Negativzinsen fressen Ihr Erspartes auf – was tun gegen die Strafzinsen?

Warum es sie gibt und welche Banken Negativzinsen verlangen

- Anzeige -

Wertpapierdepot

150 EUR

Anlage-Booster

Vermögensaufbau mit bis zu 150 EUR Anlage-Booster
  • Kostenloses Depot für 3 Jahre*
  • 100 ETF-Sparpläne für 12 Monate ohne Ausführungsgebühr*
  • Fonds mit bis zu 100 % Rabatt

*Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Seite des Anbieters.

- Anzeige -

Alternative zu Negativzinsen

Servicegebühr schon ab

0,38 % p.a.

ab 25 € pro Monat

Negativzinsen vermeiden mit ETF-Sparplan
  • welt­weite Geld­an­lage mit attrak­ti­ver Rendite­chan­ce
  • schon ab 500 € ein­ma­lig oder Spar­plan ab 25 € pro Monat
  • für Neukunden: 1 Monat gebühren­frei

Newsticker – Aktuelles zu Negativzinsen

  • 23. Mai 2022 +++ Negativzinsen vor dem Aus

    +++ die Erhöhung des Leitzines der EZB im Juli wird immer wahrscheinlicher +++ das erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde +++ damit könnte die Ära des negativen Einlage­zinses auf europäischer Ebene bis zum Spät­sommer beendet werden +++ diese Zins­erhöhung könnte voraus­sichtlich die Abschaffung der Strafzinsen für Bankkunden beschleunigen +++

  • 11. Mai 2022 +++ ING streicht Negativzinsen für Sparer

    +++ die ING erhöht zum 1. Juli die Freibeträge für Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten +++ Negativzinsen müssen dann erst ab einem Guthaben von 500.000 € gezahlt werden +++ bisher lag die Grenze bei 50.000 € +++ außerdem können Neukunden ab dem 1. Juli wieder Tagesgeldkonten eröffnen +++ damit reagiert die größte deutsche Direktbank auf das gestiegene Zinsniveau +++ Experten erwarten, dass weitere Banken folgen +++

  • 8. März 2022 +++ Consorsbank hat Negativzinsen eingeführt

    +++ die Consorsbank hat ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 % eingeführt +++ es gilt für alle Konten, die seit dem 8. März beantragt werden +++ die Negativzinsen müssen ab einem Guthaben von 50.000 € auf Giro- und Tagesgeldkonten sowie ab 100.000 € auf Verrechnungskonten gezahlt werden +++ auf Kunden mit bestehenden Konten wird die Bank im 2. Quartal 2022 separat zugehen +++

  • 16. Februar 2022 +++ Gerichtsurteil: Bank darf mit Kündigung drohen

    +++ die Volksbank Welzheim darf ihren Kunden mit Kündigung drohen, wenn sie nicht auf die Rückerstattung zu viel gezahlter Gebühren verzichten +++ das entschied das Landgericht Stuttgart +++ die Volksbank hatte ca. 7000 Kunden angeschrieben, dass sie die Girokonten kündigen werde, wenn die Kunden zu Unrecht verlangte Gebühren zurückfordern würden +++ das sei rechtens, so das Gericht, da die Bank grundsätzlich das Recht habe, ihren Kunden zu kündigen +++ die Verbraucherzentrale kündigte Revision an +++

Wo bekomme ich noch Zinsen für mein Termingeld?

Mit unserem Tagesgeld Vergleich und Festgeld Vergleich finden Sie die Konten mit den besten Zinsen.

Was sind Negativzinsen?

Hunderte Banken in Deutschland verlangen von ihren Kunden Zinsen für deren Spareinlagen, sogenannte Negativzinsen. Die Kunden dieser Banken müssen also Zinsen zahlen, wenn sie dort ihr Geld anlegen. Sie werden „bestraft“, deshalb werden Negativzinsen auch Strafzinsen der Bank genannt. Die Banken sprechen gerne schönfärberisch von einem „Verwahrentgelt“.

