- Aktueller Leitzins: Die EZB hat im Juni 2026 den europäischen Leitzins erhöht. Der Einlagenzins liegt nun bei 2,25 % und der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 %. Die Zinsentscheidung hat Auswirkungen auf Zinsen, die Sie für Kredite zahlen und die Sie als Sparer erhalten.
- Bei Baufinanzierungen sind die steigenden Leitzinsen in der Regel schon in die Bauzinsen eingepreist.
- Ratenkredite könnten teurer werden. Banken passen ihre Kreditzinsen für klassische Verbraucherkredite an die Leitzinsentwicklung an.
- Sparen lohnt sich bei steigenden Leitzinsen mehr, weil die Zinsen für Geldanlagen ebenfalls steigen. Das gilt sowohl für Tages- und Festgeld als auch für andere festverzinslichte Geldanlagen.
Was ist der Leitzins?
Mit dem Leitzins bestimmt die EZB, zu welchen Konditionen Banken sich Geld bei ihr leihen können. Je niedriger der Leitzins, desto günstiger erhalten Banken Kredit bei der EZB. Zu den Hauptaufgaben der EZB gehört es, die Stabilität des Euro zu gewährleisten und die wirtschaftliche Lage der EU-Länder zu überwachen. Mit einem niedrigen Leitzins hilft die EZB der Wirtschaft auf die Sprünge: Mit günstigen Krediten erhöht sie die im Umlauf befindliche Geldmenge und regt zu Investitionen an. Ein hoher Leitzins schwächt dagegen die Wirtschaft, wirkt aber gegen eine hohe Inflationsrate.
Wie hoch ist der aktuelle EZB-Leitzins?
Die EZB hat im Juni 2026 beschlossen, die Leitzinsen erstmals seit fast 3 Jahren zu erhöhen. Der Einlagenzins beträgt jetzt 2,25 % und der Hauptrefinanzierungssatz 2,40 %.
Es war die erste Zinserhöhung seit September 2023. Zuvor sanken die Zinsen oder wurden auf einem stabilen Niveau gehalten. Die Zinserhöhung ist eine Reaktion auf die gestiegene Inflationsrate in der Eurozone. Sie liegt im Mai 2026 bei 3,2 %.
Warum hebt oder senkt die EZB den Leitzins?
Die EZB hat die ideale Inflationsrate permanent im Blick und ist darauf bedacht, die Wirtschaft durch Maßnahmen wie die Erhöhung oder Absenkung des Leitzinses im Gleichgewicht zu halten. Es ist Balanceakt, der viel Fingerspitzengefühl erfordert, weil ein hoher Leitzins zwar eine Inflation eindämmen kann, aber immer auch die Gefahr einer Rezession mit sich bringt.
Leitzinserhöhungen in wirtschaftlich guten Zeiten
Floriert die Wirtschaft, tendiert die EZB zu einem höheren Leitzinssatz und entzieht dem Wirtschaftskreislauf Geld, um zum Sparen für schlechtere Zeiten zu animieren. Auch wenn die Inflation zu hoch ist, kann die EZB die Leitzinsen erhöhen. Banken müssen dann selbst höhere Zinsen an die EZB zahlen und verlangen als Folge höhere Kreditzinsen von ihren Kunden.
Gleichzeitig benötigen die Banken aber andere – nämlich günstigere – Geldquellen, um ihr Tagesgeschäft zu bestreiten, das Weiterverleihen von Geld. Die Lösung: Sie bieten höhere Zinsen auf Geldanlagen, was viele Sparer anlockt. Die Anleger tragen vermehrt ihr Geld zur Bank, weil sie eine gute Rendite bekommen. Dieses Geld verleiht die Bank weiter. An der Differenz zwischen den Einlagenzinsen, die sie Kunden zahlen muss, und den Kreditzinsen, die sie einnimmt, verdient die Bank.
gut laufende Wirtschaft = höhere Leitzinsen = höhere Kreditzinsen und höhere Geldanlagezinsen
Leitzinssenkungen in wirtschaftlich schlechten Zeiten
Sinken die Preise von Konsumgütern, wird das Geld wertvoller. Investitionen nehmen ab (weil sie auf die Zukunft mit noch günstigeren Preisen verschoben werden), die Deflationsgefahr steigt. Dies spiegelt sich in einer zu niedrigen Inflationsrate wider, was von 2013 bis Ende 2021 in der EU zu beobachten war. Die EZB musste gegensteuern, den Leitzins absenken und Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen. Die Medien bescheinigten ihr deshalb eine „expansive Geldpolitik“, also eine Geldpolitik, die auf Expansion bedacht ist.
