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Versicherung

Feuerversicherung – wie Sie Ihr Haus günstig gegen Brandschäden absichern

Alle 2 Minuten brennt in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung. Allein 2019 wurden rund 180.000 Feuerschäden gemeldet. Lesen Sie hier, wie Sie sich mit einer Feuerversicherung vor den finanziellen Folgen schützen können, und welche Versicherung in Ihrem Fall die richtige ist.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Ist eine Feuerversicherung Pflicht?

      Bis 1994 war eine Feuerversicherung in einigen deutschen Bundesländern für Hausbesitzer verpflichtend. Seitdem kann aber jeder selbst entscheiden, ob er sein Haus oder seine Wohnung für den Fall eines Brandes versichern will. Es handelt sich allerdings um einen sehr wichtigen Schutz.

      Eine eigenständige Feuerversicherung ist nur noch im Gewerbe üblich. Bauherren schließen für gewöhnlich eine Feuerrohbauversicherung ab. Für bestehende Wohngebäude ist die Feuerversicherung Teil der Wohngebäudeversicherung. Den Brandschutz hier mit aufzunehmen, ist für private Immobilienbesitzer unbedingt empfehlenswert. Bei einer Baufinanzierung macht sie das kreditgebende Institut in der Regel zur Voraussetzung.

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      Was deckt eine Brandschutzversicherung fürs Haus ab?

      Als privater Immobilienbesitzer können Sie die Feuerversicherung für Ihr Haus im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung abschließen. Die Versicherung kommt dann zum Beispiel für Schäden durch Feuer, Brand, Explosion, Blitzschlag und den Anprall von gelenkten Flugkörpern auf. Versichert ist zum einen die Bausubstanz – also das Mauerwerk, die Fenster, die Türen und das Dach. Zum anderen kommt die Versicherung für Gegenstände auf, die innen mit dem Gebäude fest verbunden sind, etwa für Einbauküchen, die individuell für das Haus geplant und gefertigt wurden. Außen am Gebäude angebrachte Objekte, zum Beispiel Antennenanlagen oder Markisen, sind je nach Versicherer beitragsfrei mitversichert oder müssen gegen Aufpreis in den Versicherungsschutz aufgenommen werden.

      Die Wohngebäudeversicherung mit Feuerschutz übernimmt auch die Kosten für die Reparatur von Schäden, die durch den Brand entstanden sind, im schlimmsten Fall auch für den Abbruch und den Wiederaufbau des Gebäudes. Versichert sind häufig auch notwendige Aufräumarbeiten und eine Sicherung des Grundstücks. Photovoltaik-, Solarthermie-, Geothermie- und Wärmepumpen-Anlagen müssen aufgrund ihres hohen Wertes und ihres Gefahrenpotenzials separat versichert werden.

      Wann haftet die Brandschutzversicherung nicht?

      Nicht von der Feuerversicherung für ein Haus abgedeckt ist die vorsätzliche Brandstiftung durch den Versicherungsnehmer. Wenn sich der Brand auf eine grobe Fahrlässigkeit zurückführen lässt, ist der Versicherer berechtigt, die Leistungen der Feuerversicherung zu kürzen. Bei leichter Fahrlässigkeit darf die Leistung nicht gekürzt werden. Streitigkeiten zwischen dem Versicherungsnehmer und der Wohngebäudeversicherung sind dann jedoch zu erwarten.

      Wie versichert man den Hausstand vor Brandschäden?

      Innenobjekte, die fest mit dem Haus verbunden sind, werden über die inkludierte Feuerversicherung in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Für alles weitere – Möbel, Bekleidung, Elektrogeräte –benötigen Sie zusätzlich eine Hausratversicherung.

      Was deckt eine Feuerrohbauversicherung ab?

      Eine Feuerrohbauversicherung richtet sich an Bauherren. Sie kommt für Schäden durch Brand, Blitzschlag und Explosion am noch nicht bezugsfertigen Rohbau auf. Die Versicherung ist unerlässlich: Denn wenn es auf der Baustelle brennt – etwa durch eine defekte Gasleitung, durch einen Kurzschluss oder durch Brandstiftung –, verursacht das Feuer oft großen Schaden. Zusätzlich wird sich die Bauzeit verlängern, wodurch die Kosten noch weiter steigen. Von der Versicherung wird der Bauherr in diesen Fällen finanziell entschädigt.

      Die Feuerrohbauversicherung deckt aber nicht nur Schäden ab, die unmittelbar vom Feuer verursacht wurden, sondern auch Folgeschäden durch Rauchentwicklung oder durch das Löschwasser der Feuerwehr. Neben dem Rohbau selbst sind außerdem sämtliche Baumaterialien versichert, die auf dem Gelände lagern und durch das Feuer Schaden genommen haben. Damit das Gebäude während der gesamten Bauzeit geschützt ist, sollten Sie als Bauherr die Feuerrohbauversicherung noch vor dem ersten Spatenstich abschließen. Viele Banken vergeben ohne einen solchen Vertrag auch gar keinen Baukredit. Sobald das Gebäude fertig ist und der neue Besitzer eingezogen ist, übernimmt die Wohngebäudeversicherung den weiteren Versicherungsschutz.