Den Auftakt machte im Mai 2017 die Volksbank Reutlingen. Als erste Bank in Deutschland hat sie Negativzinsen von 0,5 % eingeführt, die für jeden Sparer ab dem ersten Euro auf ihren Girokonten greifen sollten. In den folgenden Jahren haben viele Banken nachgezogen und Negativzinsen für kleinere Guthaben eingeführt. Meist liegen die Strafzinsen bei 0,5–1 %.

Während sich Sparer über Negativzinsen ärgern, können sich Kreditnehmer freuen. Denn wer sich zu diesen Konditionen Geld von der Bank leiht, muss am Ende der Laufzeit weniger zurückzahlen, als er aufgenommen hat. Solche Angebote gab es in den vergangenen Monaten bereits im Bereich Ratenkredit.

Kommt das Ende der Negativzinsen?

Die ING hat angekündigt zum 1. Juli 2022 die Freibeträge für Sparguthaben deutlich anzuheben. Inhaber von Tagesgeld- und Girokonten müssen dann erst ab einem Guthaben von 500.000 € Negativzinsen zahlen. Nach Angaben der Bank werden damit 99 % aller Sparkunden vom "Verwahrentgelt" befreit. Zuvor haben bereits kleinere Banken wie die Oldenburgische Landesbank und die Volksbank Stendal ihre Freibeträge erhöht. Begründet werden die Maßnahmen mit der Anpassung an das allgemein steigende Zinsniveau in Deutschland. Zudem wird die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich im Sommer den Leitzins erhöhen.  Experten sehen darin eine Tendenz hin zur kompletten Abschaffung von Negativzinsen.

Welche Banken verlangen Negativzinsen von ihren Privatkunden?

Viele Banken verlangen von ihren Privatkunden Negativzinsen. Es handelt sich dabei um überregionale Banken ebenso wie Online-Banken, regional tätige Institute, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Verbraucherschützer bemängeln dabei: In vielen Fällen werden diese Negativzinsen als "Verwahrentgelt" bezeichnet, so dass Kunden auf dem ersten Blick die Zinsen nicht wahrnehmen. In der folgenden Tabelle können Sie die großen überregionalen Banken nachlesen, die den Strafzins eingeführt haben.

Diese überregionalen Banken erheben aktuell Negativzinsen

BankZinssatzBemerkungen
1822direkt- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
BB Bank- 0,5 %ab Guthaben von 200.000 €
BW-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
comdirect- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Commerzbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Consorsbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
DAB BNP Paribas- 0,5 %individuelle Berechnung
Degussa Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Deutsche Bank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Deutsche Skatbank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
DKB- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Donner und Reuschel- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Ebase- 0,5 %ab Guthaben von 1.000 €
Ethikbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Fidor Bank- 0,4 %ab Guthaben von 100.000 €
GLS Bank- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
Hypovereinsbankindividuelle Abspracheteilweise ab 1 €
ING- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Klarna- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Meine Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Merkur Privatbank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
MLP Bank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
Netbank- 0,5 %ab Guthaben von 100.000 €
N26- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Norisbank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Onvista Bank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Postbank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Pro Creditbankab 0,25 %ab Guthaben von 200.000 €
Solarisbank- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
Sparda-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 25.000 €
Targobank10 € - 50 €ab Guthaben von 50.000 €
Triodos Bank- 0,5 %ab Guthaben von 50.000 €
Umweltbank- 0,5 %ab Guthaben von 200.000 €
V-Bank München- 0,5 %ab Guthaben von 500.000 €
Vivid- 0,5 %ab Guthaben von 250.000 €
WEG-Bank- 0,5 %ab Guthaben von 1 €

Quelle: Vergleich.de, Stand: Mai 2022

Darüber hinaus nehmen zahlreiche regionale Genossenschaftsbanken Negativzinsen. Das liegt daran, dass gerade Genossenschaftsbanken stärker von den Einlagen ihrer Genossenschaftsmitglieder abhängig sind und weniger in riskante Kreditgeschäfte investieren als andere Geschäftsbanken. Daher machen sie bei sinkenden Einlagen ihrer Kunden auch höhere Verluste und sind eher gezwungen Negativzinsen zu erheben. In einigen Fällen wird nicht ausdrücklich ein Negativzins erhoben. Da der Zinssatz aber sehr niedrig ist, beziehungsweise bei 0 % liegt und zusätzlich eine Gebühr erhoben wird, wirkt diese Gebühr faktisch wie ein Strafzins.

