Geldanlage und Altersvorsorge: So sparen Sie für die Rente

Die gesetz­liche Renten­versiche­rung allein reicht für die meis­ten Deut­schen im Al­ter nicht aus. Im Schnitt feh­len Rent­nern laut Deutschem Institut für Altersvorsorge 794 € monat­lich. Wir zeigen Ihnen 9 Möglich­kei­ten zur priva­ten Geld­an­lage für die Alters­vor­sorge. So spa­ren Sie fürs Alter!

Zuständige Redakteurin für den Bereich Geldanlage
Stand: 02.01.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Um Ihre Rentenlücke zu schließen, sollten Sie privat vorsorgen. Je früher Sie anfangen, desto weniger Geld müssen Sie investieren, da der Zinseszins als Vermögensbooster wirkt.
  • Am flexibelsten sind Direktinvestitionen in börsennotierte Indexfonds (ETFs). Besonders einfach und günstig geht das mit einem monatlichen Sparplan.
  • Welt-Aktien-ETFs haben in der Vergangenheit, alle Krisen eingerechnet, im Schnitt 7–8 % Rendite pro Jahr erzielt. 
  • Ab 2027 können Sie nach jetzigen Plänen für ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot jährlich Zulagen vom Staat erhalten.

Sparen fürs Alter – wie geht es am besten?

Eine private Renten­versiche­rung lohnt sich beim Spa­ren für die Ren­te meist kaum: Hohe Kos­ten und eine gerin­ge Rendi­te spre­chen dage­gen. Es wer­den erheb­liche Verwal­tungs- und oft auch Abschluss­kos­ten veran­schlagt. Die werden selbst dann ein­behal­ten, wenn Sie den Vertrag vor­zei­tig kün­di­gen. Zu­dem liegt der garan­tier­te Zins­satz bei neuen Verträ­gen ungefähr bei mage­ren 1 %. Rech­nen kann sich die Versiche­rung des­halb nur, wenn Sie sehr alt wer­den.

Zum Spa­ren fürs Al­ter sind ande­re Produk­te zur Geld­an­lage bes­ser. Bankspar­pläne, Aktien und ETFs bie­ten häu­fig besse­re Chan­cen auf eine gute Ren­di­te und sind darü­ber hinaus flexib­ler. Welche Optio­nen Sie bei der Geld­an­lage und Alters­vor­sorge haben, erklä­ren wir Ihnen im Folgen­den.

Neue staatliche Förderung für die Altersvorsorge

Profitieren Sie von 540 € an Zuschüssen jährlich plus 300 € pro Kind: Die Regierung will die private Altersvorsorge attraktiver machen und greift dafür tief in die Tasche. Ab 2027 soll es ein staatlich gefördertes Alters­vorsorge­depot als Ersatz für die Riester-Rente geben, mit dem Sie auch in kostengünstige, renditestarke ETFs investieren können. Der Bundes­rat muss noch zustimmen.

Fokus auf Sicherheit: Welche Optionen habe ich bei der Geldanlage zur Altersvorsorge?

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Geld zur Alters­vorsorge mit klassi­schen Spar­an­lagen länger­fris­tig anle­gen.

Tagesgeld

Bei einem Tages­geld­konto han­delt es sich um ein verzins­tes Kon­to ohne feste Lauf­zeit. Sie kön­nen jeder­zeit über Ihre Geld­an­lage und Alters­vor­sorge ver­fü­gen, aber auch lange fürs Al­ter spa­ren. Die Verzin­sung ist in der Regel hö­her als beim Spar­buch. Sie ist aller­dings nicht fest­ge­schrieben, son­dern kann sich täg­lich nach oben oder unten verän­dern.

Tagesgeld Vergleich

Festgeld

Bei einem Fest­geld­konto legen Sie Ihr Geld über einen fest­geleg­ten Zeit­raum an. Die Lauf­zeit be­trägt mindes­tens 1 Monat und maximal 10 Jahre. Das bedeu­tet, dass Sie für diese Zeit nicht an Ihr Alters­vor­sorge-Fest­geld heran­kom­men. Dafür kann die Verzin­sung höher als bei einem Tages­geld­konto sein. Je län­ger Sie Ihr Geld an­le­gen, desto hö­her gestal­tet sich oft auch der Zins.

