zugeschickt. Bei Transaktionen können Sie entweder eine beliebige TAN von dieser Liste verwenden oder Sie werden während der Transaktion dazu aufgefordert, eine bestimmte iTAN aus der durchnummerierten TAN-Liste zu nutzen. Die TAN kann nur einmalig, direkt nach Eingabe der Transaktionsdaten, verwendet werden, anschließend verfällt sie.

Sicherheit: Dieses Verfahren gilt beim Online-Banking mittlerweile als unsicher, da die TAN-Liste mit den Zugangsdaten zu schnell in falsche Hände gelangen kann. Die meisten Banken werden dieses TAN-Verfahren im Laufe des Jahres 2017 einstellen.

mTAN/SMS-TAN

So geht’s: mTAN steht für mobile TAN. Sobald Sie die Überweisungsdaten eingegeben haben, wird die TAN als SMS auf Ihr Handy geschickt.

Sicherheit: Dieses Verfahren ist das derzeit beliebteste in Deutschland und gilt als relativ sicher. Wenn Sie die Online-Überweisung aber über den Browser Ihres Smartphones abwickeln, sollte die mTAN zur Sicherheit auf ein anderes Handy geschickt werden. Mit etwas Aufwand könnten Hacker die SMS abfangen und so Zugriff auf die Daten Ihres Smartphones bekommen. 

Chip-TAN

So geht’s: Aus den Überweisungsdaten, die Sie in die Benutzeroberfläche Ihres Online-Bankings eingeben, wird eine Art Strich-Code erstellt. Nun müssen Sie Ihre Bankkarte in den Chip-TAN-Generator einführen. Das kleine, kabellose Gerät, das Sie bei der Bank oder im Fachhandel für ca. 10 € bis 15 € erhalten, wird durch die Bankkarte aktiviert. Wenn Sie den Generator nun über den Stich-Code auf dem Bildschirm halten, werden die Daten übertragen und der Generator erzeugt eine TAN, die Sie wiederum in das Online-Banking Überweisungsformular eingeben.

Sicherheit: ChipTAN gilt als sehr sicher, da die notwendigen Komponenten (Bankkarte, Generator und Online-Banking) voneinander getrennt agieren. So haben es Betrüger schwer, einen Angriff durchzuführen. 

Photo-TAN

So geht’s: Bei der Photo-TAN wird aus den von Ihnen eingegeben Transaktionsdaten eine Mosaikgrafik erstellt, die mit einem speziellen Lesegerät (ca. 15 €) oder einer Smartphone-App eingescannt wird. Daraufhin wird eine TAN für diese Transaktion generiert.

Sicherheit: Auch das Photo-TAN-Verfahren gilt als sicher. Achten Sie aber darauf, dass Banking-App und Photo-Tan-App nicht auf demselben Gerät installiert sind.

Push-TAN

So geht’s: Sie installieren eine spezielle App auf Ihrem Smartphone und melden sich mit den Daten, die Sie von der Bank erhalten, an. Sobald Sie die Überweisungsdaten am PC eingegeben haben, können Sie die passwortgeschützte pushTAN aktivieren. Nachdem Sie die Auftragsdaten überprüft haben, generieren Sie mit der App eine TAN.

Sicherheit: Banking-App und Push-Tan sollten auf zwei unterschiedlichen Geräten betrieben werden, dann ist das Verfahren sicher.

HBCI-Verfahren

So geht’s: Beim Online-Banking via Homebanking Computer Interface (HBCI) ist keine TAN nötig. Für dieses Verfahren benötigen Sie eine spezielle Finanzsoftware, eine Chipkarte, ein Kartenlesegerät mit Tastatur und Display (Anschaffungskosten ab ca. 50 €) sowie eine persönliche HBCI-Geheimzahl. Für eine Online-Transaktion geben Sie die Daten zunächst in das Formular der Finanzsoftware ein. Dann schließen Sie den Kartenleser an den PC und führen die HBCI-Chipkarte ein. Nach Legitimation durch Ihr persönliches Passwort wird die Überweisung codiert und über eine gesicherte Leitung an Ihre Bank übertragen. Die Legitimation erfolgt durch einen digitalen Schlüssel, der auf der Chipkarte gespeichert ist.

