DSL-Anschluss: Alle Antworten zu Anschluss, Wechsel & Kündigung!

Ein DSL-Anschluss gehört ganz selbst­verständlich zur Ein­rich­tung eines Haus­haltes: Online-Shopping am Lap­top, Arbei­ten im Home­office und Serien schauen über Streaming­dienste. Hier lesen Sie, was Sie dafür benötigen und was bei der Wahl des passen­den DSL-Anbie­ters wichtig ist.

Zuständige Redakteurin für die Bereiche Strom & Gas und DSL & Handy
Stand: 04.09.2023

Was ist ein DSL-Anschluss?

Mit einem DSL-An­schluss stellen Sie die Verbin­dung zum Inter­net her. Er bietet Ihnen hohe Über­tragungs­raten für schnelles Inter­net. Für den Daten­fluss werden spezielle Kupfer­leit­ungen genutzt, die sowohl Sprach- als auch Daten­über­tra­gun­gen gestat­ten. Sie können also sowohl im Netz sur­fen als auch telefo­nieren. DSL steht als Ab­kür­zung für „Digital Sub­scri­ber Line“, was digita­ler Teil­nehmer­anschluss bedeu­tet. Sie können zwi­schen ver­schie­denen Anbie­tern mit unter­schied­lichen Tari­fen aus­wählen. Die Möglich­keit für einen DSL-An­schluss ist fast über­all in Deutsch­land verfüg­bar. Zu den bekann­ten deutsch­land­weit aktiven Inter­net­anbie­tern gehören 1&1, O2, Tele­kom und Voda­fone. Dane­ben gibt es viele kleinere und teil­weise regio­nal tätige Provi­der.

Was benötige ich für einen DSL-Anschluss?

Sie benötigen für die Nutzung eines DSL-Anschlus­ses eine Anschluss­dose in Ihrem Haus­halt (die Telefon­dose), einen Provi­der (Anbie­ter), einen DSL-Router und End­geräte wie einen PC, ein Handy, eine Spiele­konsole oder einen Fernse­her.

Der erste Teil des DSL-Anschlus­ses in Ihrer Woh­nung ist die Telefon­dose.

  • Dort wird der Router mit einem Kabel ange­schlos­sen. Es muss in den mitt­leren der drei Anschlüs­se der Telefon­dose gesteckt werden. Der Router bildet das Verbin­dungs­stück von der Lei­tung sowohl zu Ihrem Tele­fon als auch zum Inter­net. 
  • In den meisten Fäl­len wird das Tele­fon über ein Kabel an den Router ange­schlos­sen. Durch die WLAN-Funk­tion des Rou­ters können Sie die End­gerä­te in Ihrem Haus­halt ohne Kabel mit dem Rou­ter verbin­den und erhalten so Zu­gang zum Inter­net.

Bis vor weni­gen Jah­ren musste bei vielen DSL-Anschlüs­sen zusätz­lich noch ein Split­ter an die Telefon­dose ange­schlos­sen werden. Dieses Gerät diente bei ana­logen Anschlüs­sen dazu, Sprach- und Internet­signale vonei­nan­der zu trennen. Das ist heute fast über­all nicht mehr not­wendig.

Wie teuer ist ein DSL-Anschluss?

Die Kosten für einen DSL-Anschluss sind sehr unter­schied­lich und hängen von den gewähl­ten Leis­tungen ab. Einen güns­tigen DSL-An­schluss, der Telefon und Inter­net bietet, erhal­ten Sie bereits für unter 20 € im Monat. Ent­schei­den Sie sich für eine Variante, bei der Ihnen ein höhe­res Daten­volu­men und schnelle­res Inter­net zur Verfü­gung stehen, müssen Sie mit 30 € und mehr im Monat rech­nen.