Die folgende Tabelle zeigt einige der großen Sparkassen, die Negativzinsen von ihren Kunden verlangen.

Diese großen Sparkassen verlangen Negativzinsen

SparkasseZinssatzBemerkungen
Berliner Sparkasse- 0,5 %ab 100.000 €
Frankfurter Sparkasse- 0,5 %ab 100.000 €
Hamburger Sparkasse- 0,5 %ab 50.000 €
Kreissparkasse Köln- 0,5 %ab 100.000 €
Sparkasse Mainz- 0,5 %ab 50.000 €
Stadtsparkasse Dortmund- 0,5 %ab 50.000 €
Sparkasse Duisburg- 0,5 %ab 100.000 €
Sparkasse Köln/Bonn- 0,5 %ab 50.000 €
Sparkasse Leipzig- 0,5 %ab 50.000 €

Quelle: Vergleich.de, Stand: Mai 2022

Hinzu kommen Banken, die Negativzinsen von Unternehmen, Kommunen und Geschäftskunden verlangen.

Gut zu wissen

Wer seiner Bank Strafzinsen für sein Guthaben zahlen soll, erleidet einen finanziellen Verlust. Allerdings kann er diesen Betrag bei seiner Steuerklärung nicht als Verlust angeben, um diesen dann mit Gewinnen anderer Art zu verrechnen. Nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums handelt es sich bei Negativzinsen nicht um Zinsen im Sinne des Gesetzes, sondern um eine Gebühr. Und diese sei bereits über den Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 € jährlich abgegolten, so das Ministerium in einer Mitteilung.

Negativzinsen für Neu- und Bestandskunden

Negativzinsen für Sparer sind nur bei Neuverträgen zulässig. Das entschied das Landgericht Tübingen am 08.12.2017. Wer bereits ein Konto besitzt, darf nicht mit Negativzinsen belastet werden. Eine nachträgliche einseitige Anpassung der Vertragsbedingungen ist bei Bestandskunden unzulässig. Bei Neu­kunden sei dies anders: Sie würden sich bewusst auf die entsprechenden Konditionen einlassen. 

Um dem Urteil zu entsprechen, werden aktuell viele Bankkunden von ihren Geldinstituten angeschrieben und dazu aufgefordert, neuen Preismodellen (die oft einen Negativzins enthalten) schriftlich zuzustimmen. Sollte ein Kunde dem zustimmen, handelt es sich nicht mehr um eine „einseitige Anpassung der Vertragsbedingungen“ und der Negativzins wäre damit auch bei Bestandskunden rechtens. Weigern Sie sich, diese Vereinbarung zu unterschreiben, könnte die Bank Ihnen kündigen. In diesem Fall empfehlen wir den Wechsel zu einer Bank ohne Netaivzinsen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Negativzinsen

Bei Negativzinsen werden zwei Formen unterschieden. Zum einen negative Realzinsen und zum anderen negative Nominalzinsen.

  • Beim negativen Realzins ist die Inflationsrate höher als der Marktzins für Sparguthaben. Der Zinssatz kann also über 0 % liegen, zum Beispiel bei 1 %. Wenn die Inflationsrate aber 2 % beträgt, dann ist das Ersparte weniger wert, das Geld verliert an Kaufkraft und Sie haben weniger Geld zur Verfügung als vorher.
  • Beim negativen Nominalzins liegt der Zinssatz wirklich im negativen Bereich, also unter 0 %. Dann verringern sich die Gewinne der Banken und die Gefahr von Strafzinsen auf Spareinlagen steigt.

Wie sind Strafzinsen entstanden?