Festgeld Vergleich

Banksparpläne

Rente und Sparen: Sparpläne sind eine praktische Methode, um jeden Monat Geld zu sparen und über die Jahre ein Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen. Daher bieten Spar­pläne die Möglich­keit, auch mit geringem Ein­kom­men lang­fris­tig Vermö­gen aufzu­bauen

Klassische Banksparpläne sind selten geworden. Die Rendite liegt zudem oft unter den Top-Zinsen für Tages- und Festgeld. Banksparpläne funktionieren so: Jeden Monat zahlen Sie eine defi­nierte Summe in Ihren Spar­plan ein. Viele Spar­pläne starten bereits ab 25 € monat­lich. Man unter­schei­det zwischen zwei Arten von Spar­plä­nen: Es gibt geför­der­te Riester-Spar­pläne und Spar­pläne ohne staat­liche För­de­rung.

  • Der Riester-Spar­plan ist eine staat­lich geför­der­te Zusatz­rente. Sie zah­len monat­lich einen Be­trag in diesen speziel­len Bank­spar­plan ein und bekom­men dazu eine Riester-Zu­lage. Dieses Modell bieten kaum noch Ban­ken an. 2027 wird die alte Riester-Förderung zudem vom neuen Altersvorsorgedepot abgelöst. Für die wenigsten Menschen ist es lohnend, jetzt noch das alte Produkt abzuschließen.
  • Im Unter­schied zu Riester-Spar­plä­nen sind Spar­plä­ne ohne staat­liche Förde­rung etwas flexib­ler: Bank­spar­pläne etwa ähneln Fest­geld­konten, man zahlt aber regel­mäßig Geld als Geld­an­lage zur Alters­vor­sorge ein. Die Lauf­zeit liegt bei 3 bis 10 Jahren, manch­mal auch bis zu 20 Jahren. Bevor man einen Spar­plan fürs Alters­vor­sorge-Sparen über 10 Jahre oder noch länger ab­schließt, soll­te man sich die Bedin­gun­gen genauer an­schauen. Die Produkte sind oft unflexibel. Nicht immer sind Bankspar­pläne vor Ende der Lauf­zeit künd­bar.

Fokus auf Rendite: Welche Möglichkeiten gibt es zur Geldanlage und Altersvorsorge?

Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Rente mit Aktien und Immo­bilien-Fonds, Robo-Advisors und Crowd­inves­ting auf­bes­sern kön­nen.

ETFs und ETF-Sparpläne

Die Alters­vor­sorge per ETF eig­net sich für jeden, der neben der gesetz­lichen Ren­te mög­lichst flexi­bel fürs Al­ter sparen und keine lan­gen Vertrags­lauf­zeiten einge­hen möch­te. Es han­delt sich dabei um eine Geld­an­lage in börsen­gehan­delte Index­fonds, soge­nann­te „Exchange Traded Funds“ (ETFs). Diese Wert­papie­re bil­den die Wert­ent­wick­lung eines Börsen­index nach: etwa die des Deut­schen Aktien­index DAX oder die des US-amerika­nischen In­dex S&P 500. Mit ETFs streuen Sie Ihre Inves­titi­on also auf viele unter­schied­liche Wert­papiere und beherzi­gen dabei den wichtig­sten Anlage­tipp: Diversi­fika­tion.

„ETFs sind eine Erfolgs­ge­schichte sonder­gleichen“, sagt Uwe Paßmann von Scalable Capital. „Extrem viele Pri­vat­kund­innen und Pri­vat­kunden nutzen ETFs.“ Dadurch werde Diver­si­fi­kation un­kompli­ziert mög­lich ge­macht: „Mit wenigen ETFs kann man direkt eine sehr breite Streu­ung bei seinen An­lagen her­bei­führen. Mit ETFs ist eine In­vesti­tion in Tausende Aktien welt­weit ein­fach, effi­zient und trans­parent möglich.“

Ins­beson­dere ETF-Spar­pläne sind dabei eine flexible und kosten­güns­tige Mög­lich­keit, um Ihre priva­te Geld­an­lage und Alters­vor­sorge zu ge­stal­ten. Sie bie­ten gute Rendite­chan­cen bei über­schau­baren Risi­ken und Kos­ten. Die Spar­rate lässt sich jeder­zeit an­pas­sen und Sie kön­nen Geld immer dann ent­neh­men, wenn Sie es brau­chen oder lie­ber ab­zie­hen möch­ten.

