Geldanlage

Geldanlage und Altersvorsorge: So sparen Sie für die Rente

Die gesetz­liche Renten­versiche­rung allein reicht für die meis­ten Deut­schen im Al­ter nicht aus. Im Schnitt feh­len künf­tigen Rent­nern 656 € monat­lich. Um diese Lücke zu schließen, zei­gen wir Ihnen 9 Möglich­kei­ten zur priva­ten Geld­an­lage für die Alters­vor­sorge. So spa­ren Sie fürs Alter!

Heike Kevenhörster
Zuständige Redakteurin für den Bereich Geldanlage
Stand: 02.01.2024

Sparen fürs Alter – wie geht es am besten?

Eine private Renten­versiche­rung lohnt sich beim Spa­ren für die Ren­te lei­der kaum: Hohe Kos­ten und eine gerin­ge Rendi­te spre­chen dage­gen. Es wer­den erheb­liche Verwal­tungs- und Abschluss­kos­ten veran­schlagt, die auch dann ein­behal­ten wer­den, wenn Sie den Vertrag vor­zei­tig kün­di­gen. Zu­dem liegt der garan­tier­te Zins­satz bei neuen Verträ­gen bei mage­ren 1 oder 2 %. Rech­nen kann sich die Versiche­rung des­halb nur, wenn Sie sehr alt wer­den. Zum Spa­ren fürs Al­ter sind ande­re Produk­te zur Geld­an­lage bes­ser. Bank­spar­pläne, ETFs oder Immo­bilien-Invest­ments bie­ten häu­fig besse­re Chan­cen auf eine gute Ren­di­te und sind darü­ber hinaus flexib­ler. Welche Optio­nen Sie bei der Geld­an­lage und Alters­vor­sorge haben, erklä­ren wir Ihnen im Folgen­den.

Fokus auf Sicherheit: Welche Optionen habe ich bei der Geldanlage zur Altersvorsorge?

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Geld zur Alters­vorsorge mit klassi­schen Spar­an­lagen länger­fris­tig anle­gen.

Tagesgeld

Bei einem Tages­geld­konto han­delt es sich um ein verzins­tes Kon­to ohne feste Lauf­zeit. Sie kön­nen jeder­zeit über Ihre Geld­an­lage und Alters­vor­sorge ver­fü­gen, aber auch lange fürs Al­ter spa­ren. Die Verzin­sung ist in der Regel hö­her als beim Spar­buch. Sie ist aller­dings nicht fest­ge­schrieben, son­dern kann sich täg­lich nach oben oder unten verän­dern.

Tagesgeld Vergleich

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Festgeld

Bei einem Fest­geld­konto legen Sie Ihr Geld über einen fest­geleg­ten Zeit­raum an. Die Lauf­zeit be­trägt mindes­tens 1 Monat und maximal 10 Jahre. Das bedeu­tet, dass Sie für diese Zeit nicht an Ihr Alters­vor­sorge-Fest­geld heran­kom­men. Dafür ist die Verzin­sung höher als bei einem Tages­geld­konto: Je län­ger Sie Ihr Geld an­le­gen, desto hö­her gestal­tet sich auch der Zins.

Festgeld Vergleich

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Banksparpläne

Rente und Sparen: Sparpläne sind eine effektive Methode, um jeden Monat Geld zu sparen und über die Jahre ein Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen. Die Rendite eines Sparplans kann je nach Art deutlich höher als bei einem Tages- oder Festgeld­konto ausfallen. Daher bieten Spar­pläne die Möglich­keit, auch mit geringem Ein­kom­men lang­fris­tig Vermö­gen aufzu­bauen. Jeden Monat zahlen Sie eine defi­nierte Summe in Ihren Spar­plan ein. Viele Spar­pläne starten bereits ab 25 € monat­lich.

Man unter­schei­det zwischen zwei Arten von Spar­plä­nen: Es gibt geför­der­te Riester-Spar­pläne und Spar­pläne ohne staat­liche För­de­rung.