Die Kos­ten setzen sich aus mehre­ren Fak­toren zusam­men:

  • die monat­liche Grund­gebühr: Damit zahlen Sie für die Bereit­stellung der Leitung.
  • die monat­liche Nutzung: Bei einer Flatrate zahlen Sie jeden Monat einen festen Preis und können bis zu einem bestimm­ten Daten­volu­men das Inter­net nutzen. Sie können sich auch für eine volumen­abhän­gige Bezah­lung entschei­den. Dann wird Ihr Ver­brauch monat­lich abgerech­net und Sie zahlen jeweils ande­re Beträ­ge.
  • die Anschluss­gebühr: Diese ein­malige Gebühr zahlen Sie für die Ein­rich­tung des Anschlus­ses zum Beginn der Vertrags­lauf­zeit. Sie kann je nach Anbie­ter mehr als 60 € betragen. Aller­dings exis­tieren viele Neu­kunden­ange­bote, bei denen die Anschluss­ge­bühr erlas­sen wird.
  • Aus­gaben für den Rou­ter: Je nach Modell und Leis­tungs­fähig­keit kos­tet ein Rou­ter knapp unter 100 €, er kann aber auch mehrere hun­dert Euro kosten. Auch hier gilt, dass viele Anbie­ter neue Kunden mit einem Bonus locken. Sie liefern Ihnen dann einen kosten­losen Router frei Haus.
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Sehr beliebt sind Komplett­pakete beim DSL-An­schluss, die sowohl einen Telefon­anschluss als auch die Verbin­dung zum Inter­net enthal­ten. Für den Kunden hat das einige Vor­teile. Alle Leis­tungen kommen vom selben Anbie­ter und es gibt güns­tige Ange­bote.

Wie kann ich einen DSL-Anschluss beantragen?

Wenn Sie Ihren bestehenden DSL-An­schluss wechseln oder bei einem Umzug einen neuen An­schluss bei einem Provi­der bean­tragen möch­ten, hilft Ihnen unser DSL Ver­gleich. Hier fin­den Sie die Ant­wort auf die Fra­ge, wer ist der güns­tigste DSL-Anbie­ter für mich? Außer­dem kön­nen Sie indi­viduell die Vertrags­bestand­teile bestim­men, z. B. die benö­tigte Geschwin­dig­keit der Daten­über­tra­gung und die gewünsch­te Vertrags­lauf­zeit, und online den Ver­trag abschließen.

zum DSL Vergleich

Worauf muss ich beim Vertrag für einen DSL-Anschluss achten?

Bevor Sie einen Vertrag über einen DSL-Anschluss ab­schließen, lohnt es sich auf eini­ge De­tails zu ach­ten. Dabei ist es egal, ob Sie zum ers­ten Mal einen DSL-Anschluss beauf­tragen oder ob Sie von einem Anbie­ter zu einem ande­ren wech­seln. Darauf kommt es bei einem DSL-Vertrag an:

  • die passen­de Internet-Geschwin­dig­keit: Die Tarife unter­scheiden sich in ihrer Leis­tungs­fähig­keit und dement­sprech­end im Preis. Nicht jeder benö­tigt eine extrem hohe Geschwin­dig­keit. Nutzen Sie Ihren Anschluss nur für gelegent­liches Surfen und E-Mails schrei­ben, dann reicht ein Anschluss mit 16 Mbit/s (DSL 16.000). Für eine mehr­köpfige Familie mit der gleich­zeitigen Nutz­ung vieler Geräte können 50 Mbit/s und mehr sinn­voll sein.
  • die Lauf­zeit: Üblicher­weise liegen die Lauf­zeiten eines DSL-Ver­trages zwischen 1 Monat und 2 Jahren. Eine kurze Lauf­zeit bringt Ihnen Flexi­bilität, da Sie schnel­ler aus einem beste­hen­den Vertrag heraus­können. Tarife mit einer län­geren Lauf­zeit sind dage­gen oft güns­tiger.
  • die Kündi­gungs­frist: In den meisten Fällen besteht eine Kün­digungs­frist von 3 Monaten. Halten Sie diese Frist nicht ein, verlän­gert sich der Vertrag auto­matisch. Es gibt aber auch Ver­träge für einen DSL-Anschluss, die monat­lich künd­bar sind. Seit 2017 steht das Kündi­gungs­datum auf jeder Rech­nung, die Sie monat­lich erhal­ten.
  • Aktio­nen und Rabat­te: Der Konkurrenz­kampf der DSL-Anbieter ist hart. Des­halb gibt es immer wie­der zeit­lich begrenzte Aktio­nen, bei denen mit Verträ­gen gewor­ben wird, die Rabatte enthal­ten. Nutzen Sie ein passen­des Ange­bot, können Sie über die gesamte Vertrags­lauf­zeit über 100 € sparen.

