Newsletter, vergleich.de 22. Mai 2009

 

Ein schöner, sonniger Urlaubstag: Sie bummeln über einen Markt in Italien und freuen sich, dass Sie für Ihre Lieben daheim endlich ein passendes Urlaubsmitbringsel gefunden haben. Doch als Sie bezahlen wollen, ist der Schreck groß. Das Portmonee ist weg! „Was mache ich jetzt bloß, da war doch alles drin. Bargeld, ec-Karte, Kreditkarte... alles weg! Die räumen jetzt bestimmt auch mein Bankkonto leer!“, so Ihre Befürchtung.
 

 Solche und ähnliche Szenarien spielen sich häufiger in Urlaubsgebieten ab. Gerade dort, wo viele Menschen unterwegs sind, ist auch die Gefahr eines Diebstahls am größten. Deshalb sollten Sie immer eine Telefonnummer parat haben: die des Sperr-Notrufs.


Eine Nummer für alle elektronischen Karten
Der Sperr-Notruf 116 116 sperrt Bank- und Maestrokarten, Kreditkarten sowie Online Banking-Accounts. Darüber hinaus können auch Mobilfunkkarten, Kundenkarten mit Zahlungsfunktion und andere elektronische Berechtigungen über diese Notfallnummer gesperrt werden.

Die Sperrung kann rund um die Uhr erfolgen und ist deutschlandweit kostenlos möglich. Bei einem Anruf aus dem Ausland muss vor der Telefonnummer 116 116 die deutsche Landesvorwahl (+49) gewählt werden. Alternativ steht auch die Nummer +49 30 40 50 40 50 zur Verfügung. Achtung: Aus einigen Ländern muss eine andere Vorwahl gewählt werden. Für einen Anruf aus dem Ausland können zudem Gebühren anfallen.


So sperren Sie
Haben Sie den Sperr-Notruf gewählt, müssen Sie zunächst Ihre Bankleitzahl eingeben. Dann werden Sie mit der zuständigen Bank verbunden. Je nach  Bank erfolgt die Sperrung nun weiterhin über einen Sprachcomputer oder Sie werden in ein Call-Center weitergeleitet, wo man Ihre Sperrung entgegen nimmt. Jetzt müssen Sie auch Ihre Konto- bzw. Kreditkartennummer angeben.

Wichtig: Über 90 Prozent aller Kreditinstitute nehmen derzeit am Sperrservice teil. Ausnahmen sind beispielsweise die Postbank oder die Karstadt-Quelle-Bank. Erkunden Sie sich deshalb bei Ihrer Bank, ob diese sich der Sperrvermittlung angeschlossen hat und notieren Sie sich auch deren Sperrnummer.


Wichtige Tipps in Kürze

  • Speichern Sie die Sperrnummer 116 116 sowie die eventuell abweichende Sperrnummer Ihrer Bank in Ihrem Handy

     
  • Kontrollieren Sie Kontoauszüge regelmäßig

  • Lassen Sie Ihr Portmonee nie unbeaufsichtigt

  • Bewahren Sie die PIN nicht mit der Bankkarte zusammen auf

  • Notieren Sie sich Ihre Konto- oder Kartennummer ebenso wie Ihre Bankleitzahl und verwahren Sie diese nicht in Ihrem Portmonee

  • Sperren Sie die verloren gegangene Konto- oder Kreditkarte unverzüglich, sobald Sie den Diebstahl oder Missbrauch bemerken

  • Erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei

 

 

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