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Geldanlage

Was sind Aktien und wie funktioniert der Aktienhandel an der Börse?

Der Aktienhandel erfreut sich im Zinstief zunehmender Beliebtheit: Im Jahr 2018 hielt jeder sechste Deutsche (10,3 Millionen) Aktien an der Börse. Ob Aktien auch für Sie die richtige Geldanlage sind, wie hoch das Risiko ist und wie der Aktienhandel funktioniert, lesen Sie hier.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist eine Aktie?

      Eine Aktie ist ein Anteil an einem börsennotierten Unternehmen, genauer an dessen Grundkapital. Solche Unternehmen sind entweder eine Aktiengesellschaft (AG) oder Personengesellschaft auf Aktien (KGaA). Für sie ist der Verkauf von Aktien eine Möglichkeit, Geld für Investitionen zu sammeln. Im Gegenzug haben die Aktienbesitzer Anrecht auf eine Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn.

      Den Gewinn zahlen die Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres in Form einer Dividende aus. Die Höhe dieser Aktien Dividenden variiert. Sie wird von der jährlichen Hauptversammlung der Aktionäre beschlossen, auf der das Unternehmen seine Gewinne und Verluste offenlegt.

      Aktien sind aber nicht nur wegen der Dividenden als Geldanlage interessant. Auch mit Kursgewinnen können Sie Rendite erzielen. Das ist der Fall, wenn die Aktienkurse steigen und Sie die Wertpapiere teurer verkaufen können als Sie sie ursprünglich eingekauft haben. Da der Börsenkurs schwankt, bergen Aktien neben der Renditechance jedoch immer auch das Risiko eines Verlustes.

      Sind Aktien die richtige Geldanlage für mich?

      Grundsätzlich bieten Aktien als Geldanlage deutlich höhere Renditechancen als das Sparen mit Sparbuch oder Tagesgeld, denn auf dem aktuellen Zinstiefstand frisst die Inflation die ohnehin geringen Zinsen einfach auf (September 2019). Wer dagegen langfristig Geld an der Börse investiert und sich von kurzfristigen Kursschwankungen nicht beeindrucken lässt, dem bietet der Aktienhandel durchaus ein interessantes Instrument für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge.

      Darum lohnt sich der Aktienhandel!

      Trotz Auf und Ab und einigen Finanzkrisen ging es an der Börse in der Vergangenheit insgesamt immer bergauf. So stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) von 2.000 Punkten im Jahr 1988 auf über 11.000 Punkte im Jahr 2016. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 19,3 %. Wer nur von 1990 bis 2010 monatlich einen Festbetrag in DAX-Aktien investiert hat, erzielte laut Deutschem Aktieninstitut immer noch eine Rendite von ca. 6,8 %.

      Ob sich der Börsenhandel auf die nächsten 20 Jahre ebenso gut entwickelt, lässt sich zwar nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist aber, dass Ihr Geld auf dem Sparbuch aktuell überhaupt keine Rendite macht.

      Welche Voraussetzungen sollte ich erfüllen, wenn ich in Aktien anlegen will?

      Der Aktienhandel setzt etwas Vorwissen voraus, ist am Ende aber immer auch Glückssache. Bevor Sie in Aktien investieren, müssen Sie sich deshalb einige Fragen zu Ihren persönlichen und finanziellen Voraussetzungen stellen. Folgende Punkte sollten Sie unbedingt erfüllen, wenn Sie sich aufs Börsenparkett wagen:

      • Geduld: Börsenkurse schwanken. Diese Schwankungen gleichen sich aber in der Regel über einen Zeitraum von zum Beispiel 10 Jahren aus. Sie sollten daher über ausreichend gute Nerven verfügen, Aktien auch bei Kursstürzen nicht vorschnell abzustoßen, denn wer sein Depot in einer Hausse (Kurstief) auflöst, macht definitiv Verlust.
      • Ausreichendes finanzielles Polster: Wenn Sie in Aktien anlegen, dürfen Sie das Geld nicht vor Ablauf von mindestens 5, besser 10 Jahren und mehr brauchen. Kurzfristiger sollten Sie nicht in Aktien investieren. Das bedeutet: Ihr Depot muss auch in Phasen unvorhergesehener Geldnot unangetastet bleiben, etwa bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit. An die Börse sollten Sie daher erst gehen, wenn Sie einen Notgroschen von ca. drei Monatsgehältern als Sicherheit aufgebaut haben.
      • Schuldenfreiheit: Tilgen vor Anlegen, lautet eine Börsenregel. Wenn Sie offene Kredite haben, sollten Sie diese erst abzahlen. Denn die Kreditzinsen liegen in der Regel immer höher als die Rendite, die Sie mit Aktien erwirtschaften können. Niemals sollten Sie einen Kredit aufnehmen, um Aktien zu kaufen!
      • Eigeninitiative: Der Aktienhandel ist kein Buch mit sieben Siegeln. Eine gewisse Einarbeitung in die Materie ist aber notwendig. Sie müssen bereit sein, sich eigeninitiativ Wissen darüber anzueignen, wie die Börse funktioniert und mit welchen Strategien Sie beim Kauf von Aktien das Risiko steuern können.

      Wie funktioniert der Aktienhandel an der Börse?

      Der Ort, an dem der Aktienhandel stattfindet, ist die Börse. Es gibt verschiedene Börsen im In- und Ausland. Jede Börse funktioniert als Marktplatz, auf dem viele Börsenmakler laufend neu die Preise nicht nur für Aktien, sondern auch Rohstoffe oder bestimmte Rechte verhandeln.

      Den Preis einer Aktie ist der Börsenkurs. Er wird nach dem Auktionsprinzip verhandelt. Dabei werden sämtliche Verkaufsangebote und Kaufanfragen für Aktien samt Preisangeboten im Orderbuch festgehalten. Der Preis, zu dem die meisten eine Aktie verkaufen und kaufen würden, bildet das Mittel und nach dem sogenannten „Meistausführungsprinzip“ letztlich den Kurs.

      Der Börsenkurs hängt von einer ganzen Reihe sehr komplexer wirtschaftlicher, politischer und psychologischer Faktoren ab. Daher sind Kursentwicklungen von Aktien sehr schwer vorauszusagen. An der Börse versuchen zahlreiche Akteure es dennoch – manchmal mit Erfolg, manchmal ohne.

      Wie kann ich Aktien kaufen?

      Wenn Sie Aktien kaufen wollen, brauchen Sie dafür nicht selbst an die Börse zu gehen. Sie benötigen stattdessen ein Aktien Depot. Das ist eine Art Girokonto, auf dem Sie statt Geld Ihre Wertpapiere verwahren. Von diesem Depot aus können Sie Aktien sowohl kaufen als auch verkaufen.

      Ein Depot können Sie bei Ihrer Filialbank einrichten. Die weitaus günstigere Alternative ist jedoch mittlerweile ein Onlinedepot bei einer Direktbank oder einem speziellen Online Aktien Broker. Dort sind nicht nur die Depotführungsgebühren meistens billiger oder sogar kostenlos. Auch die sogenannten Transaktionsgebühren, die bei jedem An- und Verkauf von Aktien anfallen, sind deutlich günstiger.

      Tipp: Vergleichen Sie das Preis-Leistungs-Verzeichnis der einzelnen Depotanbieter, bevor Sie sich für ein Depot entscheiden. Günstige Depots finden Sie in unserem Depot Vergleich.

      Welche Arten von Aktien gibt es?

      Im Aktienhandel gibt es verschiedene Aktienarten. Nicht jedes Börsenunternehmen bietet jede Aktie an. Es ist gut, die Unterschiede zu kennen, bevor Sie sich zum Kauf entschließen. Die verschiedenen Arten von Aktien lassen sich in vier Gruppen einteilen: Es gibt

      • Aktien mit und ohne Stimmrecht,
      • Aktien mit formloser Übertragbarkeit und solche, die beim Verkauf auf den neuen Besitzer umgeschrieben werden müssen,
      • Aktien mit und ohne sogenannten Nennwert sowie
      • junge und alte Aktien.

      Aktien mit und ohne Stimmrecht: Was sind Stammaktien und Vorzugsaktien?

