Onlinebanking: das Girokonto online führen

Online Banking: Sicherheit und Datenschutz

Rund um die Uhr von Zuhause aus den Kontostand checken oder Überweisungen in Auftrag geben – Onlinebanking und Mobilebanking machen es möglich. Welche unterschiedlichen Verfahren es beim Onlinebanking gibt und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie bei vergleich.de.

Wie funktioniert Onlinbanking?

Um Onlinebanking betreiben zu können, benötigen Sie einen Computer und einen sicheren Internetzugang: nutzen Sie eine verschlüsselte WLAN-Verbindung sowie eine Firewall. Zudem sollte Ihr Computer über eine aktuelle Virenschutzsoftware verfügen. Falls Sie Ihre Bankgeschäfte bisher nicht online getätigt haben, müssen Sie einen Onlinebanking-Zugang bei Ihrer Bank beantragen. Im nächsten Schritt erhalten Sie Ihre Zugangsdaten von der Bank mit der Post. Um Transaktionen durchführen zu können, brauchen Sie für die Authentifizierung neben Ihrem persönlichen Passwort oder Ihrer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) ein Einmalpasswort, die so genannte Transaktionsnummer (TAN). Es gibt verschiedene Verfahren, um diese Transaktionsnummer zu generieren:

  • TAN / iTAN: Die TAN-Liste erhalten Sie per Post und können entweder eine beliebige TAN verwenden oder Sie werden während der Transaktion dazu aufgefordert, eine bestimmte iTAN aus der durchnummerierten TAN-Liste zu verwenden.

  • ChipTAN: Mithilfe Ihrer Girokarte und eines TAN-Generators, einem Gerät, das Sie bei Ihrer Bank oder im Einzelhandel für ca. zehn Euro kaufen können, ermitteln Sie die so genannte ChipTAN.

  • mTAN: Die mobile TAN wird Ihnen nach auf Aufforderung per Mausklick als SMS auf Ihr Handy geschickt.

  • pushTAN: Die pushTAN ist beim Mobilebanking notwendig, also der Durchführung einer Transaktion via Smartphone. Sie wird Ihnen in einer passwortgeschützten App übermittelt.

  • PhotoTAN: Bei der PhotoTAN wird aus den vom Kunden auf dem Computer eingegeben Transaktionsdaten eine Mosaikgrafik erstellt, die via Smartphone-App eingescannt wird. Daraufhin wird eine TAN für diese Transaktion generiert.

  • NFC-TAN: NFC steht für „Near Field Communication“. Bei diesem Verfahren wird während der Überweisung am PC ein Code generiert, der sich mit dem Smartphone scannen lässt. Nach der Bestätigung der Überweisungsdaten muss der Bankkunde seine Girokarte an das Smartphone-Display halten, so wird eine TAN errechnet und an das Smartphone gesendet. Nicht alle Bankkarten und Smartphones sind NFC-fähig. Auf der NFC-Technologie basiert auch das NFC-Payment, kontaktloses Bezahlen mithilfe von Smartphone und NFC-Scanner. Google nutzt diese Technologie in seinem Online-Bezahlsystem Google Wallet.

Keine TAN ist nötig beim Onlinebanking via Homebanking Computer Interface (HBCI). Für dieses Verfahren braucht der Bankkunde ein Computerprogramm sowie eine Kartenlesegerät mit Tastatur und Display. HBCI gilt als eines der sichersten, aber aufgrund der ca. 60 Euro Anschaffungskosten für das Kartenlesegerät auch als unbeliebtestes Verfahren bei Privatkunden. 

Wer ein Girokonto eröffnen möchte, muss sich identifizieren lassen. Das geht inzwischen nicht mehr nur per Postident-Verfahren. Einige Banken bieten auch eine so genannte Videolegitimation an, also eine Identifikation via Webcam. Aber auch die Möglichkeiten beim Durchführen von Überweisungen werden immer innovativer. Durch die Einführung des europaweit einheitlichen SEPA-Verfahrens ist das Banking in den Augen vieler Verbraucher zunächst komplizierter geworden. Die maximal zehnstellige Kontonummer wurde durch die in Deutschland 22-stellige IBAN ersetzt. Um Überweisungen für ihre Kunden einfacher zu gestalten, haben einige Kreditinstitute die Fotoüberweisung eingeführt.
Dafür muss lediglich die Mobilebanking-App des Kreditinstituts auf dem Smartphone installiert sein und die Rechnung oder der Überweisungsträger abfotografiert werden. Die Applikation erkennt die Daten und füllt das Überweisungsformular automatisch aus. Aber auch das Einloggen in das eigene Konto wurde vereinfacht. Einige Banken bieten den Login per Fingerabdruck an – allerdings bisher nur für iPhone-Nutzer. Gerade Direktbanken, also Banken ohne Filialnetz, bei denen ausschließlich Telefon-, Online- oder Mobilebanking angeboten werden, sind Vorreiter auf dem Gebiet der technischen Neuentwicklungen.

Sicherheit ist beim Onlinebanking oberstes Gebot. Eine stets aktuelle Antivirensoftware und Firewall auf dem Computer sind Grundvoraussetzungen. Passwort oder PIN und TAN sollten niemals auf dem Computer gespeichert oder zusammen mit der Bankkarte aufbewahrt werden. Seien Sie während des Onlinebankings aufmerksam; achten Sie auf Indizien möglicher Phishing-Angriffe, also Versuche, mithilfe gefälschter E-Mails oder Webseiten an Ihre vertrauliche Daten zu kommen. Banken würden niemals Ihre Zugangsdaten abfragen. Mehr Tipps, wie Sie sich vor Datendiebstahl schützen können, erfahren in unserem Beitrag zum Thema Phishing.


 

vergleich.de Tipp:

Für Bankkunden, die bis jetzt noch nicht Onlinebanking betreiben, empfiehlt es sich, dies zu ändern. Immer mehr Filialbanken gehen dazu über, für handgeschriebene Überweisungen Gebühren zu verlangen.


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