Was ist der Unterschied zwischen Anbieterwechsel und Neuanbieter?

Bei einem Anbie­ter­wechsel nutzen Sie bereits einen DSL-An­schluss, wechseln aber zu einem ande­ren Anbie­ter. Mögliche Grün­de dafür können güns­tige Ange­bote oder bessere Service-Leistun­gen sein. Sie können beim Vertrags­ab­schluss den neuen Anbie­ter beauf­tragen, Ihren alten Ver­trag zu kün­digen. Der Beginn des neuen Vertra­ges rich­tet sich nach der Kündi­gungs­frist beim alten Anbie­ter.

Ein Neu­an­schluss liegt vor, wenn Sie ein Haus oder eine Woh­nung bezie­hen und Ihren alten DSL-An­schluss nicht mit­nehmen. Ein Neu­anschluss benö­tigt unge­fähr 3 bis 4 Wochen von der Bestel­lung bis zur Freischal­tung. Die Frei­schal­tung geschieht häufig vor Ort durch einen Service-Tech­niker, der den Anschluss an­schließend über­prüft.

Mehr Auf­wand ist not­wendig, wenn es noch keine Anbin­dung an das ört­liche Tele­fon­netz im Haus gibt, z. B. bei einem Neu­bau. Dann müssen Sie als Haus­eigen­tümer einen DSL-An­schluss neu legen lassen. Sie benö­tigen einen Hausan­schluss (APL abge­kürzt), das ist ein kleiner grauer Kas­ten, der meist im Keller mon­tiert wird. Vom APL aus­gehend kön­nen Sie den DSL-An­schluss im Haus an den gewünsch­ten Ort verle­gen.

Welcher DSL-Anschluss ist bei mir möglich?

Das ist von Ort zu Ort unter­schied­lich. Das DSL-Netz ist in Deutsch­land flächen­deckend ausge­baut, aber nicht an jedem Wohn­ort gleich leis­tungs­fähig vor­han­den.

Sie können selbst prüfen, welcher DSL-An­schluss bei Ihnen zuhau­se mög­lich ist und wie schnell Ihr An­schluss ist. Das ist wich­tig, denn wenn Ihnen nur eine gerin­ge Band­breite zur Verfü­gung steht und Sie einen Tarif für sehr schnel­les Inter­net wählen, zahlen für Leis­tungen, die Sie gar nicht nutzen kön­nen. Des­halb bie­ten auch alle seriö­sen Provi­der auf Ihren Web­sites einen Test zur Über­prüfung der DSL-Verfüg­barkeit an. Dazu müssen Sie nur Ihre Adresse einge­ben. Je nach der im Test­ergeb­nis genann­ten Band­breite kön­nen Sie dann dazu passen­de Tari­fe wäh­len.

Was ist der Unterschied zwischen DSL und VDSL?

Diese Frage wird immer wieder ge­stellt, genauso wie die nach der Bedeu­tung von ADSL. Es handelt sich bei den genann­ten Begrif­fen um mög­liche Varian­ten eines DSL-Anschlus­ses. Zu den häufig­sten DSL-Varian­ten gehören:

  • HDSL war die frühe Ver­sion von DSL-Anschlüs­sen mit niedrigen Über­tragungs­raten und sehr gerin­gen Reich­weiten.
  • ADSL ist die bei Privat­kunden am weites­ten verbrei­tete DSL-Tech­nik. Es han­delt sich um eine asymme­trische Lei­tung, die sehr schnel­le Down­loads er­laubt.
  • Bei SDSL handelt es sich um eine symme­trische Lei­tung, bei der die Daten­raten für Down­load und Up­load gleich sind.
  • VDSL oder VDSL2 bieten höhere Übertra­gungs­raten als bei ADSL und damit mehr Geschwin­dig­keit bei der Nutz­ung.