      Stammaktien räumen dem Besitzer neben dem Recht auf eine Dividende ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung der Aktionäre ein. Die einzelne Stimme wiegt umso mehr, je weniger Aktionäre das Unternehmen zählt oder je mehr Stammaktien Sie haben. Mitentscheiden können Sie dann in einem bestimmten Rahmen über die weiteren Unternehmensziele oder auch über die Entlastung des Vorstandes.

      Vorzugsaktien dagegen sind Aktien ohne Stimmrecht. Dafür, dass Sie aufs Mitreden verzichten, bietet Ihnen das Unternehmen etwas höhere Dividenden. Im Fall einer Unternehmensliquidation würden Ihre Ansprüche außerdem vorrangig gegenüber denen der Besitzer von Stammaktien bedient.

      Aktien mit und ohne „Preis“: Was unterscheidet Nennwertaktien von Stückaktien?

      Nennwertaktien beziffern den Anteil am Grundkapital, den Sie am Unternehmen halten, mit einem konkreten Geldwert. Der Mindest-Nennwert liegt bei 1 €. Während der Aktienkurs schwankt, bleibt der Nennwert immer gleich. Bei den früheren Papieraktien war dieser Wert auf das entsprechende Wertpapier gedruckt. Diese Art der Aktie ist allerdings stark auf dem Rückmarsch.

      Stückaktien beziffern keinen Geldwert, sondern stellen den prozentualen Anteil am Grundkapital pro Stück dar. Sie sind alle gleich viel Wert. Je mehr Stückaktien Sie haben, desto höher ist folglich Ihr Unternehmensanteil. Stückaktien heißen auch Quotenaktien. Oft sind sie mit der Abkürzung „o. N.“ gekennzeichnet, was für „ohne Nennwert“ steht.

      Für Privatanleger ist die Unterscheidung zwischen Stückwertaktien und Nennwertaktien nahezu irrelevant. Ohnehin sind kaum noch Nennwertaktien im Umlauf.

      Anonyme und personalisierte Aktien: Was sind Namensaktien und Inhaberaktien?

      Namensaktien sind Aktien, die auf Ihren Besitzer ausgestellt sind. Der Besitzer wird namentlich ins Aktienregister des Unternehmens eintragen. So kann das Unternehmen mit Ihnen direkt kommunizieren. Vom Termin der Jahreshauptversammlung erfahren Sie dann zum Beispiel postalisch. Beim Verkauf einer Namensaktie wird diese auf den neuen Besitzer umgeschrieben. Früher von Hand, heute erledigen Banken das Umschreiben umstandslos digital.

      Inhaberaktien dagegen sind „namenlose“ Wertpapiere. Sie wechseln den Besitzer ohne Änderung der Personalien. Inhaber ist schlicht, wer die Aktie besitzt. Das Unternehmen weiß nicht, wer seine Anteile hält und den Termin der oben genannten Jahreshauptversammlung erfahren Sie nur aus öffentlichen Bekanntgaben, etwa aus der Tageszeitung.

      Gut zu wissen: Einen Sonderfall stellen die vinkulierten Namensaktien dar, abgeleitet aus dem Lateinisch von vinculum, die Fessel. Eine solche Aktie kann jeder kaufen, aber danach entscheidet das Unternehmen, ob es Sie mit allen Stimm- und Dividendenrechten ausstatten will. Hauptsächlich in den USA verbreitet, sollen solche Aktien feindliche Übernahmen verhindern. In Deutschland geben die Allianz, die Münchner Rück und die Deutsche Lufthansa vinkulierte Namensaktien aus.

      Neu ausgegebene und Bestandsaktien: Was bedeutet „junge“ und „alte“ Aktien?

      Braucht ein Unternehmen, das bereits an der Börse ist, noch mehr Kapital, kann es eine Kapitalerhöhung durchführen. Dabei gibt es zusätzlich zu den alten Aktien neue Aktien aus. Diese sogenannten „jungen“ Aktien können nur Altaktionäre kaufen. Weil der Gewinn schrumpft, wenn er auf diese Weise auf mehr Schultern verteilt wird, räumen viele Aktiengesellschaften ihren Altaktionären ein sogenanntes Bezugsrecht ein. Sie können junge Aktien dann zum Vorzugspreis kaufen, um im gleichen Verhältnis wie zuvor am Unternehmen beteiligt zu sein.

