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Strom & Gas

Gasverbrauch berechnen: So einfach ermitteln Sie die wichtigsten Werte

Welche Heizkosten sind bei einer Gasheizung normal? Bei uns erfahren Sie, wie Sie Ihren persönlichen Verbrauch berechnen und wie hoch der durchschnittliche Gasverbrauch in Deutschland ist. Außerdem haben wir Tipps, wie Sie Ihren Gasverbrauch senken können.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wie kann ich meinen Gasverbrauch berechnen?

      Der besten Anhaltspunkte, um Ihren Gasverbrauch zu ermitteln, sind die jährliche Gasabrechnung, die Sie von Ihrem Lieferanten erhalten, und die Angaben auf Ihrem Gaszähler. Dort finden Sie allerdings zwei unterschiedliche Messzahlen:

      • der Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) auf Ihrer Abrechnung
      • der Gasverbrauch in Kubikmeter (m³) im Jahr auf Ihrem Gaszähler

      Der Kubikmeter-Wert wird von Ihrem Gasanbieter in kWh umgerechnet. Das ist dann der Verbrauchswert, für den Sie den Gaspreis bezahlen.

      Wie kann ich meinen Gasverbrauch mit einer Formel ermitteln?

      „1 Kubikmeter Gas ist wie viel in kWh“? Sie können mit einer einfachen Formel Ihren auf dem Zähler angezeigten Gasverbrauch selbst von Kubikmeter in kWh umrechnen. Die Formel lautet:

      kWh = Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl

      Die genannten Rechengrößen werden hier kurz erklärt:

      • der Zählerstand in Kubikmetern: Angegeben wird die Menge an Erdgas meist in Kubikmetern (m³), so wie bei den meisten gasförmigen Stoffen. Für die Abrechnung werden am Gas-Zählerstand in der Regel nur die vollständigen Kubikmeter, also die Zahlen vor dem Komma, berechnet.
      • der Brennwert: Der Brennwert von Erdgas beschreibt dessen Qualität. Je mehr Methan und je weniger Beigase das Erdgas enthält, desto höher ist der Brennwert. Die Angabe, wie hoch der Brennwert ist, finden Sie auf Ihrer Gasrechnung oder können ihn beim Gaslieferanten erfragen. Die Unterschiede der Qualitäten ergeben sich durch verschiedene Förderstellen. Gas, das in der Nordsee oder in Russland gefördert wird, ist in der Regel höherwertig als Gas aus Norddeutschland oder den Niederlanden.
      • die Zustandszahl: Die Zustandszahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem Volumen des zu Ihnen nach Hause gelieferten Erdgases und dem festgelegten Idealzustand, welcher bei einem Druck von 1 Bar und 0 Grad Celsius liegt. Die Zustandszahl ist je nach den örtlichen Gegebenheiten verschieden.

      Unser Gasverbrauch Rechner unterstützt Sie bei der Berechnung Ihres persönlichen Verbrauchs.

      Schon gewusst? Wechseln Sie Ihren Gas-Versorger, ändert das nichts an der Qualität, die Sie erhalten. Denn Deutschland ist gemäß gesetzlichen Vorgaben in vier Liefergebiete aufgeteilt, in denen die Verbraucher jeweils dieselbe Gasqualität erhalten. Wohl aber kann ein Wechsel des Versorgers viel Geld sparen!

      Wie viel Gasverbrauch ist normal?

      Um den durchschnittlichen Gasverbrauch zu beschreiben, sind zwei Werte üblich. Das ist zum einen der Verbrauch pro Haushalt und der pro Person.

      Der durchschnittliche Gasverbrauch pro Haushalt

      Im Durchschnitt liegt der Gasverbrauch von Haushalten in Deutschland bei 160 kWh Gas pro Quadratmeter Wohnfläche. Dieser Wert gilt für Haushalte, in denen sowohl Heizung als auch Warmwasser mit Gas betrieben werden. In einer Wohnung mit 80 qm Wohnfläche bedeutet das einen Jahres­verbrauch von 12.800 kWh.

      Wird das Gas nur zum Heizen und nicht auch für Warmwasser genutzt, liegt der Verbrauch im Schnitt bei 140 kWh pro Jahr und Quadratmeter.

      Der durchschnittliche Gasverbrauch pro Person

      Der allgemeine Richtwert für den Gasverbrauch pro Person liegt, nur für die Heizung, zwischen 2.500 und 5.000 kWh. Somit verbrauchen 2 Personen zwischen 5.000 und 10.000 kWh Gas pro Jahr. 3 Personen benötigen im Durchschnitt zwischen 7.500 und 12.500 kWh pro Jahr.

      Wovon hängen der Gasverbrauch und die Kosten ab?

      Der Gasverbrauch unterscheidet sich von Verbraucher zu Verbraucher.

      • Maßgeblich ist das Heizverhalten. In überhitzten Räumen fühlen sich die Bewohner nicht wohl und es wird Heizenergie verschwendet.
      • Vor allem kommt es aber auf den Zustand des Hauses an. Ältere Häuser sind häufig schlechter isoliert, was zu einem höheren Gasverbrauch führt.
      • Eine wichtige Rolle spielt auch, ob das Gas nur zum Heizen oder auch für Warmwasser und zum Kochen gebraucht wird.

