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Mit dem Freistellungsauftrag Zinserträge sichern: So geht’s!

Ein Freistellungsauftrag dient dazu, Zinserträge von der Steuer zu befreien. Andernfalls stehen dem Finanzamt 25 % Abgeltungssteuer zu. Bei uns erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilen.

Mit dem Freistellungsauftrag sichern Sie Ihre Zinserträge

Was ist ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge?

Das Finanzamt hat Anspruch auf 25 % Ihrer Zinserträge, Kursgewinne aus Wertpapieren oder Dividendenzahlungen. Dieser Betrag ist die so genannte Abgeltungssteuer und wird von den Banken, Sparkassen, Bausparkassen und Versicherungen direkt an das Finanzamt abgeführt. Mit einem Freistellungsauftrag erwirken Sie, dass Sie Ihre Zinserträge bis zu einer bestimmten Summe komplett behalten können.

Ein Freistellungsauftrags-Formular erhalten Sie bei Ihrer Bank oder als Download bei uns: Freistellungsauftrag als PDF.

Ein Freistellungsauftrag pro Bank reicht

Sollten Sie Konten bei verschiedenen Banken haben, müssen Sie jedem Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag für Ihre Kapitalerträge erteilen. Bei mehreren Produkten bei einer Bank, beispielsweise Konto und Depot, reicht ein Freistellungsauftrag. Die Befreiung gilt immer ab dem 1. Januar des Jahres, in dem er eingereicht wurde. Der Auftrag ist zeitlich unbegrenzt, es sei denn, Sie tragen im Formular ein Enddatum ein. Zudem geben Sie in jedem Freistellungsauftrag an, bis zu welchem Betrag Ihr Kapitalertrag vom Steuerabzug befreit werden soll. Dies ist sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel mehrere verzinste Konten bei mehreren Banken haben. So können Sie alle Spareinnahmen vom Abzug befreien.

Was ist der Sparerpauschbetrag?

Der Sparerpauschbetrag ist der Freibetrag, der die Kapitalerträge von der Steuer befreit. Er beträgt maximal 801 € pro Person. Bei Gemeinschaftskonten von Eheleuten verdoppelt sich der Sparerpauschbetrag, sie können 1.602 € vom Steuerabzug freistellen. Seit Anfang 2009 ersetzt der Sparerpauschbetrag den bis dahin geltenden Sparerfreibetrag in Höhe von 750 € plus den Pauschbetrag für Werbungskosten in Höhe von 51 €. Mit Einführung der Abgeltungssteuer im gleichen Jahr wurden diese beiden Pauschalen zusammengelegt.

Freistellungsauftrag nicht erteilt – was tun?

Der Freistellungsauftrag für Kapitalerträge ist Sache des Anlegers. Das heißt, Sie werden bei einer Kontoeröffnung nicht automatisch daran erinnert, dass Sie die Steuerbefreiung beantragen müssen. Deshalb ist es empfehlenswert, gleich bei jeder Eröffnung eines Kontos parallel einen Freistellungsauftrag auszufüllen und abzugeben. Haben Sie vergessen, den Auftrag zu erteilen, gibt es eine Möglichkeit, die vom Kreditinstitut direkt an das Finanzamt gezahlte Abgeltungssteuer zurückzufordern: über die Einkommenssteuererklärung. Dafür muss die korrekt ausgefüllte Anlage KAP – Einkünfte aus Kapitalvermögen – mit eingereicht werden.

NV-Bescheinigung: Geringverdiener müssen keine Abgeltungssteuer zahlen

Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung – auch NV-Bescheinigung - können Geringverdiener ihre Kapitalerträge von der Abgeltungssteuer befreien. Berechtigt sind Personen, deren Einkommen den gültigen Grundfreibetrag von 8.652 € (Stand: 2016) nicht übersteigt und somit steuerfrei bleibt. Zu dieser Personengruppe gehören oft Schüler, Studenten oder Rentner. Im Gegensatz zum Freistellungsauftrag befreit die Nichtveranlagungsbescheinigung Kapitalerträge in unbegrenzter Höhe. Der Antrag auf eine Nichtveranlagungsbescheinigung wird beim zuständigen Finanzamt gestellt und gilt für drei Jahre.

Keine Befreiung ohne Steuer-ID

Seit 2011 muss in jedem Freistellungsauftrag die Steueridentifikationsnummer angegeben werden. Diese elfstellige Nummer finden Sie beispielsweise in Ihrem letzten Steuerbescheid. Vor 2011 erteilte Freistellungsaufträge waren nur bis Ende 2015 auch ohne Identifikationsnummer gültig. Dies gilt unter Umständen aber nicht für Kirchenmitglieder: Da die Banken seit Beginn des Jahres 2015 zusätzlich auch die Kirchensteuer direkt an den Fiskus abführen, liegen den Geldhäusern die meisten Steuer-IDs bereits vor. Wer im Jahr 2015 diesem Verfahren widersprochen hat und die Kirchensteuer über die Einkommenssteuererklärung bezahlt oder wer kein Kirchenmitglied ist, muss die Steuer-ID nachreichen. Passiert dies im Laufe des Jahres 2016, wird bisher einbehaltene Abgeltungssteuer erstattet.

Vergleich.de Tipp

Bei einer Kontoauflösung wird der Freistellungsauftrag nicht automatisch aufgehoben. Dieser muss extra gelöscht werden. Bleibt der Freibetrag ungenutzt bestehen, kann es passieren, dass sich die von der Steuer befreiten Beträge summieren und den Sparerpauschbetrag von 801 € pro Person übersteigen. Streng genommen handelt es sich um Steuerhinterziehung und kann zu einer Ordnungsstrafe führen.

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