Jahrzehntelang funktionierte das Prinzip des Sparens und der Geldanlage ganz einfach. Sie zahlen Geld ein, zum Beispiel auf ein Sparbuch oder auf ein Festgeldkonto, und bekommen dafür von der Bank Zinsen. Die Höhe der Zinsen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Punkt ist bei der Festsetzung des Zinssatzes der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Leitzins gibt vor, was die Banken selbst an Zinsen zahlen müssen, wenn sie sich Geld von den Zentralbanken der Länder leihen. In den vergangenen Jahren hat die EZB die Leitzinsen immer weiter herabgesetzt, um damit die europäische Wirtschaft anzukurbeln. Der Gedanke hinter der Niedrigzinspolitik: Wenn die Zinsen niedrig sind, dann werden mehr Kredite aufgenommen und dadurch Investitionen gefördert, weil die Banken die günstigen Zinssätze an ihre Kunden weitergeben. Von Banken, die ihr Geld dagegen bunkern und nicht in Form von Krediten an Ihre Kunden weitergeben, verlangt die EZB einen Strafzins. Da in der Praxis aber nicht alle Banken genügend Eigenkapital zur Refinanzierung der vergebenen Kredite haben, geben Sie den Negativzins an Ihre Kunden weiter oder erhöhen bei Girokonten die Kontoführungsgebühren.

Wie können Sie sich gegen Strafzinsen wehren?

Nach einer Umfrage der Bundesbank wären 50 % der Banken bereit, Negativzinsen auf die Einlagen von Privatkunden zu erheben, wenn die Zinsen so niedrig bleiben wie zurzeit. Gefährdet von Negativzinsen sind das Girokonto, das Tagesgeld- und das Festgeldkonto sowie das Sparbuch. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, um möglichen Strafzinsen zu entgehen.

Girokonto kündigen und wechseln

Wenn Sie mit Negativzinsen Ihrer Bank beim Girokonto nicht einverstanden sind, können Sie problemlos Ihr Girokonto kündigen und sich eine andere Bank suchen. So würden nach einer Umfrage des internationalen Online-Marktforschungsinstitutes YouGov übrigens 54 % der Bankkunden vorgehen. Bei der Suche nach einem neuen Girokonto ist ein Girokonto Vergleich hilfreich. So können Sie auf einen Blick sehen, welche Gebühren erhoben werden, wie hoch die Dispozinsen sind und an wie vielen Automaten Sie kostenlos Geld abheben können. In unserem Ratgeberartikel zeigen wir Ihnen ausführlich, wie Sie beim Girokonto Wechseln am besten vorgehen und was Sie alles beachten müssen. 

Tagesgeldkonto auflösen

Auch ein Tagesgeldkonto kann von Negativzinsen betroffen sein, weil der Zinssatz jederzeit von den Banken geändert werden kann. Der Tagesgeldzins könnte also unter 0 % sinken. In diesem Fall ist ein Wechsel Ihres Tagesgeldkontos jederzeit von einem Tag zum anderen möglich. Es bestehen keine Kündigungsfristen. Falls ein Freistellungsauftrag besteht, sollten Sie diesen unbedingt kündigen und auf Ihrem neuem Tagesgeldkonto einrichten. Bei der Suche nach einem besser verzinsten Tagesgeldkonto hilft Ihnen unserer Tagesgeld Vergleich weiter.

Laufzeit beim Festgeldkonto beachten

Der Vorteil eines Festgeldkontos ist, dass die Bedingungen, zu denen Sie Ihr Geld anlegen, für die Laufzeit des Vertrages festgelegt sind. Die Bank kann also nicht einfach den Zinssatz verändern und einen Negativzins erheben. Wenn die Laufzeit Ihres Vertrages allerdings endet, ist das unter Umständen möglich. Dabei müssen zwei Varianten unterschieden werden:

  • Am Ende der Laufzeit des Vertrages wird das Festgeldkonto aufgelöst und Ihnen wird die Sparsumme mit dem erzielten Gewinn ausgezahlt. In diesem Fall müssen Sie sich keine Sorgen um Negativzinsen machen.
  • Am Ende der Laufzeit verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um den gleichen Zeitraum (Prolongation) und die Zinsen werden den aktuellen Bedingungen angepasst. In diesem Fall könnte Ihre Bank Strafzinsen von Ihnen verlangen. Dann können Sie aber das Festgeldkonto zum Ende der vorherigen Laufzeit kündigen und der angesparte Betrag wird Ihnen ausgezahlt. Die Kündigungsfristen können je nach Anlagedauer sehr unterschiedlich sein, sie können wenige Tage aber auch 3 Monate betragen. Die genauen Fristen finden Sie in Ihren Vertragsunterlagen. Am sichersten ist eine schriftliche Kündigung, die Sie per Einschreiben abschicken. Aktuelle Festgeldzinsen und Informationen zur Kündigung eines Festgeldkontos finden Sie in unserem Festgeld Vergleich