Da ETFs wie alle Wert­papiere Kurs­schwan­kun­gen unter­liegen, sollten Sie in schlech­te­ren Zei­ten Ge­duld bewah­ren. Das heißt, dass sie am besten min­des­tens 15 Jahre vor Renten­be­ginn mit Ihrem ETF-Renten­spar­plan begin­nen soll­ten. Um einen ETF-Renten­spar­plan zu eröff­nen, benö­ti­gen Sie ein De­pot, in dem Sie Ihre Wert­papiere ver­wah­ren kön­nen. Am güns­tig­sten sind in der Regel Online-Broker oder Direkt­ban­ken, weil sie ihren Service aus­schließ­lich digi­tal anbie­ten.

Depot Vergleich

Zusätz­lich brauchen Sie ein Giro­konto, von dem die Spar­raten abge­bucht und auf das die Er­trä­ge gut­geschrie­ben wer­den kön­nen. Entschei­den Sie sich dann noch für einen konkre­ten Anlage­be­trag. Oft geht es schon bei 1 € los. Manchmal gibt es jedoch eine Mindest­spar­summe von 25 € oder 50 € pro Monat. Sie können auch andere Inter­valle wäh­len, wann die Zahlun­gen ge­bucht wer­den sol­len, z. B. quartals­weise oder halb­jäh­rig. Wenn Sie sich noch nicht ent­schie­den haben, in wel­che ETFs Sie als Geld­an­lage und Alters­vor­sorge in­ves­tieren sol­len, hilft Ihnen unser Ver­gleich:

Aktien

Aktien sind für Ihre Geld­an­lage und Alters­vor­sorge langfristig wegen der möglichen hohen Rendite sehr interessant. Jedoch ist das Risiko für Kurs­ver­luste oder für die Insolvenz einer Aktiengesellschaft hoch, verglichen mit ETFs und anderen Aktienfonds, die das Risiko streuen. Peilen Sie mindestens eine Lauf­zeit von 10–15 Jahren an. Er­fahrungs­ge­mäß glei­chen sich viele Kurs­ein­brüche an den Bör­sen in die­sem Zeit­raum wie­der aus. 

Tipp: Statt Ihr gan­zes Geld auf eine Kar­te zu set­zen, soll­ten Sie es über mehre­re Unter­neh­men bzw. Wert­papier­ar­ten streu­en. Behal­ten Sie Ihr Port­folio außer­dem immer im Blick, verfol­gen Sie die Kurs­ent­wick­lun­gen und schich­ten Sie – falls nötig – um. Ein günsti­ges Depot für Ihre Aktien­an­lage fin­den Sie in unse­rem Depot Ver­gleich.

Fonds

Neben ETFs, die passiv gemanagte Indexfonds sind, gibt es auch aktiv gemanagte Fonds. Dies sind Fonds, die Anleger in der Regel über ihre Hausbank kaufen. Hier sind hochbezahlte, professionelle Fondsmanager beschäftigt, die versuchen, mehr Rendite als der Index zu erzielen. In der Praxis gelingt dies selten. Aktiv gemanagte Fonds sind teuer. Sie müssen mit laufenden Kosten von ca. 2 % pro Jahr rechnen. Transaktionskosten und Erfolgsgebühren können dazukommen. Zusätzlich fallen meist beträchtliche Abschlusskosten (Verkaufsprovisionen), oft Ausgabeaufschlag genannt. Diese liegen oft bei 4–6 %. 

Außerdem gibt es fonds­gebun­dene Renten­versiche­run­gen, also eine Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge mit Fonds. Hier wird der Spar­an­teil in ertrag­reiche Anlage­for­men ge­steckt. Bedenken Sie, dass hier zusätzlich oft erhebliche Kosten für den Versicherungsmantel auf Sie zukommen. Vorteile dieser Produkte können Sicherheit und Steuervorteile sein.

