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Eine Rechtsschutzversicherung schützt Ihre Interessen bei rechtlichen Streitigkeiten. Gerichtkosten, Anwaltkosten oder auch Kosten bei Verfahren im Ausland werden von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt.

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Mit einer Rechtsschutzversicherung sind Sie optimal vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits geschützt. Die private Versicherung übernimmt für Sie alle Kosten, die sich aus rechtlichen Streitigkeiten ergeben – egal ob Anwälte, Gerichtsgebühren, Honorare für Sachverständige oder Zeugengelder gezahlt werden müssen.

Welche Kosten eine Rechtsschutzversicherung genau übernimmt, hängt vom Leistungspaket Ihrer Police ab. In der Regel sind die Versicherungen nach dem Baukastenprinzip aufgebaut: Zu den geläufigsten Versicherungsbausteinen aller Rechtsschutzversicherungen gehört der Privat-, Arbeits-, Miet-, Vermieter- und der Verkehrsrechtsschutz. Als Basisschutz empfehlen Versicherungsexperten eine 3er-Kombination aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrecht. Weitere Bausteine können Sie individuell an Ihre Lebenssituation anpassen und so einen optimalen Rund-um-Schutz erlangen.

Je nachdem ob Sie nur sich oder Ihre ganze Familie absichern möchten, können Sie die private Rechtsschutzversicherung als Single- oder Familientarif wählen.

Im Familientarif sind in der Regel der Ehepartner sowie unverheiratete, nicht in einer Lebenspartnerschaft lebende Kinder bis zur Vollendung ihres 25. Lebensjahres mitversichert. Sobald ein volljähriges Kind dauerhaft berufstätig ist, gilt der Versicherungsschutz jedoch nicht mehr. Paare, die in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, können den Partner ebenfalls durch den Familientarif absichern.

Zusätzlich gibt es spezielle Policen für Selbstständige, Beamte, Rentner und Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Hier lohnt es sich, zwischen den einzelnen Tarifen genau zu vergleichen, denn häufig sind die Spezialtarife günstiger oder bieten speziell auf die Zielgruppe ausgerichtete Konditionen. So können sich beispielsweise Pensionäre günstig gegen Rechtsstreitigkeiten wegen Altersversorgung, Pflegeverhältnisse oder Beihilfen absichern.

Für viele Versicherungsbausteine (z. B. Arbeits-, Wohnungs-, Steuer-, Sozialgerichts- und Verwaltungsgerichtsschutz) besteht eine Karenzzeit: Erst 3 Monate nach Vertragsbeginn leistet der Versicherer. Für Versicherungsnehmer bedeutet das, dass Sie mit dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung nicht erst bis zum Schadensfall warten, sondern eine entsprechende Police präventiv in Ihr Versicherungsportfolio aufnehmen sollten.

Ihre Rechtsschutzversicherung sollte auf jeden Fall Privatrechtsschutz enthalten. Diese Police umfasst den gesamten privaten Bereich der Versicherten. Das heißt Sie sind zum Beispiel vor den hohen Gerichtskosten bei Streitigkeiten mit dem Nachbarn, bei Steuer- oder Sozialrechtsangelegenheiten oder auch bei Auseinandersetzungen um Kaufverträge geschützt.

Eine Berufsrechtsschutz Police ist für Arbeitnehmer interessant. Dieser Baustein kann in der Regel jedoch nicht als Einzelleistung abgeschlossen werden, sondern nur in der Kombination mit dem Privatrechtsschutz.

Autofahrer sollten nicht auf den Verkehrsrechtsschutz verzichten. Die Versicherer übernehmen im Schadensfall bis zur vereinbarten Deckungssumme die Anwaltsgebühren, Zeugengelder und Sachverständigenhonorare, Gerichtskosten und gegnerische Kosten, die der Kunde zu tragen hätte - beispielsweise bei Rechtsstreitigkeiten nach einem Unfall oder Autokauf. Kleinere Streitpunkte, wie zum Beispiel Bußgelder nach Parkverstößen, lehnen die meisten Versicherer jedoch ab.