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Immobilienfinanzierung

Nebenkosten beim Hausbau: Übersicht der möglichen Posten

Die Baunebenkosten werden bei der Kalkulation des Eigenheims häufig vergessen. Das ist riskant, denn nicht selten belaufen sie sich auf 15 % der Gesamtkosten. Wer hier falsch kalkuliert, muss im schlimmsten Fall später teuer nachfinanzieren.

Kalkulieren Sie die Nebenkosten in Ihre Baufinanzierung ein

Ein Hauskauf zum Komplettpreis klingt für viele verlockend. Angebote gibt es bereits für unter 150.000 €. Was Bauherren dabei vergessen, sind die Baunebenkosten. Von der Baugenehmigung bis zur Miettoilette für die Handwerker – es gibt zahlreiche Faktoren, die für den Hausbau nötig sind. Im Komplettpreis sind diese häufig nicht inbegriffen, machen aber bis zu 15 % der Gesamtkosten aus.

Bei 150.000 € sind das bereits 22.500 € an Nebenkosten. Nicht selten treten zudem ungeplante und unvorhergesehene Kostenfaktoren auf, die den Neubau zusätzlich gefährdenden können.

Für eine bessere Kalkulation der benötigten Finanzierungssumme finden Sie hier die wichtigsten Posten, die Ihnen während der verschiedenen Bauphasen begegnen können. Es handelt sich dabei um Richtwerte.

Bereits vor dem ersten Spatenstich fallen Nebenkosten an

Die ersten Kosten kommen schon auf Sie zu, bevor der eigentliche Hausbau losgeht: Die Baugenehmigung hat genauso wie die Grunderwerbssteuer ihren Preis. Außerdem fallen im Rahmen des Grundstückskaufs Grundbuch- und Notarkosten an. Dann muss das Grundstück vermessen und begutachtet werden, auch diese Vorgänge sind nicht umsonst.

BaunebenkostenHöhe der Gebühr
Baugenehmigung0,2–0,7 % der Bausumme (je nach Gebührenverordnung des Bundeslandes)
Grunderwerbssteuer3,5–6,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks (je nach Bundesland)
Notarkostenca. 1,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks
Grundbuchkostenca. 1,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks
Vermessungskostenca. 1 % der Bausumme (je nach Gebührenverordnung des Bundeslandes)
Bodengutachten oder Baugrundgutachten500–3.000 €
evtl. Baumfällung8–50 € pro m (Baumhöhe)
evtl. Abriss von Altbauten50–200 € pro m²
evtl. Maklerprovision für die Grundstückssuche5,95–7,14 % vom Kaufpreis, je nach Bundesland

Kosten rund um die Baustelle

Bauverträge von Fertighäusern beinhalten oft nicht alle Kosten, die für einen reibungslosen Ablauf während des Hausbaus nötig sind. So ist beispielsweise das Anlegen einer Baustraße oft Bedingung des Bauträgers, aber die Kosten dafür sind kein Bestandteil des Bauvertrags. Auch ist das Ausheben der Bodenplatte oder des Kellers im Komplettpreis für das Haus inbegriffen, nicht aber das Entsorgen des überschüssigen Erdreichs.

Als Bauherr ist es zudem wichtig, gut abgesichert zu sein. Deshalb sind einige Versicherungen wie die Bauherren-Haftpflicht und die Bauleistungsversicherung unerlässlich. Während der Rohbauphase wird das Haus an das Versorgungsnetz angeschlossen. Dies hat einen großen Anteil an den Baunebenkosten. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Hessen ist zudem die Begutachtung der Baupläne durch einen Prüfstatiker Pflicht.

Baunebenkosten während der BauphaseHöhe der Gebühr
Architektenhonorare und Kosten für Projektleitung10–15 % der Baukosten
Baustraße anlegenca. 11 € pro m²
Aushub für Keller- oder Bodenplatte3,50–100 € pro m³ (je nach Bodenklasse)
Abfuhr von angefallenem Erdreich8–15 € pro m³
Erschließungskosten und Hausanschlüsse (Strom, Baustrom, Gasanschluss, Wasser, Abwasser, Telefon)10.000–15.000 €
Versicherungen (Bauherrenhaftpflicht & Bauleistungsversicherung)ca. 400 €
evtl. Prüfstatiker (nicht in allen Bundesländern Pflicht)ca. 1 % der Bausumme

Zusätzliche Ausgaben nicht zu knapp kalkulieren

Mit einem gut ausgearbeiteten Finanzierungsplan und einem finanziellen Puffer bei Ihrer Baufinanzierung haben Sie die Nebenkosten auf dem Weg zum Traumhaus im Griff. Bevor Sie verlässliche Zahlen für alle anfallenden Posten vorliegen haben, sollten Sie lieber großzügig planen. So vermeiden Sie Überraschungen bei den Nebenkosten für Ihren Hausbau. Denn eine Nachfinanzierung ist häufig mit höheren Zinskosten verbunden als die eigentliche Baufinanzierung. Wir empfehlen, mindestens 10.000 € als Puffer bereitzuhalten.

Vergleich.de Tipp

Kalkulieren Sie zu großzügig, bleibt eventuell etwas von Ihrem Baukredit übrig. Vereinbaren Sie mit Ihrer Bank deshalb schriftlich, dass Sie nicht benötigtes Geld der Baufinanzierung bis zu einer Summe von 25.000 € gebührenfrei zurückzahlen können.

Entwicklung der Bauzinsen

Werden die Darlehenszinsen der Baufinanzierung steigen oder fallen? Unser Zinschart sowie die Experten-Prognosen helfen Ihnen dabei, die Zinsentwicklung besser einzuschätzen. 

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