Da war doch was? Ach ja, die Abgeltungssteuer. In den Wirren der Finanzmarktkrise ging das Thema "Abgeltungssteuer" fast unter. Dabei naht das neue Gesetz inzwischen mit großen Schritten. Was auf alle Anleger zukommt - bei uns erfahren Sie es.
Der Countdown läuft
Obwohl das Abgeltungssteuergesetz schon in einem Monat in Kraft tritt, können bisher nur wenige Deutsche etwas mit dem Begriff anfangen. Laut einer Studie der Deutschen Bank haben im September 2008 gerade einmal 66 Prozent der Deutschen schon einmal etwas von der neuen Steuer gehört. Nur für 11 Prozent spielt sie bei der Geldanlage eine größere Rolle – fatal, denn ohne umfassende Information gehen Sparern womöglich deutliche Steuervorteile verloren.
Die neue Regelung gilt ab dem 1. Januar 2009 und soll im Wesentlichen die Besteuerung von Kapitalerträgen erleichtern. Mit einem einheitlichen Abzug von 25 Prozent auf alle Zinsen, Gewinne und Dividenden ist quasi die Steuerpflicht vollständig "abgegolten" und eine Steuererklärung für Kapitalerträge im Grunde nicht mehr notwendig.
Profitabel ist dies besonders für Sparer mit einem persönlichen Steuersatz über 25 Prozent – und dazu zählt man bereits mit einem Einkommen ab 15.000 Euro/Jahr. Wer darunter liegt, kann sich die zu viel gezahlte Steuer mit der nächsten Steuererklärung wieder holen. Wichtig: auch im nächsten Jahr gilt ein Freibetrag von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete.
Gewinner und Verlierer
Nicht jede Anlageform unterliegt der Abgeltungssteuer. Für einige Produkte bringt die neue Steuer Vorteile, andere wiederum verlieren. Manche Produkte sind auch vollständig von der Abgeltungssteuer ausgenommen. Wer hier nicht weiß, unter welche Kategorie seine Geldanlage fällt, riskiert unter Umständen, viel Geld zu verlieren.
Information ist deshalb das A und O. In unserer Rubrik "Abgeltungssteuer" auf www.vergleich.de erfahren, was sich überhaupt ändert und wie sich diese Änderungen auf Ihre Geldanlage auswirken. Zusätzlich erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie die Steuerbelastung so gering wie möglich halten und so weiter kräftig sparen können.