Robo-Advisors

Ein Robo-Advisor ist ein digi­taler Anlage­bera­ter, der von einem Pro­gramm gesteu­ert wird und Ihre Geld­an­lage zur Alters­vor­sorge auf Basis von Finanz­kenn­zahlen und Algo­rith­men verwal­tet: Er analy­siert die individuel­len Bedin­gun­gen und schlägt an­hand Ihrer Renten­ziele aus­ge­wähl­te Inves­titio­nen vor. Die Algo­rith­men über­prü­fen regel­mä­ßig, ob Ihr Port­folio Ihren zuvor ange­geben­en Zie­len für den Renten­ein­tritt ent­spricht. Dazu nehmen die Algo­rith­men die Ent­wicklung von Aktien, ETFs und anderen Wer­ten unter die Lupe. Bei entsprechen­der Markt­lage werden Ihnen Käufe oder Ver­käufe vor­ge­schla­gen bzw. auto­matisch durchge­führt. So kön­nen Sie mit Ihrer Geld­an­lage auf aktu­elle Ent­wick­lun­gen rea­gie­ren.

Man unter­schei­det zwei For­men: Robo-Advi­sors mit einem akti­ven An­satz schich­ten Ihr Anlage­ver­mögen fürs Alter fort­lau­fend um. Sie rea­gie­ren auf aktu­elle Markt­er­eignis­se und über­neh­men durch ihre Komplexi­tät alle erforder­lichen Schrit­te für Änderun­gen der Geld­an­lage ohne weite­re Nach­fra­gen beim Kun­den. Mit dieser offen­si­ven Anlage­strate­gie ist ein höhe­res Risi­ko verbun­den.

Robo-Advi­sors mit einem passi­ven An­satz über­prü­fen nur ein oder zwei­mal im Jahr, ob das Port­folio noch den an­fangs fest­ge­leg­ten Zie­len ent­spricht, und dann wer­den Verbesse­run­gen vor­ge­schla­gen. In den meis­ten Fäl­len han­delt es sich dabei um rela­tiv siche­re Anlage­for­men wie ETFs, also um Fonds, die einen bestimm­ten Aktien­in­dex wie den DAX nach­bil­den.

Wel­chen An­satz ein Robo-Advi­sor ver­folgt, kön­nen Sie auf dessen Web­site erfah­ren. Beden­ken Sie aber, dass nicht jeder Robo-Advisor ein­deu­tig einer der beiden Gruppen zuge­ord­net wer­den kann. Zum einen bie­ten eini­ge Anbie­ter mehre­re Model­le an und zum ande­ren gibt es Misch­for­men, die Elemen­te bei­der An­sätze ent­hal­ten.

Crowdinvesting

Lange waren Investitio­nen in Immo­bilien oder Bau­pro­jek­te mit einer ho­hen Anlage­sum­me ver­bun­den, da Sie als Inves­tor in der Re­gel allein ein komplet­tes Ob­jekt finan­ziert ha­ben. Eine noch recht jun­ge Alter­na­tive zum Kauf einer eige­nen Immo­bilie ist das Crowd­inves­ting. Dabei su­chen Unter­neh­men viele einzel­ne Kapital­ge­ber, die sich daher auch mit klei­nen Beträ­gen ab 500 € betei­ligen kön­nen. Die Höchst­gren­ze liegt bei 10.000 €.


Neben Immobilien lässt sich per Crowdinvesting auch in Start-ups, Sammlerstücke oder Energieprojekte investieren. Grundsätzlich ist diese Anlageform nur etwas für risikofreudige Anleger. Oft werden auf den Anbieter-Plattformen Ren­di­ten zwischen 4–13 % in Aussicht gestellt. Jedoch ist auch ein Totalverlust möglich. Wenn alles gutgeht, erhalten Sie das von Ihnen einge­zahl­te Kapi­tal nach einem über­schau­ba­ren Zeit­raum von eini­gen Mona­ten oder weni­gen Jah­ren ver­zinst zu­rück. 

Immobilien

Neben dem Kauf und eventuell der Vermietung von Immobilien gibt es weitere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Altersvorsorge mit Immobilien-Invests gestalten können. Dabei wird zwischen dem direkten und indirekten Investment unterschieden. Zu den indirekten Immobilien-Investments gehört das Crowdinvesting, wie wir es oben beschrieben haben. Eine weitere Form sind Immobilienaktien: Mit Immobilienaktien erwerben Sie Anteile an Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden und in der Immobilienbranche tätig sind. Dabei kann es sich um Wohnungsbaugesellschaften, große Immobilienmakler, Hausverwaltungs- oder Bauunternehmen handeln. Einen Gewinn erwirtschaften Sie entweder durch die Ausschüttung einer Rendite am Ende des Geschäftsjahres oder wenn Sie die Aktie teurer verkaufen, als Sie sie gekauft haben.