      Folgende Tabellen zeigen, wie sehr sich der Verbrauch in Abhängigkeit vom Alter des Gebäudes und der Energieeffizienz verändert. Bei den in den Tabellen genannten Werten handelt es sich um den Gasverbrauch in kWh pro Jahr ohne Warmwasser, also nur für die Heizung.

      Gasverbrauch einer Wohnung mit 85 qm Wohnfläche

       Gasverbrauch Wohnung 85 qm
      Durchschnitt12.000 kWh
      bis Baujahr 197721.000 kWh
      KfW-Haus 706.300 kWh
      Passivhaus1.600 kWh

      Quelle: Stadtwerke Detmold, Stand: Juli 2019

      Sowohl am Beispiel der Wohnung als auch beim Einfamilienhaus wird deutlich, dass ältere Immobilien deutlich mehr Gas verbrauchen als neuere. Außerdem zeigen die Zahlen, dass sich energie­effizientes Bauen, wie bei einem KfW-Energie­effizienz­haus 70, positiv auf den Gasverbrauch auswirkt

      Gasverbrauch in einem Einfamilienhaus mit 100 und mit 160 qm Wohnfläche

       Gasverbrauch Einfamilienhaus, 100 qm Gasverbrauch Einfamilienhaus, 160 qm
      Durchschnitt14.500 kWh23.000 kWh
      bis Baujahr 197720.000 kWh32.000 kWh
      KfW-Haus 706.000 kWh9.600 kWh
      Passivhaus1.500 kWh2.400 kWh

      Quelle: Stadtwerke Detmold, Stand: Juli 2019

      Beachten Sie, dass es sich nur um Beispiele handelt, die eine Größenordnung verdeutlichen. Die realen Werte können im Einzelfall abweichen.

      5 Tipps: So können Sie Ihren Gasverbrauch reduzieren

      Senken Sie Ihren Gasverbrauch und damit die Kosten, indem Sie die folgenden Tipps beachten:

      Tipp 1: Lüften und heizen Sie die Räume richtig

      Wer zum Beispiel zweimal am Tag stoßlüftet, spart viel Energie, die er mit über viele Stunden gekipptem Fenster verschwenden würde. Der Bundesverband der Verbraucher­zentralen empfiehlt eine Temperatur zwischen 19 und 22 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60 %. Und sparen Sie Warmwasser, indem Sie auch mal duschen statt häufig zu baden.

      Tipp 2: Checken Sie den Zustand der Gasheizung

      Lassen Sie regelmäßig Ihre Heizung von einem Fachmann prüfen und optimal einstellen. Auch eine alte Heizung spart 10 % der Kosten, wenn Sie gut gewartet wird. Isolieren Sie die Rohre, bauen Sie Puffer ein. Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich vornehmen.

      Tipp 3: Ergänzen Sie Ihre Gasheizung mit Solarenergie

      Mit einem Solarsystem für Warmwasser und zur Unterstützung der Heizung lassen sich bis zu 70 % der Heizkosten einsparen. Diese größere Investition in Photovoltaik wird über die KfW-Förderung staatlich unterstützt. Eventuell kommt für Sie auch ein Wohnkredit infrage.

      Tipp 4: Modernisieren Sie das Haus, indem Sie isolieren und dämmen

      Tauschen Sie alte Fenster aus und dämmen Sie nachträglich die Wände oder das Dach. Damit können Sie bis zu 40 % einsparen. Falls für die Modernisierung ein Modernisierungs­kredit notwendig sein sollte, informieren Sie sich ausführlich, z.B. in unserem Kreditvergleich über die besten Angebote.

      Tipp 5: Erneuern Sie die Gasheizung

      Haben all die Punkte vorher noch keine entscheidende Einsparung erbracht? Dann kann es notwendig sein, die alte gegen eine neue Heizung auszutauschen. Alte Gaskessel verbrauchen weit mehr als neue Gasbrennwertkessel.

      So finden Sie den günstigsten Gasanbieter

      Die Gaspreise steigen seit Jahren, doch es gibt oft große Preis­unterschiede. Vergleichen Sie also die Tarife und wechseln Sie zum günstigsten Anbieter, so können Sie hunderte Euro im Jahr sparen. Wechseln lohnt sich! Nutzen Sie einen umfangreichen Gasvergleich und finden Sie mit wenigen Angaben den günstigsten Anbieter aus über 20.000 Gastarifen. Folgende Vorteile sind damit verbunden.

      • Die Einsparung bei der Gasrechnung kann Ihnen zusätzliche Anschaffungen ermöglichen.
      • Der Gaspreisvergleich ist kostenlos.
      • Wenn Sie wechseln, funktioniert das über einen Gasvergleich unbürokratisch und einfach.
      • Es besteht bei einem Versorgerwechsel keine Gefahr einer Lieferunterbrechung. Das gleiche gilt übrigens auch, wenn Sie Ihren Stromversorger wechseln.
      Vergleich.de Tipp

      Wenn Sie an Ihrem Thermostat die Temperatur um ein Grad herunterdrehen, spüren Sie die Folgen wahrscheinlich gar nicht. Denn die meisten Verbraucher heizen eher zu viel als zu wenig. Wohl aber bemerken Sie es an ihrem Gasverbrauch. Denn so drosseln Sie ihn mit der Zeit um ganze 6 %. Und das sehen Sie dann am Jahresende an der Abrechnung Ihres Gasanbieters.

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