Geldanlage

Negativzinsen fressen Ihr Erspartes auf – was tun gegen die Strafzinsen?

Immer mehr Banken kassieren Negativzinsen von ihren Kunden. Dadurch müssen Kunden für das Anlegen ihres Ersparten Strafzinsen an die Bank zahlen. Wir zeigen Ihnen hier, warum es Negativzinsen gibt, welche Banken sie verlangen, wie hoch sie sind und in welchen Fällen Sie davon sogar profitieren können.

Negativzinsen - Was tun gegen die Strafzinsen

Newsticker – Aktuelles zu Negativzinsen

  • 20. Januar 2022 +++ Mehr als 429 Banken verlangen Negativzinsen

    +++ nach einem aktuellen Bericht von Focus Online kassieren 429 Banken Negativzinsen von Ihren Kunden +++ dabei handelt es sich häufig um Strafzinsen für Guthaben oder um Verwahrentgelte bei Tagesgeldkonten +++ darunter befinden sich auch viele Sparkassen und Raiffeisenbanken +++ die Dunkelziffer dürfte noch höher sein, da nicht alle Banken ihre Zinsen online veröffentlchen +++

  • 06. Dezember 2021 +++ Consorsbank führt ebenfalls Negativzinsen ein

    +++ die Consorsbank wird im kommenden Jahr ein Verwahrentgelt einführen +++ die Negativzinsen werden - 0,5 % betragen und ab einem Guthaben von 50.000 € auf dem Girokonto erhoben +++ geplant ist der Start der Negativzinsen im 2. Quartal 2022 +++

  • 17. November 2021 +++ Gericht entscheidet: Negativzinsen sind unzulässig

    +++ Verwahrentgelte und Negativzinsen bei Girokonten und Tagesgeldkonten widersprechen den gesetzlichen Leitlinien +++ außerdem müssen zu Unrecht verlangte Verwahrentgelte den betreffenden Kunden zurückgezahlt werden +++ so lautet ein aktuelles Urteil des Landgerichtes Berlin +++ geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Verwahrentgelte der Sparda-Bank Berlin +++ die Sparda-Bank Berlin hat Berufung angekündigt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig +++

  • 07. Oktober 2021 +++ düstere Prognose: Negativzinsen werden lange bleiben

    +++ in Zukunft werden Bankkunden durch Negativzinsen immer stärker belastet +++ das erwartet der Vorstand der Bundesbank, Joachim Wuermeling  +++ außerdem würde es weitere Gebührenerhöhungen und Filialschließungen geben +++ nur so könnten viele Banken mittelfristig stabil und rentabel bleiben, so Wuermelings Prognose +++

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Was sind Negativzinsen?

Mehr als 300 Banken in Deutschland verlangen von ihren Kunden Zinsen für deren Spareinlagen, sogenannte Negativzinsen. Die Kunden dieser Banken müssen also Zinsen zahlen, wenn sie dort ihr Geld anlegen. Sie werden „bestraft“, deshalb werden Negativzinsen auch Strafzinsen der Bank genannt.

Im Mai 2017 hatte die Volksbank Reutlingen als erste Bank in Deutschland Negativzinsen von 0,5 % eingeführt, die für jeden Sparer ab dem ersten Euro auf ihren Girokonten greifen sollten. Erst nach Protesten von Verbraucherschützern und einer negativen Berichterstattung in den Medien hat die Bank diese Negativzinsen, die sie als „Entgelt für das Guthaben“ bezeichnete, wieder zurückgezogen.  Bis Herbst 2019 waren von Negativzinsen nur Sparer mit relativ hohen Beträgen betroffen, zum Beispiel ab Einlagen in Höhe von 250.000 € oder 500.000 €. Einen neuen Anlauf für Negativzinsen unternahm im Oktober 2019 die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck mit einem "Verwahrentgelt" in Höhe von 0,5 %. Inzwischen haben viele Banken nachgezogen.

Während sich Sparer über Negativzinsen ärgern, können sich Kreditnehmer freuen. Denn wer sich zu diesen Konditionen Geld von der Bank leiht, muss am Ende der Laufzeit weniger zurückzahlen als er aufgenommen hat. Solche Angebote gab es in den vergangenen Monaten bereits im Bereich Ratenkredit, nun sind sogar negative Bauzinsen denkbar.

Juristischer Streit um Negativzinsen

Verbraucherschützer haben mehrere Klagen angestrebt, da sie grundsätzlich die Rechtmäßigkeit von Negativzinsen bezweifeln. Teilweise mit Erfolg: Erst im November 2021 entschied das Landgericht Berlin, dass die Sparda-Bank Berlin kein Verwahrentgelt in Form von Negativzinsen verlangen darf. Bisher kassierte Negativzinsen müssten den Kunden zurückgezahlt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bundesweit laufen weitere Verfahren.