Immobilienfonds wiederum werden von professionellen Investoren zusammengestellt. Diese Fonds-Manager sammeln Geld von Privatanlegern und investieren es in Unternehmen der Immobilienbranche. Es gibt offene Immobilienfonds, deren Volumen unbegrenzt ist. Hier können Sie jederzeit Ihre Anteile am Fonds verkaufen. In geschlossenen Immobilienfonds ist die Geldmenge begrenzt und Sie müssen Ihren Anteil über eine festgelegte Laufzeit halten.

Bei einem Immobilien-ETF werden die Aktien von Unternehmen, die in der Immobilienbranche tätig sind, zusammengefasst. Es handelt sich also um ein ganzes Paket, das nach bestimmten Kriterien zusammengestellt ist. Mit einem ETF-Sparplan können Sie regelmäßig monatlich kauch kleine Summen in Immobilien investieren.

Immobilienanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere von Unternehmen der Immobilienbranche. Sie erhalten regelmäßige Zinsen und Ihr eingesetztes Kapital nach dem Ende der Laufzeit zurück. Das bedeutet, Sie als Anleger geben dem Unternehmen einen Kredit. Anleihen werden an der Börse gehandelt.

Wie viel sollte ich monatlich für die Rente sparen?

Um zu wissen, wie viel Geld Sie für die Rente anle­gen soll­ten, ver­schaf­fen Sie sich zunächst einen Über­blick über Ihre späte­ren Finan­zen. Im Ruhe­stand werden einige Aus­ga­ben weg­fal­len, zum Beispiel Fahr­kos­ten für den Weg zur Ar­beit oder auch man­che Versicherun­gen (etwa Berufs­unfähig­keit). Besten­falls wer­den Sie mit dem Renten­ein­tritt Ihre Bau­finan­zierung abbe­zahlt ha­ben und somit nur noch Instand­hal­tungs- und Neben­kos­ten für Ihre Immo­bilie zah­len. Auf der ande­ren Sei­te haben Sie im Ruhe­stand mehr Zeit für Hobbys und Reisen, die Geld kos­ten.

Exper­ten ra­ten, etwa 60 % des letzten Brutto­ein­kom­mens bzw. 80 % des letzten Netto­ein­kom­mens als monat­lichen Be­darf im Al­ter einzu­pla­nen. In wel­chem Um­fang Sie monat­lich spa­ren müs­sen, um diesem Ziel näher zu kom­men, hängt natür­lich auch von Fakto­ren wie Ihrer persön­lichen Lebens­er­wartung, der Rendi­te des jewei­li­gen Anlage­pro­dukts und einer mög­lichen Infla­tion ab.

Falls Sie als Arbeit­nehmer in die gesetz­liche Ren­te ein­zah­len, schreibt Ihnen die Deut­sche Renten­versiche­rung je­des Jahr in der Renten­in­forma­tion, welche Bezüge Sie im Al­ter zu erwar­ten haben. Dafür rech­net sie den Durch­schnitt Ihrer Bei­träge der letzten 5 Jahre hoch bis zur Regel­alters­gren­ze. Daher erge­ben sich ganz individuell hohe Beträ­ge. Fach­leute gehen von einem Richt­wert von 35–47 % Ihres letzten Netto­ein­kom­mens aus.

Um Ihre indi­viduel­le Renten­lücke mit weni­gen Klicks zu ermit­teln, nut­zen Sie einfach unse­ren Rech­ner:

zum Rentenlückenrechner

Welche Steuern fallen bei der Altersvorsorge an?

In Deutsch­land werden verschiedene Vorsorgearten unterschiedlich besteuert. Auf Ein­künf­te aus Kapital­ver­mö­gen erhebt der Staat grundsätzlich Abgeltungs­steu­er, eine Form der Einkommenssteuer. Zu Einkünften aus Kapitalvermögen gehö­ren Zin­sen und Divi­den­den genau­so wie Erträge aus Invest­ment­fonds, Zerti­fi­katen und Kurs­ge­win­nen. Auch Tages­geld­zin­sen und Fest­geld­zin­sen, die bei Ihrer Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge anfal­len, sind steuer­pflich­tig. Der Steuersatz der Abgeltungssteuer liegt bei 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % sowie ggf. Kirchensteuer. Im Ergebnis beträgt die Steuer 26,375 bzw. für Kichenmitglieder bis zu ca. 28 %. Bei Aktienfonds und -ETFs gilt eine Teilfreistellung von 30 %.