      Welche Aktie passt zu mir?

      Die verschiedenen Aktienarten bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Welche für Sie die richtige ist, hängt von Ihren Ansprüchen ab. Wir haben im Folgenden einige Aussagen zusammengestellt, die Ihnen bei der Wahl helfen könnten.

      Welcher Aussage können Sie zustimmen?
      • Mitbestimmen ist mir wichtig! Mit einer Stammaktie können Sie die Geschicke des Unternehmens mitlenken. Wirklich Einfluss nehmen dabei nur Großanleger. Dazu sind Stammaktien oft erheblich teurer bei gleichzeitig niedrigerer Dividende. Kommt es jedoch zum Verkauf des Unternehmens, steigt gerade der Wert der Stammaktien stark, weil die neue Firmenleitung dann vor allem an den Stimmrechten interessiert ist.
      • Mir geht es um den Kapitalertrag! Vorzugsaktien gewähren kein Stimmrecht, dafür erhalten Sie eine leicht höhere Dividende und der Anschaffungspreis ist niedriger. Diese Aktienart wählen die meisten Privatanleger.
      • Ich möchte mich mit dem Unternehmen als Aktionär verbunden fühlen! Unternehmen kommunizieren mit den Besitzern von Namensaktien direkt. Das schafft eine emotional stärkere Beziehung und kann das Richtige für Sie sein, wenn Sie sich mit dem Unternehmen verbunden fühlen.

      Aktienhandel: Wie schätze ich eine Aktie richtig ein?

      Der Wert eine Aktie ist der Aktienkurs. Kursentwicklungen vorauszusagen ist das Fachgebiet von Börsenexperten, doch selbst sie scheitern regelmäßig daran, wie sich immer wieder zeigt. Womit an der Börse eigentlich gehandelt wird, sind Erwartungen an künftige Entwicklungen.

      Erwartungen können Sie zum Beispiel aus den Geschäftsberichten der Unternehmen ablesen, aus ihrer Gewinnentwicklung und künftigen Investitionsvorhaben. Sie sollten sich im übergeordneten Maßstab jedoch auch über die Trends der jeweiligen Branche auf dem Laufenden halten. Ebensolchen Einfluss haben jedoch auch die wirtschaftliche Gesamtlage und politische Entwicklungen. Es braucht eine Zeit, bis sich ein Bauchgefühl einstellt.

      Daneben gibt es einige Bewertungsfaktoren für Wertpapiere, die Experten zur Einschätzung heranziehen, ob sich der Kauf einer Aktie lohnt. Diese Analyseinstrumente heißen Kennziffern. Die wichtigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

      • Dividendenrendite: Das Verhältnis zwischen Aktienkurs und der zuletzt ausgezahlten Dividende ist die Dividendenrendite. Je höher sie ausfällt, desto besser. Die Formel lautet: (Dividende : Aktienkurs) x 100 = Dividendenrendite in Prozent.
      • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Auch Price-Earning-Ratio (PER) genannt gibt diese Kennziffer die Ertragskraft eines Unternehmens im Vergleich zu anderen Unternehmen derselben Branche an. Dazu wird der aktuelle Kurswert mit dem Reingewinn der Aktie dividiert. Je niedriger das KGV im Vergleich zu anderen ausfällt, desto besser, denn umso günstiger ist die Aktie.
      • Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV): Der Cashflow bezeichnet die Liquidität eines Unternehmens, also sein sofort verfügbares Kapital. Wieder gilt: Je niedriger das KCV im Vergleich zu anderen der gleichen Branche, umso besser, da die Aktie dann preisgünstig ist.
      • Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV): Diese Kennziffer setzt den aktuellen Kurs einer Aktie ins Verhältnis zum Umsatz des Unternehmens pro Aktie. Das Ergebnis stellt dar, mit welchem Vielfachen des Umsatzes eine Aktie derzeit gehandelt wird.
      • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV): Das KBV bewertet den Börsenwert der Aktiengesellschaft selbst. Dabei wird der aktuelle Aktienkurs mit dem Buchwert pro Aktie dividiert. Dabei ist der Buchwert die Summe aller immateriellen Vermögens-, Sach- und Anlagewerte. Das KBV sollte mindestens 1 betragen und sagt etwas über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens aus.