Welche Banken verlangen Negativzinsen von ihren Privatkunden?

Immer mehr Banken verlangen von ihren Privatkunden Negativzinsen. Es handelt sich dabei um überregionale Banken ebenso wie Online-Banken, regional tätige Institute, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Verbraucherschützer bemängeln dabei: In vielen Fällen werden diese Negativzinsen als "Verwahrentgelt" bezeichnet, so dass Kunden auf dem ersten Blick die Zinsen nicht wahrnehmen. In der folgenden Tabelle können Sie die großen überregionalen Banken nachlesen, die den Strafzins bereits eingeführt haben.

Diese überregionalen Banken erheben aktuell Negativzinsen

BankZinssatzBemerkungen
1822direkt- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
BB Bank- 0,5 %ab Guthaben von 200.000 €
BW-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
comdirect- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Commerzbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
DAB BNP Paribas- 0,5 %individuelle Berechnung
Degussa Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Deutsche Bank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Deutsche Skatbank- o,5 %ab Guthaben von 25.000 €
DKB- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Donner und Reuschel- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Ebase- 0,5 %ab Guthaben von 1.000 €
Ethikbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Fidor Bank- 0,4 %ab Guthaben von 100.000 €
GLS Bank- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
Hypovereinsbankindividuelle Abspracheteilweise ab 1 €
ING- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Klarna- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Meine Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Merkur Privatbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
MLP Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Netbank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
N26- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Norisbank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Onvista Bank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Postbank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Pro Creditbankab 0,25 %ab Guthaben von 200.000 €
Solarisbank- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
Sparda-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Targobank10 € - 50 €ab Guthaben von 50.000 €
Triodos Bank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Umweltbank- 0,5 %ab Guthaben von 200.000 €
V-Bank München- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Vivid- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
WEG-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 1 €

Quelle: Vergleich.de, Stand: November 2021

Darüber hinaus nehmen zahlreiche regionale Genossenschaftsbanken Negativzinsen. Das liegt daran, dass gerade Genossenschaftsbanken stärker von den Einlagen ihrer Genossenschaftsmitglieder abhängig sind und weniger in riskante Kreditgeschäfte investieren als andere Geschäftsbanken. Daher machen sie bei sinkenden Einlagen ihrer Kunden auch höhere Verluste und sind eher gezwungen Negativzinsen zu erheben. In einigen Fällen wird nicht ausdrücklich ein Negativzins erhoben. Da der Zinssatz aber sehr niedrig ist, beziehungsweise bei 0 % liegt und zusätzlich eine Gebühr erhoben wird, wirkt diese Gebühr faktisch wie ein Strafzins.

Die folgende Tabelle zeigt einige der großen Sparkassen, die Negativzinsen von ihren Kunden verlangen.

Diese großen Sparkassen verlangen Negativzinsen

SparkasseZinssatzBemerkungen
Berliner Sparkasse- 0,5 %ab 100.000 €
Frankfurter Sparkasse- 0,5 %ab 100.000 €
Hamburger Sparkasse- 0,5 %ab 50.000 €
Kreissparkasse Köln- 0,5 %ab 100.000 €
Sparkasse Mainz- 0,5 %ab 50.000 €
Stadtsparkasse Dortmund- 0,5 %ab 50.000 €
Sparkasse Duisburg- 0,5 %ab 100.000 €
Sparkasse Köln/Bonn- 0,5 %ab 50.000 €
Sparkasse Leipzig- 0,5 %ab 50.000 €

Quelle: Vergleich.de, Stand: November 2021

Hinzu kommen Banken, die Negativzinsen von Unternehmen, Kommunen und Geschäftskunden verlangen.

Gut zu wissen

Wer seiner Bank Strafzinsen für sein Guthaben zahlen soll, erleidet einen finanziellen Verlust. Allerdings kann er diesen Betrag bei seiner Steuerklärung nicht als Verlust angeben, um diesen dann mit Gewinnen anderer Art zu verrechnen. Nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums handelt es sich bei Negativzinsen nicht um Zinsen im Sinne des Gesetzes, sondern um eine Gebühr. Und diese sei bereits über den Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 € jährlich abgegolten, so das Ministerium in einer Mitteilung.