Welche Alternativen zu einem DSL-Anschluss gibt es?

Es exis­tieren mehrere Möglich­keiten, wie Sie auch ohne einen DSL-An­schluss zuhause ins Inter­net können.

Mobilfunknetz

Eine Alter­native zu einem DSL-An­schluss ist die Nutz­ung eines Mobil­funk­netzes. Voraus­setz­ung dafür ist aus­reichen­der Handy­empfang. Dann können Sie ent­weder über einen mobilen WLAN-Rou­ter und eine SIM-Karte im Netz surfen. Oder Sie rich­ten Ihr Handy als Hot­spot ein und können per WLAN die Internet­daten mit Ihrem Lap­top teilen. Diese Varian­te eig­net sich eher für eine gelegent­liche Nutz­ung, da die Daten­über­tra­gung unregel­mäßig sein kann. Beden­ken Sie, dass Sie bei bei­den For­men der Inter­net­nut­zung ohne fes­ten Telefon­an­schluss Ihren Handy­tarif belas­ten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ein Handy mit Ver­trag oder mit einem Pre­paid-Tarif nutzen. Es gibt aber auch speziel­le Daten­tarife.

Kabel-Internet

Eine weitere Variante für Ihr Zu­hause ist die Nut­zung von Kabel-Inter­net. Es beste­hen fol­gende Unter­schie­de zu einem DSL-An­schluss:

  • Die Übertra­gungs­rate ist deut­lich höher als bei einem DSL-An­schluss.
  • Die Daten wer­den nicht über die Tele­fon-Buch­se übertra­gen, son­dern über den Fernseh­an­schluss, also die TV-Buchse.
  • In vielen Regio­nen gibt es nur einen Betrei­ber als Anbie­ter von Kabel-Inter­net. Des­halb haben Sie weniger Aus­wahl an Tari­fen.

Glasfaseranschluss

Bei einem DSL-Anschluss werden Kupfer­kabel genutzt, teil­weise in Verbin­dung mit ande­ren Mate­rialien. Ein Glas­faser­an­schluss ermög­licht dage­gen auf­grund der Eigen­schaf­ten von Glas­faser eine deut­lich schnel­lere Daten­über­tragung und gerin­gere Reaktions­zeiten. Damit gilt das Glas­faser­netz als digi­tale Tech­nik der Zukunft, gera­de da die Ver­netz­ung im Haus­halt weiter zu­nimmt. Aller­dings ist das Netz noch nicht über­all verfüg­bar und in der Regel müs­sen erst Lei­tun­gen zum Grund­stück gelegt wer­den. Das ist mit Kos­ten von mehre­ren tau­send Euro verbunden.

Vergleich.de Tipp

Wenn Ihr DSL-An­schluss nicht funktio­niert, ist die Frage: Woran liegt das? In vie­len Fäl­len hat die Stö­rung nichts mit Ihrem An­schluss zu­hau­se zu tun, son­dern es beste­hen gene­relle Pro­ble­me im Netz Ihres Anbie­ters. Im Inter­net gibt es verschie­dene Por­tale, die aktu­elle Netz-Störun­gen anzei­gen. Dort erhal­ten Sie einen Über­blick, wel­cher Provi­der gerade in wel­cher Region Unter­brechun­gen auf­weist.

Internetanbieter einfach wechseln

Weniger Kosten, mehr Leis­tung: Ein Wechsel des DSL-Anbieters tut Ihrem Bud­get gut und ist un­kom­pli­ziert mög­lich. Der neue An­bie­ter kün­digt für Sie. Ihre Ruf­num­mer neh­men Sie mit.

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