  • Der Riester-Spar­plan ist eine staat­lich geför­der­te Zusatz­rente. Sie zah­len monat­lich einen Be­trag in diesen speziel­len Bank­spar­plan ein und bekom­men dazu eine Riester-Zu­lage. Aller­dings bie­ten dieses Modell auf­grund der Nied­rig­zin­sen nur noch weni­ge Ban­ken an.
  • Im Unter­schied zu Riester-Spar­plä­nen sind Spar­plä­ne ohne staat­liche Förde­rung deut­lich flexib­ler: Bank­spar­pläne etwa ähneln Fest­geld­konten, man zahlt aber regel­mäßig Geld als Geld­an­lage zur Alters­vor­sorge ein. Die Lauf­zeit liegt bei 3 bis 10 Jahren, manch­mal auch bis zu 20 Jahren. Bevor man einen Spar­plan fürs Alters­vor­sorge-Sparen über 10 Jahre oder noch länger ab­schließt, soll­te man sich die Bedin­gun­gen genauer an­schauen: Zum Teil sind Spar­pläne vor Ende der Lauf­zeit künd­bar, aber nicht immer.

Fokus auf Rendite: Welche Möglichkeiten gibt es zur Geldanlage und Altersvorsorge?

Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Rente mit Aktien und Immo­bilien-Fonds, Robo-Advisors und Crowd­inves­ting auf­bes­sern kön­nen.

ETFs und ETF-Sparpläne

Die Alters­vor­sorge per ETF eig­net sich für jeden, der neben der gesetz­lichen Ren­te mög­lichst flexi­bel fürs Al­ter sparen und keine lan­gen Vertrags­lauf­zeiten einge­hen möch­te. Es han­delt sich dabei um eine Geld­an­lage in börsen­gehan­delte Index­fonds, soge­nann­te „Exchange Traded Funds“ (ETFs). Diese Wert­papie­re bil­den die Wert­ent­wick­lung eines Börsen­index nach: etwa die des Deut­schen Aktien­index DAX oder die des US-amerika­nischen In­dex Dow Jones. Mit ETFs streuen Sie Ihre Inves­titi­on also auf viele unter­schied­liche Wert­papiere und beherzi­gen dabei den wichtig­sten Anlage­tipp: Diversi­fika­tion.

„ETFs sind eine Erfolgs­ge­schichte sonder­gleichen“, sagt Uwe Paßmann von Scalable Capital. „Extrem viele Pri­vat­kund­innen und Pri­vat­kunden nutzen ETFs.“ Dadurch werde Diver­si­fi­kation un­kompli­ziert mög­lich ge­macht: „Mit wenigen ETFs kann man direkt eine sehr breite Streu­ung bei seinen An­lavgen her­bei­führen. Mit ETFs ist eine In­vesti­tion in Tausende Aktien welt­weit ein­fach, effi­zient und trans­parent möglich.“

Ins­beson­dere ETF-Spar­pläne sind dabei eine flexible und kosten­güns­tige Mög­lich­keit, um Ihre priva­te Geld­an­lage und Alters­vor­sorge zu ge­stal­ten. Sie bie­ten gute Rendite­chan­cen bei über­schau­baren Risi­ken und Kos­ten. Die Spar­rate lässt sich jeder­zeit an­pas­sen und Sie kön­nen Geld immer dann ent­neh­men, wenn Sie es brau­chen oder lie­ber ab­zie­hen möch­ten. Da ETFs wie alle Wert­papiere Kurs­schwan­kun­gen unter­liegen, müs­sen Sie in schlech­te­ren Zei­ten Ge­duld bewah­ren. Das heißt, dass sie min­des­tens 15 Jahre vor Renten­be­ginn mit Ihrem ETF-Renten­spar­plan begin­nen soll­ten. Um einen ETF-Renten­spar­plan zu eröff­nen, benö­ti­gen Sie ein De­pot, in dem Sie Ihre Wert­papiere ver­wah­ren kön­nen. Am güns­tig­sten sind in der Regel Direkt­ban­ken, weil sie ihren Service aus­schließ­lich digi­tal anbie­ten.

Depot Vergleich

passendes Depot finden

Zusätz­lich brauchen Sie ein Giro­konto, von dem die Spar­raten abge­bucht und auf das die Er­trä­ge gut­geschrie­ben wer­den kön­nen. Entschei­den Sie sich dann noch für einen konkre­ten Anlage­be­trag. Meis­tens gibt es eine bestimm­te Mindest­spar­summe, die bei eini­gen Online-Bro­kern bei nur noch 25 € pro Monat liegt. Sie können auch andere Inter­valle wäh­len, wann die Ein­zahlun­gen ge­bucht wer­den sol­len, z. B. quartals­weise oder halb­jäh­rig. Wenn Sie sich noch nicht ent­schie­den haben, in wel­che ETFs Sie als Geld­an­lage und Alters­vor­sorge in­ves­tieren sol­len, hilft Ihnen unser Ver­gleich:

Aktien

Aktien sind für Ihre Geld­an­lage und Alters­vor­sorge langfristig wegen der möglichen hohen Rendite sehr interessant. Wenn Sie einige Re­geln beach­ten, können Sie das Risiko für Kurs­ver­luste mini­mie­ren: Beson­ders wich­tig ist es, eine Lauf­zeit von mindes­tens 10 bis 15 Jahren zu wäh­len. Er­fahrungs­ge­mäß glei­chen sich etwaige Kurs­ein­brüche an den Bör­sen in die­sem Zeit­raum wie­der aus. Statt Ihr gan­zes Geld auf eine Kar­te zu set­zen, soll­ten Sie es über mehre­re Unter­neh­men bzw. Wert­papier­ar­ten streu­en. Behal­ten Sie Ihr Port­folio außer­dem immer im Blick, verfol­gen Sie die Kurs­ent­wick­lun­gen schich­ten Sie – falls nötig – um. Ein günsti­ges Depot für Ihre Aktien­an­lage fin­den Sie in unse­rem Depot Ver­gleich.

Fonds

Eine gute Alterna­tive zu klassi­schen Renten­versiche­run­gen sind fonds­gebun­dene Renten­versiche­run­gen – also eine Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge mit Fonds. Hier wird der Spar­an­teil in ertrag­reiche Anlage­for­men wie Aktien ge­steckt. Das ver­spricht eine deut­lich höhe­re Rendi­te, bedeu­tet aber auch ein höhe­res Risi­ko. In der Re­gel ist die garan­tier­te Ren­te da­her auch etwas nied­riger als bei der klassi­schen Renten­versiche­rung. Weil es um hohe Be­träge geht, soll­ten Sie unbe­dingt darauf ach­ten, dass Ihre Anlage zuver­läs­sig über­wacht und be­treut wird – ein Service, der natür­lich kostet: häufig 1 % bis 2 % der ein­ge­zahl­ten Beträ­ge. Das machen auch die Steuer­vor­teile nicht wett, die das Anlage­mo­dell mit sich bringt. Günsti­ge­re Ange­bote machen Unter­neh­men, die das Inter­net als Vertriebs­platt­form nut­zen. Laut einer Ana­lyse von Mor­gen & Mor­gen bie­tet das Fin­tech My­pension.de in Zusammen­ar­beit mit dem Lebens­versiche­rer My Life aktu­ell die güns­tig­ste fonds­gebun­dene Renten­versiche­rung in Deutsch­land an. Bei einer Spar­rate von 100 € im Monat beträgt die Kosten­belas­tung 0,94 %.

Robo-Advisors

Ein Robo-Advisor ist ein digi­taler Anlage­bera­ter, der von einem Pro­gramm gesteu­ert wird und Ihre Geld­an­lage zur Alters­vor­sorge auf Basis von Finanz­kenn­zahlen und Algo­rith­men verwal­tet: Er analy­siert die individuel­len Bedin­gun­gen und schlägt an­hand Ihrer Renten­ziele aus­ge­wähl­te Inves­titio­nen vor. Die Algo­rith­men über­prü­fen regel­mä­ßig, ob Ihr Port­folio Ihren zuvor ange­geben­en Zie­len für den Renten­ein­tritt ent­spricht. Dazu nehmen die Algo­rith­men die Ent­wicklung von Aktien, ETFs und anderen Wer­ten unter die Lupe. Bei entsprechen­der Markt­lage werden Ihnen Käufe oder Ver­käufe vor­ge­schla­gen bzw. auto­matisch durchge­führt. So kön­nen Sie mit Ihrer Geld­an­lage auf aktu­elle Ent­wick­lun­gen rea­gie­ren.

Man unter­schei­det zwei For­men: Robo-Advi­sors mit einem akti­ven An­satz schich­ten Ihr Anlage­ver­mögen fürs Alter fort­lau­fend um. Sie rea­gie­ren auf aktu­elle Markt­er­eignis­se und über­neh­men durch ihre Komplexi­tät alle erforder­lichen Schrit­te für Änderun­gen der Geld­an­lage ohne weite­re Nach­fra­gen beim Kun­den. Zu ihnen gehö­ren z. B. Robo-Advi­sors von Scalable­Capital, White­box und Liqid. Mit dieser offen­si­ven Anlage­strate­gie ist ein höhe­res Risi­ko verbun­den.