Negativzinsen für Neu- und Bestandskunden

Negativzinsen für Sparer sind nur bei Neuverträgen zulässig. Das entschied das Landgericht Tübingen am 08.12.2017. Wer bereits ein Konto besitzt, darf nicht mit Negativzinsen belastet werden. Eine nachträgliche einseitige Anpassung der Vertragsbedingungen ist bei Bestandskunden unzulässig. Bei Neu­kunden sei dies anders: Sie würden sich bewusst auf die entsprechenden Konditionen einlassen. 

Um dem Urteil zu entsprechen, werden aktuell viele Bankkunden von ihren Geldinstituten angeschrieben und dazu aufgefordert, neuen Preismodellen (die oft einen Negativzins enthalten) schriftlich zuzustimmen. Sollte ein Kunde dem zustimmen, handelt es sich nicht mehr um eine „einseitige Anpassung der Vertragsbedingungen“ und der Negativzins wäre damit auch bei Bestandskunden rechtens. Weigern Sie sich, diese Vereinbarung zu unterschreiben, könnte die Bank Ihnen kündigen. In diesem Fall empfehlen wir den Wechsel zu einer Bank ohne Netaivzinsen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Negativzinsen

Bei Negativzinsen werden zwei Formen unterschieden. Zum einen negative Realzinsen und zum anderen negative Nominalzinsen.

  • Beim negativen Realzins ist die Inflationsrate höher als der Marktzins für Sparguthaben. Der Zinssatz kann also über 0 % liegen, zum Beispiel bei 1 %. Wenn die Inflationsrate aber 2 % beträgt, dann ist das Ersparte weniger wert, das Geld verliert an Kaufkraft und Sie haben weniger Geld zur Verfügung als vorher.
  • Beim negativen Nominalzins liegt der Zinssatz wirklich im negativen Bereich, also unter 0 %. Dann verringern sich die Gewinne der Banken und die Gefahr von Strafzinsen auf Spareinlagen steigt.

Wie sind Strafzinsen entstanden?

Jahrzehntelang funktionierte das Prinzip des Sparens und der Geldanlage ganz einfach. Sie zahlen Geld ein, zum Beispiel auf ein Sparbuch oder auf ein Festgeldkonto, und bekommen dafür von der Bank Zinsen. Die Höhe der Zinsen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Punkt ist bei der Festsetzung des Zinssatzes der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Leitzins gibt vor, was die Banken selbst an Zinsen zahlen müssen, wenn sie sich Geld von den Zentralbanken der Länder leihen. In den vergangenen Jahren hat die EZB die Leitzinsen immer weiter herabgesetzt, um damit die europäische Wirtschaft anzukurbeln. Der Gedanke hinter der Niedrigzinspolitik: Wenn die Zinsen niedrig sind, dann werden mehr Kredite aufgenommen und dadurch Investitionen gefördert, weil die Banken die günstigen Zinssätze an ihre Kunden weitergeben. Von Banken, die ihr Geld dagegen bunkern und nicht in Form von Krediten an Ihre Kunden weitergeben, verlangt die EZB einen Strafzins. Da in der Praxis aber nicht alle Banken genügend Eigenkapital zur Refinanzierung der vergebenen Kredite haben, geben Sie den Negativzins an Ihre Kunden weiter oder erhöhen bei Girokonten die Kontoführungsgebühren.

Wie können Sie sich gegen Strafzinsen wehren?

Nach einer Umfrage der Bundesbank wären 50 % der Banken bereit, Negativzinsen auf die Einlagen von Privatkunden zu erheben, wenn die Zinsen so niedrig bleiben wie zurzeit. Gefährdet von Negativzinsen sind das Girokonto, das Tagesgeld- und das Festgeldkonto sowie das Sparbuch. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, um möglichen Strafzinsen zu entgehen.

Girokonto kündigen und wechseln

Wenn Sie mit Negativzinsen Ihrer Bank beim Girokonto nicht einverstanden sind, können Sie problemlos Ihr Girokonto kündigen und sich eine andere Bank suchen. So würden nach einer Umfrage des internationalen Online-Marktforschungsinstitutes YouGov übrigens 54 % der Bankkunden vorgehen. Bei der Suche nach einem neuen Girokonto ist ein Girokonto Vergleich hilfreich. So können Sie auf einen Blick sehen, welche Gebühren erhoben werden, wie hoch die Dispozinsen sind und an wie vielen Automaten Sie kostenlos Geld abheben können. In unserem Ratgeberartikel zeigen wir Ihnen ausführlich, wie Sie beim Girokonto Wechseln am besten vorgehen und was Sie alles beachten müssen. 