Steuerfrei dürfen Sie pro Jahr nur 1.000 € Kapitalerträge (Paare: 2.000 €) einstreichen. So hoch ist Ihr Sparerpauschbetrag. In dieser Höhe dürfen Sie einen Freistellungsauftrag erteilen. Die kontoführende Bank führt die Abgeltungssteuer direkt ans Finanzamt ab, sofern diese Ihren Freistellungsauftrag übersteigt.

Wie kann ich die Abgeltungssteuer im Alter vermeiden?

Als Ren­tner ha­ben Sie in eini­gen Fäl­len die Möglich­keit, sich durch eine so ge­nann­te Nicht­ver­an­lagungs­bescheini­gung (NV-Bescheini­gung) von der Besteue­rung Ihrer Kapital­er­trä­ge im Zuge der Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge befrei­en zu las­sen. Die Bean­tra­gung lohnt sich, wenn Ihre Kapital­er­träge über dem Sparer-Pausch­be­trag lie­gen, ob­wohl Ihre Ein­künfte so ge­ring sind, dass sie den steuer­lichen Grund­frei­be­trag nicht über­schrei­ten. Dieser beträgt für das Steuerjahr 2026 12.348 € und für 2025 12.096 € pro Per­son und bezieht sich auf das gesam­te zu ver­steuern­de Ein­kom­men. Neben Ge­halt fal­len darun­ter beispiels­wei­se auch Ren­ten, priva­te Alters­vor­sor­gen sowie Vermie­tung und Verpach­tung.

Mit einer gülti­gen NV-Bescheinigung können auch Er­trä­ge, die über dem Sparer-Pausch­be­trag lie­gen, steuer­frei verein­nahmt wer­den. Vor­drucke für die Bean­tra­gung einer NV-Bescheini­gung fin­den Sie auf der Home­page Ihres Finanz­am­tes. Wenn Sie bei mehreren Ban­ken Kun­de sind, brau­chen Sie auch mehrere NV-Bescheini­gungen, die Sie nach Genehmi­gung bei den Insti­tu­ten ein­rei­chen.

Wie werden private Rentenversicherungen und Riester-Renten versteuert?

Unterschiedlich. Während Riester-Verträge oft während der Ansparphase Vergünstigungen in Form von Zulagen und Steuerstundungen erhalten, werden die Renten daraus später voll versteuert. Der Steuersatz hängt vom Einkommen ab. Auch das neue Altersvorsorgedepot soll nachgelagert besteuert werden.

Bei privaten Rentenversicherungen sieht es anders aus: In der Auszahlphase wird das Geld nur teilweise besteuert. Dabei gibt es zwei Varianten, aus denen Sie wählen können. Entscheiden Sie sich für eine lebenslange Rente, ist nur der Ertragsteil steuerpflichtig. Nehmen Sie stattdessen die Einmalzahlung, ist oft nur die Hälfte der Gewinne zu versteuern. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Vertrag mindestens 12 Jahre lief und die Auszahlung frühestens mit 62 Jahren erfolgt.

Fazit: Starten Sie jetzt und nutzen Sie den Vermögensbooster!

Je früher Sie anfangen, Geld für Ihre Alters­vorsorge anzulegen, desto mehr greift Ihnen der Zinses­zins unter die Arme. Mit einem monat­lichen ETF-Sparplan auf einen globalen Aktienindex legen Sie einfach, kosten­günstig und rendite­orientiert an. Aufgrund des langen Anlage­horizonts, der mindestens 15 Jahre betragen sollte, können Sie zwischen­zeitliche Kurs­rücksetzer an der Börse aussitzen. In der Vergangen­heit wurden Anleger dafür mit durch­schnitt­lich 7–8 % Rendite pro Jahr belohnt.

Nach den Plänen der Bundes­regierung soll 2027 das neue Alters­vorsorge­depot kommen. Dann können Sie auf Ihre regel­mäßigen Inves­titionen in ETFs staatliche Zulagen von hunderten Euro pro Jahr erhalten.

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