Robo-Advi­sors mit einem passi­ven An­satz über­prü­fen nur ein oder zwei­mal im Jahr, ob das Port­folio noch den an­fangs fest­ge­leg­ten Zie­len ent­spricht, und dann wer­den Verbesse­run­gen vor­ge­schla­gen. In den meis­ten Fäl­len han­delt es sich dabei um rela­tiv siche­re Anlage­for­men wie ETFs, also um Fonds, die einen bestimm­ten Aktien­in­dex wie den DAX nach­bil­den. Beispiele sind Robo-Advisors von Grow­ney und Fin­te­go.

Wel­chen An­satz ein Robo-Advi­sor ver­folgt, kön­nen Sie auf dessen Web­site erfah­ren. Beden­ken Sie aber, dass nicht jeder Robo-Advisor ein­deu­tig einer der beiden Gruppen zuge­ord­net wer­den kann. Zum einen bie­ten eini­ge Anbie­ter mehre­re Model­le an und zum ande­ren gibt es Misch­for­men, die Elemen­te bei­der An­sätze ent­hal­ten.

Crowdinvesting

Lange waren Investitio­nen in Immo­bilien oder Bau­pro­jek­te mit einer ho­hen Anlage­sum­me ver­bun­den, da Sie als Inves­tor in der Re­gel allein ein komplet­tes Ob­jekt finan­ziert ha­ben. Eine noch recht jun­ge Alter­na­tive zum Kauf einer eige­nen Immo­bilie ist das Crowd­inves­ting. Dabei su­chen Unter­neh­men viele einzel­ne Kapital­ge­ber, die sich daher auch mit klei­nen Beträ­gen ab 500 € betei­ligen kön­nen. Die Höchst­gren­ze liegt bei 10.000 €. Das von Ihnen einge­zahl­te Kapi­tal erhal­ten Sie nach einem über­schau­ba­ren Zeit­raum von eini­gen Mona­ten oder weni­gen Jah­ren ver­zinst zu­rück. Hier können Sie Ren­di­ten zwischen 4–13 % erwar­ten.

Immobilien

Neben dem Crowdfunding gibt es weitere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Altersvorsorge mit Immobilien-Invests gestalten können. Dabei wird zwischen dem direkten und indirekten Investment unterschieden. Zu den indirekten Immobilien-Investments gehört das Crowdinvesting, wie wir es oben beschrieben haben. Eine weitere Form sind Immobilienaktien: Mit Immobilienaktien erwerben Sie Anteile an Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden und in der Immobilienbranche tätig sind. Dabei kann es sich um Wohnungsbaugesellschaften, große Immobilienmakler, Hausverwaltungs- oder Bauunternehmen handeln. Einen Gewinn erwirtschaften Sie entweder durch die Ausschüttung einer Rendite am Ende des Geschäftsjahres oder wenn Sie die Aktie teurer verkaufen als Sie sie gekauft haben.

Immobilienfonds wiederum werden von professionellen Investoren zusammengestellt. Diese Fonds-Manager sammeln Geld von Privatanlegern und investieren es in Unternehmen der Immobilienbranche. Es gibt offene Immobilienfonds, deren Volumen unbegrenzt ist. Hier können Sie jederzeit Ihre Anteile am Fonds verkaufen. In geschlossenen Immobilienfonds ist die Geldmenge begrenzt und Sie müssen Ihren Anteil über eine festgelegte Laufzeit halten.

Bei einem Immobilien-ETF werden die Aktien von Unternehmen, die in der Immobilienbranche tätig sind, zusammengefasst. Es handelt sich also um ein ganzes Paket, das nach bestimmten Kriterien zusammengestellt ist. Mit einem ETF Sparplan können Sie bereits ab 25 € monatlich in Immobilien investieren.

Immobilienanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere von Unternehmen der Immobilienbranche. Sie erhalten regelmäßige Zinsen und Ihr eingesetztes Kapital nach dem Ende der Laufzeit zurück. Das bedeutet, Sie als Anleger geben dem Unternehmen einen Kredit. Anleihen werden an der Börse gehandelt.

Wie viel sollte ich monatlich für die Rente sparen?