Mit einem niedrigen Leitzins wollte die EZB wieder zu Investitionen animieren. Banken liehen sich günstig Geld bei der EZB und boten Kunden daraufhin niedrig verzinste Kredite. Im Gegenzug haben sie es nicht mehr nötig, Geldmittel über Geldanlagen einzunehmen.
Mit dieser Situation sahen sich Verbraucher lange Zeit konfrontiert: Kredite und Baufinanzierungen aufzunehmen, war attraktiv, sparen hingegen unrentabel. Mit der hohen Inflationsrate und einer Anhebung des Leitzinses der EZB ändert sich nun die Situation. Baukredite könnten teurer werden, Zinsen für Tages- und Festgeld steigen.
schwächelnde Wirtschaft = niedrigere Leitzinsen = niedrigere Kreditzinsen und niedrigere Geldanlagezinsen
Entwicklung des EZB-Leitzinses und Prognose für 2026
Die EZB hatte den Leitzins im Juli 2022 erstmal seit Jahren um 0,5 Prozentpunkte erhöht. Mit jeweils 0,75 Prozentpunkten fielen auch die folgenden Anhebungen im September und im Oktober sehr hoch aus. Mit den etwas niedrigeren Zinsschritten von 0,25 Prozentpunkten im Juni, Juli und August 2023 bremste die EZB ihren Kurs bereits etwas ab. Von Oktober 2023 bis Juni 2024 legte die EZB eine Zinspause ein. Die Zinssenkungen ab Sommer 2024 waren eine Reaktion auf die zurückgehende Inflation. Erst im Juni 2026 kam es wieder zu einer Zinserhöhung, Ursache war eine erneut ansteigende Inflation. Experten halten weitere Zinserhöhungen 2026 für möglich.
Jede Entscheidung birgt ein Dilemma: Auf der einen Seite steht die sehr hohe Inflation, auf der anderen Seite die unsichere wirtschaftliche Lage innerhalb der EU. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, steht die Konjunktur auf wackeligen Beinen. Höhere Kreditzinsen könnten eine Regression bewirken, also ein Stagnieren des Wirtschaftswachstums.
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Ein Diagramm, das die Entwicklung des Einlagezinssatzes der EZB innerhalb der letzten 3 Jahre zeigt. 2022 lag der Einlagezinssatz deutlich unter 1 %. Er stieg bis zum Herbst 2023 auf 4 % an. Erst im Juli 2024 sank der Zinssatz auf 3,75 %. Die Zinssenkungen gingen bis zum Juni 2025 auf einen Stand von 2,0 % weiter. Die Quelle der Daten ist die Bundesbank.
Der Leitzins ist nicht das einzige Mittel der EZB zur Regulierung. In den vergangenen Jahren lief ein billionenschweres Anleihekaufprogramm. Durch den Zukauf von Staatsanleihen griff die EZB wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten mit günstigen Krediten unter die Arme und pumpte damit viel Geld in den Kapitalmarkt.
Wie hat sich der EZB-Leitzins seit 2000 historisch entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 hat der Leitzins einige Höhen- und Tiefflüge erlebt. Gestartet war er mit der Einführung des Euro als Buchgeld am 1. Januar 1999 bei 2,0 % und dann direkt auf den bisherigen Höchststand von 3,75 % angestiegen. Damals führten Energiepreissteigerungen und die Ausbreitung von Tierseuchen wie Rinderwahn zu einer hohen Inflation. 2001 sank der Leitzins wieder bis auf 1,0 % im Juni 2003.