Sicherheit: Experten werten das HBCI-Verfahren als besonders sicher, da mit der speziellen Software, dem Chipkartenleser, dem Passwort sowie der HBCI-Chipkarte sehr viele, voneinander unabhängige Geräte korrespondieren. Um von unterwegs aus Bankgeschäfte zu erledigen, müssen Sie jedoch immer den Kartenleser mitnehmen.

Phishing und Trojaner: die Tricks der Betrüger kennen

Alle TAN-Verfahren zielen darauf ab, Online-Banking sicherer zu machen und zu verhindern, dass Kriminelle auf Ihr Konto zugreifen können. Vor allem mit zwei Methoden gelang es Betrügern in der Vergangenheit fremde Geldströme auf das eigene Konto umzuleiten.

Phishing

Beim Phishing (zusammengesetzt aus PIN + Fishing, also sinngemäß „nach dem Passwort angeln“) wird der Kunde durch einen Link auf einer Webseite oder in einer E-Mail auf eine gefälschte Bank-Webseite geführt. Die Website ähnelt der Website der Bank häufig bis aufs letzte Detail, dient aber allein dem Zweck der Datenspionage. Nun wird der Kunde aufgefordert, im Rahmen eines vermeintlich normalen Logins seine Zugangsdaten einzugeben. Die „geangelten“ Daten landen dann direkt in den Händen der Betrüger, die sich damit in Ihr Online-Konto einloggen und über Ihr Online-Banking Überweisungen auf ihr eigenes Konto vornehmen können.

Trojaner

Sogenannte Trojaner zielen darauf ab, Späh-Software auf dem PC, Tablet oder Smartphone des Kunden zu installieren und sensible Daten an die Betrüger weiterzuleiten. Heute lauern Trojaner längst nicht mehr nur in Anhängen dubioser E-Mails, sondern können schon beim Klick auf vermeintliche Werbeanzeigen aktiviert werden. Es sind sogar Fälle bekannt, in denen es schon ausreichte, mit der Maus über eine manipulierte Werbeanzeige zu fahren, um sich eine Schad-Software einzufangen. Eine stets aktuelle Antivirus Software sowie Firewall sollten Sie deshalb immer auf Ihren Geräten haben, bevor Sie Online-Banking verwenden.

Cyberkriminalität: Wer kommt bei Schaden auf?

Wird ein Bankkunde Opfer von Phishing oder einem Trojaner, haftet er mit maximal 150 € (§ 675v BGB) – vorausgesetzt der Kunde hat nicht grob fahrlässig gehandelt und sich an die gängigen Sicherheitsvorschriften gehalten. Haben Sie das Gefühl, dass bei Ihrem Online-Banking ein Betrugsverdacht vorliegt, gehen Sie wie folgt vor:

  • Informieren Sie Ihre Bank unverzüglich über den Schaden und erstatten Sie eine Strafanzeige bei der Polizei.
  • Ändern Sie Ihre Passwörter und Zugangsdaten, so dass keine unbekannten Kontobewegungen stattfinden können.
  • Sollten Sie über eine E-Mail aufgefordert worden sein, vertrauliche Daten weiterzugeben, löschen Sie diese Nachricht nicht im Nachhinein, sondern geben Sie sie an die Polizei weiter. Sie ist ein wichtiges Beweismittel und unterstützt die Ermittlung.

Sicheres Online-Banking: Ihr 10-Punkte-Sicherheitsplan

1. PIN und Bankzugangsdaten auswendig lernen!

Auch wenn es lästig ist: notierte oder auf dem PC oder Handy gespeicherte Passwörter machen es Kriminellen leicht, sich Zugang zu Ihrem Konto zu verschaffen. Lernen Sie deshalb Ihre PIN sowie Ihre Zugangsdaten auswendig.

2. Niemals PIN oder TAN verraten!

Betrüger versuchen häufig, über gefälschte E-Mails oder Webseiten, die PINs und TANs von Bankkunden zu ergaunern. Fallen Sie nicht darauf rein, wenn Sie per E-Mail, telefonisch oder persönlich dazu aufgefordert werden, Passwörter preiszugeben, Ihre Bank würde Sie niemals danach fragen.

3. Virenscanner, Firewall, Browser und Betriebssysteme aktualisieren!

Regelmäßige Updates Ihres Computers sowie ein aktueller Virenscanner und eine Firewall gehören zum Pflichtprogramm des Online-Bankings. Mit wenigen Klicks können Sie sich so vor großem Schaden schützen.