Um zu wissen, wie viel Geld Sie für die Rente anle­gen soll­ten, ver­schaf­fen Sie sich zunächst einen Über­blick über Ihre späte­ren Finan­zen. Im Ruhe­stand werden einige Aus­ga­ben weg­fal­len, zum Beispiel Fahr­kos­ten für den Weg zur Ar­beit oder auch man­che Versicherun­gen (etwa Berufs­unfähig­keit). Besten­falls wer­den Sie mit dem Renten­ein­tritt Ihre Bau­finan­zierung abbe­zahlt ha­ben und somit nur noch Instand­hal­tungs- und Neben­kos­ten für Ihre Immo­bilie zah­len. Auf der ande­ren Sei­te haben Sie im Ruhe­stand mehr Zeit für Hobbys und Reisen, die Geld kos­ten.

Exper­ten ra­ten, etwa 60 % des letzten Brutto­ein­kom­mens bzw. 80 % des letzten Netto­ein­kom­mens als monat­lichen Be­darf im Al­ter einzu­pla­nen. In wel­chem Um­fang Sie monat­lich spa­ren müs­sen, um diesem Ziel näher zu kom­men, hängt natür­lich auch von Fakto­ren wie Ihrer persön­lichen Lebens­er­wartung, der Rendi­te des jewei­li­gen Anlage­pro­dukts und einer mög­lichen Infla­tion ab.

Falls Sie als Arbeit­nehmer in die gesetz­liche Ren­te ein­zah­len, schreibt Ihnen die Deut­sche Renten­versiche­rung je­des Jahr in der Renten­in­forma­tion, welche Bezüge Sie im Al­ter zu erwar­ten haben. Dafür rech­net sie den Durch­schnitt Ihrer Bei­träge der letzten 5 Jahre hoch bis zur Regel­alters­gren­ze. Daher erge­ben sich ganz individuell hohe Beträ­ge. Fach­leute gehen von einem Richt­wert von 35–47 % Ihres letzten Netto­ein­kom­mens aus.

Um Ihre indi­viduel­le Renten­lücke mit weni­gen Klicks zu ermit­teln, nut­zen Sie einfach unse­ren Rech­ner:

zum Rentenlückenrechner

Welche Steuern fallen bei der Altersvorsorge an?

In Deutsch­land müs­sen alle Ein­künf­te aus Kapital­ver­mö­gen ver­steu­ert wer­den. Dazu gehö­ren Zin­sen und Divi­den­den genau­so wie Kapital­er­trä­ge aus Invest­ment­fonds, Zerti­fi­katen und Kurs­ge­win­nen. Des­halb sind auch Tages­geld­zin­sen und Fest­geld­zin­sen, die bei Ihrer Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge anfal­len, steuer­pflich­tig. Der Staat er­hebt hier­für die soge­nann­te Abgeltungs­steu­er, das ist eine Form der Ein­kommen­steuer. Der Steuer­satz liegt bei 25 % zuzüg­lich Soli­daritäts­zu­schlag in Höhe von 5,5 %. Die konto­führen­de Bank führt die Abgeltungs­steuer direkt ans Finanz­amt ab.

Als Ren­tner ha­ben Sie in eini­gen Fäl­len die Möglich­keit, sich durch eine so ge­nann­te Nicht­ver­an­lagungs­bescheini­gung (NV-Bescheini­gung) von der Besteue­rung Ihrer Kapital­er­trä­ge im Zuge der Geld­an­lage und Alters­vor­sor­ge befrei­en zu las­sen. Die Bean­tra­gung lohnt sich, wenn Ihre Kapital­er­träge über dem Sparer-Pausch­be­trag lie­gen, ob­wohl Ihre Ein­künfte so ge­ring sind, dass sie den steuer­lichen Grund­frei­be­trag nicht über­schrei­ten. Dieser beträgt für das Steuerjahr 2024 11.604 € (geplant: (11.784 €) und für 2023 10.908 € pro Per­son und bezieht sich auf das gesam­te zu ver­steuern­de Ein­kom­men. Neben Ge­halt fal­len darun­ter beispiels­wei­se auch Ren­ten, priva­te Alters­vor­sor­gen sowie Vermie­tung und Verpach­tung. Mit einer gülti­gen NV-Bescheinigung können auch Zins­er­trä­ge, die über dem Sparer-Pausch­be­trag lie­gen, steuer­frei verein­nahmt wer­den. Vor­drucke für die Bean­tra­gung einer NV-Bescheini­gung fin­den Sie auf der Home­page Ihres Finanz­am­tes. Wenn Sie bei mehreren Ban­ken Kun­de sind, brau­chen Sie auch mehrere NV-Bescheini­gungen, die Sie nach Genehmi­gung bei den Insti­tu­ten ein­rei­chen.

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