Auch zwischen 2006 und 2008 zwangen hohe Energie- und Lebensmittelkosten die EZB zum Handeln. Nachdem sie erst im Juli 2008 den Zins auf 3,25 % angehoben hatte, begann kurz darauf mit dem Konkurs der US-Bank Lehman Brothers die weltweite Finanzkrise. Ab Oktober 2008 musste der Zins schrittweise sinken, bis er im Mai 2013 nur noch bei 0 % lag. Das sollte einen Beitrag zur Finanzstabilität leisten.
2014 senkte die EZB den Zins dann sogar auf unter 0 %. Mit der ultralockeren Geldpolitik sollte die Konjunktur unterstützt und die Inflation angeschoben werden, die damals unter dem Zielwert von 2,0 % lag. Im Sommer 2022 endete diese gut 6 Jahre andauernde Phase. Vom Sommer 2024 ab haben die Währungshüter den Leitzins gesenkt oder auf einem stabilen Niveau gehalten. Erst im Juni 2026 kam es wieder zu einer Anhebung der Leitzinsen.
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Ein Diagramm, das die langfristige Entwicklung des Einlagezinssatzes zeigt. 1999 lag er bei 2 %, stieg dann bis 2001 auf knapp 4 % an. In den folgenden Jahren sank der Einlagezinssatz bis auf 1 %, um bis 2009 erneut bis 3,25 % zu steigen. Danach folgten Jahre mit sehr niedrigen Zinsen. Teilweise, von 2014-2022, gab es sogar Minuszinsen. 2022 kam es zu einem sprunghaften Anstieg bis auf 4 %. Seit 2024 sank der Einlagezinssatz wieder. Im Juni 2025 betrug er 2,0 %. Die Quelle der Daten ist die Bundesbank.
EZB erhöht die Leitzinsen
Heike Kevenhörster
Vergleich.de Expertin für Geldanlagen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum ersten Mal seit 2023 beschlossen, die Leitzinsen in der Eurozone heraufzusetzen. Die Anhebung fiel mit 0,25 Prozentpunkten moderat aus. Zuvor hatten die Währungshüter das Zinsniveau sieben Mal hintereinander unangetastet gelassen.
Mit ihrer aktuellen Entscheidung reagieren die Währungshüter auf die Teuerung im Euroraum, die im Zuge des Irankriegs angezogen hat. Im Mai 2026 betrug die Inflationsrate 3,2 %. Dies ist der höchste Wert seit 2023.
Nach der Leitzinsanhebung erhalten Banken 2,25 % Zinsen, wenn sie Gelder bei der EZB parken. An diesem Zinssatz orientieren sich die Geldinstitute u. a. bei ihren Angeboten für Tagesgeldzinsen für Privatkunden. Sparer können daher leicht steigende Habenzinsen erwarten.
Leihen sich Geschäftsbanken für eine Woche Geld bei der EZB, zahlen sie dafür jetzt 2,40 % Zinsen – 25 Basispunkte mehr als zuvor. Diese Kosten geben Banken und Sparkassen in Form von höheren Kreditzinsen an ihre Kunden weiter. Darlehen werden für Verbraucher durch die angehobenen Leitzinsen voraussichtlich etwas teurer.
Dies gilt auch für Baufinanzierungen. Die Kosten für Immobiliendarlehen hängen zudem von den Renditen für langfristige Staatsanleihen und Pfandbriefe ab. Steigen diese, z. B. aufgrund von erhöhter Inflationserwartung und Staatsverschuldung, werden auch Baukredite für Häuslebauer belastender. Viele Experten rechnen mit einer Anhebung der Bauzinsen im weiteren Verlauf des Jahres.
Die nächste Zinsentscheidung der EZB steht am 23. Juli 2026 an. Ob das Gremium dann erneut die Leitzinsen anhebt, wird von der weiteren Entwicklung der Verbraucherpreise abhängen. Ein Andauern des Irankrieg mit blockierten Lieferwegen im Nahen Osten führt möglicherweise zu deutlichen Preisanstiegen für Energie. Zusätzlich zu ungeklärten geopolitische Konflikte können auch Zölle die Geldentwertung weiter nach oben treiben. Die EZB strebt eine Inflationsrate von 2 % an.