      Was ist der Unterschied zwischen Aktien, Aktienfonds und ETFs?

      Wer sich mit dem Aktienhandel beschäftigt, dem begegnen immer wieder auch Aktienfonds und ETFs. Gemeint sind unterschiedliche Anlageformen, die wir Ihnen näher vorstellen wollen.

      Aktienfonds sind Bündel von Aktien. Sie haben den Vorteil, dass sie das Risiko breit streuen, indem Sie nicht auf ein Pferd setzen, sondern mehrere Aktien verschiedener Unternehmen und aus verschiedenen Branchen bündeln. Die breite Streuung innerhalb des Aktienportfolios mindert das Risiko eines Totalausfalls. Denn versagt ein Aktienkurs, kann der Verlust von anderen Aktien gemildert werden.

      Diese Arten von Aktienfonds gibt es

      Auf dem Markt sind zwei verschiedene Arten von Fonds:

      • aktive Aktienfonds und
      • passive Indexfonds, die auch „Exchange Traded Fund“ heißen, kurz ETF.

      Bei aktiven Aktienfonds kaufen Sie sich in den Fonds eines professionellen Fondsmanagers ein, der dann für Sie versuchen wird, am Ende des Tages mit einem besseren Kurs abzuschließen als die Börse selbst. Zum Beispiel könnte der DAX an sich mit 1 % im Plus abschließen. Ihr aktiv gemanagter Fonds dagegen mit 2 %. Ob das gelingt, hängt vom Geschick des Fondsmanagers ab, der laufend wertlose Aktien aus dem Fonds verkauft und vielversprechende Aktien einkauft. In der Praxis gelingt das jedoch nicht immer.

      Bei einem ETF dagegen bildet eine Fondsgesellschaft für Sie einen Börsenindex nach, zum Beispiel den DAX. In Ihrem Portfolio finden sich dann die 30 stärksten börsennotierten deutschen Unternehmen. Ihre Rendite entwickelt sich parallel zum DAX ohne weitere Kauf- oder Verkaufsaktivität. Sie brauchen weiter nichts zu tun als abzuwarten – daher der Name passiver Indexfonds.

      ETFs sind langfristige Geldanlage. Kursschwankungen der Börse, so das Versprechen, fangen sie über einen langen Zeitraum ab. Daher eignen sich ETFs häufig für Privatanleger, die als Altersvorsorge oder zum langfristigen Vermögensaufbau in Aktien investieren wollen. Wenn Sie ETFs kaufen, sollten Sie von einem Anlagehorizont von mindestens 5 bis 30 Jahren ausgehen.

      Aktien, Aktienfond und ETF, die Unterschiede im Überblick

       ManagementRenditechanceRisikoKosten
      Traden einzelner Aktienaktivhochsehr hochje nach Orderaktivität
      Aktienfondsaktivhochhochca. 1,5 % p.a.
      Indexfonds (ETF)passivmittelgeringbis zu 0,5 % p.a. Depotkosten

      Die Tabelle zeigt, dass die Wahl der richtigen Aktienanlage vor allem mit der persönlichen Risikobereitschaft und der eigenen Expertise zusammenhängen sollte.

      Vergleich.de Tipp

      Aktienhandel ist ein Stück weit immer auch ein Glücksspiel. Mit der richtigen Anlagestrategie können Sie sich davor schützen, Ihre Ersparnisse zu verlieren. Je nach eigener Risikobereitschaft könnten Sie zum Beispiel 25 % oder 50 % Ihres Vermögens in einen Aktien-ETF anlegen und den Rest in einen Rentenfond, der statt auf Kursgewinne auf Zinsen setzt. Behalten Sie in jedem Fall Geld, das Sie kurzfristig brauchen könnten, auf einem Tagesgeldkonto. Dieses sogenannte „Pantoffel-Portfolio“ empfiehlt Stiftung Warentest zum langfristigen Vermögensaufbau und zur Altersvorsoge.

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