      Was kostet eine Feuerversicherung?

      Was eine Feuerversicherung für Kosten verursacht, hängt davon ab, ob Sie sich für einen Feuerschutz im Rahmen einer Gebäudeversicherung interessieren, oder sich als Bauherr für den Brandfall absichern wollen. Zusätzlich könnten Kosten für eine Hausratversicherung anfallen.

      Was kostet eine Wohngebäudeversicherung mit Brandschutz?

      Die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung mit Feuerschutz hängen von vielen Faktoren ab: etwa davon, wie es um bauliche Brandschutzmaßnahmen, zum Beispiel Feuertüren und Sprinkleranlagen, bestellt ist. Auch der Standort des Gebäudes, die Bauart des Objekts und die Ausstattung entscheiden mit darüber, wie hoch die Kosten ausfallen. Ausschlaggebend ist außerdem die Höhe der Versicherungssumme: Bei Neubauten sollte sie mindestens dem Neuwert der Immobilie entsprechen. Für ein neues Einfamilienhaus in Hamburg mit 140 Quadratmetern zahlen Sie für eine Wohngebäudeversicherung mit Feuerschutz ab 120 € jährlich.

      Was kostet eine Hausratversicherung?

      Die Kosten für eine Hausratversicherung hängen stark davon ab, welche Werte sich in Ihrem Haus befinden und wie hoch Sie folglich die Versicherungssumme ansetzen. Als Faustregel können Sie mit 500 bis 750 € pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Kalkulieren Sie lieber großzügig als allzu knapp. Ansonsten droht im Schadensfall eine Unterversicherung. Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche können Sie von etwa 85 € im Jahr für Ihre Hausratversicherung ausgehen.

      Was kostet eine Feuerrohbauversicherung?

      Bei der Feuerrohbauversicherung für Bauherren kalkulieren die Versicherungen den Beitrag anhand der Kosten des gesamten Bauprojektes. Auch die Laufzeit ist ausschlaggebend. Sie orientiert sich an der Bauzeit des Projektes und beträgt meistens 24 Monate. Es gibt aber auch Policen mit 12 oder 6 Monaten. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung nach einem Kombiprodukt: Wenn Sie nämlich bereits eine Wohngebäudeversicherung für die Immobilie nach Fertigstellung abschließen, ist die Feuerrohbauversicherung oft kostenlos.

      Versicherung benachrichtigen

      Wenn sich Ihr Bauprojekt verzögert oder sich die Gesamtkosten ändern, sollten Sie das Ihrer Versicherung umgehend mitteilen. Sonst könnten Sie Ihren Versicherungsschutz verlieren.

      Welche Rolle spielt der Wert 1914 bei der Brandversicherung für Ihr Haus?

      Bei vielen Wohngebäudeversicherungen mit inkludierter Feuerversicherung wird die Versicherungssumme mit dem Wert 1914 berechnet. Dieser Wert wird als einheitliche Grundlage zur Ermittlung eines Gebäudeneubauwerts herangezogen. Der Gebäudeneubauwert ist zum Beispiel dann entscheidend, wenn ein Haus bei einem Brand komplett niedergebrannt ist und neu aufgebaut werden muss. Weil der Wiederaufbau eines Hauses höchstwahrscheinlich mehr kosten wird als zu der Zeit, in der es gebaut wurde, wird ein Neubauwert des Gebäudes aus dem Jahr 1914 zugrunde gelegt.

      Mit Hilfe des jährlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreisindex lässt sich der Wert von 1914 dann so umrechnen, dass der Neubauwert für das aktuelle Jahr ermittelt werden kann. Der Baupreisindex berücksichtigt die langfristige Preisentwicklung diverser Handwerksarbeiten. Auch Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden durch den Wert abgebildet.

      Welche Versicherungen braucht man als Bauherr?

      Neben einer Feuerrohbauversicherung sollten Sie als Bauherr auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen, um sich gegen Personen- und Sachschäden auf der Baustelle abzusichern. Etwa für den Fall, dass Gerüste einbrechen, Passanten auf der verunreinigten Straße stürzen oder Bäume bei Aushubarbeiten beschädigt werden. Ebenfalls sinnvoll ist eine Bauleistungsversicherung, die Schutz vor finanziellen Schäden durch Unwetter, Vandalismus oder Materialfehler bietet. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Immobilien Versicherungen.

      Vergleich.de Tipp

      Wenn Sie bauliche Änderungen an der Immobilie vornehmen – zum Beispiel An- oder Umbauten – müssen Sie diese der Versicherung rechtzeitig melden. Ansonsten kann sich die Versicherung im Brand- und Schadensfall auf die Verletzung der vertraglichen Anzeigepflichten berufen und die Zahlung verweigern.

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