Wie wirkt sich der Leitzins auf die Bauzinsen aus?
Für Baufinanzierungen leihen Banken sich ihre Geldmittel in der Regel nicht direkt bei der EZB. In diesem Bereich bestreiten sie die Refinanzierung über Pfandbriefe. Deshalb hat der Leitzinssatz normalerweise nur indirekte Auswirkungen auf die Baufinanzierungszinsen. Er gibt aber das generelle Zinsniveau vor, was sich auch auf Baudarlehen niederschlägt. Genau genommen entwickeln sich die Bauzinsen in der Regel sogar schneller als der Leitzins: Da die EZB ihre Maßnahmen schon im Vorfeld anzukündigen pflegt, reagieren die Märkte bereits. Sie nehmen eine gewisse Erwartungshaltung an und preisen die angekündigte Leitzinsänderung ein. Die Bauzinsen beginnen also, sich in die entsprechende Richtung zu entwickeln, lange bevor die Leitzinsänderung getätigt wird.
Aktuelle Angebote für verschiedene Laufzeiten sehen Sie in der folgenden Tabelle.
Bauzins-Tabelle: Unsere aktuell besten Bauzinsen bei unterschiedlicher Zinsbindung
Tagesaktuelle Zinskondition:
Auch das Anleihekaufprogramm der EZB hat die Höhe der Bauzinsen beeinflusst
Das Anleihekaufprogramm hat direktere Auswirkungen auf die Bauzinsen als der Leitzins: Nachdem die EZB das Kaufprogramm 2018/19 wie angekündigt erst gedrosselt und dann beendet hatte, sank die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen. Um wieder Anleger anzuziehen, stiegen die Zinsen der Staatsanleihen. Die Zinsen der Pfandbriefe orientierten sich daran und reagierten ebenfalls mit steigenden Zinsen, was die Bauzinsen steigen ließ. Als das Anleihekaufprogramm der EZB im Herbst 2019 wieder ins Laufen gebracht wurde, gingen die Bauzinsen wieder nach unten.
Zuletzt hat die EZB angekündigt, ihre Anleihebestände schneller abzubauen als geplant.
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Wie beeinflusst der EZB-Leitzins die Bauzinsen?
- Je höher der EZB-Leitzins, desto geringer die Nachfrage nach Staatsanleihen.
- Sinkt die Nachfrage nach Staatsanleihen, steigt deren Zins.
- Staatsanleihen geben das Zinsniveau für Pfandbriefe vor.
- Banken refinanzieren Immobilienkredite über den Handel mit Pfandbriefen.
- 0,5-0,7 % Aufschlag der Banken auf den Pfandbriefzins als Risiko- & Gewinnmarge.
So verteuert sich die Baufinanzierung, wenn die Bauzinsen steigen
Im ersten Halbjahr 2022 sind die Zinsen für Baufinanzierung so schnell angestiegen wie nie zuvor. Seit Ende 2021 haben sie sich nahezu vervierfacht. Mittelfristig kann es aufgrund der Unsicherheiten auf den Finanzmärkten immer wieder zu Ausschlägen nach unten und oben kommen. Eine Beispielrechnung soll zeigen, welchen finanziellen Unterschied ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten machen kann. Als Berechnungsgrundlage nutzen wir eine Finanzierung für ein Objekt mit einem Kaufpreis von 450.000 €, einer Darlehenshöhe von 320.000 €, einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 2,0 %.