Tagesgeldkonto auflösen

Auch ein Tagesgeldkonto kann von Negativzinsen betroffen sein, weil der Zinssatz jederzeit von den Banken geändert werden kann. Der Tagesgeldzins könnte also unter 0 % sinken. In diesem Fall ist ein Wechsel Ihres Tagesgeldkontos jederzeit von einem Tag zum anderen möglich. Es bestehen keine Kündigungsfristen. Falls ein Freistellungsauftrag besteht, sollten Sie diesen unbedingt kündigen und auf Ihrem neuem Tagesgeldkonto einrichten. Bei der Suche nach einem besser verzinsten Tagesgeldkonto hilft Ihnen unserer Tagesgeld Vergleich weiter.

Laufzeit beim Festgeldkonto beachten

Der Vorteil eines Festgeldkontos ist, dass die Bedingungen, zu denen Sie Ihr Geld anlegen, für die Laufzeit des Vertrages festgelegt sind. Die Bank kann also nicht einfach den Zinssatz verändern und einen Negativzins erheben. Wenn die Laufzeit Ihres Vertrages allerdings endet, ist das unter Umständen möglich. Dabei müssen zwei Varianten unterschieden werden:

  • Am Ende der Laufzeit des Vertrages wird das Festgeldkonto aufgelöst und Ihnen wird die Sparsumme mit dem erzielten Gewinn ausgezahlt. In diesem Fall müssen Sie sich keine Sorgen um Negativzinsen machen.
  • Am Ende der Laufzeit verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um den gleichen Zeitraum (Prolongation) und die Zinsen werden den aktuellen Bedingungen angepasst. In diesem Fall könnte Ihre Bank Strafzinsen von Ihnen verlangen. Dann können Sie aber das Festgeldkonto zum Ende der vorherigen Laufzeit kündigen und der angesparte Betrag wird Ihnen ausgezahlt. Die Kündigungsfristen können je nach Anlagedauer sehr unterschiedlich sein, sie können wenige Tage aber auch 3 Monate betragen. Die genauen Fristen finden Sie in Ihren Vertragsunterlagen. Am sichersten ist eine schriftliche Kündigung, die Sie per Einschreiben abschicken. Aktuelle Festgeldzinsen und Informationen zur Kündigung eines Festgeldkontos finden Sie in unserem Festgeld Vergleich

Bessere Anlagen als das Sparbuch nutzen

Das Sparbuch ist in Deutschland immer noch beliebt, obwohl es nur noch sehr geringe Zinsen von unter 0,1 % einbringt. Wenn Sie die Inflationsrate bedenken, die deutlich darüberliegt, machen Sie beim Sparen mit dem Sparbuch sogar Verluste. Daher wird – auch unabhängig von möglichen Negativzinsen – empfohlen, bestehende Sparbücher aufzulösen und sich eine lukrativere Form des Sparens zu suchen, wie zum Beispiel ein Festgeldkonto. Bei der Kündigung eines Sparbuches bestehen in den meisten Fällen Kündigungsfristen von drei Monaten. Erst danach können Sie frei über Ihr Geld verfügen.

Ausweichen auf Geldanlagen ohne Negativzinsen

Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung würde sich knapp die Hälfte aller Kontonutzer in Deutschland neue Geldanlagen suchen, wenn ihre Bank Negativzinsen berechnen würde. Aber Investitionen mit einer hohen Renditechance besitzen auch ein erhöhtes Risiko. Zu den Alternativen, die nicht vom Negativzins betroffen sind, gehören:

Ausführliche Informationen zu Gewinnerwartungen und Risiken der verschiedenen Anlageformen finden Sie in unseren Anlagetipps.

Verbraucher bekommen Geld bei Kreditaufnahme

Niedrige Zinsen können auch zu kuriosen Entwicklungen führen. So be­kom­men Kun­den bei kurz­fris­tigen Aktio­nen sogar Geld ge­schenkt, wenn sie Kre­dite aufnahmen. Wer einen Kredit in Höhe von 1.000 € auf­nimmt, der muss in diesem Fall nur 993,70 € zurück­zahlen. Dieses Ange­bot ent­spricht einem Nega­tiv­zins für den Kredit von 0,4 %. Dies­mal zu­guns­ten der Verbraucher.

Muss bald jeder bei seinem Konto Negativzinsen bezahlen?

Nein, soweit wird es voraussichtlich nicht kommen. Die Frage nach dem Ende der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die die Ursache für die Negativzinsen der Banken ist, ist allerdings nicht eindeutig zu beantworten. Es kann passieren, dass der Leitzins weiterhin bei 0 % bleibt. In diesem Fall steigt die Gefahr, dass weitere Banken Strafzinsen erheben.

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