4. Echtheit der Webseite prüfen!

Vor jedem Login auf der Website Ihres Online-Bankings sollten Sie darauf achten, dass die Browserzeile mit „https“ beginnt und das Symbol des verriegelten Schlosses zu sehen ist. Das „s“ steht für „secure“ und garantiert eine sichere Verbindung.

5. Vorsicht bei Apps und Links!

Geben Sie die URL der Bank immer per Hand in die Adresszeile ein oder setzen Sie sich ein Lesezeichen, um sicherzustellen, keiner gefälschten Seite auf den Leim zu gehen. Sie sollten niemals einem Link aus einer E-Mail oder von einer anderen Website folgen. Obacht ist auch bei Banking-Apps geboten: Laden Sie diese nur aus offiziellen App-Stores und achten Sie auf den richtigen Anbieter und die korrekte Schreibweise der App. 

6. Online-Banking nicht von unbekannten Rechnern aus!

Online-Banking sollte niemals von einem Internetcafé aus durchgeführt werden – vor allem nicht im Ausland! Nutzen Sie Ihren PC mit mehreren Personen, sollten Sie am Ende jeder Sitzung den Zwischenspeicher (Cache) des Browsers löschen. Oder Sie nutzen während des Online-Bankings den Browser im „privaten Modus“, so dass erst gar keine Historie angelegt wird, die Sie löschen müssen.

7. Tageslimit für Überweisungen setzen!

Es ist ratsam, ein Tageslimit für Online-Überweisungen einzurichten. So können Sie den Schaden, den Kriminelle auf Ihrem Konto anrichten, gering halten. Für das Tageslimit orientieren Sie sich am besten an Ihrem durchschnittlichen Überweisungsbetrag.

8. Aktuelle Sicherheitshinweise der Bank beachten!

Die meisten Banken bieten auf Ihren Webseiten aktuelle Sicherheitshinweise und Warnungen. Informieren Sie sich hier regelmäßig.

9. Logout nicht vergessen!

Wenn Sie Ihr Online-Banking beenden, nutzen Sie immer die Logout-Funktion. Nur so wird die Datenverbindung zur Bank zuverlässig gekappt.

10. Finanzen im Blick behalten!

Es ist ratsam, das Konto regelmäßig zu überprüfen. Nur so können betrügerische Transaktionen frühzeitig auffallen und notwendige Schritte eingeleitete werden.

Zukunft des Online-Bankings: Kommen biometrische TAN-Verfahren?

Eine Studie der REINER SCT, einem Anbieter für digitale Sicherheitstechnologien, hat Banken nach Ihren Erwartungen zur Entwicklung des Online-Bankings befragt. 75 % der befragten Banken und Sparkassen gaben an, mit großen Veränderungen zu rechnen. Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit sehen die Bänker dabei als wichtigste Entwicklungsfelder, aber auch völlig neue Zugriffsverfahren wie Fingerabdruck oder Iris-Scan sind für sie vorstellbar.

Es ist also durchaus denkbar, dass in Zukunft biometrischen Daten für das Login beim Online-Banking herangezogen werden. Doch biometrische TAN-Verfahren haben auch ihre Grenzen. Ist beispielsweise ein Fingerabdruck einmal kopiert, lässt er sich ohne Probleme duplizieren und das Verfahren ist dauerhaft unsicher. Eine TAN, die aus Zahlen und Buchstaben besteht, kann jederzeit geändert und die Sicherheit somit wiederhergestellt werden; bei einem Fingerabdruck ist dies nicht möglich.

Es bleibt also abzuwarten, welche Legitimierungsverfahren sich durchsetzen. Klar ist jedoch, dass Sicherheit und Komfort beim Online-Banking nach wie vor an erster Stelle stehen werden und die Filialbank weiter an Bedeutung verlieren wird. Schon rund 40 Millionen Deutsche nutzen Online-Banking – Tendenz steigend.

Vergleich.de Tipp

Im „Phishing-Radar“ veröffentlicht die Verbraucherzentrale Berichte von aktuellen Betrugsfällen beim Online-Banking. Hier erfahren Sie auch, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie von einem Cyber-Angriff betroffen sind. Haben Sie selbst eine Phishing-Mail erhalten, können Sie diese an die Verbraucherzentrale weiterleiten, um andere Kunden zu warnen.

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