Vergleich der Zinskosten einer Baufinanzierung über 320.000 € bei unterschiedlichen Zinsen
| 2,5 % p.a. | 3,0 % p.a. | |
|---|---|---|
| Monatliche Rate | 1.200 € | 1.333 € |
| Zinskosten | 71.374,97 € | 85.471,31 € |
| Restschuld nach 10 Jahren | 247.374,97 € | 245.471,71 € |
Folgende Ergebnisse werden deutlich: Durch einen um 0,5 Prozentpunkte höheren Sollzins steigt die monatliche Rate um 133 €. Der höhere Sollzins schlägt sich aber vor allem auf die gesamten Zinskosten nieder: Mit einem Zinssatz von 2,5 % zahlen Immobilienkäufer im Laufe der 10-jährigen Zinsbindung insgesamt gut 14.000 € weniger Zinsen. Hinter einem auf den ersten Blick geringen Unterschied beim Zinssatz verbirgt sich also ein hohes Sparpotenzial!
Wie wirkt sich der Leitzins auf die Ratenkredite 2026 aus?
Die Zinsen von Ratenkrediten sind derzeit stabil. Im Gegensatz zu den Baufinanzierungszinsen werden sie sehr direkt vom EZB-Leitzins beeinflusst. Je niedriger der Leitzins, umso bessere Refinanzierungsbedingungen finden Banken bei der EZB vor. Diesen Vorteil reichen sie meist unmittelbar an ihre Kunden weiter. Im Umkehrschluss hat ein sinkender Leitzins zeitnah geringere Kreditzinsen zur Konsequenz. Die Zinsanhebung vom Juni 2026 kann Kreditzinsen im Gegenzug nach oben drücken. Viele Banken haben die Zinserhöhung aber bereits in Ihren Kreditangeboten vorweggenommen und die Zinsen schon leicht angehoben.
Diese fünf Banken haben die niedrigsten Zinsen
Quelle: Ratenkredit Vergleich, Vergleich.de, Stand: 20.05.2026
Haben Sie größere Anschaffungen vor und wollen dafür einen Kredit aufnehmen? Z. B. eine Autofinanzierung, neue Möbel für Ihre Wohnung oder eine Modernisierung? Wenn Sie davon ausgehen, dass die Zinsen im Laufe des Jahres wieder leicht sinken werden, dann warten Sie noch ein wenig mit der Kreditaufnahme.
Wie wirkt sich der Leitzins auf Geldanlagen wie Tagesgeld und Festgeld aus?
Bei Geldanlagen haben sich Sparer eine Zeitlang über niedrige Zinsen geärgert: Anlagen wie Tagesgeld oder Festgeld wurden mit den Leitzinssenkungen unattraktiver verzinst. Denn in Zeiten niedriger Zinsen gilt: Es lohnt sich für die Banken weniger, Geld bei Anlegern zu leihen. Deshalb haben sie die Zinsen für ihre Geldanlagen verringert.
Damit ist erst einmal Schluss. Ein höherer Leitzins führt zu steigenden Sparzinsen. Experten halten für 2026 ein weiter steigendes Zinsniveau für möglich.
Die EZB hat den Einlagensatz im Juni 2026 auf 2,25 % erhöht. Damit ist das generelle Zinsniveau immer noch gut. Parken Sie Geld, das Sie im Alltag nicht benötigen, aber als Rücklage täglich griffbereit halten wollen, jetzt unbedingt auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto. So schmälern Sie die Geldentwertung durch die Inflation. Hohe Zinsen erhalten Sie auch für Festgeld mit langer Laufzeit. Eröffnen Sie ein solches Festgeldkonto jedoch nur, wenn Sie sicher sind, während der Laufzeit nicht an Ihr Geld zu müssen.
Fazit: Der EZB-Leitzins ist des einen Freud, des anderen Leid
Die EZB hat im Juni 2026 die Zinswende hin zu steigenden Zinsen eingeleitet. Zuvor waren die Baufinanzierungszinsen aufgrund der hohen Inflation und gestiegenen Zinsen für Staatsanleihen und Pfandbriefe schon leicht gestiegen. Auch die Ratenkreditzinsen sind leicht gestiegen. Sparer profitierten dagegen von höheren Zinsen auf Tages- und Festgeld. Der nun eingeschlagene Weg, der voraussichtlich mit weiteren Zinserhöhungen beschritten wird, macht sich mit steigenden Zinsen bei Krediten und Spareinlagen bemerkbar.