Bessere Anlagen als das Sparbuch nutzen

Das Sparbuch ist in Deutschland immer noch beliebt, obwohl es nur noch sehr geringe Zinsen von unter 0,1 % einbringt. Wenn Sie die Inflationsrate bedenken, die deutlich darüberliegt, machen Sie beim Sparen mit dem Sparbuch sogar Verluste. Daher wird – auch unabhängig von möglichen Negativzinsen – empfohlen, bestehende Sparbücher aufzulösen und sich eine lukrativere Form des Sparens zu suchen, wie zum Beispiel ein Festgeldkonto. Bei der Kündigung eines Sparbuches bestehen in den meisten Fällen Kündigungsfristen von drei Monaten. Erst danach können Sie frei über Ihr Geld verfügen.

Ausweichen auf Geldanlagen ohne Negativzinsen

Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung würde sich knapp die Hälfte aller Kontonutzer in Deutschland neue Geldanlagen suchen, wenn ihre Bank Negativzinsen berechnen würde. Aber Investitionen mit einer hohen Renditechance besitzen auch ein erhöhtes Risiko. Zu den Alternativen, die nicht vom Negativzins betroffen sind, gehören:

Ausführliche Informationen zu Gewinnerwartungen und Risiken der verschiedenen Anlageformen finden Sie in unseren Anlagetipps.

Verbraucher bekommen Geld bei Kreditaufnahme

Niedrige Zinsen können auch zu kuriosen Entwicklungen führen. So be­kom­men Kun­den bei kurz­fris­tigen Aktio­nen sogar Geld ge­schenkt, wenn sie Kre­dite aufnahmen. Wer einen Kredit in Höhe von 1.000 € auf­nimmt, der muss in diesem Fall nur 993,70 € zurück­zahlen. Dieses Ange­bot ent­spricht einem Nega­tiv­zins für den Kredit von 0,4 %. Dies­mal zu­guns­ten der Verbraucher.

Muss bald jeder bei seinem Konto Negativzinsen bezahlen?

Nein, soweit wird es voraussichtlich nicht kommen. Im Gegenteil: Erste Banken beginnen seit Frühjahr 2022 die Freibeträge für Sparguthaben zu erhöhen. Damit müssen weniger Kunden als bisher Negativzinsen bezahlen. Ein Ende der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die die Ursache für die Negativzinsen der Banken ist, ist aufgrund der hohen Inflation in Sicht. Wenn der Leitzins erhöht wird, werden wohl weitere Banken die Freibeträge deutlich erhöhen oder ihr "Verwahrentgelt" ganz abschaffen.

    Geld anlegen im Ausland

    Wer Geld sparen will, hat es in Zeiten von Minizinsen schwer. Fremdwährungs­konten locken mit Sparzinsen von bis zu 7 %. Doch wie sicher ist das Geld auf den Sparkonten in ausländischer Währung?

    Sparkonto im Ausland
    Die besten Wertpapierdepots 2022

    Ob Aktien oder ETFs – für Ihre Wertpapiere benötigen Sie das passende Aktiendepot mit möglichst geringen Gebühren. Mit unserem Depot Vergleich finden Sie die günstigsten Depots am Markt.

    Depot Vergleich
    Top-Rendite mit Tagesgeld

    Mit einer Tagesgeldanlage profitieren Sie von hohen Zinserträgen und haben trotzdem jederzeit Zugriff auf Ihr Erspartes. Finden Sie mit unserem Tagesgeld Vergleich Ihr persönliches Tagesgeldkonto mit Top-Zins!

    Tagesgeld Vergleich